Benutzerhandbuch Abbrechen

Retuschieren von Fotos

  1. Benutzerhandbuch zu Lightroom Classic
  2. Einführung in Lightroom Classic
    1. Neuerungen in Lightroom Classic
    2. Systemanforderungen von Lightroom Classic
    3. Lightroom Classic | Allgemeine Fragen
    4. Lightroom Classic – Grundlegende Konzepte
    5. Lightroom Classic-Tutorials
    6. Funktionsübersicht | Versionen von Lightroom CC 2015.x/Lightroom 6.x
  3. Lightroom- und Adobe-Dienste
    1. Creative Cloud-Bibliotheken
    2. Verwenden der Adobe Stock-Website in Creative Cloud-Apps
  4. Lightroom für Mobilgeräte, TV und das Internet
    1. Adobe Photoshop Lightroom für Mobilgeräte und Apple TV | FAQ
    2. Synchronisierung von Lightroom Classic mit dem Lightroom-Ökosystem
    3. Photoshop-Familie mobiler Apps
  5. Importieren von Fotos
    1. Import von Fotos in Lightroom: Grundlegender Workflow
    2. Import von Fotos von einem Festplatten-Ordner
    3. Automatisches Importieren von Fotos
    4. Importieren von Fotos aus Photoshop Elements
    5. Importieren von Fotos von einer Tethering-fähigen Kamera
    6. Festlegen von Importoptionen
    7. Festlegen von Importvoreinstellungen
    8. Der Dateinamenvorlagen-Editor und der Textvorlagen-Editor
  6. Workflows
    1. Masken auf Fotos anwenden
    2. Fotos im JPEG-Format exportieren und speichern
    3. Fotos exportieren und mit einem Wasserzeichen versehen
    4. Deine Fotos importieren
    5. Korrekturpinsel
    6. Korrekturen mittels der Gradationskurve
    7. Erweiterte Optionen für Dia-Shows mit Videos
    8. Weißabgleich anpassen
    9. Erstellen eines Kontaktabzugs
    10. Optimierter Workflow mit Lightroom Classic
    11. Korrekturen mit der Objektivunschärfe
    12. Bearbeiten und Exportieren in HDR
  7. Arbeitsbereich
    1. Arbeitsbereich – Grundlagen
    2. Festlegen von Voreinstellungen für das Arbeiten in Lightroom Classic
    3. Anzeigen der Bibliothek auf einem zweiten Monitor
    4. Personalisieren von Erkennungstafeln und Modulschaltflächen
    5. Versehen von Fotos mit einem Wasserzeichen in Lightroom Classic
    6. Farbmanagement
  8. Anzeigen von Fotos
    1. Anzeigen von Fotos
    2. Durchsuchen und Vergleichen von Fotos
    3. Festlegen der Bibliotheksansichtsoptionen
    4. Teilen von Fotos, um Kommentare und Feedback zu erhalten
    5. Smart-Vorschauen
  9. Verwalten von Katalogen und Dateien
    1. Häufig gestellte Fragen zum Lightroom Classic-Katalog
    2. So funktionieren Lightroom Classic-Kataloge
    3. Erstellen und Verwalten von Katalogen
    4. Sichern eines Katalogs
    5. Suchen von fehlenden Fotos
    6. Erstellen und Verwalten von Ordnern
    7. Verwalten von Fotos innerhalb von Ordnern
  10. Karten
    1. Arbeiten mit dem Kartenmodul
  11. Organisieren von Fotos in Lightroom Classic
    1. Gesichtserkennung
    2. Arbeiten mit Fotosammlungen
    3. Gruppierung von Fotos in Stapeln
    4. Markieren, Beschriften und Bewerten von Fotos
    5. Verwenden von Stichwörtern
    6. Grundlagen und Aktionen zu Metadaten
    7. Suchen von Fotos im Katalog
    8. Arbeiten mit Videos in Lightroom Classic
    9. Erweiterte Metadaten-Aktionen
    10. Verwenden des Ad-hoc-Entwicklung-Bedienfelds
  12. Verarbeiten und Entwickeln von Fotos
    1. Grundlagen des Entwicklungsmoduls
    2. Erstellen von Panoramen und HDR-Panoramen
    3. Flachfeldkorrektur
    4. Korrigieren verzerrter Perspektiven auf Fotos mithilfe von „Upright“
    5. Verbessern der Bildqualität mit der Funktion Verbessern
    6. Arbeiten mit Bildtonwert und Farbe
    7. Maskieren
    8. Anwenden von lokalen Korrekturen
    9. HDR-Fotozusammenfügung
    10. Optionen des Entwicklungsmoduls
    11. Retuschieren von Fotos
    12. Beheben von Rote-Augen-Effekten bei Menschen und Tieren
    13. Verwenden des Radial-Filter-Werkzeugs
    14. Verwendung des verbesserten Bereichsreparaturwerkzeugs
  13. Exportieren von Fotos
    1. Exportieren von Dateien auf die Festplatte oder auf CD
    2. Exportieren von Fotos aus Lightroom Classic
    3. Online-Veröffentlichung von Fotos
    4. Exportieren auf die Festplatte mit Veröffentlichungsdiensten
    5. Vorgaben für Export und andere Einstellungen
  14. Arbeiten mit externen Editoren
    1. Voreinstellungen für die externe Bearbeitung
    2. Öffnen und Bearbeiten von Lightroom Classic-Fotos in Photoshop oder Photoshop Elements
  15. Diashows
    1. Erstellung von Diashows
    2. Bedienfelder und Werkzeuge des Diashowmoduls
    3. Festlegen des Dialayouts
    4. Hinzufügen von Überlagerungen zu Dias
    5. Ausführen und Exportieren von Diashows
  16. Drucken von Fotos
    1. Grundlagen zum Druckmodul
    2. Layouts und Vorlagen des Druckmoduls
    3. Arbeiten mit Druckauftragsoptionen und -einstellungen
  17. Fotobücher
    1. Erstellen von Fotobüchern
  18. Webgalerien
    1. Erstellen von Webgalerien
    2. Verwenden der Bedienfelder und Werkzeuge des Web-Moduls
    3. Arbeiten mit Webgalerie-Layouts
    4. Arbeiten mit Webgalerie-Vorlagen und -Einstellungen
    5. Vorschau, Exportieren und Hochladen von Web-Fotogalerien
  19. Tastaturbefehle
    1. Tastaturbefehle
  20. Fehlerbehebung 
    1. Behobene Probleme
    2. Bekannte Probleme

