Effekte unter „Weich- und Scharfzeichnen“

Im Allgemeinen nehmen Weichzeichnungseffekte ein Sample von dem Bereich um den Pixel und weisen dem Pixel einen neuen Wert zu, bei dem es sich um den Durchschnitt der Samplewerte handelt. Eine verstärkte Weichzeichnung ist das Ergebnis einer Vergrößerung des Samples, gleichgültig, ob die Größe als Radius oder als Länge ausgedrückt wird.

Einige Weichzeichnungseffekte verfügen über die Option „Kantenpixel wiederholen“. Wählen Sie diese Option aus, damit der Weichzeichnungsalgorithmus so arbeitet, als wären die Pixelwerte jenseits der Ebenenkante dieselben wie die Werte der Kantenpixel. Durch diese Option bleiben die Kanten scharf und wird verhindert, dass sie dunkler und transparenter werden – das Ergebnis von Durchschnittsberechnungen mit vielen Nullen. Wenn Sie diese Option deaktivieren, arbeitet der Weichzeichnungsalgorithmus so, als ob alle Pixel jenseits der Kante der Ebene Null seien.

Hinweis:

Beim Weichzeichnen eines Bildes werden Filmkörnung und Störungen entfernt. Soll das Bild realistischer wirken, fügen Sie dem bearbeiteten Bild wieder Rauschen hinzu, damit es nicht retuschiert wirkt. (Siehe Effekte unter „Störung und Körnung“.)

In einem Beitrag in seinem ProLost-Blog vergleicht Stu Maschwitz die Effekte „Feld weichzeichnen“, „Schneller Weichzeichner“ und „Gaußscher Weichzeichner“ miteinander.

Effekte von Drittanbietern in dieser Kategorie, die in After Effects enthalten sind:

  • CC-Effekt „Cross Blur“

  • CC-Effekt „Radial Blur“

  • CC-Effekt „Radial Fast Blur“

  • CC-Effekt „Vector Blur“

Anwenden eines Effekts oder einer Vorgabe

Sie können einen Effekt oder eine Effektvorgabe anwenden, indem Sie den Effekt oder die Effektvorgabe aus dem Effekte- und Vorgabenfenster auf Ihre Komposition ziehen. Um das Effekte- und Vorgabenfenster zu öffnen, wählen Sie Fenster > Effekte und Vorgaben.

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Anwenden eines Effekts oder einer Vorgabe auf eine Komposition

Effekt „Beidseitiger Weichzeichner“

Mit dem Effekt „Beidseitiger Weichzeichner“ wird ein Bild selektiv weichgezeichnet. Kanten und andere Details bleiben dabei erhalten. Kontraststarke Bereiche, in denen große Unterschiede zwischen Pixelwerten bestehen, werden weniger weichgezeichnet als Bereiche mit geringeren Kontrasten.

Der Effekt „Beidseitiger Weichzeichner“ unterscheidet sich vor allem dadurch vom Effekt „Selektiver Weichzeichner“, dass die Kanten und Details noch geringfügig weichgezeichnet werden. Dadurch entsteht ein weicherer, verträumterer Ausdruck als beim Einsatz des Effekts „Selektiver Weichzeichner“ mit gleichen Einstellungen.

Das mit dem Effekt „Beidseitiger Weichzeichner“ erzielte Ergebnis ähnelt sehr stark dem Ergebnis, das mit dem Filter „Matter machen“ in Adobe Photoshop erzielt wird.

Eran Stern demonstriert auf der Motionworks-Website den Effekt „Beidseitiger Weißzeichner“.

Dieser Effekt eignet sich für den 8-Bit-, 16-Bit- und 32-Bit-Farbmodus.

