Wenn Sie After Effects CS6 oder höher verwenden, finden Sie unter Arbeits- und Festplattenspeicher | CC, CS6 weitere Informationen.

Verwendung von Arbeitsspeicher (RAM) in After Effects (64-Bit)

Vorteile einer 64-Bit-Anwendung und 64-Bit-Adressraum

Für 32-Bit-Anwendungen kann ein Arbeitsspeicher von bis zu 4 GB verwendet werden, wobei dies deutlich unter der bei modernen Computern mit 64-Bit-Betriebssystem verfügbaren RAM-Kapazität liegt. Bei After Effects CS4 handelte es sich um eine 32-Bit-Anwendung, bei der eine Verwendung von mehr als 4 GB RAM nur dann möglich war, wenn separate Instanzen (Prozesse) der Anwendung gestartet wurden, um gleichzeitig mehrere Frames zu rendern. Bei After Effects CS5 hingegen handelt es sich um eine 64-Bit-Anwendung, die ermöglicht, dass für jeden einzelnen Prozess die vollständige RAM-Kapazität der 64-Bit-Betriebssysteme Windows Vista, Windows 7 und Mac OS zur Verfügung steht.

Durch die Fähigkeit von After Effects, für jeden Prozess hohe RAM-Kapazitäten zu nutzen, ergeben sich zahlreiche Vorteile:

  • Ein Rendern viel größerer Kompositionen für Vorschau sowie Endausgabe mit größeren Frames und größeren Quelldateien ist möglich.

  • RAM-Vorschauen können deutlich länger sein.

  • Sie können ohne Arbeitsspeichereinschränkungen mit höheren Farb-Bit-Tiefen arbeiten.

  • After Effects kann mehr Elemente im Cache speichern, wodurch sich die Häufigkeit des erneuten Renderns von Frames und Komponenten reduziert.

Voreinstellungen für Arbeitsspeicher und Mehrfachverarbeitung

Legen Sie Voreinstellungen für den Arbeitsspeicher und Mehrfachverarbeitung fest, indem Sie Bearbeiten > Voreinstellungen > Speicher & Mehrprozessorverarbeitung (Windows) oder After Effects > Voreinstellungen > Speicher & Mehrprozessorverarbeitung (Mac OS) auswählen.

Wenn Sie die Einstellungen im Dialogfeld „Arbeitsspeicher und Mehrfachverarbeitung“ ändern, aktualisiert After Effects den Hilfetext im Dialogfeld dynamisch und meldet, wie der Arbeitsspeicher und die CPUs zugeordnet und verwendet werden.

Die Voreinstellung „Für andere Anwendungen reservierter RAM“ ist unabhängig davon, ob die Option „Mehrere Frames gleichzeitig rendern“ ausgewählt wurde, relevant. Die Einstellungen in der Kategorie „Mehrfachverarbeitung“ von After Effects sind nur dann relevant, wenn „Mehrere Frames gleichzeitig rendern“ aktiviert ist.

Todd Kopriva stellt auf der Adobe-Website Informationen über die optimalen Einstellungen für Arbeitsspeicher und Prozessor zur Verfügung.

Für andere Anwendungen reservierter RAM

Erhöhen Sie diesen Wert, damit für das Betriebssystem und anderen Anwendungen sowie für die Anwendung, die sich im selben Speicherbereich wie After Effects befindet, eine höhere RAM-Kapazität zur Verfügung steht. (Siehe Von After Effects, Premiere Pro, Encore und Adobe Media Encoder gemeinsam verwendeter Speicherbereich.) Wenn Sie wissen, dass Sie neben After Effects eine bestimmte andere Anwendung verwenden werden, prüfen Sie deren Systemanforderungen und stellen diesen Wert auf mindestens das Minimum des für diese Anwendung erforderlichen RAM ein. Da die Leistung bei adäquater Arbeitsspeicherkapazität für das Betriebssystem optimal ist, kann dieser Wert nicht unter einem minimalen Grundwert eingestellt werden.

Gleichzeitiges Rendern von mehreren Frames

Hinweis:

Eine Videoschulung über die Mehrprozessorverarbeitung „Mehrere Frames gleichzeitig rendern“ in After Effects finden Sie auf der video2brain-Website.