Anpassen der Freistellung und Drehung

Das Entwicklungsmodul enthält Werkzeuge und Steuerelemente zum Freistellen und Begradigen von Fotos. Mit den Lightroom Classic-Steuerelementen zum Freistellen und Ausrichten richtest du zunächst einen Freistellungsrahmen ein. Anschließend verschiebst und drehst du das Foto relativ zum Freistellungsrahmen. Du kannst auch traditionelle Werkzeuge zum Freistellen und Ausrichten verwenden und diese direkt im Foto ziehen.

Beim Anpassen der Freistellungsüberlagerung oder Verschieben des Bildes zeigt Lightroom Classic ein gedritteltes Raster innerhalb des Umrisses an, um die Zusammenstellung des endgültigen Bildes zu erleichtern. Beim Drehen eines Bildes wird ein feineres Raster angezeigt, um das Ausrichten an den geraden Linien im Bild zu erleichtern.

Freistellen eines Fotos

  1. Wähle das Überlagerung-freistellen-Werkzeug  in der Werkzeugleiste aus oder drücke die Taste „R“.

    Ein Umriss mit Ziehpunkten wird um das Foto eingeblendet.

  2. Ziehe das Foto mit dem Rahmenzeiger oder ziehe einen Freistellungsziehpunkt, um den Freistellungsrahmen festzulegen. Mit den Eckziehpunkten können die Breite und die Höhe des Fotos gleichzeitig geändert werden.
    Hinweis:

    Nach dem Ziehen eines Freistellungsziehpunkts musst du das Freistellungsrahmen-Werkzeug auswählen, um es zu verwenden.

  3. Ordne das Foto innerhalb des Freistellungsrahmens neu an, indem du es ziehst.
  4. (Optional) Wähle „Auf Verkrümmen beschränken“, um den Freistellungsrahmen auf den Bildbereich zu beschränken, wenn Objektivkorrekturen angewendet wurden. „Auf Verkrümmen beschränken“ verhindert, dass das Foto verzerrt wird.
  5. Klicke auf das Überlagerung-freistellen-Werkzeug oder drücke die Eingabetaste (Windows) bzw. den Zeilenschalter (Mac OS), wenn du mit dem Freistellen und Ausrichten fertig bist.
Hinweis:

Drücke „O“, um zwischen den Raster-Überlagerungen im Freistellungsbereich zu wechseln. Wenn du das Raster nur beim Freistellen anzeigen möchtest, wähle „Ansicht“ > „Werkzeugüberlagerung“ > „Automatisch anzeigen“ aus. Wähle „Ansicht“ > „Werkzeugüberlagerung“ > „Niemals anzeigen“ aus, um das Raster auszublenden.