Bilateral-Blur

Schwellenwert

Der Radius der Weichzeichnung wird in Bereichen mit Kanten oder anderen auffälligen Details automatisch verringert. Die Einstellung „Schwellenwert“ bestimmt darüber, welche Bereiche beim Einsatz des Effekts „Beidseitiger Weichzeichner“ zu bewahrende Elemente enthalten und welche Bereiche in vollem Umfang weichgezeichnet werden. Bei einem geringeren Schwellenwert bleiben mehr feine Einzelheiten erhalten. Bei einem höheren Schwellenwert entsteht ein schlichteres Ergebnis, weniger Einzelheiten bleiben erhalten.

Radius

Bei einem größeren Radius für die Weichzeichnung wird zur Bestimmung der jeweiligen Pixelwerte über mehr Pixel gemittelt; ein höherer Radius verstärkt also die Weichzeichnung.

Einfärben

Wenn die Option „Einfärben“ nicht aktiviert ist, dient bei jedem Pixel ein Wert als Bezug für den Effekt „Beidseitiger Weichzeichner“: der Luminanzwert, ein gewichteter Durchschnitt der Werte aus dem R-, G- und B-Farbkanal. So entsteht ein monochromatisches Bild.

Bei aktivierter Option „Einfärben“ wird der Effekt „Beidseitiger Weichzeichner“ auf jeden Farbkanal einzeln angewendet. Dadurch entsteht ein Farbbild.

Effekt „Feld weichzeichnen“

„Feld weichzeichnen“ ist ähnlich wie „Schneller Weichzeichner“ und „Gaußscher Weichzeichner“, doch „Feld weichzeichnen“ verfügt über den zusätzlichen Vorteil der Eigenschaft „Iterationen“, mit der Sie die Qualität der Weichzeichnung steuern können.

In einem Beitrag in seinem ProLost-Blog vergleicht Stu Maschwitz die Effekte „Feld weichzeichnen“, „Schneller Weichzeichner“ und „Gaußscher Weichzeichner“ miteinander.

Dieser Effekt eignet sich für den 8-Bit-, 16-Bit- und 32-Bit-Farbmodus.

Iterationen

Gibt an, wie oft nacheinander der Weichzeichnungseffekt auf das Bild angewendet wird. Durch einen Wert von etwa 3 erhält eine Weichzeichnung eine ähnliche Qualität wie ein „Schneller Weichzeichner“. Durch eine höhere Zahl von Iterationen werden glattere Übergänge zwischen Farben erzielt und wird die Weichzeichnung verstärkt, allerdings nimmt das Rendern mehr Zeit in Anspruch. Mit dem Standardwert erhalten Sie kastenförmige Ergebnisse.

Box-Blur

Effekt „Kameralinsen-Weichzeichner“

Der Effekt ersetzt den Effekt „Tiefenschärfe abmildern“. Der Effekt weist einen größeren Weichzeichnungsradius auf als der Effekt „Tiefenschärfe abmildern“ (500) und ist sehr viel schneller als dieser. Der Effekt „Kameralinsen-Weichzeichner“ deaktiviert auch nicht mehr die Mehrprozessorverarbeitung „Mehrere Frames gleichzeitig rendern“, wie dies bei früheren Versionen der Fall war.

Details, Schulungen und Ressourcen zum Effekt „Kameralinsen-Weichzeichner“, zur Tiefenschärfeneinstellung bei Kameras sowie zu Kamerabefehlen finden Sie in diesem Artikel auf der Adobe-Website.

Dieser Effekt eignet sich für den 8-Bit-, 16-Bit- und 32-Bit-Farbmodus.

Hinweis:

Die Beschreibungen der Eigenschaften des Effekts „Kameralinsen-Weichzeichner“ gelten auch für die Eigenschaftengruppe „Kameraoptionen“ der Kameraebene mit identischen (oder ähnlichen) Namen.

Irisblende – Eigenschaften

Die Irisblende verfügt unter anderem über folgende Eigenschaften: Form, Rundheit, Seitenverhältnis, Drehung und Beugungsstreifen.

