Sie können in Premiere Pro einzelne Standbilder importieren oder eine Abfolge von Standbildern als Sequenz importieren. Sie können Standbilder aus Adobe-Anwendungen wie Photoshop und Illustrator importieren. Informationen zu allen Standbildformaten, die in Premiere Pro importiert werden können, finden Sie unter Unterstützte Dateiformate für den Import.

Ein importiertes Standbild hat die Dauer, die in den Voreinstellungen unter „Standbild“ angegeben ist. Sie können die Dauer eines Standbilds in einer Sequenz ändern.

Die maximale Framegröße, die für Standbilder und Filme importiert werden kann, beträgt 256 Megapixel bei einer maximalen Abmessung von 32.768 Pixeln in jede Richtung. Weitere Informationen finden Sie in diesem Beitrag im Premiere Pro Work Area-Blog.

Vorbereiten von Standbildern Vor dem Importieren

Vor dem Import sollten Sie ein Standbild so umfassend wie möglich vorbereiten, um die für das Rendern in Premiere Pro erforderliche Zeit zu verkürzen. Im Allgemeinen sparen Sie Zeit und Mühe, wenn Sie eine Datei in ihrer Originalanwendung vorbereiten. Berücksichtigen Sie folgende Punkte:

  • Vergewissern Sie sich, dass das Dateiformat von dem Betriebssystem unterstützt wird, das Sie verwenden wollen.

  • Setzen Sie die Pixelmaße auf die Auflösung, die in Premiere Pro verwendet werden soll. Falls Sie vorhaben, das Bild zu skalieren, sollten Sie die Bildmaße so festlegen, dass das Bild auch in den größten Abmessungen noch über genügend Bilddetails verfügt.

  • Beste Ergebnisse erzielen Sie mit Dateien, deren Framegröße mindestens so groß ist wie die Framegröße des Projekts, sodass Sie das Bild in Premiere Pro nicht vergrößern müssen. Wird ein Bild vergrößert, kann dies auf Kosten der Schärfe gehen. Wenn Sie planen, ein Bild zu skalieren (Vergrößerung), sollten Sie es mit einer größeren Framegröße als der im Projekt verwendeten Größe vorbereiten. Wenn Sie für ein Bild z. B. eine Skalierung auf 200 % durchführen möchten, bereiten Sie es vor dem Importieren mit der doppelten Framegröße des Projekts vor.

  • Schneiden Sie die Teile des Bilds ab, die in Premiere Pro nicht sichtbar sein sollen.

  • Wenn Sie für bestimmte Bereiche Transparenz festlegen möchten, erstellen Sie einen Alphakanal oder verwenden Sie die Transparenzwerkzeuge in Programmen wie Photoshop oder Illustrator.

  • Wenn die endgültige Ausgabe auf Standard-Fernsehbildschirmen erfolgen soll, sollten Sie für Bilder oder Text möglichst keine dünnen horizontalen Linien (z. B. Linien mit einer Breite von 1 Pixel) verwenden. Aufgrund von Interlacing kann dies zu Flimmern führen. Wenn Sie dünne Linien verwenden müssen, sollten Sie eine leichte Weichzeichnung hinzufügen, damit die Linien in beiden Videofeldern angezeigt werden. Weitere Informationen finden Sie unter Interlaced-Video, Non-Interlaced-Video und progressives Scannen.

  • Speichern Sie die Datei unter Verwendung der richtigen Namenskonvention. Wenn Sie z. B. planen, die Datei unter Windows in Premiere Pro zu importieren, verwenden Sie eine Dateinamenerweiterung mit drei Buchstaben.

  • Wenn Standbilder in einer Anwendung vorbereitet werden, die Farbmanagement unterstützt (beispielsweise Photoshop), sind die Farben unter Umständen mit denen in Premiere Pro konsistenter, sofern Sie einen videofreundlichen Farbraum wie sRGB oder NTSC RGB verwenden.

Importieren von Photoshop- und Illustrator-Dateien

Sie können Dateien aus Adobe Photoshop 3.0 oder höher oder aus Adobe Illustrator importieren. Sie können steuern, wie Dateien mit Ebenen importiert werden. Leere (transparente) Bereiche nicht geglätteter Photoshop-Dateien sind transparent, wenn sie in Premiere Pro importiert werden, da die Transparenz als Alphakanal gespeichert wird. Auf diese Weise können Sie Grafiken importieren und ohne zusätzlichen Aufwand über Clips in andere Spuren legen.

Sie können Photoshop-Ebenendateien mit ausgewählten Ebenen als einzelne Clips in eine Ablage, mit ausgewählten Ebenen importiert als einzelne Clips in eine Ablage und Sequenz oder mit ausgewählten Ebenen zusammengeführt in einen einzelnen Videoclip importieren.

