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Anpassen der Freistellung und Drehung

Das Entwicklungsmodul enthält Werkzeuge und Steuerelemente zum Freistellen und Begradigen von Fotos. Mit den Lightroom Classic CC-Steuerelementen zum Freistellen und Ausrichten richten Sie zunächst einen Freistellungsrahmen ein. Anschließend verschieben und drehen Sie das Foto relativ zum Freistellungsrahmen. Sie können auch traditionelle Werkzeuge zum Freistellen und Ausrichten verwenden und diese direkt im Foto ziehen.

Beim Anpassen der Freistellungsüberlagerung oder Verschieben des Bildes zeigt Lightroom Classic CC ein gedritteltes Raster innerhalb des Umrisses an, um die Zusammenstellung des endgültigen Bildes zu erleichtern. Beim Drehen eines Bildes wird ein feineres Raster angezeigt, um das Ausrichten an den geraden Linien im Bild zu erleichtern.

Video-Tutorial: Freistellen eines Bildes

Freistellen eines Fotos

  1. Wählen Sie das Überlagerung-freistellen-Werkzeug  in der Werkzeugleiste aus oder drücken Sie die Taste „R“.

    Ein Umriss mit Ziehpunkten wird um das Foto eingeblendet.

  2. Ziehen Sie das Foto mit dem Rahmenzeiger oder ziehen Sie einen Freistellungsziehpunkt, um den Freistellungsrahmen festzulegen. Mit den Eckziehpunkten können die Breite und die Höhe des Fotos gleichzeitig geändert werden.

    Hinweis:

    Nach dem Ziehen eines Freistellungsziehpunkts müssen Sie das Freistellungsrahmen-Werkzeug auswählen, um es zu verwenden.

  3. Ordnen Sie das Foto innerhalb des Freistellungsrahmens neu an, indem Sie es ziehen.
  4. (Optional) Wählen Sie „Auf Verkrümmen beschränken“, um den Freistellungsrahmen auf den Bildbereich zu beschränken, wenn Objektivkorrekturen angewendet wurden. „Auf Verkrümmen beschränken“ verhindert, dass das Foto verzerrt wird.
  5. Klicken Sie auf das Überlagerung-freistellen-Werkzeug oder drücken Sie die Eingabetaste (Windows) bzw. den Zeilenschalter (Mac OS), wenn Sie mit dem Freistellen und Ausrichten fertig sind.

Hinweis:

Drücken Sie o, um zwischen den Raster-Überlagerungen im Freistellungsbereich zu wechseln. Wenn Sie das Raster nur beim Freistellen anzeigen möchten, wählen Sie „Ansicht“ > „Werkzeugüberlagerung“ > „Automatisch anzeigen“. Wählen Sie „Ansicht“ > „Werkzeugüberlagerung“ > „Niemals anzeigen“, um das Raster auszublenden.

Freistellen auf ein bestimmtes Seitenverhältnis

  1. Wählen Sie das Überlagerung-freistellen-Werkzeug in der Werkzeugleiste aus.

    Mit dem Vorhängeschloss-Symbol wird angezeigt und gesteuert, ob die Steuerelemente zum Freistellen gesperrt sind.

  2. Wählen Sie im Popup-Menü neben dem Vorhängeschloss ein Seitenverhältnis aus. Wählen Sie „Original“, um das Originalseitenverhältnis des Fotos anzugeben. Wählen Sie „Benutzerdefiniert eingeben“, wenn Sie ein Seitenverhältnis angeben möchten, das nicht in der Liste aufgeführt ist.

    Hinweis:

    Drücken Sie Umschalt + A, um das Überlagerung-freistellen-Werkzeug mit dem zuletzt verwendeten Seitenverhältnis auszuwählen.

    Lightroom Classic CC speichert bis zu fünf benutzerdefinierte Seitenverhältnisse für das Freistellen. Wenn Sie mehr Seitenverhältnisse erstellen, werden die älteren aus der Liste entfernt.

  3. Ziehen Sie einen Freistellungsziehpunkt, um den Freistellungsumriss einzustellen, oder verwenden Sie das Freistellungsrahmen-Werkzeug .

    Hinweis:

    Halten Sie beim Ziehen eines Freistellungsziehpunkts die Umschalttaste gedrückt, um das gegenwärtige Seitenverhältnis vorübergehend beizubehalten.

