Erfahren Sie mehr über die Digitalkamera- und Übertragungsformate, die jetzt in Premiere Pro unterstützt werden.

Manche Dateinamenerweiterungen wie etwa MOV, AVI und MXF stehen für Container-Dateiformate und nicht für ein bestimmtes Audio-, Video- oder Bilddatenformat. Containerdateien können Daten enthalten, die durch verschiedene Komprimierungs- und Codierungsschemas codiert wurden. Premiere Pro kann diese Containerdateien zwar importieren, der Import der darin enthaltenen Daten hängt jedoch davon ab, welche Codecs (genauer gesagt welche Decoder) installiert sind.

Durch Installation zusätzlicher Codecs können Sie die Bandbreite der Dateitypen erweitern, die in Premiere Pro importiert werden können. Viele auf Betriebssystemebenen (Windows oder Mac OS) installierte Codecs arbeiten innerhalb der QuickTime- oder Video für Windows-Formate als Komponenten. Weitere Informationen zu Codecs, die mit den von Ihren Geräten oder Anwendungen erstellten Dateien interagieren, erhalten Sie bei dem Hersteller Ihrer Hard- oder Software. 

Sequenzgröße

Hinweis:

Video- und Standbilddateien, die Sie importieren möchten, dürfen die maximal zulässigen Abmessungen nicht überschreiten. Die maximale Framegröße der Sequenz in Pixel ist 10.240 × 8.192 (Breite x Höhe). Wenn Sie versuchen, für eine Abmessung der Framegröße im Dialogfeld „Sequenzeinstellungen“ einen höheren Wert als dieses Limit einzugeben, korrigiert Premiere Pro den Wert auf das Maximum.

Standbilder und Filmgröße

Die maximale Framegröße, die für Standbilder und Filme importiert werden kann, beträgt 256 Megapixel bei einer maximalen Abmessung von 32.768 Pixel in jede Richtung. Ein Bild mit 16.000×16.000 ist genau wie eines mit 32.000×8.000 in Ordnung, ein Bild mit 35.000×10.000 Pixel kann jedoch nicht verwendet werden.

GPU-Beschleunigung

Ob ein Frame durch die GPU-Beschleunigung der Mercury Playback Engine verarbeitet werden kann, hängt von der Framegröße und der Größe des GPU-Speichers ab. Ein Bild muss mindestens (Breite x Höhe : 16.384) Megabyte groß sein, damit es durch die GPU-Beschleunigung verarbeitet werden kann. Wenn der Wert den verfügbaren Speicher übersteigt, verwendet Premiere Pro zum Rendern des aktuellen Segments nur die CPU. Dies bedeutet, dass für einige Bilder bei bestimmten Karten keine CUDA-Beschleunigung verwendet wird, bei anderen Karten jedoch schon. Beispiel: Eine Bildgröße von einer Canon T2i beträgt 5184×3456. Hierfür sind 1.094 MB erforderlich, was das auf der Quadro FX 3800 vorhandene 1 GB übersteigt, allerdings noch im Bereich der 1,5 GB der Quadro FX 4800 liegt.

Beim Import unterstützte native Video- und Audioformate

Adobe Premiere Pro unterstützt diverse Audio- und Videoformate, wodurch Ihre Postproduktionsabläufe mit den aktuellen Übertragungsformaten kompatibel werden.

Format Details
3GP, 3G2 (.3gp) Multimedia-Containerformat
AAC  Erweiterte Audiocodierung
AIFF, AIF  Audio Interchange File Format
ProRes von Apple Apple-Videokomprimierungsformat 
ASF   NetShow (nur Windows)
ASND Adobe Sound-Dokument
AVC-Intra Panasonic-Codec
AVI (.avi) DV-AVI, Microsoft AVI vom Typ 1 und Typ 2
BWF Broadcast WAVE-Format
CHPROJ Character Animator-Projektdatei
CRM

Canon Cinema RAW Light (.crm)-Dateien, die mit Kameras wie der Canon EOS C200 erstellt wurden