In After Effects können zusätzliche Prozesse der After Effects-Anwendung im Hintergrund gestartet werden, die die Hauptanwendung (Vordergrundanwendung) beim Rendern von Frames für die RAM-Vorschau oder die Endausgabe unterstützen. Diese Hintergrundprozesse werden als AfterFX.exe (Windows) bzw. aeselflink (Mac OS) bezeichnet.

Bei dieser Art der Mehrfachverarbeitung rendert jeder Hintergrundprozess seinen eigenen Frame und wird auf einem separaten Prozessorkern (CPU) ausgeführt. Die Anzahl der zum gleichzeitigen Rendern von mehreren Frames ausgeführten Prozesse übersteigt niemals die Anzahl der verfügbaren Prozessoren.

Hinweis:

Auf vielen Computersystemen kann After Effects CS5 die virtuellen (logischen) Prozessorkerne verwenden, die durch Hyperthreading für verschiedene Formen der Mehrprozessorverarbeitung erstellt wurden, einschließlich „Mehrere Frames gleichzeitig rendern“. After Effects CS4 und frühere Versionen konnten nur die physischen Kerne für die Mehrprozessorverarbeitung „Mehrere Frames gleichzeitig rendern“ verwenden.

Die Anzahl der Hintergrundprozesse, die auf dem Computer laufen können, ist außerdem von dem im System installierten RAM abhängig sowie dem RAM, das der Hauptanwendung zugewiesen ist (Maximale RAM-Cache-Größe).

Die von den einzelnen Hintergrundprozessen verwendete RAM-Kapazität variiert je nach Systemkonfiguration und den Kompositionen.

Hinweis:

Wenn der RAM-Cache (der zum Speichern von Vorschau-Frames verfügbare RAM-Speicher) fast ausgelastet ist, wird das Rendern von Hintergrundprozessen gestoppt, die zu einem Status mit geringem Speicherverbrauch wechseln, und das Rendern des Vordergrundprozesses wird gestartet - so, als wäre „Mehrere Frames gleichzeitig rendern“ deaktiviert. Dies bedeutet, dass das Rendern einer RAM-Vorschau zunächst schnell verläuft und die Geschwindigkeit anschließend herabgestuft wird, da der Render-Prozess zu nur einem Prozessorkern umschaltet.

Die Mehrprozessorverarbeitungsfunktion „Mehrere Frames gleichzeitig rendern“ führt nicht bei allen Kompositionen zu beschleunigtem Rendern. Bei manchen Kompositionen ist das Rendern speicherintensiv, beispielsweise wenn Sie mit sehr großen Hintergrundplatten arbeiten, die mehrere tausend Pixel hoch und breit sind. Bei manchen Kompositionen ist das Rendern bandbreitenintensiv (E/A-intensiv), beispielsweise wenn Sie mit vielen Quelldateien arbeiten, und zwar insbesondere, wenn diese nicht durch ein schnelles, lokales, dediziertes Festplattenlaufwerk bereitgestellt werden. Die Mehrprozessorverarbeitungsfunktion „Mehrere Frames gleichzeitig rendern“ bringt vor allem dann einen Leistungsgewinn, wenn von der Komposition in erster Linie die Prozessorleistung der CPU beansprucht wird, etwa beim Anwenden eines prozessorintensiven Effekts wie „Leuchten“ oder „Weichzeichner“.

Da Virenschutzprogramme jeden Lese- und Schreibvorgang überwachen, können diese Programme die Rendergeschwindigkeit verringern, insbesondere wenn die Einstellung „Mehrere Frames gleichzeitig rendern“ aktiviert ist.

Hinweis:

In After Effects ist es auch möglich, mithilfe mehrerer Threads das Rendern eines einzelnen Frames zu beschleunigen. Diese Form der Multidatenverarbeitung ist nicht von der Voreinstellung „Mehrere Frames gleichzeitig rendern“ abhängig.

RAM pro Hintergrund-CPU

Gibt den Mindestbetrag an RAM an, der jedem Hintergrundprozess zugeordnet wird, wobei jeder dieser Prozesse auf einem eigenen Prozessorkern (CPU) ausgeführt wird. Wenn Sie hierfür einen niedrigeren Wert einstellen, können mehrere CPUs gleichzeitig mit einem begrenzten Betrag von RAM verwendet werden. Falls Sie diesen Wert jedoch für die von Ihnen gerenderten Frames zu niedrig einstellen, können durch diese Hintergrundprozesse überhaupt keine Frames gerendert werden, und nur der Vordergrundprozess kann zum Rendern von Frames eingesetzt werden. Sie sollten diesen Wert beispielsweise nicht auf 0,75 GB einstellen, wenn Sie Frames mit einer Pixelauflösung für High-Definition-Fernsehen oder Digital Cinema rendern.

