Hinweis:

3D-Werkzeuge sind unabhängig von den Perspektivenraster-Werkzeugen und 3D-Objekte werden im Perspektivenraster wie alle anderen Objekte behandelt.

Erstellen von 3D-Objekten

Mit 3D-Effekten können Sie aus zweidimensionalem Bildmaterial (2D) dreidimensionale Objekte (3D) erstellen. Das Erscheinungsbild der 3D-Objekte lässt sich anhand von Beleuchtung, Schattierung, Drehung und anderen Eigenschaften steuern. Zudem können Sie den einzelnen Flächen eines 3D-Objekts Bildmaterial zuordnen.

Sie können ein 3D-Objekt durch Extrudieren und Kreiseln erstellen. Außerdem können Sie 2D- und 3D-Objekte in drei Dimensionen drehen. Wenn Sie 3D-Effekte anwenden bzw. die 3D-Effekte eines vorhandenen 3D-Objekts bearbeiten möchten, wählen Sie das Objekt aus und doppelklicken Sie im Aussehenbedienfeld auf den Effekt.

Hinweis:

3D-Objekte können auf dem Bildschirm störende Glättungseffekte aufweisen, die aber weder beim Drucken noch in für das Web optimiertem Bildmaterial zu sehen sind.

Ein Video zum Arbeiten mit 3D-Objekten in Illustrator finden Sie unter Arbeiten mit 3D.

Erstellen eines 3D-Objekts durch Extrudieren

Beim Extrudieren wird ein 2D-Objekt entlang seiner z-Achse gedehnt, um es plastisch zu gestalten. Beim Extrudieren einer 2D-Ellipse entsteht beispielsweise ein Zylinder.

Hinweis:

Die Achse des Objekts steht stets senkrecht zur vorderen Fläche des Objekts und bewegt sich entsprechend mit dem Objekt, wenn dieses in einem der 3D-Optionsdialogfelder gedreht wird.

Extrudieren eines Objekts
Extrudieren eines Objekts

  1. Wählen Sie das Objekt aus.
  2. Wählen Sie „Effekt“ > „3D“ > „Extrudieren und abgeflachte Kante“.
  3. Klicken Sie auf „Mehr Optionen“, um die vollständige Optionsliste anzuzeigen. Klicken Sie auf „Weniger Optionen“, um die zusätzlichen Optionen auszublenden.
  4. Aktivieren Sie „Vorschau“, um eine Vorschau der Ergebnisse im Dokumentfenster anzuzeigen.
  5. Legen Sie die Optionen fest:

    Position

    Legt fest, wie das Objekt gedreht und aus welcher Perspektive es angezeigt wird. (Siehe Einstellen der Optionen für die 3D-Drehungsposition.)

    Extrudieren und abgeflachte Kante

    Legt die Tiefe des Objekts und die hinzugefügten oder entfernten abgeflachten Kanten fest. (Siehe Extrudieren und abgeflachte Kante – Optionen.)

    Oberfläche

    Simuliert zahlreiche Effekte, die von matten und unschattierten Oberflächen bis hin zu glänzenden, kunststoffartigen Materialien mit Lichtreflexen reichen. (Siehe Oberflächenschattierungsoptionen.)

    Beleuchten

    Fügt eine oder mehrere Beleuchtungen hinzu, passt die Lichtintensität an, ändert die Schattierungsfarbe des Objekts und verschiebt das Licht im Objekt. Dies erzeugt dramatische Effekte. (Siehe Beleuchtungsoptionen.)

    Bildmaterial zuweisen

    Weist der Oberfläche eines 3D-Objekts Bildmaterial zu. (Siehe Zuweisen von Bildmaterial zu einem 3D-Objekt.)

  6. Klicken Sie auf „OK“.
    Extrudieren eines Objekts
    Extrudiertes Objekt ohne abgeflachte Kante (links) im Vergleich zu Objekt mit „Abgeflachte Kante nach innen“ (Mitte) und mit „Abgeflachte Kante nach außen“ (rechts)

Erstellen eines 3D-Objekts durch Kreiseln

Beim Kreiseln wird ein Pfad oder Profil in einer kreisförmigen Bewegung um die globale y-Achse (Kreiselachse) geschwenkt, um ein 3D-Objekt zu erstellen. Da die Kreiselachse vertikal fixiert ist, muss der zu kreiselnde offene oder geschlossene Pfad in der Regel das halbe Profil des gewünschten 3D-Objekts als Längsschnitt und in Vorderansicht enthalten. Sie können das 3D-Objekt dann im Dialogfeld des Effekts drehen.

