Importieren eines After Effects-Projekts

Sie können ein After Effects-Projekt in ein anderes importieren. Im Projektfenster wird ein neuer Ordner angelegt, in dem der gesamte Inhalt des importierten Projekts einschließlich Footageelementen, Kompositionen und Ordnern angezeigt wird.  

Ein auf einem anderen Betriebssystem erstelltes After Effects-Projekt können Sie importieren, sofern Sie Datei- und Ordnernamen sowie vollständige oder relative Pfade (Ablageorte für Ordner) für sämtliche Dateien im Projekt beibehalten. Zur Beibehaltung relativer Pfade müssen die Quellfootagedateien auf demselben Volume wie die Projektdatei gespeichert werden. Verwenden Sie den Befehl „Datei“ (Windows) bzw. „Ablage“ (Mac OS) > „Dateien sammeln“, um Kopien aller Dateien in einem Projekt bzw. in einer Komposition an einer zentralen Position zusammenzufassen. (Siehe Überlegungen zu plattformübergreifenden Projekten.)

  1. Wählen Sie „Datei“ > „Importieren“ > „Datei“.
  2. Wählen Sie das zu importierende After Effects-Projekt aus und klicken Sie dann auf „Öffnen“.

Falls das von Ihnen verwendete Betriebssystem ein Dateiformat nicht unterstützt, wenn die Datei fehlt oder die Referenzverknüpfung unterbrochen ist, verwendet After Effects stattdessen ein Platzhalterelement mit den Farbleisten. Dieser Platzhalter kann wieder mit der entsprechenden Datei verbunden werden. Doppelklicken Sie dazu auf den Eintrag im Projektfenster und navigieren Sie zur Quelldatei. In den meisten Fällen muss nur eine Footagedatei neu verbunden werden. Weitere fehlende Elemente, die sich am selben Ort befinden, werden von After Effects gefunden.

Hinweis:

Beim Rendern und Exportieren eines Films in das QuickTime (MOV)- oder Video für Windows (AVI)-Format können Sie eine Verknüpfung zum Projekt in die Containerdatei einbetten. Importieren Sie zum Importieren des Projekts die MOV- oder AVI-Datei und wählen Sie im Dialogfeld „Datei importieren“ im Menü „Importieren als“ die Option „Projekt“ aus. Enthält die Datei eine Verknüpfung zu einem verschobenen Projekt, können Sie danach suchen.

Importieren eines Adobe Premiere Pro-Projekts

Hinweis:

Beim Importieren eines Adobe Premiere Pro-Projekts in After Effects wird Dynamic Link nicht verwendet. After Effects kann ein Premiere Pro-Projekt nur importieren, wenn keine der darin enthaltenen Sequenzen bereits dynamisch mit After Effects verknüpft ist. (Siehe Adobe Premiere Pro und After Effects.)

After Effects importiert Adobe Premiere Pro-Projekte in das Projektfenster zum einen als neue Komposition, die jeden Adobe Premiere Pro-Clip als Ebene enthält, und zum anderen als Ordner, in dem jeder Clip als individuelles Footageelement enthalten ist. Wenn das Adobe Premiere Pro-Projekt Behälter enthält, wandelt After Effects diese in Ordner innerhalb des Adobe Premiere Pro-Projektordners um. After Effects konvertiert verschachtelte Sequenzen in verschachtelte Kompositionen.

Beim Importieren eines Adobe Premiere Pro-Projekts in After Effects bleiben nicht alle Funktionen des Projekts erhalten. Es bleiben nur die Funktionen erhalten, die auch beim Kopieren und Einfügen zwischen Premiere Pro und After Effects erhalten bleiben. (Siehe Importieren aus After Effects und Adobe Premiere Pro.)

Die Reihenfolge von Clips in der Zeitleiste, die Footagedauer (einschließlich aller getrimmten In- und Out-Points) sowie die Position der Marken und Übergänge werden in After Effects beibehalten. After Effects richtet sich bei der Anordnung der Ebenen im Zeitleistenfenster nach der Anordnung der Clips im Adobe Premiere Pro-Zeitleistenfenster. After Effects fügt Clips aus Adobe Premiere Pro im Zeitleistenfenster als Ebenen hinzu, und zwar in der Reihenfolge, in der sie von unten nach oben und von links nach rechts im Zeitleistenfenster von Adobe Premiere Pro angezeigt werden. Änderungen der Geschwindigkeit eines Clips (z. B. über den Befehl „Clip“ > „Geschwindigkeit“) werden von After Effects beibehalten. Diese Änderungen werden als Wert in der Spalte „Dehnung“ in der After Effects-Zeitleiste angezeigt.