Beugungsstreifen

Durch diesen Effekt wird ein Halo um den Rand einer Iris erstellt, der eine Lichtbrechung entlang der Ränder der Irisblende simuliert. Bei einem Wert von 100 ist ein natürlicher normaler Halo sichtbar, der auf dem in der Form des Weichzeichners dargestellten Bereich basiert. Bei einem Wert von 500 wird die gesamte Energie des Weichzeichners vom Inneren des Weichzeichners in den Ring/Halo verschoben. Dieser Effekt simuliert im Wesentlichen eine katadioptrische Linse.

Weichzeichnermatrix

Eine Steuerungsebene kann als Weichzeichnermatrix verwendet werden, um die Eigenschaften des Effekts „Kameralinsen-Weichzeichner“ zu beeinflussen.

Ebene

Die Ebene, die als Weichzeichnermatrix verwendet werden soll.

Kanal

Für die Weichzeichnermatrix stehen als Kanal „Luminanz“, eine Farbe oder „Alphakanal“ zur Verfügung.

Weichzeichnen-Brennweite

Der Wert aus der Steuerungsebene, der dem Weichzeichner-Wert null entspricht. Der Unterschied zwischen dem Wert für „Weichzeichnen-Brennweite“ und einem Wert aus der Steuerungsebene bestimmt die Intensität des Weichzeichners des entsprechenden Bereichs auf der Ebene bei angewendetem Effekt.

Glanzlicht

Erhöht die Farbwerte der Pixel, die oberhalb des Schwellenwertes liegen. Höhere Glanzlichtwerte erzeugen die besten Ergebnisse, wenn ein auffälliger Weichzeichner-/Leuchteffekt erzeugt werden soll.

Verstärkung

Die Stärke der Darstellung für Pixel, die oberhalb des Schwellenwertes liegen. Abhängig davon, wie hell ein Pixel über dem Schwellenwert ist, wird die Helligkeit des Pixelwertes durch diesen relativen Wert erhöht.

Schwellenwert

Der Grenzwert für die Luminanz, ab dem die Glanzlicht-Verstärkung einsetzt. Pixel, die deutlich heller sind als der Schwellenwert, werden mehr verstärkt als Pixel, die nur geringfügig darüber liegen. Wenn Sie den Schwellenwert auf 0 einstellen, werden sämtliche Pixel verstärkt, deren Helligkeit über 0 liegt. Bei einem Wert von 1 werden sämtliche Glanzlichter eliminiert (sofern das Bild keine übermäßigen hellen Farben enthält).

Sättigung

Der Farbbetrag in den verstärkten Pixeln. Bei einem Wert von 0 werden die verstärkten Farben in Richtung Weiß verschoben (wie dies beim alten Effekt „Tiefenschärfe abmildern“ der Fall war). Bei einem Wert von 100 werden so viele Farben wie möglich erhalten. Die Sättigung der Glanzlichter ist in Situationen mit farbigen Lichtern (z. B. bei einer Stadt bei Nacht) besonders auffällig, wenn die Farben einem bunten „bokeh“-Gobelin gleichen.

Kanten

Nähere Informationen zur Auswirkung der Option „Kantenpixel wiederholen“ auf Weichzeichnungseffekte finden Sie unter Effekte unter „Weich- und Scharfzeichnen“.

Linearen Arbeitsfarbraum verwenden

Liefert ein Ergebnis, das dem eines Projekts in einem linearisierten Arbeitsfarbraum gleicht. Prüfen Sie diese Eigenschaft (oder legen Sie sie in den Projekteinstellungen fest), um in Ihren Bildern realistische „bokeh“-Effekte zu sehen.

Hinweis:

Aktivieren Sie das Kontrollkästchen „Linearen Arbeitsfarbraum verwenden“ und vergewissern Sie sich, dass Sie im 32-Bit-Farbmodus arbeiten. Eine geringere Farb-Bit-Tiefe führt zu Quantisierung.

