Preflight-Bedienfeld – Übersicht

Bevor Sie Dokumente drucken oder an einen Druckdienstleister übergeben, können Sie eine Qualitätsprüfung durchführen. Preflight ist der branchenübliche Standardname für dieses Verfahren. Während der Dokumentbearbeitung werden im Preflight-Bedienfeld Warnungen vor Problemen angezeigt, die dazu führen können, dass das Dokument oder Buch nicht wie gewünscht gedruckt oder ausgegeben werden kann. Zu solchen Problemen gehören fehlende Dateien oder Schriftarten, Bilder mit niedriger Auflösung, Übersatztext usw.

Sie können bei der Konfiguration der Preflight-Einstellungen definieren, welche Bedingungen erfasst werden sollen. Zur leichteren Wiederverwendung der Preflight-Einstellungen werden sie in Preflight-Profilen gespeichert. Sie können eigene Preflight-Profile erstellen oder vordefinierte Profile vom Drucker oder aus einer anderen Quelle importieren.

Damit Sie die Vorteile der Live-Preflight-Prüfung voll ausnutzen können, sollten Sie gleich zu Beginn der Bearbeitung eines Dokuments ein Preflight-Profil erstellen oder angeben. Wenn die Preflight-Funktion aktiviert ist, wird in der Statusleiste ein rotes Kreissymbol angezeigt, sobald InDesign ein Problem feststellt. Sie können dann das Preflight-Bedienfeld öffnen. Im Informationsbereich werden grundlegende Anleitungen zum Beheben der vorliegenden Probleme angezeigt.

Preflight-Bedienfeld
Preflight-Bedienfeld

A. Ausgewählter Fehler B. Klicken Sie auf die Seitenzahl, um das Seitenobjekt anzuzeigen C. Der Informationsbereich enthält Vorschläge zum Beheben des ausgewählten Fehlers D. Geben Sie einen Seitenbereich zum Einschränken der Fehlersuche an 

Öffnen des Preflight-Bedienfelds

  • Wählen Sie Fenster > Ausgabe > Preflight.

  • Doppelklicken Sie unten im Dokumentfenster auf das Preflight-Symbol. Sofern keine Fehler vorliegen, ist das Preflight-Symbol grün, wenn Fehler auftreten, ist es rot.

Definieren von Preflight-Profilen

Auf neue und konvertierte Dokumente wird standardmäßig das Profil „[Grundprofil]“ angewendet. Dieses Profil erfasst fehlende oder geänderte Verknüpfungen, Übersatztext und fehlende Schriftarten. Sie können das Profil „[Grundprofil]“ weder bearbeiten noch löschen, haben jedoch die Möglichkeit, mehrere Profile zu erstellen und zu verwenden. Sie können beispielsweise zwischen verschiedenen Profilen wechseln, wenn Sie an unterschiedlichen Dokumenten arbeiten, wenn Dokumente an unterschiedliche Druckvorstufenanbieter weitergegeben werden oder wenn innerhalb der Bearbeitung eines Dokuments unterschiedliche Produktionsphasen durchlaufen werden.

Fragen Sie den jeweiligen Druckvorstufenanbieter nach dem passenden Profil oder den erforderlichen Preflight-Profileinstellungen. 

Definieren eines Preflight-Profils

  1. Wählen Sie im Preflight-Bedienfeldmenü oder unten im Dokumentfenster im Menü „Preflight“ die Option Profile definieren.

  2. Klicken Sie auf Neues Preflight-ProfilSymbol,und geben Sie einen Namen für das Profil an.

  3. Geben Sie in jeder Kategorie die gewünschten Preflight-Einstellungen an. Ein mit einem Haken gekennzeichnetes Kontrollkästchen bedeutet, dass alle Einstellungen eingeschlossen wurden. Ein leeres Feld weist darauf hin, dass keine Einstellungen eingeschlossen sind.

    Verknüpfungen

    Legen Sie fest, ob fehlende und geänderte Verknüpfungen als Fehler angezeigt werden sollen.

    Farbe

    Legen Sie fest, welcher Transparenzfüllraum erforderlich ist und ob Elemente wie CMY-Platten, Farbräume und Überdrucken zulässig sind.

    Bilder und Objekte

    Geben Sie Anforderungen für Elemente wie Bildauflösung, Transparenz und Konturenstärken an.