After Effects importiert Effekte, die Adobe Premiere Pro und After Effects gemeinsam sind, unter Beibehaltung der Keyframes für diese Effekte.

In Adobe Premiere Pro-Projekten enthaltene Übergänge und Titel (ausgenommen Überblendungen) werden in der After Effects-Komposition als Farbflächenebenen mit der jeweiligen Originalposition und -dauer angezeigt.

Audiopegel-Keyframes werden beibehalten.

  1. Wählen Sie „Datei“ (Windows) bzw. „Ablage“ (Mac OS) > „Importieren“ > „Adobe Premiere Pro-Projekt“.

    Bei Auswahl von „Importieren“ > „Adobe Premiere Pro-Projekt“ werden nur die Adobe Premiere Pro-Projekte angezeigt.

  2. Wählen Sie ein Projekt aus und klicken Sie auf „OK“.
  3. Führen Sie einen der folgenden Schritte aus:
    • Wenn Sie nur eine Sequenz importieren möchten, wählen Sie in dem Menü eine Sequenz aus.

    • Wenn Sie Audio importieren möchten, wählen Sie „Audio importieren“.

    Hinweis:

    Wenn Sie ein einzelnes Element aus einer Spur in einem Adobe Premiere Pro-Projekt importieren möchten, kopieren Sie einfach das gewünschte Element in Adobe Premiere Pro und wählen Sie in After Effects „Bearbeiten“ > „Einfügen“ (Windows) bzw. „Einsetzen“ (Mac OS).

Kopieren zwischen After Effects und Adobe Premiere Pro

  • Sie können vom Zeitleistenbedienfeld in After Effects aus Ebenen kopieren, die auf Audio- oder Videoelementen (einschließlich Volumenkörpern) basieren, und sie in das Zeitleistenbedienfeld von Adobe Premiere Pro einfügen.

  • Sie können aus dem Adobe Premiere Pro-Zeitleistenbedienfeld Elemente (alle Elemente in einer Spur) kopieren und in das After Effects-Zeitleistenbedienfeld einfügen.

  • Sie können sowohl in After Effects als auch in Adobe Premiere Pro Filmmaterial kopieren und in den Projektbereich der jeweils anderen Anwendung einfügen.

Hinweis:

Es ist jedoch nicht möglich, Footage aus dem After Effects-Projektbereich in das Adobe Premiere Pro-Zeitleistenbedienfeld einzufügen.

Wenn Sie mit allen Clips oder einer einzelnen Sequenz aus einem Adobe Premiere Pro-Projekt arbeiten möchten, importieren Sie das Projekt mit dem Befehl „Importieren“ in After Effects.

Hinweis:

Verwenden Sie Adobe Dynamic Link zum Erstellen dynamischer Verknüpfungen ohne Rendern zwischen neuen oder vorhandenen Kompositionen in After Effects und Adobe Premiere Pro. (Siehe Dynamic Link.)

Kopieren von After Effects in Adobe Premiere Pro

Sie können aus einer After Effects-Komposition eine auf einem Footageelement basierende Ebene kopieren und sie in eine Adobe Premiere Pro-Sequenz einfügen. Adobe Premiere Pro konvertiert diese Ebenen in Clips der Sequenz und kopiert das ursprüngliche Footageelement in den Projektbereich von Adobe Premiere Pro. Wenn die Ebene einen Effekt enthält, der auch von Adobe Premiere Pro verwendet wird, konvertiert Adobe Premiere Pro den Effekt einschließlich aller Einstellungen und Keyframes.

Sie können auch verschachtelte Kompositionen, Photoshop-Ebenen, Vollfarben-Ebenen und Audioebenen kopieren. Adobe Premiere Pro konvertiert verschachtelte Kompositionen in verschachtelte Sequenzen und Vollfarben-Ebenen in Farbflächen. Form-, Text-, Kamera-, Licht- und Einstellungsebenen können nicht in Adobe Premiere Pro kopiert werden.

