Verschaffen Sie sich einen Überblick über die Adobe-Lizenzierungsverfahren, um Lizenzen bereitzustellen sowie Adobe-Produkte zu aktivieren und zu authentifizieren.

Hinweis:

  Typekit wurde in Adobe Fonts umbenannt und ist jetzt in Creative Cloud und anderen Abonnements enthalten. Weitere Informationen

Hinweis:

Wenn der Lizenztyp Ihrer Organisation geändert wird, müssen sich Ihre Endbenutzer bei allen Adobe-Produkten und ‑Diensten abmelden und sich dann mit den gleichen Anmeldeinformationen erneut anmelden, um weiterarbeiten zu können.

Verwenden Sie für Desktop-Produkte wie Photoshop, Acrobat und Illustrator die Optionen zum Abmelden und Anmelden im Hilfemenü. Verwenden Sie auf Adobe.com das Symbol in der rechten oberen Ecke, um sich ab- und wieder anzumelden.

Wenn Sie ein Produkt von Adobe erwerben, stellt eine Lizenz Ihr Recht zur Nutzung von Adobe-Software und -Diensten dar. Lizenzen dienen zum Authentifizieren und Aktivieren der Produkte auf dem Computer des Endbenutzers.

Personengebundene Lizenzen

Personengebundene Lizenzen sind das standardmäßige und gängigste Lizenzierungsverfahren zum Bereitstellen und Verwenden von Adobe Creative Cloud- und Document Cloud-Produkten. Sie wurden konzipiert für Netzwerkszenarien, in denen Applikationslizenzen in Abhängigkeit davon verwaltet werden, welche Einzelbenutzer die Applikation benötigen. Mit personengebundenen Lizenzen können Sie Ihren Endbenutzern den vollen Funktionsumfang der Software und der Dienste zur Verfügung stellen. Gewähren Sie Ihren Endbenutzern gemäß den Berechtigungen Ihres Unternehmens Zugriff auf alle verfügbaren Applikationen und Dienste.

Weitere Details

Durch personengebundene Lizenzen wird die Nutzung von Adobe-Applikationen und ‑Diensten auf einen einzelnen Benutzer beschränkt. Diese Methode ist geeignet, wenn die Produkt- und Dienstanforderungen eng mit einem Benutzer oder einer Rolle verknüpft sind. Die personengebundene Lizenzierung ermöglicht es IT-Administratoren, Produktlizenzen für einen Benutzer jederzeit hinzuzufügen oder zu entfernen. Sie erlaubt außerdem eine bessere Nachverfolgung der Kompatibilität, da IT-Administratoren Computer nicht protokollieren müssen und Lizenzen zentral verwalten können.

Personengebundene Lizenzen erfordern in regelmäßigen Abständen eine Internetverbindung. Für die Erstaktivierung müssen die Computer eine Verbindung mit Adobe-Servern herstellen und anschließend mindestens alle 99 Tage erneut eine Verbindung herstellen. Endbenutzer können nur dann mobile Applikationen verwenden, wenn die Firma personengebundene Lizenzen bereitstellt.

Endbenutzer können sich mit ihren Anmeldeinformationen anmelden, um auf die Applikationen und Dienste zuzugreifen. Sie können auch SSO so konfigurieren, dass Zugriff und Nutzung wie bei Ihren anderen Applikationen im Unternehmen möglich sind.

Die personengebundene Lizenzierung bietet Folgendes:

Für Endbenutzer:

  • Zugriff auf erstklassige produktivitätssteigernde Kreativapplikationen: Hierzu zählen die aktuellen Cloud-First-Applikationen wie Adobe XDLightroom CC und Adobe Dimension. Diese Applikationen können ausschließlich mit diesem Lizenzierungsverfahren lizenziert werden.
  • Zugriff auf Adobe-Cloud-Dienste: Starten Sie Ihre Projekte mit orts- und geräteunabhängigem Zugriff auf Elemente in Creative Cloud-Bibliotheken, mit Cloud-Zusammenarbeit über Team Projects sowie Schriftensammlungen aus Adobe Fonts. Automatisieren Sie mit Adobe Sign signaturgesteuerte Arbeitsabläufe und beschleunigen Sie Abläufe mit signierten Dokumenten.