Hinweis:

Wie viel RAM den einzelnen Hintergrundprozessen optimalerweise zuzuweisen ist, hängt von den Projekteinstellungen (z. B. der Farbtiefe), den Kompositionseinstellungen (z. B. den Pixelmaßen des Kompositions-Frames) und den jeweils angewendeten Effekten ab. Für ein TV-Projekt mit Standardauflösung werden mindestens 1 GB pro Hintergrundprozess empfohlen. Für ein typisches Projekt mit Kompositionen in HDTV-Größe wird mindestens 2 GB pro Hintergrundprozess empfohlen, um eine optimale Leistung zu erreichen. Beginnen Sie mit diesen Einstellungen, aber führen Sie einige Tests mit Ihren eigenen Computersystemen und Projekten durch, um die besten Einstellungen für Ihre spezifischen Erfordernisse zu ermitteln. Digitale Kinofilmprojekte und Projekte mit höheren Framegrößen benötigen sogar noch mehr RAM pro Hintergrundprozess, um eine optimale Leistung zu erreichen.

CPUs, die für andere Anwendungen reserviert sind

Stellen Sie diesen Wert auf eine Zahl ungleich 0 ein, um zu verhindern, dass After Effects alle CPUs in Ihrem Computersystem verwendet. Wenn Sie beispielsweise einen Computer mit 8 CPUs haben, stellen Sie diesen Wert auf 2 ein, um 6 CPUs für After Effects zu verwenden.

Hinweis:

In vielen Fällen wird die Leistung durch Verwendung einer geringeren Anzahl von Prozessoren für die Mehrprozessorverarbeitung „Mehrere Frames gleichzeitig rendern“ gesteigert – auch dann, wenn ausreichend RAM-Kapazität für alle Prozessoren zur Verfügung steht. After Effects ist eine Multithread-Anwendung, bei der neben der Mehrprozessorverarbeitung „Mehrere Frames gleichzeitig rendern“ auch andere Formen der Mehrprozessorverarbeitung verwendet werden können, wobei eine Überlastung der Prozessoren möglich ist, wenn diese Threads als Hintergrundprozesse beim Rendern während der Mehrprozessorverarbeitung „Mehrere Frames gleichzeitig rendern“ um dieselben Ressourcen konkurrieren. Daher ist es am besten, mit einer geringen Prozessorzahl zum gleichzeitigen Rendern mehrerer Frames zu beginnen und die Anzahl der verwendeten Prozessoren anschließend zu erhöhen, bis Sie eine optimale Prozessorzahl für Ihr Computersystem und Ihre Kompositionen bestimmt haben.

Vorübergehendes Deaktivieren der Mehrprozessorverarbeitung beim gleichzeitigen Rendern mehrerer Frames in After Effects

Wenn After Effects keine Hintergrundprozesse für die Multiprozessorverarbeitung zum gleichzeitigen Rendern mehrerer Frames einsetzen kann, wird im Infofenster eine Meldung eingeblendet und After Effects verwendet zum Rendern aller Frames nur den Hauptprozess im Vordergrund. Als Meldung sind die folgenden Texte möglich:

  • “Zu wenig RAM. Mehrprozessorverarbeitung ist deaktiviert.“

  • “Nicht kompatible(r) Effekt oder Expression. Mehrprozessorverarbeitung ist deaktiviert.“

  • „Nicht kompatibler Vorschaumodus. Mehrprozessorverarbeitung ist deaktiviert.“

  • „Nicht kompatible Komposition. Mehrprozessorverarbeitung ist deaktiviert.“

Im Allgemeinen fallen die Gründe für das vorübergehende Deaktivieren der Mehrprozessorverarbeitung zum gleichzeitigen Rendern mehrerer Frames in After Effects in die folgenden Kategorien:

  • Für das Rendern eines einzelnen Frames wird mehr Arbeitsspeicher benötigt als für die einzelnen Hintergrundprozesse zur Verfügung steht.

