Schriftarten

Mit dem Begriff Schriftart wird ein vollständiger Satz von Zeichen – Buchstaben, Zahlen und Symbole – mit gleicher Stärke, gleicher Breite und gleichem Schriftschnitt bezeichnet. Ein Beispiel für eine Schriftart ist „Adobe Garamond Bold 10 Pt“.

Unter einem Schriftbild (auch Schriftfamilie oder Schriftartfamilie genannt) wird eine Sammlung von Schriftarten mit einheitlichem Erscheinungsbild verstanden, die für eine gemeinsame Verwendung entwickelt wurden (z. B. Adobe Garamond).

Ein Schriftschnitt ist eine Variante einer bestimmten Schriftart in einer Schriftfamilie. In der Regel stellt die Schrift Roman oder Plain (die Bezeichnung ist von Familie zu Familie unterschiedlich) einer Schriftfamilie die Grundschrift dar, die verschiedene Schriftschnitte enthalten kann, z. B. normal, fett, halbfett, kursiv und fettkursiv.

Adobe Typekit

Alle InDesign-Abonnements enthalten einen Adobe Typekit Portfolioplan. Dieser beinhaltet eine Bibliothek mit Schriftarten, die mit Ihrem Desktop synchronisiert und mit InDesign und allen anderen Desktopanwendungen verwendet werden kann. Klicken Sie hier, um weitere Informationen zu erhalten, wie Sie mit Typekit Desktopschriftarten synchronisieren können.

Installation von Schriftarten

Informationen zum Installieren und Aktivieren von Schriftarten für alle Anwendungen finden Sie in der Systemdokumentation oder der Dokumentation für Ihr Schriftartenverwaltungsprogramm.

Sie können Schriftarten für InDesign verfügbar machen, indem Sie die entsprechenden Schriftartdateien in den Ordner „Schriftarten“ im InDesign-Anwendungsordner auf Ihrer Festplatte kopieren. Die Schriftarten in diesem Ordner stehen jedoch nur in InDesign zur Verfügung.

Wenn in InDesign zwei oder mehr Schriftarten aktiv sind, die den gleichen Familiennamen, aber unterschiedliche Adobe PostScript-Namen haben, sind die Schriftarten in InDesign verfügbar. Doppelt vorkommende Schriftarten werden in den Menüs aufgeführt und deren Schriftartentechnologie ist in Klammern in abgekürzter Form angegeben. Die Schriftart Helvetica TrueType wird beispielsweise als „Helvetica (TT)“ angegeben, die Schriftart Helvetica PostScript Type 1 als „Helvetica (T1)“ und Helvetica OpenType als „Helvetica (OTF)“. Wenn zwei Schriftarten denselben PostScript-Namen haben und der Name der einen Schriftart „.dfont“ enthält, wird die andere Schriftart verwendet.

Anwenden einer Schriftart auf Text

Beim Festlegen einer Schriftart können Sie Schriftartfamilie und Schriftschnitt unabhängig voneinander wählen. Wenn Sie von einer Schriftartfamilie zu einer anderen wechseln, wird in InDesign versucht, den aktuellen Schriftschnitt durch eine entsprechende Schnittvariante in der neuen Familie zu ersetzen. Wenn Sie z. B. von „Arial“ zu „Times“ wechseln, wird „Arial Bold“ in „Times Bold“ geändert.

Wenn Sie das Format „Fett“ oder „Kursiv“ auf einen Text anwenden, wird in InDesign das schriftartspezifische Schriftbild angewendet. In den meisten Fällen wird die jeweilige Fett- oder Kursivdruck-Version so ausgegeben, wie Sie es erwarten. Bei manchen Schriftarten wird jedoch u. U. eine Variante angewendet, die nicht mit „Fett“ oder „Kursiv“ bezeichnet ist. In manchen Schriftart-Designs ist z. B. festgelegt, dass die Halbfettdruck-Variante verwendet werden soll, wenn auf diese Schriftart Fettdruck angewendet wird.