Aufwärts- und Abwärtskompatibilität

Wenn der Effekt „Kameralinsen-Weichzeichner“ einem Projekt in After Effects CS5.5 und höher hinzugefügt und dieses dann als After Effects CS5-Projekt gespeichert wird (siehe Speichern und Sichern von Projekten in After Effects CS5.5 und höher), wird in einer Warnmeldung darauf hingewiesen, dass der Effekt fehlt. Projekte, die in After Effects CS5 oder früher mit dem Effekt „Tiefenschärfe abmildern“ erstellt wurden, behalten diesen Effekt, wenn sie in After Effects CS5.5 und höher geöffnet werden. Sie können jedoch den Effekt „Tiefenschärfe abmildern“ in After Effects CS5.5 oder höher nicht direkt anwenden.

Effekt „Kameraverwacklung reduzieren“

Der Effekt Kameraverwacklung reduzieren ermöglicht die Minimierung von Bewegungsunschärfe, die durch Kameraverwacklung verursacht wurde. Verwackeltes Footage können Sie mithilfe des Effekts Verkrümmungsstabilisierung VFX stabilisieren, jedoch bleiben unerwünschte Artefakte wie Bewegungsunschärfe möglicherweise bestehen. Kameraverwacklung reduzieren verringert unerwünschte Artefakte für bessere Ergebnisse. Dieser Effekt rekonstruiert unscharfe Frames durch die gezielte Scharfzeichnung beider Seiten jedes Frames. Mithilfe der Optical-Flow-Technologie kombiniert der Effekt Kameraverwacklung reduzieren scharfe und verschwommene Frames.

Vor und nach Anwendung des Effekts „Kameraverwacklung reduzieren“
Vor und nach Anwendung des Effekts „Kameraverwacklung reduzieren“

Anwendung des Effekts „Kameraverwacklung reduzieren“

Um den Effekt anzuwenden, führen Sie einen der folgenden Schritte aus:

  • Im Menü Effekt wählen Sie Effekte > Weich- und Scharfzeichnen > Kameraverwacklung reduzieren.
„Kameraverwacklung reduzieren“ im Menü „Effekt“ anzeigen
„Kameraverwacklung reduzieren“ im Menü „Effekt“ anzeigen

  1. Klicken Sie in das Suchfeld im Fenster Effekte und Vorgaben und geben Sie „Kameraverwacklung reduzieren“ ein.

    „Kameraverwacklung reduzieren“ im Menü „Effekte und Vorgaben“ anzeigen
    „Kameraverwacklung reduzieren“ im Menü „Effekte und Vorgaben“ anzeigen

  2. Dieser Effekt wird in der Kategorie Weich- und Scharfzeichnen angezeigt.

  3. Ziehen Sie den Effekt auf die Zeitleiste, um ihn auf die Komposition anzuwenden.

Der Effekt Kameraverwacklung reduzieren bietet Ihnen einen Satz an Eigenschaften, mit denen Sie die Wirkung des Effekts anpassen können.

Um die Eigenschaften zu öffnen, führen Sie folgende Schritte aus:

  1. Öffnen Sie im Effekteinstellungsfenster den Effekt Schärfen von Kamerawacklern.

  2. Ändern Sie die Eigenschaften, die für den Effekt angezeigt werden. 

    Ändern der Einstellungen des Effekts „Kameraverwacklung reduzieren“ im Effekteinstellungsfenster
    Ändern der Einstellungen des Effekts „Kameraverwacklung reduzieren“ im Effekteinstellungsfenster

