Farbkorrektur – Übersicht
Photoshop Elements enthält mehrere Werkzeuge und Befehle zum Korrigieren des Tonwertbereichs, der Farbe und der Schärfe von Fotos sowie zum Entfernen von Flecken bzw. anderen Mängeln. Für das Korrigieren von Fotos stehen drei verschiedene Modi zur Wahl:
Schnell
Wenn du dich ein klein wenig mit digitaler Bildbearbeitung auskennst, solltest du mit dem Modus „Schnell“ beginnen. Hier findest du viele der grundlegenden Werkzeuge für die Korrektur der Farbe und der Beleuchtung von Bildern.
Assistent
Wenn du dich zum ersten Mal mit digitaler Bildbearbeitung befasst und mit Photoshop Elements noch nicht sehr gut vertraut bist, kannst du dich vom Assistenten durch die Schritte der Farbkorrektur leiten lassen. Du hast damit auch eine gute Möglichkeit, deine Kenntnisse über die Arbeitsabläufe zu vertiefen.
Experte
Wenn du schon einige Erfahrungen mit der Bildbearbeitung gesammelt hast, ist der Modus „Experte“ die flexibelste und leistungsfähigste Umgebung zum Korrigieren von Bildern. Hier findest du Befehle für die Beleuchtungs- und Farbkorrektur sowie Werkzeuge für das Korrigieren von Bildfehlern, das Auswählen von Elementen bzw. Bildteilen, das Hinzufügen von Text und das Auftragen von Farbe in deinen Bildern.
Mit einigen Korrekturbefehlen kannst du Änderungen direkt an den Bildpixeln vornehmen. Mit Einstellungsebenen kannst du nicht destruktive Änderungen zuweisen, die sich so weit anpassen lassen, bis das gewünschte Ergebnis erzielt ist. In diesem Modus erstellen der Smartpinsel und der Detail-Smartpinsel automatisch eine Einstellungsebene für die Korrektur, die du anwendest. Siehe Anwenden der Smartpinsel-Werkzeuge.
Camera Raw
Wenn du zum Aufnehmen von Fotos mit deiner Digitalkamera das Rohformat verwendest, kannst du die dabei entstehenden Rohdateien im Dialogfeld „Camera Raw“ öffnen und korrigieren. Da kameraspezifische Rohdateien noch nicht von der Kamera bearbeitet wurden, kannst du zur Verbesserung der Bilder Anpassungen an Farbe und Belichtung vornehmen. Oftmals brauchst du keine weiteren Änderungen in Photoshop Elements vorzunehmen. Um Rohdateien in Photoshop Elements zu öffnen, musst du sie zuerst in einem unterstützten Dateiformat speichern.
Farbkorrektur im Modus „Schnell“
Im Modus „Schnell“ sind viele der grundlegenden Fotokorrekturwerkzeuge in Photoshop Elements übersichtlich gruppiert. Bei der Arbeit im Modus „Schnell“ solltest du nur eine begrenzte Anzahl an Einstellungen für die Farb- und Beleuchtungskorrektur verwenden. Im Allgemeinen empfiehlt es sich, pro Foto nicht mehr als eine der automatischen Einstellungen anzuwenden. Wenn diese Einstellung nicht die gewünschte Wirkung hat, klicke auf „Zurück“ und versuche es mit einer anderen. Darüber hinaus kannst du mit den Reglern dein Bild anpassen, auch wenn du zuvor eine der automatischen Einstellungsoptionen verwendet hast. Schärfe ein Bild erst im letzten Schritt der Bearbeitung.
- Wenn du ein Foto geöffnet hast, klicke auf „Schnell“.
- Im Modus „Schnell“ kannst du auf alle Fotos zugreifen, die du im Fotobereich gespeichert hast.
(Optional) Lege Vorschauoptionen fest, indem du eine Option aus dem Menü (in der Leiste über dem geöffneten Bild) auswählst. Du kannst angeben, ob die Vorschau den Zustand vor der Korrektur, den Zustand nach der Korrektur oder beide Zustände nebeneinander (horizontal oder vertikal) anzeigen soll.