    Text

    In der Kategorie „Text“ werden Fehler für Elemente wie fehlende Schriftarten und Übersatztext angezeigt.

    Dokument

    Geben Sie Anforderungen für Seitenformat und -ausrichtung, Seitenanzahl, leere Seiten und das Einrichten von Anschnitt und Infobereich an.

  4. Wählen Sie Speichern, um die Änderungen an einem Profil zu übernehmen, bevor Sie mit der Arbeit an einem anderen Profil beginnen. Oder klicken Sie auf OK, um das Dialogfeld zu schließen und alle Änderungen zu speichern.

Einbetten von Profilen und Aufheben der Einbettung

Indem Sie ein Profil einbetten, wird das Profil Teil des Dokuments. Das Einbetten von Profilen ist insbesondere dann sinnvoll, wenn Sie die Datei an einen anderen Benutzer senden. Dass ein Profil eingebettet ist, bedeutet nicht, dass es zwingend verwendet werden muss. Wenn Sie ein Dokument mit einem eingebetteten Profil beispielsweise an eine Druckerei senden, kann der Drucker ein anderes Profil auswählen, das auf das Dokument angewendet werden soll.

Sie können immer nur ein Profil einbetten. Das Profil „[Grundprofil]“ kann nicht eingebettet werden.

  1. Betten Sie ein Profil ein, indem Sie es in der Profilliste auswählen und dann auf das Einbetten-Symbol  rechts neben der Profilliste klicken.

    Sie können ein Profil auch über das Dialogfeld „Profile definieren“ einbetten.

  2. Wenn Sie die Einbettung eines Profils aufheben möchten, wählen Sie im Preflight-Bedienfeldmenü die Option Profile definieren, markieren Sie das Profil und wählen Sie dann auf der linken Seite des Dialogfelds im Preflight-Profilmenü die Option Profileinbettung aufheben.

Exportieren und Laden von Profilen

Sie können ein Profil exportieren, um es anderen Benutzern zur Verfügung zu stellen. Exportierte Profile werden in Dateien mit der Erweiterung .idpp gespeichert.

Hinweis:

Außerdem können Sie durch den Export von Profilen auch Ihre Profileinstellungen sichern. Wenn Sie die Voreinstellungen wiederherstellen, werden auch die Profilinformationen zurückgesetzt. Wenn Sie Voreinstellungen wiederherstellen möchten, können Sie das exportierte Profil laden.

Sie können auch ein Profil laden, das Ihnen von einem anderen Benutzer zur Verfügung gestellt wurde. Sie können entweder eine IDPP-Datei oder das im angegebenen Dokument eingebettete Profil laden.

  • Um ein Profil zu exportieren, wählen Sie im Preflight-Menü die Option Profile definieren. Wählen Sie im Preflight-Profilmenü die Option Profil exportieren, geben Sie den gewünschten Namen und Speicherort an und klicken Sie auf Speichern.
  • Um ein Profil zu laden (importieren),wählenklicken Sie im Preflight-Menü auf Profile definieren. Wählen Sie im Preflight-Profilmenü die Option Profil laden, wählen Sie die IDPP-Datei oder das Dokument mit dem eingebetteten Profil aus, das verwendet werden soll, und klicken Sie auf Öffnen.

Löschen von Profilen

  1. Wählen Sie im Preflight-Menü die Option Profile definieren.

  2. Wählen Sie das Profil aus, das gelöscht werden soll, und klicken Sie dann auf Preflight-Profil löschen, um .

  3. Klicken Sie auf OK, um das Profil zu löschen.

Anzeigen und Beheben von Preflight-Fehlern

In der Fehlerliste werden nur die Kategorien aufgeführt, in denen Fehler vorliegen. Klicken Sie auf den Pfeil neben der jeweiligen Kategorie, um sie zu maximieren bzw. minimieren.

Beachten Sie beim Anzeigen der Fehlerliste folgende Aspekte:

  • In manchen Fällen verursacht ein Designobjekt, z. B. ein Farbfeld oder ein Abschnittsformat, ein Problem. Das Designobjekt selbst wird jedoch nicht als Fehler erfasst. Stattdessen werden in der Fehlerliste alle Seitenobjekte aufgeführt, auf die das Designobjekt angewendet wurde. Achten Sie in diesem Fall darauf, das Problem im Designobjekt zu beheben.

