Erfahren Sie, wie Sie Sequenzen erstellen, Sequenzen in einem Schnittfenster zusammenstellen und neu anordnen und die verschiedenen Sequenzeinstellungen in Premiere Pro prüfen

In Premiere Pro legen Sie die Einstellungen der einzelnen Sequenzen fest, schneiden Clips zu und setzen Clips zu Sequenzen zusammen.

Jedes Premiere Pro-Projekt kann eine oder mehrere Sequenzen enthalten. Die einzelnen Sequenzen in einem Projekt können jeweils unterschiedliche Einstellungen aufweisen. Ein Projekt kann beispielsweise eine Sequenz enthalten, die für Breitbild-DV-Assets mit 30 fps optimiert wurde, während eine andere Sequenz für Standard-DV-Assets mit 24 fps und wieder eine andere Sequenz für HDV-Filmmaterial ausgelegt wurde.

Sie erstellen oder ordnen Sequenzen in einem oder mehreren Schnittfenstern, wo die enthaltenen Clips, Übergänge und Effekte grafisch dargestellt werden. Sie können eine Sequenz in einer Registerkarte im Schnittfenster neben anderen Sequenzen öffnen oder sie in einem eigenen separaten Schnittfenster anzeigen.

Eine Sequenz kann aus mehreren Video- und Audiospuren bestehen, die parallel im Schnittfenster laufen. Mehrere Audiospuren werden zum Einblenden oder Mischen von Clips eingesetzt. Eine Sequenz muss mindestens eine Videospur und eine Audiospur enthalten.

Sequenzen mit Audiospuren müssen außerdem eine Masterspur enthalten, in der die einzelnen Audiospuren abgemischt werden. Mehrere Audiospuren werden zum Mischen von Audio eingesetzt. Sie können den von den einzelnen Audiospuren unterstützten Audiokanaltyp angeben und entscheiden, wie sie an eine Master-Audiospur gesendet werden. Um den Mischvorgang noch besser steuern zu können, können Sie Submix-Spuren erstellen.

Schnittfenster

Ein einzelnes Schnittfenster wird in einem Frame im unteren mittleren Teil des Bildschirms angezeigt, wenn Sie Premiere Pro zum ersten Mal starten, einen beliebigen Standardarbeitsbereich öffnen oder ein Projekt erstellen. Sie können alle Sequenzen aus einem Schnittfenster löschen oder mehrere Sequenzen hinzufügen, wobei jede Sequenz als Registerkarte in diesem Schnittfenster angezeigt wird. Darüber hinaus können Sie mehrere Schnittfenster öffnen, die jeweils in einem eigenen Frame angezeigt werden und eine beliebige Anzahl an Sequenzen enthalten können.

Sie können Elemente ein- oder ausblenden, indem Sie sie im Schnittfenster aktivieren oder deaktivieren. Diese Elemente enthalten die Zeitleiste für den Timecode und die Arbeitsbereichsleiste.

Öffnen zusätzlicher Schnittfenster

Sie können mehr als ein Schnittfenster öffnen, wenn sich mehr als eine Sequenz in einem Projekt befinden.

  1. Öffnen Sie mehr als eine Sequenz. Weitere Informationen zum Öffnen von Sequenzen finden Sie unter Öffnen einer Sequenz.

    Jede erscheint in einer eigenen Registerkarte im Standard-Schnittfenster.

  2. Ziehen Sie eine Sequenz-Registerkarte und legen Sie es in einem anderen Andock-Bereich ab.

    Die Sequenz-Registerkarte erscheint in einem neuen Schnittfenster.

Öffnen einer Sequenz in einem Schnittfenster

Sie können eine oder mehrere Sequenzen in einem Schnittfenster öffnen.

  • Doppelklicken Sie im Projektfenster auf die Sequenz, die Sie öffnen möchten.

Im Schnittfenster befinden sich verschiedene Steuerelemente zur Navigation durch die Frames einer Sequenz.

Zeitleiste

Misst die Sequenzzeit horizontal. Entlang der Zeitleiste werden Unterteilungsstriche und Zahlen angezeigt, die die Sequenzzeit angeben und sich entsprechend der Detailstufe, mit der die Sequenz angezeigt wird, ändern. Standardmäßig basieren diese Unterteilungsstriche und Zahlen auf dem Timecode-Anzeigestil, der im Feld „Anzeigeformat“ der Registerkarte „Allgemein“ des Dialogfelds „Neue Sequenz“ angegeben wurde (Sie können jedoch auch eine Zählmethode entsprechend den Audio-Samples wählen). Die Zeitskala für den Timecode ist standardmäßig deaktiviert. Aktivieren Sie Zeitcodenummern, indem Sie „Zeitskala Timecode“ im Schnittfenstermenü auswählen. Auf der Zeitleiste werden darüber hinaus Symbole und Marken für die In- und Out-Points der Sequenz angezeigt.

Abspielkopf

(Früher als aktuelle Zeitposition oder CTI bezeichnet.) Gibt die aktuelle Framerate im Programmmonitor an. Der aktuelle Frame wird im Programmmonitor angezeigt. Der Abspielkopf ist ein orangefarbenes Dreieck im Lineal. Ein vertikaler Strich erstreckt sich vom Abspielkopf zur Unterkante der Zeitleiste. Sie können die aktuelle Zeit ändern, indem Sie den Abspielkopf ziehen.

Anzeige der aktuellen Zeit

Hier wird der Timecode für den aktuellen Frame im Schnittfenster angezeigt. Wenn Sie an einen anderen Zeitpunkt springen möchten, klicken Sie in die Anzeige und geben eine neue Zeit ein. Sie können auch das blaue Dreieck mit der Maus nach rechts oder links ziehen. Sie können die Anzeige zwischen Timecode und Framenummer umschalten, indem Sie bei gedrückter Strg-Taste (Windows) oder Befehlstaste (Mac OS) im Monitor oder in der Zeitleiste auf die aktuelle Zeit klicken.

Zoombildlaufleiste

Sie befindet sich am unteren Rand des Schnittfensters und entspricht dem sichtbaren Bereich der Zeitleiste im Schnittfenster. Im Quellmonitor und im Programmmonitor sind ebenfalls Zoombildlaufleisten vorhanden. Ziehen Sie an den Griffpunkten, um die Breite der Leiste und damit die Skalierung der Zeitleiste zu ändern.

Wichtige Hinweise

  • Durch Erweitern der Leiste auf ihre maximale Breite können Sie die gesamte Dauer der Zeitleiste anzeigen. Durch Komprimieren der Leiste wird eine detailliertere Ansicht der Zeitleiste angezeigt. Das Erweitern und Komprimieren der Leiste wird auf den Abspielkopf zentriert.
  • Wenn Sie die Maus über der Leiste platzieren, können Sie das Mausrad verwenden, um die Leiste zu erweitern und zu komprimieren. Sie können das Mausrad in den Bereichen außerhalb der Leisten ebenfalls für das Erweitern und Komprimieren verwenden.
  • Wenn Sie den Mittelpunkt der Leiste ziehen, können Sie den sichtbaren Teil der Zeitleiste verschieben, ohne die Skalierung zu ändern. Wenn Sie die Leiste ziehen, verschieben Sie nicht den Abspielkopf, Sie können jedoch die Leiste verschieben und dann auf der Zeitleiste klicken, um den Abspielkopf in denselben Bereich wie die Leiste zu verschieben.
  • Gesten für Mac OS werden für die Zoombildlaufleiste unterstützt.

Arbeitsbereichsleiste

Legt den Bereich der Sequenz fest, für die Sie eine Vorschau erstellen möchten, oder zum Festlegen einer Region, die Sie exportieren möchten Die Anzeigebereichsleiste befindet sich unten in der Zeitleiste. Sie können die Ränder der Arbeitsbereichsleiste ziehen oder Tastaturbefehle verwenden, um den Arbeitsbereich in einer Sequenz festlegen. Weitere Informationen finden Sie unter , Definieren des Arbeitsbereichs definiert für das Rendering.

Die Arbeitsbereichsleiste ist standardmäßig nicht sichtbar. Um die Arbeitsbereichsleiste wieder in das Schnittfenster zu legen, aktivieren Sie sie im Fenstermenü durch Auswahl von „Arbeitsbereichsleiste“ Wenn die Arbeitsbereichsleiste aktiviert ist, sind Befehle für „Effekte im Arbeitsbereich rendern“ und „Gesamten Arbeitsbereich rendern“ im Menü „Sequenz“ verfügbar. Sie können jetzt In- und Out-Points für die meisten Dinge im Arbeitsbereich verwenden, d. h. Sie können ihn ausgeblendet lassen und die In- und Out-Points für das Rendern eines Bereichs des Schnittfensters oder für das Markieren eines Bereichs zum Exportieren für die Kodierung verwenden.

Zoomsteuerelemente

Ändern Sie die Skala der Zeitleiste, um die Anzahl der Frames im aktuellen Anzeigebereich zu erhöhen oder zu verringern. Die Zoom-Steuerelemente befinden sich unten links im Schnittfenster.

Originalspurenmarke

Stellt eine Video- oder Audiospur des Clips im Quellmonitor dar. Setzen Sie die Marke an die Stelle im Spurheader des Schnittfensters, an der Sie die Originalclip-Spur einfügen oder überschreiben möchten.

Abspielkopf in einem Schnittfenster platzieren

  • Führen Sie einen der folgenden Schritte aus:
    • Ziehen Sie den Abspielkopf in der Zeitleisteoder klicken Sie auf die Stelle, an der Sie den Abspielkopf platzieren möchten.

    • Ziehen Sie die Marke innerhalb der Anzeige.

    • Klicken Sie in die Anzeige der aktuellen Zeit, geben Sie eine gültige Zeit ein und drücken Sie die Eingabetaste (Windows) oder den Zeilenschalter (Mac OS).

    • Verwenden Sie die Wiedergabe-Steuerelemente im Programmmonitor.

    • Drücken Sie die Nach-links- oder die Nach-rechts-Taste, um den Abspielkopf in die gewünschte Richtung zu verschieben. Halten Sie die Umschalttaste gedrückt, während Sie die Pfeiltasten drücken, um die Marke in Schritten von fünf Frames zu verschieben.

Abspielkopf mithilfe des Timecodes bewegen

  • Klicken Sie auf den Timecode-Wert, geben Sie eine neue Zeit ein und drücken Sie die Eingabetaste (Windows) oder den Zeilenschalter (Mac OS). Verwenden Sie unter Mac OS nicht den Ziffernblock. Bei der Eingabe von Timecodes gelten die folgenden Vereinfachungen:

    Lassen Sie führende Nullen weg

    Die Eingabe „0;0;12;3“ wird automatisch in „00;00;12;03“ umgewandelt.

    Lassen Sie Semikolons (NTSC) oder Punkte (PAL) weg

    Die Ziffernfolge 1213 wird bei einem NTSC-Projekt beispielsweise als 00;00;12;13 und bei PAL-Projekten als 00:00:12:13 interpretiert.

    Geben Sie Werte ein, die außerhalb des zulässigen Bereichs liegen

    Wenn z. B. der Abspielkopf sich bei Verwendung eines 30-fps-Timecodes bei 00;00;12;23 befindet und Sie 10 Frames weiter vorwärts gehen möchten, können Sie die Frame-Nummer zu 00;00;12;33 ändern. Der Abspielkopf bewegt sich zu 00;00;13;03.