(Optional) Verwende die Werkzeuge im Werkzeugbedienfeld, um in das Bild einzuzoomen oder auszuzoomen, das Bild zu verschieben und es zu beschneiden. Du kannst auch einen Bereich des Bildes auswählen, rote Augen korrigieren, Zähne bleichen und Text hinzufügen.
Um das Bild um jeweils 90° gegen den Uhrzeigersinn zu drehen (nach links), klicke in der Aufgabenleiste auf die Schaltfläche Drehen. Um das Bild im Uhrzeigersinn zu drehen, klicke auf den Pfeil neben der Drehschaltfläche und dann auf die Schaltfläche „Nach rechts drehen“.
Wähle eine der Bildkorrekturoptionen aus (z. B. „Beleuchtung“, „Farbe“ oder „Balance“). Wenn ein Steuerelement über zusätzliche Optionen verfügt (z. B. enthält der Befehl „Farbe“ die Registerkarten „Sättigung“, „Farbton“ und „Dynamik“), wähle die entsprechende Registerkarte aus, um den jeweiligen Aspekt des Bildes zu korrigieren.
Um eine Korrektur anzuwenden, führe einen der folgenden Schritte aus:
- Nimm die notwendigen Korrekturen mithilfe der Regler vor und zeige die Korrektur des Fotos in der Vorschau an oder gib einen Wert in das Textfeld neben den Reglern ein.
- Zeige mit der Maus auf das Miniaturbild, um eine Vorschau der Korrektur auf dem Foto anzuzeigen. Klicke auf das Miniaturbild, um die Korrekturen vorübergehend auf das Bild anzuwenden.
- Korrigiere Details eines Bildes, indem du eine Vorschau als Ausgangspunkt verwendest, die Maustaste auf einer Vorschauminiatur gedrückt hältst und dann mit gedrückter Maustaste nach rechts oder links ziehst.
Hinweis: Wenn du Korrekturen nacheinander anwendest, werden alle vorherigen Korrekturen automatisch angewendet, sobald du zu einem neuen Befehl wechselst. Wenn du z. B. vom Befehl „Balance“ zum Befehl „Belichtung“ wechselst, werden alle Änderungen, die du im Befehl „Balance“ vorgenommen hast, automatisch angewendet.
Um eine Korrektur rückgängig zu machen oder das Bild zurückzusetzen, führe einen der folgenden Schritte durch:
- Um die angewendete Korrektur abzubrechen, während du noch im selben Steuerelement bist, drücke Strg+Z oder klicke in der Menüleiste auf „Bearbeiten“ > „Rückgängig“.
Hinweis: Wenn du mehrere Korrekturen nacheinander angewendet hast (z. B. „Balance“, „Belichtung“ und „Kontrast“), ist es nicht möglich, die Änderungen rückgängig zu machen, die mit dem Befehl „Balance“ angewendet wurden. Du kannst nur den Befehl rückgängig machen, in dem du dich gerade befindest.
- Um alle Korrekturen abzubrechen, die auf das Bild angewendet wurden, klicke auf Zurücksetzen. Das Bild wird in den Zustand zurückversetzt, in dem es sich am Anfang der aktuellen Bearbeitungssitzung befand.
Werkzeuge im Modus „Schnell“
Wenn du für die präzise Anpassung eines Bildes eine Miniatur als Ausgangspunkt verwenden möchtest, ziehe sie mit gedrückter Maustaste nach rechts oder links.
Im Modus „Schnell“ stehen die folgenden Werkzeuge zur Bearbeitung deiner Fotos zur Verfügung:
Intelligente Korrektur
Korrigiert die Beleuchtung und die Farbe des Bildes. „Intelligente Korrektur“ korrigiert die Gesamtfarbbalance und verbessert gegebenenfalls die Tiefen- und die Lichterdetails. Mit der Schaltfläche Auto wird das Bild automatisch angepasst, damit optimale Werte für Einstellungen angewendet werden.
Belichtung
Passt die Gesamthelligkeit des Bildes an. Verwende diesen Befehl, um sicherzustellen, dass das Bild, das du anzeigst, die gewünschte Helligkeit hat.
