Hinweis:

Die Version aus dem Juni 2015 von Premiere Pro CC bietet nagelneue Farb-Werkzeuge, in denen die besten Technologien aus Adobe SpeedGrade und Adobe Lightroom zusammengefasst werden. Weitere Informationen finden Sie unter Farb-Workflows.

Farbkorrektureffekte

Sie finden die Effekte zur Farb- und Luminanzanpassung im Farbkorrekturbehälter, der sich wiederum im Videoeffektbehälter befindet. Auch andere Effekte ermöglichen die Korrektur von Farbe und Luminanz, die Farbkorrektureffekte wurden jedoch für feine Korrekturen entwickelt.

Die Farbkorrektureffekte werden auf einen Clip auf die gleiche Weise wie alle Standardeffekte angewendet. Die Effekteigenschaften werden im Effekteinstellungsfenster bearbeitet. Farbkorrektureffekte und andere Farbeffekte sind Clip-basiert. Sie können diese jedoch mithilfe von verschachtelten Sequenzen auf mehrere Clips anwenden. Weitere Informationen zu verschachtelten Sequenzen finden Sie unter Verschachteln von Sequenzen.

Bei der Farbkorrektur unterstützen Sie der Vektorbereich und Wellenformbereich (YC-Wellenform, RGB-Parade und YCbCr-Parade) bei der Analyse der Farbintensität und Luminanz in einem Clip. Sie können einen Bereich in einem separaten Referenzmonitor anzeigen, der mit dem Programmmonitor verknüpft ist. Auf diese Weise können Sie die Videosignalkomponenten während der Anpassung überprüfen.

Weitere Informationen über Bereiche finden Sie unter Vektorbereiche und Wellenform-Monitore.

Korrigieren der Belichtung: Überbelichtetes Bild mit einer Wellenform im oberen Grenzwertbereich der IRE-Skala (links) und korrigiertes Bild mit einer Wellenform zwischen 7,5 und 100 IRE (rechts)

Anwenden von Farbkorrektureffekten

Das folgende Verfahren gibt einen allgemeinen Überblick über die Anwendung von Farbkorrektureffekten. Lesen Sie diesen Beitrag, um mehr über das Vornehmen von Korrekturen mithilfe spezifischer Steuerungen zu erfahren.

  1. Richten Sie den Arbeitsbereich für die Farbkorrektur ein. Vergewissern Sie sich, dass an den Computern ein kalibrierter NTSC- oder PAL-Bildschirm angeschlossen ist.
  2. Wenden Sie in einem Schnittfenster einen der Farbkorrektureffekte auf den Clip an.

    Hinweis:

    Wenn der Clip in einem Schnittfenster bereits ausgewählt ist, können Sie den Effekt in den Bereich „Videoeffekte“ des Effekteinstellungsfensters ziehen.

  3. Erweitern Sie im Effekteinstellungsfenster den Farbkorrektureffekt.
  4. Verschieben Sie die Marke für die aktuelle Zeit auf einen Frame, der die anzupassenden Farben am besten repräsentiert.
  5. (Optional) Führen Sie zum Festlegen von Vorschauoptionen für die Farbkorrektur einen der folgenden Schritte aus:
    • Wählen Sie im Menü „Ausgabe“ die Option „Luminanz“ aus, um nur die Luminanzwerte in einem Clip anzuzeigen. Diese Option wirkt sich nur auf die Vorschau im Programmmonitor aus. Die Farbe wird so nicht aus dem Video entfernt.
    • Wählen Sie die Option „Geteilte Ansicht anzeigen“ aus, um eine Vorher/Nachher-Ansicht des Clips in einem Monitor anzuzeigen. Sie können im Menü „Layout“ angeben, ob die Ansicht horizontal oder vertikal geteilt werden soll. Zudem können Sie die relativen Proportionen der Vorher/Nachher-Ansicht bearbeiten.
  6. (Optional) Mithilfe der Einstellung „Farbtonbereichdefinition“ können Sie die Schatten, Mitteltöne und Lichter in einem Clip definieren.  

    Hinweis:

    Sie können Anpassungen nur mit den Effekten der Luminanzkorrektur, der RGB-Farbkorrektur und der Dreiwege-Farbkorrektur auf einen spezifischen Farbtonbereich anwenden.

  7. (Optional) Klicken Sie auf das Dreieck, um die Steuerungen unter „Sekundäre Farbkorrektur“ einzublenden. Hiermit können Sie die Belichtung für eine bestimmte Farbe oder einen Farbbereich korrigieren. Geben Sie dann mit der Pipette oder den anderen Steuerungen zur sekundären Farbkorrektur die zu korrigierenden Farben an.  

    Hinweis:

    Alle Farbkorrektureffekte außer der schnellen Farbkorrektur und dem Videobegrenzer verfügen über sekundäre Farbkorrektursteuerungen.

  8. Führen Sie einen der folgenden Schritte aus:
    • Passen Sie zur Änderung der Farbbalance und Sättigung mithilfe von Farbrädern die Räder „Farbtonausgleich“ und „Winkel“ bzw. die numerischen Steuerungen des Effekts „Schnelle Farbkorrektur“ oder „Dreiwege-Farbkorrektur“ an. 
    • Verwenden Sie zur Änderung von Luminanz oder Farbe die Kurvenanpassung der Effekte „Luminanzkurve“ oder „RGB-Kurven“.  
    • Verwenden Sie zur Änderung der Luminanz durch Festlegung eines Schwarz-, Grau- und Weißwertes die Steuerungen im Effekt „Schnelle Farbkorrektur“ oder „Dreiwege-Farbkorrektur“.
    • Verwenden Sie zum Ändern von Luminanz oder Farbe mithilfe numerischer Steuerungen die Steuerungen im Effekt „Luminanzkorrektur“ oder „RGB-Farbkorrektur“.

    Hinweis:

    Verwenden Sie Keyframes, um die Farbkorrekturen zu animieren. Dies ist vor allem bei einer Änderung der Beleuchtung in einem Clip hilfreich. Weitere Informationen finden Sie unter Hinzufügen, Navigieren und Einrichten von Keyframes

  9. (Optional) Wenden Sie nach der Farbkorrektur den Effekt „Videobegrenzer“ an, um das Videosignal auf die Übertragungsnormen abzustimmen und gleichzeitig eine größtmögliche Bildqualität beizubehalten. Es wird empfohlen, den Bereich „Wellenform“ zu verwenden. Sie gewährleisten so, dass das Videosignal innerhalb des Bereichs von 7,5 bis 100 IRE liegt.

    Weitere Informationen finden Sie unter Effekt Videobegrenzer.

Primäre Farbkorrektur mit den Effekten „Schnelle Farbkorrektur“ und „Dreiwege-Farbkorrektur“

Schnelles Entfernen einer Farbdarstellung

Die schnelle Farbkorrektur und die Dreiwege-Farbkorrektur verfügen über Steuerelemente, um die Farben auszugleichen und neutrale Schwarz-, Grau- und Weißwerte festzulegen. Die Anpassung, mit der die Farbdarstellung in einem ausgewählten Bereich neutralisiert wird, wird auf das gesamte Bild angewendet. Auf diese Weise wird ggf. die Farbdarstellung aller Farben entfernt. Beispiel: Ein Bild hat eine nicht gewollte Blautönung. Wenn Sie einen Bereich auswählen, der weiß sein sollte, fügt die Steuerung „Weißbalance“ Gelb hinzu, um die Blautönung zu neutralisieren. Diese gelbe Farbanpassung wird dabei allen Farben in der Szene hinzugefügt, sodass die Farbdarstellung in der gesamten Szene entfernt wird.

  1. Wählen Sie den Clip in einem Schnittfenster aus und wenden Sie den Effekt „Schnelle Farbkorrektur“ oder „Dreiwege-Farbkorrektur“ auf diesen Clip an. 

  2. Klicken Sie im Effekteinstellungsfenster auf das Dreieck, um die Steuerungen der schnellen Farbkorrektur bzw. Dreiwege-Farbkorrektur einzublenden.
  3. (Optional) Aktivieren Sie die Option „Geteilte Ansicht anzeigen“, um einen Vorher/Nachher-Vergleich der Anpassungen im Programmmonitor anzuzeigen. Sie können im Menü „Layout“ angeben, ob die Ansicht horizontal oder vertikal geteilt werden soll. Zudem können Sie die relativen Proportionen der Vorher/Nachher-Ansicht bearbeiten.
  4. Wählen Sie die Pipette „Weißbalance“ aus und klicken Sie im Programmmonitor auf einen Bereich, um diesen auszuwählen. Am besten markieren Sie einen Bereich, der weiß sein sollte.