    Verwenden Sie Plus- und Minuszeichen (–)

    Setzen Sie ein Plus- (+) oder Minuszeichen (-) vor eine Zahl, um den Abspielkopf eine bestimmte Anzahl von Frames nach vorne oder nach hinten zu verschieben. Mit dem Wert +55 wird der Abspielkopf beispielsweise 55 Frames nach vorne verschoben.

    Kennzeichnen Sie Frames durch Punkte

    Setzen Sie vor eine Zahl einen Punkt, um anstelle eines Timecode-Werts eine exakte Frame-Nummer vorzugeben. Mit dem Wert .1213 wird der Abspielkopf in einem NTSC-Projekt z. B. auf 00;00;40;13 bzw. in einem PAL-Projekt auf 00:00:48:13 verschoben.

Hinweis:

Sie können das Auswahl-Werkzeug auch über dem Timecode-Wert positionieren und nach links oder nach rechts ziehen. Je weiter Sie ziehen, desto schneller ändert sich der Timecode.

Ausrichten zum Zuschneiden von Kanten und Marken

  • Ziehen Sie den Abspielkopf bei gedrückter Umschalttaste in einem Schnittfenster

Vergrößern oder Verkleinern einer Sequenz in der Zeitleiste

  • Führen Sie einen der folgenden Schritte aus:
    • Drücken Sie zum Vergrößern bei aktivem Schnittfenster +. Drücken Sie zum Verkleinern -.

      Wählen Sie zum Vergrößern das Zoom-Werkzeug , und klicken Sie, oder ziehen Sie eine Rahmenauswahl um den zu vergrößernden Teil der Sequenz. Klicken Sie zum Verkleinern auf das Zoom-Werkzeug , und klicken Sie bei gedrückter Alt-Taste (Windows) oder Wahltaste (Mac OS) auf einen Bereich in einem Schnittfenster.

    • Verwenden Sie die Zoombildlaufleiste. Ziehen Sie zum Vergrößern die Enden des Anzeigebereichs näher zusammen. Ziehen Sie die Enden zum Verkleinern weiter auseinander.

    • Drücken Sie die Alt-Taste (Windows) bzw. Wahltaste (Mac OS) und drehen Sie das Scrollrad, um die Stelle, an der sich der Mauszeiger befindet, zu verkleinern oder zu vergrößern.

    • Sie können die Finger zusammenführen, um die Sequenz mit dem Multi-Touch-Trackpad zu verkleinern oder zu vergrößern.

    • (Nur lateinische und russische Tastaturen) Drücken Sie die Taste mit dem umgekehrten Schrägstrich (\), um die Ansicht so zu verkleinern, dass die gesamte Sequenz in einem Schnittfenster angezeigt wird. Um die Darstellung vor dem Drücken der Taste mit dem umgekehrten Schrägstrich wieder herzustellen, drücken Sie diese Taste erneut.

Horizontaler Bildlauf in einer Sequenz in einem Schnittfenster

Wenn Sie eine lange Sequenz von Clips haben, sind viele davon nicht mehr sichtbar. Wenn Sie an einem Clip arbeiten müssen, der nicht mehr sichtbar ist, müssen Sie horizontal in der Sequenz im Schnittfenster blättern. Das Schnittfenster muss nicht für jeden dieser Befehle ausgewählt werden, Sie müssen jedoch die Maus über das Schnittfenster bewegen.

  • Bewegen Sie das Mausrad.

  • Verwenden Sie die Bild-auf-Taste, um sich nach links zu bewegen, und die Bild-ab-Taste, um sich nach rechts zu bewegen.

  • Drücken Sie die Alt-Taste (Windows) bzw. Befehlstaste (Mac OS) und drehen Sie das Mausrad.

  • Ziehen Sie die Zoombildlaufleiste unten im Schnittfensters nach links oder nach rechts.

  • Auf Apple MacBook Pro-Computern bewegen Sie zwei Finger auf dem Multi-Touch-Trackpad horizontal, um horizontal durch die Sequenz zu navigieren.

Vertikaler Bildlauf in einer Sequenz in einem Schnittfenster

Wenn die Video- oder Audio-Clips in den Spuren im Schnittfenster gestapelt sind, können sie manchmal aus der Ansicht ausgeblendet sein. Wenn Sie an einem Clip arbeiten müssen, der nicht mehr sichtbar ist, müssen Sie vertikal in der Sequenz im Schnittfenster blättern. Führen Sie einen der folgenden Schritte aus, um vertikal in einer Sequenz im Schnittfenster zu blättern. Das Schnittfenster muss nicht für jeden dieser Befehle ausgewählt werden, Sie müssen jedoch die Maus über das Schnittfenster bewegen.

  • Ziehen Sie die Bildlaufleiste rechts vom Schnittfenster nach oben oder nach unten.

  • Platzieren Sie den Mauszeiger auf eine beliebige Stelle im Schnittfenster, und drehen Sie das Mausrad.

  • Auf MacBook Pro Apple-Computern bewegen Sie zwei Finger auf dem Multi-Touch-Trackpad vertikal, um vertikal durch die Sequenz zu navigieren.

Arbeiten mit Spuren

In den Video- und Audiospuren eines Schnittfensters arrangieren Sie Clips, bearbeiten diese und fügen Spezialeffekte hinzu. Sie können bei Bedarf Spuren hinzufügen oder entfernen, sie umbenennen und festlegen, welche Spuren von einer bestimmten Aktion beeinflusst werden.

Hinzufügen von Spuren

Neue Videospuren werden oberhalb der bereits vorhandenen Videospuren angezeigt, und neue Audiospuren erscheinen unterhalb der bereits vorhandenen Audiospuren. Durch das Löschen einer Spur werden zwar alle Clips in der Spur gelöscht, die Originalclips im Projektfenster bleiben jedoch erhalten.

Hinweis:

Sie können beliebig viele Spuren hinzufügen. Die einzige Beschränkung ist durch die Systemressourcen gegeben.

  1. Wählen Sie bei einem aktivem Schnittfenster die Option „Sequenz“ > „Spuren hinzufügen“.
  2. Führen Sie im Dialogfeld „Spuren hinzufügen“ einen der folgenden Schritte aus:
    • Um Spuren hinzuzufügen, geben Sie die gewünschte Spuranzahl in das Feld „Hinzufügen“ für Video-, Audio- und Audio-Submix-Spuren ein.

    • Um die Position hinzugefügter Spuren anzugeben, wählen Sie für jeden hinzugefügten Spurtyp eine Option aus dem Menü „Platzierung“ aus.

    • Um den Typ der hinzuzufügenden Audio- oder Audio-Submix-Spuren anzugeben, wählen Sie für Audio- und Audio-Submix-Spuren eine Option aus dem Menü „Spurtyp“ aus. (Weitere Informationen zu Audiokanaltypen finden Sie unter Audiospuren in einer Sequenz.)

  3. Klicken Sie auf „OK“.

    Hinweis:

    In eine Audiospur können nur Audioclips eingefügt werden, die den passenden Kanaltyp aufweisen: Mono, Stereo oder 5.1. Wenn Sie nicht sicher sind, welchen Audiokanal Ihre Clips verwenden, wählen Sie den Clip im Projektfenster aus und lesen die zugehörigen Informationen im Vorschaubereich.

    Hinweis:

    Das Hinzufügen von Spuren funktioniert genauso wie das Hinzufügen von Clips zu einer Sequenz. Weitere Informationen finden Sie unter Hinzufügen einer Spur beim Einfügen eines Clips.

    Andrew Devis erläutert das Hinzufügen und Entfernen von Spuren in diesem Video-Lernprogramm auf der Creative COW-Website.

Löschen von Spuren

Sie können einzelne oder mehrere Video- bzw. Audiospuren gleichzeitig löschen.

  1. Wählen Sie bei einem aktivem Schnittfenster die Option „Sequenz“ > „Spuren löschen“.
  2. Aktivieren Sie im Dialogfeld „Spuren löschen“ das Kästchen für alle zu löschenden Spurtypen.
  3. Geben Sie für jeden aktivierten Typ im Menü an, welche Spuren gelöscht werden sollen.

Umbenennen von Spuren

  1. Klicken Sie mit der rechten Maustaste (Windows) oder bei gedrückter Befehlstaste (Mac OS) auf den Spurnamen, und wählen Sie die Option „Umbenennen“.
  2. Geben Sie einen neuen Spurnamen ein und drücken Sie die Eingabetaste (Windows) oder den Zeilenschalter (Mac OS).

Festlegen der zu ändernden Spuren mit der Synchronisationssperre

Sie können festlegen, für welche Spuren das Einfügen oder das Ripple-Edit schließen gilt, indem Sie die Synchronisationssperre für diese Spuren aktivieren. Spuren, die einen Clip enthalten, der Teil des Vorgangs ist, verschieben sich auch unabhängig vom Synchronisationssperren-Status; andere Spuren verschieben ihren Clipinhalt nur, wenn die Synchronisationssperre aktiviert ist. Bei einem Einfügevorgang beispielsweise, bei dem Sie alle Clips rechts von Video 1 und Audio 1 nach rechts verschieben möchten, während die Clips von Audio 2 an ihrer Position bleiben, aktivieren Sie die Synchronisationssperre für Video 1 und Audio 1.

  • Führen Sie einen der folgenden Schritte aus:
    • Um die Synchronisationssperre für ausgewählte Spuren zu aktivieren, klicken Sie im Header der Video- und Audiospuren, für die die Einstellung gelten soll, auf das Kontrollkästchen „Synchronisationssperre aktivieren/deaktivieren“.

    • Um die Synchronisationssperre für alle Spuren eines bestimmten Typs (Video oder Audio) zu aktivieren, halten Sie die Umschalttaste gedrückt, während Sie auf das Kontrollkästchen „Synchronisationssperre aktivieren/deaktivieren“ im Header einer Spur dieses Typs klicken.

Daraufhin wird das Symbol der Synchronisationssperre im Kästchen angezeigt, und die Synchronisationssperre ist für diese Spuren aktiviert.

Hinweis:

Um die Synchronisationssperre für eine oder mehrere Spuren zu deaktivieren, klicken Sie (ggf. mit gedrückter Umschalttaste) erneut auf das Kontrollkästchen „Synchronisationssperre aktivieren/deaktivieren“, um das Synchronisationssperre-Symbol zu entfernen.

Verhindern von Änderungen mit der Spursperre

Durch das Schützen einer ganzen Spur können Sie verhindern, dass die Clips auf dieser Spur geändert werden, während Sie an anderen Teilen der Sequenz arbeiten. In einem Schnittfenster wird über einer geschützten Spur ein Muster aus Schrägstrichen angezeigt. Zwar können Clips in einer geschützten Spur nicht geändert werden, beim Anzeigen einer Vorschau oder beim Exportieren der Sequenz werden sie jedoch eingeschlossen. Sollen sowohl eine Videospur als auch die dazugehörige Audiospur geschützt werden, müssen Sie beide Spuren getrennt schützen. Wenn Sie die Zielspur schützen, fungiert diese nicht mehr als Ziel. Originalclips können daher erst wieder der Spur hinzugefügt werden, nachdem Sie den Schutz aufgehoben und die Spur wieder als Ziel definiert haben.

Hinweis:

Sie können eine Spur schützen, um zu verhindern, dass sie beim Durchführen von Einfügungen verschoben wird.

  • Klicken Sie in das Kontrollkästchen „Spursperre aktivieren/deaktivieren“, um das Schlosssymbol  neben dem Spurnamen anzuzeigen.

