Hinweis:

 
  • Um den Direct Link-Arbeitsablauf zwischen Premiere Pro und SpeedGrade verwenden zu können, müssen Sie dieselbe Version beider Applikationen installieren. Wenn Sie z. B. Direct Link mit Premiere Pro CC 2015 verwenden möchten, müssen Sie SpeedGrade CC 2015 installieren.
  • Premiere Pro CC 2015.3 (Juni 2016) unterstützt Direct Link nicht. 

Beim Direct-Link-Arbeitsablauf handelt es sich um einen integrierten Arbeitsablauf für die Bearbeitung und Farbkorrektur zwischen Premiere Pro CC und SpeedGrade CC.

Früher mussten Sie zum Korrigieren von Filmmaterial aus Premiere Pro in SpeedGrade die Sequenzen rendern und als DPX-Standbildsequenzen oder EDLs (Edit Decision Lists) in SpeedGrade exportieren. Nach Durchführung der Farbkorrektur in SpeedGrade exportierten Sie die Projekte als eigenständige Videodateien zurück in Premiere Pro, um sie dort weiter zu bearbeiten.  

Direct Link bietet eine schnelle und effiziente Alternative zu diesem Arbeitsablauf. Durch die Nutzung der leistungsstarken Mercury Playback Engine können Sie mit Direct Link Premiere Pro-Projekte direkt an SpeedGrade senden bzw. dort öffnen. Sie können in SpeedGrade Farbkorrekturen an Premiere Pro-Sequenzen vornehmen und diese mit wenigen Klicks zurück an Premiere Pro senden.

Hinweis:

Eine optimale Leistung bei der Verwendung von Direct Link erzielen Sie mit einer NVIDIA CUDA-Grafikkarte mit GPU-Beschleunigung unter Windows. Weitere Informationen über Adobe-zertifizierte NVIDIA-Grafikkarten finden Sie in den Technischen Daten.

1-minütiges Video: Verwendung von Direct Link

1-minütiges Video: Verwendung von Direct Link
Maxim Jago

Mit dem Direct-Link-Arbeitsablauf können Sie zwischen der Bearbeitung und der Farbkorrektur von Premiere Pro-Projekten wechseln, ohne dass Sie zeitaufwändige oder komplizierte Aufgaben wie Rendern oder Anpassen durchführen müssen.

Wenn Sie ein Projekt, das Sie mit Premiere Pro korrigiert haben, per Direct Link an SpeedGrade senden, wird in SpeedGrade der benutzerdefinierte Lumetri Color-Bereich angezeigt. Diese Ebene steht für alle Farbänderungen, die Sie an Ihrem Projekt in einer Ebene ohne benutzerdefinierte Steuerelemente vorgenommen haben. Sie können diese Funktion nach Bedarf aktivieren/deaktivieren.

Direct-Link-Arbeitsablauf zwischen Premiere Pro und SpeedGrade
Direct-Link-Arbeitsablauf zwischen Premiere Pro und SpeedGrade

Schritt 1: Wählen Sie die Premiere Pro-Sequenz

Wählen Sie die Premiere Pro-Sequenz aus, in der Sie eine Farbkorrektur durchführen möchten.

Hinweis:

Stellen Sie sicher, dass Sie die Sequenz in der Timeline oder im Projektfenster ausgewählt haben.

Schritt 2: Senden Sie die Sequenz per Direct Link an SpeedGrade

Mit Direct Link können Sie eine Sequenz aus einem geöffneten Premiere Pro-Projekt direkt an SpeedGrade senden, ohne dass Sie das Projekt exportieren müssen.

Um Direct Link zu verwenden, wählen Sie Datei > Direct Link zu Adobe SpeedGrade.

Schritt 3: Bestätigen Sie, dass Sie die Sequenz in SpeedGrade öffnen möchten

Wenn Sie den Direct-Link-Arbeitsablauf wählen, fordert Premiere Pro Sie auf, die Änderungen am Projekt in Premiere Pro zu speichern und das Projekt in SpeedGrade zu öffnen. Klicken Sie auf „Ja“.

Schritt 4: Die ausgewählte Sequenz wird in SpeedGrade geöffnet

Premiere Pro wird geschlossen und die Sequenz wird in der Timeline von SpeedGrade geöffnet, die dasselbe bekannte Spuren-Layout wie Premiere Pro verwendet.

