Laden von Bildern und Strukturen für Filter

Bei einigen Filtern werden andere Bilder geladen, z. B. Strukturen und Verschiebungsmatrizen, um den Filtereffekt zu erzeugen. Dazu gehören die folgenden Filter: Conté-Stifte, Versetzen, Glas, Beleuchtungseffekte, Grobes Pastell, Struktur laden, Mit Struktur versehen, Malgrund und benutzerdefinierte Filter. Nicht alle diese Filter laden Bilder oder Strukturen auf dieselbe Weise.

  1. Wählen Sie den gewünschten Filter aus dem entsprechenden Untermenü.
  2. Wählen Sie im Filter-Dialogfeld aus dem Popupmenü rechts neben der Dropdown-Liste „Struktur“ die Option „Struktur laden“ und öffnen Sie ein Strukturbild.

    Alle Strukturen müssen im Photoshop-Format vorliegen. Die meisten Filter verwenden nur die Graustufeninformationen einer Farbdatei.

Festlegen von Struktur- und Glasoberflächeneinstellungen

Die Grobes-Pastell-, Malgrund-, Glas- und Conté-Stifte-Filter sowie der Filter „Mit Struktur versehen“ bieten Strukturoptionen. Mit diesen Optionen sehen Bilder so aus, als ob sie auf Hintergründe wie etwa Leinwand und Ziegel gemalt sind oder durch Glasbausteine oder Milchglas betrachtet werden.

  1. Wählen Sie aus dem Menü „Filter“ den Befehl „Kunstfilter“ > „Grobes Pastell“, „Kunstfilter“ > „Malgrund“, „Verzerrungsfilter“ > „Glas“, „Zeichenfilter“ > „Conté-Stifte“ oder „Strukturierungsfilter“ > „Mit Struktur versehen“.
  2. Wählen Sie unter „Struktur“ eine Strukturart oder wählen Sie „Struktur laden“, um eine Photoshop-Datei auszuwählen.
  3. Ziehen Sie den Regler „Skalierung“, um die Größe des Strukturmusters zu erhöhen oder zu reduzieren.
  4. Ziehen Sie den Regler „Reliefhöhe“ (falls vorhanden), um die Tiefe der Strukturoberfläche einzustellen.
  5. Aktivieren Sie „Umkehren“, um die Tiefen und Lichter in der Struktur umzukehren.
  6. Wählen Sie in der Dropdown-Liste „Licht“ (falls verfügbar) die Richtung aus, aus der Licht auf die Struktur fallen soll.

Definieren unverzerrter Bereiche

Mit den Versetzen-, Verbiegen- und Schwingungen-Filtern im Untermenü „Verzerrungsfilter“ und dem Verschiebungseffekt-Filter im Untermenü „Sonstige Filter“ können Sie Bereiche, die von dem Filter nicht definiert werden bzw. ungeschützt sind, folgendermaßen bearbeiten:

Durch verschobenen Teil ersetzen

Füllt den undefinierten Bereich mit Inhalt von der gegenüberliegenden Kante des Bildes.

Kantenpixel wiederholen

Erweitert die Farben der Kantenpixel entlang der angegebenen Richtung. Wenn die Kantenpixel unterschiedliche Farben haben, kann es zu Streifenbildung kommen.

Auf transparent einstellen (nur Verschiebungseffekt-Filter)

Füllt den ausgewählten Bereich mit der aktuellen Hintergrundfarbe.

Anwenden des Filters „Staub und Kratzer“

  1. Wählen Sie „Filter“ > „Störungsfilter“ > „Staub und Kratzer“.
  2. Ändern Sie ggf. die Ansichtsgröße der Vorschau, damit Sie den Bereich mit dem Rauschen deutlich sehen können.
  3. Ziehen Sie den Regler „Schwellenwert“ nach links auf 0, sodass alle Pixel der Auswahl oder des Bildes untersucht werden können.

    Mit der Option „Schwellenwert“ bestimmen Sie, wie stark sich die Pixel unterscheiden müssen, damit sie gelöscht werden.