  1. Wählen Sie den zu ändernden Text aus.
  2. Führen Sie einen der folgenden Schritte aus:
    • Wählen Sie im Zeichenbedienfeld oder im Steuerungsbedienfeld eine Schriftart bzw. einen Schriftschnitt in den entsprechenden Menüs aus. (Unter Mac OS können Sie die Schriftschnitte in den Untermenüs der Schriftfamilien auswählen.)

    • Setzen Sie im Zeichenbedienfeld oder im Steuerungsbedienfeld eine Einfügemarke vor den Namen der Schriftartfamilie (oder doppelklicken Sie auf das erste Wort) und geben Sie die Anfangsbuchstaben der gewünschten Schriftart ein. Bereits während der Eingabe werden in InDesign Namen der Schriftartfamilien bzw. Schriftschnitte angezeigt, die mit den eingegebenen Buchstaben übereinstimmen.

    • Wählen Sie unter „Schrift“ > „Schriftart“ eine Schriftart. Beachten Sie, dass bei dieser Vorgehensweise sowohl eine Schriftartfamilie als auch ein Schriftschnitt gewählt werden.

Festlegen eines Schriftgrads

Standardmäßig wird der Schriftgrad in Punkt gemessen (ein Punkt entspricht 1/72 Zoll). Sie können einen beliebigen Schriftgrad zwischen 0,1 und 1296 Punkt in Schritten von 0,001 Punkt angeben.

Hinweis:

In Fireworks wird der Schriftgrad standardmäßig in Pixel gemessen.

  1. Wählen Sie die Zeichen oder Textobjekte aus, die Sie ändern möchten. Wenn Sie keinen Text auswählen, wird der Schriftgrad auf neuen Text angewendet, den Sie eingeben.
  2. Führen Sie einen der folgenden Schritte durch:
    • Stellen Sie im Zeichenbedienfeld oder in der Steuerelementleiste die Option „Schriftgrad“ ein.

    • Wählen Sie unter „Schrift“ > „Schriftgrad“ einen Schriftgrad aus. Wenn Sie „Andere“ wählen, können Sie im Zeichenbedienfeld einen neuen Schriftgrad eingeben.

    Hinweis:

    Die Einheit für den Schriftgrad können Sie im Dialogfeld „Voreinstellungen“ ändern. In Fireworks steht diese Option nicht zur Verfügung.

Vorschau Schriftarten

Sie können Proben einer Schriftart in den Menüs „Schriftfamilie“ und „Schriftschnitt“ im Zeichenbedienfeld und in anderen Bereichen der Anwendung, in der Sie Schriftarten auswählen, anzeigen. Die unterschiedlichen Schrifttypen sind durch folgende Symbole gekennzeichnet:

  • OpenType 

  • Type 1 

  • TrueType 

  • Multiple Master 

  • Composite 

    Sie können die Vorschaufunktion deaktivieren oder die Punktgröße des Schriftartnamens bzw. der Schriftartenbeispiele in den Schriftvoreinstellungen ändern.

OpenType-Schriftarten

Bei OpenType-Schriften ist die Schriftdatei für Windows®- und Macintosh®-Computer identisch, sodass Dateien ohne Schriftersetzung und andere Textumbruchprobleme zwischen den Plattformen ausgetauscht werden können. OpenType-Schriften können Merkmale wie bedingte Ligaturen und Schwungschriften enthalten, die in derzeit erhältlichen PostScript- und TrueType-Schriften nicht verfügbar sind.

Hinweis:

OpenType-Schriftarten werden mit dem Symbol  angezeigt.

Beim Arbeiten mit einer OpenType-Schrift können Sie automatisch alternative Schriftzeichen in Ihrem Text (z. B. Ligaturen, Kapitälchen, Brüche und proportionale Mediävalziffern) ersetzen lassen.

Normale Schriftart (links) und OpenType-Schriftart (rechts)

A. Ordinalzeichen B. Bedingte Ligaturen C. Schwungschriften 

OpenType-Schriften können erweiterte Zeichensätze und Layout-Funktionen enthalten, die eine bessere Unterstützung für verschiedene Sprachen und eine ausgefeiltere typografische Kontrolle bieten. OpenType-Schriftarten von Adobe mit Unterstützung der mitteleuropäischen Sprachen enthalten die Silbe „Pro“ im Namen, der in den Schriftartmenüs von Anwendungen angezeigt wird. OpenType-Schriftarten ohne Unterstützung mitteleuropäischer Sprachen sind mit „Standard“ sowie der Erweiterung „Std“ bezeichnet. Sämtliche OpenType-Schriften können zusätzlich zu den PostScript Type 1- und TrueType-Schriften installiert und verwendet werden.

