Benutzerhandbuch

Effekte unter „Rauschen und Korn“

  1. Benutzerhandbuch –After Effects
  2. Beta-Versionen
    1. Übersicht über das Beta-Programm
    2. After Effects Beta Home
  3. Erste Schritte
    1. Erste Schritte mit After Effects
    2. Neue Funktionen in After Effects 
    3. Versionshinweise | After Effects
    4. Systemanforderungen für After Effects
    5. Tastaturbefehle in After Effects
    6. Unterstützte Dateiformate | After Effects
    7. Hardware-Empfehlungen
    8. After Effects für Apple-Chip
    9. Planung und Einrichtung
    10. Tipp des Tages
  4. Arbeitsbereiche
    1. Allgemeine Elemente der Benutzeroberfläche
    2. Lernen Sie die After Effects-Oberfläche kennen
    3. Arbeitsabläufe
    4. Arbeitsbereiche, Bedienfelder und Anzeigen
    5. Verbesserte Sprachunterstützung für die Benutzeroberfläche
  5. Projekte und Kompositionen
    1. Projekte
    2. Kompositionen – Grundlagen
    3. Erstellen von Unterkompositionen, Verschachteln und Vor-Rendern
    4. Anzeigen detaillierter Leistungsinformationen mit Composition Profiler
    5. CINEMA 4D-Kompositions-Renderer
  6. Importieren von Footage
    1. Vorbereiten und Importieren von Standbildern
    2. Importieren aus After Effects und Adobe Premiere Pro
    3. Importieren und Interpretieren von Video und Audio
    4. Vorbereiten und Importieren von 3D-Bilddateien
    5. Importieren und Interpretieren von Footage-Elementen
    6. SVG-Dateien importieren
    7. Arbeiten mit Footage-Elementen
    8. Erkennen von Bearbeitungspunkten mithilfe der Szenenbearbeitungs-Erkennung
    9. XMP-Metadaten
  7. Text und Grafiken
    1. Text
      1. Formatieren von Zeichen und das Bedienfeld „Zeichen“
      2. Effekte unter „Text“
      3. Erstellen und Bearbeiten von Textebenen
      4. Formatieren von Absätzen und das Bedienfeld „Absatz“
      5. Extrudieren von Text- und Formebenen
      6. Animieren von Text
      7. Beispiele und Ressourcen zur Textanimation
      8. Live-Text-Vorlagen
    2. Animationen
      1. Arbeiten mit Animationsvorlagen in After Effects
      2. Verwenden von Expressions zum Erstellen von Dropdown-Listen in Animationsvorlagen
      3. Verwenden von erforderlichen Eigenschaften zum Erstellen von Animationsvorlagen
      4. Ersetzen von Bildern und Videos in Animationsvorlagen und erforderlichen Eigenschaften
      5. Schneller und einfacher animieren mithilfe des Bedienfelds „Eigenschaften“
    3. Achsen der variablen Schriftart
      1. Unterstützung für Achsen der variablen Schriftart
      2. Arbeiten mit Achsen der variablen Schriftart
      3. Scripting-Unterstützung für Achsen der variablen Schriftart
      4. Achsen der variablen Schriftart – häufig gestellte Fragen
  8. Zeichnen, Malen und Pfade
    1. Überblick über Formebenen, Pfade und Vektorgrafiken
    2. Malwerkzeuge: Pinsel, Kopierstempel und Radiergummi
    3. Verjüngen von Formenkonturen
    4. Formenattribute, Malvorgänge und Pfadvorgänge bei Formebenen
    5. Verwenden des Formeneffekts „Offset-Pfade“ zum Ändern von Formen
    6. Erstellen von Formen
    7. Erstellen von Masken
    8. Entfernen von Objekten aus Videos mit dem Bedienfeld „Inhaltsbasierte Füllung“
    9. „Roto-Pinsel“ und „Maske verbessern“
    10. KI-gestützte Objektmaske
    11. Erstellen von Nullebenen für Positionseigenschaften und Pfade
  9. Ebenen, Marken und Kamera
    1. Auswählen und Anordnen von Ebenen
    2. Füllmethoden und Ebenenstile
    3. 3D-Ebenen
    4. Ebeneneigenschaften
    5. Erstellen von Ebenen
    6. Verwalten von Ebenen
    7. Ebenenmarken und Kompositionsmarken
    8. Kameras, Lichter und Interessenbereiche
  10. Animation, Keyframes, Motion-Tracking und Keying
    1. Animation
      1. Animation – Grundlagen
      2. Animation mit Marionettenwerkzeugen
      3. Verwalten und Animieren von Formpfaden und -masken
      4. Animieren von Formen aus Sketch und Capture mit After Effects
      5. Ausgewählte Animationswerkzeuge
      6. Arbeiten mit datengesteuerten Animationen
      7. Proportionales Scrubbing in der Timeline
      8. Suche und wende schnell Effekte, Vorgaben oder Menübefehle an
    2. Keyframe
      1. Keyframe-Interpolation
      2. Festlegen, Auswählen und Löschen von Keyframes
      3. Bearbeiten, Verschieben und Kopieren von Keyframes
    3. Bewegungs-Tracking
      1. Tracking und Stabilisieren von Bewegung
      2. Gesichts-Tracking
      3. Masken-Tracking
      4. Maskenreferenz
      5. Geschwindigkeit
      6. Zeitdehnungen und Zeitverzerrungen
      7. Timecode und Zeitanzeigeeinheiten
    4. Keying
      1. Keying
      2. Effekte unter „Keying“
  11. Transparenz und Komposition
    1. Erstellen von Kompositionen und Transparenz – Überblick und Ressourcen
    2. Alphakanäle und Masken
    3. Spurmasken und Traveling Mattes
  12. Anpassen der Farbe
    1. Farben – Grundlagen
    2. Farb-Management
    3. Effekte zur Farbkorrektur
    4. OpenColorIO- und ACES-Farb-Management
    5. Erweiterte HDR-Unterstützung
    6. HDR-Import und -Export 
  13. Effekte und Animationsvorgaben
    1. Überblick über Effekte und Animationsvorgaben
    2. Effektliste
    3. Effekt-Manager
    4. Effekte unter „Simulation“
    5. Effekte unter „Stilisieren“
    6. Effekte unter „Audio“
    7. Effekte unter „Verzerren“
    8. Effekte unter „Perspektive“
    9. Effekte unter „Kanäle“
    10. Effekte unter „Generieren“
    11. Effekte unter „Zeit“
    12. Effekte unter „Überblenden“
    13. Der Effekt „Rolling-Shutter-Reparatur“
    14. Effekte „Weich- und Scharfzeichnen“
    15. Effekte unter „3D-Kanal“
    16. Effekte unter „Dienstprogramm“
    17. Effekte unter „Matt“
    18. Effekte unter „Störung und Körnung“
    19. Effekt „Details erhalten (Vergrößerung)“
    20. Veraltete Effekte
    21. Cycore-Plug-ins
  14. Ausdrücke und Automatisierung
    1. Expressions
      1. Expressions – Grundlagen
      2. Verstehen der Sprache für Expressions
      3. Verwenden von Einstellungen für Expressions
      4. Syntaxunterschiede zwischen den Expression-Engines für JavaScript und das veraltete ExtendScript
      5. Bearbeiten von Expressions
      6. Fehler bei Expressions
      7. Verwenden des Expressions-Editors
      8. Verwenden von Expressions zum Bearbeiten und Zugreifen auf Texteigenschaften
      9. Sprachreferenz für Expressions
      10. Beispiele für Expressions
    2. Automatisierung
      1. Automatisierung
      2. Skripte
  15. Immersives Video, VR und 3D
    1. Erstellen von VR-Umgebungen in After Effects
    2. Anwenden von immersiven Videoeffekten
    3. Kompositionswerkzeuge für VR/360-Grad-Videos
    4. Erweiterter 3D-Renderer
    5. Importieren und Hinzufügen von 3D-Modellen zu Ihrer Komposition
    6. Importieren von 3D-Modellen aus Creative Cloud Libraries
    7. Erstellen parametrischer Gitter
    8. Bildbasierte Beleuchtung
    9. Animierte Umgebungslichter
    10. Aktivieren des Schattenwurfs für Lichter
    11. Extrahieren und Animieren von Lichtern und Kameras aus 3D-Modellen
    12. Tracking von 3D-Kamerabewegungen
    13. Standard-Kameraeinstellungen für 3D-Kompositionen anpassen
    14. Werfen und Akzeptieren von Schatten
    15. Eingebettete 3D-Modell-Animationen
    16. Schattenfänger
    17. Extraktion von 3D-Tiefendaten
    18. Aktivieren von In-Engine-Tiefenschärfe in erweitertem 3D
    19. Ändern der Materialeigenschaften einer 3D-Ebene
    20. Substance 3D-Materialien anwenden
    21. Arbeiten im 3D-Designraum
    22. 3D-Transformations-Gizmos
    23. Einzelnes 3D-Gizmo für mehrere 3D-Ebenen
    24. Machen Sie mehr mit 3D-Animation
    25. Vorschau von Änderungen an 3D-Designs in Echtzeit mit der Mercury 3D-Engine
    26. Stereoscopic 3D in After Effects
    27. Hinzufügen von responsiven Designs zu Grafiken 
  16. Ansichten und Vorschau
    1. Vorschau
    2. Videovorschau mit Mercury Transmit
    3. Ändern und Verwenden von Ansichten
    4. Verlustfreie komprimierte Wiedergabe
  17. Rendern und Exportieren
    1. Grundlagen zum Rendern und Exportieren
    2. H.264-Codierung in After Effects
    3. Exportieren eines After Effects-Projekts als Adobe Premiere Pro-Projekt
    4. Konvertieren von Filmen
    5. Multi-Frame-Rendering
    6. Automatisches Rendern und Netzwerk-Rendern
    7. Rendern und Exportieren von Standbildern und Standbildsequenzen
    8. Verwenden des GoPro CineForm-Codecs in After Effects
  18. Arbeiten mit anderen Programmen
    1. Dynamic Link und After Effects
    2. Arbeiten mit After Effects und anderen Anwendungen
      1. Exportieren eines After Effects-Projekts als Adobe Premiere Pro-Projekt
    3. Creative Cloud-Bibliotheken in After Effects
    4. Plug-ins
    5. Cinema 4D und Cineware
  19. Zusammenarbeit: Frame.io und Team Projects
    1. Zusammenarbeit in Premiere Pro und After Effects
    2. Frame.io
      1. Frame.io installieren und aktivieren
      2. Verwenden von Frame.io mit Premiere Pro und After Effects
      3. Häufig gestellte Fragen
    3. Team Projects
      1. Erste Schritte mit Team Projects
      2. Erstellen eines Team-Projekts
      3. Zusammenarbeiten mit Team Projects
  20. Arbeitsspeicher, Speicherung und Leistung
    1. Arbeitsspeicher und Speicherung
    2. Wie After Effects Probleme mit unzureichendem Arbeitsspeicher bei der Vorschau behandelt    
    3. Verbessern der Leistung
    4. Voreinstellungen
    5. Anforderungen an GPU und GPU-Treiber für After Effects
  21. Wissensdatenbank
    1. Bekannte Probleme
    2. Behobene Probleme
    3. Häufig gestellte Fragen
    4. After Effects und macOS Ventura
    5. Wie After Effects Probleme mit unzureichendem Arbeitsspeicher bei der Vorschau handhabt

Körnungseffekte

Lerne, wie du Rauschen und Korneffekte in After Effects hinzufügst, entfernst und steuerst.

Körnung oder sichtbares Rauschen treten bei fast allen digitalen Bildern auf. Verursacht werden sie durch die bei der Bilderstellung verwendeten Verfahren und Geräte für Aufnahme, Codierung, Scan und Reproduktion. Störungen sind etwa das schwache Rauschen bei Analogvideo, Komprimierungsartefakte von Digitalkameras, Moirémuster auf gescannten Druckerzeugnissen, CCD-Rauschen von digitalen Bildsensoren und das für die chemische Fotografie charakteristische Punktmuster, das man als Filmkörnung bezeichnet.

Rauschen ist nicht grundsätzlich etwas Negatives. Oft wird es Bildern hinzugefügt, um eine bestimmte Atmosphäre zu schaffen oder Bildelemente nahtlos zu integrieren. So könnte man einem auf einem Computer erstellten Objekt Körnung hinzufügen, um es in eine fotografierte Szene einzufügen. Andererseits können Störungen aber aus ästhetischen Gründen unerwünscht sein. Archiv-Footage oder mit hoher Geschwindigkeit aufgezeichnete Fotos können unangenehm körnig wirken, digitale Komprimierungsartefakte oder Moirémuster können ein Bild verderben und Störungen können technische Verfahren wie das Bluescreen-Verfahren behindern.

Es gibt auch technische Gründe für die Reduzierung von Störungen. Komprimierungsalgorithmen können oft kleinere Dateien erstellen, wenn das ursprüngliche Material weniger Rauschen enthält. Die Rauschreduktion ist daher bei der DVD-Erstellung und beim Video-Streaming ein wertvoller Arbeitsschritt.

Mit Effekten wie Körnung hinzufügen, Körnung anpassen und Körnung reduzieren kannst du die Körnung verändern, die mehr oder weniger gleichmäßig über das gesamte Bild verteilt ist. Die Körnungseffekte sind nicht für Probleme geeignet, die nur ein paar Pixel betreffen, wie etwa Staub, Impulsrauschen oder vereinzelte Bildfehler bei Analogvideos.

