After Effect enthält zum Verzerren (Morphen) eines Bildes eine Vielzahl von Effekten unter „Verzerren“, sowohl systemeigene Effekte als auch Effekte in Form von Plug-ins von Drittanbietern. Mithilfe der Verkrümmen-Effekte können Bilder mit Rolling-Shutter-Verzerrung korrigiert oder stabilisiert werden.

Effekt „Bézier-Verkrümmung“

Mit dem Effekt „Bézier-Verkrümmung“ können Sie die Form von Bildern ändern. Dazu steht Ihnen eine geschlossene Bézier-Kurve entlang der Grenze der Bildebene zur Verfügung. Die Kurve besteht aus vier Segmenten. Jedes Segment hat drei Punkte, einen Scheitelpunkt und zwei Tangenten.

Andrew Kramer stellt einen Video-Lehrgang auf der Video Copilot-Website bereit, in dem die Verwendung des Effekts „Bézier-Verkrümmung“ erläutert wird.

Dieser Effekt eignet sich für den 8-Bit- und 16-Bit-Farbmodus.

Effekt „Bézier-Verkrümmung“ (vorher und nachher)
Original (oben links) und mit Variationen des Effekts „Bézier-Verkrümmung“ (unten links und rechts)

Die Positionen der Scheitelpunkte und der Tangenten bestimmen Größe und Form eines Kurvensegments. Durch Ziehen dieser Punkte können Sie die Kurven verändern, die die Kante bilden, und damit das Bild verzerren. So können Sie z. B. mit dem Effekt „Bézier-Verkrümmung“ ein Bild so umformen, das es in ein anderes Bild passt (z. B. um ein Glas mit einem Etikett zu versehen). „Bézier-Verkrümmung“ eignet sich außerdem für die Korrektur von Objektivverzerrungen. Ein Beispiel für solche Verzerrungen wäre der Fischaugeneffekt (fassförmige Verzerrung), der bei Verwendung eines Weitwinkelobjektivs auftreten kann. In diesem Fall dient der Effekt dazu, Bildern wieder ein unverzerrtes Aussehen zu verleihen. Wenn Sie den Effekt animieren und eine hohe Qualitätseinstellung wählen, können Sie flüssige visuelle Effekte erzeugen, wie z. B. einen zitternden Wackelpudding oder eine wehende Fahne.

Effekt „Komplexes Wölben“

Der Effekt „Komplexes Wölben“ verzerrt Bilder um einen festgelegten Punkt, sodass diese abhängig von den gewählten Optionen sich vom Betrachter weg bzw. zu ihm hinzuwölben scheinen.

Dieser Effekt eignet sich für den 8-Bit- und 16-Bit-Farbmodus.

Effekt „Komplexes Wölben“ (vorher und nachher)
Original (oben links) und mit Variationen des Effekts „Komplexes Wölben“ (unten links und rechts)

„Horizontaler Radius“ und „Vertikaler Radius“

Die Höhe und Breite des verzerrten Bereichs (in Pixeln). Die Radiuswerte können Sie auch durch Ziehen der Auswahlgriffpunkte der Ebene ändern.

Höhe

Die optische Tiefe der Wölbung. Positive Werte bewirken eine Wölbung in Richtung des Betrachters. Negative Werte erzeugen eine Wölbung vom Betrachter weg.

Steigung

Die Steigung der beiden Seiten der Wölbung. Beim Wert 0 wird eine steil ansteigende, ausgeprägte Wölbung erzeugt.

Antialiasing

Gibt an, wie stark die Wölbung an den Kanten geglättet werden soll. (Das Glätten erfolgt durch Mischen von Farben.) Antialiasing findet nur dann statt, wenn für die Ebene die Qualitätseinstellung „Beste“ ausgewählt wurde.

Alle Kanten fixieren

Verhindert, dass die Kanten der Ebene gewölbt werden.

Effekt „Eckpunkte verschieben“

Der Effekt „Eckpunkte verschieben“ verzerrt Bilder durch Ändern der Position der vier Eckpunkte des Bildes. Mit diesem Effekt können Sie Bilder dehnen, verkleinern, neigen oder in sich verdrehen bzw. Perspektive oder Bewegung simulieren, die sich um die Ebenenkante dreht, wie z. B. eine sich öffnende Tür. Weiterhin können Sie mit diesem Effekt einem bewegten rechteckigen Bereich, der vom Motion-Tracker verfolgt wird, eine Ebene hinzufügen. Sie können die Eckpunkte im Kompositionsfenster, im Zeitleistenfenster oder im Effekteinstellungsfenster verschieben.

Dieser Effekt eignet sich für den 8-Bit-, 16-Bit- und 32-Bit-Farbmodus.

Effekt „Eckpunkte verschieben“ (vorher und nachher)
Originalbild (oben links), mit verschobenen Eckpunkten (unten links) und fertiges Bild (unten rechts)

Im AE Enhancers-Forum wird eine Animationsvorgabe von Donat van Bellinghen beschrieben, die zur Skalierung eines Satzes von Punkten mit dem Effekt „Eckpunkte verschieben“ dient. Auch ein Link dazu ist enthalten.

Der Effekt „CC Power Pin“ – eines der in After Effects enthaltenen Plug-ins von Cycore FX – bietet einige zusätzliche Möglichkeiten. Informationen dazu finden Sie auf der Cycore-Website.

Effekt „Versetzen“

Mit dem Effekt „Versetzen“ wird eine Ebene verzerrt, indem Pixel horizontal und vertikal versetzt werden. Dies geschieht auf Basis der Farbwerte der Pixel in der Steuerungsebene, die von der Eigenschaft „Verschiebungsebene“ angegeben wird. Welche Art von Verzerrung durch den Effekt „Versetzen“ erzeugt wird, hängt sehr stark davon ab, wie die Steuerungsebene aussieht und welche Einstellungen für den Effekt „Versetzen“ gewählt wurden.

Dieser Effekt eignet sich für den 8-Bit-, 16-Bit- und 32-Bit-Farbmodus.

Effekt „Versetzen“ (vorher und nachher)
Original (oben links), Effekt „Versetzen“ (unten links) und versetztes Bild (unten rechts)

Die Versetzung richtet sich nach den Farbwerten der Verschiebungsebene. Die möglichen Farbwerte reichen von 0 bis 255. Jeder Wert wird in einen Wert innerhalb einer Skala von –1 bis 1 umgewandelt. Der Betrag, um den die Pixel verschoben werden, wird berechnet, indem der umgewandelte Wert mit dem von Ihnen festgelegten Wert für die maximale horizontale oder vertikale Verschiebung multipliziert wird. Der Farbwert 0 führt zur größtmöglichen negativen Verschiebung („Maximale Verschiebung“ gleich –1). Beim Farbwert 255 findet die größtmögliche positive Verschiebung statt. Der Farbwert 128 bedeutet, dass keine Verschiebung erfolgt.

Bei dem Effekt wird die von „Verschiebungsebene“ angegebene Steuerungsebene verwendet. Effekte oder Masken werden dabei nicht berücksichtigt. Wenn Sie die Steuerungsebene mit ihren Effekten verwenden möchten, erstellen Sie eine Unterkomposition davon. Wenn die Steuerungsebene nicht dieselbe Größe hat wie die Ebene, auf die der Effekt angewendet wird, wird sie zentriert, skaliert oder gekachelt, je nach der Einstellung für „Skalierung der Bezugsebene“.

Wählen Sie „Ausgabe erweitern“, damit die Ergebnisse des Effekts über die ursprünglichen Grenzen der Ebene hinausgehen, auf die er angewendet wurde. Wählen Sie „Pixel durch verschobenen Teil ersetzen“, um Pixel, die über die ursprünglichen Grenzen der Ebene hinaus versetzt wurden, auf die gegenüberliegende Seite der Ebene zu kopieren. Das heißt, dass Pixel, die über den rechten Rand hinaus verschoben wurden, auf der linken Seite angezeigt werden, usw.

Online-Ressourcen für den Effekt „Versetzen“

Rick Gerard gibt auf seiner Website eine ergänzende Erklärung zum Effekt „Versetzen“ und stellt ein Beispielprojekt zur Verfügung.

Trish und Chris Meyer erläutern im PDF-Artikel „Writing on the Wall“ auf der Artbeats-Website, wie Sie Text mit Füllmethoden, Ebenenstilen und dem Effekt „Versetzen“ so überblenden, dass er als Teil einer Oberfläche erscheint.