Wechseln der Freistellungsausrichtung

  1. Wählen Sie das Überlagerung-freistellen-Werkzeug in der Werkzeugleiste aus.
  2. Ziehen Sie das Foto, um den Freistellungsrahmen festzulegen.
  3. Drücken Sie die Taste „X“, um die Ausrichtung von Quer- auf Hochformat bzw. von Hoch- oder Querformat abzuändern.

Begradigen eines Fotos

  1. Wählen Sie in der Werkzeugleiste das Überlagerung-freistellen-Werkzeug  aus, und führen Sie einen der folgenden Schritte aus:
    • Drehen Sie das Foto mit dem Regler „Winkel“.

    • Drehen Sie das Bild, indem Sie den Zeiger außerhalb eines Eck-Freistellungsziehpunkts platzieren, um das Drehsymbol  anzuzeigen, und ziehen Sie dann, um das Bild zu drehen. Die Drehachse ist die Mitte des Freistellungsrechtecks.

    • Wählen Sie das Werkzeug „Winkel“  und ziehen Sie dann im Foto entlang einer Linie, die horizontal oder vertikal ausgerichtet werden soll.

Hinweis:

Wenn Sie die Alt-Taste (Windows) bzw. Wähltaste (Mac OS) gedrückt halten, während das Gerade-ausrichten-Werkzeug ausgewählt ist, wird ein Raster eingeblendet, das das Ausrichten des Fotos erleichtert.

Löschen oder Rückgängigmachen von Freistellungen oder Ausrichtungen

  1. Klicken Sie in der Werkzeugleiste des Überlagerung-freistellen-Werkzeugs auf „Zurücksetzen“.

Drehen oder Spiegeln eines Fotos im Entwicklungsmodul

  • Wenn Sie ein Foto in 90-Grad-Schritten drehen möchten, wählen Sie „Foto“ > „Nach links drehen“ bzw. „Nach rechts drehen“. Um ein Foto um weniger als 90 Grad zu drehen, siehe Begradigen eines Fotos. Das Foto wird im bzw. entgegen dem Uhrzeigersinn um seinen Mittelpunkt gedreht.
  • Wenn Sie ein Foto so wenden möchten, dass ein Spiegelbild des ursprünglichen Fotos entsteht, wählen Sie „Foto“ > „Horizontal spiegeln“. Objekte, die sich zuvor auf der linken Seite befanden, sind nun auf der rechten Seite (und umgekehrt). Text im Foto wird in Spiegelschrift dargestellt.
  • Wenn Sie ein Foto so wenden möchten, sodass es spiegelbildlich auf dem Kopf steht, wählen Sie „Foto“ > „Vertikal spiegeln“.

Schärfen und Reduzieren von Bildrauschen

Scharfzeichnen eines Fotos

In Lightroom Classic CC erfolgt das Schärfen von Fotos in zwei Schritten des Arbeitsablaufs: beim Anzeigen und Bearbeiten von Fotos und beim Drucken von Fotos. Scharfzeichnen gehört zu den Kameravoreinstellungen, die Lightroom Classic CC automatisch auf Ihre Fotos anwendet.

Wenn Lightroom Classic CC ein Foto exportiert, druckt oder für die Bearbeitung in einem externen Editor rastert, wird die Schärfungseinstellung des Bildes auf die gerenderte Datei angewandt.

  1. Zeigen Sie das Foto im Entwicklungsmodul mit einem Zoomfaktor von mindestens 100 % an.
  2. Ziehen Sie im Navigatorbedienfeld, um den Bereich des Fotos anzuzeigen, in dem die Auswirkungen des Schärfens verdeutlicht werden sollen.
  3. Passen Sie im Detailbedienfeld die folgenden Einstellungen für das Scharfzeichnen an:

    Stärke

    Passt die Konturdefinition an. Erhöhen Sie den Wert, um das Schärfen zu steigern. Bei einem Wert von Null (0) ist das Schärfen deaktiviert. Normalerweise sollte der Regler auf einen niedrigeren Wert gesetzt werden, um klarere Bilder zu erzeugen. Die Einstellung sucht Pixel, die sich um einen von Ihnen angegebenen Wert von den benachbarten Pixeln unterscheiden. Der Kontrast dieser Pixel wird um einen angegebenen Wert erhöht.