DNxHD Wird in nativen MXF- und QuickTime-Wrappern unterstützt
DNxHR DNxHR LB, DNxHR SQ, DNxHR TR, DNxHR HQ und DNxHR HQX
DV  Raw DV-Stream, ein QuickTime-Format
GIF  Animiertes GIF
H.264 AVC Verschiedene Medien, die H.264-Codierung verwenden
HEIF  Aufnahmeformat HEIF (High Efficiency Image Format) von iPhone 8 und iPhone X (nur Mac)
HEVC (H.265) H.265-Medien mit Auflösungen bis zu 8192x4320
M1V MPEG-1-Videodatei
M2T Sony HDV
M2TS Blu-ray-BDAV-MPEG-2-Transportdatenstrom, AVCHD
M2V   DVD-kompatibles MPEG-2
M4A MPEG-4-Audio
M4V MPEG-4-Videodatei
MOV   QuickTime-Format
MP3 MP3-Audio
MP4 QuickTime-Film, XDCAM EX
MPEG, MPE, MPG MPEG-1, MPEG-2
MTS AVCHD
MXF Media eXchange Format. MXF ist ein Containerformat, das folgende Formate unterstützt:
  • ARRIRAW 
  • P2-Video: Panasonic OP1b-Variante von MXF-Videos in den Formaten AVC-Intra LT und AVC-LongG, Panasonic Op-Atom-Variante von MXF-Videos in den Formaten DV, DVCPRO, DVCPRO 50, DVCPRO HD, AVC-Intra
  • X-OCN-Aufnahmen von Kameras wie der Sony F5, F55 oder Sony Venice mit dem AXS-R7-Add-on
  • Sony XDCAM HD 18/25/35 (4:2:0)
  • Sony XDCAM HD 50 (4:2:2)
  • AVC-LongGOP
  • XAVC Intra
  • XAVC LongGOP
  • XAVC QFHD Long GOP 4:2:2
  • JPEG 2000
  • IMX 30/40/50
  • XDCAM EX
Native MJPEGs 1DC
OMF Audioprojektformat
OpenEXR Dateien in den Formaten .EXR, .MXR und .SXR
R3D RED R3D Raw-Datei
Rush Bestehende Projekte von Premiere Rush
VOB Containerformat bei DVD-Medien
WAV Windows-Wellenform
WMV Windows Media, nur Windows

Hinweis:

Nicht alle QuickTime-Codecs werden standardmäßig unterstützt. Für einige Codecs sind Drittanbieter-Komponenten erforderlich.

Unterstützte native Kameraformate

In Premiere Pro können Sie mit einer Vielzahl von nativen Medienformaten der aktuellen DSLR-Kameras arbeiten, ohne dass eine Transcodierung oder Dateikonvertierung erforderlich ist.

Die hier aufgeführten Medienformate können direkt in Premiere Pro CC importiert und bearbeitet werden. Die erforderlichen Codecs sind in Premiere Pro CC integriert und werden sowohl unter Mac OS als auch unter Windows unterstützt, sofern nicht anders angegeben.

ARRI AMIRA-Kamera

Premiere Pro bietet jetzt eine integrierte Unterstützung für die ARRI AMIRA-Kamera, mit entsprechenden Farb-LUTs, die beim Importieren als Masterclips angewendet werden.

ARRI Alexa LF-Aufnahmen

Premiere Pro bietet die Möglichkeit, das Dateiformat ALEXA LF (Large Footage) zu importieren. 

Canon XF, Canon RAW

Sie können nativ mit Filmmaterial im Canon XF- bzw. Canon RAW-Format arbeiten. Dies gilt auch für Filmmaterial von Canon Cinema EOS C300- und C500-Kameras.

In Premiere Pro können Sie QuickTime-Formate, einschließlich Apple ProRes- und MOV-Dateien, nativ importieren und bearbeiten, die mit den Canon-Kameras 5D und 7D aufgenommen wurden. Sie können Metadaten schneiden, ohne dass dazu Transkodierung, Konvertierung, Anmeldung oder Übertragung erforderlich wäre.

CinemaDNG

In Premiere Pro können Sie unkomprimierte CinemaDNG-Medien von den folgenden Kameras importieren und bearbeiten:

  • Blackmagic Cinema-Kamera
  • Blackmagic Pocket Cinema-Kamera
  • Convergent Design Odyssey7Q

Bei der Arbeit mit CinemaDNG-Medien können Sie auf die Quelleinstellungen zugreifen und die Metadaten-Parameter bearbeiten. Für eine verbesserte Wiedergabeleistung kann ein Debayering für CinemaDNG auf einer unterstützten GPU vorgenommen werden.