Weitere Informationen zu OpenType-Schriftarten finden Sie unter www.adobe.com/go/opentype_de.

Anwenden von OpenType-Schriftartattributen

Anwenden von OpenType-Schriftartattributen mithilfe des Zeichen- oder des Steuerungsbedienfelds

Verwenden Sie das Zeichen- oder das Steuerungsbedienfeld, um OpenType-Schriftartattribute, wie z. B. Brüche oder Schwungschriften, auf den Text anzuwenden.

Weitere Informationen zu OpenType-Schriftarten finden Sie unter www.adobe.com/go/opentype_de.

  1. Vergewissern Sie sich im Zeichenbedienfeld oder im Steuerungsbedienfeld, dass eine OpenType-Schriftart ausgewählt ist.
  2. Wählen Sie im Menü des Zeichenbedienfelds die Option „OpenType“ und anschließend ein OpenType-Attribut wie „Bedingte Ligaturen“ oder „Brüche“.

Merkmale, die die aktuelle Schriftart nicht unterstützt, werden in eckigen Klammern angezeigt, z. B. „[Schwungschrift]“.

Hinweis:

Sie können OpenType-Schriftartattribute auch auswählen, wenn Sie ein Absatz- oder Zeichenformat definieren. Das Dialogfeld „Formatoptionen“ unter „OpenType-Funktionen“ bietet verschiedene Optionen.

Anwenden von OpenType-Schriftartattributen mithilfe des In-Kontextmenüs

Verwenden Sie das In-Kontextmenü, um OpenType-Schriftartattribute anzuwenden, die auf den ausgewählten Text angewendet werden können.

  1. Wählen Sie einen Text oder Textrahmen aus.

  2. Wählen Sie ein OpenType-Attribut wie Ordinalzahlen oder Brüche aus dem Popup-Fenster aus. Wenn eine Marke angezeigt wird, nachdem Sie den Text oder Textrahmen ausgewählt haben, klicken Sie auf die Marke, um die Liste der OpenType-Attribute anzuzeigen.

Hinweis:

  • Auf verketteten Textrahmen wird die Marke zur Auswahl von OpenType-Attributen nicht angezeigt.
  • Für globale Setzer steht die Option zum Anwenden von OpenType-Schriftartattributen über das In-Kontextmenü nicht zur Verfügung.

OpenType-Schriftartattribute

Wenn Sie eine OpenType-Schriftart verwenden, können Sie beim Formatieren von Text oder Definieren von Formaten im Menü des Steuerungs- oder des Zeichenbedienfelds spezifische OpenType-Merkmale auswählen und anwenden.

Hinweis:

Zwischen einzelnen OpenType-Schriftarten gibt es hinsichtlich der Anzahl ihrer Schriftschnitte und Merkmale erhebliche Unterschiede. Wenn ein OpenType-Merkmal für eine Schriftart nicht zur Verfügung steht, wird dieses im Menü des Steuerungsbedienfelds von eckigen Klammern umschlossen angezeigt (z. B. „[Schwungschrift]“).

Bedingte Ligaturen

Eine Schriftart kann optionale Ligaturen enthalten, die nicht für jeden Text geeignet sind. Wenn Sie diese Option aktivieren, können Sie die optionalen Ligaturen verwenden (sofern vorhanden). Weitere Informationen zu Ligaturen erhalten Sie unter Anwenden von Ligaturen auf Buchstabenpaare.

Brüche

Zahlenangaben, die einen Schrägstrich enthalten (z. B. „1/2“), werden in eine Bruchziffer konvertiert, wenn die Schriftart Bruchziffern unterstützt.

