In diesem Artikel werden die Phasen der Bereitstellung zusammengefasst:

  • Erstellen von Paketen
  • Testen von Paketen

Erstellen von Paketen

Auf das Erstellen von Paketen sollten Sie sich wie folgt vorbereiten:

  • Lesen Sie den Artikel Erstellen von Paketen mit Anleitungen zum Aufrufen und Verwenden von Application Manager.
  • Sie sollten den Installationspfad von Application Manager auf dem Administratorcomputer kennen.
  • Lesen Sie den Artikel Planen der Bereitstellung und führen Sie die in diesem Kapitel aufgeführten Planungsschritte aus.

Nachdem die Planung abgeschlossen ist, erstellen Sie alle Pakete unter Verwendung der Informationen, die Sie in der Planungsphase zusammengetragen haben.

Nach dem Erstellen der Pakete sollten Sie sie vor der Bereitstellung testen.

Testen von Paketen

Die erstellten Pakete sollten vor der umfassenden Bereitstellung getestet werden. Es wird empfohlen, die Bereitstellung mit dem plattformspezifischen Standardwerkzeug Microsoft System Center Configuration Manager 2007 (SCCM) oder Apple Remote Desktop (ARD) durchzuführen.

  • Wenn Sie die Bereitstellung mit ARD durchführen, finden Sie Anweisungen im Artikel „Bereitstellen von Adobe-Paketen mit ARD“.
  • Wenn Sie die Bereitstellung mit SCCM durchführen, finden Sie Anweisungen im Artikel „Bereitstellen von Adobe-Paketen mit SCCM“.

Installieren Sie das Paket zum Testen auf einem Testsystem. Gehen Sie dabei wie folgt vor:

  1. Richten Sie das Testsystem so ein, dass die Konfiguration der eines Zielsystems entspricht.

    Testen Sie das Paket auf einem System, das die Leistungs- und Systemanforderungen der Applikationen erfüllt, die Sie über die Pakete installieren. Dieser Computer sollte eine ähnliche Systemkapazität aufweisen wie die Zielsysteme, auf denen Sie die Pakete bereitstellen möchten.

    • Vergewissern Sie sich, dass sich der Produktinstallationsordner, auf den das Bereitstellungspaket verweist, am richtigen Speicherort befindet.
    • Machen Sie das Paket auf dieselbe Weise verfügbar, die Sie bei der Bereitstellung auf den Zielsystemen verwenden würden.
  2. Rufen Sie das Installationsprogramm auf dem Testsystem auf.

    Wenn Sie kein SCCM- oder ARD-Installationsprogramm erstellt haben, können Sie das MSI- oder PKG-Paket auf eine der folgenden Weisen aufrufen:

    • Direkt auf der Befehlszeile über den unbeaufsichtigten Installationsprozess mit folgendem Befehl:

    unter Windows

    msiexec.exe /i <Paketname>.msi /quiet

    unter Mac OS

    sudo installer -pkg <Installationspaketname> -target /

    • Indem Sie die Benutzeroberfläche des Installationsprogramms wie folgt starten:

    Unter Windows doppelklicken Sie auf die Datei „setup.exe“.

    Unter Mac OS doppelklicken Sie auf die PKG-Datei.

  3. Überprüfen Sie die Protokolldateien. 

    Das Installationsprogramm erstellt eine Protokolldatei, in der die ausgeführten Schritte zusammen mit dem zurückgegebenen Ausgabecode aufgezeichnet werden. Wenn diese Protokolldatei bereits vorhanden ist, fügt das Programm die neuesten Ergebnisse an die vorhandenen an. Weitere Informationen finden Sie unter Installationsprotokolle und Fehlermeldungen.

  4. Testen Sie bei Installationspaketen die neu installierten Applikationen.

    • Überprüfen Sie den Installationsordner, um zu ermitteln, ob die Applikationen installiert wurden.
    • Rufen Sie die einzelnen Applikationen auf.
  5. (Optional) Führen Sie bei Installationspaketen das Deinstallationsprogramm des Pakets auf dem Testsystem aus.