  • Fehler, die in Übersatztext, ausgeblendeten Bedingungen und Notizen auftreten, werden nicht aufgeführt. Gelöschter Text, der noch als Teil der Änderungsverfolgung vorhanden ist, wird ebenfalls ignoriert.

  • Ein Musterseitenobjekt, in dem ein Fehler aufgetreten ist, wird nicht aufgeführt, wenn die Musterseite nicht angewendet wird oder wenn sich keine der Seiten, auf die sie angewendet wurde, im aktuellen Bereich befindet. Wenn in einem Musterseitenobjekt ein Fehler vorliegt, wird es in der Preflight-Bedienfeldliste nur einmal aufgeführt, obwohl es auf jeder Seite, auf die die Musterseite angewendet wurde, vorhanden ist.

  • Fehler, die in nicht druckenden Seitenobjekten, in Seitenobjekten auf der Montagefläche oder auf verborgenen oder nicht druckenden Ebenen auftreten, werden nur dann in der Fehlerliste aufgeführt, wenn im Dialogfeld „Preflight-Optionen“ die entsprechenden Optionen angegeben sind.

  • Wenn Sie nur bestimmte Seiten ausgeben möchten, können Sie die Preflight-Prüfung auf einen bestimmten Seitenbereich einschränken. Geben Sie unten im Preflight-Bedienfeld einen Seitenbereich an.

Aktivieren und Deaktivieren der Live-Preflight-Prüfung

Die Preflight-Prüfung ist standardmäßig für alle Dokumente aktiviert.

  1. To turn on or offpreflightingUm die Preflight-Prüfung für das aktive Dokument zu aktivieren oder deaktivieren, wählen Sie im Preflight-Bedienfeld in der linken oberen Ecke die Option „Ein“ oder wählen Sie unten im Dokumentfenster im Preflight-Menü die Option Preflight des Dokuments.

  2. To turn on or offpreflightingUm die Preflight-Prüfung für das alle Dokumente zu aktivieren oder deaktivieren, wählen Sie Preflight für alle Dokumente aktivieren aus dem Preflight-Bedienfeldmenü aus.

Beheben von Fehlern

  1. Doppelklicken Sie in der Fehlerliste auf eine Zeile oder klicken Sie in der Spalte „Seite“ auf die Seitenzahl, um das jeweilige Seitenobjekt anzuzeigen.

  2. Klicken Sie links neben „Informationen“ auf den Pfeil, um Informationen zur ausgewählten Zeile anzuzeigen.

    Der Bereich „Informationen“ enthält eine Beschreibung des Problems und bietet Vorschläge zu dessen Behebung.

  3. Beheben Sie den Fehler.

Auswählen eines anderen Profils

In vielen Workflows ist die Verwendung verschiedener Profile sinnvoll. Sie können beispielsweise unterschiedliche Profile für Dokumente auswählen, die Sie gleichzeitig bearbeiten, oder Sie können zu Beginn einer neuen Produktionsphase ein anderes Profil auswählen. Wenn Sie ein anderes Profil auswählen, wird das Dokument erneut überprüft.

  1. Öffnen Sie das Dokument.

  2. Wählen Sie im Profilmenü des Preflight-Bedienfelds ein Profil aus.

Wenn Sie dieses Profil bei der Bearbeitung dieses Dokuments immer verwenden möchten, sollten Sie das Profil in das Dokument einbetten. Andernfalls wird beim Öffnen des Dokuments das standardmäßige Arbeitsprofil verwendet.

Angeben eines Seitenbereichs für Preflight

  1. Geben Sie unten im Preflight-Bedienfeld den Seitenbereich an (z. B. 1-8).

Dabei gelten dieselben Regeln zum Angeben von Seitenbereichen wie im Dialogfeld „Drucken“. Fehler, die auf Seiten außerhalb dieses Seitenbereichs auftreten, werden in der Fehlerliste ignoriert.

Festlegen von Preflight-Optionen

  1. Wählen Sie im Preflight-Bedienfeldmenü die Option „Preflight-Optionen“.

  2. Geben Sie die folgenden Optionen an und klicken Sie dann auf „OK“.

    Arbeitsprofil

    Wählen Sie das Profil aus, das standardmäßig für neue Dokumente verwendet werden soll. Wenn das Arbeitsprofil in neue Dokumente eingebettet werden soll, wählen Sie „Arbeitsprofil in neue Dokumente einbetten“. Weitere Informationen finden Sie im Abschnitt Definieren von Preflight-Profilen.