Ausschließen von Spuren von einer Sequenz

Sie können Video- oder Audio-Clips in einer beliebigen Spur von Vorschau- oder Exportvorgängen ausschließen. Clips in ausgeschlossenen Videospuren werden im Programmmonitor und in den Ausgabedateien als schwarzes Video angezeigt. Clips in ausgeschlossenen Audiospuren werden nicht auf Audiomixern, Lautsprechern oder in Ausgabedateien ausgegeben.

Hinweis:

Eine Spur, die mit einem Augensymbol gekennzeichnet ist, wird durch das Ausschließen nicht von der Ausgabe ausgeschlossen. Wenn ausgeschlossene Spuren Clips enthalten, deren Position vor oder nach nicht ausgeschlossenen Spuren liegt, wird bei der Wiedergabe vor dem ersten bzw. nach dem letzten Clip der nicht ausgeschlossen Spuren Schwarzbild angezeigt. Um diese Schwarzbildsegmente aus den Ausgabedateien zu entfernen, legen Sie im Dialogfeld „Exporteinstellungen“ geeignete In- und Out-Points fest.

  • Klicken Sie zum Ausblenden auf das Augesymbol  (für Videospuren) oder das Lautsprechersymbol  (für Audiospuren) am linken Rand der jeweiligen Spur. (Bei beiden Symbolen handelt es sich um einen Umschalter. Klicken Sie erneut auf das entsprechende Feld, um das Symbol einzublenden und die Spur einzuschließen.)

    Hinweis:

    Wenn Sie sämtliche Spuren ausschließen möchten, halten Sie die Umschalttaste gedrückt und klicken Sie auf das Augensymbol (für Video) oder das Lautsprechersymbol  (für Audio). Hierdurch werden alle Spuren des gleichen Typs ausgeschlossen. (Bei beiden Symbolen handelt es sich um einen Umschalter. Klicken Sie erneut bei gedrückter Umschalttaste auf das entsprechende Feld, um alle Symbole einzublenden und die Spuren einzuschließen.)

Festlegen der Spuranzeige

Sie können die Spuren in einem Schnittfenster auf mehrere Arten anpassen. Sie können Spuren erweitern oder minimieren oder Steuerelemente für Spuren ausblenden. Unter Auswahl mehrerer Anzeigeoptionen können Sie steuern, wie Video- und Audioclips in einer Spur angezeigt werden. Außerdem können Sie die Größe des Header-Bereichs ändern und die Grenze zwischen Video- und Audiospuren verschieben, um mehr Spuren des jeweiligen Typs anzuzeigen.

Erweitern einer Spur und Ändern der Spurgröße

Sie können jede Spur auffalten, um spezielle Steuerelemente anzuzeigen. Vergrößern Sie die Höhe einer Spur, um Symbole und Keyframes besser zu sehen oder größere Ansichten von Videospur-Miniaturbildern und Audiospur-Wellenformen anzuzeigen.

  1. Klicken Sie zu Auf- oder Zusammenfalten einer Spur auf das Dreieck links neben dem Spurnamen.
  2. Wenn Sie die Größe der Spur ändern möchten, positionieren Sie den Mauszeiger im Spurheaderbereich zwischen zwei Spuren, so dass das Symbol für die Höhenanpassung angezeigt wird. Ziehen Sie dann nach oben oder unten, um die Größe der darunter (für Video) bzw. darüber liegenden Spur (für Audio) zu ändern.

    Zusammengefaltete Spuren werden immer mit der gleichen Höhe angezeigt. Ihre Größe kann nicht geändert werden.

    Hinweis:

    Sie können eine Audiospur auffalten, um die Audioüberblendungslinie für einzelne Clips in der betreffenden Spur oder für die gesamte Audiospur zu verwenden.

Einstellen der Darstellungsart der Videospur

  1. Erweitern Sie die Spur, indem Sie auf das Dreieck neben dem Spurnamen klicken.
  2. Klicken Sie links unten neben dem Spurnamen auf „Anzeigestil festlegen“ und wählen Sie eine Option aus dem Menü aus:

    Nur Anfang anzeigen

    Zeigt in der erweiterten Spur eine Miniaturansicht am Anfang des Clips an.

    Frames einblenden

    Zeigt Miniaturbilder während der gesamten Dauer der Clips in der aufgefalteten Spur an. Die Anzahl der Miniaturframes entspricht den in der Zeitleiste angezeigten Zeiteinheiten.

    Nur Namen einblenden

    Zeigt den Namen der Clips in der aufgefalteten Spur ohne Miniaturbilder an.

    Anfang und Ende einblenden

    Zeigt in der erweiterten Spur eine Miniaturansicht am Anfang und am Ende des Clips an.

Einstellen der standardmäßigen Keyframe-Anzeige von Videospuren

Sie können bestimmen, ob neue Videospuren standardmäßig alle Keyframes einblenden, alle Keyframes ausblenden oder Deckkraftregler einblenden sollen, wenn sie erstellt werden.

  1. Wählen Sie „Bearbeiten“ > „Voreinstellungen“ > „Allgemein“ (Windows) oder „Premiere Pro“ > „Voreinstellungen“ > „Allgemein“ (Mac OS).
  2. Wählen Sie im Dropdownmenü „Neue Schnittfenster-Videospuren“ die gewünschte Option aus.
  3. Klicken Sie auf „OK“.

Einstellen der standardmäßigen Keyframe-Anzeige von Audiospuren

Sie können festlegen ob neue Audiospuren bei ihrer Erstellung standardmäßig alle Keyframes ausblenden oder Clip-Keyframes, Clipumfang, Spur-Keyframes oder Spurumfang einblenden sollen.

  1. Wählen Sie „Bearbeiten“ > „Voreinstellungen“ > „Allgemein“ (Windows) oder „Premiere Pro“ > „Voreinstellungen“ > „Allgemein“ (Mac OS).
  2. Wählen Sie im Dropdownmenü „Neue Schnittfenster-Audiospuren“ die gewünschte Option aus.
  3. Klicken Sie auf „OK“.

Einstellen der Darstellungsart einer Audiospur

  1. Erweitern Sie die Spur, indem Sie auf das Dreieck neben dem Spurnamen klicken.
  2. Klicken Sie auf „Anzeigestil festlegen“ und wählen Sie eine Option im Menü aus:

Wellenform einblenden

Bei dieser Option werden Audio-Wellenformen in Clips angezeigt.

Nur Namen einblenden

Zeigt den Namen des Audioclips ohne Wellenformen an.

Hinweis:

Weitere Informationen zum Anzeigen und Anpassen von Keyframes in Video- und Audiospuren finden Sie unter Anzeigen von Keyframes und Grafiken.

Ändern der Größe des Spuranfangs

  • Positionieren Sie den Mauszeiger über dem rechten Rand des Spurheaders (in dem die Spurnamen angezeigt werden), um das Symbol für die Größenänderung  einzublenden. Ziehen Sie anschließend den rechten Rand an die gewünschte Position.

    Die Symbole oben im Spurheader bestimmen die Mindestbreite. Die maximale Breite beträgt ungefähr das Doppelte der Mindestbreite.

Anpassen des sichtbaren Bereichs von Video- und Audiospuren

  1. Positionieren Sie den Mauszeiger entweder im Spurheaderbereich links oder zwischen den Bildlaufleisten rechts zwischen den Spuren Video 1 und Audio 1.
  2. Wenn das Symbol zur Höhenanpassung angezeigt wird, ziehen Sie mit der Maus nach oben oder unten.

Erstellen einer Sequenz

In den meisten Fällen erstellen Sie eine Sequenz, bei der die Eigenschaften der primären Assets (Clips) übereinstimmen, die Sie bearbeiten. Sie können eine Sequenz erstellen, bei der die Eigenschaften eines Assets übereinstimmen, indem Sie das Asset auf die Schaltfläche „Neues Objekt“ ziehen, die sich unten im Projektfenster befindet.

Sie können eine Sequenz auch mithilfe einer Sequenzvorgabe erstellen. Die Sequenzvorgaben im Lieferumfang von Premiere Pro enthalten die korrekten Einstellungen für allgemeine Assettypen. Wenn Sie z. B. vor allem Filmmaterial im DV-Format bearbeiten, verwenden Sie eine DV-Sequenzvorgabe.

Wenn Sie für die Ausgabe eine niedrige Qualität festlegen müssen (falls das Video z. B. über Internet zur Verfügung gestellt werden soll), ändern Sie die Sequenzeinstellungen nicht. Ändern Sie stattdessen später die Exporteinstellungen.

Wenn nicht sämtliche Parameter Ihrer Elemente mit sämtlichen Einstellungen einer beliebigen Vorgabe übereinstimmen, führen Sie im Dialogfeld „Neue Sequenz“ auf der Registerkarte „Sequenzvorgaben“ einen der folgenden Schritte aus:

  • Wählen Sie die Vorgabe, bei der die meisten Einstellungen mit den Parametern der zu bearbeitenden Elemente übereinstimmen. Wählen Sie anschließend die Registerkarte „Einstellungen“ und passen Sie die Vorgabe an, bis alle Einstellungen exakt mit den Parametern der Elemente übereinstimmen.

  • Wählen Sie im Dialogfeld „Neue Vorgabe“ die Registerkarte „Einstellungen“, ohne vorher eine Vorgabe auszuwählen. Wählen Sie im Menü „Bearbeitungsmodus“ die Option „Benutzerdefiniert“ und passen Sie die Einstellungen an, bis sie mit den Parametern Ihrer Assets übereinstimmen.

Wenn Ihr Computer über eine mit Premiere Pro kompatible Aufnahmekarte verfügt, werden in der Liste „Verfügbare Vorgaben“ in einigen Fällen optimale Vorgaben für die entsprechende Karte angezeigt.

Bei der Erstellung der Sequenz müssen die Sequenzeinstellungen korrekt sein. Wenn eine Sequenz angelegt wird, sind einige Sequenzeinstellungen gesperrt, z. B. die Timebase-Einstellungen. Diese Sperren schützen vor unerwünschten Inkonsistenzen, die beim späteren Ändern von Sequenzeinstellungen entstehen können.

  1. Führen Sie einen der folgenden Schritte aus:
    • Wählen Sie „Datei“ > „Neu“ > „Sequenz“.

    • Klicken Sie im Projektfenster auf „Neues Objekt“ . Wählen Sie anschließend „Sequenz“.

  2. Wählen Sie auf der Registerkarte „Sequenzvorgaben“ eine Vorgabe aus der Liste „Verfügbare Vorgaben“ aus.
  3. Geben Sie den Namen der Sequenz ein und klicken Sie auf „OK“.

Sie können eine neue Sequenz mithilfe der folgenden Methoden aus einem ausgewählten Clip erstellen:

  • Ziehen und Ablegen eines Clips auf der Schaltfläche „Neues Objekt“.

  • Wählen der Befehlsfolge „Datei“ > „Neu“ > „Sequenz aus Clip“..

Hinweis:

Wenn Sie einen zusammengeführten Clip verwenden, um eine neue Sequenz aus dem Clip zu erstellen, könnten sich abhängig vom Medienformat leere Audiospuren einstellen. Sie können diese leeren Audiospuren löschen.

Sie können eine Sequenz aus einem ausgewählten Clip erstellen, der den Attributen entspricht, indem Sie folgende Schritte ausführen:

  1. Erstellen Sie eine neue Sequenz. Jede Sequenzvorgabe kann verwendet werden. Sie können auch eine vorhandene Sequenz öffnen.