    Hinweis:

    Wenn Sie die Anpassung nur auf eine Farbe oder einen Farbbereich im Clip anwenden möchten, können Sie die Steuerungen zur sekundären Farbkorrektur in der Dreiwege-Farbkorrektur verwenden.

  5. (Optional, nur für die Dreiwege-Farbkorrektur) Führen Sie einen der folgenden Schritte aus:
    • Wählen Sie für die Farbbalance eines mittelgrauen Bereichs des Bildes die Pipette „Graubalance“ aus und klicken Sie auf einen mittelgrauen Bereich.
    • Wählen Sie für die Farbbalance eines schwarzen Bereichs des Bildes die Pipette „Schwarzbalance“ aus und klicken Sie auf einen schwarzen Bereich.

    Mit der Graubalance wird der ausgewählte Bereich in ein neutrales Grau geändert und mit der Schwarzbalance in ein neutrales Schwarz. Wie bei der Weißbalance wirken sich diese Anpassungen auf alle Farben in dem Clip aus.

    Hinweis:

    Klicken Sie auf das Farbfeld neben der Pipette und verwenden Sie das Adobe-Dialogfeld „Farbe wählen“, um eine Farbe anzugeben.

Schnelle Luminanz-Korrekturen

Die Effekte „Schnelle Farbkorrektur“ und „Dreiwege-Farbkorrektur“ verfügen über automatische Steuerungen, die eine schnelle Anpassung der Luminanz in einem Clip ermöglichen. 

  1. Wählen Sie den Clip in einem Schnittfenster aus und wenden Sie den Effekt „Schnelle Farbkorrektur“ oder „Dreiwege-Farbkorrektur“ auf diesen Clip an. Weitere Informationen finden Sie unter Zuweisen von Effekten zu Clips.

  2. Klicken Sie im Effekteinstellungsfenster auf das Dreieck, um die Steuerungen der schnellen Farbkorrektur bzw. Dreiwege-Farbkorrektur einzublenden.
  3. (Optional) Aktivieren Sie die Option „Geteilte Ansicht anzeigen“, um einen Vorher/Nachher-Vergleich der Anpassungen im Programmmonitor anzuzeigen. Sie können im Menü „Layout“ angeben, ob die Ansicht horizontal oder vertikal geteilt werden soll. Zudem können Sie die relativen Proportionen der Vorher/Nachher-Ansicht bearbeiten.
  4. Klicken Sie auf eine der folgenden Schaltflächen, um die Luminanz an die Übertragungsnormen anzupassen:

    Automatischer Schwarz-Tonwert

    Hiermit erhöhen Sie den Schwarz-Tonwert in einem Clip, sodass die dunkelsten Tonwerte über 7,5 IRE liegen. Ein Teil des Schattens wird dabei entfernt und die dazwischen liegenden Pixelwerte werden gleichmäßig verteilt. Durch den automatischen Schwarz-Tonwert werden die Schatten in einem Bild heller.

    Auto-Kontrast

    Hiermit wenden Sie den automatischen Schwarz-Tonwert und den automatischen Weiß-Tonwert gleichzeitig an. Die Lichter werden so dunkler und die Schatten heller.

    Automatischer Weiß-Tonwert

    Hiermit reduzieren Sie den Weiß-Tonwert in einem Clip, sodass die niedrigsten Werte nicht über 100 IRE liegen. Ein Teil der Lichter wird dabei entfernt und die dazwischen liegenden Pixelwerte werden gleichmäßig verteilt. Durch den automatischen Weiß-Tonwert werden die Lichter in einem Bild dunkler.

Farbbalance, Winkel und Sättigung

Die Effekte „Schnelle Farbkorrektur“ und „Dreiwege-Farbkorrektur“ enthalten Farbräder für den Farbtonausgleich und Winkel sowie ein Steuerelement für die Sättigung, mit denen Sie die Farbe im Video anpassen können. Der Farbtonausgleich ermöglicht einen Ausgleich des Rot-, Grün- und Blauanteils, um die gewünschten Weiß- und Graufarbtöne für das Bild zu erhalten. Je nach gewünschtem Effekt, soll in einem Clip möglicherweise kein vollständig neutraler Farbausgleich erzeugt werden. Möglicherweise möchten Sie einer intimen Familienszene einen warmen (rötlichen) Farbton verleihen, oder möglicherweise benötigen Sie für eine Szene in Ihrer Kriminaldokumentation einen kühlen (bläulichen) Farbton.

Hinweis:

Bei Anpassungen mit dem Farbrad und der Sättigungssteuerung empfiehlt sich die Verwendung des Referenzmonitors, um die Auswirkungen des Vektorbereichs auf das Composite Video im Programmmonitor beurteilen zu können.

Mit dem Farbrad können folgende Anpassungen vorgenommen werden:

Farbtonwinkel

Dreht das Farbrad in Richtung der Zielfarbe. Wenn Sie den äußeren Ring nach links drehen, wird der Grünanteil der Farbe erhöht. Wenn Sie den äußeren Ring nach rechts drehen, wird der Rotanteil der Farbe erhöht.

Ausgleichsstärke

Steuert die Intensität der Farbe, die dem Video hinzugefügt wird. Wenn Sie den Kreis von der Mitte weg bewegen, wird die Wellenlänge (Intensität) erhöht. Die Intensität kann anschließend durch Verschieben des Griffpunkts für die Ausgleichsverstärkung optimiert werden.

Ausgleichsverstärkung

Wirkt sich auf die relative Rauheit oder Feinheit der Ausgleichsstärken- und Winkelanpassung aus. Wenn Sie den lotrechten Griffpunkt dieses Steuerelements in der nähe der Radmitte platzieren, können Sie sehr feine Anpassungen vornehmen. Deutliche (grobe) Anpassungen erzielen Sie, indem Sie den Griffpunkt zum äußeren Ring ziehen.

Ausgleichswinkel

Ändert die Farbe des Videos in die Zielfarbe. Wenn Sie den Kreis für die Ausgleichsstärke auf einen spezifischen Farbton verschieben, wird die Farbe entsprechend angepasst. Die Intensität dieser Änderung wird durch die gemeinsame Anpassung von Ausgleichsstärke und Ausgleichsverstärkung gesteuert.

Der Regler für die Sättigung steuert die Farbsättigung in dem Video. Wenn Sie den Regler auf 0 verschieben, wird die Bildsättigung entfernt, d. h. es werden nur die Luminanzwerte angezeigt (ein Bild aus Weiß-, Grau- und Schwarztönen). Verschieben Sie den Regler nach rechts, um die Sättigung zu erhöhen.

Bild ohne Sättigung (links); Bild mit Sättigung (rechts)

Anpassen von Farbbalance und Sättigung

Im folgenden Verfahren wird das Farbrad verwendet. Sie können die gleichen Anpassungen jedoch auch vornehmen, indem Sie numerische Werte eingeben oder die Regler für die schnelle Farbkorrektur oder Dreiwege-Farbkorrektur verwenden.

  1. Richten Sie den Arbeitsbereich für die Farbkorrektur ein.
  2. Wählen Sie den Clip in einem Schnittfenster aus und wenden Sie den Effekt „Schnelle Farbkorrektur“ oder „Dreiwege-Farbkorrektur“ auf diesen Clip an. Weitere Informationen finden Sie unter Zuweisen von Effekten zu Clips.