Ordinalzeichen

In den Sprachen, in denen Ordinalzahlen mit einer Kombination aus Zahl und Buchstaben geschrieben werden, werden die zugehörigen Buchstaben hochgestellt, sofern die Schriftart dieses Merkmal unterstützt. Dies betrifft z. B. das Englische (für 1st steht „1st“ und für 2nd „2nd“) und das Spanische a und o in den spanischen Wörtern für segunda (2a) und segundo (2o).

Schwungschrift

Wenn eine Schriftart Schwungschriften enthält, werden normale und kontextbedingte Schwungschriften bereitgestellt, die alternative Großbuchstaben und Wortendezeichen enthalten können.

Titelschriftvarianten

Zeichen für Text in Großbuchstaben werden aktiviert, sofern vorhanden. Bei manchen Schriftarten kann das Aktivieren dieser Option für Text, der sowohl mit Groß- als auch mit Kleinbuchstaben formatiert ist, zu unerwünschten Ergebnissen führen.

Kontextbedingte Variante

Enthält die Schriftart kontextbedingte Ligaturen und Verbindungsalternativen, werden diese aktiviert. In einigen Schriften sind Alternativzeichen zur Erzeugung ansprechenderer Buchstabenverbindungen vorhanden. Beispielsweise kann das Buchstabenpaar „Bl“ in „Blume“ verbunden werden, damit das Wort wie mit Hand geschrieben aussieht. Diese Option ist standardmäßig aktiviert.

Kapitälchen

Bei Schriftarten mit echten Kapitälchen werden mit dieser Option Zeichen in Kapitälchen umgewandelt. Weitere Informationen finden Sie unter Ändern der Groß- und Kleinschreibung von Text.

Null mit Schrägstrich

Wenn Sie diese Option auswählen, wird die Zahl 0 mit einem Schrägstrich in der Mitte dargestellt. In einigen Schriftarten (insbesondere in Schmalschriften) kann es mitunter Probleme bei der Unterscheidung zwischen der Ziffer 0 und dem Großbuchstaben O geben.

Formatsätze

Einige OpenType-Schriftarten enthalten Glyphensatzvarianten, mit denen das Aussehen der Schrift aufgewertet werden kann. Ein Formatsatz ist eine Gruppe von Glyphenvarianten, die entweder auf ein einzelnes Zeichen oder einen ganzen Textbereich angewendet werden kann. Wenn Sie einen anderen Formatsatz auswählen, werden statt der Standardglyphen der Schriftart die im Formatsatz definierten Glyphen verwendet. Wird ein Glyphenzeichen in einem Formatsatz zusammen mit einer anderen OpenType-Option verwendet, kommt statt der Glyphe aus dem Zeichensatz die Glyphe aus der individuellen Option zum Einsatz. Zur Anzeige der Glyphen für die einzelnen Formatsätze steht Ihnen das Glyphenbedienfeld zur Verfügung.

Positionalform

In einigen kursiven Schriftarten und in Sprachen wie Arabisch hängt das Aussehen eines Buchstabens von seiner Position im Wort ab. Die Form des Buchstabens kann sich ändern, wenn er am Wortanfang, in der Wortmitte, am Wortende oder auch wenn er ganz allein steht. Wählen Sie einen Buchstaben und anschließend die Option „Positionalform“, um ihn richtig zu formatieren. Über „Allgemeine Form“ wird der übliche Buchstabe eingefügt. Über „Automatische Form“ wird der Buchstabe je nach Position im Wort bzw. nach alleinstehender Position eingefügt.

Hochgestellt und Tiefgestellt

Manche OpenType-Schriftarten enthalten hochgestellte oder tiefgestellte Zeichen, die im Verhältnis zu den benachbarten Zeichen korrekt skaliert werden. Wenn eine OpenType-Schriftart diese Glyphen für nicht standardmäßige Brüche nicht enthält, können Sie die Attribute „Zähler“ und „Nenner“ verwenden.

Zähler und Nenner

Einige OpenType-Schriftarten konvertieren nur einfache Brüche (z. B. 1/2 oder 1/4) in Bruch-Glyphen, nicht aber eher selten vorkommende Brüche (z. B. 4/13 oder 99/100). Wenden Sie in diesen Fällen auf die nicht standardmäßigen Brüche die Attribute „Zähler“ und „Nenner“ an.