  • Mit dem Effekt Körnung hinzufügen wird eine ganz neue Körnung erstellt, die nicht auf der vorhandenen Körnung basiert. Vielmehr kannst du anhand von Parametern und Vorgaben für verschiedene Filmtypen unterschiedliche Körnungstypen künstlich erzeugen.
  • Die Effekte Körnung entfernen und Körnung anpassen manipulieren die Körnung in einem zweistufigen Prozess, ohne dabei die Kanten, die Schärfe oder die Glanzlichter eines Bildes zu beeinträchtigen. Zuerst wird automatisch oder manuell ein Körnungsbeispiel aufgenommen. Dieses Sample wird analysiert und in einem mathematischen Modell dargestellt, anhand dessen der Effekt Körnung hinzufügt, entfernt oder anpasst.

Effekt „Korn reduzieren“

Reduziert unerwünschtes Rauschen und Korn im Filmmaterial und macht es sauberer und glatter. 

Effekt „Korn hinzufügen“

Fügt künstliches Filmkorn zum Filmmaterial hinzu, um Textur zu erstellen oder an einen bestimmten Look anzupassen. 

Effekt „Korn anpassen“

Analysiert Korn aus einem Clip und wendet es auf einen anderen an, damit beide Clips visuell übereinstimmen.

Anwenden eines Körnungseffekts

Jeder Körnungseffekt wird mit Standardeinstellungen angewendet und im Modus Vorschau angezeigt, der ein auf dem Bild zentrierter Vorschaubereich mit einem weißen Rahmen anzeigt. Im Vorschaubereich wird die Wirkung des Körnungseffekts anhand eines Teils deines Bildes demonstriert, damit du schnell Vergleiche ziehen kannst. Die Körnungseffekte arbeiten fast vollautomatisch, bieten aber auch viele Einstellungen, mit denen du das Ergebnis gezielt beeinflussen kannst. Du kannst die Körnungseffekte auch mithilfe der umfassenden Funktionen Mit Original mischen, die für jeden Effekt zur Verfügung stehen, selektiv auf Bildbereiche anwenden.

  1. Wähle die Ebene aus und dann Effekt > Rauschen und Körnung > [Körnungseffekt].

  2. Wähle im Bedienfeld Effekteinstellungen im Dropdown-Menü Ansichtsmodus eine Ansichtsoption:

    Vorschau

    Damit werden die aktuellen Einstellungen des angewendeten Effekts in einem 200 x 200 Pixel großen Bereich angezeigt.

    Mischmaske

    Zeigt die aktuelle Farbmaske, die aktuelle Maskierung oder eine Kombination aus Farbmaske und Maskierung an, die sich aus den aktuellen Einstellungen für Mit Original mischen ergibt.

    Endausgabe

    Rendert den gesamten aktiven Frame anhand der aktuellen Effekteinstellungen.

  3. Passt die Einstellungen für den angewendeten Körnungseffekt im Bedienfeld Effekteinstellungen an.

    Der Vorschaubereich im Bedienfeld Komposition spiegelt sämtliche Änderungen wider.

  4. Sobald alle Steuerungen nach deinen Anforderungen konfiguriert sind, wähle Endgültige Ausgabe aus dem Ansichtsmodus-Dropdown-Menü aus.

Anwenden eines Körnungseffekts auf einen ausgewählten Bereich

Mit der Einstellungsgruppe Mit Original mischen kannst du einen Körnungseffekt präzise auf einen bestimmten Bildbereich anwenden, indem du den gewünschten Bereich mit einer Maskierung oder Maske versiehst. Es gibt zwei Auswahltechniken, die Sie einzeln einsetzen oder miteinander kombinieren können:

  • Farbanpassung: Damit werden alle Bildbereiche von der Verarbeitung ausgeschlossen, die mit einer ausgewählten Farbe übereinstimmen. Durch Umkehren der Matte können Sie diese Bereiche auch selektiv verarbeiten.
  • Maskierungsebene: Verwendet eine beliebige Ebene in der aktuellen Komposition als Maske, um einen Bereich der aktuellen Ebene oder des aktuellen Tracks selektiv zu verarbeiten bzw. von der Verarbeitung auszuschließen.

Wenn ein Körnungseffekt zum ersten Mal angewendet wird, wird der Wert für Stärke unter Mit Original mischen auf 0 % festgesetzt. Dieser Wert bestimmt den Prozentsatz der Überblendung zwischen dem ursprünglichen Bild und der verarbeiteten Version.Bei 0 % erfolgt keine Mischung und der ausgewählte Effekt wird in vollem Umfang auf das gesamte Bild angewendet. Bei 100 % bleiben weiße Bereiche der Mischmaske gegenüber dem Original unverändert.

Jede Maske oder Matte funktioniert auf ähnliche Weise. Die weißen Pixel in ihr verhindern, dass dieser Bereich des Originals durch den Körnungseffekt verändert wird, und die schwarzen Pixel werden normal verarbeitet. Lautet der Wert für Stärke 100 %, werden die weißen Bereiche völlig mit dem Original vermischt und daher nicht verarbeitet. Dies gilt auch, wenn die Übereinstimmung umgekehrt wird. Unabhängig von dem Wert für Stärke werden die schwarzen Bereiche der Maske oder Maskierung stets verarbeitet. Der Regler Stärke wirkt sich nur auf die Bereiche unter den weißen Pixeln in der Maske oder Maskierung aus. Er regelt nur, wie die einzelnen Körnungseffekte die weißen Bereiche der Matte oder Maske behandeln.

  1. Wende einen Körnungseffekt auf das Bild an.

  2. Führen Sie im Effekteinstellungsfenster einen der folgenden Schritte aus:

    • Wenn du eine Maske um den Bereich erstellen möchtest, auf den der Körnungseffekt angewendet bzw. nicht angewendet werden soll, verwende in der Einstellungsgruppe Mit Original mischen die Einstellungen für Farbübereinstimmung.
    • Wenn Sie die aktuelle Ebene mit einer anderen Ebene oder einem Track maskieren möchten, verwenden Sie die Einstellungen für Maskierungsebene.
  3. Ändere den Wert für Maske weichzeichnen, um die Maske weichzuzeichnen und einen weicheren Übergang zwischen den betroffenen und nicht betroffenen Bildbereichen zu erzielen.

  4. Wenn du sowohl eine Farbmaske als auch eine Ebenenmaske einsetzt, wähle im Menü Übereinstimmung und Maske kombinieren mit eine der folgenden Optionen:

    • Bildschirm: Macht die Maske überall dort weiß, wo die Maskierung oder die Farbübereinstimmung weiß ist.
    • Multiplizieren: Macht die Maske dort weiß, wo beide Komponenten weiß sind.
  5. Verringere den Wert für Stärke, damit das Originalbild stärker durch die Körnung scheint.

  6. Wähle Endgültige Ausgabe aus dem Ansichtsmodus-Dropdown-Menü aus.

Erzeugen einer Farbübereinstimmungsmatte

Bei der ersten Anwendung eines Körnungseffekts wird mithilfe einer neutralen grauen Farbe eine standardmäßige Farbübereinstimmungsmatte erzeugt. In den meisten Bildern ist daher eine Matte sichtbar. Die Einstellungsgruppe Farbübereinstimmung definiert Masken anhand einer Farbübereinstimmung. Die Matte isoliert Bildstellen, an denen die Ebene, für die der Körnungseffekt gilt, mit dem Original vermischt wird.

  1. Wende einen Körnungseffekt auf das Bild an.

  2. Wenn du eine Farbe auswählen möchtest, die von dem Effekt ausgeschlossen wird bzw. auf die sich der Effekt beschränkt, führe in den Einstellungsgruppen Mit Original mischen und Farbübereinstimmung neben Gleiche Farbe einen der folgenden Schritte aus:

    • Klicke auf das Farbfeld und wähle im Dialogfeld Farbwähler eine Farbe aus.
    • Wähle die Pipette und dann eine der Farben des Bildschirms aus.
  3. Führe einen der folgenden Schritte aus:
    • Soll der Körnungseffekt sich nicht auf die ausgewählte Farbe auswirken, deaktiviere Übereinstimmung umkehren.
    • Soll der Körnungseffekt sich ausschließlich auf die ausgewählte Farbe auswirken, aktivieren Sie Übereinstimmung umkehren.
  4. Wenn du Farben ausschließen möchtest, die der ausgewählten Farbe ähneln, erhöhe den Wert für Übereinstimmungstoleranz. Dies ist der Schwellenwert für die Farbübereinstimmung. Bei einem größeren Wert enthält die Maske immer mehr Pixel, deren Farben immer stärker von der ausgewählten Farbe abweichen.

  5. Wähle unter Gleiche Farbe wie eine Option, wenn du das Standardkriterium (RGB) ändern möchtest, anhand dessen bestimmt wird, ob eine Farbe der ausgewählten Farbe ähnelt.

  6. Ändere die Einstellung Übereinstimmungsglättung, um die Überblendungsbreite zwischen völlig übereinstimmenden und völlig abweichenden Pixeln zu definieren bzw. um zu bestimmen, wie glatt die betroffenen Bereiche mit dem Originalbild verschmelzen.

  7. Aktiviere Übereinstimmung umkehren, wenn die weißen Bereiche der Maske schwarz und die schwarzen Bereiche weiß werden sollen. (Die ausgewählte Farbe ist in der Maske schwarz und wird unabhängig von der Einstellung für Stärke vom Körnungseffekt verarbeitet. Die Umkehrung wirkt sich nicht auf andere Einstellungen aus.)

  8. Wenn du sowohl eine Farbmaske als auch eine Ebenenmaske einsetzt, wähle im Menü Übereinstimmung und Maske kombinieren mit eine der folgenden Optionen:

    • Bildschirm: Macht die Maske überall dort weiß, wo die Maskierung oder die Farbübereinstimmung weiß ist.
    • Multiplizieren: Macht die Maske dort weiß, wo beide Komponenten weiß sind.
  9. Wähle Endgültige Ausgabe aus dem Ansichtsmodus-Dropdown-Menü aus.

Erstellen einer Ebenenmatte

Auf Wunsch kannst du für die Ebene, die einen Körnungseffekt enthält, eine andere Ebene oder einen anderen Track als Maske verwenden. Mit diesem Maskentyp kannst du exakt bestimmen, welche Bildteile verändert werden und wie stark die Änderungen sind.

  1. Wende einen Körnungseffekt auf das Bild an.
  2. Wähle im Bedienfeld Effekteinstellungen in den Einstellungsgruppen Mit Original mischen und Maskierungsebene unter Maskenebene die Ebene aus, die du als Maske einsetzen möchtest.

  3. Wähle aus den Standardoptionen für bewegte Masken einen Maskierungsmodus.
  4. Wenn die Maskierungsebene nicht dieselbe Größe wie die aktuelle Ebene hat, wähle unter Maskierungsebene aus dem Popup-Menü Wenn Maske andere Größe hat eine der folgenden Optionen aus:

    • Zentriert: Mit dieser Option wird die Maskierungsebene über der aktuellen Ebene zentriert.
    • Anpassen: Damit wird die Maskierungsebene an die Maße der aktuellen Ebene angepasst.
  5. Wenn du sowohl eine Farbmaske als auch eine Ebenenmaske einsetzt, wähle im Menü Übereinstimmung und Maske kombinieren mit eine der folgenden Optionen:

    • Bildschirm: Macht die Maske überall dort weiß, wo die Maskierung oder die Farbübereinstimmung weiß ist.
    • Multiplizieren: Macht die Maske dort weiß, wo beide Komponenten weiß sind.
  6. Wähle Endgültige Ausgabe aus dem Ansichtsmodus-Dropdown-Menü aus.

Ändern des Vorschaubereichs

Mithilfe der Einstellungsgruppe Vorschaubereich kannst du die Position oder Größe des Vorschaubereichs für einen Körnungseffekt ändern.

Da die Detailschärfe durch das Hinzufügen oder Entfernen von Körnung beeinträchtigt werden kann, solltest du dir auch eine Vorschau eines sehr detaillierten Bereichs ansehen, wie z. B. ein Gesicht oder Text. Wenn du Körnung entfernen einsetzt, solltest du dir eine Vorschau eines Bereichs ansehen, in dem die Körnung besonders auffällig oder unerwünscht ist, wie z. B. eine große, einfarbige Fläche.

Die besten Ergebnisse erzielen Sie, wenn Sie ein wenig experimentieren. Ändern Sie einzelne Einstellungen im Effektfenster schrittweise und sehen Sie sich die Ergebnisse jeweils im Kompositionsfenster an.

  1. Klicke nach dem Anwenden eines Körnungseffekts im Bedienfeld Effekteinstellungen in der Einstellungsgruppe Vorschaubereich auf die Schaltfläche Zentrieren .

    Im Kompositionsfenster wird ein Fadenkreuz eingeblendet.

  2. Klicke in das Bild, um den Mittelpunkt des Vorschaubereichs festzulegen.

    Der Vorschaubereich wird neu gezeichnet und ist nun an der neuen Position zentriert.

  3. Wenn du die Maße des Vorschaubereichs ändern möchtest, ändere im Bedienfeld Effekteinstellungen die Pixel-Werte für Breite und Höhe. (Bei größeren Vorschaubereichen kann das Rendern länger dauern.)