    Eingebettetes Profil verwenden/Arbeitsprofil verwenden

    Beim Öffnen eines Dokuments können Sie angeben, ob dessen eingebettetes Profil oder das angegebene Arbeitsprofil bei der Preflight-Prüfung verwendet werden soll.

    Ebenen

    Geben Sie an, ob Objekte auf allen Ebenen, auf sichtbaren Ebenen oder auf sichtbaren und druckbaren Ebenen in die Preflight-Prüfung eingeschlossen werden sollen. Wenn sich ein Objekt beispielsweise auf einer verborgenen Ebene befindet, können Sie dadurch vermeiden, dass in diesem Objekt aufgetretene Fehler erfasst werden.

    Nicht druckende Objekte

    Wählen Sie diese Option, damit Fehler in Objekten erfasst werden, die im Attributebedienfeld als nicht druckend gekennzeichnet sind, oder in Musterseitenobjekten, die sich auf Seiten befinden, auf denen Musterobjekte ausgeblendet wurden.

    Objekte auf Montagefläche

    Wählen Sie diese Option, damit Fehler in Objekten erfasst werden, die auf der Montagefläche platziert wurden.

Beschränken der Zeilenanzahl pro Fehler

Die Fehlerliste bleibt übersichtlicher und leichter zu handhaben, wenn Sie die Anzahl der pro Fehler angezeigten Zeilen einschränken. In einem Dokument, in dem beispielsweise TrueType-Schriftarten verwendet werden, kann eine einzige verwendete TrueType-Schriftart im ganzen Dokument zu Hunderten von Fehlern führen. Wenn Sie die Anzahl der für einen Fehler angezeigten Zeilen auf 25 einschränken, werden nur die ersten 25 Fehler in der Liste aufgeführt und „(25+)“ neben dem Fehler angezeigt.

  1. Wählen Sie im Preflight-Bedienfeldmenü die Option Anzahl Zeilen pro Fehler begrenzen und geben Sie dann die gewünschte Anzahl an.

Speichern von Fehlerberichten

Sie können eine reine Textdatei oder PDF-Datei generieren, in der die Fehler aufgeführt werden, die im Preflight-Bedienfeld angezeigt werden. Darüber hinaus enthält der Bericht zusätzliche statistische Angaben wie Zeit, Dokumentname und Profilname.

Hinweis:

Für eine vollständige Bestandsaufnahme des Dokuments, in der alle Schriftarten, Druckfarben, Verknüpfungen und sonstigen Objekte aufgeführt sind, können Sie einen Bericht mithilfe der Paketfunktion erstellen.

  1. Wählen Sie im Preflight-Bedienfeldmenü die Option Bericht speichern.

  2. Geben Sie im Dialogfeld „Speichern unter“ unter „Dateityp“ (Windows) bzw. „Format“ (Mac OS) an, ob die Datei als PDF- oder Textdatei gespeichert werden soll.

  3. Geben Sie einen Namen und Speicherort für den Bericht an und klicken Sie auf Speichern.

Preflight-Prüfung von Büchern

Wenn Sie im Buchbedienfeldmenü die Option „Buch-Preflight“ wählen, werden alle Dokumente (bzw. alle ausgewählten Dokumente) auf Fehler hin überprüft. Sie können entweder das im jeweiligen Dokument eingebettete Profil verwenden oder ein nicht eingebettetes Profil angeben, das verwendet werden soll. Ein grünes oder rotes Symbol bzw. ein Fragezeichen gibt den Preflight-Status des jeweiligen Dokuments an. Grün bedeutet, dass im Dokument keine Fehler festgestellt wurden. Rot bedeutet, dass Fehler vorliegen. Das Fragezeichen bedeutet, dass ein unbekannter Status vorliegt. Ursache dafür kann sein, dass das Dokument geschlossen ist, die Preflight-Prüfung deaktiviert wurde oder das Preflight-Profil geändert wurde.