Chris Zwar zeigt auf seiner Website ein Beispiel, in dem mit den Effekten „Versetzen“, „Turbulentes Versetzen“, „Mit Struktur versehen“ sowie einer Kombination aus Weichzeichnen und Farbkorrektur eine Überblendung erstellt wird, durch die ein Bild wie mit Wasserfarben auf raues Papier gemalt wirkt.

Robert Powers stellt auf der Slippery Rock NYC-Website eine Videoschulung zur Verfügung, in der gezeigt wird, wie eine Tiefenmaske erstellt und als Steuerungsebene für den Effekt „Versetzen“ verwendet wird. Das Ergebnis wird dann vom Effekt „3D-Brille“ verwendet, um ein stereoskopisches Bild zu erstellen.

Verflüssigen, Effekt

Mit dem Effekt „Verflüssigen“ können Sie Bereiche in einer Ebene eindrücken, ziehen, drehen, vergrößern und verkleinern. Einige der Verflüssigen-Werkzeuge verzerren den Pinselbereich, wenn Sie die Maustaste gedrückt halten oder mit der Maus ziehen. Die Verzerrung ist in der Mitte des Pinselspitzenbereichs am stärksten und der Effekt wird verstärkt, wenn Sie bei gedrückter Maustaste mehrmals über einen Bereich ziehen.

Mithilfe der Option „Fixierungsbereichsmaske“ können Sie den Bereich begrenzen, auf den sich die Verzerrung auswirkt. Mithilfe der Option „Rekonstruktionsmodus“ können Sie erzeugte Verzerrungen mindern bzw. rückgängig machen.

Der Effekt „Verflüssigen“ kann sich über die Begrenzung der Zielebene hinaus erstrecken. Dies ist nützlich, wenn die Zielebene kleiner ist als die Komposition.

Dieser Effekt eignet sich für den 8-Bit- und 16-Bit-Farbmodus.

Effekt „Verflüssigen“ (vorher und nachher)
Original (oben links) und mit Variationen des Effekts „Verflüssigen“ (unten links und rechts)

Andrew Kramer hat auf seiner Video Copilot-Website einen Video-Lehrgang veröffentlicht, in dem erläutert wird, wie der Effekt „Verflüssigen“ dafür eingesetzt werden kann, ein menschliches Gesicht in das Gesicht eines Dämonen zu verzerren (morphen).

Maskeneigenschaften

Fixierungsbereichsmaske

Legt den Bildbereich fest, in dem „Maskendeckkraft“ und die Einstellungen für „Weiche Maskenkante“ die Verzerrung beeinflussen. Sowohl die Bereiche innerhalb als auch außerhalb der Maske werden verzerrt. Für die Bereiche innerhalb der Maske gelten dabei die Einstellungen für „Maskendeckkraft“ und „Weiche Maskenkante“.

Maskendeckkraft

Legt fest, wie die Verzerrung den Bereich innerhalb der Maske beeinflusst. Wenn die Maskendeckkraft auf 100 % eingestellt ist, wird der Bereich innerhalb der Maske durch die Verzerrung gar nicht beeinflusst; wenn sie auf 50 % eingestellt ist, wird der Bereich innerhalb der Maske beeinflusst. Bei Festlegung von 100 % müssen Sie darauf achten, die Maske mit weichen Kanten zu versehen, da sie sonst gezackte Kanten bekommen würde.

Weiche Maskenkante

Die Breite der weichen Maskenkante, mit der Pixel zwischen dem maskierten Bereich und dem nicht maskierten Bereich gemischt werden.

Werkzeuge

Verkrümmen

Schiebt die Pixel beim Ziehen nach vorn.

Turbulenz

Verwirbelt die Pixel. Eignet sich daher insbesondere zum Erstellen von Feuer, Wolken, Wellen und ähnlichen Effekten.

Strudel (im Uhrzeigersinn)

Dreht die Pixel im Uhrzeigersinn, wenn Sie die Maustaste gedrückt halten oder mit der Maus ziehen.

Strudel (gegen den Uhrzeigersinn)

Dreht die Pixel entgegen dem Uhrzeigersinn, wenn Sie die Maustaste gedrückt halten oder mit der Maus ziehen.

Zusammenziehen

Verschiebt die Pixel in Richtung Malbereichsmitte, wenn Sie die Maustaste gedrückt halten oder mit der Maus ziehen.

Aufblasen

Verschiebt die Pixel von der Malbereichsmitte weg, wenn Sie die Maustaste gedrückt halten oder mit der Maus ziehen.

Pixel verschieben

Verschiebt die Pixel senkrecht zur Strichrichtung.

Reflexion

Kopiert die Pixel in den Malbereich.

Kopierstempel

Kopiert die Verzerrungen um eine Quellposition herum an die aktuelle Mausposition. Legen Sie den Quellstandort fest, indem Sie bei gedrückter Alt-Taste (Windows) bzw. bei gedrückter Wahltaste (Mac OS) auf den Quellpunkt klicken.

Rekonstruktion

Macht Verzerrungen rückgängig bzw. wendet sie in anderer Weise an.

Verzerren eines Bildes mit dem Effekt „Verflüssigen“

  1. Wählen Sie die Ebene aus und klicken Sie dann auf „Effekt“ > „Verzerren“ > „Verflüssigen“.
  2. Erstellen Sie im Ebenenfenster eine Maske, um Bereiche des Bildes zu fixieren, und legen Sie dann die gewünschten Maskeneinstellungen fest.
  3. Führen Sie im Effektfenster folgende Schritte aus:
    • Wählen Sie aus dem Popup-Menü „Fixierungsbereichsmaske“ die erstellte Maske aus.

    • Legen Sie die Größe der Pinselspitze und den Pinseldruck fest. Bei geringem Druck werden Änderungen langsamer umgesetzt und können somit präziser im richtigen Moment gestoppt werden.

    • Legen Sie einen „Jitter“-Wert fest, um zu steuern, wie stark das Turbulenz-Werkzeug die Pixel verwirbelt.

    • Aktivieren Sie unter „Anzeigeoptionen“ die Option „Gitter anzeigen“.

    • Legen Sie bei Bedarf einen Wert für „Verzerrungsgitter-Offset“ fest.

    • Ziehen Sie den „Verzerrungsprozentsatz“-Regler, um das Ausmaß der Verzerrung festzulegen.

  4. Verzerren Sie mithilfe der Werkzeuge die Vorschau des Bildes.
  5. Wenn Sie die Verzerrungen vollständig oder teilweise wieder rückgängig machen oder das Bild in anderer Weise ändern möchten, verwenden Sie das Rekonstruktions-Werkzeug .

Rückgängigmachen von Verzerrungen mit dem Effekt „Verflüssigen“

Mit dem Rekonstruktions-Werkzeug und dessen Modi können Sie Verzerrungen rückgängig machen bzw. das Bild neu verzerren.

  1. Wählen Sie das Rekonstruktions-Werkzeug aus und wählen Sie aus dem Popup-Menü „Rekonstruktionsmodus“ einen der folgenden Modi:

    Wiederherstellen

    Versetzt nicht fixierte Bereiche wieder in ihren Zustand vor der Anwendung der Verzerrung zurück.

    Verschieben

    Stellt nicht fixierte Bereiche entsprechend der Verschiebung am Ausgangspunkt der Rekonstruktion wieder her. Mit diesem Modus können Sie das Vorschaubild ganz oder teilweise verschieben.

    Drehen

    Rekonstruiert nicht fixierte Bereiche entsprechend der Verschiebung, Drehung und Gesamtskalierung am Ausgangspunkt.

    Zuweisen

    Rekonstruiert nicht fixierte Bereiche entsprechend den lokalen Verzerrungen am Ausgangspunkt (Verschiebung, Drehung, horizontale und vertikale Skalierung sowie Neigung).

  2. Ziehen Sie den wiederherzustellenden Bereich. In der Mitte des Pinsels erfolgt die Wiederherstellung schneller.

Effekt „Zoomen“

Mit dem Effekt „Zoomen“ kann ein Bild ganz oder teilweise vergrößert werden. Dieser Effekt kann wie eine Lupe wirken, die über einen Bildbereich gehalten wird. Sie können mit diesem Effekt aber auch das gesamte Bild unter Beibehaltung der Auflösung auf weit über 100 % skalieren.

Dieser Effekt funktioniert mit dem 8-Bit-Farbmodus.

Effekt „Zoomen“
Original (oben links) und mit Variationen des Effekts „Zoomen“ (unten links und rechts)

Form

Die Form des gezoomten Bereichs.