  4. Aktiviere Feld einblenden, wenn du den Vorschaubereich durch eine farbige Kontur kennzeichnen möchtest. Wenn du die Konturfarbe ändern möchtest, führe neben Feldfarbe einen der folgenden Schritte aus:

    • Klicke auf das Farbfeld und wähle im Dialogfeld Farbwähler eine Farbe aus.
    • Klicken Sie auf die Pipetten-Schaltfläche und klicken Sie dann auf eine Farbe an einer beliebigen Stelle auf dem Bildschirm.
  5. Führen Sie einen der folgenden Schritte aus, um die Ergebnisse anzuzeigen:

    • Wenn Sie sich die feinen Details der Störungen ansehen möchten, vergrößern Sie die Ansicht des Vorschaubereichs.
    • Wenn Sie die Störungen in jedem Kanal separat untersuchen möchten, klicken Sie im Kompositionsfenster auf das Symbol für den jeweiligen Farbkanal .
    • Wenn Sie die Interaktionsgeschwindigkeit und die Vorschaudauer erhöhen möchten, verkleinern Sie den verarbeiteten Bereich mit dem Symbol Relevante Region im Bedienfeld Komposition.
    • Wenn Sie ein Bild des aktuellen Frames im jetzigen Zustand erhalten möchten, klicken Sie im Kompositionsfenster auf das Symbol Schnappschuss . Danach können Sie den letzten Schnappschuss anstelle der aktiven Komposition anzeigen sowie zwischen dem aktuellen und den vorherigen Zuständen des Vorschaubereichs hin- und herwechseln, indem Sie auf das Symbol Schnappschuss anzeigen klicken. Dies ist äußerst nützlich, wenn Sie sich subtile Änderungen ansehen möchten.
    • Wenn Sie vergleichen möchten, wie der Vorschaubereich vor und nach Anwendung des Körnungseffekts aussieht, klicken Sie im Effektfenster neben dem Namen des Körnungseffekts auf den Schalter „Effekt“ , um den Effekt vorübergehend zu deaktivieren. Klicken Sie im Kompositionsfenster auf Schnappschuss, klicken Sie auf den Schalter „Effekt“, um den Effekt wieder zu aktivieren, und halten Sie dann Schnappschuss anzeigen gedrückt, um den Schnappschuss ohne den Effekt anzuzeigen.

Störungs-Samples in Körnungseffekten

Die Aufnahme von Störungs-Samples ist der erste und wichtigste Schritt bei der Entfernung von Störungen und bei der Anpassung der Störung eines Bildes an die Störung eines anderen Bildes. Dieser Vorgang läuft in der Regel automatisch ab. Du kannst auch in den Modus Manuell wechseln und die Samples mithilfe der Einstellungsgruppe „Sampling“ im Bedienfeld Effekteinstellungen selbst festlegen.

Ein Störungsbeispiel sollte ein einfarbiger Farbblock sein, der das in dem Bild vorhandene Störungsmuster klar anzeigt. Es geht darum, saubere Störungsbeispiele ohne Bilddetails zu extrahieren, die von dem Algorithmus fälschlicherweise als Körnung interpretiert werden könnten. Ein Stück Himmel, eine Mauer im Hintergrund oder ein hautfarbener Bereich wären z. B. ideal. Alle Beispiele sollten aus dem Normalbereich des Film-, DV- oder Videomaterials stammen. Vermeiden Sie unter- oder überbelichtete Bereiche, informationsarme Bereiche und vor allem Bereiche, in denen Pixelwerte auf reines Schwarz oder Weiß beschnitten wurden. Innerhalb dieses normalen Belichtungsbereichs sollten Sie am besten Beispiele mit verschiedenen RGB-Werten und Farben auswählen, z. B. jeweils ein Beispiel aus einem hellen, einem dunklen und einem Mitteltonbereich.

Im automatischen Modus werden viele Beispiele aufgenommen, damit dem Algorithmus genug brauchbare Störungsdaten zur Verfügung stehen, selbst wenn sich die Suche nach guten Beispielen in einem Bild manchmal schwierig gestaltet. Der automatische Modus kann die von Ihnen festgelegte Sampleanzahl aufheben, wenn nicht genug brauchbare Beispiele gefunden werden. Sie können die Samplegröße im automatischen und manuellen Modus ändern. Eine größere Größe ist allerdings keine Garantie für bessere Ergebnisse, vor allem dann, wenn die RGB-Werte der resultierenden Beispiele stärker als zuvor schwanken. Die Sample-Größe sollte reduziert werden, wenn ein bestimmtes Bild keine ausreichend großen Bereiche mit konstanten Farbwerten enthält. In Bildern mit großen, detailarmen Bereichen kann eine größere Samplegröße hingegen bessere Ergebnisse liefern.

Manuelles Verschieben von Störungs-Samples

Die Ergebnisse der automatischen Körnungs- oder Sample-Auswahl sind zwar in der Regel für die Effekte Körnung anpassen und Körnung entfernen akzeptabel, aber du kannst die Position und Größe einzelner Samples sowie die Sample-Anzahl manuell ändern. Eine Verschiebung wäre z. B. sinnvoll, wenn beim automatischen Sampling ein einheitlicher Bereich ausgewählt wurde, der unter- oder überbelichtet ist und keine Details zur Körnungsstruktur enthält.

Die Störungs-Samples für die Effekte Körnung anpassen und Körnung entfernen werden immer der Quellebene entnommen. Da alle bereits auf die Ebene angewendeten Effekte oder Masken ignoriert werden, führt diese Methode zu einem präziseren Sampling. Sollen die Samples die vorhandenen Effekte berücksichtigen, musst du die Quellebene mit den Effekten bearbeiten bzw. vorrendern und dann das Ergebnis als Quellebene für den Körnungseffekt verwenden.

Vermeide scharfe Kanten, Farbverläufe, Glanzlichter, Texturen wie Gras und sich kräuselnde Wasseroberflächen, feine Details wie Haare und Blätter sowie über- oder unterbelichtete, informationsarme Bereiche.

  1. Wähle im Bedienfeld Effekteinstellungen im Menü Ansichtsmodus die Option Störungsbeispiele.

    Die Samples werden im Quellbild in Form kleiner, weißer Quadrate (24 x 24 Pixel) angezeigt.

  2. Wähle in der Einstellungsgruppe Sampling aus dem Dropdown-Menü Sampleauswahl die Option Manuell.

  3. Um unerwünschte Samples aus dem Bild zu entfernen, verringere den Wert für Sampleanzahl.

  4. Führen Sie einen der folgenden Schritte aus, um ein Störungs-Sample zu verschieben:
    • Klicken Sie in der Einstellungsgruppe Störungssamplepunkte auf den Punktparameter des Störungsbeispiels. In der Komposition wird ein über dem Beispiel zentriertes Fadenkreuz eingeblendet. Klicken Sie im Kompositionsfenster auf die gewünschte neue Stelle, um das Beispiel dort zu platzieren.

    • Ziehen Sie den Samplepunkt im Kompositionsfenster mit dem Auswahl-Werkzeug an die gewünschte Stelle.

    • Geben Sie im Effektfenster die gewünschten horizontalen und vertikalen Koordinaten ein.

    Hinweis:

    Die Anzahl der aktivierten Samplepunkte entspricht dem aktuellen Wert für Sampleanzahl.

  5. Wiederholen Sie den Vorgang für alle Samplepunkte, die Sie verschieben möchten.

Ändern des Sampling-Quellframes

Standardmäßig werden die Störungsbeispiele für die Effekte Körnung anpassen und Körnung entfernen immer dem ersten Frame der Sequenz entnommen. Sie können jedoch auch einen anderen Frame für die Entnahme der Beispiele festlegen. Ändern des Frames bietet sich an, wenn es zwischen den Frames einer Ebene starke Schwankungen hinsichtlich Beleuchtung und Belichtung gibt.

  1. Entscheide, welcher Frame aufgenommen werden soll. Achte darauf, dass der Anzeigestil der Projekteinstellungen auf Frames eingestellt ist und die Nummerierung bei null beginnt. Die Nummer des aktuellen Frames wird dann oben links im Bedienfeld Zeitleiste in blauer Farbe angezeigt. Gib diese Frame-Nummer in der Einstellungsgruppe Sampling unter Quellframe ein.

  2. Wählen Sie im Menü Ansichtsmodus die Option Störungsbeispiele.

    Der ausgewählte Frame wird im Bedienfeld Komposition angezeigt und die zugehörigen automatischen Samples sind in dem Bild eingeblendet.

Ändern der Störungs-Sample-Feldfarbe

Sie können für die Effekte Körnung entfernen oder Körnung anpassen die Ansichtsmodusoption Störungsbeispiele setzen, um die von dem jeweiligen Effekt aufgenommenen Bereiche anzuzeigen. Die aufgenommenen Bereiche erhalten automatisch eine weiße Kontur. Sie können auch die Farben der Feldkonturen dieser Störungsbeispiele ändern.

  1. Führe in der Einstellungsgruppe Sampling neben Samplefeldfarbe einen der folgenden Schritte aus:

    • Klicke auf das Farbfeld und wähle im Dialogfeld Farbwähler eine Farbe aus.
    • Klicken Sie auf die Pipetten-Schaltfläche und klicken Sie dann auf eine Farbe an einer beliebigen Stelle auf dem Bildschirm.

Arbeiten mit hinzugefügter oder angepasster Körnung

Mit dem Effekt Körnung hinzufügen erzeugst du in einem Bild eine neue Körnung oder Störung. Die Körnung wird dabei entweder ganz neu erstellt oder die Eigenschaften der Körnung basieren auf den Vorgaben. Auch der Effekt Körnung anpassen dient zur Erzeugung einer neuen Körnung. Dies geschieht aber durch eine Anpassung an die Körnung in einem anderen Bild. Das Bedienfeld Effekteinstellungen enthält verschiedene Einstellungen für beide Effekte, mit denen du Farbe, Farbtonbereich, Füllmethode und Animationseigenschaften der Körnung steuern kannst.

Ändern der Tonwerte hinzugefügter oder angepasster Körnung

Das präzise Körnungsmuster in einem Filmframe ist nicht in dem ganzen Frame einheitlich, sondern kann sich je nach den Tonwerten des Inhalts der einzelnen Pixel ändern. Beispielsweise hängt bei der chemischen Filmkörnung die Größe der Silberhalogenid-Kristalle von der Belichtungsdauer ab.

Mit den Effekten Körnung hinzufügen und Körnung anpassen kannst du diese feinen Körnungsunterschiede in Bildern reproduzieren. Dazu verwendest du die Einstellungen Schatten, Mitteltöne, Glanzlichter und Mittelpunkt in der Einstellungsgruppe Anwendung. Mit diesen Einstellungen können Sie definieren, wie viel Körnung den einzelnen Tonwertbereichen und Kanälen eines Bildes hinzugefügt wird. Du kannst z. B. überbelichteten Bereichen des blauen Kanals mehr Körnung hinzufügen, damit der abgebildete Himmel körniger wirkt.

Mit der für die Effekte Körnung hinzufügen und Körnung anpassen verfügbaren Einstellungsgruppe Anwendung können Sie Folgendes tun:

  • Wenn Sie bestimmen möchten, wie viel Körnung den einzelnen Tonwertbereichen im Bild hinzugefügt wird, ändern Sie die Werte für Schatten, Mitteltöne und Glanzlichter.
  • Wenn Sie den Mittelpunkt des Tonwertbereichs des Bildes definieren möchten, an der sich die Körnungsanwendung orientieren soll, verschieben Sie den Regler für „Mittelpunkt“. Der Standardwert dieses Reglers beträgt 0,5 und kennzeichnet die Mitte des Pixelwertbereichs, also 127 bei 8-Bit-Bildern und 16384 bei 16-Bit-Bildern.
  • Mit den Einstellungen unter Kanalbalance können Sie die Körnung in den Schatten, Mitteltönen und Glanzlichtern für jeden Kanal einzeln anpassen.

Animieren einer hinzugefügten oder angepassten Körnung

Die Körnung oder Störung, die von den Effekten Körnung hinzufügen und Körnung anpassen erzeugt wird, hat die gleiche Geschwindigkeit wie das Quellmaterial, damit das Ergebnis realistisch wirkt. Eine Verlangsamung der Störung kann nützlich sein, um bestimmte ästhetische Effekte zu erzielen oder zu vermeiden, dass die hinzugefügten Störungen zu auffällig wirken. Die beiden Effekte haben einen internen Zufallsgenerator, der die Position der Störungspixel von Frame zu Frame ändert. Ferner können Sie das Aussehen der Störung innerhalb eines Frames von Ebene zu Ebene ändern und dabei alle anderen Parameter konstant halten.

Mit der für die Effekte Körnung hinzufügen und Körnung anpassen verfügbaren Einstellungsgruppe Animation können Sie Folgendes tun:

  • Wenn du die Framerate der hinzugefügten Körnung festlegen möchtest, die ein Vielfaches der Ziel-Framerate ist, ändere im Bedienfeld Effekteinstellungen in der Einstellungsgruppe Animation den Wert für Animationsgeschwindigkeit. Je höher der Wert für Animationsgeschwindigkeit, desto niedriger die Lebensdauer der Körnung. Beim Standardwert 1 bewegt sich die Körnung mit derselben Geschwindigkeit wie die Frames. Bei niedrigeren Werten ändert sich die Körnung langsamer, wodurch Sie das Erscheinungsbild von Filmkörnung erzeugen können. Bei 0 ist die Körnung im Zeitverlauf stationär.
  • Wenn du zwischen den erzeugten Störungs-Frames durch Interpolation glatte Übergänge erstellen möchtest, aktiviere Fließend animieren. Diese Einstellung hat nur eine Wirkung, wenn für Animationsgeschwindigkeit ein Wert kleiner als 1 eingegeben wurde.
  • Wenn sich das Aussehen der Störungen innerhalb desselben Frames von Ebene zu Ebene ändern soll, ändere den Wert für Zufallsverteilung. Jeder Wert für Zufallsverteilung repräsentiert eine von 100 möglichen Darstellungsvarianten. Eine Änderung des Wertes bedeutet nicht, dass die Ergebnisse stärker oder weniger stark auf dem Zufall beruhen.

Mischen und Ändern der Farbe einer hinzugefügten oder angepassten Körnung

Sie können die Farbe, die Sättigung und die Füllmethode der mit den Effekten Körnung hinzufügen und Körnung anpassen erzeugten Körnung korrigieren.