Sie können auch Photoshop-Dateien importieren, die Video oder Animationen enthalten, falls sie von Photoshop im Modus „Schnittfensteranimation“ gespeichert werden.

Hinweis:

Einzelne Ebenen, die aus einer Photoshop-Komposition in ein Premiere Pro-Projekt verlagert wurden, können sich u. U. unerwartet verhalten.

Importieren einer Photoshop-Datei mit Ebenen

Beim Importieren einer Adobe Photoshop-Datei mit Ebenen können Sie im Dialogfeld „Ebenendatei importieren“ angeben, wie die Ebenen importiert werden.

Hinweis:

Einige Adobe Photoshop-Ebenenattribute werden nicht unterstützt, beispielsweise spezielle Transfermodi und die Knockout-Option. Sie erzielen optimale Ergebnisse, indem Sie in Adobe Photoshop die Standardtransparenz und -deckkraft verwenden. Adobe Premiere Pro unterstützt die meisten Photoshop-Transfermodi.

Premiere Pro importiert Attribute, die in der Originaldatei zugewiesen wurden, einschließlich Position, Deckkraft, Sichtbarkeit, Transparenz (Alphakanal), Ebenenmasken, Anpassungsebenen, allgemeine Ebeneneffekte, Zuschneidepfade für Ebenen, Vektormasken und Zuschneidegruppen. Photoshop exportiert einen weißen Hintergrund als deckend weiß, während es beim Exportieren in ein Format, das Alphakanäle unterstützt, einen Schachbretthintergrund als transparenten Alphakanal exportiert.

Durch das Importieren von Photoshop-Dateien mit Ebenen wird die Verwendung von in Photoshop erstellten Grafiken einfach. Wenn Premiere Pro Photoshop-Dateien als nicht zusammengeführte Ebenen importiert, wird jede Ebene in der Datei zu einem einzelnen Clip in einer Ablage. Jeder Clipname setzt sich aus dem Ebenennamen und dem Namen der Datei, in der die Ebene enthalten war, zusammen. Jede Ebene wird mit der Standarddauer importiert, die Sie unter „Voreinstellungen“ für Standbilder auswählen.

Sie können Photoshop-Dateien, die Video oder Animationen enthalten, wie alle anderen Photoshop-Dateien importieren. Da jede Ebene mit der Standarddauer von Standbildern importiert wird, kann das importierte Video oder die importierte Animation mit einer Geschwindigkeit wiedergegeben werden, die sich von der seiner Quelle in der Photoshop-Datei unterscheidet. Damit es sich um eine passende Geschwindigkeit handelt, sollten Sie die Standarddauer der Standbilder vor dem Importieren der Photoshop-Datei ändern. Falls z. B. die Photoshop-Animation mit 30 fps erstellt wurde und die Sequenzframerate von Premiere Pro 30 fps beträgt, legen Sie die Standarddauer von Standbildern in Premiere Pro unter „Voreinstellungen“ auf 30 Frames fest.

Die Optionen, die Sie im Dialogfeld „Ebenendatei importieren“ auswählen, bestimmen, wie die Ebenen im Video oder in der Animation beim Import in Premiere Pro interpretiert werden.

Wenn Sie im Import-Dialogfeld eine Photoshop-Datei, die Ebenen enthält, für den Import auswählen, wird das Dialogfeld zum Importieren von Photoshop-Dokumenten geöffnet. Das Importieren-als-Menü bietet folgende Optionen zum Importieren der Datei:

Alle Ebenen zusammenfügen

Fügt alle Ebenen zusammen, wobei die Datei als einzelner flacher PSD-Clip in Premiere Pro importiert wird.

Zusammengefügte Ebenen

Fügt nur die von Ihnen ausgewählten Ebenen in Premiere Pro als einzelnen, flachen PSD-Clip zusammen.

Einzelne Ebenen

Importiert nur die Ebenen, die Sie aus der Liste auswählen, in eine Ablage, die einen Clip für jede Quellebene enthält.

Sequenz

Importiert nur die von Ihnen ausgewählten Ebenen. Jede Ebene wird dabei als einzelner Clip importiert. Premiere Pro erstellt auch eine Sequenz mit jedem Clip auf einer separaten Spur und legt diese Clips im Projektfenster in ihrer eigenen Ablage ab. Wenn Sie „Sequenz“ wählen, können Sie eine der folgenden Optionen aus dem Menü „Aufnahme-Abmessungen“ auswählen:

  • Dokumentengröße Ändert die Framegröße des Clips, sodass der Clip der im Dialogfeld „Sequenzeinstellungen“ angegebenen Framegröße entspricht.