Zentrieren

Der Mittelpunkt des gezoomten Bereichs.

Vergrößerung

Prozentsatz, um den der gezoomte Bereich skaliert wird.

Verknüpfung

Bestimmt, wie die Einstellungen für „Vergrößerung“ die Größe und Kantenweichzeichnung des gezoomten Bereichs beeinflussen. Wenn Sie „Verknüpfung“ auf einen anderen Wert als „Keine“ einstellen, wird die Option „Ebene neu skalieren“ deaktiviert.

Ohne

Die Größe und Kantenweichzeichnung des gezoomten Bereichs sind nicht von der Einstellung „Vergrößerung“ abhängig.

Größe mit Vergrößerung

Der Radius des gezoomten Bereichs entspricht dem Vergrößerungsfaktor (ein Prozentsatz) multipliziert mit dem Wert für die Größe.

Größe und weiche Kante mit Vergrößerung

Der Radius des gezoomten Bereichs entspricht dem Vergrößerungsfaktor (ein Prozentsatz) multipliziert mit dem Wert für die Größe. Die Breite der weichen Kante entspricht dem Vergrößerungsfaktor multipliziert mit dem Wert für „Weiche Kante“.

Größe

Der Radius des gezoomten Bereichs (in Pixeln).

Weiche Kante

Das Ausmaß der weichen Kante (in Pixeln).

Deckkraft

Die Deckkraft des gezoomten Bereichs als Prozentsatz der Deckkraft der Originalebene.

Skalieren

Die Art der Skalierung, mit der das Bild vergrößert wird:

Standard

Wenn Sie diese Methode wählen, bleibt die Schärfe im Bild erhalten, bei höheren Werten sind aber deutlich stufige Kanten zu erkennen.

Soft

Verwendet Spline-Algorithmen. Wenn Sie das Bild über 100 % hinaus skalieren, sorgt die Einstellung „Weich“ für eine Glättung der Kanten unter Beibehaltung der Bildqualität. Die Einstellung „Weich“ empfiehlt sich bei der Verwendung von großen Werten für „Vergrößerung“.

Streuen

Erzeugt beim Vergrößern des Bildes Streupixel oder Artefakte.

Füllmethode

Die Füllmethode, mit der der gezoomte Bereich und die Originalebene miteinander kombiniert werden. Bei Wahl von „Ohne“ werden um den gezoomten Bereich herum transparente Pixel angezeigt.

Ebene neu skalieren

Wenn „Ebene neu skalieren“ ausgewählt ist, kann der gezoomte Bereich über die Begrenzungen der Originalebene hinaus erweitert werden.

Effekt „Gitter-Verkrümmung“

Der Effekt „Gitter-Verkrümmung“ weist der Ebene ein Raster aus Bézier-Zellen zu, das Sie manipulieren können, um Bereiche eines Bildes zu verzerren. Diese Zellen enthalten an jeder Ecke einen Scheitelpunkt und zwei bis vier Tangenten (Punkte, die die Krümmung des Liniensegments steuern, das den Rand der Zelle bildet). Die Anzahl der Tangenten hängt davon ab, ob sich der Scheitelpunkt in einer Ecke, an einer Kante oder im Inneren des Rasters befindet. Durch Verschieben der Scheitelpunkte und Tangenten können Sie die Form des gekrümmten Liniensegments ändern. Je feiner das Raster ist, desto genauer sind die Anpassungen, die Sie an den Bereichen des Bildes innerhalb der Rasterzelle vornehmen können.

Der Effekt „Gitter-Verkrümmung“ wird häufig verwendet, um zwei Bilder zu morphen und so eine Überblendung von einem Bild zum anderen zu erzeugen.

Dieser Effekt eignet sich für den 8-Bit- und 16-Bit-Farbmodus.

Effekt „Gitter-Verkrümmung“
Original (oben links), mit Verzerrungsgitter (unten links) und mit Effekt „Gitter-Verkrümmung“ angewendet (unten rechts)

Hinweis:

Wenn Sie mehrere Scheitelpunkte auswählen möchten, halten Sie beim Klicken auf die Scheitelpunkte die Umschalttaste gedrückt.

Zeilen, Spalten

Geben die Anzahl der vertikalen (Zeilen) oder horizontalen Rasterzellen (Spalten) an. Der Maximalwert beträgt 31. Wird eine breitere Verzerrung gewünscht, ist ein kleinerer Wert festzulegen. Soll die Verzerrung exakter gesteuert werden können, müssen Sie hier einen höheren Wert festlegen. Ziehen Sie die Scheitelpunkte und Tangenten mit der Maus, um die Form des Rasters zu ändern. Das Bild folgt, unter Berücksichtigung des Wertes für „Elastizität“ und der von der benachbarten Zelle gebildeten Grenze, der Form des Rasters.

Qualität

Gibt an, inwieweit das Bild der durch die Kurve definierten Form folgen soll. Je höher dieser Wert, desto exakter folgt das Bild der Form. Höhere Qualitätseinstellungen benötigen mehr Zeit zum Rendern.

Verzerrungsgitter

Um die Verzerrung über einen Zeitverlauf hinweg zu animieren, klicken Sie auf die Stoppuhr.

Hinweis:

Jede Rasterzelle wird zu einer Grenze für die Verzerrung. Wenn Sie z. B. eine Rasterzelle auseinander ziehen, wird der in der Zelle enthaltene Bildbereich auseinander gezogen, während gleichzeitig der Bildbereich in der angrenzenden Zelle zusammengedrückt wird. Die Begrenzung der angrenzenden Zelle schützt das darin enthaltene Bild davor, auf Null zusammengedrückt zu werden. Das bedeutet in anderen Worten, dass ein Bild nicht aus seiner jeweiligen Zelle hinaus bewegt werden kann.

Effekt „Spiegeln“

Beim Effekt „Spiegeln“ wird das Bild entlang einer Linie geteilt und eine Seite auf die andere gespiegelt.

Mittelpunkt

Die Position der Linie, um die gespiegelt wird.

Winkel

Der Winkel der Linie, um die gespiegelt wird. Bei einem Winkel von 0 Grad wird die linke Seite auf die rechte Seite gespiegelt. Bei einem Winkel von 90 Grad wird der obere Teil auf den unteren Teil gespiegelt.

Dieser Effekt eignet sich für den 8-Bit- und 16-Bit-Farbmodus.

Effekt „Offset“

Der Effekt „Offset“ schwenkt das Bild innerhalb einer Ebene. Visuelle Informationen, die an einer Seite aus dem Bild herausgeschoben werden, werden auf der gegenüberliegenden Seite angezeigt. Beispielsweise kann mit dem Effekt „Offset“ aus einer Ebene ein in einer Schleife umlaufender Hintergrund erstellt werden. Bei Auswahl der Qualitätseinstellung „Beste“ wird der Offset mit Subpixel-Präzision durchgeführt.

Lloyd Alvarez stellt im AE Enhancers-Forum eine einfache Expression zur Verfügung, die Sie auf die Eigenschaft „Mittelpunkt verschieben auf“ anwenden können, um einen Filmprojektor mit schlechter Zeitabstimmung zu simulieren.

Mittelpunkt verschieben auf

Die neue Mittelpunktposition des ursprünglichen Bildes.

Mit Original mischen

Die Transparenz des Effekts. Das Ergebnis des Effekts wird mit dem Originalbild gemischt und das Ergebnis des Effekts wird darüber gelegt. Je höher Sie diesen Wert einstellen, desto weniger wird die Ebene von dem Effekt beeinflusst. Wenn Sie diesen Wert z. B. auf 100 % setzen, hat der Effekt keine sichtbaren Auswirkungen auf die Ebene. Wenn Sie diesen Wert auf 0 % setzen, scheint das Originalbild nicht durch.

Dieser Effekt eignet sich für den 8-Bit- und 16-Bit-Farbmodus.

Effekt „Optikkompensierung“

Mit dem Effekt „Optikkompensierung“ können Sie Kameraobjektivverzerrungen hinzufügen oder entfernen. Elemente, die mit ungeeigneten Objektivverzerrungen kombiniert wurden, können zu Anomalien in der Animation führen. So kann es z. B. passieren, dass verfolgte Objekte in einer verzerrten Szene nicht zum Szenenbereich passen, weil lineare Objekte der Verzerrung der Szene nicht folgen.

Dieser Effekt eignet sich für den 8-Bit-, 16-Bit- und 32-Bit-Farbmodus.