Beleuchtung
Passt den Gesamtkontrast des Bildes an, wodurch sich auch die Farbe ändern kann. Wenn mehr Kontrast erforderlich ist und das Bild einen Farbstich aufweist, kannst du die folgenden Optionen verwenden:
- Auto-Tonwertkorrektur und Auto-Kontrast: Die Optionen „Auto-Tonwertkorrektur“ und „Auto-Kontrast“ ordnen den hellsten und dunkelsten Pixeln in jedem Farbkanal Schwarz und Weiß zu. Klicke auf die Schaltfläche „Auto“ neben einer der beiden Optionen, um die Einstellungen anzuwenden. (Siehe Tonwertkorrektureinstellungen bzw. Tonwertkorrektur-Editor mit Assistent.)
- Tiefen: Ziehe den Regler, um die dunkelsten Bereiche deines Fotos aufzuhellen, ohne dass sich dies auf die Lichter auswirkt. Rein schwarze Bereiche werden nicht geändert.
- Mitteltöne: Passt den Kontrast innerhalb der Mitteltöne (der Werte, die sich ungefähr in der Mitte zwischen reinem Weiß und reinem Schwarz befinden) an. ohne dass sich dies auf die extremen Lichter und Tiefen auswirkt.
- Lichter: Ziehe den Regler, um die hellsten Bereiche deines Fotos abzudunkeln, ohne dass sich dies auf die Tiefen auswirkt. Rein weiße Bereiche werden nicht geändert.
Farbe
Korrigiert die Farbe durch Ermitteln der Tiefen, Mitteltöne und Lichter im gesamten Bild statt in den einzelnen Farbkanälen. Die Mitteltöne werden neutralisiert und die weißen und schwarzen Pixel anhand von Standardwerten beschnitten. Klicke auf die Schaltfläche „Auto“, um den Befehl anzuwenden.
- Sättigung: Ziehe den Regler, um Farben leuchtender oder gedämpfter erscheinen zu lassen, oder wähle die Vorschauminiatur aus, die deinen Anforderungen am besten entspricht.
- Farbton: Verschiebt alle Farben in einem Bild. Diesen Befehl solltest du nur sehr sparsam einsetzen bzw. nur auf einzelne Objekte anwenden, deren Farbe geändert werden soll.
- Dynamik: Bewirkt, dass weniger gesättigte Farben leuchtender wirken, ohne dass die höher gesättigten Farben beschnitten werden. Mit diesem Befehl kannst du Hauttöne ändern, ohne dass sie übersättigt werden.
Balance
Passt die Farbbalance eines Bildes an, ohne den Kontrast zu beeinträchtigen.
- Temperatur: Mit dem Regler kannst du festlegen, ob Farben wärmer (rot) oder kälter (blau) erscheinen sollen. Verwende diese Einstellung für die Korrektur der Farben von Sonnenuntergangsbildern oder Hauttönen. Damit lassen sich auch Bilder korrigieren, bei deren Aufnahme die Farbbalance-Funktion der Kamera ausgeschaltet war.
- Tönung: Ziehe den Regler, um den Grün- bzw. Magenta-Anteil der Farbe zu erhöhen. Mit diesem Befehl kannst du eine Feinjustierung der Farben vornehmen, nachdem du die Temperaturwerte geändert hast.
Schärfen
Passt die Schärfe deines Bildes an. Klicke auf Auto , um das Bild mit den Standardwerten scharfzuzeichnen. Lege mithilfe des Reglers fest, wie stark das Bild scharfgezeichnet werden soll. Stelle den Zoomwert für die Bildvorschau auf 100 % ein, um eine möglichst genaue Vorstellung der tatsächlichen Bildschärfe zu erhalten.
Korrigieren von Fotos mit Retuschierschaltflächen
Die Retuschierschaltflächen sind im Modus „Schnell“ im Bedienfeld „Ändern“ verfügbar. Mit diesen Schaltflächen kannst du Korrekturen und Anpassungen an ausgewählten Teilen eines Bildes vornehmen. Das Augen-Werkzeug, der Bereichsreparatur-Pinsel und der Reparatur-Pinsel ändern dieselbe Ebene. Das Zähne-bleichen-Werkzeug erstellt eine neue Einstellungsebene und bearbeitet diese Ebene. Auch die Textwerkzeuge erstellen eine neue Ebene für Bearbeitungen. Infolgedessen bearbeiten einige Werkzeuge Informationen auf der Bildebene nicht dauerhaft. Du kannst die Einstellungsebene jederzeit ändern, ohne dass dabei das Originalbild beeinträchtigt wird. Die Retuschierschaltfläche „Zähne bleichen“ wendet Korrekturen an, die im Smartpinsel zu finden sind. Siehe Korrigieren von Farbe und Tonwert mithilfe der Smartpinsel-Werkzeuge und Einstellungs- und Füllebenen.