Für Administratoren:

Applikationen mit personengebundener Lizenzierung bereitstellen

Eine Vorkonfiguration von Computern für die personengebundene Lizenzierung (NUL) ist nicht erforderlich. Creative Cloud-Applikationen müssen nur auf den Endbenutzer-Computern installiert oder bereitgestellt werden. Jeder der zu lizenzierenden Computer muss über Zugriff auf das Internet verfügen. Der Internetzugriff kann jedoch durch eine Firewall gesteuert werden, die jeglichen Netzwerkdatenverkehr abfängt und entpackt, um seine Inhalte zu prüfen und Folgendes sicherzustellen:

  • Es werden keine unautorisierten Daten aus dem internen Netzwerk gesendet.
  • Alle übertragenen Daten werden in einen verschlüsselten Tunnel zwischen der Firewall und den Adobe-Servern eingeschlossen.
  • Der Endpunkt jeder Übertragung ist ein autorisierter Adobe-Server mit einer bekannten Netzwerkadresse und einem öffentlich signierten, nicht widerrufenen SSL-Zertifikat.

Ablauf der Anmeldung für Endbenutzer

Als Authentifizierung werden die Bestätigung der Identität eines Benutzers und die Verknüpfung dieser Identität mit dem Creative Cloud-Abonnement des Benutzers bezeichnet. Die Autorisierung umfasst das Prüfen der Mitgliedschaft eines Benutzers, um den Gesamtstatus zu bestimmen, das Ermitteln der Applikationen und Dienste, auf die der Benutzer über seine Mitgliedschaft Zugriff hat, sowie das Ermitteln aller Einschränkungen und besonderer Berechtigungen, die dem Benutzer gewährt wurden. Die meisten Lizenzdienste werden auf Adobe-Servern ausgeführt. Einige werden hingegen lokal ausgeführt. Beispielsweise gilt der Creative Cloud-Client für Adobe als lokal ausgeführter Lizenzdienst. (Außerdem ist es ein Bereitstellungsdienst, da Sie damit Applikationen herunterladen und installieren können.) Alle Funktionen der lokalen Lizenzdienste greifen auf die auf Adobe-Servern gehosteten Lizenzdienste zurück. Die Lizenzdienste sind für Benutzer sichtbar, wenn Sie Aktivitäten wie Anmelden, Annehmen der Nutzungsbedingungen und Annehmen der Lizenzvereinbarungen für Endbenutzer ausführen.

Applikationen können auf verschiedene Weise auf Clientcomputer heruntergeladen und installiert werden. Weitere Informationen finden Sie unter Bereitstellung und Übertragung von Applikationen und Updates. Zum Lizenzieren der Applikationen müssen Benutzer sich anmelden. Benutzer können Applikationen auf eine der folgenden Weisen lizenzieren:

Creative Cloud-Client für den Desktop

Der Creative Cloud-Client für den Desktop unterstützt Self-Service-Arbeitsabläufe für Benutzer zum Herunterladen und Installieren von Applikationen und Updates. Bei Benutzern der Cloud-Dienste wird durch eine Anmeldung auch der Zugriff auf Creative Cloud-Dienste wie die Schriftenaktivierung mit Adobe Fonts, der persönliche Speicher und das Teilen und Sammeln von Feedback auf Behance aktiviert.

Wenn Sie den Creative Cloud-Client in Ihre Bereitstellungspakete eingeschlossen haben, können Benutzer den Creative Cloud-Client starten. Sobald sich Benutzer mit ihren Anmeldeinformationen angemeldet haben, werden alle betreffenden Applikationen, die auf dem Computer installiert sind, aktiviert. Benutzer müssen auch die Nutzungsbedingungen annehmen, um die Applikationen zu aktivieren.

Direkt aus Applikationen

Beim Start einer Applikation wird der Anmeldebildschirm angezeigt. Endbenutzer können sich mit ihren Anmeldeinformationen anmelden, um die Applikation zu lizenzieren. Wenn ein Benutzer keine Berechtigung für die entsprechende Applikation besitzt, wird sie als Testversion ausgeführt und kann nach Ablauf des Testzeitraums nicht mehr verwendet werden.