Freistellen auf ein bestimmtes Seitenverhältnis

  1. Wähle das Überlagerung-freistellen-Werkzeug in der Werkzeugleiste aus.

    Mit dem Vorhängeschloss-Symbol wird angezeigt und gesteuert, ob die Steuerelemente zum Freistellen gesperrt sind.

  2. Wähle im Popup-Menü neben dem Vorhängeschloss ein Seitenverhältnis aus. Wähle „Original“ aus, um das Originalseitenverhältnis des Fotos anzugeben. Wähle „Benutzerdefiniert eingeben“ aus, wenn du ein Seitenverhältnis angeben möchtest, das nicht in der Liste aufgeführt ist.
    Hinweis:

    Drücke Umschalt + A, um das Überlagerung-freistellen-Werkzeug mit dem zuletzt verwendeten Seitenverhältnis auszuwählen.

    Lightroom Classic speichert bis zu fünf benutzerdefinierte Seitenverhältnisse für das Freistellen. Wenn du mehr Seitenverhältnisse erstellst, werden die älteren aus der Liste entfernt.

  3. Ziehe einen Freistellungsziehpunkt, um den Freistellungsumriss einzustellen, oder verwende das Freistellungsrahmen-Werkzeug .
    Hinweis:

    Halte beim Ziehen eines Freistellungsziehpunkts die Umschalttaste gedrückt, um das gegenwärtige Seitenverhältnis vorübergehend beizubehalten.

Wechseln der Freistellungsausrichtung

  1. Wähle das Überlagerung-freistellen-Werkzeug in der Werkzeugleiste aus.
  2. Ziehe das Foto, um den Freistellungsrahmen festzulegen.
  3. Drücke die Taste „X“, um die Ausrichtung von Quer- auf Hochformat bzw. von Hoch- oder Querformat abzuändern.

Begradigen eines Fotos

  1. Wähle in der Werkzeugleiste das Überlagerung-freistellen-Werkzeug  aus, und führe einen der folgenden Schritte durch:
    • Drehe das Foto mit dem Regler „Winkel“.

    • Drehe das Bild, indem du den Zeiger außerhalb eines Eck-Freistellungsziehpunkts platzierst, um das Drehsymbol  anzuzeigen, und ziehe dann, um das Bild zu drehen. Die Drehachse ist die Mitte des Freistellungsrechtecks.

    • Wähle das Werkzeug „Winkel“  aus und ziehe dann im Foto entlang einer Linie, die horizontal oder vertikal ausgerichtet werden soll.

Hinweis:

Wenn du die Alt-Taste (Windows) bzw. Wähltaste (Mac OS) gedrückt hältst, während das Gerade-ausrichten-Werkzeug ausgewählt ist, wird ein Raster eingeblendet, das das Ausrichten des Fotos erleichtert.

Löschen oder Rückgängigmachen von Freistellungen oder Ausrichtungen

  1. Klicke in der Werkzeugleiste des Überlagerung-freistellen-Werkzeugs auf „Zurücksetzen“.

Drehen oder Spiegeln eines Fotos im Entwicklungsmodul

  • Wenn du ein Foto in 90-Grad-Schritten drehen möchtest, wähle „Foto“ > „Nach links drehen“ bzw. „Nach rechts drehen“ aus. Um ein Foto um weniger als 90 Grad zu drehen, siehe Begradigen eines Fotos. Das Foto wird im bzw. entgegen dem Uhrzeigersinn um seinen Mittelpunkt gedreht.
  • Wenn du ein Foto so wenden möchtest, dass ein Spiegelbild des ursprünglichen Fotos entsteht, wähle „Foto“ > „Horizontal spiegeln“ aus. Objekte, die sich zuvor auf der linken Seite befanden, sind nun auf der rechten Seite (und umgekehrt). Text im Foto wird in Spiegelschrift dargestellt.
  • Wenn du ein Foto so wenden möchtest, sodass es spiegelbildlich auf dem Kopf steht, wähle „Foto“ > „Vertikal spiegeln“ aus.

Schärfen und Reduzieren von Bildrauschen

Scharfzeichnen eines Fotos

In Lightroom Classic erfolgt das Schärfen von Fotos in zwei Schritten des Arbeitsablaufs: beim Anzeigen und Bearbeiten von Fotos und beim Drucken von Fotos. Scharfzeichnen gehört zu den Kameravoreinstellungen, die Lightroom Classic automatisch auf deine Fotos anwendet.