  3. Klicken Sie im Effekteinstellungsfenster auf das Dreieck, um die Steuerungen der schnellen Farbkorrektur bzw. Dreiwege-Farbkorrektur einzublenden.
  4. (Optional) Aktivieren Sie die Option „Geteilte Ansicht anzeigen“, um einen Vorher/Nachher-Vergleich der Anpassungen im Programmmonitor anzuzeigen. Sie können im Menü „Layout“ angeben, ob die Ansicht horizontal oder vertikal geteilt werden soll. Zudem können Sie die relativen Proportionen der Vorher/Nachher-Ansicht bearbeiten.
  5. (Optional, nur für die Dreiwege-Farbkorrektur) Führen Sie einen der folgenden Schritte aus:
    • Wählen Sie im Menü „Farbtonbereich“ die Option „Schatten“, „Mitteltöne“ oder „Lichter“ aus, um die Farbkorrektur auf einen bestimmten Farbtonbereich zu beschränken. Bei Auswahl von „Master“ wird die Farbkorrektur auf den gesamten Farbtonbereich des Bildes angewendet. Definieren Sie bei Bedarf mit den Steuerungen für die Farbtonbereichdefinition die verschiedenen Farbtonbereiche.
    • Klicken Sie auf das Dreieck, um die Steuerungen für die sekundäre Farbkorrektur einzublenden und die Anpassungen auf eine Farbe bzw. einen Farbbereich zu beschränken. Definieren Sie die Farbe bzw. den Farbbereich mit der Pipette, mit dem Regler oder durch Eingabe numerischer Werte.
  6. Führen Sie zum Anpassen der Farbbalance einen der folgenden Schritte mit dem Farbrad aus:
    • Drehen Sie den äußeren Ring, um die Farben ohne Auswirkungen auf den Tonwert oder die Ausgleichsstärke zu ändern. Wenn Sie den Ring nach links drehen, wird der Grünanteil aller Farben erhöht. Wenn Sie den Ring nach rechts drehen, wird der Rotanteil aller Farben erhöht.
    Drehen Sie den äußeren Ring des Farbrads (links), um den Farbtonwinkel (rechts) zu ändern.

    • Sie verschieben die Farben in Richtung einer Zielfarbe inklusive Anpassung des Tonwerts und der Ausgleichsstärke, indem Sie den Kreis für die Ausgleichsstärke aus der Mitte in Richtung der gewünschten Farbe ziehen. Je weiter Sie den Kreis für die Ausgleichsstärke von der Mitte weg ziehen, umso intensiver ist die Farbe, die zu dem Bild hinzugefügt wird. Ziehen Sie dann den Griffpunkt für die Ausgleichsverstärkung, um die Anpassung der Ausgleichsstärke zu optimieren. Sie können so extrem feine Anpassungen vornehmen.
    Anpassen der Ausgleichsverstärkung zum Optimieren der Ausgleichsstärke.

    Hinweis:

    Mit dem Effekt „Dreiwege-Farbkorrektur“ können Sie die drei Farbtonbereiche mit separaten Rädern für Schatten, Mitteltöne und Lichter getrennt anpassen.

  7. Die Sättigungssteuerung ermöglicht Ihnen, die Farbsättigung in dem Bild anzupassen. Bewegen Sie den Regler nach links (niedrigere Werte), um die Sättigung im Bild zu reduzieren. Verschieben Sie den Regler nach rechts (höhere Werte), um die Farbsättigung zu erhöhen.

Anpassen von Farbe und Luminanz mithilfe von Kurven

Mit der Kurvenanpassung über die Effekte „Luminanzkurve“ und „RGB-Kurven“ können Sie ähnlich wie mit dem Tonwert-Regler in der schnellen Farbkorrektur und Dreiwege-Farbkorrektur den gesamten Farbtonbereich oder einen ausgewählten Farbbereich des Videoclips ändern. Im Gegensatz zu Tonwerten, bei denen nur drei Anpassungen (Schwarz-Tonwert, Weiß-Tonwert und Grau-Tonwert) möglich sind, können Sie mit der Luminanzkurve und den RGB-Kurven bis zu 16 Punkte im gesamten Farbtonbereich eines Bildes (von Schatten bis Lichter) anpassen.

Hinweis:

Öffnen Sie in einem mit dem Programmmonitor verknüpften Referenzmonitor einen Bereich, um die Luminanz, die Chrominanz oder beide Werte anzuzeigen, während Sie die Kurven bearbeiten. Bei Verwendung des Vektorbereichs sollten die Grünschattierungen in den Bereichen außerhalb des Bereichsmittelpunkts minimal sein. Bereiche außerhalb des Mittelpunkts legen den Farbsättigungsgrad fest.

  1. Klicken Sie im Effektfenster auf das Dreieck, um die Ablage „Videoeffekte“ zu erweitern, und klicken Sie dann auf das Dreieck, um die Ablage „Farbkorrektur“ zu erweitern.
  2. Ziehen Sie einen der folgenden Effekte auf den Clip in einem Schnittfenster:

    Luminanzkurve

    Passt primär die Luminanz an. Beachten Sie, dass sich eine Anpassung der Luminanz nicht auf die subjektive Sättigung der Farben auswirkt.

    RGB-Kurven

    Passt Farbe und Luminanz an.

    Hinweis:

    Wenn ein Clip in einem Schnittfenster ausgewählt ist, können Sie den Effekt in den Bereich „Videoeffekte“ des Effekteinstellungsfensters ziehen.

  3. Klicken Sie im Effektfenster auf das Dreieck, um die Steuerungen „Luminanzkurve“ oder „RGB-Kurven“ einzublenden.
  4. (Optional) Führen Sie zum Festlegen von Vorschauoptionen einen der folgenden Schritte aus:
    • Wählen Sie im Menü „Ausgabe“ die Option „Luminanz“ aus, um nur die Luminanzwerte in einem Clip anzuzeigen. Diese Option wirkt sich nur auf die Vorschau im Programmmonitor aus. Die Farbe wird so nicht aus dem Video entfernt.
    • Wählen Sie die Option „Geteilte Ansicht anzeigen“ aus, um eine Vorher/Nachher-Ansicht des Clips in einem Monitor anzuzeigen. Sie können im Menü „Layout“ angeben, ob die Ansicht horizontal oder vertikal geteilt werden soll. Zudem können Sie die relativen Proportionen der Vorher/Nachher-Ansicht bearbeiten.
  5. (Optional) Klicken Sie auf das Dreieck, um die Steuerungen unter „Sekundäre Farbkorrektur“ einzublenden. Hiermit können Sie die Belichtung für eine bestimmte Farbe oder einen Farbbereich korrigieren. Geben Sie dann mit der Pipette oder den anderen Steuerungen zur sekundären Farbkorrektur die zu korrigierenden Farben an.
  6. Führen Sie einen der folgenden Schritte aus, um die Kurven anzupassen:
    • Klicken Sie zur Anpassung der Luminanz in das Luminanz- oder Hauptdiagramm, um diesem einen Punkt hinzuzufügen. Ziehen Sie dann die Kurve in die gewünschte Form. Wird der Kurvenbogen nach oben gezogen, wird der Clip aufgehellt; wird er nach unten gezogen, wird der Clip abgedunkelt. Steilere Kurvenabschnitte stellen Bildbereiche mit einem höheren Kontrast dar.
    • Um sowohl die Farbe als auch die Luminanz mit RGB-Kurven anzupassen, klicken Sie auf das entsprechende Diagramm, um diesem einen Punkt hinzuzufügen und alle (Haupt-) Farbkanäle bzw. nur den roten Kanal, den grünen Kanal oder den blauen Kanal zu ändern. Ziehen Sie die Kurve in die gewünschte Form. Wird der Kurvenbogen nach oben gezogen, werden die Pixelwerte aufgehellt; wird er nach unten gezogen, werden die Pixelwerte abgedunkelt. Steilere Kurvenabschnitte stellen Bildbereiche mit einem höheren Kontrast dar.

    Sie können einer Kurve maximal 16 Punkte hinzufügen. Wenn Sie einen Punkt entfernen möchten, ziehen Sie ihn aus dem Diagramm heraus.

    Hinweis:

    Achten Sie bei der Anpassung insbesondere auf bandartige Effekte, Störungen oder Polarisation im Bild. Wenn Sie solche Störungen sehen, verringern Sie den Wert, den Sie gerade anpassen.

    Jeff Sengstack erläutert die Anpassung von Farbkanälen mithilfe der Effekte „RGB-Farbkorrektur“ und „RGB-Kurven“ in diesem lynda.com-Lernprogramm „Premiere Pro: Color Correction and Enhancement“.