  • Ebenengröße Passt die Framegröße der Clips an die Framegröße der Quellebenen in der Photoshop-Datei an.


Hinweis:

Wenn Sie eine Ebene als einzelnen Clip importieren, setzt sich der Name im Projektfenster aus dem Ebenennamen und dem ursprünglichen Dateinamen zusammen.

Importieren von Adobe Illustrator-Bildern

Adobe Illustrator-Standbilddateien können direkt in ein Premiere Pro-Projekt importiert werden. Premiere Pro wandelt die vektororientierten Illustrator-Bilder in das von Premiere Pro verwendete und auf Pixeln basierende Bildformat um. Dieser Vorgang wird als Rastern bezeichnet. Premiere Pro glättet dabei automatisch die Kanten der Adobe Illustrator-Bilder. Zudem konvertiert Premiere Pro alle leeren Bereiche in einen Alphakanal, so dass diese transparent dargestellt werden.

Wenn Sie die Abmessungen des Adobe Illustrator-Bilds für das Rastern definieren möchten, verwenden Sie Adobe Illustrator, um Beschnittmarken in der Adobe Illustrator-Datei festzulegen. Informationen zum Festlegen von Beschnittmarken finden Sie in der Hilfe von Adobe Illustrator.

Obwohl die Ebenen in Illustrator in Premiere Pro zusammengeführt werden, können Sie die Ebenen bearbeiten, indem Sie den Clip markieren und „Bearbeiten“ > „Original bearbeiten“ wählen.

Importieren von Bildern als Bildsequenz

Sie können Animationen importieren, die nur aus einer einzigen Datei bestehen, wie z. B. GIF-Animationen. Sie können auch eine Folge von Standbilddateien, beispielsweise eine TIFF-Sequenz, importieren und automatisch zu einem einzigen Clip zusammenfügen. Dabei stellt jedes einzelne Standbild einen Frame dar. Das Importieren einer Sequenz ist hilfreich bei Animationen, die als Bildsequenz aus Anwendungen wie After Effects exportiert wurden. Die Bilder in dieser Reihe können keine Ebenen enthalten. Weitere Informationen zu Ebenen und zum Reduzieren finden Sie in der Anwendungsdokumentation.

  1. Legen Sie die Framerate für die Standbildsequenz fest. Wählen Sie „Bearbeiten“ > „Voreinstellungen“ > „Medium“ (Windows) oder „Premiere Pro“ > „Voreinstellungen“ > „Medium“ (macOS) aus. Legen Sie dann im Menü „Unbestimmte Medien-Timebase“ eine Framerate fest. Klicken Sie auf „OK“.

  2. Vergewissern Sie sich, dass die Dateinamen aller Standbilder die gleiche Anzahl von Ziffern am Ende sowie die korrekte Dateinamenerweiterung aufweisen, z. B. Datei000.bmp, Datei001.bmp usw.
  3. Wählen Sie „Datei“ > „Importieren“.
  4. Suchen und markieren Sie die erste nummerierte Datei in der Sequenz, wählen Sie „Bildsequenz“, und klicken Sie auf „Öffnen“ (Windows) bzw. „Importieren“ (Mac OS). Wenn „Bildsequenz“ aktiviert ist, interpretiert Premiere Pro alle nummerierten Dateien als einzelnen Frame eines Videoclips.

Skalieren importierter Bilder

Importierte Bilder haben im Allgemeinen eine höhere Auflösung als importierte Videos. Deswegen werden sie bei der Anzeige im Schnittfenster in Premiere Pro beschnitten angezeigt.

Sie können die Skalierung der Clips individuell anpassen, um die Framegröße der Sequenz anzugleichen. Alternativ können Sie den Befehl Auf Framegröße anpassen verwenden, um das Bild schnell zu skalieren.

Wenn Sie den Befehl „Auf Framegröße anpassen“ verwenden, bleibt die native Pixel-Auflösung des Bildes erhalten, sodass Sie beim Zoomen eines Bildes die schärfste Auflösung sehen.

  1. Klicken Sie mit der rechten Maustaste (Windows) oder bei gedrückter Ctrl-Taste (macOS) auf ein Bild in einem Schnittfenster.

Sie können im Schnittfenster mehrere Bilder gleichzeitig auswählen, indem Sie bei gedrückter Umschalttaste darauf klicken.

  1. Wählen Sie Auf Framegröße anpassen.

Wenn Sie den Befehl Auf Framegröße anpassen wählen, wird die Option Auf Framegröße anpassen deaktiviert, wodurch die Wiedergabeleistung gesteigert wird.

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