Festlegen von Preflight-Optionen in einem Buch

  1. Wählen Sie im Buchbedienfeldmenü die Option Preflight-Prüfung für Bücher.

  2. Geben Sie im Dialogfeld „Optionen für Buch-Preflight“ an, ob die Preflight-Optionen auf das gesamte Buch oder nur auf die ausgewählten Dokumente angewendet werden sollen.

  3. Geben Sie unter „Preflight-Profil“ an, ob Sie das im Menü „Profil verwenden“ angegebene Profil oder das im jeweiligen Dokument eingebettete Profil verwenden möchten.

    Das von Ihnen angegebene Profil wird vorübergehend für jedes Dokument verwendet. Wenn Sie eines der Dokumente schließen und erneut öffnen, wird entweder das Arbeitsprofil oder das eingebettete Profil verwendet, das hängt davon ab, welche Option im Dialogfeld „Preflight-Optionen“ angegeben ist.

  4. Legen Sie unter „Einschließen“ fest, welche Objekte in die Fehlerliste einbezogen werden.

    Ebenen

    Geben Sie an, ob Objekte auf allen Ebenen, auf sichtbaren Ebenen oder auf sichtbaren und druckbaren Ebenen in die Preflight-Prüfung eingeschlossen werden sollen. Wenn sich ein Objekt beispielsweise auf einer verborgenen Ebene befindet, können Sie angeben, dass die in diesem Objekt aufgetretenen Fehler nicht erfasst werden sollen.

    Objekte auf Montagefläche

    Wählen Sie diese Option, damit Fehler in Objekten erfasst werden, die auf der Montagefläche platziert wurden.

    Nicht druckende Objekte

    Wählen Sie diese Option, damit Fehler in Objekten erfasst werden, die im Attributebedienfeld als nicht druckend gekennzeichnet sind.

  5. Wählen Sie Bericht generieren, um eine Textdatei oder PDF-Datei mit einer Liste der Fehler zu generieren. In dem generierten Bericht werden alle im Buch aufgetretenen Fehler aufgeführt.

  6. Klicken Sie auf Preflight.

Beheben von Preflight-Fehlern in einem Buch

Wenn im Buchbedienfeld rechts neben einem Dokumentnamen ein roter Punkt angezeigt wird, liegt in diesem Dokument ein Preflight-Fehler vor.

  1. Doppelklicken Sie im Buchbedienfeld auf das fehlerhafte Dokument.

  2. Über das Preflight-Bedienfeld können Sie die Fehler im jeweiligen Dokument anzeigen und die nötigen Änderungen zum Beheben der Probleme vornehmen.

Auch Designobjekte wie Formate oder Farbfelder können Fehler verursachen. Stellen Sie in diesem Fall sicher, dass Sie die Fehler in den Formaten oder Farbfeldern des Formatquelldokuments beheben und das Buch anschließend synchronisieren.

Wenn Sie für die Buch-Preflight-Prüfung ein anderes Profil als das im Dokument eingebettete Profil angegeben haben, müssen Sie daran denken, dass beim erneuten Öffnen des Dokuments ein anderes Profil ausgewählt werden kann. Ein anderes Profil kann zur Erfassung anderer Preflight-Fehler führen.

Paketdateien

Sie können die verwendeten Dateien einschließlich Schriftarten und verknüpften Grafiken zu einem Paket zusammenstellen und so bequem an einen Druckdienstleister weiterleiten. Beim Verpacken von Dateien erstellen Sie einen Ordner, der das InDesign-Dokument (oder die Dokumente einer Buchdatei), alle benötigten Schriftarten, verknüpfte Grafiken, Textdateien sowie einen benutzerdefinierten Bericht enthält. Dieser Bericht, der als Textdatei gespeichert wird, besteht aus den Informationen aus dem Dialogfeld „Druckanleitungen“, einer Liste aller verwendeten Schriftarten, Verknüpfungen und der zum Drucken des Dokuments erforderlichen Druckfarben sowie der Druckeinstellungen.

InDesign führt eine aktuelle Preflight-Prüfung durch. Im Dialogfeld „Paketinhalt“ werden alle erfassten Problembereiche angegeben. Sie können dem Druckdienstleister auch eine aus dem Dokument erstellte Composite-PDF-Datei oder eine PostScript-Datei geben.