  2. Ziehen Sie einen Clip in die Sequenz. Premiere Pro erkennt, ob die Attribute des Clips mit den Sequenzeinstellungen übereinstimmen.

  3. Wenn die Attribute nicht übereinstimmen, wird ein Dialogfeld „Warnung zu nicht übereinstimmenden Clips“ mit der Meldung „Dieser Clip stimmt nicht mit den Einstellungen der Sequenz überein. Sequenz ändern, damit sie den Einstellungen des Clips entspricht?“ angezeigt Führen Sie einen der folgenden Schritte aus:

    • Wählen Sie „Sequenzeinstellungen ändern“, wenn Sie eine neue Sequenz mit Attributen erstellen möchten, die dem Clip entsprechen. Diese Technik sollten Sie einsetzen, wenn Sie eine Sequenz von Grund auf neu erstellen. Wenn vorhandene Clips in der Sequenz vorhanden sind, werden sie den neuen Sequenzeinstellungen angepasst.

    • Wählen Sie „Sequenz-Einstellungen beibehalten“, wenn der Clip für die Wiedergabe in der vorhandenen Sequenz angepasst werden soll.

    Es gibt auch ein Kontrollkästchen „Immer fragen“.

Sequenzvorgaben und -einstellungen

Alle Sequenzeinstellungen finden auf die gesamte Sequenz Anwendung. Die meisten der Einstellungen können nicht mehr geändert werden, nachdem eine Sequenz erstellt wurde.

Beim Erstellen einer Sequenz können Sie eine der Standardsequenzvorgaben wählen. Sie können auch eine Gruppe von Einstellungen anpassen und die Gruppe als benutzerdefinierte Vorgabe für Sequenzeinstellungen speichern. Wenn Sie vollständige Kontrolle über nahezu alle Parameter der Sequenz haben möchten, starten Sie eine neue Sequenz und passen Sie deren Einstellungen entsprechend an.

Wenn Sie mit der Arbeit in einer Sequenz bereits begonnen haben, können Sie die Sequenzeinstellungen anzeigen, jedoch nur einige davon ändern. Wählen Sie „Sequenz“ > „Projekteinstellungen“, um die Einstellungen anzuzeigen, die Sie ändern können.

Beim Erstellen einer Sequenz wird das Dialogfeld „Neue Sequenz“ geöffnet. Das Dialogfeld „Neue Sequenz“ weist die folgenden drei Registerkarten mit jeweils verschiedenen Einstellungen auf: Sequenzvorgaben, Allgemein, Spuren.

Sequenzvorgaben Optionen

Verfügbare Vorgaben sind Gruppen von Sequenzeinstellungen. In Premiere Pro sind bereits verschiedene Kategorien von Sequenzeinstellungsvorgaben wie die Folgenden installiert:

  • AVC-Intra
  • AVCHD
  • Digital SLR
  • DV-24p
  • DV NTSC (nordamerikanische Norm)
  • DV PAL (europäische Norm)
  • DVCPRO50
  • DVCPROHD
  • HDV
  • Mobilgeräte
  • XDCAM EX
  • XDCAM HD422
  • XDCAM HD.

Diese Sequenzeinstellungsvorgaben enthalten die korrekten Einstellungen für die gängigsten Arten von Sequenzen. Verwenden Sie beispielsweise die Sequenzeinstellungsvorgaben AVC-Intra, DVCPRO50 und DVCPROHD, wenn Sie AVC-Intra- oder DVCPRO-Material bearbeiten möchten, das mit Panasonic P2-Videokameras aufgenommen wurde. Verwenden Sie für im Panasonic P2-Format aufgenommenes DV25-Material eine Voreinstellung für DV-NTSC oder DV-PAL, je nach Fernsehstandard des Filmmaterials.

 

Einstellungen

Die Registerkarte „Einstellungen“ des Dialogfelds „Neue Sequenz“ steuert die grundlegenden Merkmale der Sequenz.

Wählen Sie die Einstellungen entsprechend den Spezifikationen des für das Projekt gewünschten Ausgabetyps. Wenn beispielsweise die Zielausgabe DV NTSC ist, müssen Sie den DV NTSC-Bearbeitungsmodus verwenden. Eine willkürliche Änderung dieser Einstellungen führt häufig zu einer verminderten Qualität.

Bearbeitungsmodus

Dieser legt folgende Merkmale fest:

  • Das Videoformat für Vorschaudateien und Wiedergabe

  • Die verfügbaren Timebases

  • Die im Videoeinstellungsfenster angezeigten Komprimierungsmethoden

  • Die verfügbaren Anzeigeformate

Wählen Sie einen Bearbeitungsmodus, der am besten mit den Spezifikationen Ihres Zielformat, Ihrer Vorschauanzeige oder Aufnahmekarte übereinstimmt.

Beachten Sie, dass durch den Bearbeitungsmodus nicht das Format Ihres späteren Films bestimmt wird. Die Ausgabeeinstellungen geben Sie an, wenn Sie den Export durchführen.

Im benutzerdefinierten Bearbeitungsmodus können Sie alle anderen Sequenzeinstellungen anpassen.

DV-Videodaten und DV-Audiodaten verwenden standardisierte Einstellungen, die automatisch festgelegt werden, wenn Sie einen DV-Bearbeitungsmodus auswählen. Wenn Sie in einem DV-Bearbeitungsmodus arbeiten, sollten Sie die Einstellungen „Timebase“, „Framegröße“, „Pixel-Seitenverhältnis“, „Halbbilder“ und „Samplerate“ nicht ändern.

Hinweis:

(Nur Windows) Um auf den unkomprimierten UYVY 422-8-Bit-Codec oder den V210 10-Bit-YUV-Codec zuzugreifen, wählen Sie als Bearbeitungsmodus „Desktop“ aus.

Timebase

Gibt die Zeiteinteilungen an, die in Premiere Pro zur Berechnung der einzelnen Schnittpunkte verwendet werden. Im Allgemeinen wählen Sie 24 für die Bearbeitung von Kinofilmen, 25 für PAL- (europäische Norm) und SECAM-Videos und 29,97 für NTSC-Videos (nordamerikanische Norm). Die Framerate des Videos, das Sie aus Sequenzen abspielen oder exportieren, ist nicht mit dessen Timebase identisch. Allerdings werden Timebase und Framerate häufig auf denselben Wert eingestellt. Die für die Timebase angezeigten Optionen variieren je nach ausgewähltem Bearbeitungsmodus.

Wiedergabeeinstellungen

Informationen zu Wiedergabeeinstellungen finden Sie unter Vorschau auf einem Fernsehgerät mit Camcorder oder Videosystem.

Framegröße

Gibt die Maße (in Pixeln) für Frames an, wenn Sie Sequenzen abspielen. In den meisten Fällen sollten Sie die Framegröße für das Projekt auf die Framegröße der Quelldateien abstimmen. Ändern Sie die Framegröße nicht, um eine zu geringe Wiedergabegeschwindigkeit zu kompensieren. Wählen Sie stattdessen im Menü des Projektfensters eine andere Qualitätseinstellung. Sie können auch die Framegröße der endgültigen Ausgabe anpassen, indem Sie die Exporteinstellungen ändern.

Die maximale Framegröße für eine Sequenz ist 10.240 x 8.192. Siehe Weitere Informationen zu maximalen Bildgrößen.

Pixel-Seitenverhältnis

Legt das Seitenverhältnis für einzelne Pixel fest. Wählen Sie für analoge Videodaten, gescannte Bilder und am Computer generierte Grafiken Quadratpixel aus oder geben Sie das von der Quelle verwendete Format an. Wenn Sie ein anderes Pixel-Seitenverhältnis als das des Videos verwenden, wird das Video häufig verzerrt gerendert.

Halbbilder

Gibt die Halbbildreihenfolge an, d. h. welches Halbbild eines Frames zuerst gezeichnet wird. Wenn Sie mit Videovollbildern arbeiten, wählen Sie die Option „Keine Halbbilder (Progressive Scan). Zahlreiche Aufnahmekarten erfassen Halbbilder unabhängig davon, ob das Quellfilmmaterial mit progressivem Scan aufgenommen wurde. (Weitere Informationen finden Sie unter Interlaced-Video, Non-Interlaced-Video und progressives Scannen)

Anzeigeformat (Video)

Premiere Pro kann eine Vielzahl von Timecode-Formaten anzeigen. Sie können den Projekt-Timecode in einem Filmformat anzeigen, z. B. wenn Sie aus einem Film erfasstes Filmmaterial bearbeiten. Wenn die Assets aus einem Animationsprogramm stammen, können Sie den Timecode als einfache Framenummern anzeigen. Wenn Sie die Option „Anzeigeformat“ ändern, wird die Framerate von Clips und Sequenzen dadurch nicht geändert, lediglich die Anzeige der dazugehörigen Timecodes. Die Optionen für die Zeitanzeige entsprechen den Standards für die Bearbeitung von Videos und Kinofilmen. Für Frames- und Fuß + Frames-Timecodes können Sie die Startframenummer ändern und an die Zeiterfassungsmethode eines anderen, von Ihnen verwendeten Bearbeitungssystems anpassen.

Die im Feld „Anzeigeformat“ aufgeführten Optionen beruhen auf der Auswahl, die Sie unter „Bearbeitungsmodus“ getroffen haben. Je nach ausgewähltem Bearbeitungsmodus stehen die folgenden Optionen für das Anzeigeformat zur Verfügung:

Hinweis:

Verwenden Sie bei der Bearbeitung von NTSC-Videoassets einen Drop-Frame-Timecode mit 30 fps. Dieses Format stimmt mit dem Timecode von NTSC-Videomaterial überein und zeigt die Dauer am genauesten an.

30-fps-Drop-Frame-Timecode

Gibt die Zeit in Stunden, Minuten, Sekunden und Frames an, wobei die Einheiten durch Semikolons getrennt sind. Drop-Frame-Timecode geht von einer Rate von 30 Frames pro Sekunde (fps) aus. Standardmäßig werden aber einige Framenummern ausgelassen. Damit die tatsächliche NTSC-Framerate von 29,97 fps erreicht werden kann, muss Drop-Frame-Timecode einmal pro Minute mit Ausnahme jeder zehnten Minute zwei Framenummern überspringen bzw. fallen lassen (=drop). Beim Drop-Frame-Timecode werden nicht die tatsächlichen Frames, sondern die Timecode-Nummern übersprungen. Verwenden Sie Drop-Frame-Timecode für die Ausgabe auf NTSC-Videoband.

30-fps-Non-Drop-Frame-Timecode

Gibt die Zeit in Stunden, Minuten, Sekunden und Frames an, wobei die Einheiten durch Doppelpunkte getrennt sind. Es wird von einer Rate von 30 fps ausgegangen und es werden keine Framenummern ausgelassen. Verwenden Sie dieses Format für die Ausgabe auf Computerbildschirmen über das Web oder CD-ROM.

24-fps-Timecode

Gibt die Zeit in Stunden, Minuten, Sekunden und Frames an, wobei die Einheiten durch Doppelpunkte getrennt sind. Wird für 24p-Filmmaterial und zur Ausgabe in 24-fps-Formate für die Verbreitung auf Film und DVD verwendet.

25-fps-Timecode

Gibt die Zeit in Stunden, Minuten, Sekunden und Frames an, wobei die Einheiten durch Doppelpunkte getrennt sind. Verwenden Sie diese Option für die Ausgabe auf PAL-Videoband.

