Premiere Pro versucht, alle Sequenzen, Clips, Effekte, Überblendungen, Titel und anderen nicht gerenderten Elemente in Echtzeit ohne vorheriges Rendern abzuspielen.

Allerdings ist es manchmal erforderlich, Mediendateien (insbesondere Sequenzen mit hohem VFX-Anteil) zu rendern, damit eine reibungslose Wiedergabe gewährleistet ist. Durch das Rendern aller nicht gerenderten Medienelemente in der Zeitleiste wird zudem die Abhängigkeit von den verfügbaren Systemressourcen vermindert.

Mit der Funktion „Rendern und Ersetzen“ in Premiere Pro können Sie Videoclips und After Effects-Kompositionen reduzieren und so die Leistung von VFX-intensiven Sequenzen beschleunigen. Mit der Funktion „Originalclip wiederherstellen“ können Sie jederzeit den ursprünglichen Clip wiederherstellen.

Rendern und Ersetzen von Medien in einer Sequenz

  1. Öffnen Sie die Sequenz, die die Medien zum Rendern in einem Schnittfensterbereich enthält.

  2. Wählen Sie in einem aktiven Schnittfenster die Option Clip > Rendern und ersetzen.

  3. Im Dialogfeld „Rendern und Ersetzen“ können Sie das Format und die Einstellungen wählen, auf deren Basis die Sequenz gerendert wird.

    Quelle hinzufügen

    Gleicht die Einstellungen der gerenderten Medien mit den Sequenzeinstellungen, einzelnen Clipeinstellungen oder Vorgaben ab.

    Sequenz

    Verwendet die Framegröße, die Framerate und das Pixel-Seitenverhältnis der ausgewählten Sequenz und rendert die entsprechenden Clips zu diesen Einstellungen.

    Für Clips, die größer als die Framegröße der ausgewählten Sequenz sind, werden Bereiche, die nicht innerhalb der Grenzen des Sequenzframes sichtbar sind, zugeschnitten. Wenn der Codec keine Alphakanäle unterstützt, werden transparente Bereiche nach dem Rendern schwarz angezeigt.

    Einzelne Clips

    Verwendet die Framegröße, die Framerate und das Pixel-Seitenverhältnis der einzelnen Clips in der Sequenz und rendert sie anhand der individuellen Einstellungen.

    Wenn die Quelle nicht abgeglichen werden kann, wird der Clip nicht gerendert.

    Vorgabe

    Verwendet die Framegröße, die Framerate und das Pixel-Seitenverhältnis der ausgewählten Vorgabe und rendert alle Clips zu diesen Einstellungen.

    Wenn die Quelle nicht abgeglichen werden kann, werden die Clips nicht gerendert.

    Format

    Wählen Sie ein Dateiformat aus, das die höchstmögliche Wiedergabequalität gewährleistet und dabei die optimale Renderzeit und Dateigröße bewirkt.

    Hier stehen MXF OP1a-Dateien sowie MXF OP1a-Dateien im DNXHD-Format oder im QuickTime-Format zur Auswahl.

    Vorgabe

    Wählen Sie eine vorhandene Vorgabe auf der Grundlage des ausgewählten Formats aus.

    Hinweis:

    Lediglich die Vorgabe „GoPro-Videos CineForm mit Alpha“ unterstützt Alphakanäle. Bei allen anderen Vorgaben werden die Alphakanäle reduziert.

    Ziel

    Geben Sie den Pfad an, in dem die gerenderte Datei gespeichert werden soll. Sie können die gerenderte Datei in demselben Ordner wie die Originalmediendatei speichern (Standard) oder mit „Durchsuchen“ zu einem anderen Speicherort navigieren.

    Handles einschließen

    Gibt die Anzahl der zusätzlichen Frames an, die vor dem In- und nach dem Out-Point eines jeden gerenderten Clips beibehalten werden sollen. Sie können einen Wert von 0 bis 100 Bildern definieren.

    Ein Wert von 30 bedeutet beispielsweise, dass 30 Frames vor dem In-Point und 30 Frames hinter dem Out-Point beibehalten werden. Handles dienen als Zusatzframes, die es ermöglichen, später kleine Anpassungen an den Änderungen im neuen Projekt vorzunehmen.

  4. Klicken Sie auf „OK“. Die gerenderte Datei wird im ausgewählten Ziel erstellt.

Ersetzen von gerenderten Clips durch Originalmedien

Nach dem Rendern und Ersetzen eines Clips in der Sequenz können Sie jederzeit den ursprünglichen ungerenderten Clip oder die After Effekts-Komposition wiederherstellen.

  • Wählen Sie die Sequenz mit den gerenderten Clips in einem Schnittfenster aus und wählen Sie Clip > Originalclip wiederherstellen.

Wenn die ursprüngliche Datei geändert wird, während die gerenderten und ersetzten Clips verwendet werden, sind bei der Wiederherstellung der ursprünglichen Clips diese Änderungen enthalten.

Hinweis:

Wenn Sie Clips rendern und ersetzen oder die ursprünglichen ungerenderten Medien wiederherstellen, werden die gerenderten Clips sowie die ursprünglichen Medien auf der Festplatte gespeichert.

FAQ

Können Sie Effekte beim Rendern und Ersetzen von Videoclips rendern?

Sowohl proprietäre als auch nicht proprietäre Effekte werden gewöhnlich nicht gerendert, wenn Sie die Funktion „Rendern und ersetzen“ verwenden; Effekte im ersetzten Klipp sind ungerendert und können bearbeitet werden.

Die einzige Ausnahme ist, wenn Sie den proprietären Videoeffekt für Bewegung anwenden und die Option Anpassen > Sequenz wählen. In diesem Fall wird der proprietäre Effekt für Bewegung im ersetzten Klipp gerendert. Das bedeutet, dass der proprietäre Effekt für Bewegung im ersetzten Klipp noch angewendet, aber zur Bearbeitung deaktiviert ist. Verwenden Sie die Funktion „Originalclip wiederherstellen“, um den ursprünglichen ungerenderten Effekt wiederherzustellen.

Können Audiodaten in AV-Clips gerendert und ersetzt wereden?

Bei AV-Clips können Audiodaten mit einer entsprechenden Vorgabe gerendert werden. Wenn die ausgewählte Vorgabe jedoch den Audiotyp des Clips nicht unterstützt, kann der AV-Clip nicht gerendert und ersetzt werden.

Bei reinen Audioclips oder bei Auswahl des Audioteils eines AV-Clips rendert Premiere Pro den Audioclip in Audiodateien im WAV-Format. Bei reinen Audioclips können Sie das ursprüngliche ungerenderte Medium wiederherstellen.

Können Standbilder gerendert werden?

Nein. Sie können jedoch Bildsequenzen rendern.  

Welche Arten von Clips können gerendert und ersetzt werden?

Mit Ausnahme der folgenden Clips können Sie die meisten Clips einschließlich After Effects-Kompositionen rendern und ersetzen:

  • Spezialclips oder synthetische Clips
  • Verschachtelte Sequenzen
  • Einstellungsebenen

 

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