  1. Öffnen Sie das Dialogfeld „Verpacken“ mit einer der folgenden Methoden:
    • Wählen Sie Datei > Verpacken. (Wenn „Verpacken“ im Menü „Datei“ nicht angezeigt wird, wählen Sie einen anderen Arbeitsbereich aus, z. B. Fenster > Arbeitsbereich > Erweitert.)

    • Wählen Sie im Buchbedienfeldmenü die Option Buch verpacken oder Ausgewählte Dokumente verpacken,je nachdem, ob alle,einige,oder keines der Dokumente im Buchbedienfeld ausgewählt ist.

    Ein Warnsymbol  weist auf problematische Bereiche hin.

  2. Führen Sie im Dialogfeld „Verpacken“ einen der folgenden Schritte durch:

    • Wenn Sie über Probleme benachrichtigt werden, klicken Sie auf Abbrechen und beheben Sie die vorliegenden Problembereiche im Preflight-Bedienfeld.

    • Klicken Sie auf die Problemkategorie (z. B. Schriftarten) und korrigieren Sie dann das Problem. Wenn Sie mit dem Dokument zufrieden sind, starten Sie den Verpackungsvorgang erneut.

    • Wählen Sie in der Registerkarte Zusammenfassung die Option Druckanweisungen erstellen, um eine Druckanweisungsdatei zu erstellen.      
    • Klicken Sie auf Verpacken, um mit dem Verpacken zu beginnen.

  3. Wenn Sie Druckanweisungen erstellen ausgewählt haben, wird das Dialogfeld Druckanweisungen angezeigt. Geben Sie die Druckanleitungen an. Der Dateiname, den Sie hier eingeben, ist der Name des Berichts, der alle anderen verpackten Dateien begleitet. Klicken Sie auf die Option zum Fortfahren.

  4. Geben Sie einen Speicherort an, an dem Sie alle verpackten Dateien speichern möchten.

  5. Wählen Sie je nach Bedarf folgende Optionen aus:

    Schriftarten kopieren

    Kopiert alle benötigten Schriftartdateien, nicht die gesamte Schriftart.

    Verknüpfte Grafiken kopieren

    Kopiert verknüpfte Grafiken in den Paketordner.

    Grafikverknüpfungen des Pakets aktualisieren

    Ändert Grafikverknüpfungen, sodass sie auf den Paketordner verweisen.

    Nur dokumentspezifische Ausnahmen für Silbentrennung verwenden

    Bei Auswahl dieser Option wird das Dokument durch InDesign mit Flags versehen, damit kein Textumfluss stattfindet, wenn ein anderer Benutzer es auf einem Computer öffnet oder bearbeitet, auf dem andere Silbentrennungs- und Wörterbucheinstellungen festgelegt sind. Sie können diese Option aktivieren, wenn Sie die Datei zu einem Druckdienstleister senden.

    Schrift und Verknüpf. von ausgebl. und nicht druckenden Ebenen einbeziehen

    Verpackt die Objekte, die sich in verborgenen Ebenen, verborgenen Bedingungen und in Ebenen befinden, bei denen „Ebene einblenden“ deaktiviert wurde. Wenn diese Option nicht aktiviert ist, enthält das Paket nur, was bei dem Erstellen des Pakets im Dokument sichtbar und druckbar ist.

    IDML-Optionen auswählen
    IDML-Optionen auswählen

    IDML einschließen

    Verpackt die IDML-Datei mit dem Paket. Dadurch kann das InDesign-Dokument/-Buch in früheren Versionen von InDesign geöffnet werden.

    PDF (Druck) einschließen

    Wählen Sie diese Option, um eine PDF (Druck) zu komprimieren. Alle derzeit vorhandenen PDF-Vorgaben stehen zur Verwendung beim Verpacken zur Verfügung. Die zuletzt verwendete PDF-Vorgabe ist die Standard-PDF-Vorgabe im Dropdown-Menü für PDF-Vorgaben.

    Hinweis:

     

    • Tritt bei der PDF-Erstellung eine Warnung auf, wird die PDF dennoch erfolgreich erstellt. Es wird jedoch eine Warnmeldung angezeigt. 
    • Tritt während der PDF-/IDML-Erstellung oder während des Verpackens ein Fehler auf, findet ein vollständiger Rollback statt und nichts wird erstellt.
    • Der Name der erstellten IDML- und der PDF-Datei entspricht dem des .indd-Dokuments.