Kreiseln eines Objekts
Kreiseln eines Objekts

  1. Wählen Sie das Objekt aus.

    Hinweis:

    Wenn Sie den 3D-Effekt „Kreiseln“ auf ein oder mehrere Objekte gleichzeitig anwenden, wird jedes Objekt um seine eigene Achse gekreiselt. Jedes Objekt befindet sich in einem eigenen 3D-Raum und kann die anderen 3D-Räume nicht überschneiden. Wenn Sie aber eine Gruppe oder Ebene als Ziel auswählen und den 3D-Effekt „Kreiseln“ darauf anwenden, werden die Objekte um eine gemeinsame Achse gekreiselt.

    Hinweis:

    Das Kreiseln eines gefüllten Pfads ohne Konturen ist viel schneller als das Kreiseln eines mit Konturen versehenen Pfads.

  2. Wählen Sie „Effekt“ > „3D“ > „Kreiseln“.
  3. Aktivieren Sie „Vorschau“, um eine Vorschau der Ergebnisse im Dokumentfenster anzuzeigen.
  4. Klicken Sie auf „Mehr Optionen“, um die vollständige Optionsliste anzuzeigen. Klicken Sie auf „Weniger Optionen“, um die zusätzlichen Optionen auszublenden.

    Position

    Legt fest, wie das Objekt gedreht und aus welcher Perspektive es angezeigt wird. (Siehe Einstellen der Optionen für die 3D-Drehungsposition.)

    Kreiseln

    Legt fest, wie der Pfad um das Objekt verläuft, um es dreidimensional zu machen. (Siehe Kreiseln-Optionen.)

    Oberfläche

    Simuliert zahlreiche Effekte, die von matten und unschattierten Oberflächen bis hin zu glänzenden, kunststoffartigen Materialien mit Lichtreflexen reichen. (Siehe Oberflächenschattierungsoptionen.)

    Beleuchten

    Fügt eine oder mehrere Beleuchtungen hinzu, passt die Lichtintensität an, ändert die Schattierungsfarbe des Objekts und verschiebt das Licht im Objekt. Dies erzeugt dramatische Effekte. (Siehe Beleuchtungsoptionen.)

    Bildmaterial zuweisen

    Weist der Oberfläche eines 3D-Objekts Bildmaterial zu. (Siehe Zuweisen von Bildmaterial zu einem 3D-Objekt.)

  5. Klicken Sie auf „OK“.

Einstellen von Optionen

Einstellen der Optionen für die 3D-Drehungsposition

  1. Führen Sie einen der folgenden Schritte durch:
    • Wählen Sie im Menü „Position“ eine voreingestellte Position.

    • Ziehen Sie eine Würfelfläche, um eine uneingeschränkte Drehung durchzuführen. Die Vorderseite des Objekts ist im Würfel blau dargestellt, während die Ober- und Unterseite hellgrau, die Seitenflächen mittelgrau und die Rückseite dunkelgrau dargestellt werden.

    • Soll die Drehung auf eine globale Achse beschränkt werden, ziehen Sie bei gedrückter Umschalttaste horizontal (globale y-Achse) oder vertikal (globale x-Achse). Soll das Objekt um die globale z-Achse gedreht werden, ziehen Sie in dem blauen Band, das den Würfel umgibt.

    • Soll die Drehung auf eine Objektachse beschränkt werden, ziehen Sie eine Kante des Würfels. Der Zeiger verwandelt sich in einen Doppelpfeil  und die Würfelkante ändert sich farblich, damit Sie erkennen können, um welche Achse das Objekt gedreht wird. Rote Kanten repräsentieren die x-Achse, grüne die y-Achse und blaue die z-Achse des Objekts.

    • Geben Sie in die Textfelder für die horizontale Achse (x, die vertikale Achse (y und die Tiefenachse (z Werte zwischen –180 und 180 ein.

    • Soll die Perspektive korrigiert werden, geben Sie in das Textfeld „Perspektive“ einen Wert zwischen 0 und 160 ein. Ein kleinerer Winkel entspricht dem Teleobjektiv einer Kamera und ein größerer Winkel dem Weitwinkelobjektiv.