Zu den Faktoren, die die Farbe der von diesen Effekten generierten Körnung beeinflussen können, gehören unter anderem:

  • Der Farbwert des darunter liegenden Pixels im Quellbild.
  • Der Sättigungswert der Störung.
  • Die Werte für Farbton und Farbstärke, sofern diese Einstellungen von den Standardwerten abweichen.
  • Der in der Einstellungsgruppe Anwendung für Füllmethode festgelegte Wert.
  • Die mit der Einstellungsgruppe Kanalintensitäten den einzelnen Kanälen zugewiesene Störungsmenge, sofern festgelegt.

Im Effektfenster in der Einstellungsgruppe Farbe können Sie die folgenden Optionen anpassen:

  • Monochromatisch: Damit verleihen Sie der hinzugefügten Störung einen einfachen Farbton. Die Standardfarbtöne sind schwarz und weiß, aber du kannst auch mit Farbton einen beliebigen Farbverlauf erstellen. (Die Einstellungen Sättigung und Kanalintensitäten sind nicht verfügbar, wenn Monochromatisch ausgewählt ist.)
  • Farbstärke: Hiermit steuern Sie die Tiefe und Intensität der Farbverschiebung.
  • Farbton: Damit legen Sie die Farbe fest, in die die hinzugefügte Störung sich ändert.
  • Sättigung: Damit steuern Sie die Stärke und Leuchtkraft der Farbe. 

Die Einstellung Füllmethode unter Anwendung bestimmt, wie der Farbwert der erzeugten Störung mit dem Farbwert der darunter liegenden Quellebene in den einzelnen Pixeln kombiniert wird:

  • Film: Damit entsteht der Eindruck, als ob die erzeugte Körnung in das Bild eingebettet ist. Dieser Modus wirkt sich auf dunklere Farben stärker aus als auf hellere und simuliert die Körnung in einem Filmnegativ.
  • Multiplizieren: Bei dieser Option werden die Farbwerte der Störung und der Quelle miteinander multipliziert. Das Ergebnis kann heller oder dunkler als das Original ausfallen, weil die Störung einen positiven oder negativen Wert haben kann.
  • Hinzufügen: Bei dieser Option werden die Pixel-Farbwerte der Quelle und der Störung kombiniert. Das Ergebnis ist nicht immer heller als das Original, weil die mit den Körnungseffekten erzeugte Körnung einen positiven oder negativen Wert haben kann.
  • Bildschirm: Bei dieser Option werden die umgekehrten Helligkeitswerte der Störung und der Quelle miteinander multipliziert. Der Effekt ist mit einem Abzug von einem mehrfach belichteten Negativ vergleichbar. Das Ergebnis ist stets heller als das Original.
  • Overlay: Kombiniert das Verhalten von Film und Multiply. Tiefen und Lichter erhalten weniger Körnung und den Mitten wird die Körnung in vollem Umfang zugewiesen.

Effekt „Korn hinzufügen“

Der Effekt Körnung hinzufügen erzeugt ganz neue Störungen, ohne sich an vorhandenen Störungen zu orientieren. Vielmehr können Sie anhand von Parametern und Vorgaben für verschiedene Filmtypen künstlich unterschiedliche Störungs- oder Körnungstypen erzeugen. Sie können praktisch alle Eigenschaften dieser Störungen verändern, ihre Farbe festlegen, sie auf verschiedene Weise auf das Bild anwenden und sie sogar animieren oder nur einem bestimmten Bildteil zuweisen.

Dieser Effekt eignet sich für den 8-Bit- und 16-Bit-Farbmodus.

Original

Effekt „Körnung hinzufügen“ angewendet

Die Verteilung der hinzugefügten Störung über die Farbkanäle wirkt sich auf die Gesamtfarbe des resultierenden Bildes aus. Bei einem dunklen Hintergrund verstärkt die Störung eine bestimmte Bildfarbe, d. h., ein roter Farbton oder mehr Störungen im roten Kanal verleihen dem Bild einen rötlichen Schimmer. Bei einem dunklen Hintergrund schwächt die Störung eine bestimmte Bildfarbe ab, d. h., ein roter Farbton oder mehr Störungen im roten Kanal ergeben Cyan. Das Ergebnis hängt außerdem von der Einstellung „Füllmethode“ in der Einstellungsgruppe Anwendung ab.

Hinweis:

Die tatsächliche Körnung eines Bildes kann sich durch Faktoren wie Belichtung und Scan-Auflösung von den Filmvorgaben unterscheiden.

Mit den für den Effekt Körnung hinzufügen verfügbaren Steuerungen können Sie Folgendes tun:

  • Wenn Sie die Körnung eines bestimmten Films oder Fotos reproduzieren möchten, wählen Sie den Filmtyp im Effektfenster im Menü Vorgabe des Effekts Körnung hinzufügen.
  • Wenn Sie die Intensität und Größe der angewendeten Körnung ändern möchten und eine Weichzeichnung wünschen, passen Sie im Effektfenster die Einstellungsgruppe Tweaken des Effekts Körnung hinzufügen an.
  • Wenn Sie die Farbe der hinzugefügten Störung ändern möchten, ändern Sie die Einstellungen für Farbe.
  • Wenn Sie bestimmen möchten, wie der Farbwert der neuen Störung mit dem Farbwert der darunter liegenden Zielebene in den einzelnen Pixeln kombiniert wird, wählen Sie in der Einstellungsgruppe Anwendung eine Füllmethode.
  • Wenn Sie festlegen möchten, wie viel Körnung den einzelnen Tonwertbereichen in dem Bild sowie dem Mittelpunkt hinzugefügt wird, ändern Sie in der Einstellungsgruppe Anwendung die Werte für Tiefen, Mitten, Lichter und Mittelpunkt.
  • Wenn Sie die hinzugefügte Körnung animieren möchten, ändern Sie Eigenschaften in der Einstellungsgruppe Animation.
  • Wenn Sie den Effekt auf das ganze Bild anwenden möchten, wählen Sie im Menü Ansichtsmodus die Option Endausgabe.

Tweaken, Einstellungsgruppe für Körnungseffekte

Für die Effekte Körnung anpassen und Körnung hinzufügen gibt es eine gemeinsame Einstellungsgruppe namens Tweaken. Mit diesen Einstellungen kannst du die Intensität und Größe der Störung ändern und Weichzeichnung anwenden, und zwar für alle drei Kanäle gleichzeitig oder für jeden Kanal einzeln. Außerdem können Sie das Seitenverhältnis der angewendeten Körnung ändern.

Hinweis:

Die Werte für die Einstellungen unter Tweaken beziehen sich auf die in der Quellebene aufgenommene Störung, d. h., bei einem Wert von 1,0 bleibt die jeweilige Eigenschaft der Quellstörung unverändert und bei höheren oder niedrigeren Werten ändert sie sich.

In der Einstellungsgruppe Tweaken stehen Ihnen die folgenden Einstellungen zur Verfügung:

  • Intensität: Mit dieser Einstellung steuerst du, wie stark die Helligkeits- und Farbwerte zwischen Pixeln in der erzeugten Störung schwanken, und legst damit fest, wie auffällig die Störung ist. Bei einem höheren Wert ändert sich weder die Position noch die Größe eines einzelnen Korns, sondern es wirkt nur auffälliger; bei niedrigeren Werten wirkt es dezenter.
  • Größe: Damit passen Sie die Größe der erzeugten Körnung in Pixeln an.
  • Weichheit: Damit legen Sie den Umfang der Glättung in der Körnung fest.
  • Seitenverhältnis: Damit steuerst du das Verhältnis der Breite der erzeugten Körnung zu einer konstanten Höhe von 1. Mit dieser Einstellung kannst du den Effekt anamorphotischer Objektive simulieren oder ästhetische Effekte erzielen. Bei einem Wert über 1 wird die Körnung horizontal gedehnt, bei Werten unter 1 wird sie horizontal gequetscht.
  • Kanalintensitäten: Damit steuerst du den Kontrast zwischen den Pixeln in der erzeugten Störung in jedem Kanal separat. Sie können z. B. dem blauen Kanal mehr Körnung hinzufügen, um Film zu simulieren.
  • Kanalgröße: Damit passt du die Größe der erzeugten Körnung in Pixeln für jeden Kanal einzeln an.

Effekt „Kräuselwirbel“

  Verwenden neuer Beta-Funktionen

Die Option Kräuselwirbel ist jetzt für Tests und Feedback verfügbar. Probiere die Funktion jetzt in After Effects (Beta) aus.

Wenn du einen Rauscheffekt möchtest, der sich wie Rauch, fließendes Wasser oder wirbelnde Tinte anfühlt, verwende den Kräuselwirbel-Effekt. Es generiert glattes, animiertes 2D-Rauschen mit einer fließenden, organischen Qualität, die sich natürlich gut für Hintergründe, Texturebenen, abstrakte Bewegungen und überall dort eignet, wo du Bewegung möchtest, die fließt statt flackert.

Der Effekt unterscheidet sich von anderen Rauscheffekten, weil das Rauschfeld gekrümmt ist und die Vektoren, die das Rauschen definieren, gedreht werden, sodass sie immer tangential fließen, was zu einer charakteristischen flüssigen Qualität führt. 

Schleifenevaluierung

Eingaberauschen von einer anderen Ebene mit CC Particle World

Mit interner Störungsgeschwindigkeit und -richtung

Rauch und Feuer

  • Eingaberauschen: Wähle aus, was den Effekt antreibt und bestimmt, welche anderen Steuerungen in dieser Gruppe aktiv sind.
    • Intern: Verwendet Rauschen, das vom Effekt selbst generiert wird. Dies ist die eigenständigste Option und die einzige, die Geschwindigkeit und Richtung aktiviert. Geschwindigkeit (0–100) steuert, wie schnell das Rauschfeld über die Zeit driftet. Bei 0 ist es völlig statisch. Richtung legt den Winkel fest, in dem sich das Feld bewegt.
    • Diese Ebene: Verwendet die Luminanz der Ebene, auf die der Effekt angewendet wird, als Rauscheingabe. Die helleren Bereiche deiner Ebene werden zu den Spitzen des Rauschfelds, und die Krümmung wird dann aus den Verläufen in diesem Bild berechnet. Geschwindigkeit und Richtung sind in diesem Modus deaktiviert, da der eigene Inhalt der Ebene das Feld antreibt. 
    • Andere Ebene: Ermöglicht es dir, jede andere Ebene in deiner Komposition als Eingabe auszuwählen. Du kannst eine separate animierte Ebene, einen Verlauf, eine Unschärfe oder alles andere verwenden, um die Krümmung zu modulieren. Die Ebenenauswahl wird aktiv, zusammen mit zwei Steuerelementen, die spezifisch für diesen Modus sind:
      • Quellzuordnung: Füllen oder Zentrieren steuert, wie die Quellebene auf die Krümmungsebene zugeordnet wird, wenn sich Quell- und Krümmungsebene in der Größe unterscheiden. Füllen dehnt die Quelle, um die Ebene zu füllen, und Zentrieren verwendet eine 1:1-Pixel-Zuordnung und zentriert die Quelle; wenn die Quelle kleiner als die Krümmungsebene ist, wird der umgebende Bereich als neutral behandelt (mittelgrau, was keinen Verlauf und daher keine Krümmung an den Rändern erzeugt); wenn die Quelle größer ist, wird sie um die Mitte zugeschnitten. 
    • An Kante spiegeln: Das Aus oder Ein, wenn Diese Ebene ausgewählt ist, steuert, was passiert, wenn die Krümmungsberechnung Koordinaten außerhalb der Quellgrenzen abtastet.
      • Aus verblasst sanft zu neutral an den Rändern und erzeugt einen natürlichen Abfall, während die Krümmung zum Rand der Quelle hin abnimmt.
      • Ein spiegelt die Quelle an den Rändern und erzeugt ein nahtloses Kachelungsmuster, das das Feld unendlich in alle Richtungen ohne Rand-Artefakte erweitert.
  • Weichheit: 0–100, nur verfügbar bei ebenenbasierten Quellen, verwischt das Eingabe-Rauschfeld. Bei 0 wird die Quelle unverändert verwendet. Eine Erhöhung glättet feine Details in der Quelle, was sanftere, allmählichere Änderungen in der Krümmungsrichtung erzeugt. Wenn deine Quelle scharfe Kanten oder schnelle Helligkeitsänderungen hat, ist eine Erhöhung der Weichheit normalerweise die Lösung. 
  • Kräuselwirbel: Die Gruppe, in der der Charakter der Ausgabe geformt wird, mit drei Untergruppen:
    • Transformieren : Skalieren, Versatz, Drehung und andere Optionen positionieren und dimensionieren das Rauschfeld räumlich. Dieser Abschnitt funktioniert ähnlich wie die Transformieren-Gruppe in den Fractal Noise-Effekten.
  • Wirbelerzeugung
    • Evolution: Es ist ein Drehwinkel, der global auf jede Wirbelberechnung angewendet wird. Wenn du es über die Zeit animierst, durchläuft das gesamte Muster verschiedene Zustände — ideal für Schleifen oder um den Gesamtlook anzupassen, ohne die zugrunde liegende Struktur zu ändern. Wenn du ein sich wiederholendes Evolution-Muster möchtest, stelle sicher, dass Turbulence Speed und Input Noise Speed auf 0 gesetzt sind.
    • Turbulence Speed: 0–200 steuert, wie schnell sich das Rauschfeld über die Zeit ändert. Bei 0 ist die Turbulenz eingefroren. Höhere Werte lassen es schneller brodeln und wallen. Es ist unabhängig von Input Noise Speed und zeigt an, wie schnell sich die interne Störung entwickelt, anstatt dass sich das Input Noise bewegt.
    • Swirl: -360 bis 360 ist die Hauptsteuerung für die Animation des Rauschmusters über die Zeit. Höhere Werte erzeugen engere, dramatischere Wirbel und Windungen. Niedrigere Werte sind sanfter und fließender. Negative Werte kehren die Richtung des Wirbels um.
    • Dichte: -100 bis 100 steuert, wie dicht gepackt die Variation im Rauschen ist. Positive Werte ziehen die Komplexität zur Mitte hin; negative Werte drücken sie nach außen. Bei 0 ist sie gleichmäßig verteilt. 
    • Glätten: 0–100 steuert, wie scharf oder weich die Lockenstruktur ist. Bei 0 erhältst du feine, detaillierte Locken. Höhere Werte machen sie weicher und glätten sie aus.
    • Blend X/Y: 0–100 verschiebt die dominante Richtung des Flusses zwischen horizontal und vertikal.Bei 0 verläuft der Fluss hauptsächlich horizontal; bei 100 hauptsächlich vertikal.
  • Flussoptionen: Steuert, wie die charakteristischen langen, fließenden Linien im endgültigen Rendering aussehen und sich anfühlen.Diese Gruppe steuert die allgemeinen visuellen Eigenschaften des Outputs, einschließlich Linienlänge, Kantenschärfe und der Verteilung der Elemente.
    • Sampling-Anzahl: 3–24 steuert, wie glatt und kontinuierlich die Flusslinien erscheinen. Mehr Samples ergeben längere, kohärentere Linien; weniger ergeben ein raueres, zerrisseneres Ergebnis.
    • Sample-Radius: 0–200, wobei 0 das weiche zugrunde liegende Rauschen ohne Flusslinien erzeugt und 200 vollständig definierte, längliche Linienstrukturen erzeugt.Größere Werte bevorzugen breitere, schwungvollere Strukturen; kleinere Werte erfassen feinere Details.
    • Fluss-Weichheit : 0–100 steuert den Unterschied zwischen den hellen Flusslinien und den dunkleren umgebenden Bereichen. Niedrige Werte ergeben ein weicheres, diffuseres Ergebnis, bei dem alles allmählich ineinander übergeht. Höhere Werte lassen die hellen Linien schärfer vor einem dunkleren Hintergrund hervorstechen. 
    • Kantendefinition: 0–100, wobei niedrigere Werte weiche, gefiederte Kanten erzeugen, die ineinander übergehen.Höhere Werte führen zu schärferen, helleren, deutlicheren Strängen.
    • Fluss-Verblassen: 0–100, wobei 0 Flusslinien erzeugt, die gleichmäßig über den Frame verteilt sind. Höhere Werte lassen das Ergebnis organischer und ungleichmäßiger wirken, wobei einige Bereiche heller werden und andere verblassen.
  • Ausgabe: Die Optionen lassen dich jeden Schritt der Pipeline untersuchen und sind nützlich, um zu verstehen, wie deine Eingabe-Rauschen-Quelle aussieht, bevor sie gewirbelt wird, oder wie das rohe Wirbelfeld aussieht, bevor der Flusskohärenz-Durchgang es in das endgültige Ergebnis verwandelt.
    • Eingabe-Rauschen: Zeigt das ursprüngliche Rauschen vor jeglichen Änderungen.
    • Locken-Generierung: Zeigt, wie das Rauschen in fließende Bewegung umgewandelt wird.
    • Finales Rendering: Zeigt das fertige Ergebnis mit glatten Flusslinien.
  • Kontrast: Passe den Unterschied zwischen hellen und dunklen Bereichen im Rauschen an, um die visuelle Intensität zu erhöhen oder zu verringern.
  • Helligkeit: Gib einen Versatz zur Gesamtluminanz des Rauschens an, um das Ergebnis heller oder dunkler zu machen, ohne seine Struktur zu ändern.
  • HDR-Ergebnisse beschneiden: Setze Grenzwerte auf den darstellbaren Bereich von 0–1, um zu verhindern, dass helle HDR-Werte die standardmäßigen Farbgrenzen überschreiten.
  • Kanal: Gib an, auf welche Farbkanäle (RGB, einzelne Kanäle oder Alpha) die Kräuselwirbel-Ausgabe angewendet wird.