Panasonic AVC, P2-Kameras

Sie können Medien von den folgenden Kameras/in den folgenden Kameracodec-Formaten nativ importieren und bearbeiten:

  • Panasonic AVC Ultra
  • Panasonic AVCi 200
  • AVC Ultra Long GOP (Group of Pictures) von Panasonic
  • Panasonic P2-Kameras sowie diverse P2-Karten

Sie können Akquisemetadaten von Panasonic-Kameras auch im Metadatenbedienfeld von Premiere Pro anzeigen. So erhalten Sie einen einfacheren Ausgangspunkt für die Abstimmung.

Die folgenden Metadatenfelder sind nun für unterstützte Panasonic-Kameras verfügbar:

  • Kamerahersteller
  • Kameramodell
  • Videocodec
  • Video-Bitrate
  • ISO-Empfindlichkeit
  • Weißabgleich-Farbtemperatur
  • Gamma erfassen
  • Farbumfang erfassen

Phantom Cine Medien

Sie können auf Vision Research Phantom-Kameras aufgezeichnete Phantom Cine-Medien nativ importieren und bearbeiten.

RED

Premiere Pro CC unterstützt das native Arbeiten mit RED Digital Cinema (R3D)-Filmmaterial von den folgenden Kameras und in folgenden Codec-Formaten:

  • Color Science wie REDcolor2, REDgamma2 und REDlogFilm
  • RED ONE
  • RED EPIC
  • RED Scarlet-X-Kameras mit RED Rocket-Unterstützung
  • Red Dragon, einschließlich RED Dragon 6K

Hinweis:

Clips im RED-Format verwenden jetzt die GPU (OpenCL und CUDA) für das Debayering, was zu einer verbesserten und schnelleren Wiedergabeleistung führt.

Sony-Kameras

Sie können Medien von den folgenden Kameras direkt, also ohne Konvertierung oder Transcodierung, importieren und bearbeiten:

  • Sony XDCAM
  • Sony XDCAM 50
  • Sony XAVC
  • Sony XAVC LongGOP (Group of Pictures)
  • Sony XAVC-S
  • Sony SStP
  • Sony RAW (Kameras des Typs F65, F55, F5, FS700)  

Sie können die importierten Clips mit dem Media-Browser durchsuchen und anhand der Kamera-Metadaten organisieren.

Weitere Informationen zum direkten Arbeiten mit nativen Kameraformaten erhalten Sie in diesem Video-Tutorial.

Unterstützte Dateiformate für Standbilder und Standbildsequenzen

Hinweis:

Premiere Pro unterstützt Standbilddateien mit 8 bpc (4 Byte pro Pixel) und 16 bpc (8 Byte pro Pixel).

Format Details
AI, EPS Adobe Illustrator 
BMP, DIB, RLE Bitmap
DPX Cineon/DPX 
EPS Adobe Illustrator 
GIF Graphics Interchange Format
ICO
Symboldatei (nur Windows)
JPEG
JPE, JPG, JFIF
PICT Macintosh Picture
PNG Portable Network Graphics
PSD Photoshop
PTL, PRTL Adobe Premiere-Titel
TGA, ICB, VDA, VST Targa
TIFF Tagged Interchange Format

Unterstützte Titel- und Untertitelformate

Format Details
DFXP Distribution Format Exchange Profile
MCC MacCaption VANC
SCC Scenarist-Untertiteldatei
SRT  Subrip-Untertitelformat
STL EBU N19-Untertiteldatei
XML Zeitgesteuerte W3C/SMPTE/EBU-Textdatei

Unterstützte Videoprojektdateiformate

Format Details
AAF   Advanced Authoring Format
AEP, AEPX   After Effects-Projekt
CHPROJ Character Animator-Projekt
CSV, PBL, TXT, TAB Stapellisten
EDL   CMX3600 EDLs
PREL
Adobe Premiere Elements-Projekte (nur Windows)
PRPROJ
Premiere Pro-Projekt
XML
FCP XML

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