Wenn Lightroom Classic ein Foto exportiert, druckt oder für die Bearbeitung in einem externen Editor rastert, wird die Schärfungseinstellung des Bildes auf die gerenderte Datei angewandt.

  1. Zeige das Foto im Entwicklungsmodul mit einem Zoomfaktor von mindestens 100 % an.
  2. Ziehe im Navigatorbedienfeld, um den Bereich des Fotos anzuzeigen, in dem die Auswirkungen des Schärfens verdeutlicht werden sollen.
  3. Passe im Detailbedienfeld die folgenden Einstellungen für das Scharfzeichnen an:

    Stärke

    Passt die Konturdefinition an. Erhöhe den Wert, um das Schärfen zu steigern. Bei einem Wert von Null (0) ist das Schärfen deaktiviert. Normalerweise sollte der Regler auf einen niedrigeren Wert gesetzt werden, um klarere Bilder zu erzeugen. Die Einstellung sucht Pixel, die sich um einen von dir angegebenen Wert von den benachbarten Pixeln unterscheiden. Der Kontrast dieser Pixel wird um einen angegebenen Wert erhöht.

    Radius

    Passt die Menge der Details an, die scharfgezeichnet werden. Sehr detailreiche Fotos erfordern möglicherweise eine niedrigere Radiuseinstellung. Für weniger detaillierte Fotos kann u. U. ein größerer Radius verwendet werden. Ein zu großer Radius führt im Allgemeinen zu unnatürlich aussehenden Ergebnissen.

    Details

    Passt die Anzahl der zu schärfenden Hochfrequenzinformationen im Bild sowie den Grad der Hervorhebung von Konturen an. Durch niedrigere Einstellungen werden hauptsächlich Konturen geschärft und dadurch Verwischungen entfernt. Durch höhere Werte werden die Strukturen des Bildes hervorgehoben.

    Maskieren

    Steuert eine Konturmaske. Bei einer Einstellung von Null (0) werden alle Bildelemente gleich stark geschärft. Bei einer Einstellung von 100 werden fast ausschließlich die Flächen in der Nähe der stärksten Konturen geschärft.

Drücke beim Ziehen dieses Reglers die Alt-Taste (Windows) bzw. Wahltaste (Mac OS), um zu sehen, welche Flächen betroffen sind (weiß) und welche maskiert werden (schwarz).

Hinweis:

Um das Scharfzeichnen zu deaktivieren, stelle den Regler „Betrag“ auf null ein oder klicke im Detailbedienfeld auf das Symbol „Ein/Aus“ .

Reduzieren von Bildrauschen

Hinweis:

Ab Release April 2023 von Lightroom Classic (Version 12.3) kannst du das Rauschen eines Bildes reduzieren, ohne dass Details verloren gehen, indem du dein Bild mit der Funktion Entrauschen verbesserst.

Bildrauschen sind sichtbare Artefakte, die die Bildqualität beeinträchtigen. Bildrauschen besteht aus Luminanzrauschen (Graustufenrauschen), wodurch das Bild körnig aussieht, und aus Chromarauschen (Farbrauschen), das sich üblicherweise in Form von farbigen Bildartefakten im Bild zeigt. Beim Fotografieren mit höheren ISO-Werten bzw. mit einfacheren Digitalkameras können Bilder mit auffälligem Rauschen entstehen.

Lightroom Classic CC – Reduzieren von Bildrauschen
Das Schieben des Reglers „Farbe“ nach rechts verringert das Chromarauschen (unten rechts). Wie du siehst, sind weniger Farbpixel als im Original (oben rechts) vorhanden.

  1. (Optional) Zoome in das Bild auf mindestens 1:1, damit du das Bildrauschen und die Auswirkungen der Regler besser sehen kannst.
  2. Ziehe die 1:1-Bildvorschau im Detailbedienfeld des Entwicklungsmoduls, um den Bereich des Fotos anzuzeigen, der körnig aussieht oder farbige Artefakte enthält.
  3. Passe im Bereich „Rauschreduzierung“ des Detailbedienfelds einen der beiden folgenden Regler an: Die ersten drei Regler beeinflussen das Luminanzrauschen. Die letzten beiden Regler beeinflussen das Farbrauschen.

    Luminanz

    Reduziert Luminanzstörungen.