Effekt „Staub und Kratzer“

Der Effekt Staub und Kratzer reduziert das Rauschen, indem er nicht zusammenpassende Pixel innerhalb eines bestimmten Radius ändert, damit sie ihren benachbarten Pixeln stärker ähneln. Probiere verschiedene Kombinationen der Einstellungen unter Radius und Schwellenwert aus, um den besten Kompromiss zwischen Schärfe und Fehlerausgleich zu finden.

Dieser Effekt eignet sich für den 8-Bit- und 16-Bit-Farbmodus.

Originalbild mit Kratzern

Vergrößerte Ansicht der Kratzer

Kratzer mit Klarheitsverlust entfernt

Steuerungen für den Effekt „Staub und Kratzer“

  • Radius: Bestimmt, wie groß der Bereich ist, in dem der Filter nach Pixel-Unterschieden sucht. Durch hohe Werte wirkt das Bild verschwommen. Verwenden Sie daher den kleinstmöglichen Wert, bei dem die Fehler noch beseitigt werden.
  • Schwellenwert: Gibt an, wie sehr Pixel sich von ihren Nachbarn unterscheiden können, ohne dass sie durch den Effekt geändert werden. Verwenden Sie daher den größten Wert, bei dem die Fehler beseitigt werden.

Effekt „Fraktale Störungen“

Bei dem Effekt Fraktale Störungen wird Perlin-Rauschen verwendet, um Graustufenrauschen zu erzeugen, das Sie für organisch aussehende Hintergründe, Verschiebungsebenen und Strukturen verwenden oder mit dem Sie z. B. Wolken, Feuer, Lava, Dampf, fließendes Wasser oder Dunst simulieren können.

Dieser Effekt eignet sich für den 8-Bit-, 16-Bit- und 32-Bit-Farbmodus.

Mit den Einstellungen für Evolution können Sie feine Änderungen an der Form des Fraktals vornehmen. Durch Animieren dieser Einstellungen entstehen übergangslose Änderungen der fraktalen Störungen im Zeitablauf. Sie können so beispielsweise vorüberziehende Wolken oder fließendes Wasser darstellen.

Der Effekt Turbulente Störung modelliert turbulente Systeme exakter: Kleinere Störungselemente bewegen sich schneller als große. Der Einsatz des Effekts Fraktale Störungen statt des Effekts Turbulente Störung ist vor allem bei der Erstellung von Animationsschleifen empfehlenswert, da es beim Effekt Turbulente Störung keine Zykluseinstellungen gibt.

Hinweis:

Da die Steuerelemente bei beiden Effekten fast identisch sind, kannst du für den Einsatz des Effekts Turbulente Störung die meisten Anleitungen und Lehrgänge heranziehen, die für den Effekt Fraktale Störungen erstellt wurden. 

Steuerlemente für den Effekt „Fraktale Störungen“

  • Fraktaltyp: Die fraktale Störung wird durch Generierung eines Rasters von Zufallszahlen für die einzelnen Störungsebenen erstellt. Die Einstellung Komplexität gibt die Anzahl der Störungsebenen an. Mit der Einstellung Fraktaltyp werden die Eigenschaften dieses Rasters festgelegt.
  • Störungstyp: Die Art der Interpolation, die zwischen den Zufallswerten im Störungsraster verwendet werden soll.
  • Umkehren: Kehrt die Störung um. Schwarze Bereiche werden zu weißen und weiße Bereiche zu schwarzen.
  • Kontrast: Der Standardwert lautet 100. Bei höheren Werten erhalten Sie größere, schärfer definierte Schwarz- und Weißbereiche in der Störung, wodurch sich im Allgemeinen die Detailschärfe reduziert. Je niedriger die Werte werden, desto größere Graubereiche entstehen, die zu einem Aufweichen oder sogar gänzlichen Eliminieren der Störung führen.
  • Überlauf: Ordnet die Werte neu zu, die außerhalb des Bereichs von 0 bis 1,0 liegen. Folgende Optionen stehen zur Auswahl:
    • Beschneiden: Sorgt dafür, dass jeder Wert über 1,0 als reines Weiß und jeder Wert unter 0 als reines Schwarz angezeigt wird. Mit dem Wert für Kontrast wird festgelegt, wie groß der Anteil des Bildes ist, der außerhalb dieses Bereichs liegt. Bei höheren Werten erhalten Sie ein zumeist schwarzes und/oder weißes Bild mit geringerem Grauanteil. Daher führen höhere Kontrastwerte zu einer geringeren Detailschärfe. Wird die Ebene als Luminanz-Matte verwendet, verfügt sie über schärfere, deutlicher ausgeprägte Transparenzbereiche.
    • Weich beschränken: Weist die Werte auf einer unendlichen Kurve so zu, dass alle Werte im gültigen Bereich bleiben. Mit dieser Option wird der Kontrast reduziert, während die Störungen grau mit einigen wenigen rein schwarzen oder rein weißen Bereichen erscheinen. Wird die Ebene als Luminanz-Matte verwendet, verfügt sie über feine Transparenzbereiche.
    • Zurücklaufen: Ordnet die Werte in Dreieckform neu zu, wodurch Werte oberhalb von 1,0 oder unterhalb von 0 als gültig betrachtet werden. Mit dieser Option erhalten Sie feine Details, wenn der Kontrast über 100 liegt. Wird die Ebene als Luminanz-Maske verwendet, zeigt sie detaillierte, strukturierte Transparenzbereiche.
    • HDR-Ergebnisse zulassen: Es wird keine Neuzuordnung durchgeführt. Werte außerhalb des Bereichs von 0 bis 1,0 werden beibehalten.
  • Transformieren: Einstellungen zum Drehen, Skalieren und Positionieren der Störungsebenen. Die Ebenen wirken, als ob sie sich in unterschiedlichen Tiefen befinden würden, wenn du Perspektivische Verschiebung auswählst.
  • Komplexität: Die Anzahl an Störungsebenen, die gemäß den Detaileinstellungen kombiniert werden, um die fraktale Störung zu erzeugen. Wenn diese Zahl erhöht wird, wird die optische Tiefe und die Detailliertheit der Störung gesteigert.
Hinweis:

Eine Erhöhung der Komplexität führt zu längeren Renderzeiten. Versuchen Sie gegebenenfalls, eher die Größe als die Komplexität zu reduzieren – die Ergebnisse sind ähnlich und die Renderzeiten verkürzen sich. Mit einem Trick können Sie die optische Komplexität erhöhen, ohne die Renderzeit zu verlängern: Verwenden Sie eine negative oder eine sehr hohe Einstellung für Kontrast bzw. Helligkeit und wählen Sie für „Überlauf“ die Option „Zurücklaufen“.

  • Detaileinstellungen: Die fraktale Störung wird durch das Kombinieren von Störungsebenen generiert. Mit den Detaileinstellungen wird gesteuert, wie diese Kombination vonstatten geht und wie die Eigenschaften der Störungsebene gegeneinander versetzt sind. Durch das Verkleinern aufeinander folgender Ebenen werden feinere Details erzeugt.
    • Detaileinfluss: Gibt an, wie viel Einfluss jede aufeinander folgende Ebene auf die kombinierte Störung hat. Bei 100 % haben alle Wiederholungen gleich viel Einfluss. Bei 50 % hat jede Wiederholung halb so viel Einfluss wie die vorherige Wiederholung. Bei einem Wert von 0 % wirkt der Effekt, als sei die Komplexität gleich 1.
    • Detailskalierung, Detaildrehung und Detailversatz: Der Prozentsatz der Skalierung, der Winkel und die Position einer Störungsebene im Verhältnis zur vorherigen Störungsebene.
    • Detailgröße zentrieren: Berechnet jede Störungsebene von demselben Punkt wie die vorherige Ebene. Durch diese Einstellung kann der Eindruck von übereinander angeordneten duplizierten Störungsebenen entstehen.
  • Evolution: Verwendet zunehmende Umdrehungen. Dies bedeutet, dass sich mit jeder neuen Umdrehung auch das Bild weiter ändert. Diese Methode ist anders als bei normalen Umdrehungen, die sich nach der Einstellung einer Skalenscheibe richten, für die das Ergebnis für alle Vielfachen von 360° gleich ist. Bei Evolution unterscheidet sich das Aussehen bei 0° vom Aussehen nach einer Umdrehung, was sich wiederum vom Aussehen nach zwei Umdrehungen unterscheidet. Wenn du die Evolution-Einstellungen wieder auf ihren ursprünglichen Zustand zurücksetzen möchtest (z. B., um eine nahtlose Schleife zu erstellen), verwende die Option Zyklusevolution. Du kannst angeben, wie stark die Störung sich über einen Zeitraum entwickelt, indem du Evolution animierst. Je mehr Umdrehungen innerhalb einer angegebenen Zeit stattfinden, umso schneller ändert sich die fraktale Störung. Zu große Änderungen des Wertes für Evolution innerhalb eines kurzen Zeitraums können abrupte Übergänge zur Folge haben. Wenn Sie eine nahtlose Schleife erstellen möchten, aktivieren Sie die Option Zyklusevolution und richten Sie bei vollen Umdrehungen bei 0° Evolution-Keyframes ein. Nicht vollständig ausgeführte Umdrehungen können zu einer Unterbrechung der Schleife führen.
  • Evolutionsoptionen:Optionen für Evolution.
    • Zyklusevolution: Erstellt einen Evolutionszyklus, der über den angegebenen Zeitraum als Schleife wiederholt wird. Diese Option sorgt dafür, dass der Zustand der Evolution zu seinem Startpunkt zurückkehrt, wodurch ein nahtloser allmählicher Zyklus, ein sich nicht wiederholender Zyklus oder ein Schleifensegment entsteht. Um sicherzustellen, dass der Zyklus volle Umdrehungen durchführt, wählen Sie einen Zykluswert, der der Anzahl der für Evolution festgelegten Umdrehungen entspricht oder glatt durch diese teilbar ist.
    • Zyklus (in Umdrehungen): Gibt die Anzahl der Umdrehungen an, die die Störung durchläuft, bevor sie wiederholt wird. Die Zeitdauer zwischen den Evolution-Keyframes bestimmt die Geschwindigkeit dieser Evolutionszyklen. Diese Option wirkt sich nur auf die Evolution der Störung, und nicht auf die anderen Einstellungen, wie z. B. Transformieren, aus. Wenn Sie z. B. für zwei identische Zustände einer Störung unterschiedliche Größen- und Offset-Einstellungen festlegen, sehen diese nicht identisch aus. Die Option Zyklus ist nur verfügbar, wenn die Option Zyklusevolution aktiviert ist.
    • Zufallsverteilung: Legt einen zufälligen Wert fest, den der Effekt zur Generierung der Störung verwendet. Das Animieren der Eigenschaft Zufallsverteilung führt zu einem plötzlichen Wechsel von einem Störungssatz zu einem anderen (innerhalb desselben Fraktaltyps). Dies ist normalerweise kein erwünschtes Ergebnis. Animiere die Eigenschaft Evolution, um eine glatte Überblendung von Störungen zu erhalten.
Hinweis:
  • Durch Wiederverwenden von bereits erstellten Evolutionszyklen mit einem jeweils anderen Wert für Zufallsverteilung lassen sich schnell und einfach neue Animationen mit fraktalen Störungen erstellen. Durch Eingeben eines Wertes als Zufalls-Startwert wird das Störungsmuster verändert, ohne dass die Evolutionsanimation gestört wird.
  • Sie können Renderzeit sparen, indem Sie einen kurzen Evolutionszyklus vorrendern und dann für die gewünschte Dauer eine Schleife einrichten, statt die Evolution für die gesamte Komposition zu animieren.
  • Deckkraft: Dies ist die Deckkraft der Störung.
    • Füllmethode: Der Vorgang der Überblendung zwischen der fraktalen Störung und dem Originalbild. Die zur Wahl stehenden Füllmethoden sind bis auf die folgenden Ausnahmen mit denen in der Spalte Modi im Bedienfeld Zeitleiste identisch:
      • Ohne: Rendert nur die fraktale Störung. Eine Mischung mit der Originalebene findet nicht statt.
      • Farbton: Rendert fraktales Rauschen als Farbtonwerte anstatt als Graustufen. Die Sättigung und Helligkeit der Originalebene bleiben erhalten. Wenn es sich bei der Originalebene um eine Graustufenebene handelt, passiert nichts.
      • Sättigung: Rendert fraktales Rauschen als Sättigungswerte anstatt als Graustufen. Der Farbton und die Helligkeit der Originalebene bleiben erhalten. Wenn es sich bei der Originalebene um eine Graustufenebene handelt, passiert nichts.