  • Beim Projekt wird zum Rendern von Vorschauen oder der Endausgabe OpenGL eingesetzt. Die Mehrprozessorverarbeitung zum gleichzeitigen Rendern mehrerer Frames basiert auf dem Einsatz von Hintergrundprozessen auf mehreren Prozessorkernen, beim Rendern mit OpenGL wird die Bearbeitung dagegen auf den Grafikprozessor verlagert. (Siehe Rendern mit OpenGL.)

  • In der Komposition wird ein Effekt verwendet, der im Grafikprozessor verarbeitet werden muss. Es handelt sich dabei für gewöhnlich um Effekte, die mit Pixel Bender implementiert werden.

  • Die Komposition enthält eine Live Photoshop 3D-Ebene. (Siehe Verwenden von 3D-Objektebenen aus Photoshop.)

  • In der Komposition wird ein Effekt mit zeitlicher Komponente verwendet, der sich erheblich schneller rendern lässt, wenn beim Rendering auf zwischengespeicherte vorherige Frames zugegriffen werden kann. Zu diesen Effekten gehören beispielsweise einige mit einer Option „Zeitliche Glättung“.

  • Die Komposition verwendet einen Effekt mit einer Komponente, der ein Rendern der Frames in strikter Reihenfolge erfordert.

Wenn in einer Komposition einer der folgenden Effekte zum Einsatz kommt, wird die Komposition nicht mit der Mehrprozessorverarbeitung zum gleichzeitigen Rendern mehrerer Frames gerendert:

  • Auto-Farbe

  • Auto-Kontrast

  • Auto-Tonwertkorrektur

  • Zeichentrick

  • Tiefenschärfe abmildern

  • Partikelsimulation

  • Schatten/Glanzlicht

Hinweis:

Einige Effekte von Drittanbietern, beispielsweise CC Time Blend und RE:Vision Effects Video Gogh, sind ebenfalls nicht kompatibel mit der Mehrprozessorverarbeitung zum gleichzeitigen Rendern mehrerer Frames.

Siehe Von After Effects, Premiere Pro, Encore und Adobe Media Encoder gemeinsam verwendeter Speicherbereich.

After Effects verwendet denselben Speicherbereich wie Adobe Media Encoder, Premiere Pro und Encore. Dies wird im Voreinstellungsfenster für Arbeitsspeicher und Mehrfachverarbeitung durch die Symbole der einzelnen Anwendungen im oberen Bereich des Fensters angezeigt. Die Symbole aktuell ausgeführter Anwendungen werden verdunkelt dargestellt.

Ein Speicherausgleicher verhindert durch die dynamische Verwaltung des Speichers aller einzelnen Anwendungen den Austausch von RAM-Speicher zur Festplatte. Der Speicherausgleicher verfügt für jede Anwendung über die folgenden Basisinformationen: Mindestarbeitsspeicheranforderungen, maximal verwendbare Arbeitsspeicherkapazität, aktuell verwendeter Speicher und Priorität. Für die Priorität sind drei Einstellungen möglich: niedrig, normal und hoch. Die höchste Prioritätseinstellung ist aktuell ausschließlich für After Effects und Premiere Pro bestimmt, sofern diese Anwendungen aktiv sind. Die normale Prioritätseinstellung ist für After Effects als Hintergrundanwendung oder Adobe Media Encoder als Vordergrundanwendung bestimmt. Die niedrige Prioritätseinstellung ist für Hintergrundserver von Premiere Pro oder Adobe Media Encoder als Hintergrundanwendungen bestimmt.

Hinweis:

Ein Beispiel für ein praktisches Resultat der Verwendung eines gemeinsamen Speicherbereichs ist, dass sich die für RAM-Vorschauen in After Effects verfügbare RAM-Kapazität beim Starten von Premiere Pro verringert; durch Beenden von Premiere Pro wird sofort RAM-Speicher für After Effects frei und die potenzielle Dauer für RAM-Vorschauen verlängert.

Dialogfeld „Details zu Speicher/Mehrprozessoren“

Das Dialogfeld „Details zu Speicher/Mehrprozessoren“ enthält zusätzliche Informationen zum installierten RAM-Speicher und der aktuellen und zulässigen RAM-Verwendung. Zudem enthält es eine Tabelle mit mehreren Spalten, in der auf Adobe Media Encoder, After Effects, Premiere Pro und Encore bezogene Prozesse aufgeführt sind. Die Tabelle enthält Informationen zu den einzelnen Prozessen, z. B. ID, Anwendungsname, benötigter Mindestarbeitsspeicher, maximal verwendbarer Arbeitsspeicher, maximal zulässiger Arbeitsspeicher, aktueller Arbeitsspeicher und aktuelle Priorität.