Originalbild (links), Luminanzanpassung (Mitte), Farbanpassung (rechts)

Anpassen der Luminanz mithilfe von Stufen

Die Effekte „Schnelle Farbkorrektur“ und „Dreiwege-Farbkorrektur“ verfügen über die Steuerungen „Tonwertspreizung“ und „Tonwertumfang“, um die Luminanz in einem Clip anzupassen. Diese Steuerungen entsprechen denen im Dialogfeld für Tonwerte von Photoshop. Die Einstellungen der Steuerung werden bei der schnellen Farbkorrektur auf alle drei Farbkanäle in einem Clip angewendet. Bei der Dreiwege-Farbkorrektur können Sie die Tonwertanpassungen auf den gesamten Farbtonbereich in einem Clip, auf einen spezifischen Farbtonbereich oder einen bestimmten Farbbereich anwenden.

  1. (Optional) Richten Sie den Arbeitsbereich für die Farbkorrektur ein. Zeigen Sie bei der Luminanzanpassung die Wellenform in einem Referenzmonitor an, der mit dem Programmmonitor verknüpft ist.
  2. Klicken Sie im Effektfenster auf das Dreieck, um die Ablage „Videoeffekte“ zu erweitern, und klicken Sie dann auf das Dreieck, um die Ablage „Farbkorrektur“ zu erweitern.
  3. Ziehen Sie den Effekt „Schnelle Farbkorrektur“ oder „Dreiwege-Farbkorrektur“ auf den Clip in einem Schnittfenster.

    Hinweis:

    Wenn der Clip in einem Schnittfenster bereits ausgewählt ist, können Sie den Effekt in den Bereich „Videoeffekte“ des Effekteinstellungsfensters ziehen.

  4. Klicken Sie im Effekteinstellungsfenster auf das Dreieck, um die Steuerungen der schnellen Farbkorrektur bzw. der Dreiwege-Farbkorrektur einzublenden.
  5. (Optional) Führen Sie zum Festlegen von Vorschauoptionen einen der folgenden Schritte aus:
    • Wählen Sie im Menü „Ausgabe“ die Option „Luminanz“ aus, um nur die Luminanzwerte in einem Clip anzuzeigen. Diese Option wirkt sich nur auf die Vorschau im Programmmonitor aus. Die Farbe wird so nicht aus dem Video entfernt.
    • Wählen Sie die Option „Geteilte Ansicht anzeigen“ aus, um eine Vorher/Nachher-Ansicht des Clips in einem Monitor anzuzeigen. Sie können im Menü „Layout“ angeben, ob die Ansicht horizontal oder vertikal geteilt werden soll. Zudem können Sie die relativen Proportionen der Vorher/Nachher-Ansicht bearbeiten.
  6. (Optional, nur für die Dreiwege-Farbkorrektur) Führen Sie einen der folgenden Schritte aus:
    • Wählen Sie im Menü „Farbtonbereich“ die Option „Schatten“, „Mitteltöne“ oder „Lichter“ aus, um die Korrektur auf einen bestimmten Farbtonbereich zu beschränken. Bei Auswahl von „Master“ wird die Korrektur auf den gesamten Farbtonbereich des Bildes angewendet. Definieren Sie bei Bedarf mit den Steuerungen für die Farbtonbereichdefinition die verschiedenen Farbtonbereiche.
    • Klicken Sie auf das Dreieck, um die Steuerungen für die sekundäre Farbkorrektur einzublenden und die Anpassungen auf eine Farbe bzw. einen Farbbereich zu beschränken. Definieren Sie die Farbe bzw. den Farbbereich mit der Pipette, mit dem Regler oder durch Eingabe numerischer Werte.
  7. Mit dem Regler „Tonwertumfang“ legen Sie den maximalen Schwarz- und Weiß-Tonwert fest:

    Regler für den schwarzen Tonwertumfang

    Hiermit steuern Sie die Ausgabe von Schatten. Der Standardwert ist 0, d. h. die Pixel sind vollständig schwarz. Verschieben Sie den Regler nach rechts, um einen helleren Wert für den dunkelsten Schatten anzugeben.

    Regler für den weißen Tonwertumfang

    Hiermit steuern Sie die Ausgabe von Lichtern. Der Standardwert ist 255, d. h. die Pixel sind vollständig weiß. Verschieben Sie den Regler nach links, um einen dunkleren Wert für das hellste Licht anzugeben.

    Hinweis:

    Wenn die Wellenform in einem Referenzmonitor angezeigt wird, können Sie die Regler für den schwarzen und den weißen Tonwertumfang so anpassen, dass die maximalen Schwarz- und Weiß-Tonwerte der Wellenform im Bereich 7,5 bis 100 IRE liegen. Sie gewährleisten damit, dass sich die Tonwerte innerhalb der Übertragungsnormen befinden.

    Originalbild (links); Anpassung von Schwarz und Weiß an die gesetzlich festgelegten Grenzwerte für das Fernsehen (rechts)

  8. Mit den folgenden Steuerungen können Sie die Schwarz-, Grau- und Weiß-Tonwertspreizung festlegen:

    Pipette für die schwarze Tonwertspreizung

    Hiermit wird der ausgewählte Farbton mit der Einstellung des Reglers für den schwarzen Tonwertumfang abgeglichen. Klicken Sie auf den Bereich des Programmmonitors, der als dunkelster Wert im Bild verwendet werden soll. Sie können auch auf ein Farbfeld klicken, um das Adobe-Dialogfeld „Farbe wählen“ zu öffnen und eine Farbe für den dunkelsten Schatten im Bild zu definieren.

    Pipette für die graue Tonwertspreizung

    Hiermit wird ein ausgewählter Farbton mit einem Mittelgrau (Tonwert 128) abgeglichen. Sie ändern so die Intensitätswerte des mittleren Grautonbereichs, ohne die Lichter und Schatten wesentlich zu verändern. Sie können auch auf ein Farbfeld klicken, um das Adobe-Dialogfeld „Farbe wählen“ zu öffnen und eine Farbe für den mittleren Grauton im Bild zu definieren.

    Pipette für die weiße Tonwertspreizung

    Hiermit wird der ausgewählte Farbton mit der Einstellung des Reglers für den weißen Tonwertumfang abgeglichen. Klicken Sie auf den Bereich des Programmmonitors, der als hellster Wert im Bild verwendet werden soll. Sie können auch auf ein Farbfeld klicken, um das Adobe-Dialogfeld „Farbe wählen“ zu öffnen und eine Farbe für das hellste Licht im Bild zu definieren.

    Regler für die schwarze Tonwertspreizung

    Hiermit wird die schwarze Tonwertspreizung mit der Einstellung des Reglers für den schwarzen Tonwertumfang abgeglichen. Der Standardwert für den schwarzen Tonwertumfang ist 0, d. h. die Pixel sind vollständig schwarz. Wenn Sie für den schwarzen Tonwertumfang einen Wert von 7,5 IRE oder höher einstellen, wird der dunkelste Schatten an diesen Tonwert angeglichen.

    Regler für die graue Tonwertspreizung

    Hiermit steuern Sie die Mitteltöne und ändern die Intensitätswerte des mittleren Grautonbereichs, ohne die Lichter und Schatten wesentlich zu verändern.

    Regler für die weiße Tonwertspreizung

    Hiermit wird die weiße Tonwertspreizung mit der Einstellung des Reglers für den weißen Tonwertumfang abgeglichen. Der Standardwert für den weißen Tonwertumfang ist 255, d. h. die Pixel sind vollständig weiß. Wenn Sie für den weißen Tonwertumfang einen Wert von 100 IRE oder niedriger einstellen, wird das hellste Licht an diesen Tonwert angeglichen.

    Hinweis:

    Sie können den Tonwertumfang und die Tonwertspreizung auch durch Scrubben des unterstrichenen Textes oder durch Eingabe eines Werts für „Tonwertspreizung Schwarz“, „Tonwertspreizung Grau“, „Tonwertspreizung Weiß“, „Tonwertumfang Schwarz“ oder „Tonwertumfang Weiß“ ändern.

Auswählen einer Farbe mit der Adobe-Farbauswahl

Im Adobe-Dialogfeld „Farbe wählen“ können Sie Zielfarben in Effekten zur Farb- und Farbtonbereichsanpassung festlegen. Klicken Sie auf ein Farbfeld in den Steuerungen eines Effekts, um das Adobe-Dialogfeld „Farbe wählen“ zu öffnen.