Erstellen einer nahtlosen Schleife mit dem Effekt „Fraktale Störungen“

  1. Wähle im Bedienfeld Zeitleiste eine Ebene aus und wähle Effekt > Rauschen und Körnung > Fraktales Rauschen.

  2. Richten Sie zwei Keyframes für Evolution ein.

  3. Ändere die Zeitdauer zwischen den Keyframes und die Anzahl der Umdrehungen für Evolution so lange, bis du mit der Animation der Störung zufrieden bist.

  4. Wähle Zyklus-Evolution aus und setze einen Wert für Zyklus.

    Die Evolution führt innerhalb des durch den Abstand der Evolution-Keyframes bestimmten Zeitraums die unter Zyklus festgelegte Anzahl von Umdrehungen durch. Überlege dir vor der Festlegung des Wertes für Zyklus, wie viel von diesem Zyklus gerendert werden soll, bevor er sich wiederholt. Wählen Sie die kürzest mögliche Länge für Ihr Projekt, um Renderzeit zu sparen.

    Anfänglich ist der letzte Frame des Zyklus mit dem ersten Frame identisch. Um eine nahtlose Schleife zu erstellen, musst du den letzten Frame auslassen, indem du den Out-Point der Ebene auf den Frame vor dem letzten Frame des Zyklus festlegst.

  5. Verschiebe die Zeitmarke für den aktuellen Zeitpunkt auf die Zeit, zu der der Zyklus beendet wird. Wenn du z. B. als Zykluswert 2 festgelegt hast, musst du den Frame suchen, an dem der Wert für Evolution auch 2 ist.

    Hinweis:

    Wenn du Keyframes für andere Einstellungen des Effekts Fraktale Störungen eingerichtet hast, setze diese in der Zeitleiste zurück auf ihre anfänglichen Einstellungen zum Zeitpunkt des Beginns der Zykluswiederholung. Andernfalls werden die Einstellungen nicht als Schleife wiedergegeben.

  6. Schieben Sie die Zeitmarke für den aktuellen Zeitpunkt einen Frame zurück.

  7. Stellen Sie den Out-Point der Ebene auf diesen Frame ein.

  8. Rendere diese Ebene vor und importiere den vorgerenderten Film in das Projekt.
  9. Markiere das importierte Footage-Element im Bedienfeld Projekt und wähle Datei > Filmmaterial interpretieren. Gib dann für Schleife die Anzahl der Schleifen ein, die während der Dauer der Ebene im Projekt wiedergegeben werden sollen.

Effekt „Korn anpassen“

Mit dem Effekt Körnung anpassen werden die Störungen zweier Bilder aneinander angepasst. Dieser Effekt ist besonders bei Kompositionen und Blue-Screen-/Green-Screen-Verfahren nützlich. Der Effekt Körnung anpassen kann nur Störungen hinzufügen. Das Entfernen von Störungen ist also nicht möglich. Wenn das Ziel bereits mehr Störungen als die Quelle hat, ist eine exakte Anpassung folglich nicht möglich. In diesem Fall sollten Sie das Ziel zuerst mit dem Effekt Körnung entfernen bereinigen und dann Körnung anpassen anwenden, um eine perfekte Übereinstimmung zu erzielen.

Der Effekt Körnung anpassen führt Änderungen anhand von Störungsbeispielen durch. Es werden ganze Frames mit neuen Störungen erzeugt, um die Störungsbeispiele aufeinander abzustimmen. Sie haben die Möglichkeit, die Störungen vor der Anwendung des Effekts auf das neue Bild zu verändern. Beispielsweise können Sie die Störungen eines Bildes duplizieren, vergrößern und ihnen eine auffälligere Farbe geben.

Der Effekt Körnung anpassen hat einige Steuerungen mit dem Effekt Körnung hinzufügen gemeinsam. Dieser Effekt eignet sich für den 8-Bit- und 16-Bit-Farbmodus.

Hinweis:

Der Effekt Körnung anpassen nimmt die Störungsbeispiele in der Quellebene in dem Frame auf, der dem ersten Frame in der Zielebene entspricht. Wenn die Quellebene bei diesem Frame nicht vorhanden ist oder die Störungsbeispiele transparente Bereiche enthalten, werden keine Störungen erfasst oder angewendet.

Originalbild

Referenzbild mit Körnung

Effekt „Körnung anpassen“ angewendet

Anpassen der Störung oder Körnung zwischen Bildern

  1. Vergewissere dich, dass Quell- und Zielebene sich in derselben Komposition befinden.
  2. Wähle die Zielebene aus, der du Körnung hinzufügen möchtest.
  3. Wähle Effekt > Rauschen und Körnung > Körnung anpassen.

  4. Wähle im Bedienfeld Effekteinstellungen unter Störungs-Quellebene eine Ebene, in der ein Körnungs-Sample aufgenommen werden soll. (Unter Störungs-Quellebene werden nur Ebenen aufgeführt, die sich im Bedienfeld Zeitleiste befinden.)

    Die Körnung wird automatisch aufgenommen und auf den Vorschaubereich in der Zielebene angewendet. Wenn du eine automatische Anpassung benötigst, kannst du die übrigen Schritte ignorieren.

  5. Wenn die Zielebene bereits vor der Auswahl einer Störungs-Quellebene viele Störungen enthält und dies zu einer ungleichmäßigen Körnung führt, verschiebe den Regler Vorhandene Störungen ausgleichen, um eine zu starke Körnung zu vermeiden.

  6. Führe einen der folgenden Schritte aus:
    • Wenn du die Intensität und Größe der angewendeten Körnung ändern möchtest und eine Weichzeichnung wünscht, ändere die Einstellungen für Tweaken.
    • Wenn Sie die Farbe der hinzugefügten Störung ändern möchten, ändern Sie die Einstellungen für Farbe.
    • Wenn Sie bestimmen möchten, wie der Farbwert der neuen Störung mit dem Farbwert der darunter liegenden Zielebene in den einzelnen Pixeln kombiniert wird, wählen Sie in der Einstellungsgruppe Anwendung eine Füllmethode.
    • Wenn Sie festlegen möchten, wie viel Körnung den einzelnen Tonwertbereichen in dem Bild sowie dem Mittelpunkt hinzugefügt wird, ändern Sie in der Einstellungsgruppe Anwendung die Werte für Tiefen, Mitten, Lichter und Mittelpunkt.
  7. Wenn du die Effektansicht ändern möchtest, wähle im Bedienfeld Effekteinstellungen eine der folgenden Optionen im Menü Ansichtsmodus aus:

    • Störungs-Samples: Damit werden die Bereiche eingeblendet, anhand derer das aktuelle Störungsmodell ermittelt wurde. Wenn du die Quellebene auswählst, wird sie im Bedienfeld Komposition zusammen mit ihren Störungs-Sample-Feldern eingeblendet.
    • Kompensations-Samples: Damit werden die Störungs-Samples angezeigt, die automatisch aus dem Zielbild extrahiert wurden.
    • Vorschau: Damit werden die aktuellen Einstellungen des angewendeten Effekts in einem 200 x 200 Pixel großen Bereich angezeigt.
    • Mischmaske: Zeigt die aktuelle Farbmaske, die aktuelle Maskierung oder eine Kombination aus Farbmaske und Maskierung an, die sich aus den aktuellen Einstellungen für Mit Original mischen ergibt.
    • Endausgabe: Rendert den gesamten aktiven Frame anhand der aktuellen Effekteinstellungen.
  8. Falls gewünscht, können Sie die hinzugefügte Körnung animieren.
  9. Wähle unter Ansichtsmodus die Option Endausgabe aus.

Ausgleichen vorhandener Störungen bei der Störungsanpassung

Wenn du versuchst, mit dem Effekt Körnung anpassen die Körnung zwischen Bildern anzupassen, und die Zielebene bereits eine sichtbare Körnung hat, kann die dabei entstehende Körnung ungleichmäßig oder zu stark ausfallen. Dies lässt sich mit der Einstellung Vorhandene Störungen ausgleichen vermeiden. Sie extrahiert sowohl aus der Quelle als auch aus dem Ziel ein Störungsmodell, ändert die Störungen aus der Quelle, um den im Ziel bereits vorhandenen Störungen Rechnung zu tragen, und wendet sie dann auf das Ziel an.

Wenn du diese Einstellung automatisch einsetzen möchtest, setze den Regler Vorhandene Störung ausgleichen auf 100 %. Wähle dann Kompensierungsbeispiele im Menü Ansichtsmodus, um die Störungs-Samples in der Zielebene anzuzeigen. Du kannst die Samples im Zielbild auch verschieben, indem du den Sampling-Modus auf „Manuell“ setzt, wodurch die Kompensierungs-Sample-Punkte für die manuelle Verschiebung verfügbar werden.

  1. Wende den Effekt Korn anpassen auf die Zielebene an.

  2. Ändere im Bedienfeld Effekteinstellungen bei Bedarf für den Effekt Korn anpassen den Wert Vorhandene Störungen ausgleichen. Die Störungen in der Quellebene und in der Zielebene werden aufgenommen und die Unterschiede berechnet. Dann werden dem Ziel nur gerade so viele Störungen zugewiesen, dass die Quellebene und die Zielebene übereinstimmen.

  3. Wenn du die Störungs-Samples ändern möchtest, wähle im Menü Ansichtsmodus die Option Störungsbeispiele, ändere die Einstellung Sampling > Sampleauswahl inManuell und erweitere dann die Kompensierungs-Sample-Punkte. Der aktuelle Wert für Sampleanzahl bestimmt, wie viele Punkte verfügbar sind.

  4. Um einen Sample-Punkt zu verschieben, führen Sie einen der folgenden Schritte aus:
    • Ziehe den Sample-Punkt im Bedienfeld Komposition an eine neue Stelle.
    • Geben Sie im Effektfenster neben dem Samplepunkt unter Kompensierungssamplepunkte neue XY-Koordinaten ein.
    • Klicke im Bedienfeld Effekteinstellungen auf den Punktparameter für den Kompensierungs-Sample-Punkt und dann im Bedienfeld Komposition auf die Stelle, an die der Punkt verschoben werden soll.
  5. Wähle unter Ansichtsmodus die Option Endausgabe aus.

Effekt „Median“

Der Effekt Median ersetzt die einzelnen Pixel durch ein Pixel, das den Medianwert benachbarter Pixel innerhalb eines bestimmten Radius hat. Wenn du geringe Werte für den Radius festlegst, kann dieser Effekt für die Verringerung einiger Arten von Bildrauschen verwendet werden. Bei höheren Werten für den Radius wirkt das Bild durch diesen Effekt wie ein Gemälde.

Dieser Effekt eignet sich für den 8-Bit- und 16-Bit-Farbmodus.

Originalbild

Bild mit angewendetem Median-Effekt

Median-Effekt (Legacy)

Der Effekt Median (Legacy) reduziert Rauschen oder Körnung, indem er ein Bild weichzeichnet und dabei Kanten erhält. Er ist besonders effektiv beim Entfernen von Salz-und-Pfeffer-Rauschen.