Blickfeld (FOV)

Das Blickfeld (FOV) des verzerrten Footagematerials. Das Blickfeld verhält sich relativ zur Größe der Quellebene und zur ausgewählten Blickfeldausrichtung. Der Verzerrungsbetrag verhält sich relativ zum Blickfeld. Es gibt keine allgemein gültigen Regeln, nach denen definiert ist, welcher FOV-Wert auf die verschiedenen Linsen angewendet wird. Beim Einzoomen wird der FOV-Wert verringert, beim Auszoomen erhöht. Wenn das Footage über unterschiedliche Zoom-Werte verfügt, müssen Sie daher den FOV-Wert animieren.

Linsenverzerrung umkehren

Kehrt die Objektivverzerrung um. Um z. B. eine Weitwinkelobjektiv-Verzerrung zu entfernen, setzen Sie den FOV-Wert auf 40,0 und aktivieren Sie die Option „Linsenverzerrung umkehren“. Bei Aktivierung von „Linsenverzerrung umkehren“ wird automatisch auch die Option „Größe ändern“ aktiviert.

Blickfeldausrichtung

Die Achse, auf der der FOV-Wert basiert. Verwenden Sie diese Einstellungen, wenn Sie die computergenerierten Elemente an den gerenderten Blickwinkel anpassen möchten.

Blickfeldmittelpunkt

Gibt einen alternativen Blickfeldmittelpunkt an. Dieser ist hilfreich bei benutzerdefinierten Objektiven, die nicht zentriert sind. Normalerweise sollten Sie an der Einstellung jedoch nichts ändern.

Optimale Pixel

Sorgt dafür, dass während der Verzerrung so viele Pixelinformationen wie möglich erhalten werden. Wenn diese Option aktiviert ist, sind die FOV-Werte nicht mehr umkehrbar.

Größe ändern

Ändert die Größe der Ebene, wenn diese durch die angewendete Verzerrung über ihre ursprüngliche Größe hinaus ausgedehnt wird. Um diese Option zu verwenden, wählen Sie zunächst die Option „Linsenverzerrung umkehren“ und dann eine der verfügbaren Optionen. Bei „Aus“ ändert sich die Größe der Ebene nicht. Bei „Max 2X“ ändert sich die Größe der Ebene auf maximal das Zweifache ihrer ursprünglichen Breite und Höhe. Bei „Max 4X“ ändert sich die Größe der Ebene auf maximal das Vierfache ihrer ursprünglichen Breite und Höhe. Bei „Unbeschränkt“ passt sich die Größe der Ebene der Ausdehnung an. Für diese Option wird u. U. sehr viel Arbeitsspeicher benötigt.

Hinzufügen von Linsenverzerrungen zum Effekt „Optikkompensierung“ sowie Anpassen derselben

Zum Anpassen der FOV-Werte müssen die Ebenen dieselbe Größe haben. Wenn Sie die Option „Größe ändern“ auswählen, können Sie jedoch den Effekt „Optikkompensierung“ erneut anwenden und die Verzerrung unter Verwendung desselben Wertes umkehren. Sie können dann vor der abermaligen Anwendung der Optikkompensierung auch einen anderen Effekt verwenden.

Wenn Sie die Größe einer Ebene mithilfe des Effekts „Optikkompensierung“ ändern und die Ebene dann durch Erstellen einer Unterkomposition in eine größere Komposition integrieren, können Sie die Verzerrung erst dann mithilfe desselben Wertes umkehren, wenn Sie die Unterkomposition so stark vergrößert haben, dass die erweiterte Ebene darauf Platz findet.

  1. Wählen Sie die Ebene mit der Verzerrung aus und wählen Sie „Effekt“ > „Verzerren“ > „Optikkompensierung“.
  2. Ändern Sie im Effektfenster den Wert für „Blickfeld (FOV)“ so lange, bis eine verzerrte Kante oder Linie gerade erscheint. Notieren Sie sich diesen FOV-Wert.
  3. Wählen Sie die Computergrafikebene aus, die verzerrt werden soll, und wenden Sie den Effekt „Optikkompensierung“ an. Geben Sie dabei den in Schritt 2 ermittelten FOV-Wert ein.
  4. Aktivieren Sie die Option „Linsenverzerrung umkehren“.
  5. Entfernen Sie den Effekt „Optikkompensierung“ von der Footageebene.

Effekt „Polarkoordinaten“

Beim Effekt „Polarkoordinaten“ werden Ebenen dadurch verzerrt, dass jedes Pixel im (x,y)-Koordinatensystem einer Ebene an die entsprechende Position im Polarkoordinatensystem bzw. umgekehrt übertragen wird. Dieser Effekt erzeugt ungewöhnliche und überraschende Verzerrungen, die in Abhängigkeit vom Bild und von den aktivierten Optionen sehr unterschiedlich aussehen können. Im Standardkoordinatensystem werden Punkte anhand der jeweiligen horizontalen (x-Achse) und vertikalen (y-Achse) Entfernung vom Ursprung bestimmt. Die einzelnen Punkte werden dabei in der Form (x,y) angegeben. Im Polarkoordinatensystem werden Punkte anhand der Länge eines Radius vom Ursprung (r) und des dazugehörigen Winkels zur x-Achse () bestimmt. Die einzelnen Punkte werden dabei in der Form (r, ) angegeben.

Dieser Effekt eignet sich für den 8-Bit-, 16-Bit- und 32-Bit-Farbmodus.

Effekt „Polarkoordinaten“
Original (oben links) und mit Variationen des Effekts „Polarkoordinaten“ (unten links und rechts)

Stu Maschwitz gibt in seinem ProLost-Blog ein Beispiel für den Einsatz der Effekte „Fraktale Störungen“ und „Colorama“. Er erstellt damit ein Bild der Sonnenkorona und biegt die Störungslinie dann mit dem Effekt „Polarkoordinaten“ zu einem Kreis.

Interpolation

Legt das Ausmaß der Verzerrung fest. Bei 0 % findet keine Verzerrung statt.

Umwandlungsart

Gibt an, wie die Umwandlung erfolgen soll.

Rechteckig – Polar

Verschiebt Pixel, indem die (x,y)-Koordinaten eines jeden Pixels als (r, )-Koordinaten verwendet werden. So wird beispielsweise die (x,y)-Koordinate (2,3) zu einer Polarkoordinate mit einem Radius von 2 und einem Winkel von 3 Grad. Horizontale Linien werden zu Kreisen und vertikale Linien zu Radiuslinien verzerrt.

Polar – Rechteckig

Verschiebt Pixel, indem die (r, )-Koordinaten eines jeden Pixels als (x,y)-Koordinaten verwendet werden. So werden beispielsweise Polarkoordinaten mit Radius 10 und einem Winkel von 45 Grad zu den (x,y)-Koordinaten (10,45).

Umformen, Effekt

Der Effekt „Umformen“ transformiert eine Form in eine andere Form auf derselben Ebene, wobei das zu Grunde liegende Bild mit einbezogen wird. Das Bild wird dabei verzerrt, um die Form an den neuen Bereich anzupassen. Erstellen bzw. importieren Sie zum Definieren des Bereiches, der verzerrt werden soll, bis zu drei der folgenden Masken: die Ausgangsmaske, die Zielmaske und die Begrenzungsmaske (optional).

Chris Zwar zeigt in einem Lehrgang auf der Creative COW-Website, wie mit dem Effekt „Umformen“ ein Gesicht per Morphing in ein anderes umgewandelt wird. Der Lehrgang enthält zahlreiche nützliche Tipps zum Verwenden und Bearbeiten von Korrespondenzpunkten.

Dieser Effekt eignet sich für den 8-Bit- und 16-Bit-Farbmodus.

Umformen, Effekt
Original einschließlich dreier Masken (oben links) und mit Variationen des Effekts „Umformen“ (unten links und rechts)

Standardmäßig weist After Effects diesen Masken ihre jeweilige Funktion (als Ausgangs-, Ziel- oder Begrenzungsmaske) auf der Grundlage der Reihenfolge zu, in der sie erstellt bzw. importiert wurden. Sie können aber auch andere Masken festlegen. Verwenden Sie für jede Maske einen geschlossenen Pfad. Alle drei Masken müssen sich auf der Ebene befinden, auf die Sie den Effekt „Umformen“ anwenden. Sie können allerdings auch Masken von anderen Ebenen kopieren.

Ausgangsmaske

Die Maske mit dem Bildbereich, der umgeformt werden soll. Wenn hier keine Option ausgewählt wird, verwendet After Effects die zweite erstellte Maske als Ausgangsmaske. Im Kompositions- und im Ebenenfenster wird die Ausgangsmaske durch einen roten Umriss gekennzeichnet.