Wählen Sie zum Öffnen des Dialogfelds Bearbeiten > Voreinstellungen > Speicher & Multiprozessorverarbeitung (Windows) oder After Effects > Voreinstellungen > Speicher & Multiprozessorverarbeitung (Mac OS), und klicken Sie auf die Schaltfläche „Details“ unten im Einstellungsdialogfeld.

Sie können die Informationen mit der Schaltfläche „Kopieren“ in die Zwischenablage kopieren.

Speicheranforderungen (RAM) für das Rendern

Die Arbeitsspeicheranforderungen zum Rendern eines Frames (zur Vorschau oder Endausgabe) erhöhen sich mit der Arbeitsspeicheranforderung der arbeitsspeicherintensivsten Ebene in der Komposition.

Frames in einer Komposition werden von After Effects ebenenweise gerendert. Aus diesem Grund ist die Arbeitsspeicheranforderung der einzelnen Ebenen bei der Bestimmung, ob ein vorhandener Frame mit dem verfügbaren Arbeitsspeicher gerendert werden kann, relevanter als die Dauer der Komposition oder die Anzahl der Ebenen in der Komposition. Die Menge des für eine Komposition benötigten Arbeitsspeichers entspricht der Menge des Arbeitsspeichers, der für die speicherintensivste Einzelebene in der Komposition erforderlich ist.

Die Arbeitsspeicheranforderungen eines Layers erhöhen sich unter bestimmten Bedingungen, z. B. durch:

  • Erhöhung der Farb-Bit-Tiefe des Projekts

  • Erhöhung der Kompositionsauflösung

  • Verwenden eines größeren Quellbildes

  • Aktivieren von Farbmanagement

  • Hinzufügen einer Maske

  • Hinzufügen von 3D-Eigenschaften pro Zeichen

  • Unterkomponieren ohne Zuklappen der Transformationen

  • Anwenden von bestimmten Füllmethoden, Ebenenstilen oder Effekten, insbesondere Effekten mit mehreren Ebenen

  • Anwenden von bestimmten Ausgabeoptionen wie z. B. 3:2 Pulldown, Beschneiden und Größenänderung

  • Hinzufügen von Schatten- oder Tiefenschärfeeffekten beim Verwenden von 3D-Ebenen

In After Effects muss jeder Frame in einem zusammenhängenden Speicherblock gespeichert werden. Das verteilte Speichern in einzelnen Speicherfragmenten ist nicht möglich. Weitere Informationen dazu, wie viel RAM erforderlich ist, um einen unkomprimierte Frame zu speichern, finden Sie unter Speicheranforderungen für Ausgabedateien.

Hinweis:

Tipps zum Verringern der Speicheranforderungen und Erhöhen der Leistung finden Sie unter Verbessern der Leistung durch Vereinfachung des Projekts.

Freigeben von Arbeitsspeicher (RAM)

Eventuell weist After Effects Sie in einer Warnmeldung darauf hin, dass zum Anzeigen oder Rendern einer Komposition mehr Arbeitsspeicher benötigt wird. Wenn eine solche Warnmeldung angezeigt wird, geben Sie Speicherplatz frei oder reduzieren Sie die Arbeitsspeicheranforderungen der speicherintensivsten Ebenen. Versuchen Sie es dann erneut.

Hinweis:

Sie können Speicherplatz unmittelbar freigeben, indem Sie einen der Befehle im Menü Bearbeiten > Entleeren auswählen.

Fehlerbehebung bei Problemen mit dem Arbeitsspeicher

Fehler: „Für das Rendern des aktuellen Frames kann nicht genügend Speicher zugewiesen werden....“

Senken Sie die Speicheranforderungen zum Rendern dieses Frames oder installieren Sie mehr RAM-Speicher.

Fehler: „Es können nicht [n] MB Speicher zugewiesen werden....“

Senken Sie die Speicheranforderungen zum Rendern dieses Frames oder installieren Sie mehr RAM-Speicher.

Fehler: „Bildpuffer der Größe [Breite]x[Höhe] @ [Tiefe] Bit pro Kanal ([n] GB) überschreiten die internen Beschränkungen...“

Senken Sie die Speicheranforderungen zum Rendern dieses Frames.

Hinweis:

Die maximale von einem Frame belegbare Speicherkapazität beträgt 2 GB.