    Bericht anzeigen

    Öffnet unmittelbar nach dem Verpacken den Druckanleitungsbericht in einem Texteditor. Um die Druckanleitungen noch vor Abschluss des Verpackungsvorgangs zu bearbeiten, klicken Sie auf die Schaltfläche „Anleitungen“. Diese Option ist nur aktiviert, wenn Sie Druckanweisungen erstellen  in Schritt 2 ausgewählt haben. 

  6. Klicken Sie auf Verpacken, um mit dem Verpacken fortzufahren.

Korrigieren von Schriftartenfehlern

Im Dialogfeld „Paketinhalt“ werden im Bereich „Schriftarten“ alle im Dokument verwendeten Schriftarten aufgelistet, einschließlich Schriftarten, die auf Übersatztext oder Text auf der Montagefläche angewendet wurden oder die in EPS-Dateien, Adobe Illustrator-Dateien und platzierten PDF-Seiten eingebettet sind. Außerdem wird angezeigt, ob die jeweilige Schriftart auf dem Computer installiert ist. Bei Auswahl von „Nur Probleme anzeigen“ werden Schriftarten angezeigt, die in eine oder mehrere der folgenden Kategorien fallen:

Fehlende Schriften

Führt Schriftarten auf, die im Dokument verwendet werden, aber nicht auf dem aktuellen Computer installiert bzw. nicht als Dokument-installierte Schriftarten verfügbar sind.

Unvollständige Schriftarten

Führt Schriftarten auf, für die auf dem aktuellen Computer eine Bildschirmschriftart, aber keine Druckerschriftart vorhanden ist.

Geschützte Schriftarten

Führt Schriftarten auf, die aufgrund von Lizenzbeschränkungen nicht in PDF- oder EPS-Dateien eingebettet bzw. nicht als dokument-installierte Schriftarten verwendet werden können.

  1. Führen Sie einen der folgenden Schritte aus:
    • Schließen Sie das Dialogfeld „Preflight“ und installieren Sie die Schriftarten auf Ihrem Computer.

    • Klicken Sie im Bereich „Schriftarten“ des Dialogfelds „Preflight“ auf „Schriftart suchen“, um im Dokument verwendete Schriftarten zu suchen, aufzulisten und zu ersetzen.

Stellen Sie sicher, dass die im Dokument verwendeten Schriftarten entweder auf Ihrem Computer oder auf dem Ausgabegerät lizenziert, installiert und aktiviert sind.

Im Dialogfeld „Paketinhalt“ werden im Bereich „Verknüpfungen und Bilder“ alle Verknüpfungen, eingebetteten Bilder und platzierte InDesign-Dateien im Dokument angezeigt, einschließlich DCS- und OPI-Verknüpfungen aus verknüpften EPS-Grafiken. Bilder, die in EPS-Grafiken eingebettet sind, sowie platzierte InDesign-Dateien werden im Preflight-Bericht nicht als Verknüpfungen aufgelistet. Das Preflight-Dienstprogramm zeigt fehlende oder veraltete Verknüpfungen an sowie alle RGB-Bilder (die nur bei aktiviertem und korrekt eingerichtetem Farbmanagement fehlerfrei separiert werden).

Hinweis:

Das Dialogfeld „Paketinhalt“ kann RGB-Grafiken, die in platzierte EPS-, Adobe Illustrator-, Adobe PDF- und FreeHand-Dateien eingebettet sind, sowie platzierte .INDD-Dateien nicht erkennen. Um beste Ergebnisse zu erzielen, überprüfen Sie die Farbdaten für platzierte Grafiken mithilfe des Preflight-Bedienfelds oder in den ursprünglichen Anwendungen.

  1. Um nur problematische Bilder anzuzeigen, wählen Sie im Dialogfeld „Paketinhalt“ unter „Verknüpfungen und Bilder“ die Option „Nur Probleme anzeigen“ aus.
  2. Führen Sie einen der folgenden Schritte aus, um eine Verknüpfung zu reparieren:
    • Wählen Sie ein problematisches Bild aus und klicken Sie entweder auf „Aktualisieren“ oder auf „Erneut verknüpfen“.

    • Klicken Sie auf „Alle reparieren“.

  3. Suchen Sie die korrekten Bilddateien und klicken Sie auf „Öffnen“.

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