Animierte Effekte

Dieser Begriff drückt zwar im Allgemeinen aus, dass „eine Darstellung auf dem Bildschirm bewegt wird“, im Zusammenhang mit Premiere Pro wird so jedoch eine Änderung eines Attributs im Laufe der Zeit bezeichnet. In diesem Sinne animiert das Verschieben eines Clips von einer Ecke des Bildschirms in eine andere im Laufe einiger Sekunden seine Position. Durch Ändern von Scharf- auf Weichzeichnung innerhalb einiger Sekunden wird die Schärfe des Clips animiert. Und durch Ändern von einem Rosa- zu einem Blauton, wiederum im Zeitraum einiger Sekunden, wird die Farbe des Clips animiert. In diesem Kontext beschreibt der Begriff „Animation“ eine „Änderung im Verlauf der Zeit“, nicht „das Bewegen eines Objekts“. Sie können zwar nicht alle, aber die meisten Effekte von Premiere Pro animieren. Sobald ein Effekt auf einen Clip angewendet wurde, legen Sie einen oder mehrere Frames des Clips als Keyframes fest. Dann legen Sie bei jedem Keyframe die Effektwerte fest.

Wissenswertes über Keyframes

Mit Keyframes können Sie Eigenschaften für Bewegungen, Effekte, Audio und viele andere Eigenschaften einrichten, die im Verlauf der Zeit geändert werden. Ein Keyframe markiert den Zeitpunkt, an dem Sie einen Wert angeben, wie z. B. eine räumliche Position, Deckkraft oder Audio-Lautstärke. Die Werte zwischen den Keyframes werden interpoliert. Wenn Sie mit Keyframes eine Änderung im Zeitverlauf erzeugen, verwenden Sie in der Regel mindestens zwei Keyframes: einen für den Zustand am Anfang der Änderung und einen für den neuen Zustand am Ende der Änderung.

Arbeiten mit Keyframes

Wenn Sie Keyframes zur Animation des Effekts „Deckkraft“ einsetzen, können die Keyframes im Effekteinstellungs- bzw. Schnittfenster angezeigt und bearbeitet werden. Mitunter können Sie die Keyframes in einem Schnittfenster allerdings schneller anzeigen und anpassen. Die folgenden Richtlinien geben Aufschluss darüber, welches Fenster für welche Aufgabe geeignet ist:

  • Das Bearbeiten von Keyframes in einem Schnittfenster bietet sich dann an, wenn es um Effekte mit einem einzigen, eindimensionalen Wert geht, wie z. B. Deckkraft oder Audiolautstärke. Das Effekteinstellungsfenster wird beim Bearbeiten von Keyframes von Effekten verwendet, die mehrere Werte, Winkelwerte oder zweidimensionale Werte aufweisen, wie z. B. Ebenen, Drehung oder Skalierung.

  • In einem Schnittfenster werden Schwankungen der Keyframe-Werte grafisch dargestellt, sodass Werteänderungen auf einen Blick erkennbar sind. Standardmäßig ändern sich die Werte der Keyframes linear, Sie können jedoch Optionen anwenden, mit denen die Rate der Änderungen feiner eingestellt werden kann. Sie können beispielsweise eine Bewegung allmählich anhalten. Außerdem können Sie die Interpolation ändern und mit den Bézier-Optionen die Geschwindigkeit und Glätte eines Animationseffekts optimieren.

  • Im Effekteinstellungsfenster können Keyframes verschiedener Eigenschaften gleichzeitig angezeigt werden, allerdings nur für den in einem Schnittfenster ausgewählten Clip. In einem Schnittfenster können Keyframes für mehrere Spuren oder Clips gleichzeitig angezeigt werden, allerdings nur für eine Eigenschaft pro Spur oder Clip.

  • Wie in einem Schnittfenster können die Keyframes auch im Effekteinstellungsfenster als Grafik angezeigt werden. Nachdem die Einrichtung von Keyframes für eine Effekteigenschaft aktiviert ist, können die Werte- und Geschwindigkeitsdiagramme angezeigt werden. Im Wertediagramm werden Keyframes mit geänderten Effekteigenschaften angezeigt. Im Geschwindigkeitsdiagramm werden Keyframes mit Griffpunkten zur Anpassung der Geschwindigkeit und der Glätte der einzelnen Keyframes angezeigt.

  • Keyframes für Audiospureffekte können nur in einem Schnitt- oder dem Audiomixerfenster bearbeitet werden. Keyframes für Audioclipeffekte können wie Keyframes für Videoclipeffekte in einem Schnitt- oder dem Effekteinstellungsfenster bearbeitet werden.

Hinweis:

Sie können die Anordnung der Fenster ändern und dann Fenster > Arbeitsbereich > Neuer Arbeitsbereich wählen, um die geänderte Konfiguration als Ihren eigenen Arbeitsbereich zu speichern. Geben Sie im Dialogfeld „Neuer Arbeitsbereich“ einen Namen für den Arbeitsbereich ein, bevor Sie auf „OK“ klicken.

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