Führe im Modus „Schnell“ einen der folgenden Schritte durch:
- Klicke auf das Augen-Werkzeug, um rote Augen aus einem Foto zu entfernen. Dieses Werkzeug entfernt den bei Blitzlichtaufnahmen entstehenden Rote-Augen-Effekt bei Menschen. Ziehe mit dem Werkzeug im Bereich um das Auge, das korrigiert werden soll, oder klicke in der Optionsleiste auf die Schaltfläche „Automatisch“. Siehe Gezieltes Entfernen roter Augen.
- Klicke auf die Schaltfläche „Zähne bleichen“, um Zähne in einem Bild zu bleichen. Ziehe mit dem Werkzeug in dem Bildbereich mit den Zähnen, die du aufhellen möchtest.
(Optional) Wenn du Zähne in einem Bild geblichen hast, kannst du einen der folgenden Schritte durchführen:
- Um eine Korrektur auf mehrere Bereiche des Fotos anzuwenden, klicke auf die Schaltfläche „Der Auswahl hinzufügen“ und ziehe im Bild.
- Falls du die Korrektur von einigen Bereichen des Fotos entfernen möchtest, klicke auf die Schaltfläche „Von Auswahl abziehen“ und ziehe im Bild.
Optionen im Modus „Schnell“
Zoom-Werkzeug
Legt die Vergrößerungsstufe für das Vorschaubild fest. Die Steuerelemente und Optionen entsprechen denen des Zoom-Werkzeugs in der Werkzeugpalette. (Siehe Ein- oder Auszoomen.)
Hand-Werkzeug
Verschiebt das Bild im Vorschaufenster, falls im Bildausschnitt nicht das gesamte Vorschaubild zu sehen ist. Du kannst das Hand-Werkzeug auch verwenden, während ein anderes Werkzeug aktiv ist – drücke einfach die Leertaste.
Schnellauswahl-Werkzeug
Wählt Teile eines Bildes anhand der Bildbereiche aus, in denen du mit dem Pinsel klickst oder ziehst. (Siehe Verwenden des Schnellauswahl-Werkzeugs.)
Freistellungswerkzeug
Entfernt einen Teil eines Bildes. Wähle durch Ziehen im Vorschaubild den Bereich aus, der erhalten bleiben soll, und drücke die Eingabetaste. (Siehe Freistellen eines Bildes.)
Farbkorrektur im Modus „Experte“
Wenn du schon einige Erfahrungen mit der Bildbearbeitung gesammelt hast, ist Photoshop Elements die flexibelste und leistungsfähigste Umgebung zum Korrigieren von Bildern. Hier findest du Befehle für die Farb- und Beleuchtungskorrektur sowie Werkzeuge für das Korrigieren von Bildfehlern, das Auswählen von Elementen oder Bildteilen, das Hinzufügen von Text und das Auftragen von Farbe in deinen Bildern. Mit einigen Korrekturbefehlen kannst du Korrekturen direkt an den Bildpixeln vornehmen. Mit Einstellungsebenen kannst du nicht destruktive Änderungen zuweisen, die sich so weit anpassen lassen, bis das gewünschte Ergebnis erzielt ist. Mit dem Smartpinsel und dem Detail-Smartpinsel wird automatisch eine Einstellungsebene erstellt, während du eine Korrektur vornimmst. Siehe Anwenden der Smartpinsel-Werkzeuge oder Einstellungs- und Füllebenen.
Der Arbeitsablauf für das Bearbeiten von Bildern besteht aus den folgenden Aufgaben. Du musst nicht alle Aufgaben bei jedem Bild ausführen; diese Liste zeigt lediglich einen empfohlenen Arbeitsablauf:
Festlegen einer Farbmanagementoption.