Zielmaske

Die Maske, die die Form des endgültigen Bildes festlegt. Wenn hier keine Option ausgewählt wird, verwendet After Effects die dritte erstellte Maske als Zielmaske. Im Kompositions- und im Ebenenfenster wird die Zielmaske durch einen gelben Umriss gekennzeichnet.

Grenzmaske

Gibt an, welcher Teil des Bildes umgeformt werden soll. Alle Elemente, die sich außerhalb dieser Begrenzung befinden, werden nicht verändert. Wenn hier keine Option ausgewählt wird, verwendet After Effects die erste erstellte Maske als Begrenzungsmaske. Im Kompositions- und im Ebenenfenster wird die Begrenzungsmaske durch einen blauen Umriss gekennzeichnet.

Prozent

Die Stärke der Umformung. Dieser Wert ist beim Erstellen partieller Verzerrungen hilfreich, die mit der Zeit zunehmen.

Elastizität

Gibt an, inwieweit das Bild der durch die Kurve definierten Form folgen soll. Die Option „Steif“ wirkt ähnlich wie kalte Gummimasse, d. h., das Bild wird so wenig wie möglich verzerrt. Die Option „Sehr flüssig“ wirkt ähnlich wie heiße Gummimasse, d. h., das Bild wird auf fließende Weise verzerrt. Die Wirkung der anderen Einstellungen liegt dazwischen. Je höher Sie die Einstellung für „Elastizität“ wählen, desto länger dauert das Rendern. Wenn das fertige Bild der Kurve nicht wie erwartet folgt, sollten Sie die folgenden Richtlinien für die Elastizität beachten:

  • Verwenden Sie im Allgemeinen die steifste Einstellung, bei der kein polygonales Bild erzeugt wird. Verwenden Sie eine höhere Einstellung, wenn das fertige Bild zwar polygonal aussieht, die Kurven aber glatt sind.

  • Verwenden Sie die Option „Steif“, „Weniger steif“ oder „Unterdurchschnittlich“, wenn Ausgangs- und Zielmaske über eine ähnliche Form sowie eine wenig ausgeprägte Krümmung verfügen (d. h. wenige gekrümmte Segmente, die ihre Richtung abrupt ändern).

  • Verwenden Sie die Option „Normal“, „Ganz normal“ oder „Überdurchschnittlich“, wenn Ausgangs- und Zielmaske sich nicht ähnlich sind und über eine wenig ausgeprägte Krümmung verfügen.

  • Verwenden Sie die Option „Lose“, „Flüssig“ oder „Sehr flüssig“, wenn die Masken sich unterscheiden und über eine extrem ausgeprägte Krümmung verfügen.

Korrespondenzpaare

Zeigt die Anzahl der Punkte auf der Ausgangsmaske, denen Punkte auf der Zielmaske zugewiesen sind. Diese Punkte werden im Kompositionsfenster angezeigt. Sie steuern die Interpolation der Verzerrung im Raum. Um die Verzerrung präzise zu steuern, können Sie bei beiden Masken Punkte hinzufügen, löschen oder verschieben.

Das Verschieben der Korrespondenzpunkte ist mit dem Auswahl-Werkzeug möglich, zum Hinzufügen bzw. Entfernen von Korrespondenzpunkten wird das Scheitelpunkt-hinzufügen- bzw. Scheitelpunkt-löschen-Werkzeug eingesetzt, aufrufbar durch Gedrückthalten der Alt- (Windows) bzw. Wahltaste (Mac OS). Korrespondenzpunkte können nur dann bearbeitet werden, wenn im Effektfenster die Effektinstanz ausgewählt wurde.

Jede Maske kann eine unbegrenzte Zahl von Korrespondenzpunkten enthalten. Je mehr Korrespondenzpunkte vorhanden sind, desto länger dauert jedoch das Rendern. Wenn die Verzerrung verdreht wirkt, versuchen Sie, an den Schlüsselstellen der Maske mehr Korrespondenzpunkte hinzuzufügen. (Wenn das Bogenmaß von Kurven zwischen zwei Korrespondenzpunkten zu unterschiedlich ist, können Verdrehungen auftreten.)

Berechnungsdichte

Gibt an, wie After Effects die Verzerrung der einzelnen Video- bzw. Animationsframes im Intervall zwischen Keyframes sowie beim Nichtvorhandensein von Keyframes bestimmt.

Diskret

Benötigt keine Keyframes, da die Verzerrung für jeden Frame neu berechnet wird. Die Option „Diskret“ liefert die genauesten Ergebnisse, nimmt jedoch auch mehr Renderzeit in Anspruch.

Linear

(Standardeinstellung) Bei „Linear“ werden zwei oder mehr Keyframes benötigt und wird eine geradlinige Interpolation zwischen den Keyframes durchgeführt. Die Option „Linear“ sorgt für gleichmäßige Veränderungen zwischen den Keyframes und abrupte Veränderungen an der Position der Keyframes.

Glatt

Benötigt drei oder mehr Keyframes; die Verzerrung wird unter Verwendung kubischer Kurven angenähert. Dadurch werden bei der Verzerrung fließende Bewegungen erzeugt.

Verwenden des Effekts „Umformen“

  1. Öffnen Sie die Ebene in einem Ebenenfenster.
  2. Erstellen Sie die Ausgangs-, die Ziel- und die Begrenzungsmaske bzw. importieren Sie sie in die Ebene.

    Hinweis:

    Geben Sie für jede Maske einen Namen ein, damit Sie sie im Effektfenster im Menü „Maske“ leicht unterscheiden können.

  3. Wählen Sie im Zeitleistenfenster aus dem Menü „Modus“ für jede Maske die Einstellung „Ohne“.
  4. Legen Sie durch Positionieren der Begrenzungsmaske den Bildbereich fest, der unverändert bleiben soll. Bereiche innerhalb der Begrenzungsmaske werden verzerrt, Bereiche außerhalb der Maske bleiben unverändert. Achten Sie darauf, dass sich die Begrenzungsmaske in möglichst großem Abstand von der Ausgangs- und Zielmaske befindet, um Überlagerungen zu vermeiden.

  5. Skalieren Sie die Ausgangsmaske und positionieren Sie sie über dem Bild.
  6. Skalieren Sie die Zielmaske und positionieren Sie sie, um die endgültige Form zu bestimmen. Verzerrungen liefern die besten Ergebnisse, wenn sich Ausgangs- und Zielmaske ungefähr an derselben Stelle befinden.
  7. Aktivieren Sie das Kompositions- oder das Zeitleistenfenster, wählen Sie die Ebene aus und klicken Sie dann auf „Effekt“ > „Verzerren“ > „Umformen“.
  8. Wählen Sie in den Maskenmenüs die Ausgangs-, die Ziel- und die Begrenzungsmaske aus.
  9. Passen Sie den Prozent-Wert an und wählen Sie eine der verfügbaren Optionen unter „Elastizität“.
  10. Fügen Sie der Maske im Kompositionsfenster Korrespondenzpunkte hinzu oder entfernen bzw. verschieben Sie diese, um die Verzerrung wie gewünscht zu gestalten:
    • Wenn Sie einen Punkt hinzufügen möchten, klicken Sie bei gedrückter Alt-Taste (Windows) bzw. Wahltaste (Mac OS) auf die Maske.

    • Wenn Sie einen Punkt löschen möchten, klicken Sie bei gedrückter Alt-Taste (Windows) bzw. Wahltaste (Mac OS) auf den Punkt.

    • Wenn Sie einen Punkt verschieben möchten, ziehen Sie ihn an die gewünschte Position.

    • Wenn Sie die Interpolation eines Punktepaars ändern möchten, klicken Sie bei gedrückter Umschalttaste auf einen der beiden Punkte. Die Interpolationseinstellung „Glatt“ empfiehlt sich vor allem bei runden Masken, während die Interpolationseinstellung „Linear“ bei winkligen Masken die besten Ergebnisse liefert. Sie können in einer Komposition auch eine Kombination aus glatter und linearer Interpolation verwenden.

  11. Wählen Sie eine Interpolationsmethode aus und sehen Sie sich die Verzerrung in der Vorschau an. Wenn die Interpolationsmethoden „Linear“ oder „Glatt“ nicht die erwünschten Ergebnisse liefern, fügen Sie mehr Keyframes hinzu. Wenn Sie mit der Interpolationsmethode „Diskret“ nicht das erwünschte Ergebnis erzielen, wählen Sie eine andere Methode aus.