Fehler: „Eine Speicherzuweisung von [n] GB überschreitet die internen Beschränkungen...“

Senken Sie die Speicheranforderungen zum Rendern dieses Frames.

Hinweis:

Die maximale Größe für eine einzelne Speicherzuweisung liegt bei 2 GB.

Online-Ressourcen zu RAM und Multiprozessorverarbeitung

Ein Video, in dem einige der Vorteile einer 64-Bit-Anwendung von After Effects sowie die Zuweisung von Arbeitsspeicher für After Effects und andere Anwendungen behandelt wird, finden Sie auf der Adobe-Website.

Speicheranforderungen für Ausgabedateien

Ermitteln Sie anhand der folgenden Formel, wie viel MB Arbeitsspeicher (RAM) erforderlich sind, um einen nicht komprimierten Frame mit voller Auflösung zu speichern:

(Höhe in Pixel) x (Breite in Pixel) x (Bit pro Kanal) / 2.097.152

Hinweis:

Der Wert 2.097.152 ist ein Konvertierungsfaktor, der die Byte pro Megabyte (220), die Bit pro Byte (8) und die Kanäle pro Pixel (4) berücksichtigt.

Nachstehend werden einige Beispiele für Frame-Größen und Speicheranforderungen in Megabyte (MB) pro Frame genannt:

  • DV NTSC (720x480)-Frame in einem Projekt mit 8 Bit pro Kanal: 1,3 MB

  • D1/DV PAL (720x576)-Frame in einem Projekt mit 8 Bit pro Kanal: 1,6 MB

  • HDTV (1920x1080)-Frame in einem Projekt mit 16 Bit pro Kanal: 16 MB

  • 4K Digital Cinema (4096x2304)-Frame in einem Projekt mit 32 Bit pro Kanal: 144 MB

Da Video in der Regel durch die Kodierung beim Rendern der Endausgabe komprimiert wird, können Sie den für einen einzelnen Frame erforderlichen Arbeitsspeicher nicht einfach mit der Framerate und Kompositionsdauer multiplizieren, um den Festplattenspeicher zu ermitteln, den Sie zur Speicherung des fertigen Films benötigen. Durch eine solche Berechnung erhalten Sie jedoch einen Richtwert bezüglich des u. U. maximal erforderlichen Speicherplatzes. Für eine Sekunde (ca. 30 Frames) eines unkomprimierten Standard Definition 8-Bit-Videos sind etwa 40 MB erforderlich. Ein abendfüllender Film mit einer solchen Datenrate würde einen Speicherplatz von mehr als 200 GB benötigen. Selbst mit DV-Kompression, wodurch die Dateigröße auf 3,6 MBit/s Video reduziert wird, sind damit für einen typischen abendfüllenden Film immer noch mehr als 20 GB erforderlich.

Für ein Spielfilmprojekt ist es aufgrund der höheren Farbtiefe, der größeren Frames und der deutlich geringeren Kompressionsverhältnisse nicht ungewöhnlich, dass zum Speichern des Footage und der gerenderten Filme sogar Terabytes für die Speicherung erforderlich sind.

Caches: RAM-Cache, Disk-Cache und Medien-Cache

Beim Arbeiten an einer Komposition speichert After Effects einige der gerenderten Frames und Quellbilder zeitweise im RAM, um die Vorschau und Bearbeitung zu beschleunigen. Frames, die schnell gerendert werden können, werden in After Effects nicht zwischengespeichert. Die Frames verbleiben unkomprimiert im Bildcache.

In After Effects werden auch Footageelemente und die einzelnen Ebenen zwischengespeichert, um eine schnellere Vorschau zu ermöglichen. Veränderte Ebenen werden während der Vorschau gerendert und unveränderte Ebenen werden aus dem Bildcache kombiniert.

Wenn der RAM-Cache voll ist, werden bereits zwischengespeicherte Frames durch neue zwischengespeicherte Frames ersetzt. Wenn Sie Frames für eine RAM-Vorschau kompilieren, fügt After Effects dem Bildcache keine weiteren Frames hinzu, wenn er voll ist, sondern beginnt, diese in den RAM-Cache zu spielen.

Grüne Balken im Zeitlineal des Zeitleisten-, Ebenen- und Footagefensters kennzeichnen Frames, die im RAM zwischengespeichert sind. Blaue Balken im Zeitleistenfenster kennzeichnen Frames, die auf der Festplatte zwischengespeichert sind.