    Radius

    Passt die Menge der Details an, die scharfgezeichnet werden. Sehr detailreiche Fotos erfordern möglicherweise eine niedrigere Radiuseinstellung. Für weniger detaillierte Fotos kann u. U. ein größerer Radius verwendet werden. Ein zu großer Radius führt im Allgemeinen zu unnatürlich aussehenden Ergebnissen.

    Details

    Passt die Anzahl der zu schärfenden Hochfrequenzinformationen im Bild sowie den Grad der Hervorhebung von Konturen an. Durch niedrigere Einstellungen werden hauptsächlich Konturen geschärft und dadurch Verwischungen entfernt. Durch höhere Werte werden die Strukturen des Bilds hervorgehoben.

    Maskieren

    Steuert eine Konturmaske. Bei einer Einstellung von Null (0) werden alle Bildelemente gleich stark geschärft. Bei einer Einstellung von 100 werden fast ausschließlich die Flächen in der Nähe der stärksten Konturen geschärft.

Drücken Sie beim Ziehen dieses Reglers die Alt-Taste (Windows) bzw. Wahltaste (Mac OS), um zu sehen, welche Flächen betroffen sind (weiß) und welche maskiert werden (schwarz).

Hinweis:

Um das Scharfzeichnen zu deaktivieren, stellen Sie den Regler „Betrag“ auf Null (0) ein oder klicken Sie im Detailsbedienfeld auf das Symbol „Ein/Aus“ .

Video-Tutorial: Scharfzeichnen eines Bildes

Reduzieren von Bildrauschen

Bildrauschen sind sichtbare Artefakte, die die Bildqualität beeinträchtigen. Bildrauschen besteht aus Luminanzrauschen (Graustufenrauschen), wodurch das Bild körnig aussieht, und aus Chromarauschen (Farbrauschen), das sich üblicherweise in Form von farbigen Bildartefakten im Bild zeigt. Beim Fotografieren mit höheren ISO-Werten bzw. mit einfacheren Digitalkameras können Bilder mit auffälligem Rauschen entstehen.

Lightroom Classic CC – Reduzieren von Bildrauschen
Das Schieben des Reglers „Farbe“ nach rechts verringert das Chromarauschen (unten rechts). Wie Sie sehen, sind weniger Farbpixel als im Original (oben rechts) vorhanden.

  1. (Optional) Zoomen Sie in das Bild auf mindestens 1:1, damit Sie das Bildrauschen und die Auswirkungen der Regler besser sehen können.
  2. Ziehen Sie die 1:1-Bildvorschau im Detailbedienfeld des Entwicklungsmoduls, um den Bereich des Fotos anzuzeigen, der körnig aussieht oder farbige Artefakte enthält.
  3. Passen Sie im Bereich „Rauschreduzierung“ des Detailbedienfelds einen der beiden folgenden Regler an: Die ersten drei Regler beeinflussen das Luminanzrauschen. Die letzten beiden Regler beeinflussen das Farbrauschen.

    Luminanz

    Reduziert Luminanzstörungen.

    Details

    Steuert den Schwellenwert für Luminanzstörungen. Besonders hilfreich bei Fotos mit starken Störungen. Durch höhere Werte werden mehr Details beibehalten, aber möglicherweise stärkeres Rauschen verursacht. Bei niedrigeren Werten sind die Ergebnisse sauberer, allerdings können auch Details verloren gehen.

    Kontrast

    Steuert den Luminanzkontrast. Besonders hilfreich bei Fotos mit starken Störungen. Durch höhere Werte wird ein stärkerer Kontrast beibehalten, möglicherweise treten aber Farbkleckse oder Sprenkler auf. Bei niedrigeren Werten sind die Ergebnisse gleichmäßiger, eventuell aber auch kontrastärmer.

    Farbe

    Reduziert Farbstörungen.

    Details

    Steuert den Schwellenwert für Farbstörungen. Durch höhere Werte werden dünne, detaillierte Farbkanten geschützt, es können aber auch Farbflecken auftreten. Bei niedrigen Werten werden Farbflecke entfernt, allerdings kann es zu Farbverläufen kommen.

Hinweis:

Wenn das Farbrauschen nicht reduziert werden soll, stellen Sie den Regler „Betrag“ auf null (0) oder klicken Sie im Detailsbedienfeld auf das Symbol „Ein/Aus“ .