Effekt „Kräuseln“

Der Effekt „Kräuseln“ erzeugt das Aussehen von kleinen Wellen, die sich auf der angegebenen Ebene in konzentrischen Kreisen vom Mittelpunkt wegbewegen. Der Effekt wirkt so, als würde ein Stein in einen Teich geworfen werden. Sie können auch festlegen, dass sich das Kräuseln auf den Mittelpunkt hin bewegt.

Mit der Einstellung „Geschwindigkeit“ können Sie das Kräuseln mit einer konstanten Geschwindigkeit animieren. Bei dieser Einstellung sind für die Animation keine Keyframes erforderlich. Soll das Kräuseln mit variabler Geschwindigkeit animiert werden, müssen Sie dagegen Keyframes für die Einstellung „Winkel“ erstellen.

Dieser Effekt eignet sich für den 8-Bit- und 16-Bit-Farbmodus.

Radius

Gibt an, wie weit sich die Kräuselwellen vom Mittelpunkt aus ausbreiten. Der Wert wird als Prozentsatz der Bildgröße angegeben. Wenn der Mittelpunkt des Effekts „Kräuseln“ mit dem Mittelpunkt der Ebene übereinstimmt und für den Radius der Wert 100 festgelegt wird, breitet sich das Kräuseln bis zum Rand des Bildes aus. Bei 0 erfolgt keinerlei Kräuseln. Wie bei den Wellen auf dem Teich werden auch die Kräuselwellen auf einer Ebene immer flacher, je weiter sie sich vom Mittelpunkt entfernen.

Hinweis:

Zur Erstellung einer einzelnen Kräuselwelle setzen Sie den Radius auf 100, die Wellenbreite auf einem Wert im Bereich von 90 bis 100 und die Wellenhöhe nach Belieben.

Mittelpunkt

Gibt den Mittelpunkt des Effekts an.

Umwandlungsart

Gibt an, wie die Kräuselwellen erzeugt werden. Mit „Asymmetrisch“ werden sehr realistisch wirkende Kräuselwellen mit Seitwärtsbewegungen und einer stärkeren Verzerrung erzeugt. Mit „Symmetrisch“ wird eine Bewegung erzeugt, die sich vom Mittelpunkt ausschließlich nach außen ausbreitet. Die dabei entstehende Verzerrung fällt nicht so deutlich aus.

Wellengeschwindigkeit

Gibt die Geschwindigkeit an, mit der sich die Kräuselwellen vom Mittelpunkt nach außen ausbreiten. Wird eine Wellengeschwindigkeit festgelegt, werden die Kräuselwellen über den angegebenen Zeitraum automatisch mit einer konstanten Geschwindigkeit (ohne Keyframes) animiert. Bei einem negativen Wert scheinen sich die Kräuselwellen auf den Mittelpunkt hin zu bewegen und beim Wert 0 wird keinerlei Bewegung erzeugt. Wenn sich die Geschwindigkeit im Laufe der Zeit ändern soll, geben Sie für diese Einstellung den Wert 0 an und richten Sie dann für die Eigenschaft „Winkel“ der Ebene einen Keyframe ein.

Breite

Gibt die Entfernung zwischen den einzelnen Wellenbergen (in Pixeln) an. Bei höheren Werten werden lange, wellenförmige Kräusel und bei geringeren Werten viele kleine Kräusel erzeugt.

Wellenhöhe

Gibt die Höhe der Kräuselwellen an. Je höher die Wellen sind, desto stärker ist die Verzerrung.

Winkel

Gibt den Punkt auf der Wellenform an, von dem ein Wellenkreis ausgeht. Beim Standardwert „0 Grad“ geht die Welle vom Mittelpunkt ihrer abfallenden Seite, bei „90 Grad“ vom tiefsten Punkt des Wellentals, bei „180 Grad“ vom Mittelpunkt ihrer ansteigenden Seite usw. aus.

Effekt „Schmieren“

Mithilfe des Effekts „Schmieren“ können Sie einen Bereich innerhalb eines Bildes definieren und diesen Bereich anschließend an eine neue Position verschieben, wobei der umliegende Teil des Bildes gedehnt bzw. verschmiert wird. Welcher Bereich dabei verzerrt werden soll, können Sie mithilfe von Masken festlegen.

Dieser Effekt eignet sich für den 8-Bit- und 16-Bit-Farbmodus.

Um den Effekt „Schmieren“ verwenden zu können, müssen Sie zunächst zwei Masken erstellen bzw. importieren: die Ausgangs- und die Grenzmaske. Sie können die Masken entweder direkt auf der Ebene in After Effects erstellen oder Sie können in Adobe Illustrator erstellte Masken verwenden. Wenn Sie eine in Illustrator erstellte Maske importieren möchten, kopieren Sie die Maske und fügen Sie sie dann in eine Ebene in After Effects ein. Masken müssen geschlossen sein, damit Sie sie mit dem Effekt „Schmieren“ verwenden können. Wenn es sich bei einer Maske um eine offene Kontur handelt, wird diese von After Effects geschlossen, sobald Sie sie auswählen. Beide Masken müssen sich auf derselben Ebene wie das Footage befinden, auf das Sie den Effekt „Schmieren“ anwenden. Sie können allerdings auch Masken von anderen Ebenen kopieren.

Wenn Sie die Ausgangsmaske innerhalb des Bildes verschieben, wird der Teil des Bildes, der sich innerhalb der Grenzmaske befindet, vom Effekt „Schmieren“ so gedehnt, dass er sich an den Umriss der Ausgangsmaske anpasst. Die Grenzmaske „versucht“ dabei, die Teile des Bildes, die sich außerhalb der Grenzmaske befinden, vor der Dehnung zu schützen. Im Kompositionsfenster werden die ursprüngliche Position (die im Ebenenfenster festgelegt wurde) und die Offset-Position der Ausgangsmaske angezeigt. Ein heller roter Umriss weist auf die erste Position der Ausgangsmaske hin, ein dunkler Umriss zeigt die neue Position an.

Sie können die Position, die Größe und die Drehung der Ausgangsmaske während des Offsets animieren. Sie können auch die ursprüngliche Position der Ausgangsmaske im Ebenenfester animieren.

Die Verarbeitung kann bei bestimmten Einstellungen einige Minuten dauern. Die Berechnungszeit steigt in dem Maße, wie sich die Ausgangsmaske der Begrenzungsmaske nähert. Wenn Sie auf eine Einstellung klicken, wird die Verarbeitung unterbrochen.

Ausgangsmaske

Gibt an, welche Maske als Ausgangsmaske verwendet werden soll. Standardmäßig wird die an zweiter Stelle erstellte bzw. importierte Maske von After Effects als Ausgangsmaske ausgewählt.

Hinweis:

Geben Sie sowohl eine Begrenzungs- als auch eine Ausgangsmaske an, um eine Verzerrung zu erstellen.

Grenzmaske

Gibt an, welche Maske als Grenzmaske verwendet werden soll. Standardmäßig wird die zuerst erstellte bzw. importierte Maske von After Effects als Grenzmaske ausgewählt.

Masken-Offset

Gibt die Zielposition für die Ausgangsmaske an. Der Wert für diese Position wird als x- und y-Koordinate rechts neben der Schaltfläche „Offset“ angegeben. Um die Position für die Verschiebung festzulegen, klicken Sie auf die Schaltfläche „Offset“ und klicken Sie dann an der gewünschten Position auf das Bild. Um die Position für den Offset numerisch festzulegen, geben Sie für jede Achse einen neuen Wert ein. Wenn Sie die Genauigkeit, die Ihnen die Option „Masken-Offset“ bietet, nicht benötigen, können Sie die Verschiebung der Ausgangsmaske auch einfach durch Ziehen mit der Maus im Kompositionsfenster festlegen.

Hinweis:

Wenn sich die Ausgangsmaske während der Animation in der Nähe der Begrenzungsmaske befindet, können unerwünschte Welleneffekte auftreten.

Maskendrehung

Dreht die Ausgangsmaske um ihren eigenen Mittelpunkt (um 0 bis 360 Grad).

Maskenskalierung

Vergrößert bzw. verkleinert die Ausgangsmaske (an ihrer Offset-Position) im Verhältnis zu ihrer Größe an der ursprünglichen Position.