Hinweis:

Wenn Sie im Adobe-Dialogfeld „Farbe wählen“ eine Farbe auswählen, werden die numerischen Werte für HSB, RGB, HSL, YUV sowie hexadezimale Zahlen angezeigt. Auf diese Weise wird dargestellt, wie die verschiedenen Farbmodi eine Farbe beschreiben.

In der Adobe-Farbauswahl können Sie Farben basierend auf den Farbmodellen HSB (Farbton, Sättigung, Helligkeit), RGB (Rot, Grün, Blau), HSL (Farbton, Sättigung, Luminanz) oder YUV (Luminanz und Farbkanäle) auswählen sowie Farben basierend auf den hexadezimalen Werten festlegen. Wenn Sie die Option „Nur Webfarben anzeigen“ aktivieren, können Sie im Adobe-Dialogfeld „Farbe wählen“ nur Farbauswahl-basierte Farben auswählen. Im Farbfeld des Adobe-Dialogfelds „Farbe wählen“ werden Farbkomponenten im Farbmodus HSB, RGB, HSL oder YUV angezeigt.

Adobe-Dialogfeld „Farbe wählen“

A. Ausgewählte Farbe B. Farbfeld C. Farbregler D. Angepasste Farbe E. Originalfarbe F. Farbwerte 
  1. Klicken Sie im Effekteinstellungsfenster auf die Farbfeldeigenschaft, um die Farbauswahl anzuzeigen.
  2. Wählen Sie die Komponente aus, auf der die Anzeige des Farbspektrums beruhen soll:

    H

    Zeigt alle Farbtöne im Farbregler an. Wenn Sie im Farbregler einen Farbton auswählen, wird der Sättigungs- und Helligkeitsbereich dieses Farbtons im Farbspektrum angezeigt, wobei die Sättigung von links nach rechts zunimmt und die Helligkeit von unten nach oben.

    S

    Zeigt alle Farbtöne im Farbspektrum an, wobei die Sättigung von oben nach unten vom maximalen zum minimalen Wert abnimmt. Im Farbregler sehen Sie die im Farbspektrum ausgewählte Farbe, wobei die Sättigung von oben nach unten vom maximalen zum minimalen Wert abnimmt.

    B (im Bereich „HSB“)

    Zeigt alle Farbtöne im Farbspektrum an, wobei die Helligkeit von oben nach unten vom maximalen zum minimalen Wert abnimmt. Im Farbregler sehen Sie die im Farbspektrum ausgewählte Farbe, wobei die Helligkeit von oben nach unten vom maximalen zum minimalen Wert abnimmt.

    R

    Zeigt die rote Farbkomponente im Farbregler an, wobei die Helligkeit von oben nach unten vom maximalen Wert zum minimalen Wert abnimmt. Wenn der Farbregler auf den minimalen Helligkeitswert eingestellt ist, setzen sich die im Farbspektrum angezeigten Farben nur aus grünen und blauen Komponenten zusammen. Wenn Sie mit dem Farbregler die Helligkeit der roten Komponente erhöhen, wird den im Farbspektrum angezeigten Farben immer mehr Rot beigemischt.

    G

    Zeigt die grüne Farbkomponente im Farbregler an, wobei die Helligkeit von oben nach unten vom maximalen Wert zum minimalen Wert abnimmt. Wenn der Farbregler auf den minimalen Helligkeitswert eingestellt ist, setzen sich die im Farbspektrum angezeigten Farben nur aus roten und blauen Komponenten zusammen. Wenn Sie mit dem Farbregler die Helligkeit der grünen Komponente erhöhen, wird den im Farbspektrum angezeigten Farben immer mehr Grün beigemischt.

    B (im Bereich „RGB“)

    Zeigt die blaue Farbkomponente im Farbregler an, wobei die Helligkeit von oben nach unten vom maximalen Wert zum minimalen Wert abnimmt. Wenn der Farbregler auf den minimalen Helligkeitswert eingestellt ist, setzen sich die im Farbspektrum angezeigten Farben nur aus roten und grünen Komponenten zusammen. Wenn Sie mit dem Farbregler die Helligkeit der blauen Komponente erhöhen, wird den im Farbspektrum angezeigten Farben immer mehr Blau beigemischt.

  3. Führen Sie einen der folgenden Schritte aus:
    • Ziehen Sie die Dreiecke entlang des Farbreglers oder klicken Sie in den Farbregler, um die im Farbspektrum angezeigten Farben zu ändern.
    • Klicken oder ziehen Sie im großen rechteckigen Farbspektrum, um eine Farbe auszuwählen. Eine kreisförmige Marke kennzeichnet die Position der Farbe im Farbspektrum.

    Hinweis:

    Während Sie die Farbe mithilfe des Farbreglers und des Farbspektrums ändern, ändern sich die numerischen Werte entsprechend. Das obere Rechteck rechts neben dem Farbregler enthält die neue Farbe, das untere Rechteck die Originalfarbe.

    • Geben Sie für den Farbton (H) einen Winkel von 0° bis 360° an, der einem Punkt auf dem Farbkreis entspricht. Geben Sie für die Sättigung (S) und die Helligkeit (B) Prozentwerte (0 bis 100) ein.
    • Geben Sie für RGB Komponentenwerte ein.
    • Geben Sie in das Feld # einen hexadezimalen Farbwert ein.

Definieren der Tonbereiche in einem Clip

Die Effekte „Luminanzkorrektur“, „RGB-Farbkorrektur“ und „Dreiwege-Farbkorrektur“ ermöglichen Ihnen, die Farbtonbereiche für Schatten, Mitteltöne und Lichter zu definieren. Sie können so auf einen bestimmten Farbtonbereich in einem Bild eine Farbkorrektur anwenden. Verwenden Sie diese Effekte zusammen mit den Steuerungen für die sekundäre Farbkorrektur, um einen Farbtonbereich zu definieren und Anpassungen auf spezifische Elemente in einem Bild anzuwenden.

  1. Wählen Sie den zu korrigierenden Clip in einem Schnittfenster aus und wenden Sie den Effekt „Luminanzkorrektur“, „RGB-Farbkorrektur“ bzw. „Dreiwege-Farbkorrektur“ auf diesen Clip an.
  2. Klicken Sie im Effekteinstellungsfenster auf das Dreieck, um den Effekt „Luminanzkorrektur“, „RGB-Farbkorrektur“ bzw. „Dreiwege-Farbkorrektur“ einzublenden.
  3. Klicken Sie auf das Dreieck, um die Steuerung „Farbtonbereichdefinition“ einzublenden.
    Steuerung „Farbtonbereichdefinition“

    A. Schattenschwellenwert B. Schattenstärke C. Lichterstärke D. Lichterschwellenwert 
  4. Ziehen Sie den Regler für den Schatten- und Lichterschwellenwert, um den Farbtonbereich für Schatten und Lichter zu definieren.

    Am besten nehmen Sie diese Anpassungen vor, während die Dreitonanzeige des Farbtonbereichs für das Bild angezeigt wird.

  5. Ziehen Sie den Regler für die Schatten- und Lichterstärke, um die Übergänge zwischen den Farbtonbereichen weicher zu gestalten.

    Der Umfang des Endabfalls hängt von dem jeweiligen Bild ab und richtet sich zudem danach, wie die Farbkorrektur auf dieses angewendet wird.

    Hinweis:

    Sie können die Farbtonbereiche auch anpassen, indem Sie die numerischen Werte ändern oder die Regler für den Schattenschwellenwert, die Schattenstärke, den Lichterschwellenwert und die Lichterstärke verschieben.

Definieren einer Farbe oder eines Farbbereichs zur Anpassung

Die Eigenschaft für die sekundäre Farbkorrektur definiert den Farbbereich, der durch einen Effekt korrigiert wird. Sie können die Farbe anhand von Farbton, Sättigung und Luminanz definieren. Die Eigenschaft für die sekundäre Farbkorrektur steht für die folgenden Effekte zur Verfügung: Luma Corrector, Luma Curve, RGB-Farbkorrektur, RGB-Kurven und 3-Wege-Farbkorrektur.

Durch die Festlegung einer Farbe oder eines Farbbereichs mit der sekundären Farbkorrektur begrenzen Sie einen Farbkorrektureffekt auf spezifische Bildbereiche. Dies entspricht der Auswahl oder Erstellung einer Bildmaske in Photoshop. Beispiel: Sie definieren einen Farbbereich so, dass nur ein blaues T-Shirt in dem Bild ausgewählt wird. Anschließend ändern Sie die Farbe des T-Shirts, ohne dass sich dies auf andere Bildbereiche auswirkt.