Hinweis:

Ein Objektivwinkel, der größer als 150 ist, kann dazu führen, dass die Objekte über den Blickwinkel hinaus erweitert und verzerrt angezeigt werden. Beachten Sie außerdem, dass es objektspezifische x-, y- und z-Achsen sowie globale x-, y- und z-Achsen gibt. Die Objektachsen sind von der Lage eines Objekts in seinem 3D-Raum abhängig. Die globalen Achsen sind in einem bestimmten Verhältnis zum Computerbildschirm fixiert; die x-Achse steht horizontal, die y-Achse vertikal und die z-Achse senkrecht zum Bildschirm.

Objektachsen
Objektachsen (schwarz) werden mit dem Objekt verschoben, globale Achsen (grau) sind fixiert.

Extrudieren und abgeflachte Kante – Optionen

Tiefe der Extrusion

Legt die Tiefe des Objekts fest. Geben Sie einen Wert zwischen 0 und 2000 ein.

Abschluss

Legt fest, ob das Objekt wie ein Festkörper (Aufsatz aktivieren ) oder wie ein Hohlkörper (Aufsatz deaktivieren ) aussieht.

Abgeflachte Kante

Wendet die gewählte abgeflachte Kante an der Tiefenachse (z) des Objekts an.

Höhe

Stellt die Höhe zwischen 1 und 100 ein. Ist die abgeflachte Kante für ein Objekt zu hoch, überschneidet das Objekt sich gegebenenfalls selbst und es kann zu unvorhersehbaren Resultaten kommen.

Abgeflachte Kante nach außen 

Fügt der Originalform des Objekts die abgeflachte Kante hinzu.

Abgeflachte Kante nach innen 

Subtrahiert die abgeflachte Kante von der Originalform des Objekts.

Extrudiertes Objekt mit Abschluss
Extrudiertes Objekt mit Abschluss (oben links) und ohne Abschluss (oben rechts); Objekt ohne abgeflachte Kante (unten links) und mit abgeflachter Kante (unten rechts)

Kreiseln-Optionen

Winkel

Legt einen Wert zwischen 0 und 360 zum Kreiseln des Pfades fest.

Abschluss

Legt fest, ob das Objekt wie ein Festkörper (Aufsatz aktivieren ) oder wie ein Hohlkörper (Aufsatz deaktivieren ) aussieht.

Versatz

Fügt einen Abstand zwischen der Kreiselachse und dem Pfad ein, um beispielsweise ein ringförmiges Objekt zu erstellen. Sie können einen Wert zwischen 0 und 1000 eingeben.

von

Wählen Sie „linker Kante“ oder „rechter Kante“, um festzulegen, um welche Achse das Objekt kreiselt.

Oberflächenschattierungsoptionen

Oberfläche

Legt Optionen für die Schattierung von Oberflächen fest:

Drahtmodelldarstellung

Zeichnet die Kontur der geometrischen Objektform nach und macht alle Oberflächen transparent.

Keine Schattierung

Fügt dem Objekt keine neuen Oberflächeneigenschaften hinzu. Das 3D-Objekt hat dieselbe Farbe wie das ursprüngliche 2D-Objekt.

Diffuse Schattierung

Das Licht wird in einem weichen, diffusen Muster von dem Objekt reflektiert.

Kunststoffschattierung

Das Licht wird so von dem Objekt reflektiert, als bestehe es aus einem glänzenden Material.

Hinweis: Abhängig von der gewählten Option stehen unterschiedliche Beleuchtungsoptionen zur Auswahl. Falls das Objekt nur den 3D-Drehen-Effekt verwendet, sind die einzigen verfügbaren Oberflächen-Optionen „Diffuse Schattierung“ oder „Keine Schattierung“.

Lichtintensität

Steuert die Intensität des Lichtes. Geben Sie einen Wert zwischen 0 % und 100 % ein.

Umgebungslicht

Steuert die globale Beleuchtung, wobei sich die Helligkeit aller Objektflächen gleichmäßig ändert. Geben Sie einen Wert zwischen 0 % und 100 % ein.

Spitzlichtintensität

Steuert die Lichtreflexion des Objekts. Geben Sie einen Wert zwischen 0 % und 100 % ein. Je höher der Wert, desto glänzender wirkt die Fläche, je niedriger der Wert, desto matter wirkt sie.

Spitzlichtgröße

Steuert die Größe des Spitzlichts von groß (100 %) bis klein (0 %).