Proxy- und Firewall-Einstellungen

Damit Benutzer sich anmelden können, müssen Sie Ihre Firewall und die Proxy-Server so konfigurieren, dass Verbindungen mit den Endpunkten auf der Adobe-Website zugelassen werden.

Eine ausführliche Liste der Lizenz- und anderer Dienstendpunkte finden Sie unter Adobe Creative Cloud-Netzwerkendpunkte.

Seriennummernlizenzierung

Hierbei handelt es sich um ein ehemaliges Verfahren zur Lizenzierung, bei dem Lizenzen nicht an einen bestimmten Benutzer, sondern an einen bestimmten Computer gebunden sind. Dieses Lizenzierungsverfahren ist für ganz wenige Kunden und wie die personengebundene Lizenzierung zum Erstellen vorlizenzierter Pakete für die Remotebereitstellung geeignet.

Weitere Details

Vorsicht:

Die Lizenzierung über Seriennummern wird von Applikationen ab Version CC 2019 nicht unterstützt. Weitere Informationen finden Sie in diesem Artikel.

Von der Seriennummernlizenzierung zu personengebundenen Lizenzen migrieren

Die personengebundene Lizenzierung bietet gegenüber der anonymen oder Seriennummernlizenzierung verschiedene Vorteile. Administratoren können die Verwendung von Lizenzen nachverfolgen und überwachen. Sie können auch die einem Benutzer zugewiesenen Lizenzen zentral verwalten und den Zugriff auf Applikationen und Dienste widerrufen, ohne Pakete erneut bereitstellen zu müssen. Bei der personengebundenen Lizenz können Self-Service-Arbeitsabläufe ebenfalls aktiviert werden, damit Kunden Produkte und Updates herunterladen und installieren können. Mit personengebundenen Lizenzen erhalten Endbenutzer außerdem die Möglichkeit, Cloud-Dienste wie das Hinzufügen von Schriften aus Adobe Fonts, die Auswahl von Synchronisationsstellen und das Teilen und Sammeln von Feedback auf Behance zu verwenden.

Bei bestehender CS6-, Creative Cloud-ELA/ETLA- oder VIP-Bereitstellung sollten Sie eine Migration der Benutzer zur personengebundenen Lizenzierung erwägen.

Vorsicht:

Damit die Arbeitsabläufe der Endbenutzer nicht gestört werden, laden Sie die Benutzer zu Ihrer Organisation ein und fügen Sie sie Gruppen hinzu, um Lizenzen zuzuweisen. So haben die Benutzer Zeit, die Einladungen anzunehmen und ihre IDs einzurichten. Sie können auch die Benutzer informieren, dass sie sich anmelden müssen, um die Applikationen zu verwenden.

Sie können mit der Admin Console Benutzer und Gruppen hinzufügen. Weitere Informationen finden Sie unter Verwalten von Benutzergruppen und Verwalten von Benutzern.

Um die Seriennummernlizenzen zu entfernen, führen Sie die folgenden Schritte aus:

  1. Erstellen und verteilen Sie ein Paket, das den Creative Cloud-Client enthält. Dieses Paket kann nur die Creative Cloud-Applikation enthalten oder zusammen mit anderen Creative Cloud-Applikationen gebündelt werden. Durch Bereitstellen der neuesten Version des Creative Cloud-Clients werden die Dateien, die für die Verwendung personengebundener Lizenzen erforderlich sind, aktualisiert.

    Laden Sie dieses Paket direkt aus der Admin Console herunter, indem Sie zu Pakete > Adobe-Vorlagen navigieren. Sie können es auch mit Creative Cloud Packager erstellen.

  2. Erstellen Sie ein Lizenzpaket mit Creative Cloud Packager.

    Das Paket wird unter dem angegebenen Pfad erstellt und enthält vier Dateien:

    • AdobeSerialization
    • RemoveVolumeSerial
    • helper.bin
    • prov.xml
  3. Um die Unternehmenslizenz zuvor lizenzierter Applikationen zu entfernen, führen Sie die ausführbare Datei RemoveVolumeSerial mit Administratorrechten aus.

    Hinweis:

    Mit der RemoveVolumeSerial-Datei werden alle Produkte von Creative Cloud für Unternehmen deaktiviert, die auf dem Computer eines Kunden ausgeführt werden, unabhängig davon, welche Seriennummer beim Erstellen der RemoveVolumeSerial-Datei angegeben wurde.