    Details

    Steuert den Schwellenwert für Luminanzstörungen. Besonders hilfreich bei Fotos mit starkem Rauschen. Durch höhere Werte werden mehr Details beibehalten, aber möglicherweise stärkeres Rauschen verursacht. Bei niedrigeren Werten sind die Ergebnisse sauberer, allerdings können auch Details verloren gehen.

    Kontrast

    Steuert den Luminanzkontrast. Besonders hilfreich bei Fotos mit starkem Rauschen. Durch höhere Werte wird ein stärkerer Kontrast beibehalten, möglicherweise treten aber Farbkleckse oder Sprenkler auf. Bei niedrigeren Werten sind die Ergebnisse gleichmäßiger, eventuell aber auch kontrastärmer.

    Farbe

    Reduziert Farbstörungen.

    Details

    Steuert den Schwellenwert für Farbstörungen. Durch höhere Werte werden dünne, detaillierte Farbkanten geschützt, es können aber auch Farbflecken auftreten. Bei niedrigen Werten werden Farbflecke entfernt, allerdings kann es zu Farbverläufen kommen.

Ab Release April 2023 von Lightroom Classic (Version 12.3) kannst du das Rauschen eines Bildes reduzieren, ohne dass Details verloren gehen, indem du dein Bild mit der Funktion Entrauschen verbesserst.

Hinweis:

Wenn das Farbrauschen nicht reduziert werden soll, stelle den Regler „Betrag“ auf null (0) oder du klickst im Detailsbedienfeld auf das Ein/Aus-Symbol .

Video-Tutorial: Entfernen von Bildrauschen in Lightroom Classic

Korrigieren von Objektivverzerrung und Anpassen der Perspektive

Objektivverzerrungen

Kameraobjektive können bei bestimmten Brennweiten, Blenden und Fokusabständen verschiedene Objektivfehler aufweisen. Diese scheinbaren Objektivverzerrungen kannst du mit dem Bedienfeld „Objektivkorrektur“ des Entwicklungsmoduls korrigieren.

Vignettierung bewirkt, dass ein Bild an den Rändern (und besonders in den Ecken) dunkler als in der Bildmitte ist. Dieser Fehler fällt besonders auf, wenn das Foto einen Gegenstand zeigt, der eine gleichmäßige Helligkeit oder Tönung haben müsste, wie beispielsweise der Himmel in einem Landschaftsbild.

Tonnenverzeichnung bewirkt, dass gerade Linien nach außen gebogen erscheinen.

Kissenverzeichnung bewirkt, dass gerade Linien nach innen gebogen erscheinen.

Chromatische Aberration Chromatische Aberration macht sich als Farbsaum an Kanten von Objekten bemerkbar. Sie wird dadurch verursacht, dass das Objektiv unterschiedliche Farben auf den gleichen Vollton fokussiert sowie durch Abweichungen des Sensormikroobjektivs und Blendenflecken. Lightroom Classic bietet ein Kontrollkästchen, mit dem automatisch blau-gelbe Farbsäume und rot-grüne Farbsäume, auch als seitliche chromatische Aberration bezeichnet, korrigiert werden.

Lightroom 4.1 und höher bietet Regler für die Korrektur der lila-/magentafarbenen und grünen Aberration (axiale chromatische Aberration). Axiale chromatische Aberration tritt häufig in Bildern mit großen Blenden auf.

Lightroom Classic CC – Beheben von chromatischer Aberration
Originalfoto mit blau/gelbem Farbsaum (links) und nach Korrektur der chromatischen Abweichung (unten rechts).

Automatisches Korrigieren von Bildperspektive und Objektivfehlern

Video-Tutorial: Objektivkorrektur in Lightroom Classic

Mit den Profiloptionen im Bedienfeld „Objektivkorrekturen“ des Entwicklungsmoduls lassen sich Verzerrungen in gängigen Kameraobjektiven korrigieren. Die Profile basieren auf Exif-Metadaten, die die Kamera und das Objektiv, mit dem die Fotos aufgenommen wurden, identifizieren, und die Profile kompensieren die Fehler entsprechend.