Fuß + Frames 16mm

Gibt die Zeit in Fuß und Frames an, ausgehend von einer 16-mm-Film-Framerate: 40 Frames pro Fuß. Verwenden Sie diese Einstellung zur Ausgabe auf 16-mm-Film.

Fuß + Frames 35mm

Gibt die Zeit in Fuß und Frames an, ausgehend von einer 35-mm-Film-Framerate: 16 Frames pro Fuß. Verwenden Sie diese Einstellung zur Ausgabe auf 35-mm-Film.

Frames

Gibt die Zeit nur als Framezählung an. Es werden keine Messungen als Zeit oder räumliche Länge angegeben. Verwenden Sie diese Einstellung für die Ausgabe aufeinander folgender Standbilder, wie z. B. bei einer Animation oder einem DPX-Filmeditor.

Samplerate (Audio)

Höhere Raten bieten normalerweise eine bessere Audioqualität bei der Wiedergabe von Audioclips in Sequenzen, nehmen aber auch mehr Festplattenspeicher und Verarbeitungszeit in Anspruch. Erneutes Sampling oder das Einstellen einer anderen Rate als im Originalaudioclip verlängert ebenfalls die Verarbeitungsdauer und beeinträchtigt die Qualität. Zeichnen Sie Audiodaten mit einer Samplerate hoher Qualität auf und erfassen Sie die Audiodaten mit der bei der Aufzeichnung verwendeten Rate.

Anzeigeformat (Audio)

Legt fest, ob die Audiozeit in Audio-Samples oder Millisekunden angezeigt wird. Das Anzeigeformat wird verwendet, wenn die Option zum Anzeigen von Audio-Zeiteinheiten im Quellmonitor oder im Programmmonitor ausgewählt ist. (Standardmäßig wird die Zeit in Frames angegeben, aber sie kann auch in Audioeinheiten angezeigt werden, damit Sie den Audioclip auf Sampleebene exakt bearbeiten können.)

Videovorschaueinstellungen

Die Videovorschaueinstellungen legen das Dateiformat, den Kompressor und die Farbtiefe fest, die Premiere Pro für Vorschaudateien und die Wiedergabe von Clips und Sequenzen verwendet.

Neben zahlreichen anderen Optionen können Sie die Framegröße für die Vorschau reduzieren. Dies beschleunigt und vereinfacht die Wiedergabe von Formaten mit hohen Framegrößen, z. B. HD und RED.

Vorschaudateiformat

Wählen Sie ein Dateiformat, das eine Vorschau in der bestmöglichen Qualität zulässt, jedoch gleichzeitig die Rendering-Zeit und die Dateigröße auf die Kapazität des Systems abstimmt. Für bestimmte Bearbeitungsmodi ist nur ein Dateiformat verfügbar.

Codec

Gibt den Codec an, der für die Erstellung der Vorschaudateien für die Sequenz verwendet wird.

(Nur Windows) Der Uncompressed UYVY 422 8-Bit-Codec und der V210 10-Bit YUV-Codec entsprechen den Spezifikationen für SD-SDI-Video bzw. HD-SDI-Video. Wählen Sie einen dieser Codecs aus, wenn Sie eines dieser Formate überwachen oder ausgeben möchten. Wählen Sie für den Zugriff auf eines dieser Formate zuerst den Desktop-Bearbeitungsmodus aus.

Hinweis:

Wenn Sie einen Clip verwenden, ohne Effekte anzuwenden oder die Frame- bzw. Zeiteigenschaften zu ändern, nutzt Premiere Pro den Originalcodec des Clips für die Wiedergabe. Wenn Sie Änderungen vornehmen, die eine Neuberechnung der einzelnen Frames erfordern, verwendet Premiere Pro den hier ausgewählten Codec.

Breite

Gibt die Framebreite für die Videovorschau an, eingeschränkt durch das Pixel-Seitenverhältnis des Originalmediums.

Höhe

Gibt die Framehöhe für die Videovorschau an, eingeschränkt durch das Pixel-Seitenverhältnis des Originalmediums.

Zurücksetzen

Löscht jede vorhandene Vorschau und stellt für jede folgende Vorschau wieder die volle Größe ein.

Maximale Bittiefe

Mit dieser Option wird die Farb-Bittiefe für die Verwendung in als Videos abgespielten Sequenzen erhöht (bis zu 32 bpc). Diese Einstellung ist häufig nicht verfügbar, wenn der ausgewählte Kompressor nur eine Option für die Bittiefe bietet. Sie können auch eine 8-Bit-Palette (256 Farben) angeben, wenn Sie eine Sequenz für 8-bpc-Farbwiedergabe vorbereiten, z. B. wenn Sie den Desktop-Bearbeitungsmodus für das Internet oder eine Präsentationssoftware verwenden. Wählen Sie „Maximale Bittiefe“ aus, wenn das Projekt Assets mit einer hohen Bittiefe enthält, die in Programmen wie Adobe Photoshop oder mit HD-Camcordern erstellt wurden. Premiere Pro verwendet dann beim Verarbeiten von Effekten bzw. beim Erstellen von Vorschaudateien alle Farbinformationen in diesen Assets.

Maximale Render-Qualität

Sorgt bei der Skalierung von großen auf kleinere Formate oder bei der Skalierung von HD-Formaten auf Standardformate für scharfe Details. Die Option „Maximale Render-Qualität“ optimiert die Qualität von Bewegungen in gerenderten Clips und Sequenzen. Häufig werden bewegte Assets bei Auswahl dieser Option schärfer gerendert.

Bei maximaler Qualität nimmt das Rendern mehr Zeit und Arbeitsspeicher in Anspruch als bei der Standardqualität. Wählen Sie diese Option daher nur auf Systemen mit genügend Arbeitsspeicher aus. Die Option „Maximale Render-Qualität“ wird für Systeme mit dem minimal erforderlichen Arbeitsspeicher nicht empfohlen.

Bei maximaler Render-Qualität kann die Qualität von stark komprimierten Bildformaten oder Bildformaten mit Komprimierungs-Artefakten aufgrund der Scharfzeichnung abnehmen.

Hinweis:

Um bei maximaler Render-Qualität ein optimales Ergebnis zu erzielen, sollten Sie in den Voreinstellungen aus dem Menü „Optimieren Sie das Rendering für“ die Option „Speicher“ auswählen. Weitere Informationen finden Sie unter Optimieren des Renderings für verfügbaren Arbeitsspeicher.

Vorgabe speichern

Öffnet das Dialogfeld „Einstellungen speichern“, in dem Sie die Sequenzeinstellungen benennen, beschreiben und speichern können.

Hinweis:

Sie sollten die Sequenzeinstellungen auch dann speichern und ihnen einen Namen zuweisen, wenn Sie sie nur für ein Projekt verwenden möchten. Beim Speichern der Einstellungen wird eine Sicherungskopie der Einstellungen gespeichert, zu der Sie zurückkehren können, wenn die aktuellen Sequenzeinstellungen versehentlich geändert werden.

Spureinstellungen

Die Standardsequenz steuert die Anzahl der Videospuren und die Anzahl sowie die Art der Audiospuren für neu erstellte Sequenzen.

Master

Legt den Standardkanaltyp für die Masterspur in neuen Sequenzen als „Mono“, „Stereo“, „5.1 Surround“ oder „16-Kanal“ fest.

Hinweis:

Wenn Sie nicht verfügbare Sequenzeinstellungen ändern möchten, können Sie eine Sequenz mit den gewünschten Einstellungen erstellen. Verschieben Sie anschließend den Inhalt der aktuellen Sequenz in diese.

Auswählen einer Sequenzvorgabe

Hinweis:

Um sicherzustellen, dass eine Sequenz erstellt wird, bei der die Eigenschaften eines Assets übereinstimmen, ziehen Sie das Asset auf die Schaltfläche „Neues Objekt“ , die sich unten im Projektfenster befindet. So verhindern Sie Fehler bei der manuellen Eingabe der Sequenzeinstellungen oder die Auswahl der falschen Sequenzvorgabe.

Eine Sequenz kann unterschiedliche Typen von Assets in verschiedenen Formaten und mit vielen verschiedenen Parametern enthalten. Die beste Leistung in Premiere Pro erzielen Sie aber, wenn die Einstellungen für eine Sequenz mit möglichst vielen der darin verwendeten Assets übereinstimmen. Damit eine optimale Leistung und möglichst kurze Renderzeiten gewährleistet sind, ermitteln Sie die Element-Parameter für die zu bearbeitenden primären Elemente, bevor Sie eine Sequenz erstellen. Nachdem Sie die Parameter ermittelt haben, können Sie eine Sequenz mit den passenden Einstellungen erstellen. Berücksichtigen Sie diese Parameter auch, wenn Sie Elemente von einem bandbasierten Gerät aufnehmen, damit Sie die korrekten Aufnahmeeinstellungen auswählen können. Element-Parameter umfassen unter anderem Folgendes:

  • Aufnahmeformat (z. B. DV oder DVCPRO HD)

  • Dateiformat (z. B. AVI, MOV oder VOB)

  • Frame-Seitenverhältnis (z. B. 16:9 oder 4:3)

  • Pixel-Seitenverhältnis (z. B. 1,0 oder 0,9091)

  • Framerate (z. B. 29,97 fps oder 23,976 fps)

  • Timebase (z. B. 29,97 fps oder 23,976 fps)

  • Halbbilder (z. B. progressiv oder interlaced)

  • Audio-Abtastrate (z. B. 32 Hz oder 48 Hz)

  • Video-Codec

  • Audio-Codec

Im Eigenschaftenfenster finden Sie viele dieser Parameter für Ihre Assets. Weitere Informationen finden Sie unter Anzeigen von Clipeigenschaften. Wahlweise können Sie auch die Anwendung eines Drittanbieters verwenden, etwa die Freeware-Programme MediaInfo oder GSpot Codec Information Appliance. Um die beim Generieren einer Datei verwendeten Codecs zu finden, können Sie auch in Apple QuickTime Player die Option „Fenster“ > „Filminspektor einblenden“ wählen.

Manche Assets verwenden Codecs, die in Premiere Pro nicht nativ unterstützt werden. Häufig können Sie diese Assets nach der Installation der entsprechenden Codecs bearbeiten. Achten Sie jedoch darauf, keine ungetesteten Codecs auf Ihrem System zu installieren, die wiederum zu weiteren Problemen führen könnten.

Erstellen einer benutzerdefinierten Sequenzvorgabe

Zur Anpassung der meisten Sequenzeinstellungen müssen Sie eine neue Sequenz beginnen, eine vorhandene Vorgabe auswählen und diese ändern.

Hinweis:

Es wird nicht jede mögliche Framerate in jedem Bearbeitungsmodus unterstützt. Um eine benutzerdefinierte Vorgabe, beispielsweise mit einer Framerate von 23.976 fps, zu erstellen, wählen Sie als Bearbeitungsmodus die Option „Benutzerdefiniert“. Wählen Sie dann aus dem Menü „Timebase“ die Einstellung „23.976 Frames/Sekunde“.

  1. Wählen Sie „Datei“ > „Neu“ > „Sequenz“ oder klicken Sie im Projektfenster auf die Schaltfläche „Neues Objekt“ und wählen Sie „Sequenz“.
  2. Wählen Sie im Dialogfeld „Neue Sequenz“ auf der Registerkarte „Sequenzvorgaben“ die Vorgabe aus, die dem Videomaterial oder den Anforderungen der Aufnahmekarte am besten entspricht.