In der Timeline von SpeedGrade sehen Sie alle Bearbeitungspunkte, Übergänge und Ebenen des Clips.

Projekt-Timeline in SpeedGrade
Projekt-Timeline in SpeedGrade

Schritt 5: Korrigieren Sie die Sequenz mit den Farbkorrektur- und Masken-Werkzeugen

In SpeedGrade können Sie mit Looks und mit Masken Farbkorrekturen an der Sequenz vornehmen. Looks, die Sie in SpeedGrade anwenden, werden als Lumetri-Vorgaben angezeigt, wenn Sie die Sequenz wieder in Premiere Pro öffnen.  

Wenn in Premiere Pro bereits ein Lumetri-Look angewendet wurde, ist er in der Timeline von SpeedGrade verfügbar und Sie können dort seine Parameter anpassen.

Farbe in der Sequenz korrigieren
A. Premiere Pro-Projektsequenz B. Premiere Pro-Sequenz mit in SpeedGrade vorgenommener Farbkorrektur 

Der Direct-Link-Arbeitsablauf wurde entwickelt, damit Sie sich in SpeedGrade auf die Farbkorrektur konzentrieren können. Aus diesem Grund sind im Direct-Link-Modus in SpeedGrade nur die Registerkarten „Farbe“ und „Looks“ verfügbar. Weitere Informationen finden Sie unter Beschränkungen im Direct-Link-Arbeitsablauf.

Schritt 6: Senden Sie die korrigierte Sequenz zur Bearbeitung an Premiere Pro

Wenn Sie die Farbkorrektur an der Sequenz in SpeedGrade beendet haben, speichern Sie die Sequenz und öffnen Sie sie in Premiere Pro erneut, um sie dort endgültig auszugeben oder weiter zu bearbeiten.

Klicken Sie links oben in der Benutzeroberfläche von SpeedGrade auf das Symbol „Direct Link zu Adobe Premiere Pro“.

An Premiere Pro senden

Die korrigierte Sequenz wird mit vollständig intakter Farbkorrektur in Premiere Pro geöffnet.

In SpeedGrade angewendete Farbkorrekturen und Masken werden in Premiere Pro als Lumetri-Effekte angezeigt. In Premiere Pro können Sie diese Lumetri-Effekte für jeden Clip und jede Einstellungsebene individuell über das Fenster „Effektsteuerung“ aktivieren oder deaktivieren.

Sie können die Sequenz in Premiere Pro weiter bearbeiten oder sie für die endgültige Ausgabe exportieren.

Öffnen von Premiere Pro-Projekten direkt in SpeedGrade

Sie können native Premiere Pro-Projekte direkt in SpeedGrade öffnen, Farbkorrekturen durchführen und das Projekt anschließend wieder in Premiere Pro öffnen.

Der SpeedGrade-Begrüßungsbildschirm bietet Ihnen folgende Möglichkeiten:

  • Öffnen eines kürzlich verwendeten Premiere Pro-Projekts (.pproj)
  • Öffnen eines Premiere Pro-Projekts (.pproj)
  • SpeedGrade-Projekt (.IRCP) erstellen

Wenn Sie ein Premiere Pro-Projekt öffnen, wird das Dialogfeld „Sequenzimportprogramm“ geöffnet, in dem alle im Projekt enthalten Sequenzen angezeigt werden. Wählen Sie die Sequenz, die Sie öffnen möchten.

Hinweis:

Sie können in SpeedGrade nicht mehrere Premiere Pro-Sequenzen gleichzeitig öffnen.

Sequenz-Importprogramm

In SpeedGrade können Sie primäre und sekundäre Farbkorrekturen sowie Looks und Masken anwenden und alle erforderlichen Farbkorrekturschritte durchführen.

Hinweis:

Sie können keine SpeedGrade-Projekte (.IRCP) zurück an Premiere Pro senden. Wenn Sie Direct Link verwenden möchten, beginnen Sie mit einem Premiere Pro-Projekt (.pproj).