Objektivprofile werden in den folgenden Ordnern gespeichert:

Mac OS

/Library/Application Support/Adobe/CameraRaw/LensProfiles/1.0/

Windows 10 und 11

C:\User\<Benutzername>\AppData\Roaming\Adobe\CameraRaw\LensProfiles\1.0

Hinweis:

Welche Objektivprofile im Bedienfeld „Objektivkorrekturen“ zur Verfügung stehen, hängt davon ab, ob du eine Raw- oder Nicht-Raw-Datei anpasst. Weitere Informationen sowie eine Liste der unterstützten Objektive findest du im Adobe Support-Artikel Unterstützte Objektive

  1. Klicke im Bedienfeld „Objektivkorrekturen“ des Entwicklungsmoduls auf „Profil“ und wähle „Profilkorrekturen aktivieren“ aus.
  2. Treffe zum Ändern des Profils eine andere Auswahl bei „Marke“, „Modell“ oder „Profil“.
    Hinweis:

    Einige Kameras haben nur ein Objektiv und einige Objektive haben nur ein Profil.

  3. Mit dem Regler „Betrag“ kannst du die Korrektur an deinen Bedarf anpassen:

    Verzerrung

    Der Standardwert 100 wendet die im Profil festgelegte Korrektur der Verzerrung zu 100 % an. Werte über 100 wenden eine stärkere und Werte unter 100 eine geringere Korrektur der Verzerrung an.

    Vignettierung

    Der Standardwert 100 wendet die im Profil festgelegte Korrektur der Vignettierung zu 100 % an. Werte über 100 wenden eine stärkere und Werte unter 100 eine geringere Korrektur der Vignettierung an.

  4. (Optional) Um deine Änderungen im Standardprofil zu speichern, klicke auf „Einrichten“ und wähle „Neue Standardeinstellungen für Objektivprofil speichern“ aus.

Korrigieren der chromatischen Aberration

Klicke im Entwicklungsmodul im Bedienfeld „Objektivkorrektur“ auf „Farbe“, um die chromatische Aberration und die Farbsaum-Steuerelemente anzuzeigen.

Hinweis:

Um eine bessere Ansicht des Ergebnisses zu erhalten, zoome in den Bildbereich, der die Aberration enthält.

Entfernen der rot-grünen und blau-gelben Farbverschiebungen

  1. Aktiviere das Kontrollkästchen zum Entfernen der chromatischen Aberration.

Entfernen der globalen lilafarbenen und grünen Farbsäume mit der Pipette

  1. Klicke auf das Pipettenwerkzeug im Farbbedienfeld „Objektivkorrekturen“.
  2. Drücke die Leertaste, um in den Randbereich zu schwenken und ihn zu verkleinern. (Wenn du den Standardwert auf 2:1 oder 4:1 einstellst, werden die Farbsäume angezeigt.)
  3. Klicke auf die lilafarbenen und grünen Farbsäume.

    Die Regler werden automatisch für diese Farbe angepasst. Wenn du auf eine Farbe außerhalb der lilafarbenen oder grünen Farbtonbereiche klickst, wird eine Fehlermeldung angezeigt.

    Hinweis:

    Das Ende der Pipette wird lila oder grün, wenn die Farbe unter der Pipette innerhalb der lilafarbenen oder grünen Farbtonbereiche liegt.

Entfernen von globalen lila-/magentafarbenen und grünen Farbsäumen

  1. Passe den Intensitätsregler für lila und grün an. Je höher der Wert, desto mehr Farbsaum wird entfernt.

Verwende keinen Wert, der sich auf die lilafarbenen und grünen Objekte in deinem Bild auswirkt.

Du kannst den lilafarbenen oder grünen Farbtonbereich, der durch den Intensitätsregler betroffen ist, mithilfe der lilafarbenen und grünen Farbtonregler anpassen. Ziehe die beiden Endpunktsteuerelemente, um den Bereich der betroffenen Farben zu vergrößern oder zu verkleinern. Ziehe zwischen den Endpunkten, um den Farbton zu verschieben. Der Mindestabstand zwischen den Endpunkten beträgt 10 Einheiten. Der Standardabstand für die grünen Regler ist schmal, um die grün-gelben Bildfarben, z. B. Laubfarben, zu schützen.

Hinweis:

Du kannst die Kanten der lilafarbenen und grünen Objekte mithilfe des lokalen Korrekturpinsels schützen. Siehe „Entfernen von lokalen Farbsäumen“.

Drücke die Alt- bzw. Wahltaste, wenn du einen der Regler ziehst, um die Korrektur sichtbar zu machen. Die Rahmenfarbe wird neutral, während du ziehst, um die Farbe zu entfernen.

Entfernen von lokalen Farbsäumen

Lokale Pinsel- und Verlaufskorrekturen entfernen alle Farbsäume.

Hinweis:

Um optimale Ergebnisse zu erzielen, führe alle Objektivkorrekturen „Transformieren“ durch, bevor du lokale Farbsaumkorrekturen anwendest.