  1. Wählen Sie den zu korrigierenden Clip in einem Schnittfenster aus und wenden Sie den Effekt „Luminanzkorrektur“, „Luminanzkurve“, „RGB-Farbkorrektur“, „RGB-Kurven“ bzw. „Dreiwege-Farbkorrektur“ an.
  2. Klicken Sie im Effekteinstellungsfenster auf das Dreieck, um den Effekt „Luminanzkorrektur“, „Luminanzkurve“, „RGB-Farbkorrektur“, „RGB-Kurven“ bzw. „Dreiwege-Farbkorrektur“ einzublenden.
  3. Klicken Sie auf das Dreieck, um die Steuerungen der sekundären Farbkorrektur anzuzeigen.
  4. Wählen Sie die Pipette aus und klicken Sie im Programmmonitor auf die gewünschte Farbe. Sie können zum Auswählen einer Farbe auch in den Arbeitsbereich oder auf das Farbfeld klicken, um das Adobe-Dialogfeld „Farbe wählen“ zu öffnen und in diesem eine Farbe auszuwählen.
  5. Führen Sie einen der folgenden Schritte aus, um den zu korrigierenden Farbbereich zu vergrößern oder zu verkleinern:
    • Verwenden Sie das Pipettenwerkzeug mit dem Pluszeichen, um den Farbbereich zu erweitern, bzw. das Pipettenwerkzeug mit dem Minuszeichen, um den Farbbereich einzuschränken.
    • Klicken Sie zum Erweitern der Sättigungssteuerung auf das Dreieck und ziehen Sie den Regler „Startschwellenwert“ und „Endschwellenwert“, um den Farbbereich zu definieren, bei dem die Korrektur zu 100 % angewendet wird. Ziehen Sie den Regler „Startglättung“ und „Endglättung“, um die Glättung zu steuern. Hiermit legen Sie fest, ob die Ränder des Farbbereichs scharf definiert oder weich sind. Sie können die Start- und Endeigenschaften über die Steuerungen unterhalb der Farbtonsteuerung auch numerisch eingeben.

    Hinweis:

    Zudem können Sie den über den Regler definierten Farbton ändern, indem Sie das obere oder untere Farbtonband ziehen.

    Farbtonsteuerung

    A. Startglättung B. Startschwellenwert C. Endschwellenwert D. Endglättung 
    • Mit der Sättigungs- und Luminanzsteuerung können Sie Sättigungs- und Luminanzeigenschaften für den zu korrigierenden Farbbereich festlegen. Diese Steuerungen optimieren die Farbbereichsspezifikation.
  6. Schritttext
  7. Geben Sie mithilfe der folgenden Steuerungen an, wie die Farbkorrektur auf einen Farbbereich angewendet werden soll:

    Glätten

    Hiermit wenden Sie einen Gaußschen Weichzeichner auf den ausgewählten Bereich an, der von den Steuerungen der sekundären Farbkorrektur erzeugt wurde. Der Bereich liegt zwischen 0 und 100. Der Standardwert ist 50. Diese Steuerung dient zur Weichzeichnung der Farbkorrektur auf die ausgewählten Bereiche, um einen nahtlosen Übergang zu den anderen Bestandteilen des Bildes zu erhalten.

    Kantenausdünnung

    Hiermit können Sie die Kante eines ausgewählten Bereichs ausdünnen oder ausbreiten, der von den Steuerungen der sekundären Farbkorrektur erzeugt wurde. Der Bereich liegt zwischen -100 (dünne, scharf geschnittene Kanten) und +100 (breite, diffuse Kanten). Der Standardwert ist 0.

  8. Aktivieren Sie die Option „Farbbeschränkung umkehren“, um alle Farben mit Ausnahme des angegebenen Bereichs mit den Steuerungen der sekundären Farbkorrektur anzupassen.

Anpassen einer Farbe

Hinweis:

Wenn Sie die Einstellungen exakter als mit dem Farbersetzungseffekt steuern möchten, können Sie die Steuerungen der sekundären Farbkorrektur unter „RGB-Farbkorrektur“, „RGB-Kurven“ und „Dreiwege-Farbkorrektur“ verwenden. Diese Steuerungen ermöglichen Ihnen, eine einzelne Farbe oder einen Farbbereich zu ändern.

  1. Wählen Sie in einem Schnittfenster den Clip, den Sie anpassen möchten, sodass er im Programmmonitor angezeigt wird.
  2. Wenn Sie eine Farbe im angezeigten Clip durch eine Farbe in einem anderen Clip Ihres Projekts ersetzen möchten, öffnen Sie den anderen Clip im Quellmonitor.
  3. Wenden Sie den Farbersetzungseffekt auf den anzupassenden Clip an.
  4. Klicken Sie im Effekteinstellungsfenster auf das Einrichtungssymbol für den Effekt „Farbe ersetzen“.
  5. Verschieben Sie den Mauszeiger im Dialogfeld „Farbe ersetzen einstellen“ auf das Bild mit dem Clipbeispiel, sodass dieser als Pipette angezeigt wird. Klicken Sie dann mit der Maus, um die zu ersetzende Farbe auszuwählen. Sie können auch auf das Zielfarbfeld klicken und im Adobe-Dialogfeld „Farbe wählen“ eine Farbe auswählen.
  6. Wählen Sie die Ersatzfarbe aus, indem Sie in das Feld „Ersatzfarbe“ klicken und im Adobe-Dialogfeld „Farbe wählen“ eine Farbe angeben.
  7. Ziehen Sie den Regler Ähnliche Farben, um den zu ersetzenden Farbbereich zu erweitern oder einzuschränken.
  8. Wählen Sie die Option „Deckend“, um die angegebene Farbe ohne Beibehalten von Graustufen zu ersetzen.

Entfernen der Farbe in einem Clip

Hinweis:

Mit dem Effekt „Schwarz und Weiß“ in der Bildsteuerungsablage der Ablage „Videoeffekte“ können Sie die Farben aus einem Clip entfernen.

  1. Richten Sie den Arbeitsbereich für die Farbkorrektur ein.
  2. Wählen Sie den Clip in einem Schnittfenster aus und wenden Sie den Effekt „Schnelle Farbkorrektur“ oder „Dreiwege-Farbkorrektur“ auf diesen Clip an. Weitere Informationen finden Sie unter Zuweisen von Effekten zu Clips.

  3. Klicken Sie im Effekteinstellungsfenster auf das Dreieck, um die Steuerungen der schnellen Farbkorrektur bzw. Dreiwege-Farbkorrektur einzublenden.
  4. (Optional) Aktivieren Sie die Option „Geteilte Ansicht anzeigen“, um einen Vorher/Nachher-Vergleich der Anpassungen im Programmmonitor anzuzeigen. Sie können im Menü „Layout“ angeben, ob die Ansicht horizontal oder vertikal geteilt werden soll. Zudem können Sie die relativen Proportionen der Vorher/Nachher-Ansicht bearbeiten.
  5. (Optional, nur für die Dreiwege-Farbkorrektur) Führen Sie einen der folgenden Schritte aus:
    • Wählen Sie im Menü „Farbtonbereich“ die Option „Schatten“, „Mitteltöne“ oder „Lichter“ aus, um die Anpassungen auf einen bestimmten Farbtonbereich zu beschränken. Bei Auswahl von „Master“ werden die Anpassungen auf den gesamten Farbtonbereich des Bildes angewendet. Definieren Sie bei Bedarf mit den Steuerungen für die Farbtonbereichdefinition die verschiedenen Farbtonbereiche.
    • Klicken Sie auf das Dreieck, um die Steuerungen für die sekundäre Farbkorrektur einzublenden und die Anpassungen auf eine Farbe bzw. einen Farbbereich zu beschränken. Definieren Sie die Farbe bzw. den Farbbereich mit der Pipette, mit dem Regler oder durch Eingabe numerischer Werte.
  6. Scrubben Sie den unterstrichenen Text oder geben Sie einen Wert unter 100 für die Sättigungssteuerung ein. Sie können auch auf das Dreieck klicken, um die Steuerung zu erweitern und den Regler zu ziehen.