  • Radius: Steuere, wie stark der Median-Filter das Bild beeinflusst. Ein größerer Radius bedeutet, dass ein größerer Bereich abgetastet wird, um den Median-Pixel-Wert zu berechnen, was zu stärkerer Ausgleichung und mehr Rauschreduzierung führt.
  • Auf Alphakanal anwenden: Aktiviere diese Option, um sie auf den alpha (Transparenz)-Kanal anstatt (oder zusätzlich zu) den RGB-Farbkanälen anzuwenden.

Effekt „Rauschen“

Mit dem Effekt Störung werden Pixel-Werte im gesamten Bild nach dem Zufallsprinzip geändert.

Dieser Effekt eignet sich für den 8-Bit-, 16-Bit- und 32-Bit-Farbmodus.

Originalbild

Bild mit angewendetem Rauscheffekt

  • Stärke des Rauschens: Gibt an, wie viel Störung hinzugefügt werden soll.
  • Störungstyp: Wenn Farbrauschen benutzen aktiviert ist, werden den Rot-, Grün- und Blau-Kanälen individuell Zufallswerte zugeordnet. Andernfalls wird in allen Kanälen jedem einzelnen Pixel derselbe Zufallswert zugeordnet.
  • Beschneiden: Beschneidet Farbkanalwerte. Wird diese Option deaktiviert, wird mehr optische Störung erzeugt. Diese Einstellung funktioniert nicht in einem 32-Bit-Projekt.

Effekt „Störungen - Alpha“

Mit dem Effekt Störungen – Alpha werden einem Alphakanal Störungen hinzugefügt.

Dieser Effekt funktioniert mit dem 8-Bit-Farbmodus.

  • Störung: Der Typ der Störung. 
    • Gleichmäßig per Zufall erstellt gleiche Mengen von Tiefen- und Lichterstörungen. 
    • Im Quadrat per Zufall erstellt Störungen mit hohem Kontrast. 
    • Gleichmäßig in Animation erstellt animierte Störungen.
    • Im Quadrat in Animation erstellt animierte Störungen mit hohem Kontrast.
  • Stärke: Das Ausmaß der Störung.
  • Original-Alpha: So wird die Störung auf den Alphakanal angewendet:
    • Hinzufügen: Du erhältst gleiche Mengen von Störungen in den transparenten und deckenden Bereichen des Clips.
    • Beschränken: Sorgt dafür, dass nur die deckenden Bereiche mit Störungen versehen werden.
    • Skalieren: Erhöht die Störungsmenge proportional zum Deckkraftwert und erzeugt in Bereichen mit 100 % Transparenz keine Störungen.
    • Kanten: Sorgt dafür, dass Störungen nur in teilweise transparenten Bereichen, wie z. B. am Rand des Alphakanals, erzeugt werden.
  • Überlauf: Gibt an, wie der Effekt Werte neu zuordnet, die außerhalb des Graustufenbereichs von 0 bis 255 liegen.
    • Beschneiden: Werte über 255 werden dem Wert 255 zugeordnet. Werte unter 0 werden dem Wert 0 zugeordnet.
    • Zurücklaufen: Werte über 255 und unter 0 werden in den Bereich von 0 bis 255 zurückgespiegelt. Beispiel: Ein Wert von 258 (255+3) wird auf 252 (255-3) gespiegelt und ein Wert von ‑3 wird auf 3 gespiegelt.
    • Umbruch: Werte über 255 oder unter 0 werden in den Bereich 0-255 umgebrochen. Ein Wert von 258 wird in 2 umgebrochen, ein Wert von 256 wird in 0 umgebrochen und ein Wert von ‑3 wird in 253 umgebrochen.
  • Zufallsverteilung: Ein Eingabewert für den Zufallszahlengenerator für die Störung. Diese Einstellung ist nur verfügbar, wenn Sie entweder Gleichmäßig per Zufall oder Im Quadrat per Zufall gewählt haben.
Hinweis:

Störungen mit abrupten Übergängen können Sie durch Animieren der Einstellung Zufallsverteilung erzeugen. Wenn Sie übergangslos animierte Störungen erstellen möchten, animieren Sie den Wert Störungsphase.

  • Störungsoptionen (Animation): So werden Störungen animiert. Ändern Sie das Timing der Störungsphase-Keyframes, um die Geschwindigkeit der Zyklen anzupassen.
    • Störungszyklus: Erzeugt einen Störungszyklus, der innerhalb der angegebenen Zeit genau einmal wiedergegeben wird.
    • Zyklus (in Umdrehungen): Gibt die Anzahl der Umdrehungen der Störungsphase an, die die Störung durchläuft, bevor sie wiederholt wird (nur verfügbar, wenn Störungszyklus aktiviert ist).
Hinweis:

Wenn Sie bei der Animation des Werts Störungsphase Zeit sparen möchten, erstellen Sie mithilfe der Option Störungszyklus eine nahtlose Störungsschleife. Rendere dann die Ebene und importiere sie als neues Quell-Footage-Element.  

Effekt „Störungen HLS“ und Effekt „Störungen HLS Auto“

Mit den Effekten Rauschen HLS und Rauschen HLS Auto werden den Farbton-, Helligkeits- und Sättigungskomponenten eines Bildes Störungen hinzugefügt. Mit dem Effekt Rauschen HLS Auto erzeugte Störungen sind automatisch animierte Störungen, wobei du die Geschwindigkeit der Animation auswählst. Verwende zur Animierung des Effekts Rauschen HLS Keyframes oder Expressions. Die Einstellungen für diese Effekte sind dieselben, mit Ausnahme der Einstellung Störungsphase bzw. Störungsanimationsgeschwindigkeit, mit der die Störungsanimation gesteuert wird.

Diese Effekte eignen sich für den 8-Bit-Farbmodus.

Originalbild

Bild mit angewendetem Rauschen-HLS-Effekt

  • Störung: Der Typ der Störung. 
    • Gleichmäßig erstellt eine gleichmäßige Störung. 
    • Quadrat erstellt Störungen mit hohem Kontrast. 
    • Korn erstellt körniges Rauschen, ähnlich wie Filmkörnung.
  • Korn: Der Betrag an Störung, der den Farbtonwerten hinzugefügt wird.
  • Helligkeit: Der Betrag an Störung, der den Helligkeitswerten hinzugefügt wird.
  • Sättigung: Der Betrag an Störung, der den Sättigungswerten hinzugefügt wird.
  • Korngröße: Diese Einstellung ist nur für die Störung Korn verfügbar.
  • Störungsphase (nur für Rauschen HLS): Ein Eingabewert für den Zufallszahlengenerator für die Störung. Wenn du für Störungsphase Keyframes einrichtest, durchläuft der Effekt die Phasen, um animierte Störungen zu erzeugen. Je größer die Unterschiede zwischen den Keyframe-Werten sind, desto schneller ist die Störungsanimationen.
  • Störungsanimationsgeschwindigkeit (nur Rauschen HLS Auto): Die Geschwindigkeit der Störungsanimation.Wenn Sie die Störungsanimation beschleunigen oder verzögern möchten, animieren Sie diese Eigenschaft.

Effekt „Korn reduzieren“

Der Effekt Korn reduzieren dient zum Entfernen von Körnung oder visuellen Störungen. Dieser Effekt versucht anhand ausgefeilter Signalverarbeitungs- und statistischer Berechnungen das Bild so wiederherzustellen, wie es ohne Körnung oder Störungen aussehen würde. Es gibt zwar viele Methoden, mit denen sich Störungen in einem Bild reduzieren lassen, z. B. mit dem Effekt Gaußscher Weichzeichner oder Median, dabei werden jedoch stets die Schärfe und Glanzlichter beeinträchtigt. Der Effekt Korn reduzieren hingegen kann feine Details von Störungen unterscheiden und daher weitgehend erhalten.

Für den Effekt Korn reduzieren gibt es verschiedene Optionen, mit denen sich Störungsreduzierung und Bildschärfe präzise aufeinander abstimmen lassen. Ferner kann der Effekt Korn reduzieren die Unterschiede zwischen Frames analysieren, um Rauschminderung und Bildschärfe weiter zu verbessern. Da dabei mehrere Zeiträume berücksichtigt werden, spricht man auch von zeitlicher Filterung.

Hinweis:

Eine optimale Körnungsreduzierung setzt optimale Störungsbeispiele voraus. Das Ergebnis des automatischen Samplings hängt vom Bildinhalt und Störungstyp ab. Sie können auch die Anzahl, Größe und Position der Beispiele ändern, um für ein bestimmtes Bild optimale Ergebnisse zu erzielen.

Mit den für den Effekt Körnung entfernen unter Zeitliche Filterung verfügbaren Einstellungen können Sie den aktuellen Frame anhand eines statistischen Algorithmus an den vorherigen und den folgenden Frame angleichen. Diese Einstellungen sind besonders beim Entfernen von Komprimierungsartefakten aus DV- und Videofootage wirksam.

Die Ergebnisse dieses Filters lassen sich nur dann richtig beurteilen, wenn Sie sich die Sequenz in Echtzeit ansehen. Dazu müssen Sie eine Review einblenden oder die Sequenz in eine Datei rendern und sich den Film ansehen.

Tipp:

Wenn die Vorschau des Effekts Korn reduzieren schneller angezeigt werden soll, ändere die Effekteinstellungen für Korn reduzieren im Bedienfeld Effekteinstellungen am besten der Reihe nach. Ermitteln Sie zuerst effektive Einstellungen für die Körnungsreduzierung und ändern Sie dann erst die drei letzten Einstellungen.

Dieser Effekt eignet sich für den 8-Bit- und 16-Bit-Farbmodus.

Originalbild

Effekt „Korn reduzieren“ angewendet

Entfernen von Störungen oder Körnung aus einem Bild

  1. Wähle die Ebene aus und klicke auf Effekt > Rauschen und Körnung > Korn reduzieren.

  2. Führe in der Einstellungsgruppe Einstellungen für Störungen reduzieren die folgenden Schritte aus:

    • Wenn Sie die Störungsmenge in dem Bild insgesamt ändern möchten, ändern Sie den Wert für Störung reduzieren.
    • Wenn du die Störungsmenge in jedem Kanal einzeln korrigieren möchtest, ändere unter Kanalstörung reduzieren die Werte für Rotstörung reduzieren, Grünstörung reduzieren und Blaustörung reduzieren.
    Hinweis:

    Durch Wiederverwenden von bereits erstellten Evolutionszyklen mit einem jeweils anderen Wert für Zufallsverteilung lassen sich schnell und einfach neue Animationen mit fraktalen Störungen erstellen. Durch Eingeben eines Wertes als Zufalls-Startwert wird das Störungsmuster verändert, ohne dass die Evolutionsanimation gestört wird.

  3. Ändere den Wert für Durchgänge, um festzulegen, welcher Störungsradius maximal erkannt werden kann:

    • Ist die Körnung groß und klobig, versuchen Sie es mit einem höheren Wert für Durchgänge. Eine größere Anzahl von Durchgängen verringert großflächigere Störungen.
    • Dauert das Rendern bei einer großen Datei länger als gewünscht, verwende weniger Durchgänge. Es wird dann weniger Speicher beansprucht und das Rendern geht schneller.
    Hinweis:

    Wenn die optimale Anzahl von Durchgängen einmal festgelegt wurde, haben zusätzliche Durchgänge keine Wirkung.

  4. Wähle aus dem Dropdown-Menü Modus eine der folgenden Optionen aus:

    • Mehrkanal: Damit wird die Körnung in allen Kanälen eines Bildes gleichzeitig reduziert. Dies führt in der Regel bei Farbbildern zu den besten Ergebnissen. Dieser Modus nutzt das Zusammenspiel der Kanäle, um Störungen gezielter zu reduzieren.
    • Einkanal: Damit wird die Körnung in jedem Kanal einzeln reduziert. Dieser Modus eignet sich für monochrome Bilder und ist ideal, wenn Mehrkanal unerwünschte Farbartefakte verursacht.
  5. Ändere unter Feinabstimmung folgende Optionen, um für ein ausgewogeneres Verhältnis zwischen Rauschminderung und Bildschärfe zu sorgen:

    Chrominanz unterdrücken

    • Chrominanz-Unterdrückung: Hiermit wird ein Teil der Chrominanz aus der Störung unterdrückt und so das Bild bereinigt. Ein höherer Wert kann farbenfrohe Störungen reduzieren. Bei einem zu hohen Wert kann die Chrominanz im Bild selbst abnehmen. (Chrominanz unterdrücken ist bei Graustufenbildern wirkungslos und nicht verfügbar, wenn im Modus Einstellungen für „Störungen reduzieren“ die Option Einzelkanal gewählt wurde.)
    • Textur: Mit dieser Option steuerst du, wie viele geringfügige Störungen zulässig sind. Diese Einstellung ist besonders nützlich, wenn Sie unerwünschte Artefakte reduzieren oder fein strukturierte Bereiche wie Holzmaserung oder Ziegel beibehalten möchten. Bei niedrigeren Werten ist das Ergebnis glatter, wirkt aber womöglich unnatürlich. Bei höheren Werten unterscheidet sich das Ergebnis u. U. nicht vom Original.
    • Reaktion auf versch. Störungen: Steuert, wie bei der Rauschminderung mit unterschiedlich großen Störungen innerhalb eines Bildes umgegangen wird. Beim Standardwert 0 werden alle Größen gleich behandelt. Bei negativen Werten bleiben größere Reststörungen übrig und kleinere Körnungen werden aggressiver entfernt. Bei positiven Werten bleiben kleinere Störungen übrig und es werden vor allem größere Störungen reduziert.
    • Saubere Farbflächen: Steuert, wie stark benachbarte Pixel mit geringfügigen Wertunterschieden im Rahmen der Rauschminderung geglättet werden. Diese Einstellung ist bei großen einfarbigen Flächen, die möglichst sauber sein müssen, besonders nützlich. Fast einfarbige Bildbereiche können bei zu hohen Einstellungen völlig geglättet werden und dadurch unnatürlich wirken.
  6. Passe die Einstellungen für Unscharf maskieren so an, dass subtile Kantendetails wiederhergestellt werden, die die Körnungsreduzierung entfernt hatte.