Einige wichtige Aspekte:

  • Sie können in SpeedGrade Einstellungsebenen aus Premiere Pro anzeigen und anpassen und außerdem sämtliche auf die Sequenz angewendeten Übergänge anzeigen.
  • Alle Farbkorrekturen, die Sie in SpeedGrade durchführen, sind in Premiere Pro automatisch verfügbar. Es ist nicht erforderlich, die .look-Dateien zu exportieren.

Arbeiten mit Offlinemedien

Wenn Sie ein Premiere Pro-Projekt mit fehlenden Mediendateien in SpeedGrade öffnen, können Sie die Offlinemedien nicht so verknüpfen und suchen, wie Sie dies aus Premiere Pro gewohnt sind.

Um die Offlinemedien erneut zu verknüpfen, müssen Sie das Projekt wieder in Premiere Pro öffnen.

Arbeiten mit After Effects-Kompositionen

Es gibt mehrere Möglichkeiten, After Effects-Kompositionen in einem Premiere Pro-Projekt zu verwenden:

  • Ersetzen eines Clips in Premiere Pro mit einer After Effects-Komposition
  • Verknüpfen mit einer After Effects-Komposition über Adobe Dynamic Link
  • After Effects-Komposition (AEP-Datei) in ein Premiere Pro-Projekt importieren

Unabhängig davon, welche Methode Sie verwenden, können Sie eine Premiere Pro-Sequenz, die After Effects-Kompositionen enthält, direkt in SpeedGrade öffnen. SpeedGrade öffnet die Sequenz im Direct-Link-Modus. Sie können dort Farbkorrekturen in den Kompositionen vornehmen, wie Sie dies auch bei einer Premiere Pro-Sequenz tun würden.

Beschränkungen im Direct-Link-Modus

Der Direct-Link-Arbeitsablauf wurde so entwickelt, dass Sie sich in SpeedGrade ausschließlich auf die Farbkorrektur konzentrieren.

Aus diesem Grund müssen bei der Verwendung von SpeedGrade im Direct-Link-Modus einige Punkte berücksichtigt werden:

  • Die Funktion für das automatische Speichern ist während der Verwendung des Direct-Link-Modus deaktiviert.
  • Wenn Sie Direct Link verwenden möchten, beginnen Sie mit einem Premiere Pro-Projekt (.pproj). Sie können im Direct-Link-Modus keine SpeedGrade-Projekte (.IRCP) an Premiere Pro senden.
  • Sie können im Direct-Link-Modus keine Premiere Pro-Projekte in SpeedGrade rendern. Sie senden die Projekte zum Rendern zurück an Premiere Pro. Aus diesem Grund sind die Registerkarten „Rendern“ und „Ergebnisse“ bei der Verwendung von Direct Link nicht verfügbar.
  • Sie können in SpeedGrade immer nur eine Premiere Pro-Sequenz öffnen, also nicht mehrere Sequenzen gleichzeitig. Um eine andere Sequenz im Projekt zu öffnen, öffnen Sie das Dialogfeld „Sequenzimportprogramm“, indem Sie in der SpeedGrade-Timeline auf klicken.
  • Sie können den Medienbrowser nicht starten, um Medien zu durchsuchen. Aus diesem Grund ist die Registerkarte „Medien“ bei der Verwendung von Direct Link nicht verfügbar.
  • Sie können der Premiere Pro-Sequenz in SpeedGrade keine Clips hinzufügen. Öffnen Sie das Projekt wieder in Premiere Pro, um die Sequenz zu bearbeiten.
  • Sie können weder Audio anpassen noch die Pan & Scan-Funktionen nutzen. Entsprechend sind die Registerkarten „Stereo-3D“, „Audio“ und „Pan & Scan“ bei der Verwendung von Direct Link nicht verfügbar.
  • Wenn Sie den Effekt „Verkrümmungsstabilisierung“ auf eine Premiere Pro-Sequenz anwenden, stellen Sie sicher, dass die Analyse abgeschlossen ist, bevor Sie die Sequenz über Direct Link an SpeedGrade senden. Andernfalls wird eine Fehlermeldung angezeigt.  

Video-Lernprogramm

So erstellen Sie ein Video, das wie ein Film wirkt

In diesem Tutorial lernen Sie, wie Sie Ihren Projekten über Direct Link für umfassende Farboptimierung und beeindruckende Film- und Kamera-Looks in SpeedGrade den richtigen Schliff geben.


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