Video-Tutorial: Entfernen von Bildrauschen in Lightroom Classic CC

Korrigieren von Objektivverzerrung und Anpassen der Perspektive

Objektivverzerrungen

Kameraobjektive können bei bestimmten Brennweiten, Blenden und Fokusabständen verschiedene Objektivfehler aufweisen. Diese scheinbaren Objektivverzerrungen können Sie mit dem Bedienfeld „Objektivkorrektur“ des Entwicklungsmoduls korrigieren.

Vignettierung bewirkt, dass ein Bild an den Rändern (und besonders in den Ecken) dunkler als in der Bildmitte ist. Dieser Fehler fällt besonders auf, wenn das Foto einen Gegenstand zeigt, der eine gleichmäßige Helligkeit oder Tönung haben müsste, wie beispielsweise der Himmel in einem Landschaftsbild.

Tonnenverzeichnung bewirkt, dass gerade Linien nach außen gebogen erscheinen.

Kissenverzeichnung bewirkt, dass gerade Linien nach innen gebogen erscheinen.

Chromatische Aberration Chromatische Aberration macht sich als Farbsaum an Kanten von Objekten bemerkbar. Sie wird dadurch verursacht, dass das Objektiv unterschiedliche Farben auf den gleichen Vollton fokussiert sowie durch Abweichungen des Sensormikroobjektivs und Blendenflecken. Lightroom Classic CC bietet ein Kontrollkästchen, mit dem automatisch blau-gelbe Farbsäume und rot-grüne Farbsäume, auch als seitliche chromatische Aberration bezeichnet, korrigiert werden.

Lightroom 4.1 und höher bietet Regler für die Korrektur der lila-/magentafarbenen und grünen Aberration (axiale chromatische Aberration). Axiale chromatische Aberration tritt häufig in Bildern mit großen Blenden auf.

Lightroom Classic CC – Beheben von chromatischer Aberration
Originalfoto mit blau/gelbem Farbsaum (links) und nach Korrektur der chromatischen Abweichung (unten rechts).

Automatisches Korrigieren von Bildperspektive und Objektivfehlern

Video-Tutorial: Objektivkorrektur in Lightroom Classic CC

Mit den Profiloptionen im Bedienfeld „Objektivkorrekturen“ des Entwicklungsmoduls lassen sich Verzerrungen in gängigen Kameraobjektiven korrigieren. Die Profile basieren auf Exif-Metadaten, die die Kamera und das Objektiv, mit dem die Fotos aufgenommen wurden, identifizieren, und die Profile kompensieren die Fehler entsprechend.

Objektivprofile werden in den folgenden Ordnern gespeichert:

Mac OS

/Library/Application Support/Adobe/CameraRaw/LensProfiles/1.0/

Windows Vista und Windows 7

C:\ProgramData\Adobe\CameraRaw\LensProfiles\1.0\

Hinweis:

Welche Objektivprofile im Bedienfeld „Objektivkorrekturen“ zur Verfügung stehen, hängt davon ab, ob Sie eine Raw- oder Nicht-Raw-Datei anpassen. Weitere Informationen sowie eine Liste der unterstützten Objektive finden Sie im Adobe Support-Artikel Unterstützte Objektive

  1. Klicken Sie im Bedienfeld „Objektivkorrekturen“ des Entwicklungsmoduls auf „Profil“ und wählen Sie „Profilkorrekturen aktivieren“.
  2. Zum Ändern des Profils treffen Sie eine andere Auswahl bei „Marke“, „Modell“ oder „Profil“.

    Hinweis:

    Einige Kameras haben nur ein Objektiv und einige Objektive haben nur ein Profil.

  3. Mit dem Regler „Betrag“ können Sie die Korrektur an Ihren Bedarf anpassen:

    Verzerrung

    Der Standardwert 100 wendet die im Profil festgelegte Korrektur der Verzerrung zu 100 % an. Werte über 100 wenden eine stärkere und Werte unter 100 eine geringere Korrektur der Verzerrung an.

    Vignettierung

    Der Standardwert 100 wendet die im Profil festgelegte Korrektur der Vignettierung zu 100 % an. Werte über 100 wenden eine stärkere und Werte unter 100 eine geringere Korrektur der Vignettierung an.

