Hinweis:

Die Benutzeroberfläche wurde ab Dreamweaver CC vereinfacht. Daher kann es vorkommen, dass Sie einige der in diesem Artikel beschriebenen Optionen ab Dreamweaver CC nicht finden. Weitere Informationen finden Sie in diesem Artikel.

Allgemeines zum Sammeln von Benutzerinformationen

Mithilfe von Webformularen oder Hypertext-Links können Sie Benutzerinformationen erfassen, diese Informationen im Arbeitsspeicher des Servers speichern und anhand dieser Daten anschließend eine dynamische Antwort auf die Eingabe des Benutzers erstellen. Die gängigsten Werkzeuge zum Sammeln von Benutzerinformationen sind HTML-Formulare und Hypertext-Verknüpfungen (auch Hyperlinks genannt).

HTML-Formulare

ermöglichen Ihnen, Informationen von Benutzern zu sammeln und im Arbeitsspeicher des Servers zu speichern. Ein HTML-Formular kann die Informationen entweder als Formularparameter oder als URL-Parameter senden.

Hypertext-Verknüpfungen

ermöglichen Ihnen, Informationen von Benutzern zu sammeln und im Arbeitsspeicher des Servers zu speichern. Werte, die übertragen werden sollen, wenn ein Benutzer auf einen Hyperlink klickt, z. B. Werte einer bestimmten Option, geben Sie an, indem Sie sie an die im Anker-Tag festgelegte URL anhängen. Wenn ein Benutzer auf den Hyperlink klickt, sendet der Browser die URL und den angehängten Wert an den Server.

Parameter von HTML-Formularen

Formularparameter werden an den Server mithilfe eines HTML-Formulars und der Methode POST oder der Methode GET gesendet.

Bei Verwendung der Methode POST werden die Parameter als Teil des Dokument-Headers an den Webserver übertragen und sind mit Standardmethoden für keinen Benutzer sichtbar oder verfügbar, der die Seite anzeigt. Die Methode POST sollte für Werte verwendet werden, die Auswirkungen auf den Inhalt von Datenbanken haben (z. B. zum Einfügen, Aktualisieren oder Löschen von Datensätzen), oder für per E-Mail gesendete Werte.

Bei der Methode GET werden Parameter an die angeforderte URL angefügt. Die Parameter sind dabei für jeden Benutzer sichtbar, der die Seite anzeigt. Die Methode GET eignet sich für Suchformulare.

In Dreamweaver können Sie schnell HTML-Formulare entwerfen, die Formularparameter an den Server senden. Achten Sie genau darauf, welche Methode Sie wählen, um Informationen vom Browser an den Server zu senden.

Formularparameter erhalten die Namen von ihren entsprechenden Formularobjekten. Wenn Ihr Formular beispielsweise ein Textfeld mit dem Namen txtLastName enthält, wird der folgende Formularparameter an den Server gesendet, wenn der Benutzer auf die Schaltfläche zum Senden klickt:

txtLastName=enteredvalue

In den Fällen, in denen eine Webanwendung einen genauen Parameterwert erwartet (z. B. wenn eine Aktion basierend auf einer von mehreren Optionen durchgeführt wird), steuern Sie die Werte, die ein Benutzer senden kann, mit einem Optionsfeld-, Kontrollkästchen- oder Listen-/Menüformularobjekt. Auf diese Weise wird verhindert, dass der Benutzer Informationen falsch eingibt und einen Anwendungsfehler verursacht. Im folgenden Beispiel ist ein Popupmenüformular mit drei Auswahlmöglichkeiten dargestellt:

Popupmenü „Formular“
Popupmenü „Formular“

Jede Menüoption entspricht einem fest kodiertem Wert, der als Formularparameter an den Server gesendet wird. Im Dialogfeld „Listenwerte“ im folgenden Beispiel wird jedes Listenelement einem Wert („Add“, „Update“ oder „Delete“) zugeordnet:

Dialogfeld mit Listenwerten
Dialogfeld mit Listenwerten

Nachdem ein Formularparameter erstellt wurde, kann Dreamweaver den Wert abrufen und in einer Webanwendung verwenden. Nachdem Sie den Formularparameter in Dreamweaver definiert haben, können Sie den entsprechenden Wert in eine Seite einfügen.

URL-Parameter

Mit URL-Parametern können Sie die vom Benutzer gelieferten Daten vom Browser an den Server senden. Wenn ein Server eine Anforderung empfängt und der URL der Anforderung Parameter angehängt sind, stellt der Server die Parameter der angeforderten Seite zur Verfügung, bevor er die Seite an den Browser zurückgibt.