Eigenschaften des Effekts „Kameraverwacklung reduzieren“

  • Verwacklungsdauer: Ändert die Anzahl der vorausgehenden und nachfolgenden Frames, die mit dem verwackelten Frame verglichen werden, um einen Frame ohne Bewegungsunschärfe zu generieren. Die Eigenschaft Verwacklungsdauer definiert die Anzahl der Frames, die von der Bewegungsunschärfe betroffen sind. Wählen Sie einen niedrigeren Wert für eine kürzere bzw. einen höheren Wert für eine längere Sequenz mit Kameraverwacklung. 
  • Methode der Verwacklungsminderung: Die verwendete Optical-Flow-Methode bestimmt das Pixel-Mapping von nicht verwackelten Frames auf verwackelte Frames. Sie können zwischen Hohe Qualität (langsamer) und Standardqualität wählen. Bei Auswahl von Hohe Qualität (langsamer) werden präzisere Ergebnisse erzielt, gleichzeitig erhöht sich jedoch die Verarbeitungszeit. Die Option Standardqualität verkürzt die Verarbeitungszeit und erfüllt durchschnittliche Qualitätsanforderungen.
  • Stärke: Bestimmt die Intensität der Korrektur, die auf einen verwackelten Frame angewendet wird. Sie können der Stärke Werte von 100 % (Standardeinstellung) bis 200 % zuweisen, je nachdem, wie sehr ein Frame verwackelt ist. Höhere Werte können in Artefakten resultieren, wenn Frames ohne Bewegungsunschärfe innerhalb der mit „Verwacklungsdauer“ festgelegten Sequenz nicht optimal auf die verwackelten Frames ausgerichtet werden.
  • Verwacklungsempfindlichkeit: Definiert den Schwellenwert, der bestimmt, ob ein Frame als verwackelt gilt und der Effekt angewendet wird. Bei einem niedrigeren Wert der Verwacklungsempfindlichkeit werden nur die am stärksten von der Kameraverwacklung betroffenen Frames berücksichtigt. Frames mit geringerer Bewegungsunschärfe werden ignoriert. Ein höherer Wert der Verwacklungsempfindlichkeit bewirkt die Erkennung von Kameraverwacklung jeder Intensität und die Anwendung des Effekts auf sämtliche Frames, die Bewegungsunschärfe aufweisen. 

Tipp: Die besten Ergebnisse erzielen Sie, wenn Sie den Effekt Kameraverwacklung reduzieren auf bereits stabilisiertes Footage anwenden. Stabilisieren Sie Ihr Footage daher zunächst mithilfe eines Effekts wie Verkrümmungsstabilisierung VFX und wenden Sie anschließend den Effekt Kameraverwacklung reduzieren an.

Hinweis:

Sollte sich die Bewegungsschärfe nicht problemlos entfernen lassen, kann die mehrfache Anwendung von Kameraverwacklung reduzieren mit einem niedrigeren Stärke-Wert zu besseren Ergebnissen führen. 

Effekt „Kameraverwacklung reduzieren“ in After Effects

Effekt „Kameraverwacklung reduzieren“ in After Effects
In diesem Video erfahren Sie, wie Sie mit dem Effekt „Kameraverwacklung reduzieren“ Bewegungsunschärfe reduzieren können

Effekt „Kanal-Weichzeichner“

Der Effekt „Kanal-Weichzeichner“ zeichnet den Rot-, Grün-, Blau- oder Alphakanal einer Ebene weich.

Hinweis:

Wenn Störungen und Artefakte hauptsächlich in einem bestimmten Farbkanal auftreten, z. B. MPEG-Komprimierungsartefakte im blauen Kanal von DV-Footage, können Sie mit dem Effekt „Kanal-Weichzeichner“ die Störungen in diesem Kanal beseitigen, während die anderen Kanäle scharf bleiben. Dieser Effekt eignet sich für den 8-Bit-, 16-Bit- und 32-Bit-Farbmodus.

Channel-Blur

Effekt „Ebenenübergreifender Weichzeichner“

Der Effekt „Ebenenübergreifender Weichzeichner“ zeichnet die Pixel in der ausgewählten Ebene auf der Basis der Luminanzwerte einer Weichzeichnungsebene weich. Helle Werte in der Weichzeichnungsebene sorgen standardmäßig für eine stärkere Weichzeichnung, während dunklere Werte zu einer geringeren Weichzeichnung führen. Wählen Sie für helle Werte „Umkehren“ aus, was einer geringeren Weichzeichnung entspricht.