  4. (Optional) Um Ihre Änderungen im Standardprofil zu speichern, klicken Sie auf „Einrichten“ und wählen Sie „Neue Standardeinstellungen für Objektivprofil speichern“.

Korrigieren der chromatischen Aberration

Klicken Sie im Entwicklungsmodul im Bedienfeld „Objektivkorrektur“ auf „Farbe“, um die chromatische Aberration und die Farbsaum-Steuerelemente anzuzeigen.

Hinweis:

Um eine bessere Ansicht des Ergebnisses zu erhalten, zoomen Sie in den Bildbereich, der die Aberration enthält.

Weitere Informationen über die Farbabweichung und wie Sie diese entfernen finden Sie unter New Color Fringe Correction Controls (Neue Farbsaumkorrektur-Steuerelemente) in Lightroom Classic CC Journal.

Entfernen der rot-grünen und blau-gelben Farbverschiebungen

  1. Aktivieren Sie das Kontrollkästchen zum Entfernen der chromatischen Aberration.

Entfernen der globalen lilafarbenen und grünen Farbsäume mit der Pipette

  1. Klicken Sie auf das Pipettenwerkzeug im Farbbedienfeld „Objektivkorrekturen“.
  2. Drücken Sie die Leertaste, um in den Randbereich zu schwenken und ihn zu verkleinern. (Wenn Sie den Standardwert auf 2:1 oder 4:1 einstellen, werden die Farbsäume angezeigt.)
  3. Klicken Sie auf die lilafarbenen und grünen Farbsäume.

    Die Regler werden automatisch für diese Farbe angepasst. Wenn Sie auf eine Farbe außerhalb der lilafarbenen oder grünen Farbtonbereiche klicken, wird eine Fehlermeldung angezeigt.

    Hinweis:

    Das Ende der Pipette wird lila oder grün, wenn die Farbe unter der Pipette innerhalb der lilafarbenen oder grünen Farbtonbereiche liegt.

Entfernen von globalen lila-/magentafarbenen und grünen Farbsäumen

  1. Passen Sie den Intensitätsregler für lila und grün an. Je höher der Wert, desto mehr Farbsaum wird entfernt.

Verwenden Sie keinen Wert, der sich auf die lilafarbenen und grünen Objekte in Ihrem Bild auswirkt.

Sie können den lilafarbenen oder grünen Farbtonbereich, der durch den Intensitätsregler betroffen ist, mithilfe der lilafarbenen und grünen Farbtonregler anpassen. Ziehen Sie die beiden Endpunktsteuerelemente, um den Bereich der betroffenen Farben zu vergrößern oder zu verkleinern. Ziehen Sie zwischen den Endpunkten, um den Farbton zu verschieben. Der Mindestabstand zwischen den Endpunkten beträgt 10 Einheiten. Der Standardabstand für die grünen Regler ist schmal, um die grün-gelben Bildfarben, z. B. Laubfarben, zu schützen.

Hinweis:

Sie können die Kanten der lilafarbenen und grünen Objekte mithilfe des lokalen Korrekturpinsels schützen. Siehe „Entfernen von lokalen Farbsäumen“.

Drücken Sie die Alt- bzw. Wahltaste, wenn Sie einen der Regler ziehen, um die Korrektur sichtbar zu machen. Die Rahmenfarbe wird neutral, während Sie ziehen, um die Farbe zu entfernen.

Entfernen von lokalen Farbsäumen

Lokale Pinsel- und Verlaufskorrekturen entfernen alle Farbsäume.

Hinweis:

Um optimale Ergebnisse zu erzielen, führen Sie alle Objektivkorrekturen „Transformieren“ durch, bevor Sie lokale Farbsaumkorrekturen anwenden.

  1. Wählen Sie den Pinsel oder die Verlaufswerkzeuge und ziehen Sie im Bild. Siehe Anwenden von lokalen Korrekturen.
  2. Passen Sie den Farbsaum an. Ein Pluswert entfernt den Farbsaum. Minuswerte schützen die Bildbereiche vor dem Entfernen von global angewandten Farbsäumen. Minus 100 schützt den Bereich vor dem Entfernen von Farbsäumen. Beispielsweise kann das Anwenden einer starken globalen lilafarbenen Farbsaumentfernung dazu führen, dass die Sättigung der Farbsäume von lilafarbenen Objekten in Ihrem Bild reduziert wird oder die Farbsäume verändert werden. Wenn Sie mit einer Farbsaumentfernung -100 über diese Bereiche zeichnen, werden sie geschützt und ihre ursprüngliche Farbe beibehalten.