Mischen der Farbkanäle in einem Clip

  1. Klicken Sie im Effektfenster auf das Dreieck, um die Ablage „Videoeffekte“ zu erweitern, und klicken Sie dann auf das Dreieck, um die Ablage „Anpassen“ zu erweitern.
  2. Ziehen Sie den Effekt „Kanalmixer“ auf den Clip in einem Schnittfenster.

    Hinweis:

    Wenn der Clip in einem Schnittfenster bereits ausgewählt ist, können Sie den Kanalmixereffekt in den Bereich „Videoeffekte“ des Effekteinstellungsfensters ziehen.

  3. Erhöhen oder reduzieren Sie die Auswirkungen eines Kanals auf den Ausgabekanal, indem Sie für einen Quellfarbkanal einen der folgenden Schritte ausführen:
    • Scrubben Sie einen unterstrichenen Wert auf der linken oder rechten Seite.
    • Klicken Sie auf einen unterstrichenen Wert, geben Sie einen Wert zwischen –200 % und +200 % im Wertfeld ein und drücken Sie die Eingabetaste (Windows) oder den Zeilenschalter (Mac OS).
    • Klicken Sie auf das Dreieck, um die Kanalmonitorsteuerungen einzublenden, und ziehen Sie den Regler nach links oder rechts.
  4. (Optional) Ziehen Sie den Regler, scrubben Sie den unterstrichenen Text oder geben Sie einen Wert für den konstanten Wert des Kanals ein (Rot-Konst, Grün-Konst oder Blau-Konst). Durch diesen Wert wird dem Ausgabekanal ein Basisanteil eines Kanals hinzugefügt.
  5. (Optional) Aktivieren Sie die Option „Monochrom“, um ein Bild zu erstellen, das ausschließlich Grauwerte enthält. Durch diese Option werden die Ergebnisse archiviert, indem die gleichen Einstellungen auf alle Ausgabekanäle angewendet werden.

Isolieren einer Farbe mit Color Pass

Mit dem Color Pass-Effekt können Sie eine einzelne Farbe oder einen Farbbereich isolieren. Die Anpassung erfolgt anschließend in einem Dialogfeld, in dem das Clip-Beispiel und Ausgabebeispiel angezeigt werden. Sie können die Eigenschaften des Color Pass-Effekts auch im Effekteinstellungsfenster bearbeiten.

Hinweis:

Verwenden Sie die Steuerungen der sekundären Farbkorrektur des Effekts „Farbkorrektur“, um eine einzelne Farbe oder einen Farbbereich in einem Clip zu korrigieren.

  1. Ziehen Sie den Color Pass-Effekt auf einen Clip.
  2. Klicken Sie im Effekteinstellungsfenster auf das Einrichtungssymbol für den Color Pass-Effekt.
  3. Führen Sie im Dialogfeld „Color Pass einstellen“ einen der folgenden Schritte aus, um die beizubehaltende Farbe anzugeben:
    • Positionieren Sie den Mauszeiger über dem Clip-Beispiel (dieser wird daraufhin als Pipette angezeigt) und klicken Sie auf die gewünschte Farbe.
    • Klicken Sie auf das Farbfeld und geben Sie im Adobe-Dialogfeld „Farbe wählen“ eine Farbe an. Klicken Sie dann auf „OK“, um das Adobe-Dialogfeld „Farbe wählen“ zu schließen.

    Die ausgewählte Farbe wird im Ausgabebeispiel angezeigt.

  4. Ziehen Sie für die Option „Ähnliche Farben“ den Regler oder geben Sie einen Wert ein, um den beizubehaltenden Farbbereich zu vergrößern oder zu verkleinern.
  5. Um den Effekt umzukehren, sodass alle Farben außer der festgelegten Farbe beibehalten werden, wählen Sie die Option Umkehren.

    Hinweis:

    Mit den Keyframe-Funktionen im Effekteinstellungsfenster können Sie diesen Effekt animieren.

Anpassen von Kanten, Weichzeichnungen und Helligkeit mithilfe von Convolution-Vorgaben

Sie können die Details für die Effekte Weichzeichner, Relief, Scharfzeichner und andere Effekte steuern, indem Sie den Convolution Kernel-Effekt oder eine der darauf basierenden Convolution-Vorgaben anwenden. Der Convolution Kernel-Effekt und die darauf basierenden Vorgaben überlagern ein Pixelraster mit einem Zahlenraster. Sie können die Werte für die einzelnen Zellen des Rasters festlegen, indem Sie im Effekteinstellungsfenster die entsprechenden Schieberegler verwenden. Mithilfe von Keyframes können Sie diese Werte in Abhängigkeit der Zeit ändern. Zum Erzielen des gewünschten Effekts ist es häufig aber einfacher, eine der Convolution-Vorgaben anzuwenden und zu ändern, als den Convolution Kernel-Effekt selbst anzuwenden.

Hinweis:

Convolution-Vorgaben stehen in der Vorgabenkategorie des Effektfensters in einer Unterkategorie namens „Convolution Kernel“ zur Verfügung. Die Namen der Vorgaben in dieser Unterkategorie beginnen alle mit dem Präfix „Convolution Kernel“.

  1. Klicken Sie im Effektfenster auf das Dreieck, um die Ablage „Videoeffekte“ zu erweitern, und klicken Sie dann auf das Dreieck, um die Ablage „Anpassen“ zu erweitern.
  2. Ziehen Sie den Effekt „Convolution Kernel“ auf den Clip in einem Schnittfenster.

    Hinweis:

    Wenn der Clip in einem Schnittfenster bereits ausgewählt ist, können Sie den Convolution Kernel-Effekt in den Bereich „Videoeffekte“ des Effekteinstellungsfensters ziehen.

  3. Klicken Sie im Effekteinstellungsfenster auf das Dreieck neben „Convolution Kernel“, um den Effekt zu erweitern.

    Jede Einstellung, die mit dem Buchstaben „M“ beginnt, steht für eine Zelle einer 3 x 3-Matrix. „M11“ steht z. B. für die Zelle an der Position Zeile 1, Spalte 1. „M22“ steht für die Zelle in der Mitte der Matrix.

  4. Klicken Sie neben den Zelleneinstellungen auf eine Zahl.
  5. Geben Sie einen Wert (zwischen –999 und +999) ein, mit dem Sie den Helligkeitswert dieses Pixels multiplizieren möchten.
  6. Wiederholen Sie diesen Schritt für alle Pixel, die Sie in den Vorgang einbeziehen möchten. Sie müssen dabei nicht für alle Zelleneinstellungen Werte eingeben.
  7. Klicken Sie auf die Zahl neben „Skalierung“ und geben Sie den Wert ein, durch den die Summe der Helligkeitswerte der Pixel geteilt werden soll, die in die Berechnung einbezogen werden.
  8. Klicken Sie auf die Zahl neben „Verschiebung“, und geben Sie den Wert ein, der dem Ergebnis der Skalierungsberechnung hinzugefügt werden soll.
  9. Klicken Sie auf „OK“.

    Der Effekt wird nacheinander auf jeden Pixel des Clips angewendet.

Hinzufügen von Beleuchtungseffekten

Sie können bis zu fünf Lichter verwenden, um kreative Effekte erzielen. Mithilfe der Beleuchtungseffekte steuern Sie die Beleuchtungseigenschaften wie Lichttyp, Richtung, Intensität, Farbe, Beleuchtungsmittelpunkt und Lichtverteilung. Über die Bump Layer-Steuerung können Sie Strukturen und Muster aus anderem Filmmaterial verwenden, um spezielle Effekte wie 3D-Oberflächeneffekte zu erzeugen. Ein Video-Lernprogramm zum Verwenden von Beleuchtungseffekten und des 3D-Effekts finden Sie im Digital Media Net-Blog Erstellen von Titeln auf reflektierenden Oberflächen von Jeff Schell.

Hinweis:

Sie können alle Beleuchtungseffekteigenschaften außer Bump Layer mit Keyframes animieren.

Sie können die Beleuchtungseffekteigenschaften direkt im Programmmonitor bearbeiten. Klicken Sie im Effekteinstellungsfenster neben den Beleuchtungseffekten auf das Symbol „Transformieren“ , um die Anpassungsgriffe und den mittleren Kreis anzuzeigen.