Mit diesem Effekt können Sie Flecken und Fingerabdrücke oder Änderungen der Sichtbarkeit durch atmosphärische Einflüsse, wie z. B. Rauch oder Hitze, simulieren. Besonders gut funktioniert dies bei animierten weichgezeichneten Ebenen wie jenen, die mit dem Effekt „Turbulente Störung“ generiert wurden.

Dieser Effekt eignet sich für den 8-Bit-, 16-Bit- und 32-Bit-Farbmodus.

Compound-Blur

Maximum

Legt fest, inwieweit die einzelnen Teile der betreffenden Ebene weichgezeichnet werden können. Die Angabe erfolgt in Pixeln.

Matrix auf Ebenengröße skalieren

Skaliert die Steuerungsebene auf die Maße der Ebene, auf die sie angewendet wird; andernfalls wird die Steuerungsebene in der Effektebene zentriert.

Steve Holmes bietet auf der Artbeats-Website einen Video-Lehrgang an, der die Verwendung des Effekts „Ebenenübergreifender Weichzeichner“ demonstriert.

Effekt „Richtungsunschärfe“

Mit dem Effekt „Richtungsunschärfe“ kann die Illusion vermittelt werden, dass sich die jeweilige Ebene bewegt.

Andrew Kramer demonstriert in einem Video-Tutorial auf der Video Copilot-Website die Verwendung des Effekts „Richtungsunschärfe“, um einen Schussrückschlag wie eine schnelle Bewegung erscheinen zu lassen.

Dieser Effekt eignet sich für den 8-Bit-, 16-Bit- und 32-Bit-Farbmodus. Der Effekt verwendet die GPU-Beschleunigung, um das Rendern zu beschleunigen.

Directional-Blur

Richtung

Legt die Richtung der Weichzeichnung fest. Die Weichzeichnung wird gleichermaßen zu beiden Seiten der Mitte eines Pixels angewendet. Somit produzieren eine Einstellung von 180° und eine Einstellung von 0° dasselbe Ergebnis.

Effekt „Schneller Feld-Weichzeichner“

Dieser Effekt repliziert das Render-Ergebnis des Effekts „Schneller Weichzeichner (veraltet)“ bei höherer Verarbeitungsgeschwindigkeit. Um den Effekt anzuwenden, wählen Sie Effekt > Weich- und Scharfzeichnen > Schneller Feld-Weichzeichner. Der Effekt „Schneller Feld-Weichzeichner“ wird von der GPU Ihres Computers gerendert.

Anwenden des Effekts „Schneller Feld-Weichzeichner“
Anwenden des Effekts „Schneller Feld-Weichzeichner“

Hinweis:

Für die Erstellung von Skripten und Verwendung von Expressions lautet die Bezeichnung des Schnellen Feld-Weichzeichners „ADBE Box Blur2“. Der ältere Name „ADBE Box Blur“ kann weiterhin zur Anwendung des Effekts genutzt werden, jedoch in Verbindung mit dem älteren Effektnamen „Feld weichzeichnen“.

Effekt „Gaußscher Weichzeichner“

Mit dem Effekt „Gaußscher Weichzeichner“ werden Bilder weichgezeichnet und Störungen entfernt. Die Qualitätseinstellung der Ebene hat keine Auswirkungen auf den Effekt „Gaußscher Weichzeichner“. 

Dieser Effekt verwendet die Option „Kantenpixel wiederholen“ und funktioniert mit 8-, 16- und 32-Bit-Farben. Der Effekt verwendet die GPU-Beschleunigung, um das Rendern zu beschleunigen.

Der Effekt „Gaußscher Weichzeichner“ ersetzt den Effekt „Gaußscher Weichzeichner (veraltet)“ und liefert ein leicht von diesem abweichendes Rendering-Ergebnis.