Lege Optionen für das Farbmanagement fest.
Anzeigen des Bilds in der Originalgröße (100 %) und bei Bedarf freistellen.
Zeige das Bild mit einer Vergrößerung von 100 % an, bevor du Farbkorrekturen vornimmst. Bei 100% % zeigt Photoshop Elements das Bild am genauesten an. Du kannst das Bild auch auf Defekte, wie Flecken oder Kratzer, überprüfen. Wenn du vorhast, das Bild freizustellen, solltest du dies jetzt tun, um die Arbeitsspeicherauslastung zu reduzieren und zu gewährleisten, dass im Histogramm nur relevante Daten verwendet werden. Bevor du ein Bild freistellst, solltest du die Ansicht mit dem Zoom-Werkzeug optimieren, damit du eine zentrierte Auswahl freistellst.
Überprüfen der Scanqualität und des Tonwertbereichs.
Prüfe anhand des Histogramms des Bildes, ob das Bild über ausreichend Details verfügt, um eine hochwertige Ausgabe zu ermöglichen.
Skaliere dein Bild, sofern erforderlich.
Wenn du das Bild in einem anderen Programm oder Projekt verwenden möchtest, kannst du es auf die gewünschte Größe skalieren. Soll das Bild gedruckt oder in einem Photoshop Elements-Projekt verwendet werden, brauchst du es normalerweise nicht zu skalieren. (Siehe Bildgröße und Auflösung.)
Anpassen der Lichter und Tiefen.
Beginne die Korrekturen mit dem Einstellen der Werte für die hellsten und dunkelsten Bildpixel (auch Tonwertbereich genannt). Durch das Festlegen eines Gesamttonwertbereichs wird eine möglichst optimale Detaildarstellung im gesamten Bild sichergestellt. Dieser Vorgang wird als Festlegen der Lichter und Tiefen bzw. Festlegen des Weiß- und des Schwarzpunktes bezeichnet. (Siehe Tonwertkorrektureinstellungen bzw. Tonwertkorrektur-Editor mit Assistent.)
Einstellen der Farbbalance.
Nach der Tonwertkorrektur kannst du die Farbbalance des Bildes anpassen, um unerwünschte Farbstiche zu entfernen oder übersättigte oder gedämpfte Farben zu korrigieren. Mit einigen Photoshop Elements-Befehlen zur automatischen Korrektur lassen sich sowohl der Tonwertbereich als auch die Farbe in einem einzigen Schritt korrigieren. (Siehe Anpassen von Sättigung und Farbton.)
Vornehmen weiterer Farbkorrekturen.
Wenn du die Farbbalance des Bildes korrigiert hast, kannst du durch weitere Korrekturen Farben verbessern. Du kannst beispielsweise die Sättigung erhöhen, um die Farben in deinem Bild leuchtender zu machen.
Retuschieren des Bildes.
Mit den Retuschierwerkzeugen, z. B. dem Bereichsreparatur-Pinsel, kannst du Flecken oder andere Defekte im Bild entfernen. (Siehe Entfernen von Schönheitsfehlern und kleineren Mängeln.)
Scharfzeichnen, um Details in einem Bild deutlicher hervorzuheben.
Zum Schluss solltest du die Kanten des Bildes scharfzeichnen. Dadurch lassen sich die Detailtreue und Bildschärfe wiederherstellen, die durch Tonwertkorrekturen verloren gehen können. (Siehe Schärfen – Übersicht.)
Automatisches Korrigieren von Beleuchtung und Farbe
Photoshop Elements stellt sowohl im Modus „Schnell“ als auch im Modus „Experte“ mehrere automatische Beleuchtungs- und Farbkorrekturbefehle zur Verfügung. Welcher Befehl am besten geeignet ist, hängt vom jeweiligen Bild ab.
Du kannst mit den einzelnen „Auto“-Befehlen frei experimentieren. Solltest du mit dem Ergebnis eines bestimmten Befehls nicht zufrieden sein, mache ihn mit „Bearbeiten“ > „Rückgängig“ einfach rückgängig und versuche es dann mit einem anderen Befehl. Zum Korrigieren von Bildern reicht es im Allgemeinen aus, einen der „Auto“-Befehle zu wählen.