Prozent

Gibt an, mit welchem Prozentsatz der Effekt „Schmieren“ angewendet wird. Wenn für „Prozent“ z. B. der Wert 50 % festgelegt wird, wird der Effekt „Schmieren“ zur Hälfte durch Verschieben, Skalieren und Drehen der Ausgangsmaske durchgeführt. Dieser Wert hat keinen Einfluss auf die Ausgangs- und die Offset-Position der Ausgangsmaske, sondern nur auf den Prozentsatz, mit dem der Effekt angewendet wird.

Elastizität

Gibt an, inwieweit das Bild der durch die Kurve definierten Form folgen soll. Bei Wahl der Option „Steif“ fällt die Verzerrung am geringsten, bei Wahl der Option „Sehr flüssig“ am stärksten aus. Allgemein gilt, dass Sie die steifste Einstellung verwenden sollten, bei der keine polygonalen Bilder erzeugt werden.

Berechnungsdichte

Gibt an, welche Methode der Effekt „Schmieren“ zwischen den Keyframes anwendet. Bei „Linear“ werden zwei oder mehr Keyframes benötigt und es wird eine geradlinige Interpolation zwischen den Keyframes durchgeführt. Mit „Diskret“ werden Animationen erzeugt, bei denen sich die Verzerrung an den Keyframes ändert. Bei „Glatt“ werden drei oder mehr Keyframes benötigt und die Verzerrung wird unter Verwendung kubischer Kurven angenähert. Dadurch werden bei der Verzerrung fließende Bewegungen erzeugt. Wenn Sie im Rahmen der Animation zwischen den einzelnen Keyframes präzisere Gestaltungsmöglichkeiten benötigen, fügen Sie mehr Keyframes hinzu. So wirkt z. B. eine Verzerrung, die eine 90-Grad-Drehung zwischen zwei Keyframes darstellt, als würde das Bild gefaltet. Wenn eine solche Verzerrung fließender gestaltet werden soll, fügen Sie alle 10 Grad einen Keyframe ein.

Verwenden des Effekts „Schmieren“

  1. Öffnen Sie die Ebene in einem Ebenenfenster.
  2. Erstellen Sie die Masken bzw. fügen Sie die Masken ein, die Sie als Grenz- und als Ausgangsmaske verwenden möchten.
  3. Legen Sie durch Positionieren der Grenzmaske den Bereich der Ebene fest, auf den sich der Effekt „Schmieren“ nicht auswirken soll.
  4. Skalieren Sie die Ausgangsmaske und positionieren Sie sie über dem Bereich, der verschoben werden soll.
  5. Aktivieren Sie das Kompositionsfenster und wählen Sie „Effekt“ > „Verzerren“ > „Schmieren“.
  6. Legen Sie durch Eingeben eines Wertes für „Prozent“ fest, in welchem Umfang der Effekt angewendet werden soll.
  7. Verschieben Sie die Ausgangsmaske im Kompositionsfenster an ihre Zielposition, indem Sie sie mit der Maus ziehen oder einen Wert für „Masken-Offset“ eingeben.
  8. Wenn die Ausgangsmaske gedreht werden soll, verwenden Sie die Option „Maskendrehung“. Mit der Option „Maskenskalierung“ können Sie die Größe der Maske ändern.
  9. Ziehen Sie bei Bedarf den Regler „Prozent“ auf den gewünschten Wert und legen Sie die gewünschte Einstellung für „Elastizität“ fest.

Effekt „Wölben“

Der Effekt „Wölben“ verzerrt eine Ebene, indem er einen Bereich des Bildes um eine gewölbte Form legt. Der Effekt „Wölben“ wird durch die Qualitätseinstellung der Ebene beeinflusst. Bei der Qualitätseinstellung „Beste“ werden die versetzten Pixel mit Subpixel-Genauigkeit dargestellt, während sie bei der Qualitätseinstellung „Entwurf“ auf das nächste ganze Pixel gerundet werden.

Dieser Effekt eignet sich für den 8-Bit- und 16-Bit-Farbmodus.

Effekt „Transformieren“

Mit dem Effekt „Transformieren“ werden zweidimensionale geometrische Transformationen auf eine Ebene angewendet. Der Effekt ergänzt damit die Transformationseigenschaften, die für jede Ebene im Zeitleistenfenster zur Verfügung stehen. Die Optionen „Ankerpunkt“, „Position“, „Drehung“, „Skalierung“ und „Deckkraft“ funktionieren auf die gleiche Weise wie die Transformationseigenschaften der Ebene im Zeitleistenfenster.

Sie können den Verschlusswinkel für die Bewegungsunschärfe für diese Ebene unabhängig vom Verschlusswinkel für die Komposition festlegen. (Bewegungsunschärfe muss für die Ebene und für die Komposition aktiviert sein, damit dies relevant wird.)

Hinweis:

Dieser Effekt verhält sich abhängig von der Eingabeebene. Dies bedeutet, damit eine Ebene sich um die linke obere Ecke dreht, müssen Sie die Ebene im Ebenenfenster öffnen, den Befehl „Transformieren“ im Menü des Ebenenfensters wählen und dann den Ankerpunkt und die Position an die linke obere Ecke verschieben.

Dieser Effekt eignet sich für den 8-Bit- und 16-Bit-Farbmodus.

Neigung

Betrag der Scherung.

Achse der Scherung

Die Achse, um die herum die Scherung auftritt.

Effekt „Turbulentes Versetzen“

Der Effekt „Turbulentes Versetzen“ erzeugt mithilfe fraktaler Störungen (Fraktalrauschen) Turbulenzverzerrungen in einem Bild. So können Sie mit diesem Effekt z. B. fließendes Wasser, Spiegelkabinetteffekte und wehende Fahnen erzeugen.

Dieser Effekt eignet sich für den 8-Bit-, 16-Bit- und 32-Bit-Farbmodus.

Versetzung

Die Art der verwendeten Turbulenz. Die Optionen „Turbulent (sanfter)“, „Wölben (sanfter)“ und „Drehen (sanfter)“ erzeugen jeweils die gleiche Wirkung wie die Optionen „Turbulent“, „Wölben“ und „Drehen“ mit dem Unterschied, dass mit der Option „sanfter“ weichere Verkrümmungen erreicht werden, die mehr Zeit zum Rendern benötigen können. Mit der Option „Vertikale Versetzung“ wird das Bild lediglich vertikal verkrümmt. Mit der Option „Horizontale Versetzung“ wird das Bild lediglich horizontal verkrümmt. Mit der Option „Horizontale und vertikale Versetzung“ wird das Bild sowohl vertikal als auch horizontal verkrümmt.

Betrag

Höhere Werte bewirken stärkere Verzerrungen.

Größe

Je höher der Wert, desto größer die verzerrten Bereiche.

Offset (Turbulenz)

Legt den Teil der Fraktalform fest, mit dem die Verzerrung erstellt wird.

Komplexität

Legt fest, wie viel Detail in der Turbulenz zu sehen ist. Niedrigere Werte bewirken weichere Verzerrungen.

Evolution

Durch Animation dieser Einstellung erzeugen Sie Änderungen der Turbulenz über einen Zeitverlauf.

Hinweis:

Obwohl der Evolutionswert in als Umdrehungen bezeichneten Einheiten festgelegt wird, sollten Sie unbedingt beachten, dass diese Umdrehungen zunehmen. Die Evolution nimmt bei jedem neuen Wert bis ins Endlose zu. Verwenden Sie die Option „Zyklusevolution“, um die Evolutionseinstellung bei jeder Umdrehung zum Ursprungszustand zurückkehren zu lassen.

Optionen für Evolution

Die Evolutionsoptionen bieten Einstellungen, die den Effekt für einen kurzen Zyklus rendern und ihn danach für die Dauer der Ebene in einer Schleife laufen lassen. Mit diesen Einstellungen können Sie die Turbulenzelemente in Schleifen vorrendern und so die für das Rendern erforderliche Zeit verkürzen.

Zyklusevolution

Erstellt eine Schleife, die den Evolutionszustand zwingt, wieder zum Startpunkt zurückzukehren.

Zyklus

Die Anzahl der Umdrehungen der Einstellung „Evolution“, die die fraktale Störung durchläuft, bevor sie wiederholt wird. Die Zeitdauer zwischen den „Evolution“-Keyframes bestimmt die Wiedergabegeschwindigkeit der Evolutionszyklen.

Hinweis:

Die Einstellung „Zyklus“ beeinflusst nur den Zustand des Fraktals, nicht die Geometrie oder andere Einstellungen. Mit anderen Einstellungen für „Größe“ oder „Offset“ können Sie andere Ergebnisse erhalten.