Gaussian-Blur

Effekt „Radialer Weichzeichner“

Mit dem Effekt „Radialer Weichzeichner“ wird eine Weichzeichnung um einen Punkt herum erzeugt. Dadurch wird das Zoomen oder Drehen einer Kamera simuliert.

Bei der Qualitätseinstellung „Beste“ können Sie festlegen, wie stark geglättet werden soll. Bei der Qualitätseinstellung „Entwurf“ erfolgt keine Glättung. Bei der Qualitätseinstellung „Entwurf“ wirkt die Weichzeichnung körnig. Dies ist als Spezialeffekt nutzbar, führt aber auf Interlaced-Bildschirmen leicht zu einem Flackern.

Dieser Effekt eignet sich für den 8-Bit-, 16-Bit- und 32-Bit-Farbmodus.

Radial-Blur

Typ

Durch „Drehung“ erfolgt die Weichzeichnung in Bögen um einen Mittelpunkt, als ob die Kamera sich dreht; mit „Stärke“ wird die Drehung in Grad angegeben. Bei „Zoom“ erfolgt die Weichzeichnung von einem Mittelpunkt radial nach außen und mit „Stärke“ wird die Länge der Weichzeichnung angegeben.

Effekt „Scharfzeichner“

Mit dem Effekt „Scharfzeichner“ kann der Kontrast an den Stellen mit Farbänderungen verstärkt werden. Die Qualitätseinstellung der Ebene hat keine Auswirkungen auf den Effekt „Scharfzeichner“.

Dieser Effekt eignet sich für den 8-Bit-, 16-Bit- und 32-Bit-Farbmodus.

Der Effekt „Scharfzeichner“ verwendet die GPU-Beschleunigung, um das Rendern zu beschleunigen.

Sharpen-Effect

Effekt „Selektiver Weichzeichner“

Mit dem Effekt „Selektiver Weichzeichner“ wird ein Bild weichgezeichnet und bleiben die Linien und Kanten innerhalb des Bildes erhalten. Mit dem Effekt „Selektiver Weichzeichner“ können Sie z. B. schattierte Bereiche weichzeichnen und alle scharfen Kanten unverändert beibehalten.

Smart-Blur

Dieser Effekt eignet sich für den 8-Bit- und 16-Bit-Farbmodus.

Radius

Die Größe des Bereichs, in dem der Filter nach Pixelunterschieden sucht.

Schwellenwert

Der Schwellenwert legt fest, wie verschieden die Pixelwerte sein müssen, damit der Filter darauf angewendet wird.

Modus

Bestimmt die Bildteile, auf die die Unschärfe angewendet wird. Bei der Methode „Normal“ wird die Unschärfe der gesamten Auswahl zugewiesen, bei den Methoden „Nur Kanten“ und „Ineinander kopieren“ wird die Unschärfe dagegen nur den Kanten von Farbübergängen zugewiesen. Tritt ein signifikanter Kontrast auf, verwendet „Nur Kanten“ schwarzweiße Kanten und „Ineinander kopieren“ weiße Kanten.

Effekt „Unscharf maskieren“

Mit dem Effekt „Unscharf maskieren“ kann der Kontrast zwischen Farben verstärkt werden, die eine Kante definieren.

Dieser Effekt eignet sich für den 8-Bit-, 16-Bit- und 32-Bit-Farbmodus.

Unsharp-Mask

Radius

Die Entfernung von der Kante, in der Pixel für den Kontrast angepasst werden. Wenn Sie hingegen einen niedrigen Wert festlegen, werden nur die Pixel direkt an der Kante angepasst.

Schwellenwert

Der größte Unterschied zwischen benachbarten Pixeln, deren Kontrast nicht angepasst wird. Mit einem niedrigeren Wert erzielen Sie ein größeres Ergebnis. Durch einen zu niedrigen Wert wird der Kontrast für das gesamte Bild angepasst, wodurch Störungen generiert oder unerwartete Ergebnisse erzielt werden können.

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