Ebenen-Cache-Indikatoren (CS5.5 und höher)

Ebenencache-Indikatoren ermöglichen die frameweise Visualisierung von Frames im Cache. Dies ist nützlich, wenn Sie bestimmten möchten, welche Ebenen einer Komposition sich im Cache befinden.

Sie können die Option für Ebenencache-Indikatoren im Menü „Zeitleistenfenster“ aktivieren. Die Option „Ebenencache-Indikatoren anzeigen“ muss aktiviert sein, damit Sie die Indikatoren sehen können.

Nachdem Ebenencache-Indikatoren aktiviert sind, werden Sie unterhalb der einzelnen Ebenen in der Komosition angezeigt. Jede Ebene wird etwas schmaler, um die Anzeige der Indiaktoren zu ermöglichen. Wie im Zeitleisten-, Ebenen- und Footagefenster können Cache-Indikatoren in einer der folgenden Farben angezeigt werden:

  • Grün: Frames befinden sich im RAM-Cache

  • Blau: Frames befinden sich im Cache auf der Festplatte

Hinweis:

Durch die Anzeige der Cache-Indikatoren wird die Leistung leicht reduziert.

Der Inhalt des RAM-Cache wird automatisch gelöscht, wenn Sie After Effects schließen.

In After Effects CS6 können Sie wählen, den RAM-Cache oder den RAM-Cache und den Disk-Cache zu entleeren. Wählen Sie die Menüoption Bearbeiten > Entleeren.

Disk-Cache

After Effects kann gerenderte Elemente auf der Festplatte speichern, wenn der RAM-Cache bei einer Standard-Vorschau voll ist. Blaue Balken im Zeitlineal des Zeitleisten-, Ebenen- und Footagefensters kennzeichnen Frames, die auf der Festplatte zwischengespeichert sind.

Hinweis:

Der Disk-Cache wird nicht für die RAM-Vorschau verwendet. Dieser wird nur für die Standard-Vorschau verwendet. (Siehe Verwenden der Live-Vorschau „Standard“ zur Wiedergabe von Video.)

In After Effects CS5.5 und höher ist der Disk-Cache standardmäßig aktiviert.

Über die folgenden Optionen können Sie Disk-Cache-Einstellungen festlegen und den Disk-Cache aktivieren bzw. deaktivieren:

  1. Wählen Sie Bearbeiten > Voreinstellungen > Medien- & Disk-Cache (Windows) oder After Effects > Voreinstellungen > Medien- & Disk-Cache (Mac OS) und aktivieren bzw. deaktivieren Sie „Disk-Cache aktivieren“.

Über die Disk-Cache-Einstellungen können Sie den Ordner für den Cache auswählen.

  1. Klicken Sie auf die Schaltfläche „Ordner wählen“, und klicken Sie dann auf „OK“ (Windows) bzw. „Wählen“ (Mac OS).

So leeren Sie den Disk-Cache:

  1. Klicken Sie auf die Schaltfläche „Disk-Cache leeren“.

Hinweis:

Selbst bei aktiviertem Disk-Cache muss jeder Frame in den nächsten RAM-Block übertragen werden können. Die Aktivierung des Disk-Cache löst keine Beschränkungsprobleme bei unzureichender RAM-Kapazität, mit der ein einzelner Frame Ihrer Komposition gehalten oder gerendert werden kann.

Damit eine optimale Leistung der Speicherung im Disk-Cache gewährleistet ist, sollte sich der ausgewählte Ordner nicht auf derselben Festplatte wie das Quellfootage befinden. Der Ordner sollte sich möglichst auf einer Festplatte befinden, die einen anderen Festplattencontroller als die Festplatte mit dem Quellfootage verwendet. Für den Disk-Cache-Ordner wird eine schnelle Festplatte oder SSD mit möglichst umfangreichem zugewiesenem Speicherplatz empfohlen. Der Stammordner der Festplatte kann nicht als Disk-Cache-Ordner verwendet werden.

Ebenso wie beim RAM-Cache verwendet After Effects den Disk-Cache nur dann zum Speichern eines Frame, wenn es schneller ist, den Frame vom Cache abzurufen als ihn neu zu rendern.