Ein URL-Parameter ist ein an eine URL angehängtes Name-Wert-Paar. Der Parameter beginnt mit einem Fragezeichen (?) und hat den Aufbau name=value. Wenn mehrere URL-Parameter vorhanden sind, werden sie jeweils durch ein Et-Zeichen (&) voneinander getrennt. Im folgenden Beispiel ist ein URL-Parameter mit zwei Name-Wert-Paaren dargestellt:

http://server/path/document?name1=value1&name2=value2

In diesem Beispielarbeitsablauf handelt es sich bei der Anwendung um einen Online-Shop. Da die Entwickler der Site eine möglichst breite Zielgruppe erreichen möchten, unterstützt die Site unterschiedliche Währungen. Wenn Benutzer sich an der Site anmelden, können sie die Währung auswählen, in der die Preise der verfügbaren Artikel angezeigt werden sollen.

  1. Der Browser fordert vom Server die Seite „report.cfm“ an. Die Anforderung enthält den URL-Parameter Currency="euro". Die Variable Currency="euro" legt fest, dass alle abgerufenen Geldbeträge in Euro angezeigt werden.

  2. Der Server speichert den URL-Parameter vorübergehend im Arbeitsspeicher.

  3. Die Seite „report.cfm“ verwendet den Parameter, um die Preise der Artikel in Euro abzurufen. Diese Geldbeträge können entweder in einer Datenbanktabelle unterschiedlicher Währungen gespeichert oder aus einer einzelnen Währung umgerechnet werden, die mit dem jeweiligen Artikel verknüpft ist. Dabei kann es sich um jede von der Anwendung unterstützte Währung handeln.

  4. Der Server sendet die Seite „report.cfm“ an den Browser und zeigt den Wert der Artikel in der angeforderten Währung an. Wenn dieser Benutzer die Sitzung beendet, löscht der Server den Wert des URL-Parameters und gibt so Serverspeicher für neue Benutzeranforderungen frei.

    URL-Parameter werden zudem erstellt, wenn die HTTP-Methode GET in Verbindung mit einem HTML-Formular verwendet wird. Die Methode GET legt fest, dass der Parameterwert beim Absenden des Formulars an die URL-Anfrage angehängt wird.

    Zu häufigen Einsatzgebieten von URL-Parametern zählen personalisierte Websites, die auf Benutzervoreinstellungen beruhen. Beispielsweise können mithilfe eines aus Benutzername und Kennwort bestehenden URL-Parameters Benutzer authentifiziert und anschließend nur die Informationen angezeigt werden, die der jeweilige Benutzer abonniert hat. Gängige Beispiele hierfür sind Finanzwebsites, die einzelne Aktienkurse basierend auf Börsensymbolen anzeigen, die der Benutzer zuvor gewählt hat. Entwickler von Webanwendungen übergeben mit URL-Parametern häufig Werte an Variablen innerhalb einer Anwendung. Beispielsweise können Sie Suchbegriffe an SQL-Variablen in einer Webanwendung übergeben, um Suchergebnisse zu erzeugen.

    URL-Parameter

Sie erstellen URL-Parameter innerhalb eines HTML-Hyperlinks, indem Sie das Attribut href des HTML-Anker-Tags verwenden. Sie können die URL-Parameter direkt im Attribut eingeben, indem Sie zur Codeansicht wechseln („Ansicht“ > „Code“), oder Sie können die URL-Parameter an das Ende der Hyperlink-URL im Feld „Hyperlink“ des Eigenschafteninspektors anfügen.

Im nachfolgenden Beispiel erstellen drei Verknüpfungen einen einzigen URL-Parameter (action) mit drei möglichen Werten (Add, Update und Delete). Wenn der Benutzer auf einen Hyperlink klickt, wird ein Parameterwert an den Server gesendet und die angeforderte Aktion ausgeführt.

<a href="http://www.mysite.com/index.cfm?action=Add">Add a record</a> 
<a href="http://www.mysite.com/index.cfm?action=Update">Update a record</a> 
<a href="http://www.mysite.com/index.cfm?action=Delete">Delete a record</a>

Dieselben URL-Parameter können Sie mit dem Eigenschafteninspektor („Fenster“ > „Eigenschaften“) erstellen. Wählen Sie hierzu den Hyperlink aus und fügen Sie die URL-Parameterwerte an das Ende der Hyperlink-URL im Feld „Hyperlink“ des Eigenschafteninspektors an.

Eigenschafteninspektor
Eigenschafteninspektor

Nachdem ein URL-Parameter erstellt wurde, kann Dreamweaver den Wert abrufen und in einer Webanwendung verwenden. Nachdem Sie den URL-Parameter in Dreamweaver definiert haben, können Sie den entsprechenden Wert in eine Seite einfügen.

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