Hinweis:

Eine lokale Farbsaumentfernung ist nur für Vorgang 2012 verfügbar.

Manuelles Korrigieren von Bildperspektive und Objektivfehlern

Transformationen und Vignettenkorrekturen können auf Originalfotos und freigestellte Fotos angewendet werden. Mit Objektivvignetten werden die Belichtungswerte angepasst, um dunkle Ecken aufzuhellen.

  1. Klicken Sie im Bedienfeld „Objektivkorrekturen“ auf „Manuell“.
  2. Passen Sie unter „Transformieren“ die folgenden Optionen an:

    Verzerrung

    Ziehen Sie den Regler nach rechts, um eine tonnenförmige Verzerrung zu korrigieren und Linien zu begradigen, die von der Mitte weg gebogen sind. Ziehen Sie den Regler nach links, um eine kissenförmige Verzerrung zu korrigieren und Linien zu begradigen, die von der Mitte weg gebogen sind.

    Vertikal

    Korrigiert eine Perspektive, die durch eine nach oben oder nach unten geneigte Kamera entstanden ist. Richtet senkrechte Linien parallel aus.

    Horizontal

    Korrigiert eine Perspektive, die durch eine nach links oder rechts angewinkelte Kamera entstanden ist. Richtet waagerechte Linien parallel aus.

    Drehen

    Korrigiert eine seitliche Neigung der Kamera. Verwendet die Mitte des unbeschnittenen Fotos als Drehachse.

    Skalieren

    Vergrößert oder verkleinert das Bild. Hilft beim Entfernen von leeren Bereichen, die durch die Korrektur von Perspektiven und Verzerrungen entstehen. Zeigt Bildbereiche an, die über den Freistellungsrahmen hinausragen.

    Zuschnitt beschränken

    Beschränkt den Zuschnitt auf den Bildbereich, sodass graue Randpixel nicht im endgültigen Foto enthalten sind.

  3. Passen Sie unter „Objektiv-Vignettierung“ eine der beiden folgenden Optionen (oder beide) an:

    Stärke

    Verschieben Sie den Regler „Betrag“ nach rechts (positive Werte), um die Ecken des Fotos aufzuhellen. Verschieben Sie den Regler „Betrag“ nach links (negative Werte), um die Ecken des Fotos abzudunkeln.

    Mittelpunkt

    Verschieben Sie den Regler für den Mittelpunkt nach links (niedrigerer Wert), um die Betragsanpassung auf einen größeren Bereich anzuwenden, der sich von den Ecken her ausdehnt. Verschieben Sie den Regler nach rechts (höherer Wert), um die Anpassung auf einen engeren Bereich nahe den Ecken zu beschränken.

Vignettierung, Körnungs- und Dunstentfernungseffekte

Anwenden einer auf die Freistellung folgenden Vignettierung

Wenn Sie eine dunkle oder helle Vignette als künstlerischen Effekt auf ein Foto anwenden möchten, können Sie die Optionen „Vignettierung nach Freistellen“ im Effektbedienfeld verwenden. Eine Vignettierung nach dem Freistellen kann auf ein freigestelltes oder nicht freigestelltes Foto angewendet werden.

Bei der Vignettierung nach dem Freistellen in Lightroom Classic CC wird die Belichtung des beschnittenen Bildes adaptiv so angepasst, dass der ursprüngliche Kontrast erhalten bleibt und eine optisch ansprechendere Wirkung erzielt wird.

  1. Wählen Sie im Bereich „Vignettierung nach Freistellen“ des Effektebedienfelds des Entwicklungsmoduls eine Option aus dem Menü „Stil“ aus:

    Lichterpriorität

    Ermöglicht das Wiederherstellen von Lichtern, kann aber Farbverschiebungen in dunklen Bereichen eines Fotos zur Folge haben. Geeignet für Fotos mit hellen Bildbereichen, wie z. B. beschnittenen Reflexionslichtern.

    Farbpriorität

    Minimiert Farbverschiebungen in dunklen Bereichen eines Fotos, kann aber Lichter nicht wiederherstellen.