Intelligente Auto-Korrektur
Korrigiert die Gesamtfarbbalance und verbessert gegebenenfalls die Tiefen- und Lichterdetails.
Auto-Tonwertkorrektur
Passt den Gesamtkontrast des Bildes an, wodurch sich auch die Farbe ändern kann. Wenn dein Bild mehr Kontrast braucht und einen Farbstich hat, kannst du versuchen, es mit diesem Befehl zu korrigieren. „Auto-Tonwertkorrektur“ ordnet dem jeweils hellsten Pixel der einzelnen Farbkanäle die Farbe Weiß und dem dunkelsten Pixel die Farbe Schwarz zu.
Auto-Kontrast
Passt den Gesamtkontrast des Bildes an, ohne dass sich dies auf die Farbe auswirkt. Verwende „Auto-Kontrast“, wenn dein Bild zwar mehr Kontrast benötigt, die Farben aber keiner Änderung bedürfen. „Auto-Kontrast“ ordnet dem hellsten Pixel im Bild die Farbe Weiß und dem dunkelsten Pixel im Bild die Farbe Schwarz zu, sodass Lichter heller und Tiefen dunkler wirken.
Auto Smart Tone
Wendet automatisch intelligente Farbtonbearbeitung auf dein Bild an.
Automatische Dunstentfernung
Entfernt automatisch Schleier von deinem Bild.
Auto-Farbkorrektur
Korrigiert den Kontrast und die Farbe durch Ermitteln der Tiefen, Mitteltöne und Lichter im gesamten Bild statt in den einzelnen Farbkanälen. Die Mitteltöne werden neutralisiert und die weißen und schwarzen Punkte anhand von Standardwerten eingestellt.
Verwackelung automatisch reduzieren
Entfernt automatisch Verwackelungen aus deinem Bild, damit die Schärfe verbessert wird.
Automatisch Schärfen
Passt die Schärfe des Bildes an, indem die Kanten deutlicher gezeichnet werden und die Detailtreue erhöht wird, die durch Tonwertkorrekturen verloren gehen kann.
Rote Augen automatisch korrigieren
Erkennt und korrigiert rote Augen in einem Bild automatisch.
Histogramme
Mithilfe des Histogramms kannst du die Verteilung der Tonwerte im Bild analysieren und so bestimmen, ob Korrekturen vorgenommen werden sollen. Ein Histogramm ist ein Balkendiagramm, dem du die Verteilung der Pixelwerte im Bild entnehmen kannst. Auf der linken Seite des Diagramms werden die Tiefenwerte (beginnend mit dem Wert 0) und auf der rechten Seite die Lichter (255) angezeigt. Auf der vertikalen Achse des Diagramms wird die Gesamtzahl der Pixel angezeigt, die den jeweiligen Wert aufweisen.
Histogramme werden im Histogrammbedienfeld (F9) angezeigt. Du kannst auch über das Dialogfeld „Tonwertkorrektur“ sowie über das Dialogfeld „Camera Raw“ aufgerufen werden. Du kannst das Histogramm bei der Arbeit aktualisieren, um zu überprüfen, wie sich deine Korrekturen auf den Tonwertbereich auswirken. Wenn das Daten-aus-Cache-Warnsymbol
angezeigt wird, klicke auf dieses Symbol, um die Histogrammdaten zu aktualisieren.
A. Menü „Kanal“ B. Bedienfeldmenü C. Schaltfläche „Nicht gespeicherte aktualisieren“ D. Daten-aus-Cache-Warnsymbol E. Statistik
Wenn auf einer Seite des Histogramms (entweder bei den Tiefen oder bei den Lichtern) zahlreiche Pixel angezeigt werden, kann dies darauf hindeuten, dass Bilddetails in den Tiefen oder Lichtern abgeschnitten worden sind und daher als reines Schwarz oder reines Weiß dargestellt werden. Bilder dieser Art lassen sich kaum verbessern. Wenn du mit einem gescannten Foto arbeitest, kannst du versuchen, das Bild erneut zu scannen, um auf diese Weise einen besseren Tonwertbereich zu erzielen. Wenn deine Digitalkamera Histogramme anzeigen kann, überprüfe die Belichtung durch die Kamera und nimm gegebenenfalls Belichtungskorrekturen vor. Nähere Informationen dazu findest du in der Dokumentation zu deiner Kamera.