    Hinweis:

    Wenn Sie beabsichtigen, eine benutzerdefinierte Sequenz mit der Einstellung „Benutzerdefiniert“ zu erstellen (über die Dropdown-Liste „Bearbeitungsmodus“), ist es nicht notwendig, eine Vorgabe auszuwählen, bevor Sie auf die Registerkarte „Einstellungen“ klicken.

  3. Ändern Sie die Einstellungen unter den Registerkarten „Allgemein“ oder „Spuren“ entsprechend Ihrer Anforderungen an das Projekt.
  4. Klicken Sie auf „Vorgabe speichern“.
  5. Geben Sie einen Namen und ggf. eine Beschreibung der Vorgabe ein. Klicken Sie dann auf „OK“.

Ändern der Sequenzeinstellungen

Sie können einige Einstellungen einer vorhandenen Sequenz ändern. Je nach ausgewähltem Bearbeitungsmodus sind einige Einstellungen festgelegt.

  1. Führen Sie einen der folgenden Schritte aus:
    • Wählen Sie „Sequenz“ > „Sequenzeinstellungen“.

    • Klicken Sie im Projektfenster mit der rechten Maustaste auf eine Sequenz und wählen Sie „Sequenzeinstellungen“.

  2. Wählen Sie auf der Registerkarte „Allgemein“ die gewünschte Einstellung aus. Weitere Informationen finden Sie unter Sequenzvorgaben und -einstellungen.

Ändern der Auflösungseinstellungen einer Sequenzvorschau

Sie können das Format und die Auflösung für die Videovorschau im Dialogfeld „Sequenzeinstellungen“ auswählen. Wählen Sie eine Auflösung, die unter der Framegröße der Sequenz liegt, damit eine Wiedergabe von Vorschauen möglich ist, die der Computer nicht bei voller Framegröße wiedergeben kann. Während der Bearbeitung rendert Premiere Pro jede Vorschau mit der angegebenen Vorschaugröße und skaliert sie auf die Framegröße der Sequenz.

  1. Wählen Sie die Sequenz, deren Vorschaueinstellungen Sie ändern möchten. Wählen Sie anschließend „Sequenz“ > „Sequenzeinstellungen“.

  2. Passen Sie im Dialogfeld „Sequenzeinstellungen“ im Bereich „Videovorschau“ die Breite und Höhe der Frames an.

  3. (Optional) Um die Framegröße wieder auf die ursprüngliche Größe der Sequenzvorgabe einzustellen, klicken Sie auf „Zurücksetzen“.

Hinweis:

Bei einigen Sequenzvorgaben steht für das Dateiformat und den Codec nur eine Option zur Verfügung.

Erstellen einer Widescreen-Sequenz

Sie können Breitbildmaterial bearbeiten, das in DV-, HDV- oder HD-Formaten aufgenommen wurde. Um Breitbilddaten korrekt anzeigen und wiedergeben zu können, müssen Sie die Sequenzeinstellungen entsprechend für Breitbilddaten anpassen.

  1. Wählen Sie „Datei“ > „Neu“ > „Sequenz“.
  2. Wählen Sie eine Voreinstellung, die Ihrem Filmmaterial entspricht. Führen Sie einen der folgenden Schritte aus:
    • Wählen Sie für DV-Material eine der DV-NTSC- oder DV-PAL-Vorgaben aus, deren Name den Begriff „Breitbild“ (Widescreen) enthält. Die Vorgaben verwenden horizontale Pixel (mit Pixel-Seitenverhältnissen von 1,2 für NTSC und 1,422 für PAL).

    • Wählen Sie für ein HDV-Projekt eine HDV-Vorgabe mit HD Anamorphic 1080 (Pixel-Seitenverhältnis 1,333) oder Quadratpixel (Pixel-Seitenverhältnis 1,0)

    • Wählen Sie für ein HD-Projekt eine der Vorgaben, die der HD-Aufnahmekarte beigefügt sind.

  3. Geben Sie unter „Sequenzname“ einen Namen ein und klicken Sie auf „OK“.

Erstellen einer HDV- oder HD-Sequenz

Sie können HDV- oder HD-Filmmaterial mit einer Auflösung von 720p, 1080p oder 1080i bearbeiten. Wählen oder erstellen Sie bei der Erstellung einer neuen Sequenz für diese Formate Vorgaben, die den Spezifikationen Ihres Quellfilmmaterials entsprechen.

Die in enthaltenen DVCPROHD-Vorgaben eignen sich für die Bearbeitung von Material, das mit einem Panasonic P2-Camcorder in MXF-Dateien aufgenommen wurde. Premiere Pro bietet außerdem Vorgaben für AVCHD, XDCAM HD und XDCAM EX. Wenn eine mit Premiere Pro kompatible HD-Aufnahmekarte installiert wird, werden normalerweise zusätzliche HD-Sequenzvorgaben in Premiere Pro installiert.

Für HDV-Filmmaterial können Sie eine benutzerdefinierte Vorgabe erstellen, deren Einstellungen denen Ihres Filmmaterials entsprechen. Weitere Informationen über das Erstellen benutzerdefinierter Sequenzvorgaben finden Sie unter Erstellen einer benutzerdefinierten Sequenzvorgabe.

Um die beste Wiedergabeleistung zu garantieren, ist es u. U. nützlich, das HD-Filmmaterial zu rendern, sobald Sie es in eine Sequenz einfügen.

  1. Wählen Sie „Datei“ > „Neu“ > „Sequenz“.

    Hinweis:

    Zum Bearbeiten von DVCPROHD 720p-Filmmaterial, das mit 25 fps aufgenommen wurde (z. B. 25pN natives Filmmaterial von PAL-Versionen der Panasonic HVX200-Kamera), wählen Sie die Vorgabe DVCPROHD 720p 50p. Klicken Sie anschließend auf die Registerkarte „Allgemein“. Wählen Sie im Dropdownmenü „Timebase“ die Option „25,00 Frames/Sekunde“.

    Das Dialogfeld „Neue Sequenz“ wird geöffnet, die Registerkarte „Sequenzvorgabe“ ist bereits ausgewählt.

  2. Wählen Sie eine Voreinstellung, die Ihrem Filmmaterial entspricht.
  3. (Optional) Zum Festlegen der Anzahl der Kanäle in der Master-Audiospur verwenden Sie die Registerkarte „Spuren“. Wählen Sie im Audiofenster im Menü „Master“ eine der folgenden Optionen:

    Mono

    Gibt einen einzigen Monokanal aus.

    Stereo

    Gibt zwei Monokanäle mit intakter Stereo-Tonschwenkung aus.

    5.1

    Gibt vier Monokanäle mit Tonschwenkung links vorn, rechts vorn, links hinten und rechts hinten aus.

  4. Geben Sie einen Speicherort und einen Namen für die Projektdatei ein und klicken Sie auf „OK“.

Hinweis:

Unter Windows können Sie eine benutzerdefinierte Projektvorgabe erstellen, um die unkomprimierte 10-Bit- oder unkomprimierte 8-Bit-Filmmaterial in einer Vorschau anzuzeigen. Weitere Informationen finden Sie unter Erstellen von Projekten mit unkomprimierter Videowiedergabe in der Hilfe zu Premiere Pro.

Erstellen einer Sequenz mit unkomprimierter Videowiedergabe

Für die hochwertigste Vorschau von Sequenzen auf einer SDI-Karte oder einem an einen externen Monitor angeschlossenen Gerät nutzen Sie bitte eines der unkomprimierten Formate für Vorschaudateien. Unkomprimiertes 8-Bit (4:2:2 YUV) ist besonders geeignet für Projekte, die für die SD-Ausgabe gedacht sind, während unkomprimiertes 10-Bit (4:2:2 YUV) optimal für Projekte ist, die für HD gedacht sind. Außerdem verwendet Premiere Pro bei unkomprimiertem 10-Bit (4:2:2 YUV) und bei Color-Rendering mit hoher Bittiefe die Farbinformationen in 10-Bit-Assets und führt ein Upsampling der anderen Assets in einer Sequenz durch, um 10-Bit-Vorschaudateien zu erzeugen. Premiere Pro liefert die optimale Vorschauleistung, wenn diese Vorschaudateiformate auf einem System mit installierter unterstützter SD-SDI- oder HD-SDI-Karte verwendet werden.

Beide unkomprimierten Formate führen ein Subsampling von Videodateien bei 4:2:2 YUV durch aber anders als andere für Vorschaudateien verfügbare Formate führen Sie die Videodaten nicht über einen Kompressor aus. Sie werden unkomprimiert genannt, da sie diese zweite Komprimierungsebene nicht hinzufügen und deshalb eine viel höhere Farbtiefe in der Vorschau beibehalten als komprimierte Formate. Als Folge können unkomprimierte Vorschaudateien etwas größer als komprimierte Vorschaudateien sein.

  1. Wählen Sie „Datei“ > „Neu“ > „Sequenz“.
  2. Wählen Sie im Dialogfeld „Neue Sequenz“ die Registerkarte „Allgemein“.
  3. Wählen Sie im Menü „Bearbeitungsmodus“ die Option „Desktop“.
  4. Wählen Sie im Menü „Timebase“ die gewünschte Framerate wie z. B. 24, 25 oder 29,97 Frames/Sekunde aus.
  5. Wählen Sie im Videobereich die gewünschten Einstellungen für Framegröße, Pixel-Seitenverhältnis, Felder und Anzeigeformat. Wählen Sie beispielsweise 1920 x 1080, Quadratpixel (1,0), Keine Halbbilder (Progressive-Scan) und 30-fps-Drop-Frame-Timecode.
  6. Wählen Sie im Audiobereich die gewünschten Einstellungen für Samplerate und Anzeigeformat.
  7. Wählen Sie im Bereich „Videovorschau“ das geeignete Vorschau-Dateiformat und den Codec für Ihr System aus:
    • Für Windows: Format der Vorschaudatei: Microsoft AVI; Codec: Ohne (alternativ „Unkomprimiert UYVY 422 8-Bit“).

    • Für Mac OS: Format der Vorschaudatei: QuickTime; Codec: Ohne (alternativ „Unkomprimiert YUV 10-Bit 4:2:2“ oder „Unkomprimiert YUV 8-Bit 4:2:2“).

    Je nach vorhandener optionaler Hardware-Aufnahme- oder Wiedergabekarte werden unterschiedliche Dateiformate und Codecs zur Auswahl angezeigt.

  8. (Optional) Aktivieren Sie das Kontrollkästchen „Maximale Bittiefe“, falls Ihr System 10-Bit- oder größere Formate unterstützt.
  9. (Optional) Falls Sie planen, die unkomprimierte Wiedergabe wieder zu verwenden, klicken Sie auf „Vorgabe speichern“, geben Sie Namen und Beschreibung der Vorgabe ein und klicken Sie auf „OK“.
  10. Geben Sie einen Namen für die Sequenz ein und klicken Sie auf „OK“.

Erstellen von Sequenzen für RED-Filmmaterial

  1. Wählen Sie „Datei“ > „Neu“ > „Sequenz“.
  2. Wählen Sie im Dialogfeld „Neue Sequenz“ im Bedienfeld „Sequenzvorgaben“ eine RED R3D-Vorgabe, die Ihrem Filmmaterial entspricht.
  3. Geben Sie unter „Sequenzname“ einen Namen ein und klicken Sie auf „OK“.