Versalziffern für Tabellen

Es werden Ziffern mit normaler Höhe bereitgestellt, die dieselbe Breite haben. Diese Option eignet sich für Fälle, in denen sich eine Zahlenreihe über mehr als eine Zeile erstreckt (z. B. in Tabellen).

Proportionale Mediävalziffern

Es werden Ziffern mit unterschiedlicher Höhe und Breite bereitgestellt. Diese Option empfiehlt sich für ein klassisches, stilisiertes Aussehen von Text, in dem keine Großbuchstaben verwendet werden.

Proportionale Versalziffern

Es werden Ziffern mit normaler Höhe und unterschiedlicher Breite bereitgestellt. Diese Option empfiehlt sich für Text, in dem Großbuchstaben verwendet werden.

Mediävalziffern für Tabellen

Es werden Ziffern mit unterschiedlicher Höhe und fester, identischer Breite bereitgestellt. Diese Option eignet sich für Texte, die das klassische Aussehen von Mediävalziffern haben sollen, jedoch in Spalten ausgerichtet werden (z. B. Geschäftsberichte).

Standardzahlenformat

Zahlen-Glyphen verwenden das Standardzahlenformat der aktuellen Schriftart.

Arbeiten mit fehlenden Schriftarten

Beim Öffnen oder Platzieren von Dokumenten, die nicht auf dem System installierte Schriftarten enthalten, werden in einer Warnmeldung die fehlenden Schriftarten angezeigt. Wenn Sie Text markieren, der eine fehlende Schriftart enthält, wird in der Schriftartenliste des Zeichen- oder Steuerungsbedienfelds angezeigt, dass die Schrift fehlt.

In InDesign werden fehlende Schriftarten durch verfügbare ersetzt. In diesem Fall können Sie den Text markieren und ihm eine andere Schriftart zuweisen. Fehlende Schriftarten, die durch andere Schriftarten ersetzt wurden, werden am Anfang des Menüs „Text“ > „Schriftart“ im Abschnitt „Fehlende Schriftarten“ aufgeführt. In fehlenden Schriften formatierter Text wird standardmäßig rosa hervorgehoben.

Wenn eine TrueType-Schrift installiert ist und das Dokument eine Type 1 (T1)-Version derselben Schriftart enthält, wird angegeben, dass die Schriftart fehlt.

Mit „Schrift“ > „Schriftart suchen“ können Sie fehlende Schriftarten suchen und ändern. Wenn eine fehlende Schriftart zu einem Format gehört, können Sie die Schriftart in dem Format aktualisieren, indem Sie die Formatdefinition ändern.

Im InDesign-Dialogfeld „Fehlende Schriftarten“ wird angezeigt, ob die Schriftartsynchronisierung in der Creative Cloud-Anwendung aktiviert oder deaktiviert ist. Wenn sie deaktiviert ist, können Sie sie über die Option „Typekit aktivieren“ im Dialogfeld „Fehlende Schriftarten“ selbst aktivieren.

Verfügbarmachen von fehlenden Schriftarten

  • Führen Sie einen der folgenden Schritte aus:
    • Verwenden Sie den Typekit-Workflow, um die fehlende Schriftart mit InDesign und anderen Anwendungen zu synchronisieren. Siehe Synchronisieren von Desktopschriftarten.
    • Installieren Sie die fehlenden Schriftarten auf dem System.
    • Speichern Sie die fehlenden Schriftarten im Schriftartenordner, der sich im Anwendungsordner in InDesign befindet. Die Schriftarten in diesem Ordner stehen nur in InDesign zur Verfügung. Siehe Installieren von Schriftarten.
    • Aktivieren Sie die fehlenden Schriftarten mithilfe eines Schriftartenverwaltungsprogramms.

     

    Fehlende Schriftarten
    Fehlende Schriftarten

Hinweis:

Wenn Sie nicht auf die fehlenden Schriftarten zugreifen können, können Sie mit dem Befehl „Schriftart suchen“ nach den fehlenden Schriftarten suchen und diese ersetzen.