  1. Starten Sie Adobe Premiere Pro (Sie müssen Adobe Premiere Pro starten, bevor Sie die Ebene in After Effects kopieren).
  2. Wählen Sie aus dem Zeitleistenbedienfeld von After Effects eine Ebene (bzw. mehrere Ebenen) aus.

    Hinweis:

    Wenn Sie mehrere Ebenen auswählen und diese in After Effects nicht überlappen, werden sie in Adobe Premiere Pro auf derselben Spur platziert. Wenn die Ebenen in After Effects überlappen, wird durch die Reihenfolge, in der Sie die Ebenen ausgewählt haben, festgelegt, in welcher Reihenfolge sie in Adobe Premiere Pro auf Spuren platziert werden. Jede Ebene wird auf einer separaten Spur platziert, die zuletzt ausgewählte Ebene auf Spur 1. Wenn Sie Ebenen beispielsweise von oben nach unten auswählen, werden sie in Adobe Premiere Pro in umgekehrter Reihenfolge angezeigt, mit der untersten Ebene auf Spur 1.

  3. Wählen Sie „Bearbeiten“ > „Kopieren“.
  4. Öffnen Sie in Adobe Premiere Pro eine Sequenz im Zeitleistenbedienfeld.
  5. Verschieben Sie die Zeitmarke an die gewünschte Position und wählen Sie „Bearbeiten“ > „Einfügen“ oder „Bearbeiten“ > „Ergänzen“.

Ergebnisse beim Einfügen in Adobe Premiere Pro

Wenn Sie eine Ebene in eine Adobe Premiere Pro-Sequenz einfügen, werden Keyframes, Effekte und andere Eigenschaften in der kopierten Ebene wie folgt konvertiert:

Element in After Effects

In Adobe Premiere Pro wie folgt konvertiert

Anmerkungen

Lautstärkeeigenschaft

Lautstärke/Kanal-Filter

Füllmethoden

Von Adobe Premiere Pro unterstützte Füllmethoden werden konvertiert

Effekteigenschaften und Keyframes

Effekteigenschaften und Keyframes, wenn der Effekt auch in Adobe Premiere Pro existiert

Adobe Premiere Pro führt nicht unterstützte Effekte im Effektbedienfeld als offline auf. Manche After Effects-Effekte haben denselben Namen wie Effekte in Adobe Premiere Pro, werden aber nicht konvertiert, weil es sich tatsächlich um andere Effekte handelt.

Expressions

Nicht konvertiert

Ebenenmarken

Clipmarken

Masken und Matten

Nicht konvertiert

Effekt „Stereo-Mischpult“

Lautstärke/Kanal-Filter

Eigenschaft „Zeitverzerrung“

Zeitverzerrungseffekt

Zeitdehnungseigenschaft

Geschwindigkeitseigenschaft

Geschwindigkeit und Zeitdehnung stehen in einem umgekehrten Verhältnis zueinander. Beispiel: 200 % Zeitdehnung in After Effects wird in Adobe Premiere Pro in 50 % Geschwindigkeit konvertiert.

Werte und Keyframes für Transformationseigenschaften

Werte und Keyframes für Bewegung und Deckkraft

Der Keyframe-Typ (Bézier, Bézier, automatisch, Bézier, gleichmäßig oder Halten) wird beibehalten.

Ursprungseinstellungen für R3D-Quelldateien

Ursprungseinstellungen für R3D-Quelldateien

Kopieren von Adobe Premiere Pro in After Effects

Sie können aus einer Adobe Premiere Pro-Sequenz ein Video- oder Audioasset kopieren und es in eine After Effects-Komposition einfügen. After Effects konvertiert Assets in Ebenen und kopiert die ursprünglichen Footageelemente in den Projektbereich. Wenn das Asset einen Effekt enthält, der auch von After Effects verwendet wird, konvertiert After Effects den Effekt und alle seine Einstellungen und Keyframes.