Die Einstellung „Maximale Disk-Cache-Größe“ bestimmt, wie viel Speicherplatz auf der Festplatte verwendet werden kann. In After Effects CS6 wird die standardmäßige Disk-Cache-Größe auf 10% der Gesamtgröße des Volumes und bis zu 100 GB eingestellt. In After Effects CS5.5 liegt die Menge standardmäßig bei 20 GB. Deshalb können wesentlich mehr Frames für den Disk-Cache ausgewählt werden als in früheren Versionen.

Hinweis:

In After Effects CS5.5 prüft die Anwendung, dass mindestens 10 GB mehr frei sind als der unter Voreinstellungen > Medien- & Disk-Cache eingestellte Wert. After Effects warnt Sie, wenn im Disk-Cache nicht genügend Speicherplatz vorhanden ist.

Hinweis:

Roto-Pinsel-Frames werden nicht dauerhaft im Cache gespeichert.

Medien-Cache

Beim Importieren von Video- und Audiodateien in bestimmten Formaten verarbeitet und speichert After Effects Versionen dieser Elemente zwischen, auf die es bei der Erstellung von Vorschauen rasch zugreifen kann. Dabei werden importierte Audiodateien jeweils an eine neue .cfa-Datei angepasst, MPEG-Dateien werden in eine neue .mpgindex-Datei indiziert. Der Medien-Cache verbessert die Leistung bei Vorschauen erheblich, da die Audio- und Videoelemente nicht für jede Vorschau neu verarbeitet werden.

Hinweis:

Beim ersten Importieren einer Datei kann es aufgrund des Verarbeitens und Zwischenspeicherns der Medien zu Verzögerungen kommen.

Verknüpfungen zu den einzelnen Mediendateien im Cache werden in einer Datenbank festgehalten. Diese Medien-Cache-Datenbank wird mit Adobe Media Encoder, Premiere Pro, Encore und Soundbooth gemeinsam verwendet. Folglich haben alle diese Anwendungen Lese- und Schreibzugriff auf dieselben zwischengespeicherten Mediendateien (Hinweis: Adobe Audition CS5.5 nutzt die Medien-Cache-Datenbank nicht). Wenn Sie den Speicherort der Datenbank von einer dieser Anwendungen aus ändern, wird er auch für die übrigen Anwendungen aktualisiert. Jede Anwendung kann einen eigenen Cacheordner nutzen, doch alle werden von derselben Datenbank verwaltet.

  1. Wählen Sie Bearbeiten > Voreinstellungen > Medien- und Disk-Cache (Windows) oder After Effects > Voreinstellungen > Medien- und Disk-Cache (Mac OS), und führen Sie einen der folgenden Schritte aus:

    • Klicken Sie auf eine der Schaltflächen „Ordner wählen“, um den Speicherort der Medien-Cache-Datenbank oder des Medien-Cache selbst zu ändern.
    • Klicken Sie auf „Datenbank & Cache bereinigen“, um angepasste, indizierte Dateien aus dem Cache zu entfernen und die entsprechenden Einträge in der Datenbank zu löschen. Mit diesem Befehl werden nur die Dateien gelöscht, die mit den Footageelementen verknüpft sind, für welche die Quelldatei nicht länger zur Verfügung steht.

    Hinweis:

    Bevor Sie auf die Schaltfläche „Datenbank & Cache bereinigen“ klicken, sollten Sie sicherstellen, dass alle Speichergeräte, die aktuell verwendete Quellmedien verwenden, mit Ihrem Computer verbunden sind. Falls Footage als fehlend erachtet wird, weil das Speichergerät, auf dem es sich befindet, nicht verbunden ist, werden die verknüpften Dateien im Medien-Cache entfernt. Dadurch wird es erforderlich, das Footage neu anzupassen bzw. neu zu indizieren, wenn Sie es später wiederverwenden möchten.

Hinweis:

Durch die Bereinigung der Datenbank und des Cache mit der Schaltfläche „Datenbank & Cache bereinigen“ werden keine Dateien gelöscht, die mit Footageelementen verknüpft sind, deren Quelldateien weiterhin verfügbar sind. Um angepasste und indizierte Dateien manuell zu entfernen, navigieren Sie zum Medien-Cache-Ordner und löschen die Dateien. Der Speicherort des Medien-Cache-Ordners wird in den Voreinstellungen für den Angepassten Medien-Cache angezeigt. Ist der Pfad abgeschnitten, können Sie mithilfe der Schaltfläche „Ordner wählen“ den vollständigen Pfad anzeigen.

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