24p-Sequenzen

Über 24p-Filmmaterial und Sequenzen

Filmmaterial, das über einen Camcorder oder durch eine Filmübertragung mit dem ungefähren Wert „24 Non-Interlaced (Progressive) fps“ erstellt wurde, wird als 24p-Filmmaterial bezeichnet. Dieses Filmmaterial emuliert die Bildqualität und Bewegungsdarstellung von Filmen, da die Framerate 24p sehr nah an der Rate von Kinofilmen liegt und jeder Frame aus progressiven Zeilen erstellt wird (und nicht aus Frame-Halbfeldern mit „Interlacing“). 24p-Formate sind bei Filmschaffenden mit Digitaltechnik und kleinen Budgets zunehmend beliebt geworden, da das aufgenommene Material hierdurch einen Kino-Look erhält.

Wählen Sie zum Erstellen einer DV-24p-Sequenz in Premiere Pro eine Vorgabe für DV-24p-Sequenzen aus, die dem Format und dem Frame-Seitenverhältnis Ihres Filmmaterials entspricht. Sie können wie gewohnt Dateien importieren und Filmmaterial erfassen.

Premiere Pro enthält zwei wechselnde DV-24p-Pulldown-Schemas: „Frame wiederholen“ und „Frame, interlaced“. Beide Optionen konvertieren 24p-Material so, dass es mit 29,97 fps wiedergegeben wird. Es bestehen jedoch leichte Visualisierungs- und Leistungsunterschiede. Sie können beim Starten einer neuen DV-24p-Sequenz eine dieser Optionen in den Einstellungen „Neue Sequenz“ wählen oder die Änderung in einer bestehenden Sequenz vornehmen.

Wenn Sie DV-24p-Filmmaterial in einer Sequenz bearbeiten, indem Sie einer der DV-NTSC-Standardvorgaben von Premiere Pro nutzen, verwendet Premiere Pro ein 24p-DV-Pulldown-Schema, um das Material in Interlaced-Videodaten mit 29,97 fps für die Wiedergabe auf NTSC-Standardgeräten zu konvertieren. Sie können diese Methode z. B. verwenden, um Ihren DV-24p-Film für das Mastering auf Band oder für die Ausstrahlung in ein NTSC-Standardformat zu exportieren.

Wenn Sie 24p-Filmmaterial in einer Sequenz bearbeiten, die auf einer der DV-24p-Vorgaben basiert, arbeitet Premiere Pro standardmäßig mit dem 24p-Pulldown-Schema, damit das Videomaterial für die Wiedergabe auf 24p-NTSC-Geräten exportiert werden kann. Auf diese Weise können Sie den Film in einem 24p-Format in eine Datei exportieren. Sie können diese Methode z. B. verwenden, wenn Sie Ihren Film auf eine DVD exportieren möchten, um ihn auf DVD-Playern und Fernsehbildschirmen wiederzugeben, die 24p-Formate unterstützen.

Hinweis:

Premiere Pro akzeptiert 24p- und 24Pa-Filmmaterial nur von Kameras, die diese Schemas verwenden.

Nicht alle 24p-Quellmedien besitzen bzw. benötigen einen Pulldown. Viele neue Formate sind 24 progressiv-nativ (24pn). Für die Kompatibilität mit 30 fps-Video wird kein Pulldown-Schema angewendet. Manche P2-Formate, alle XDCAM- und XDCAM-EX-Formate sowie die meisten AVCHD-24p-Formate sind progressiv-nativ.

3:2- und 24Pa-Pulldown

Bei der Übertragung von 24-fps-Film in 29,97-fps-Video wenden Sie ein Verfahren an, das als 3:2-Pulldown bezeichnet wird. Hierbei werden die Filmframes nach sich wiederholendem 3:2-Muster über die Videohalbbilder verteilt. Der erste Frame des Films wird in Halbbild 1 und 2 des ersten Videoframes kopiert und außerdem in Halbbild 1 des zweiten Videoframes. Der zweite Frame des Films wird dann über die nächsten zwei Halbbilder des Videos verteilt – Halbbild 2 des zweiten Videoframes und Halbbild 1 des dritten Videoframes. Dieses 3:2-Muster wird wiederholt, bis vier Filmframes über fünf Videoframes verteilt wurden, und dann erneut angewendet.

Das Ergebnis des 3:2-Pulldown sind ganze Frames, (dargestellt durch W) und Split-Halbbild-Frames, (dargestellt durch S). Die drei ganzen Videoframes enthalten zwei Halbbilder aus demselben Filmframe. Die übrigen zwei Split-Halbbild-Frames enthalten einen Videoframe aus zwei verschiedenen Filmframes. Die beiden Split-Halbbild-Frames liegen immer nebeneinander.

Die Phase des 3:2-Pulldown bezieht sich auf den Punkt, an dem die beiden Split-Halbbild-Frames in den ersten fünf Frames des Filmmaterials liegen. Die Phase ist das Ergebnis zweier Konvertierungen während des 3:2-Pulldown: 24-fps-Film wird in 30-fps-Video konvertiert, vier Frames in 24-fps-Film werden jeweils über fünf Frames in 30(29,97)-fps-Video verteilt. Der Film wird zunächst um 0,1 % verlangsamt, um die Differenz zwischen 29,97 fps und 30 fps auszugleichen. Dann wird jeder Filmframe nach einem bestimmten Muster wiederholt und mit Videohalbbildern gepaart.

3:2- und 24Pa-Pulldown
Wenn Sie einen 3:2-Pulldown auf Footage anwenden, wird ein Frame des Films (A) in zwei oder drei Interlaced-Video-Halbbilder separiert (B), die in Videoframes mit jeweils zwei Halbbildern gruppiert werden.

Damit hinzugefügte Effekte perfekt mit der Original-Framerate des Films synchronisiert werden können, müssen Sie den 3:2-Pulldown bei Videomaterial, das ursprünglich auf Film aufgenommen wurde, wieder rückgängig machen. Wenn Sie den 3:2-Pulldown entfernen, wird die Framerate um 1/5 reduziert: von 30 auf 24 fps bzw. von 29,97 auf 23,976 fps. Die Reduzierung der Framerate führt dazu, dass weniger zu ändernde Frames vorhanden sind.

Premiere Pro unterstützt auch den Panasonic DVX100 24p DV-Kamera-Pulldown, der als 24p Advance (24Pa) bezeichnet wird. Dieses Format wird von einigen Kameras zur Erfassung von Progressive-Scan-Bildern mit 23,976 fps auf DV-Bändern verwendet.

Erstellen einer 24p-Sequenz

  1. Wählen Sie „Datei“ > „Neu“ > „Sequenz“.
  2. Wählen Sie aus der Liste „Verfügbare Vorgaben“ auf der Registerkarte „Sequenzvorgaben“ die 24p-Vorgabe aus, die dem Frame-Seitenverhältnis und der Audio-Samplerate des Großteils Ihres Filmmaterials entspricht. 24p-Vorgaben befinden sich in den Ordnern DV-24P, DVCPRO50 > 480i, DVCPROHD > 1080i und DVCPROHD > 720p.
  3. Wählen Sie einen Speicherort aus, geben Sie einen für Ihre Sequenz ein und klicken Sie auf „OK“.

Hinweis:

Wenn Sie 24p-Material aufnehmen, erkennt Premiere Pro dieses als 24p und verarbeitet die Daten entsprechend, ohne dabei Ihre Sequenzeinstellungen zu berücksichtigen.

Einstellen von 24p-Wiedergabeoptionen

Wiedergabeeinstellungen werden beim Erstellen einer neuen Sequenz eingestellt.

  1. Wählen Sie „Datei“ > „Neu“ > „Sequenz“.
  2. Wählen Sie im Dialogfeld „Neue Sequenz“ die Registerkarte „Allgemein“.
  3. Klicken Sie auf „Wiedergabeeinstellungen“.
  4. Wählen Sie im Bereich „ 24P-Umwandlungsmethode“ eine der folgenden Optionen aus:

    Frame wiederholen (ABBCD)

    Dupliziert Frames, wenn dies erforderlich ist, um eine reibungslose Wiedergabe mit 29,97 fps zu erzielen. Für diese Option wird ein relativ geringer Anteil der CPU-Ressourcen benötigt.

    Frame, interlaced (2:3:3:2)

    Kombiniert die Frames in einem gemischten Fernseher/Kino-Format, um eine reibungslose Wiedergabe mit 29,97 fps zu erzielen. Diese Option ermöglicht eine einwandfreie Wiedergabe, benötigt jedoch mehr CPU-Ressourcen.

  5. Klicken Sie im Dialogfeld „Wiedergabeeinstellungen“ auf „OK“ und im Dialogfeld „Neue Sequenz“ ebenfalls auf „OK“.

Deaktivieren des 24p-Pulldowns zur Simulation der Film-Video-Übertragung

Premiere Pro verwendet standardmäßig ein 24p-Pulldown-Schema, um 24p-DV-Material mit 29,97 fps in einem Projekt wiederzugeben, das auf einer der NTSC-Voreinstellungen basiert. Sie können das Pulldown-Schema deaktivieren, um Ihrem Film das Aussehen eines auf Video oder Broadcast überspielten Films zu geben (ohne Frame-Interpolation).

  1. Klicken Sie mit der rechten Maustaste (Windows) oder bei gedrückter CTRL-Taste (MAC OS) im Projektfenster auf einen 24p-Clip.
  2. Wählen Sie „Ändern“ > „Filmmaterial interpretieren“.
  3. Wählen Sie unter Framerate die Option „24p DV-Pulldown entfernen“ aus.
  4. Klicken Sie auf „OK“.

Hinweis:

Darüber hinaus können Sie eine beliebige Anzahl von Film-Plug-in-Effekten von Drittanbietern auf die Master-Sequenz anwenden. Mit diesen Plug-ins kann eine Konvertierung und somit eine Angleichung an die Fernsehbildfähigkeiten durchgeführt oder eine Körnung- oder Farbkorrektur zur Simulierung verschiedener Filmmaterialien vorgenommen werden. Richten Sie Ihre Aufmerksamkeit besonders auf die Beleuchtung und setzen Sie während der Aufnahme ein Stativ und langsame Schwenks ein, um den Eindruck zu erwecken, dass eine schwere Filmkamera verwendet wurde. Wenn Sie diese Details beachten, erhält Ihr Projekt ein relativ authentisches Filmaussehen.

Anzeigen des Timecodes einer 24p-Quelle

Beim Importieren von 24p-Filmmaterial behandelt Premiere Pro dies als Vollbildmaterial, das mit 23,976 fps aufgenommen wurde. Aus diesem Grund wird beim Arbeiten mit 24p-Filmmaterial in einem 24p-Projekt der Timecode als 24 fps angezeigt. Die Kamera nimmt und zeichnet 24p-Filmmaterial jedoch im Format „30-fps-Non-Drop-Frame-Timecode“ auf. Wenn Sie 24p-Filmmaterial für die spätere Aufnahme aufzeichnen, erfolgt die Aufzeichnung basierend auf dem Timecode-Format der Kamera, also „ 30-fps-Non-Drop-Frame-Timecode“.

Wenn Sie einen Clip für die spätere Aufnahme aufzeichnen, kann dieser z. B. einen In-Point bei 00:01:00:28 haben. Als Offlineclip in einem 24p-Projekt wird der In-Point jedoch u. U. als 00:01:00:23 angegeben. Das Mischen von Filmmaterial mit Non-Drop-Frames und Filmmaterial mit Drop-Frames kann auch zu größeren Timecode-Unterschieden zwischen dem Projekt und dem Clip führen, sodass Minuten, Sekunden und die Gesamtlänge nicht mehr synchron sind. Berücksichtigen Sie diese Diskrepanzen bei der Bearbeitung.