  7. Mit den Einstellungen für Zeitliche Filterung kannst du Interframe-Störungen reduzieren.

  8. Wenn du die Effektansicht ändern möchtest, wähle aus dem Dropdown-Menü Ansichtsmodus eine der folgenden Optionen:

    • Störungs-Samples: Damit werden die Bereiche eingeblendet, anhand derer das aktuelle Störungsmodell ermittelt wurde.
    • Vorschau: Damit werden die aktuellen Einstellungen des angewendeten Effekts in einem 200 x 200 Pixel großen Bereich angezeigt.
    • Mischmaske: Zeigt die aktuelle Farbmaske, die aktuelle Maskierung oder eine Kombination aus Farbmaske und Maskierung an, die sich aus den aktuellen Einstellungen für Mit Original mischen ergibt.
  9. Wähle unter Ansichtsmodus die Option Endausgabe aus.

Hinzufügen zeitlicher Filterung zu einer Ebene

  1. Wende den Effekt Korn reduzieren auf das Bild an.

  2. Platziere den Vorschaubereich für Korn reduzieren über dem Bildbereich, der die subtilsten Änderungen zwischen Frames aufweist bzw. die meisten beweglichen Bilddetails enthält.

  3. Wählen Sie unter Zeitliche Filterung die Option Aktivieren aus.

  4. Ändern Sie den Wert für Betrag auf 100 %.

  5. Rendere die Komposition und exportiere sie.

  6. Wenn sich bewegende Objekte von unerwünschten Streifen oder unscharfen Stellen umgeben sind, verringer den Wert für Bewegungsempfindlichkeit und sieh dir erneut eine Vorschau an bzw. rendere die Sequenz.

  7. Mit den folgenden Techniken kannst du das Ergebnis verbessern:
    • Wenn du sehr auffällige Störungen in einem Film schnell reduzieren möchtest, setze den Wert für Störung reduzieren auf 0 und die Option Betrag für zeitliche Filterung auf 100 %. Rendere dann den Film.
    • Wenn du die Vorschau beschleunigen möchtest, wende die zeitliche Filterung auf die Ebene an, nachdem alle Einstellungen für einen einzelnen Frame angepasst wurden.
    • Wenn Sie die Effekte auf einer Ebene erhalten und ihr eine zeitliche Filterung zuweisen möchten, sollten Sie die ausgewählte Ebene vorkomponieren (Ebene > Vorkomposition erstellen) und dann den Effekt Körnung entfernen auf diese Ebene anwenden.

Scharfzeichnen eines Bildes mit der Einstellung „Unscharf maskieren“

Mit den für den Effekt Korn reduzieren verfügbaren Einstellungen unter Unscharf maskieren kannst du den Kontrast von Kanten und feinen Details erhöhen, um einen Teil der Schärfe wiederherzustellen, die bei der Körnungsreduzierung eventuell verloren gegangen ist.

  1. Führe einen der folgenden Schritte aus:
    • Erhöhe unter Unscharf maskieren den Wert für Betrag, um eine akzeptable Scharfzeichnung zu erzielen, ohne dabei unerwünschte Artefakte zu erzeugen oder zu viel Körnung wiederherzustellen.
    • Erhöhen Sie den Wert für Schwellenwert, um unerwünschte Artefakte zu entfernen, die bei der Scharfzeichnung entstehen.
    • Ändern Sie den Wert für Radius, um den Bereich zu verändern, in dem Unscharf maskieren nach Details sucht.
    • Ändern Sie den Wert für Störung reduzieren, bis Sie den Punkt erreichen, an dem das Bild unscharf wird. Erhöhen Sie den Wert dann ein wenig und wenden Sie die Einstellungen für Unscharf maskieren an, um das Bild scharfzuzeichnen.

Effekt „Turbulente Störung“

Beim Effekt Turbulente Störung wird Perlin-Rauschen verwendet, um Graustufenrauschen zu erzeugen, das du für organisch aussehende Hintergründe, Verschiebungsebenen und Strukturen verwendest oder mit dem du z. B. Wolken, Feuer, Lava, Dampf, fließendes Wasser oder Dunst simulieren kannst.

Der Effekt Turbulente Störung ist im Wesentlichen eine moderne, leistungsstärkere Umsetzung des Effekts Fraktale Störungen. Das Rendern geht beim Effekt Turbulente Störung schneller; zudem ist der Einsatz für das Erstellen flüssiger Animationen einfacher. Der Effekt Turbulente Störung modelliert turbulente Systeme exakter: Kleinere Störungselemente bewegen sich schneller als große. Der Einsatz des Effekts Fraktale Störungen statt des Effekts Turbulente Störung ist vor allem bei der Erstellung von Animationsschleifen empfehlenswert, da es beim Effekt Turbulente Störung keine Zykluseinstellungen gibt.

Hinweis:

Da die Steuerelemente bei beiden Effekten fast identisch sind, kannst du für den Einsatz des Effekts Turbulente Störung die meisten Anleitungen und Lehrgänge heranziehen, die für den Effekt Fraktale Störungen erstellt wurden. 

Mit den Einstellungen für Evolution kannst du feine Änderungen an der Form der Störung vornehmen. Durch Animieren dieser Einstellungen entstehen übergangslose Änderungen der fraktalen Störungen im Zeitablauf. Sie können so beispielsweise vorüberziehende Wolken oder fließendes Wasser darstellen.

Dieser Effekt eignet sich für den 8-Bit-, 16-Bit- und 32-Bit-Farbmodus.

Steuerungen für den Effekt „Turbulente Störung“

  • Fraktaltyp: Die fraktale Störung wird durch Generierung eines Rasters von Zufallszahlen für die einzelnen Störungsebenen erstellt. Die Einstellung Komplexität gibt die Anzahl der Störungsebenen an. Mit der Einstellung Fraktaltyp werden die Eigenschaften dieses Rasters festgelegt.
  • Störungstyp: Die Art der Interpolation, die zwischen den Zufallswerten im Störungsraster verwendet werden soll.
  • Umkehren: Kehrt die Störung um. Schwarze Bereiche werden zu weißen und weiße Bereiche zu schwarzen.
  • Kontrast: Der Standardwert lautet 100. Bei höheren Werten erhalten Sie größere, schärfer definierte Schwarz- und Weißbereiche in der Störung, wodurch sich im Allgemeinen die Detailschärfe reduziert. Je niedriger die Werte werden, desto größere Graubereiche entstehen, die zu einem Aufweichen oder sogar gänzlichen Eliminieren der Störung führen.
  • Überlauf: Ordnet die Werte neu zu, die außerhalb des Bereichs von 0 bis 1,0 liegen. Folgende Optionen stehen zur Auswahl:
    • Beschneiden: Sorgt dafür, dass jeder Wert über 1,0 als reines Weiß und jeder Wert unter 0 als reines Schwarz angezeigt wird. Mit dem Wert für Kontrast wird festgelegt, wie groß der Anteil des Bildes ist, der außerhalb dieses Bereichs liegt. Bei höheren Werten erhalten Sie ein zumeist schwarzes und/oder weißes Bild mit geringerem Grauanteil. Daher führen höhere Kontrastwerte zu einer geringeren Detailschärfe. Wird die Ebene als Luminanz-Matte verwendet, verfügt sie über schärfere, deutlicher ausgeprägte Transparenzbereiche.
    • Weich beschränken: Weist die Werte auf einer unendlichen Kurve so zu, dass alle Werte im gültigen Bereich bleiben. Mit dieser Option wird der Kontrast reduziert, während die Störungen grau mit einigen wenigen rein schwarzen oder rein weißen Bereichen erscheinen. Wird die Ebene als Luminanz-Matte verwendet, verfügt sie über feine Transparenzbereiche.
    • Zurücklaufen: Ordnet die Werte in Dreieckform neu zu, wodurch Werte oberhalb von 1,0 oder unterhalb von 0 als gültig betrachtet werden. Mit dieser Option erhalten Sie feine Details, wenn der Kontrast über 100 liegt. Wird die Ebene als Luminanz-Maske verwendet, zeigt sie detaillierte, strukturierte Transparenzbereiche.
    • HDR-Ergebnisse zulassen: Es wird keine Neuzuordnung durchgeführt. Werte außerhalb des Bereichs von 0 bis 1,0 werden beibehalten.
  • Transformieren: Einstellungen zum Drehen, Skalieren und Positionieren der Störungsebenen. Die Ebenen wirken, als ob sie sich in unterschiedlichen Tiefen befinden würden, wenn du Perspektivische Verschiebung auswählst.
  • Komplexität: Die Anzahl an Störungsebenen, die gemäß den Detaileinstellungen kombiniert werden, um die Störung zu erzeugen. Wenn diese Zahl erhöht wird, wird die optische Tiefe und die Detailliertheit der Störung gesteigert.
Hinweis:

Eine Erhöhung der Komplexität führt zu längeren Renderzeiten. Versuchen Sie gegebenenfalls, eher die Größe als die Komplexität zu reduzieren – die Ergebnisse sind ähnlich und die Renderzeiten verkürzen sich. Mit einem Trick können Sie die optische Komplexität erhöhen, ohne die Renderzeit zu verlängern: Verwenden Sie eine negative oder eine sehr hohe Einstellung für Kontrast bzw. Helligkeit und wählen Sie für „Überlauf“ die Option „Zurücklaufen“.

  • Detaileinstellungen: Die fraktale Störung wird durch das Kombinieren von Störungsebenen generiert. Mit den Detaileinstellungen wird gesteuert, wie diese Kombination vonstattengeht und wie die Eigenschaften der Störungsebene gegeneinander versetzt sind. Durch das Verkleinern aufeinander folgender Ebenen werden feinere Details erzeugt.
    • Detaileinfluss: Gibt an, wie viel Einfluss jede aufeinander folgende Ebene auf die kombinierte Störung hat. Bei 100 % haben alle Wiederholungen gleich viel Einfluss. Bei 50 % hat jede Wiederholung halb so viel Einfluss wie die vorherige Wiederholung. Bei einem Wert von 0 % wirkt der Effekt, als sei die Komplexität gleich 1.
    • Detailskalierung: Der Prozentsatz der Skalierung einer Störungsebene im Verhältnis zur vorherigen Störungsebene.
  • Evolution: Verwendet zunehmende Umdrehungen. Dies bedeutet, dass sich mit jeder neuen Umdrehung auch das Bild weiter ändert. Diese Methode ist anders als bei normalen Umdrehungen, die sich nach der Einstellung einer Skalenscheibe richten, für die das Ergebnis für alle Vielfachen von 360° gleich ist. Bei Evolution unterscheidet sich das Aussehen bei 0° vom Aussehen nach einer Umdrehung, was sich wiederum vom Aussehen nach zwei Umdrehungen unterscheidet. Du kannst angeben, wie stark die Störung sich über einen Zeitraum entwickelt, indem du Evolution animierst. Je mehr Umdrehungen innerhalb einer angegebenen Zeit stattfinden, umso schneller ändert sich die fraktale Störung. Zu große Änderungen des Wertes für Evolution innerhalb eines kurzen Zeitraums können abrupte Übergänge zur Folge haben.
  • Evolutionsoptionen: Steuert, wie sich das fraktale Rauschmuster über die Zeit entwickelt und ermöglicht eine gleichmäßige, kontinuierliche Animation des Rauschens.
    • Turbulenzfaktor: Der Wert, um den sich die Geschwindigkeit kleinerer Störungselemente von der Geschwindigkeit größerer Störungselemente unterscheidet. Bei einem Wert von 0 entspricht die Bewegung den vom Effekt Fraktale Störungen generierten Störungsbewegungen – kleinere Elemente bewegen sich dann genauso schnell wie größere. Bei einem höheren Wert entsteht der Eindruck, dass die Störungsebenen ähnlich aufgewühlt werden wie natürliche Turbulenzen in einer Flüssigkeit.
    • Zufallsverteilung: Legt einen zufälligen Wert fest, den der Effekt zur Generierung der Störung verwendet. Das Animieren der Eigenschaft Zufallsverteilung führt zu einem plötzlichen Wechsel von einem Störungssatz zu einem anderen (innerhalb desselben Fraktaltyps). Dies ist normalerweise kein erwünschtes Ergebnis. Animiere die Eigenschaft Evolution, um eine glatte Überblendung von Störungen zu erhalten.
  • Deckkraft: Dies ist die Deckkraft der Störung.
  • Füllmethode: Der Vorgang der Überblendung zwischen der fraktalen Störung und dem Originalbild. Die zur Wahl stehenden Füllmethoden sind bis auf die folgenden Ausnahmen mit denen in der Spalte „Modi“ im Bedienfeld Zeitleiste identisch:
    • Ohne: Rendert nur die fraktale Störung. Eine Mischung mit der Originalebene findet nicht statt.
    • Farbton: Die fraktale Störung wird nicht als Graustufen, sondern als Farbtonwerte gerendert. Die Sättigung und Helligkeit der Originalebene bleiben erhalten. Wenn es sich bei der Originalebene um eine Graustufenebene handelt, passiert nichts.
    • Sättigung: Die fraktale Störung wird nicht als Graustufen, sondern als Sättigung gerendert. Der Farbton und die Helligkeit der Originalebene bleiben erhalten. Wenn es sich bei der Originalebene um eine Graustufenebene handelt, passiert nichts.

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