Zufallsverteilung

Gibt einen Wert an, den der Effekt zur Generierung der fraktalen Störung verwendet. Das Animieren dieser Eigenschaft führt zu einem plötzlichen Wechsel von einem Satz fraktaler Formen zu einem anderen (innerhalb desselben Fraktaltyps). Dies ist normalerweise kein erwünschtes Ergebnis. Animieren Sie die Eigenschaft „Evolution“, um eine glatte Überblendung der fraktalen Störung zu erhalten.

Hinweis:

Erstellen Sie Animationen fraktaler Störungen, indem Sie vorher erstellte Evolutionszyklen neu verwenden und nur den Wert „Zufallsverteilung“ ändern. Durch Eingeben eines Wertes für „Zufallsverteilung“ wird das Störungsmuster verändert, ohne dass die Evolutionsanimation gestört wird.

Randausgleich

Gibt an, welche Kanten „festgesteckt“ werden sollen, sodass die Pixel entlang dieser Kanten nicht versetzt werden.

Ebene neu skalieren

Ermöglicht die Ausdehnung des verzerrten Bildes über die ursprünglichen Grenzen der Ebene hinaus.

Erstellen einer nahtlosen Schleife unter Verwendung des Effekts „Turbulentes Versetzen“

  1. Richten Sie für die Einstellung „Evolution“ zwei Keyframes ein. Legen Sie dabei nur volle Umdrehungen fest.
  2. Ändern Sie die Zeitdauer zwischen den Keyframes und die Anzahl der Umdrehungen für „Evolution“ so lange, bis Sie mit dem Aussehen der Versetzung zufrieden sind.
  3. Aktivieren Sie die Option „Zyklusevolution“.
  4. Legen Sie einen Wert für „Zyklus“ fest, der durch die Anzahl der für „Evolution“ festgelegten Umdrehungen glatt teilbar ist.
  5. Verschieben Sie im Zeitleistenfenster die Zeitmarke für den aktuellen Zeitpunkt auf den Zeitpunkt, an dem der Zyklus beendet wird. Wenn Sie z. B. als Zykluswert 2 festgelegt haben, müssen Sie den Frame suchen, an dem der Umdrehungswert unter „Evolution“ gleich 2 ist.
  6. Setzen Sie die Zeitmarke für den aktuellen Zeitpunkt einen Frame zurück, damit in der nahtlosen Schleife kein doppelter Frame vorhanden ist.
  7. Drücken Sie auf die Taste „eckige Klammer zu“ (]), um den Out-Point der Ebene auf die aktuelle Zeit zu trimmen.
  8. Rendern Sie diese Ebene vor und importieren Sie sie in das Projekt.
  9. Legen Sie für dieses vorgerenderte Footageelement fest, dass es als Schleife wiedergegeben wird. (Siehe Wiedergabe eines Footageelements als Schleife.)

    Hinweis:

    Wenn Sie für eine der anderen Eigenschaften Keyframes einrichten, müssen Sie sie an dem Punkt im Zeitleistenfenster, an dem sich der Zyklus zu wiederholen beginnt, auf ihre Originalwerte zurücksetzen. Ansonsten werden diese Eigenschaften nicht als Schleife wiedergegeben.

Effekt „Strudel“

Mit dem Effekt „Strudel“ wird ein Bild verzerrt, indem eine Ebene um ihren Mittelpunkt gedreht wird. Das Bild wird in der Mitte stärker verzerrt als am Rand, sodass bei sehr hohen Einstellungswerten ein Wasserstrudel erzeugt wird. Da die Verzerrung in diesem Effekt signifikant ist, verwendet After Effects zur Erzeugung möglichst hochwertiger Bilder spezielle Antialiasing-Techniken. Folglich kann das Rendern des Effekts „Strudel“ besonders viel Zeit in Anspruch nehmen.

Dieser Effekt eignet sich für den 8-Bit-, 16-Bit- und 32-Bit-Farbmodus.

Winkel

Gibt an, wie stark das Bild verstrudelt werden soll. Positive Werte bewirken eine Strudelverzerrung im Uhrzeigersinn, negative Werte gegen den Uhrzeigersinn. Wenn Sie einen Wasserstrudel erzeugen möchten, animieren Sie den Winkel.

Radius

Gibt den Radius des Strudels vom Zentrum aus an. Dieser Wert ist ein Prozentsatz der Breite bzw. Höhe der Ebene, je nachdem, welcher Wert größer ist. So wird z. B. beim Wert 50 ein Strudel erzeugt, der sich bis an den Rand der Ebene erstreckt.

Effekt „Verkrümmen“

Mit dem Effekt „Verkrümmen“ können Sie After Effects-Ebenen verzerren oder deformieren. Die Verkrümmungsstile funktionieren im Wesentlichen wie die Verkrümmen-Effekte in Adobe Illustrator und der Effekt „Text verkrümmen“ in Adobe Photoshop.

Dieser Effekt eignet sich für den 8-Bit- und 16-Bit-Farbmodus.

Effekt „Verkrümmen“
Effekt „Verkrümmen“ auf eine Ebene angewendet

Effekt „Verkrümmungsstabilisierung“

Bei der Verkrümmungsstabilisierung handelt es sich um eine neue Option zur Stabilisierung von verwackeltem Footage. Weitere Informationen finden Sie unter Stabilisieren von Bewegungen mit dem Effekt „Verkrümmungsstabilisierung“ (CS5.5 und höher).

Effekt „Komplexe Wellen“

Der Effekt „Komplexe Wellen“ erzeugt den Eindruck einer über das Bild wandernden Welle. Sie können ganz unterschiedliche Wellenformen erstellen, von quadratischen Wellen über kreisförmige Wellen bis hin zu Sinuswellen. Der Effekt „Komplexe Wellen“ wird (ohne Keyframes oder Expressions) automatisch mit einer über den gesamten Zeitraum konstanten Geschwindigkeit animiert. Legen Sie zur Steuerung von Geschwindigkeiten Keyframes oder Expressions fest.

Dieser Effekt eignet sich für den 8-Bit- und 16-Bit-Farbmodus.

Wellenart

Die Form der Welle.

Wellenhöhe

Die Entfernung zwischen den einzelnen Wellenbergen (in Pixeln).

Breite

Die Größe der Welle (in Pixeln).

Richtung

Die Richtung, in der die Wellen über das Bild wandern. Bei einem Wert von 225 Grad z. B. wandern die Wellen diagonal von rechts oben nach links unten.

Wellengeschwindigkeit

Die Geschwindigkeit, mit der sich die Wellen fortbewegen (in Kreisen pro Sekunde). Bei einem negativen Wert wird die Richtung der Wellen umgekehrt und beim Wert 0 wird keinerlei Bewegung erzeugt. Wenn sich die Geschwindigkeit im Laufe der Zeit ändern soll, geben Sie für diese Einstellung den Wert 0 an und richten Sie dann für die Eigenschaft „Phase“ der Ebene einen Keyframe oder eine Expression ein.

Randausgleich

Gibt an, welche Kanten „festgesteckt“ werden sollen, sodass diese Kanten nicht versetzt werden.

Phase

Der Punkt auf der Wellenform, von dem ein Wellenkreis ausgeht. Beispiel: Bei „0 Grad“ geht die Welle vom Mittelpunkt ihrer abfallenden Seite, bei „90 Grad“ vom tiefsten Punkt des Wellentals aus.

Antialiasing

Gibt den Grad des Antialiasing (der Kantenglättung) an, das auf das Bild angewendet werden soll. In vielen Fällen reicht jedoch eine niedrigere Einstellung aus, um befriedigende Ergebnisse zu erzielen. Eine hohe Einstellung kann zu einer deutlich längeren Renderzeit führen. Antialiasing wird nur dann durchgeführt, wenn für die Ebene die Qualitätseinstellung „Beste“ ausgewählt wurde.

Effekte von Drittanbietern

Effekte von Drittanbietern in dieser Kategorie, die in After Effects enthalten sind:

  • CC-Effekt „Bend It“

  • CC-Effekt „Bender“

  • CC-Effekt „Blobbylize“

  • CC-Effekt „Flo Motion“

  • CC-Effekt „Griddler“

  • CC-Effekt „Lens“

  • CC-Effekt „Page Turn“

  • CC-Effekt „Power Pin“

  • CC-Effekt „Ripple Pulse“

  • CC-Effekt „Slant“

  • CC-Effekt „Smear“

  • CC-Effekt „Split “

  • CC-Effekt „Split 2“

  • CC-Effekt „Tiler“

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