  1. Wähle den Pinsel oder die Verlaufswerkzeuge aus und ziehe im Bild. Siehe Anwenden von lokalen Korrekturen.
  2. Passe den Farbsaum an. Ein Pluswert entfernt den Farbsaum. Minuswerte schützen die Bildbereiche vor dem Entfernen von global angewandten Farbsäumen. Minus 100 schützt den Bereich vor dem Entfernen von Farbsäumen. Beispielsweise kann das Anwenden einer starken globalen lilafarbenen Farbsaumentfernung dazu führen, dass die Sättigung der Farbsäume von lilafarbenen Objekten in deinem Bild reduziert wird oder die Farbsäume verändert werden. Wenn du mit einer Farbsaumentfernung -100 über diese Bereiche zeichnest, werden sie geschützt und ihre ursprüngliche Farbe wird beibehalten.
Hinweis:

Eine lokale Farbsaumentfernung ist nur für Vorgang 2012 verfügbar.

Manuelles Korrigieren von Bildperspektive und Objektivfehlern

Transformationen und Vignettenkorrekturen können auf Originalfotos und freigestellte Fotos angewendet werden. Mit Objektivvignetten werden die Belichtungswerte angepasst, um dunkle Ecken aufzuhellen.

  1. Klicke im Bedienfeld „Objektivkorrekturen“ auf „Manuell“.
  2. Passe unter „Transformieren“ die folgenden Optionen an:

    Verzerrung

    Ziehe den Regler nach rechts, um eine tonnenförmige Verzerrung zu korrigieren und Linien zu begradigen, die von der Mitte weg gebogen sind. Ziehe den Regler nach links, um eine kissenförmige Verzerrung zu korrigieren und Linien zu begradigen, die von der Mitte weg gebogen sind.

    Vertikal

    Korrigiert eine Perspektive, die durch eine nach oben oder nach unten geneigte Kamera entstanden ist. Richtet senkrechte Linien parallel aus.

    Horizontal

    Korrigiert eine Perspektive, die durch eine nach links oder rechts angewinkelte Kamera entstanden ist. Richtet waagerechte Linien parallel aus.

    Drehen

    Korrigiert eine seitliche Neigung der Kamera. Verwendet die Mitte des unbeschnittenen Fotos als Drehachse.

    Skalieren

    Vergrößert oder verkleinert das Bild. Hilft beim Entfernen von leeren Bereichen, die durch die Korrektur von Perspektiven und Verzerrungen entstehen. Zeigt Bildbereiche an, die über den Freistellungsrahmen hinausragen.

    Zuschnitt beschränken

    Beschränkt den Zuschnitt auf den Bildbereich, sodass graue Randpixel nicht im endgültigen Foto enthalten sind.

  3. Passe unter „Objektiv-Vignettierung“ eine der beiden folgenden Optionen (oder beide) an:

    Stärke

    Verschiebe den Regler „Betrag“ nach rechts (positive Werte), um die Ecken des Fotos aufzuhellen. Verschiebe den Regler „Betrag“ nach links (negative Werte), um die Ecken des Fotos abzudunkeln.

    Mittelpunkt

    Verschiebe den Regler für den Mittelpunkt nach links (niedrigerer Wert), um die Betragsanpassung auf einen größeren Bereich anzuwenden, der sich von den Ecken her ausdehnt. Verschiebe den Regler nach rechts (höherer Wert), um die Anpassung auf einen engeren Bereich nahe den Ecken zu beschränken.

Vignettierung, Körnungs- und Dunstentfernungseffekte

Anwenden einer auf die Freistellung folgenden Vignettierung

Wenn du eine dunkle oder helle Vignette als künstlerischen Effekt auf ein Foto anwenden möchtest, kannst du die Optionen „Vignettierung nach Freistellen“ im Effektbedienfeld verwenden. Eine Vignettierung nach dem Freistellen kann auf ein freigestelltes oder nicht freigestelltes Foto angewendet werden.

Bei der Vignettierung nach dem Freistellen in Lightroom Classic wird die Belichtung des beschnittenen Bildes adaptiv so angepasst, dass der ursprüngliche Kontrast erhalten bleibt und eine optisch ansprechendere Wirkung erzielt wird.

  1. Wähle im Bereich „Vignettierung nach Freistellen“ des Effektebedienfelds des Entwicklungsmoduls eine Option aus dem Menü „Stil“ aus:

    Lichterpriorität

    Ermöglicht das Wiederherstellen von Lichtern, kann aber Farbverschiebungen in dunklen Bereichen eines Fotos zur Folge haben. Geeignet für Fotos mit hellen Bildbereichen, wie z. B. beschnittenen Reflexionslichtern.