Sie können auch Farbflächen, Standbilder, verschachtelte Sequenzen und Offline-Sequenzen einfügen. After Effects konvertiert Farbflächen in Vollfarben-Ebenen und verschachtelte Sequenzen in verschachtelte Kompositionen. Wenn Sie ein Photoshop-Standbild in After Effects einfügen, werden die Informationen zur Photoshop-Ebene von After Effects beibehalten. Es ist nicht möglich, Titel aus Adobe Premiere Pro in After Effects einzufügen, Text mit Attributen kann aber aus dem Adobe Premiere-Titelfenster in After Effects eingefügt werden.

  1. Wählen Sie aus dem Schnittfenster von Adobe Premiere Pro ein Element aus.
  2. Wählen Sie „Bearbeiten“ > „Kopieren“.
  3. Öffnen Sie in After Effects eine Komposition im Zeitleistenbedienfeld.
  4. Wählen Sie bei aktivem Zeitleistenbedienfeld „Bearbeiten“ > „Einfügen“. Das Element wird als oberste Ebene im Zeitleistenbedienfeld angezeigt.

    Hinweis:

    Zum Einfügen des Assets an der Marke für die aktuelle Zeit positionieren Sie die Marke für die aktuelle Zeit und drücken Sie die Strg- und Alt-Taste und die Taste V (Windows) bzw. die Befehls- und Wahltaste und die Taste V (Mac OS).

Ergebnisse beim Einfügen in After Effects

Wenn Sie ein Element in eine After Effects-Komposition einfügen, werden Keyframes, Effekte und andere Eigenschaften eines kopierten Elements wie folgt konvertiert:

Element in Adobe Premiere Pro

In After Effects wie folgt konvertiert

Anmerkungen

Audiospur

Audioebenen

Audiospuren in 5.1 Surround oder höher als 16 Bit werden nicht unterstützt. Mono- und Stereoaudiospuren werden als eine oder zwei Ebenen importiert.

Balken und Ton

Nicht konvertiert

 

Füllmethoden

Konvertiert

 

Clipmarke

Ebenenmarke

 

Farbflächen

Vollfarben-Ebenen

 

Zuschneidefilter

Maskenebene

 

Frame-Halten

Eigenschaft „Zeitverzerrung“

 

Maske Konvertiert Alle Maskeneigenschaften in Premiere Pro wie z. B. Kanten, Deckkraft, Ausbreitung usw. werden in After Effects kopiert, wenn Sie die Maske in eine After Effects-Komposition kopieren.

Werte und Keyframes für Bewegung und Deckkraft

Werte und Keyframes für Transformationseigenschaften

Der Keyframe-Typ (Bézier, Bézier [automatisch], Bézier [gleichmäßig] oder Halten) wird beibehalten.

Sequenzmarke

Marken auf einer neuen Vollfarben-Ebene

Um Sequenzmarken zu kopieren, müssen Sie entweder die Sequenz selbst kopieren oder das gesamte Adobe Premiere Pro-Projekt als eine Komposition importieren.

Geschwindigkeitseigenschaft

Zeitdehnungseigenschaft

Geschwindigkeit und Zeitdehnung stehen in einem umgekehrten Verhältnis zueinander. Beispiel: 50 % Geschwindigkeit in Adobe Premiere Pro wird in After Effects in 200 % Zeitdehnung konvertiert.

Zeitverzerrungseffekt

Eigenschaft „Zeitverzerrung“

 

Titel

Nicht konvertiert

 

Allgemeine Filmvorspänne

Nicht konvertiert

 

Video- und Audioüberblendungen

Deckkraft-Keyframes (nur für „Weiche Blende“) oder Vollfarben-Ebenen

 

Videoeffekteigenschaften und Keyframes

Effekteigenschaften und Keyframes, sofern der Effekt auch in After Effects verfügbar ist

After Effects zeigt im Effektbedienfeld nur die Effekte an, die von After Effects unterstützt werden.

Lautstärke- und Kanallautstärke-Audiofilter

Effekt „Stereo-Mischpult“

Andere Audiofilter werden nicht konvertiert.

Ursprungseinstellungen für R3D-Quelldateien

Ursprungseinstellungen für R3D-Quelldateien

 

Hinweis:

Wenn Sie ein Premiere Pro-Projekt in After Effects importieren, werden die Eigenschaften auf dieselbe Art konvertiert, wie wenn Sie aus Premiere Pro in After Effects kopieren.

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