    Wenn Sie kein plattformspezifisches Deinstallationsprogramm erstellt haben, können Sie hierfür das MSI-/PKG-Paket verwenden:

    • Unter Windows verwenden Sie den MSI-Deinstallationsbefehl:

    msiexec /uninstall <Paketname>.msi /quiet

    • Unter Mac OS verwenden Sie den folgenden Befehl:

    sudo installer -pkg <Deinstallationspaketname> -target /

    Überprüfen Sie nach der Deinstallation den Installationsordner, um sicherzustellen, dass die Applikationen entfernt wurden.

    Hinweis: Für Updatepakete werden keine Deinstallationspakete erstellt.

Installationsprotokolle

Wenn Sie das erstellte Paket installieren, schreibt das Plattforminstallationsprogramm (SCCM oder ARD) Protokolldateien, wie in der Dokumentation dieser Werkzeuge beschrieben.

Das erstellte Paket installiert auf dem Client-Computer eine Clientversion von Application Manager, die die Installation verwaltet. Wenn Sie eine Installation mit dem Bereitstellungspaket durchführen, schreiben Application Manager und andere dabei initiierte Prozesse diese Protokolldateien auf den Client-Computer:

1.

Bei Installationspaketen: <Produktname><Zeitstempel>.log

Bei Updatepaketen: <Patchname><Version><Zeitstempel>.log

  • Speicherort unter Windows: <Gemeinsame Adobe-Dateien>\installer\
  • Speicherort unter Mac OS: /Library/Logs/Adobe/Installers/

Während einer unbeaufsichtigten Bereitstellung generiert die Bereitstellungs-Engine, die die Komponenten installiert, eine ZIP-Protokolldatei mit Informationen zu Status und Ergebnis der Installation. In dieser Datei finden Sie Fehler- und Erfolgsmeldungen, die während der Installation der Bereitstellungspakete ausgegeben wurden.

Die Datei ist nach dem installierten Paket benannt und wird in einem plattformspezifischen Format komprimiert.

2.

oobelib.log

  • Speicherort unter Windows: %temp%
  • Speicherort unter Mac OS: ~/Library/Logs/

3.

PDApp.log

  • Speicherort unter Windows:
    • Bei Installation mit Administratorrechten über SCCM: %windir%\Temp
    • Bei Installation mit Benutzerrechten über SCCM: %temp%
  • Speicherort unter Mac OS: ~/Library/Logs/

Fehlermeldungen

Die folgenden Fehlercodes werden von der Bereitstellungsverwaltungskomponente in die Datei „PDApp.log“ geschrieben:

0       Die Applikation wurde erfolgreich installiert.
1       Die Befehlszeile kann nicht analysiert werden.
2       Es wurde ein unbekannter Benutzeroberflächenmodus angegeben.
3       ExtendScript kann nicht initialisiert werden.
4       Fehler beim Benutzeroberflächenarbeitsablauf.
5       Der Benutzeroberflächenarbeitsablauf kann nicht initialisiert werden.
6       Der unbeaufsichtigte Arbeitsablauf wurde mit Fehlern abgeschlossen.
7       Der unbeaufsichtigte Arbeitsablauf konnte nicht abgeschlossen werden.
8       Beendigung mit Neustart erforderlich.
9       Nicht unterstützte Betriebssystemversion.
10     Nicht unterstütztes Dateisystem.
11     Es wird eine weitere Instanz ausgeführt.
12     Integritätsfehler in der CAPS-Datenbank.
13     Fehler bei der Medienoptimierung.
14     Fehler aufgrund unzureichender Rechte.
15     Fehler bei der Synchronisation der Mediendatenbank.
16     Fehler beim Laden der Bereitstellungsdatei.
17     Fehler beim Akzeptieren der EULA.
18     Fehler beim Bootstrapping für Adobe Application Manager. Siehe Bootstrapper-Fehler weiter unten.
19     In Konflikt stehende Prozesse sind aktiv.
20     Pfad der Installationsquelle wurde nicht angegeben oder ist nicht vorhanden.
21     Nutzlastversion wird nicht von der RIBS-Version unterstützt.
22     Fehler bei der Überprüfung des Installationsverzeichnisses.
23     Fehler bei der Überprüfung der Systemanforderungen.
24     Beendigung aufgrund eines vom Benutzer abgebrochenen Arbeitsablaufs.
25     Pfadname für Binärdatei überschreitet die MAX PATH-Grenze des Betriebssystems.
26     Medienwechsel im unbeaufsichtigten Modus erforderlich.
27     Auf dem Zielsystem wurden verschlüsselte Dateien entdeckt.
28     Das Basisprodukt ist nicht installiert.
29     Das Basisprodukt wurde verschoben.
30     Unzureichender Speicherplatz für die Installation der Nutzlast (mit Fehlern abgeschlossen).
31     Unzureichender Speicherplatz für die Installation der Nutzlast (fehlgeschlagen).
32     Der Patch wurde bereits angewendet.
33     Das Produkt ist nicht installiert, Deinstallation nicht möglich.
34     Nutzlastinformationen in Media_db nicht gefunden.
35     Einige Dateien des Installationsprogramms fehlen oder sind ungültig.
36     Es wird bereits eine andere MSI-Installation ausgeführt.
37     Fehler bei der Validierung.
38     Unbekannter Fehler.


9999 Schwerwiegender Fehler.

Die Bootstrapper-Komponente schreibt folgende Fehlercodes in die Datei „PDApp.log“:

BS_STATUS_SUCCESS  0  Bootstrapper wurde erfolgreich ausgeführt.
BS_STATUS_ERROR_SELF_UPDATE  1  Fehler beim automatischen Aktualisierungsmodus.
BS_STATUS_ERROR_INIT_OBJ  -1  Fehler bei der Initialisierung des Bootstrapper-Objekts.
BS_STATUS_ERROR_MULT_INST  -2  Es wird mehr als eine Instanz ausgeführt.
BS_STATUS_ERROR_SYSTEM_CHECK  -3  Fehler bei einer der Betriebssystemprüfungen.
BS_STATUS_ERROR_REGISTER_CALLBACK  -4  Fehler bei der Callback-Registrierung.
BS_STATUS_ERROR_INSTALL_PACKAGE  -5  Fehler bei der Paketinstallation.
BS_STATUS_ERROR_COPY_FILE  -6  Fehler beim Kopieren der Dateien nach der Installation.
BS_STATUS_ERROR_LAUNCH_APP  -7  Fehler beim Starten der Applikation.
BS_STATUS_ERROR_INVALID_COMMAND_LINE  -8  Es wurden ungültige Befehlszeilenargumente angegeben.
BS_STATUS_ERROR_FILE_MISSING  -9  Die Bereitstellungs- oder Manifestdatei fehlt.
BS_STATUS_NO_ADMIN_PRIVILEGE  -10  Es sind Administratorrechte erforderlich, die nicht vorliegen.
BS_STATUS_ERROR_PARSE_MANIFEST  -11  Problem beim Einlesen der Manifestdatei.
BS_STATUS_ERROR_PIM  -12  Fehler bei der Verwendung der PIM-Bibliothek.
BS_STATUS_ERROR_SYSTEM_CHECK_SOFT_STOP  -13  Fehler bei einer der Softwaresystemprüfungen.
BS_STATUS_ERROR_INSTALLATION_CANCELLED  -14  Die Installation wurde abgebrochen.
BS_STATUS_ERROR_LAUNCHPATH_LONG  -15  Der Startpfad enthält mehr als 200 Zeichen.
BS_STATUS_ERROR_OTHER  -999  Sonstiger Fehler.
 

 

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