Beleuchtungseffekte: Originalbild (links), Anwendung eines Spots auf das Bild (Mitte) und Anwendung eines Strahlers auf das Bild (rechts)

  1. Erweitern Sie im Effektfenster zunächst die Ablage „Videoeffekte“ und dann die Ablage „Anpassen“. Ziehen Sie dann die Beleuchtungseffekte auf einen Clip in einem Schnittfenster.

    Hinweis:

    Wenn der Clip in einem Schnittfenster bereits ausgewählt ist, können Sie die Beleuchtungseffekte direkt in den Bereich „Videoeffekte“ des Effekteinstellungsfensters ziehen.

  2. Klicken Sie im Effekteinstellungsfenster auf das Dreieck, um die Beleuchtungseffekte zu erweitern.
  3. Klicken Sie auf das Dreieck, um Licht 1 zu erweitern.
  4. Wählen Sie einen Lichttyp im Menü aus, um die Lichtquelle anzugeben:

    Ohne

    Das Licht wird ausgeschaltet.

    Diffuses Licht

    Das Licht befindet sich in weiter Entfernung, sodass der Beleuchtungswinkel gleich bleibt (z. B. Sonne).

    Strahler

    Das Licht befindet sich direkt oberhalb des Bildes und wird in alle Richtungen ausgestrahlt (z. B. Glühbirne über einen Blatt Papier).

    Spot

    Ein elliptischer Lichtstrahl wird erzeugt.

  5. Führen Sie einen der folgenden Schritte aus, um eine Farbe für das Licht anzugeben:
    • Klicken Sie auf ein Farbfeld, wählen Sie im Adobe-Dialogfeld „Farbe wählen“ eine Farbe aus und klicken Sie dann auf „OK“.
    • Klicken Sie auf das Symbol „Pipette“ und dann auf eine beliebige Position des Computerbildschirms, um die Farbe auszuwählen.
  6. (Optional) Klicken Sie auf das Symbol „Transformieren“, um die Griffe und den mittleren Kreis für das Licht im Programmmonitor einzublenden. Sie können Position, Skalierung und Drehung des Lichts direkt ändern, indem Sie die Griffe und den mittleren Kreis ziehen .

    Hinweis:

    Wenn Sie über mehr als ein Licht verfügen, werden im Programmmonitor Mittelkreise für jedes Licht angezeigt. Klicken Sie auf einen dieser mittleren Kreise, um die Griffe für das entsprechende Licht einzublenden.

  7. Legen Sie im Effekteinstellungsfenster mit den folgenden Steuerungen Eigenschaften für die jeweiligen Lichtquellen fest:

    Mitte

    Das Licht wird mithilfe von X- und Y-Koordinaten für die Lichtmitte verschoben. Sie können ein Licht auch positionieren, indem Sie den Mittelkreis im Programmmonitor ziehen.

    Hauptradius

    Hiermit passen Sie die Länge des Lichttyps „Strahler“ oder „Spot“ an. Sie können auch einen der Griffe im Programmmonitor ziehen.

    Geplanter Radius

    Hiermit geben Sie an, wie weit die Quelle von diffusem Licht vom mittleren Kreis entfernt ist . Bei dem Wert 0 befindet sich das Licht im mittleren Kreis und leuchtet das gesamte Bild aus. Bei dem Wert 100 befindet sich die Lichtquelle weit vom mittleren Kreis entfernt, wodurch die auf das Bild auftreffende Lichtmenge reduziert wird. Sie können auch den Punkt der Lichtquelle im Programmmonitor ziehen, um die Entfernung zum Mittelkreis anzupassen.

    Nebenradius

    Hiermit ändern Sie die Breite eines Spots. Wenn das Licht kreisförmig ist und Sie den Nebenradius vergrößern, wird der Hauptradius ebenfalls vergrößert. Sie können auch einen der Griffe im Programmmonitor ziehen, um diese Eigenschaft anzupassen.

    Winkel

    Hiermit ändern Sie die Richtung von diffusem Licht oder Spots. Geben Sie für diese Steuerung einen Wert in Grad an. Sie können auch den Mauszeiger außerhalb eines Griffs im Programmmonitor positionieren, sodass ein gebogener Doppelpfeil angezeigt wird, und diesen dann zum Drehen des Lichts ziehen.

    Intensität

    Hiermit steuern Sie die Helligkeit eines Lichts.

    Fokus

    Hiermit passen Sie die Größe des hellsten Bereichs eines Spots an.

    Hinweis:

    Der Lichttyp bestimmt, welche Beleuchtungseffekteigenschaften verfügbar sind. Klicken Sie auf das Symbol „Transformieren“, um die Griffe und den mittleren Kreis für das Licht im Programmmonitor einzublenden.

  8. Legen Sie dann die Beleuchtungseffekteigenschaften mit den folgenden Steuerungen fest:

    Farbe des Umgebungslichts

    Hiermit ändern Sie die Farbe des Umgebungslichts.

    Intensität des Umgebungslichts

    Hiermit wird das Licht mit anderen Lichtquellen im Raum (z. B. Sonnenlicht oder Neonlicht) kombiniert und gestreut. Geben Sie als Wert 100 an, um nur die Lichtquelle zu verwenden, oder einen Wert von -100, um die Lichtquelle zu entfernen. Klicken Sie zum Ändern der Farbe des Umgebungslichts auf das Farbfeld, um ein Dialogfeld zur Farbauswahl einzublenden.

    Oberflächenglanz

    Hiermit legen Sie fest, wie stark das Licht von der Oberfläche reflektiert wird, z. B. für Fotopapier. Geben Sie einen Wert zwischen -100 (keine Spiegelung) und 100 (starke Spiegelung) an.

    Oberflächenmaterial

    Hiermit geben Sie an, ob das Licht oder das Objekt, auf das das Licht fällt, stärker spiegelt. Bei einem Wert von -100 wird die Farbe des Lichts gespiegelt und bei einem Wert von 100 die Farbe des Objekts.

    Belichtung

    Hiermit erhöhen (positive Werte) oder verringern (negative Werte) Sie die Helligkeit des Lichts. Der Standardwert für die Helligkeit des Lichts ist 0.

  9. (Optional) Wiederholen Sie die Schritte 3 bis 7, um weitere Lichter hinzuzufügen (Licht 2 bis Licht 5).
  10. (Optional) Wenn Sie einen als Bump Layer (Beleuchtungseffektstruktur) zu verwendenden Clip hinzugefügt haben, müssen Sie im Menü „Bump Layer“ die Spur mit dem Bump Layer-Clip auswählen. Passen Sie dann die Eigenschaften des Bump Layers mit den Steuerungen an.

Anwenden von Texturen für Beleuchtungseffekte

Mit einem Bump Layer in den Beleuchtungseffekten können Sie die Struktur bzw. das Muster aus einem Clip verwenden, um die Spiegelung von Licht in einem Bild zu steuern. Verwenden Sie einen Clip mit Strukturen wie Papier oder Wasser, um einen 3D-ähnlichen Beleuchtungseffekt zu erzielen.

  1. Fügen Sie den Clip, den Sie als Bump Layer (Struktur) verwenden möchten, einer separaten Spur der Sequenz hinzu.
  2. Klicken Sie auf das Symbol „Spurausgabe aktivieren/deaktivieren“ , um die Spur mit dem Bump Layer-Clip auszublenden.
  3. Fügen Sie die Beleuchtungseffekte einem Clip in der gleichen Sequenz hinzu.
  4. Klicken Sie im Effekteinstellungsfenster auf das Dreieck, um die Beleuchtungseffekte zu erweitern.
  5. (Optional) Klicken Sie auf das Dreieck neben Licht 1, um die Eigenschaften des Lichts anzupassen.
  6. Wählen Sie die Videospur mit dem Bump Layer aus dem Menü „Bump Layer“ aus.
  7. Geben Sie im Menü „Bump Layer“ an, ob der Rot-, Grün-, Blau- oder Alphakanal des Bump Layer-Clips zum Erstellen der Beleuchtungseffektstruktur verwendet werden soll.
  8. Aktivieren Sie die Option „Weiß entspricht voller Höhe“, um die weißen Anteile des Kanals von der Oberfläche abzuheben. Deaktivieren Sie diese Option, um die dunklen Anteile abzuheben.
  9. Scrubben Sie den unterstrichenen Text, um einen Wert für Bump Height zwischen 0 (flach) und 100 (bergig) anzugeben.

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