    Farbpriorität

    Minimiert Farbverschiebungen in dunklen Bereichen eines Fotos, kann aber Lichter nicht wiederherstellen.

    Farbüberlagerung

    Mischt die Werte des freigestellten Bilds mit schwarzen oder weißen Pixeln. Kann eine flaue Bildwirkung zur Folge haben.

  2. Passe die Regler an:

    Stärke

    Negative Werte dunkeln die Ecken des Fotos ab. Positive Werte hellen die Ecken auf.

    Mittelpunkt

    Niedrigere Werte wenden den Anpassungsbetrag auf einen größeren Bereich in höherem Abstand von den Ecken an. Höhere Werte beschränken die Anpassung auf einen kleineren Bereich in der Nähe der Ecken.

    Rundheit

    Niedrigere Werte machen den Vignettierungseffekt ovaler. Höhere Werte machen den Vignettierungseffekt kreisförmiger.

    Weiche Kante

    Niedrigere Werte verringern die Weichzeichnung zwischen der Vignette und den umliegenden Pixeln der Vignette. Höhere Werte verstärken die Weichzeichnung.

    Lichter

    (Nur Lichter-Priorität und Farb-Priorität) Steuert, wie viel Kontrast in den Lichtern erhalten bleibt, wenn Wert negativ ist. Geeignet für Fotos mit kleinen Lichtern, z. B. Kerzen und Lampen.

Simulieren von Filmkörnung

Der Bereich „Körnung“ im Bedienfeld „Effekte“ enthält Steuerelemente zum Erstellen eines stilistischen Effekts, der an bestimmtes Filmmaterial erinnert. Du kannst den Körnungseffekt auch verwenden, um Artefakte zu maskieren, die durch erneutes Sampling verursacht werden.

Mit den Steuerelementen „Größe“ und „Unregelmäßigkeit“ wird die Eigenschaft der Körnung bestimmt. Überprüfe die Körnung mit verschiedenen Zoomfaktoren, um sicherzugehen, dass die gewünschte Eigenschaft entsteht.

Lightroom Classic CC – Simulieren von Filmkörnung
Keine Körnung angewendet (oben), Körnung angewendet (unten)

Stärke

Legt fest, wie stark das Bild gekörnt werden soll. Ziehe den Schieber nach rechts, um den Wert zu erhöhen. Bei einem Wert von Null wird die Körnung deaktiviert.

Größe

Legt die Größe des Korns fest. Bei Größen von 25 und größer wird Blau hinzugefügt, um den Effekt mit Rauschreduzierung zu optimieren.

Unregelmäßigkeit

Legt die Gleichmäßigkeit der Körnung fest. Ziehe den Regler nach links, um die Körnung einheitlicher erscheinen zu lassen, bzw. nach rechts, um sie uneinheitlicher erscheinen zu lassen.

Dunstentfernung

Hinweis:

Seit Lightroom Classic CC 7.3 (Version vom April 2018) ist der Regler Dunst entfernen aus dem Effektebedienfeld in das Grundeinstellungenbedienfeld des Moduls Entwickeln verlegt worden. Siehe Festlegen der Gesamtsättigung.    

Mit Lightroom Classic kannst du ganz einfach die Stärke des Dunstes oder Nebels auf einem Foto reduzieren oder erhöhen. Nachdem du grundlegende Änderungen am Foto vorgenommen hast, wechsle zum Bedienfeld Grundeinstellungen des Entwicklungsmoduls und passe den Schieberegler Dunst entfernen an.

Stärke

Steuert die Stärke des Dunstes auf einem Foto. Ziehe den Regler nach rechts, um Dunst zu entfernen. Ziehe den Regler nach links, um Dunst hinzuzufügen.

Hinweis: „Dunst entfernen“ ist auch als lokale Korrektur verfügbar. Steuere die Dunstentfernung beim Arbeiten mit dem Radial-Filter, Verlaufsfilter oder Korrekturpinsel über den Schieberegler. Weitere Informationen findest du unter Anwenden von lokalen Korrekturen und Verwenden des Radial-Filter-Werkzeugs.

Lightroom Classic CC – „Dunst entfernen“ als lokale Korrektur
„Dunst entfernen“ als lokale Korrektur

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14. bis 16. Oktober in Miami Beach und online

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