    Wenn Sie z. B. eine RemoveVolumeSerial-Datei mit der Seriennummer 1234-1234-1234-1235 erstellen und auf einem Computer bereitstellen, auf dem die Seriennummer 1234-1234-1234-1236 verwendet wird, werden alle Produkte von Creative Cloud für Unternehmen deaktiviert, die auf dem Computer ausgeführt werden.

  4. Verpacken Sie die neuesten Versionen von Applikationen und Updates und stellen Sie sie bereit. Verwenden Sie zum Erstellen eines Pakets mit einer personengebundenen Lizenz die Admin Console oder Creative Cloud Packager. Weitere Informationen finden Sie unter Creative Cloud Packager. Überspringen Sie diesen Schritt, wenn Sie nicht die neuesten Versionen von Applikationen aktualisieren möchten.

    Wenn Sie die älteren Versionen von Applikationen deinstallieren möchten, tun Sie dies, bevor Sie die neuesten Versionen bereitstellen. Wenn die Deinstallation später erfolgt, können Dateizuordnungen beschädigt werden.

  5. Wenn die Benutzer die Applikationen das nächste Mal starten, wird ein Anmeldebildschirm angezeigt. Durch Anmelden mit der Adobe ID oder Enterprise ID werden die Applikationen lizenziert und aktiviert. Die Benutzer können auch den Creative Cloud-Client starten und sich mit diesem anmelden.

Unternehmensseriennummer abrufen

Wenn in Ihrem Unternehmen Seriennummernlizenzen verfügbar sind, können Sie diese über die Adobe Licensing-Website abrufen.

  1. Melden Sie sich mit Ihrer Adobe ID und Ihrem Kennwort bei der Adobe Licensing-Website an.

  2. Wählen Sie Lizenz > Seriennummern abrufen.

  3. Wählen Sie eine Endbenutzer-ID oder Bereitstellungs-ID für Ihr Unternehmen aus.

  4. Wählen Sie einen Produktnamen, eine Produktversion und eine Plattform.

  5. Klicken Sie auf Suchen.

    Der Produktname und die Seriennummern werden angezeigt.

Hilfeinformationen finden Sie unter Verwenden der Adobe Licensing-Website (LWS).

Hinweis:

Die Adobe Licensing-Website unterstützt keine Enterprise IDs. Wenn Sie beabsichtigen, die Seriennummernlizenzierung zu verwenden, wird empfohlen, alle Administratorkonten mit Adobe IDs einzurichten.

Gerätelizenzierung

Mit Gerätelizenzen können Institutionen, die am Value Incentive Plan (VIP) teilnehmen, Software für einen bestimmten Computer lizenzieren. Außerdem müssen sich die Benutzer nicht anmelden und keine Seriennummer eingeben, um auf Applikationen zuzugreifen.

Weitere Details

Vorsicht:

Die Gerätelizenzierung wird von Applikationen ab Version CC 2019 nicht unterstützt. Weitere Informationen finden Sie in diesem Artikel.

Eine Gerätelizenz für Creative Cloud für Bildungseinrichtungen bietet die Möglichkeit, Software nicht für eine bestimmte Person oder eine bestimmte Seriennummer lizenzieren zu lassen, sondern für ein bestimmtes Gerät. Für die Benutzung der Software müssen sich die Benutzer nicht anmelden und es muss keine Seriennummer eingegeben werden. Lizenzen sind an Computerbereitstellungspools gebunden, die beim Bestellen von Produkten automatisch erstellt werden.

Durch eine Teilnahme am Value Incentive Plan (VIP) über einen autorisierten Adobe-Vertriebspartner für Bildungseinrichtungen oder über Adobe Business Direct können Bildungseinrichtungen Gerätelizenzen für Creative Cloud für Bildungseinrichtungen erwerben.

Wenn Ihre Bildungseinrichtung Gerätelizenzen erworben hat, informieren Sie sich über das Verwalten von Gerätelizenzen in der Admin Console. Zudem können Sie erfahren, wie Sie mit Creative Cloud Packager Pakete mit Gerätelizenzen erstellen.

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