Angleichungsstufen

Steuert, wie glatt die Schattierung auf den Flächen wirkt. Geben Sie einen Wert zwischen 1 und 256 ein. Je höher der Wert, desto weicher sind die Schattierungen und desto mehr Pfade entstehen.

Verdeckte Flächen zeichnen

Zeigt die ausgeblendeten Flächen des Objekts an. Die Flächen sind sichtbar, wenn das Objekt transparent ist oder wenn das Objekt umgewandelt und dann auseinander gezogen wird.

Hinweis: Wenn ein Objekt transparent ist und die verdeckten Flächen auf der Rückseite durch die transparenten Flächen auf der Vorderseite zu sehen sein sollen, gruppieren Sie das Objekt mit „Objekt“ > „Gruppieren“ und wenden Sie erst dann den 3D-Effekt an.

Volltonfarben beibehalten (Effekte „Extrudieren und abgeflachte Kante“, „Kreiseln“ und „Drehen“)

Behält die Volltonfarben im Objekt bei. Volltonfarben können nicht beibehalten werden, wenn Sie unter „Schattierungsfarbe“ die Option „Benutzerdefiniert“ gewählt haben.

Beispiele für unterschiedliche Oberflächenschattierungen
Beispiele für unterschiedliche Oberflächenschattierungen

A. Drahtmodelldarstellung B. Keine Schattierung C. Diffuse Schattierung D. Kunststoffschattierung 

Beleuchtungsoptionen

Licht 

Definiert die Position des Lichtes. Ziehen Sie das Licht auf die gewünschte Stelle der Kugel.

Schaltfläche „Ausgewähltes Licht zur Objektrückseite verschieben“ 

Verschiebt das ausgewählte Licht hinter das Objekt.

Schaltfläche „Ausgewähltes Licht zur Objektvorderseite verschieben“ 

Verschiebt das ausgewählte Licht vor das Objekt.

Schaltfläche „Neues Licht“ 

Fügt ein Licht hinzu. Neue Lichter erscheinen standardmäßig auf der Vorderseite und in der Mitte der Kugel.

Schaltfläche „Licht löschen“

Löscht das ausgewählte Licht.

Hinweis: Bei 3D-Effekten wird einem Objekt standardmäßig ein Licht zugewiesen. Sie können Lichter hinzufügen und löschen, es ist aber mindestens ein Licht erforderlich.

Lichtintensität

Ändert die Intensität des ausgewählten Lichtes auf einen Wert von 0 % bis 100 %.

Schattierungsfarbe

Legt die Schattierungsfarbe je nach ausgewähltem Befehl fest:

Ohne

Fügt der Schattierung keine Farbe hinzu.

Benutzerdefiniert

Lässt Sie eine eigene Farbe auswählen. Wenn Sie sich für diese Option entscheiden, klicken Sie auf das Feld „Schattierungsfarbe“, um eine Farbe im Farbwähler auszuwählen. Volltonfarben werden in Prozessfarben umgewandelt.

Schwarz überdrucken

Vermeidet Prozessfarben, wenn Sie einen Volltonfarben-Workflow verwenden. Die Schattierung des Objekts entsteht durch Überdrucken der Flächenfarbe des Objekts mit Schwarztönen. Wählen Sie „Ansicht“ > „Überdruckenvorschau“, um die Schattierung anzuzeigen.

Volltonfarben beibehalten

Behält die Volltonfarben im Objekt bei. Volltonfarben können nicht beibehalten werden, wenn Sie unter „Schattierungsfarbe“ die Option „Benutzerdefiniert“ gewählt haben.

Beleuchtungskugel
Beleuchtungskugel

A. Licht auf Vorderseite ausgewählt B. Schaltfläche „Ausgewähltes Licht zur Objektrückseite bzw. Objektvorderseite verschieben“ C. Schaltfläche „Neues Licht“ D. Schaltfläche „Licht löschen“ 

Hinzufügen eines Pfades mit einer benutzerdefinierten abgeflachten Kante

  1. Öffnen Sie die Datei „Bevels.ai“, die sich im Ordner Adobe Illustrator [Version]\Support Files\Required\Resources\en_US\ (Windows) bzw. Adobe Illustrator [Version]\Required\Resources\en_US (Mac OS) befindet.

  2. Erstellen Sie in der Datei „Bevels.ai“ einen einzelnen offenen Pfad.
  3. Wählen Sie „Fenster“ > „Symbole“ und führen Sie einen der folgenden Schritte durch, um den Pfad in ein Symbol umzuwandeln:
    • Ziehen Sie den Pfad in das Symbolebedienfeld.