    Hinweis:

    Mit dem Regler „Schwellenwert“ haben Sie eine bessere Steuerungsmöglichkeit für Werte zwischen 0 und 128 (dies ist der häufigste Bereich für Bilder) als für Werte zwischen 128 und 255.

  4. Ziehen Sie den Regler für „Radius“ nach links oder rechts oder geben Sie einen Wert von 1 bis 16 Pixel in das Textfeld ein. Mit dem Wert „Radius“ legen Sie die Größe des Bereichs fest, der nach ungleichen Pixeln durchsucht wird.

    Je größer der Radius, desto stärker wird das Bild weichgezeichnet. Verwenden Sie daher den kleinstmöglichen Wert, bei dem die Fehler noch beseitigt werden.

  5. Erhöhen Sie den Schwellenwert allmählich durch Eingeben eines Wertes oder Ziehen des Reglers auf den höchstmöglichen Wert, bei dem die Fehler noch beseitigt werden.

Anwenden des Versetzen-Filters

Der Versetzen-Filter verschiebt eine Auswahl mithilfe eines Farbwertes der Verschiebungsmatrix. Dabei ist 0 die maximale negative Verschiebung, 255 die maximale positive Verschiebung. Ein Grauwert von 128 bewirkt gar keine Verschiebung. Hat eine Matrix einen Kanal, verschiebt sich das Bild entlang einer Diagonalen, die durch die horizontalen und vertikalen Größenverhältnisse definiert ist. Hat die Matrix mehr als einen Kanal, steuert der erste Kanal die horizontale Verschiebung und der zweite die vertikale Verschiebung.

Der Filter erstellt Verschiebungsmatrizen und verwendet dabei eine reduzierte Adobe Photoshop-Datei. (Bitmap-Bilder werden nicht unterstützt.)

  1. Wählen Sie „Filter“ > „Verzerrungsfilter“ > „Versetzen“.
  2. Geben Sie die Skalierung für das Ausmaß der Verschiebung an.

    Wenn für horizontale und vertikale Skalierung 100 % eingestellt sind, beträgt die größte Verschiebung 128 Pixel (da Mittelgrau keine Verschiebung erzeugt).

  3. Hat die Verschiebungsmatrix nicht dieselbe Größe wie die Auswahl, bestimmen Sie, wie die Matrix in das Bild eingepasst werden soll. Mit „Auf Auswahlgröße skalieren“ wird die Matrix skaliert, mit „Wiederholen“ wird die Auswahl durch Wiederholen der Matrix musterartig gefüllt.
  4. Wählen Sie „Durch verschobenen Teil ersetzen“ oder „Kantenpixel wiederholen“, um zu bestimmen, wie nicht verzerrte Bereiche des Bildes behandelt werden.
  5. Klicken Sie auf „OK“.
  6. Wählen Sie die Verschiebungsmatrix aus und öffnen Sie sie. Die Verzerrung wird auf das Bild angewendet.

Anwenden des Farbraster-Filters

  1. Wählen Sie „Filter“ > „Vergröberungsfilter“ > „Farbraster“.
  2. Geben Sie einen Pixelwert für den maximalen Radius eines Rasterpunkts ein (4 bis 127).
  3. Geben Sie die Rasterwinkelung (Winkel zwischen dem Punkt und der Horizontalen) für einen oder mehrere Kanäle ein:
    • Verwenden Sie für Graustufenbilder nur Kanal 1.

    • Verwenden Sie für RGB-Bilder die Kanäle 1, 2 und 3, die den Kanälen Rot, Grün und Blau entsprechen.

    • Verwenden Sie für CMYK-Bilder alle vier Kanäle, die den Kanälen Cyan, Magenta, Gelb und Schwarz entsprechen.

    • Klicken Sie auf „Standardwerte“, um alle Rasterwinkelungen auf die Standardwerte zurückzusetzen.

  4. Klicken Sie auf „OK“.

Anwenden des Extrudieren-Filters

  1. Wählen Sie „Filter“ > „Stilisierungsfilter“ > „Extrudieren“.
  2. Wählen Sie eine 3D-Form:
    • Die Option „Quader“ erstellt Objekte mit einer quadratischen Vorderseite und vier Seitenflächen. Wenn Sie die Vorderseite jedes Quaders mit dem mittleren Farbwert des Quaders füllen möchten, wählen Sie „Geschlossene Oberflächen“ aus. Wenn Sie die Vorderseite mit dem Bild füllen möchten, deaktivieren Sie „Geschlossene Oberflächen“.