    Farbüberlagerung

    Mischt die Werte des freigestellten Bilds mit schwarzen oder weißen Pixeln. Kann eine flaue Bildwirkung zur Folge haben.

  2. Passen Sie die Regler an:

    Stärke

    Negative Werte dunkeln die Ecken des Fotos ab. Positive Werte hellen die Ecken auf.

    Mittelpunkt

    Niedrigere Werte wenden den Anpassungsbetrag auf einen größeren Bereich in höherem Abstand von den Ecken an. Höhere Werte beschränken die Anpassung auf einen kleineren Bereich in Nähe der Ecken.

    Rundheit

    Niedrigere Werte machen den Vignettierungseffekt ovaler. Höhere Werte machen den Vignettierungseffekt kreisförmiger.

    Weiche Kante

    Niedrigere Werte verringern die Weichzeichnung zwischen der Vignette und den umliegenden Pixeln der Vignette. Höhere Werte verstärken die Weichzeichnung.

    Lichter

    (Nur Lichter-Priorität und Farb-Priorität) Steuert, wie viel Kontrast in den Lichtern erhalten bleibt, wenn Wert negativ ist. Geeignet für Fotos mit kleinen Lichtern, z. B. Kerzen und Lampen.

Simulieren von Filmkörnung

Der Bereich „Körnung“ im Bedienfeld „Effekte“ enthält Steuerelemente zum Erstellen eines stilistischen Effekts, der an bestimmtes Filmmaterial erinnert. Sie können den Körnungseffekt auch verwenden, um Artefakte zu maskieren, die durch erneutes Sampling verursacht werden.

Mit den Steuerelementen „Größe“ und „Unregelmäßigkeit“ wird die Eigenschaft der Körnung bestimmt. Überprüfen Sie die Körnung mit verschiedenen Zoomfaktoren, um sicherzugehen, dass die gewünschte Eigenschaft entsteht.

Lightroom Classic CC – Simulieren von Filmkörnung
Keine Körnung angewendet (oben), Körnung angewendet (unten)

Stärke

Legt fest, wie stark das Bild gekörnt werden soll. Ziehen Sie den Schieber nach rechts, um den Wert zu erhöhen. Bei einem Wert von Null wird die Körnung deaktiviert.

Größe

Legt die Größe des Korns fest. Bei Größen von 25 und größer wird Blau hinzugefügt, um den Effekt mit Rauschreduzierung zu optimieren.

Unregelmäßigkeit

Legt die Gleichmäßigkeit der Körnung fest. Ziehen Sie den Regler nach links, um die Körnung einheitlicher erscheinen zu lassen, bzw. nach rechts, um sie uneinheitlicher erscheinen zu lassen.

Dunst entfernen

Hinweis:

Seit Lightroom Classic CC 7.3 (Version vom April 2018) ist der Regler Dunst entfernen aus dem Effektebedienfeld in das Grundeinstellungenbedienfeld des Moduls Entwickeln verlegt worden. Siehe Festlegen der Gesamtsättigung.    

Mit Lightroom Classic können Sie ganz einfach die Stärke des Dunstes oder Nebels auf einem Foto reduzieren oder erhöhen. Nachdem Sie grundlegende Änderungen am Foto vorgenommen haben, wechseln Sie zum Bedienfeld Effekte des Entwicklungsmoduls und passen Sie den Schieberegler Dunst entfernen an.

Lightroom Classic CC – Dunst entfernen
Die Stärke des Dunstes oder Nebels auf einem Foto reduzieren

Stärke

Steuert die Stärke des Dunstes auf einem Foto. Ziehen Sie den Regler nach rechts, um Dunst zu entfernen. Ziehen Sie den Regler nach links, um Dunst hinzuzufügen.

Hinweis: „Dunst entfernen“ ist auch als lokale Korrektur verfügbar. Steuern Sie die Dunstentfernung beim Arbeiten mit dem Radial-Filter, Verlaufsfilter oder Korrekturpinsel über den Schieberegler. Weitere Informationen finden Sie unter Anwenden von lokalen Korrekturen und Verwenden des Radial-Filter-Werkzeugs.

Lightroom Classic CC – „Dunst entfernen“ als lokale Korrektur
„Dunst entfernen“ als lokale Korrektur


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