    • Vergewissern Sie sich, dass der Pfad ausgewählt ist. Klicken Sie dann im Symbolebedienfeld auf „Neues Symbol“  oder wählen Sie im Bedienfeldmenü die Option „Neues Symbol“.

  4. Soll das Symbol umbenannt werden, doppelklicken Sie im Symbolebedienfeld darauf, geben Sie im Dialogfeld „Symboloptionen“ einen Namen ein und klicken Sie auf „OK“.
  5. Wählen Sie „Datei“ > „Speichern“.
  6. Beenden Sie Illustrator und starten Sie das Programm dann neu.

    Die abgeflachte Kante wird im Menü „Abgeflachte Kante“ des Dialogfelds „3D-Extrudieren und abgeflachte Kante - Optionen“ aufgeführt.

  7. Führen Sie einen der folgenden Schritte aus, um eine eigene abgeflachte Kante anzuwenden:
    • Soll die abgeflachte Kante einem extrudierten 3D-Objekt zugewiesen werden, wählen Sie das 3D-Objekt aus und doppelklicken Sie im Aussehenbedienfeld auf den Effekt „3D-Extrudieren und abgeflachte Kante“. Wählen Sie die abgeflachte Kante im Dialogfeld „3D-Extrudieren und abgeflachte Kante - Optionen“ im Menü „Abgeflachte Kante“.

    • Soll die benutzerdefinierte abgeflachte Kante auf 2D-Bildmaterial angewendet werden, wählen Sie das 2D-Objekt aus und wählen Sie dann „Effekt“ > „3D“ > „Extrudieren und abgeflachte Kante“. Wählen Sie die benutzerdefinierte abgeflachte Kante im Dialogfeld „3D-Extrudieren und abgeflachte Kante - Optionen“ im Menü „Abgeflachte Kante“.

Dreidimensionales Drehen eines Objekts

  1. Wählen Sie das Objekt aus.
  2. Wählen Sie „Effekt“ > „3D“ > „Drehen“.
  3. Aktivieren Sie „Vorschau“, um eine Vorschau der Ergebnisse im Dokumentfenster anzuzeigen.
  4. Klicken Sie auf „Mehr Optionen“, um die vollständige Optionsliste anzuzeigen. Klicken Sie auf „Weniger Optionen“, um die zusätzlichen Optionen auszublenden.
  5. Legen Sie die Optionen fest:

    Position

    Legt fest, wie das Objekt gedreht und aus welcher Perspektive es angezeigt wird. (Siehe Einstellen der Optionen für die 3D-Drehungsposition.)

    Oberfläche

    Simuliert zahlreiche Effekte, die von matten und unschattierten Oberflächen bis hin zu glänzenden, kunststoffartigen Materialien mit Lichtreflexen reichen. (Siehe Oberflächenschattierungsoptionen.)

  6. Klicken Sie auf „OK“.

Zuweisen von Bildmaterial zu einem 3D-Objekt

Jedes 3D-Objekt besteht aus mehreren Flächen. Beim Extrudieren eines Quadrats entsteht beispielsweise ein Würfel mit einer vorderen und einer rückwärtigen Fläche sowie vier seitlichen Flächen. Sie können jeder Fläche eines 3D-Objekts 2D-Bildmaterial zuordnen, beispielsweise einem flaschenförmigen Objekt ein Etikett oder Text oder den einzelnen Seiten eines Objekts unterschiedliche Texturen.

3D-Objekt mit Bildmaterial auf allen Seiten
3D-Objekt mit Bildmaterial auf allen Seiten

A. Symbol-Bildmaterial B. Symbol-Bildmaterial C. 3D-Objekt nach Zuordnung von A und B 

Einem 3D-Objekt kann nur 2D-Bildmaterial zugeordnet werden, das sich im Symbolebedienfeld befindet. Bei Symbolen kann es sich um beliebiges Bildmaterial handeln, das in Illustrator erstellt wurde, wie z. B. Pfade, zusammengesetzte Pfade, Text, Pixelbilder, Gitterobjekte und Objektgruppen.

Beachten Sie beim Zuordnen von Bildmaterial zu 3D-Objekten Folgendes:

  • Da die Funktion „Bildmaterial zuweisen“ Symbole verwendet, können Sie eine Symbolinstanz bearbeiten und dann automatisch alle Flächen aktualisieren, denen sie zugeordnet wurde.