    • Die Option „Pyramiden“ erstellt Objekte mit vier dreieckigen Seiten, die in einem Punkt zusammenlaufen.

  3. Geben Sie im Textfeld „Größe“ einen Pixelwert von 2 bis 255 ein, um die Seitenlängen der Objektgrundfläche zu bestimmen.
  4. Geben Sie im Textfeld „Tiefe“ einen Wert von 1 bis 255 ein, um festzulegen, wie weit das größte Objekt aus dem Bildschirm herauszuragen scheint.
  5. Wählen Sie eine Option für die Tiefe:
    • „Zufallswert“, um jedem Quader oder jeder Pyramide eine Tiefe nach dem Zufallsprinzip zuzuordnen.

    • „Helligkeitsabhängig“, um die Tiefe jedes Objekts von seinem Helligkeitswert abhängig zu machen; helle Objekte scheinen weiter aus dem Bild herauszuragen als dunkle Objekte.

  6. Wählen Sie „Unvollständige Blöcke maskieren“ aus, um alle Objekte zu verbergen, die über die Auswahl hinausragen.

Anwenden des Konturen-nachzeichnen-Filters

  1. Wählen Sie „Filter“ > „Stilisierungsfilter“ > „Konturen nachzeichnen“.
  2. Wählen Sie unter „Kante“ eine Option zum Konturieren von Bereichen in der Auswahl: Bei „Untere“ wird eine Kontur an den Stellen gezeichnet, an denen die Farbwerte der Pixel unter dem angegebenen Wert liegen, bei „Obere“ wird eine Kontur an den Stellen gezeichnet, an denen die Farbwerte über dem Wert liegen.
  3. Geben Sie einen Schwellenwert („Stufe“) von 0 bis 255 ein, anhand dessen die Farbwerte bewertet werden. Experimentieren Sie, um herauszufinden, welche Werte die Details in einem Bild am besten herausarbeiten.

    Wählen Sie mit dem Infobedienfeld im Graustufenmodus einen Farbwert aus, der vom Filter verwendet werden soll. Geben Sie den Wert dann im Textfeld „Stufe“ ein.

Erstellen eines eigenen Filters

  1. Wählen Sie „Filter“ > „Sonstige Filter“ > „Eigener Filter“. Im Dialogfeld „Eigener Filter“ wird ein Raster mit Textfeldern angezeigt, in die Sie Zahlenwerte eingeben können.
  2. Wählen Sie das mittlere Textfeld aus, das zu bewertende Pixel darstellt. Geben Sie den Wert ein, mit dem Sie den Helligkeitswert des Pixels multiplizieren möchten (-999 bis +999).
  3. Wählen Sie ein Textfeld aus, das ein angrenzendes Pixel repräsentiert. Geben Sie den Wert ein, mit dem Sie das Pixel an dieser Position multiplizieren möchten.

    Wenn Sie z. B. den Helligkeitswert des Pixels unmittelbar rechts neben dem aktuellen Pixel mit 2 multiplizieren möchten, geben Sie im Textfeld unmittelbar rechts neben dem mittleren Textfeld als Wert „2“ ein.

  4. Wiederholen Sie die Schritte 2 und 3 für alle Pixel, die berücksichtigt werden sollen. Sie müssen nicht in alle Textfelder Werte eingeben.
  5. Geben Sie unter „Skalieren“ den Wert ein, durch den Sie die Summe der Helligkeitswerte der Pixel dividieren möchten, die in der Berechnung enthalten sind.
  6. Geben Sie unter „Versatz“ den Wert ein, der zum Ergebnis der Skalierungsberechnung addiert werden soll.
  7. Klicken Sie auf „OK“. Der eigene Filter wird nacheinander auf jedes Pixel des Bildes angewendet.

    Verwenden Sie die Schaltflächen „Speichern“ und „Laden“, um eigene Filter zu speichern und erneut zu verwenden.

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