Wenn Sie einen Non-Drop-Frame-Timecode von 30 fps für Projekte mit 24p-Filmmaterial verwenden, lässt Premiere Pro jeden fünften Frame beim Timecode des 24p-Filmmaterials aus. Als Eigenschaft ihres 24p-Clips wird eine Framerate von 23,976, jedoch eine Timebase von 29,97 angezeigt. Wenn Sie die Anzeige des ursprünglichen Clip-Timecodes bevorzugen, gehen Sie wie folgt vor:

  1. Klicken Sie mit der rechten Maustaste (Windows) oder bei gedrückter Ctrl-Taste (Mac OS) im Projektfenster auf den Clip.
  2. Wählen Sie „Ändern“ > „Filmmaterial interpretieren“ > „Framerate aus Datei verwenden“.

Beginnen einer Sequenz für mobile Geräte

Sie können Videodaten für die Verwendung auf Mobiltelefonen, tragbaren Playern und anderen tragbaren Geräten bearbeiten. Das Wählen einer Projektvorgabe, die die Anforderungen des Zielgeräts erfüllt, ist die einfachste Möglichkeit, mit der Bearbeitung zu beginnen. Wenn Sie die Bearbeitung des Films abgeschlossen haben, verwenden Sie Adobe Media Encoder zum Codieren mit den richtigen Audio- und Videomerkmalen für die Zielgeräte.

  1. Führen Sie einen der folgenden Schritte aus:
    • Wählen Sie auf dem Willkommenbildschirm die Option „Neues Projekt“ aus.

    • Wählen Sie die Option „Datei“ > „Neu“ > „Projekt“ aus.

  2. Klicken Sie im Dialogfeld „Neues Projekt“ auf „OK“.
  3. Wählen Sie im Dialogfeld „Neue Sequenz“ die Registerkarte „Sequenzvorgaben“.
  4. Wählen Sie den Ordner mit den Vorgaben für Mobilgeräte. Führen Sie einen der folgenden Schritte aus:
    • Wenn Sie einen Film bearbeiten möchten, der nur für Geräte mit 3GPP-Videounterstützung und Framegrößen von 176 X 144 oder 88 X 72 bestimmt ist, wählen Sie die Vorgabe CIF, QCIF oder QQCIF.

    • Wenn Sie einen Film für die Verwendung im Internet oder auf Mobilgeräten mit 4:3-Video und Framegrößen von 320 X 240 oder 128 X 96 bearbeiten möchten, wählen Sie die Vorgabe iPod, QVGA oder Sub-QCIF.

  5. Geben Sie unter „Sequenzname“ einen Namen ein und klicken Sie auf „OK“.

Benutzen mehrerer Sequenzen

Ein Projekt kann mehrere Sequenzen enthalten. Verschiedene Sequenzen im selben Projekt können unterschiedliche Einstellungen haben. Sie wählen die Einstellungen für jede Sequenz beim Erstellen aus, Sie können jedoch einige der Einstellungen auch nach dem Erstellen der Sequenz ändern.

  • Um zwischen Sequenzen zu wechseln, klicken Sie im Programmmonitor oder im Schnittfenster auf den Reiter der gewünschten Sequenz. Die Sequenz wird in beiden Fenstern im Vordergrund angezeigt.

  • Um eine Sequenz in einem eigenen Schnittfenster anzuzeigen, ziehen Sie die Registerkarte „Sequenz“ vom Fenster in einen leeren Bereich. Ziehen Sie bei gedrückter Strg-Taste (Windows) bzw. Befehlstaste (Mac OS), damit das Fenster nicht angedockt wird.

  • Wenn Sie eine Sequenz im Quellmonitor öffnen möchten, drücken Sie die Strg-/Befehlstaste und doppelklicken im Projektfenster auf die Sequenz. Drücken Sie im Schnittfenster die Strg-/Befehlstaste und doppelklicken Sie auf eine verschachtelte Sequenz.

Verschachteln von Sequenzen

Sie können Sequenzen innerhalb von Sequenzen mit beliebiger Tiefe verschachteln, um komplexe Gruppierungen und Hierarchien zu schaffen. Sie können eine Sequenz in einer anderen verschachteln, mit anderen Einstellungen von Timebase, Framegröße und Pixel-Seitenverhältnis. Eine verschachtelte Sequenz wird als ein einzelner Clip mit verbundenen Video-/Audiokomponenten angezeigt, auch wenn die Originalsequenz möglicherweise zahlreiche Video- und Audiospuren enthält.

Sie können verschachtelte Sequenzen genauso auswählen, verschieben, zuschneiden und mit Effekten bearbeiten wie jeden anderen Clip. Alle an der Originalsequenz vorgenommenen Änderungen werden in alle aus dem Original erstellten verschachtelten Instanzen übernommen.

Durch die Möglichkeit zur Verschachtelung von Sequenzen können Sie zahlreiche zeitsparende Techniken nutzen und Effekte schaffen, die andernfalls nicht möglich wären:

  • Sie können Sequenzen erneut verwenden. Wenn Sie eine Sequenz wiederholen möchten, können Sie sie einmal erstellen und dann einfach beliebig oft in einer anderen Sequenz verschachteln. Dies ist besonders bei komplexen Sequenzen von Vorteil.

  • Sie können unterschiedlichen Kopien einer Sequenz verschiedene Einstellungen zuweisen. Wenn eine Sequenz zum Beispiel mehrmals abgespielt, bei jeder Wiedergabe jedoch ein anderer Effekt angewendet werden soll, wenden Sie einfach auf jede Instanz der verschachtelten Sequenz einen anderen Effekt an.

  • Sie können den Bearbeitungsbereich optimieren. Erstellen Sie komplexe, aus mehreren Ebenen bestehende Sequenzen getrennt, und fügen Sie sie anschließend als einen Clip zur Hauptsequenz hinzu. Dies erspart es Ihnen nicht nur, zahlreiche Spuren in der Hauptsequenz verwalten zu müssen, sondern verringert auch das potenzielle Risiko, dass Sie versehentlich Clips während der Bearbeitung verschieben (und dadurch die Synchronität verloren geht).

  • Erstellen Sie komplexe Gruppierungen und verschachtelte Effekte. Sie können zwar beispielsweise nur eine Überblendung auf einen Schnittpunkt anwende, haben aber die Möglichkeit, Sequenzen zu verschachteln und auf jeden verschachtelten Clip eine neue Überblendung anzuwenden, wodurch Überblendungen innerhalb von Überblendungen entstehen. Sie können auch Bild-im-Bild-Effekte erzeugen, bei denen jedes Bild eine verschachtelte Sequenz ist, die eigene Clips, Überblendungen und Effekte enthält.

Beachten Sie beim Verschachteln von Sequenzen folgende Punkte:

  • Sie können Sequenzen nicht in sich selbst verschachteln.

  • Sie können keine Sequenzen mit einer 16-Kanal-Audiospur verschachteln.

  • Da verschachtelte Sequenzen Verweise auf viele andere Clips enthalten können, ist es möglich, dass Vorgänge, in die eine verschachtelte Sequenz involviert ist, mehr Bearbeitungszeit benötigen, da Premiere Pro diese Vorgänge auf alle dazugehörigen Clips anwendet.

  • Eine verschachtelte Sequenz stellt stets den aktuellen Zustand des Originals dar. Wird der Inhalt der Originalsequenz geändert, spiegelt sich dies im Inhalt der verschachtelten Instanzen wider. Die Dauer wird nicht direkt beeinflusst.

  • Die ursprüngliche Dauer eines verschachtelten Sequenzclips wird vom Original bestimmt. Dabei wird Leerraum am Anfang der Originalsequenz mit eingerechnet, nicht jedoch am Sequenzende.

  • Sie können die In- und Out-Points verschachtelter Sequenzen genauso setzen wie die von anderen Clips. Das Zuschneiden einer verschachtelten Sequenz wirkt sich nicht auf die Länge der Originalsequenz aus. Wenn die Dauer der Originalsequenz später geändert wird, hat dies ebenfalls keine Auswirkung auf der Dauer bestehender verschachtelter Instanzen. Um die Dauer der verschachtelten Instanzen zu verlängern und Material anzuzeigen, das der Originalsequenz hinzugefügt wurde, können die standardmäßigen Zuschneideverfahren verwendet werden. Umgekehrt führt eine verkürzte Originalsequenz dazu, dass die verschachtelte Instanz schwarze Video- und stille Audioabschnitte enthält, die Sie durch Zuschneiden aus der verschachtelten Sequenz entfernen können.

Verschachteln einer Sequenz in einer anderen Sequenz

  • Ziehen Sie eine Sequenz aus dem Projektfenster oder dem Quellmonitor in die entsprechende Spur bzw. die entsprechenden Spuren der aktiven Sequenz, oder verwenden Sie eine der Bearbeitungsmethoden für das Hinzufügen von Clips.

    Hinweis:

    Sie müssen die Audiospur vor dem Bearbeiten einer verschachtelten Sequenz nicht rendern.

Erstellen einer verschachtelten Sequenz aus einer Auswahl von Clips

  1. Wählen Sie in einer Sequenz einen oder mehrere Clips aus, die Sie an eine verschachtelte Sequenz senden möchten.
  2. Führen Sie einen der folgenden Schritte aus:
    • Wählen Sie „Clip“ > „Verschachteln“.

    • Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf die Auswahl und wählen Sie „Verschachteln“.

Premiere Pro schneidet die ausgewählten Clips aus der Sequenz aus, sendet sie an eine neue Sequenz und verschachtelt die neue Sequenz in der Originalsequenz. Ausgangspunkt ist hierbei die Position des ersten ausgewählten Clips.

Öffnen der Quelle einer verschachtelten Sequenz

  • Doppelklicken Sie auf einen verschachtelten Sequenzclip. Das Original der verschachtelten Sequenz wird zur aktiven Sequenz.

Anzeigen eines Quellframes aus einer verschachtelten Sequenz

Wenn Sie einen Clip in einer verschachtelten Sequenz anzeigen möchten (z. B. zu Bearbeitungszwecken), können Sie die Originalsequenz problemlos an genau dem Frame öffnen, den Sie anzeigen möchten.

  1. Legen Sie im Schnittfenster die Spur als Ziel fest, in der sich eine verschachtelte Sequenz befindet. Klicken Sie hierzu auf den Spurheader. Wenn Sie mehrere Spuren als Ziel festlegen, wird die oberste Zielspur zur Auswahl der verschachtelten Sequenz verwendet.
  2. Ziehen Sie den Abspielkopf in den Frame der verschachtelten Sequenz, die Sie in der ursprünglichen Sequenz einblenden möchten.
  3. Drücken Sie Strg+Umschalttaste+T (Windows) bzw. Umschalttaste+T (Mac OS), um die Originalsequenz im Schnittfenster zu öffnen, wobei sich der Abspielkopf an dem Frame befindet, den Sie in der verschachtelten Sequenz angegeben haben.

  4. Doppelklicken Sie auf den Clip, an dem sich der Abspielkopf befindet, um den Clip im Quellmonitor zu öffnen.

Anhängen von Untertiteldateien

Informationen zum Anhängen von Untertiteldateien finden Sie unter Untertitel-Arbeitsablauf in Premiere Pro.

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