  • Im Dialogfeld „Bildmaterial zuweisen“ können Sie das Symbol mithilfe eines normalen Begrenzungsrahmens verschieben, skalieren oder drehen.

  • Der 3D-Effekt teilt jeder Objektfläche, der Grafiken zugeordnet werden, eine Nummer zu. Wenn Sie das 3D-Objekt bearbeiten oder denselben Effekt auf ein neues Objekt anwenden, hat das veränderte oder neue Objekt gegebenenfalls weniger oder mehr Flächen als das Originalobjekt. Sind weniger Flächen vorhanden, als bei der ursprünglichen Zuordnung definiert wurden, wird das zusätzliche Bildmaterial ignoriert.

  • Die Lage eines Symbols orientiert sich an der Mitte einer Objektfläche. Wenn sich die Geometrie der Fläche ändert, wird das Symbol anhand des neuen Mittelpunkts neu zugeordnet.

  • Sie können Bildmaterial Objekten zuordnen, auf die der Effekt „Extrudieren und abgeflachte Kante“ oder „Kreiseln“ angewendet wurde, aber nicht der Effekt „Drehen“.

  1. Wählen Sie das 3D-Objekt aus.
  2. Doppelklicken Sie im Aussehenbedienfeld auf den Effekt „3D“ > „Extrudieren und abgeflachte Kante“ bzw. „Kreiseln“.
  3. Klicken Sie auf „Bildmaterial zuweisen“.
  4. Wählen Sie aus dem Popup-Menü „Symbol“ das Bildmaterial aus, das der ausgewählten Oberfläche zugeordnet werden soll.
  5. Zur Auswahl der zuzuordnenden Objektfläche klicken Sie auf die Pfeile „Erste Fläche“ , „Vorherige Fläche“ , „Nächste Fläche“  und „Letzte Fläche“  oder geben Sie in das Textfeld eine Flächennummer ein.

    Auf Flächen, die sichtbar sind, wird eine hellgraue Farbmarkierung angezeigt. Auf Flächen, die aufgrund der gegenwärtigen Lage des Objekts verdeckt sind, wird eine dunkelgraue Farbmarkierung angezeigt. Eine im Dialogfeld ausgewählte Fläche erhält im Dokumentfenster eine rote Umrandung.

  6. Führen Sie einen der folgenden Schritte durch:
    • Soll das Symbol verschoben werden, positionieren Sie den Zeiger in dem Begrenzungsrahmen und ziehen Sie; zum Skalieren ziehen Sie einen Seiten- oder Eckgriff; zum Drehen platzieren Sie den Zeiger außerhalb des Begrenzungsrahmens in der Nähe eines Griffs und ziehen.

    • Soll das zugeordnete Bildmaterial in die Begrenzungen der ausgewählten Fläche eingepasst werden, klicken Sie auf „Auf Seitengröße skalieren“.

    • Soll Bildmaterial aus einer einzelnen Fläche entfernt werden, wählen Sie die Fläche im Menü „Fläche“ aus und wählen Sie im Menü „Symbol“ die Option „Ohne“ bzw. klicken Sie auf „Löschen“.

    • Sollen alle Zuordnungen aus allen Flächen des 3D-Objekts entfernt werden, klicken Sie auf Alle löschen.

    • Soll das zugeordnete Bildmaterial schattiert und ihm die Beleuchtung des Objekts zugewiesen werden, aktivieren Sie „Bildmaterial schattieren“.

    • Soll nur die Bildmaterialzuordnung angezeigt werden, nicht aber die Geometrie eines 3D-Objekts, aktivieren Sie „Unsichtbare Geometrie“. Dies ist nützlich, wenn Sie die 3D-Zuordnungsfunktion als dreidimensionales Verkrümmungswerkzeug verwenden möchten. So könnten Sie beispielsweise einer extrudierten, wellenförmigen Linie Text zuordnen, sodass der Text verkrümmt und wie auf einer Flagge aufgedruckt wirkt.

    • Soll das Ergebnis geprüft werden, aktivieren Sie „Vorschau“.

  7. Klicken Sie im Dialogfeld „Bildmaterial zuweisen“ auf „OK“.

    Hinweis:

    3D-Werkzeuge sind von den in Illustrator verfügbaren Perspektivenraster-Werkzeugen unabhängig. 3D-Objekte werden in einem Perspektivenraster genau wie alle anderen Objekte behandelt.

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