Markieren von ersetzten Schriftarten im Dokument

Wenn die Option „Ersetzte Schriftarten“ in den Voreinstellungen aktiviert wurde, wird Text, der mit fehlenden Schriftarten formatiert ist, rosa markiert. Auf diese Weise lässt sich mit fehlenden Schriftarten formatierter Text schnell und einfach auffinden.

  1. Wählen Sie „Bearbeiten“ > „Voreinstellungen“ > „Satz“ (Windows®) bzw. „InDesign“ > „Voreinstellungen“ > „Satz“ (Mac OS®).
  2. Aktivieren Sie die Option „Ersetzte Schriftarten“ und klicken Sie auf „OK“.

Dokument-installierte Schriftarten

Schriftarten, die sich in einem Dokumentschriftartenordner an demselben Speicherort wie ein geöffnetes InDesign-Dokument befinden, werden vorübergehend installiert. Wenn Sie ein Dokument freigeben oder auf einen anderen Computer verschieben möchten, können Sie mit dem Befehl „Verpacken“ einen Dokumentschriftartenordner erstellen. (Vergewissern Sie sich vor der Freigabe von Dokumentschriftarten, dass dies in der Softwarelizenz der Schriftart gestattet ist.) Schriftarten, die mit Adobe Typekit synchronisiert sind, werden nicht über den Befehl „Verpacken“ kopiert. Hier können Sie mehr über Typekit-Schriftarten und den Befehl „Verpacken“ lesen.

Schriftarten im Dokumentschriftartenordner unterscheiden sich von den Schriftarten, die am Standardspeicherort für Schriftarten des jeweiligen Betriebssystems verfügbar sind. Sie werden beim Öffnen des Dokuments installiert und ersetzen alle anderen Schriftarten mit demselben PostScript-Namen. Der Ersetzungsvorgang gilt jedoch nur für die Schriftarten innerhalb dieses Dokuments. Schriftarten, die von einem einzelnen Dokument installiert wurden, sind für andere Dokumente nicht verfügbar. Wenn Sie das Dokument schließen, werden die für das Dokument installierten Schriftarten wieder deinstalliert. Die dokument-installierten Schriftarten werden in einem Untermenü des Schriftmenüs aufgelistet.

Manche Type 1-Schriftarten stehen im Dokument nicht zur Verfügung. Außerdem sind Mac OS-Schriftarten nicht verfügbar, wenn InDesign unter Windows ausgeführt wird.

Ein Video zur Verwendung dokument-installierter Schriftarten finden Sie unter Sharing files with easy access to the document fonts (Freigeben von Dateien mit einfachem Zugriff auf Dokumentschriftarten) (Video).

Multiple Master-Schriftarten

Multiple Master-Schriftarten sind benutzerdefinierbare Type 1-Schriftarten, deren Schriftmerkmale durch variable „Designachsen“, wie Stärke, Breite, Schriftschnitt und optische Größe, beschrieben werden.

Einige Multiple Master-Schriftarten verfügen über eine Achse für die optische Größe, die den Einsatz einer Schriftart ermöglicht, die in einer bestimmten Größe optimal lesbar ist. In der Regel weist die optische Größe für einen kleineren Schriftgrad, z. B. 10 Punkt, im Vergleich zur optischen Größe für einen größeren Schriftgrad, z. B. 72 Punkt, dickere Serifen und Stämme, breitere Zeichen (größere Dickte), einen geringeren Kontrast zwischen dicken und dünnen Linien, eine größere x-Höhe (Mittellänge) und breitere Abstände zwischen den einzelnen Zeichen auf.

  1. Wählen Sie „Bearbeiten“ > „Voreinstellungen“ > „Eingabe“ (Windows) bzw. „InDesign“ > „Voreinstellungen“ > „Eingabe“ (Mac OS).
  2. Aktivieren Sie die Option „Automatisch korrekte optische Größe verwenden“ und klicken Sie auf „OK“.

Dieses Werk unterliegt den Bedingungen der Creative Commons Attribution-Noncommercial-Share Alike 3.0 Unported License.  Twitter™ und Facebook-Beiträge fallen nicht unter die Bedingungen der Creative Commons-Lizenz.

Rechtliche Hinweise   |   Online-Datenschutzrichtlinie