Aus dem Histogramm kann hervorgehen, dass das Bild nicht den gesamten zur Verfügung stehenden Tonwertbereich nutzt, wenn einige Pixel in den Tiefen und Lichtern nicht verfügbar sind. Bilder·mit·eingeschränktem·Tonwertbereich·kannst du korrigieren,·indem·du·den·Tonwertbereich·mithilfe·des·Befehls·„Tonwertkorrektur“·oder·einem·der·„Auto“-Befehle im Menü „Überarbeiten“ erweiterst.
A. Überbelichtetes Foto mit beschnittenen Lichtern B. Richtig belichtetes Foto mit vollem Tonwertumfang C. Unterbelichtetes Foto mit beschnittenen Tiefen
Anzeigen eines Histogramms
Wenn das Histogrammbedienfeld nicht im Bedienfeldbereich angezeigt wird, wähle „Fenster“ > „Histogramm“.
Gesamtes Bild
Zeigt ein Histogramm des gesamten Bildes an, bei Dokumenten mit mehreren Ebenen einschließlich aller Ebenen.
Ausgewählte Ebene
Zeigt ein Histogramm der im Ebenenbedienfeld ausgewählten Ebene an.
Einstellungsebene und Ebenen darunter
Zeigt ein Histogramm einer im Ebenenbedienfeld ausgewählten Einstellungsebene mit allen unter der Einstellungsebene befindlichen Ebenen an.
RGB
Zeigt ein Histogramm an, in dem die Verteilung der Pixelwerte dargestellt wird, nachdem die einzelnen Farbkanäle übereinander gelegt wurden.
Rot, Grün, Blau
Zeigt die Histogramme für die einzelnen Farbkanäle an.
Luminanz
Zeigt ein Histogramm der Luminanz (Intensitätswerte) des Composite-Kanals an.
Farben
Zeigt das Composite-RGB-Histogramm einzeln nach Farbe an. Rot, Grün und Blau stellen die Pixel in diesen Kanälen dar. Cyan, Magenta und Gelb zeigen Bereiche an, in denen sich die Histogramme zweier Kanäle überlagern. Grau steht für Bereiche, in denen sich alle drei Farbkanalhistogramme überlagern.
Graustufenbilder haben nur eine Kanaloption: Grau.
Mittelwert
Gibt den durchschnittlichen Helligkeitswert an.
Abweichung
Gibt an, wie stark die Helligkeitswerte schwanken.
Helligkeit interpolieren
Zeigt den Zentralwert der vorhandenen Helligkeitswerte.
Pixel
Gibt die Gesamtzahl der zum Berechnen des Histogramms verwendeten Pixel an.
Helligkeitswert
Zeigt die Helligkeitsstufe des Bereichs direkt unter dem Zeiger an.
Anzahl
Zeigt die Gesamtzahl der Pixel an, die sich auf der Helligkeitsstufe befinden, die für den unter dem Zeiger liegenden Bereich gilt.
Spreizung
Zeigt den Prozentsatz der Pixel an, die sich auf und unterhalb der Helligkeitsstufe befinden, die für den unter dem Zeiger liegenden Bereich gilt. Dieser Wert wird als Prozentsatz aller Pixel im Bild dargestellt, von 0 % ganz links bis 100 % ganz rechts.
Cache-Stufe
Gibt die Einstellung für den Bild-Cache an. Wenn im Dialogfeld „Voreinstellungen“ die Option „Cache für Histogramme verwenden“ aktiviert ist, werden Histogramme von Photoshop Elements schneller, aber weniger exakt angezeigt. Wenn du exaktere Histogramme angezeigt bekommen möchtest, deaktiviere diese Option.
Einfaches Bearbeiten und Teilen von Bildern mit Photoshop Elements
Kombiniere Fotos, tausche Farben aus und entferne beliebige Elemente mit KI-gestützten Tools.