Rendern und Exportieren von Standbildsequenzen

Sie können einen gerenderten Film als Standbildsequenz exportieren, wobei dann jeder Frame des Films als separate Standbilddatei ausgegeben wird. Beim Rendern eines Films mit mehreren Computern in einem Netzwerk wird der Film immer als Standbildsequenz ausgegeben. Standbildsequenzen werden von vielen 3D-Animationsprogrammen unterstützt. Sequenzen von PNG-Dateien eignen sich oft gut zum Übertragen von visuellen Elementen aus After Effects nach Flash Professional.

Beim Erstellen eines Films zur Übertragung auf Film müssen Sie eine Standbildsequenz erstellen, die sie dann mit einem Filmrecorder auf Film übertragen können.

Das Erstellen einer Sequenz von PSD-Dateien bietet eine gute Möglichkeit, um Frames zur Korrektur und Bearbeitung in Photoshop zu übertragen. Dann können Sie die Bildsequenz wieder in After Effects importieren.

Bei der Festlegung des Ausgabedateinamens für eine Standbildsequenz geben Sie eigentlich eine Dateibenennungsvorlage an. Der von Ihnen angegebene Name muss in rechteckige Klammern eingeschlossene Rautenzeichen enthalten ([#####]). Wenn After Effects die einzelnen Frames rendert und Dateinamen für die Frames erstellt, wird der Teil [#####] des Namens durch eine Nummer ersetzt, die die Reihenfolge der Frames in der Sequenz angibt. Durch die Angabe von mymovie_[#####].tga würden beispielsweise Ausgabedateien als „mymovie_00001.tga“, „filmout_00002.tga“ usw. benannt.

Maximal sind 32.766 Frames in einer Standbildsequenz zulässig.

Rendern und Exportieren eines einzelnen Frames einer Komposition

Sie können einen einzelnen Frame entweder als Adobe Photoshop-Datei (PSD) mit intakten Ebenen oder als gerendertes Bild aus einer Komposition exportieren. Dies eignet sich zum Bearbeiten von Dateien in Adobe Photoshop, Vorbereiten von Dateien für Adobe Encore, Erstellen eines Stellvertreters oder Exportieren eines Bildes aus einem Film für Poster oder Storyboards.

Bei Verwendung des Befehls „Photoshop mit Ebenen“ bleiben alle Ebenen aus einem einzelnen Frame einer After Effects-Komposition in der entstehenden Photoshop-Datei erhalten. Verschachtelte Kompositionen mit max. fünf Ebenen bleiben in der PSD-Datei als Ebenengruppen erhalten. Die PSD-Datei übernimmt die Farbtiefe aus dem After Effects-Projekt.

Außerdem enthält die aus Ebenen bestehende Photoshop-Datei ein eingebettetes Composite-Bild (in dem die Ebenen auf eine Ebene reduziert sind) sämtlicher Ebenen. Dadurch wird sichergestellt, dass die Datei auch mit Anwendungen, die keine Photoshop-Ebenen unterstützen, kompatibel ist. Diese Anwendungen zeigen die Composite-Datei an und ignorieren die Ebenen.

Eine in After Effects gespeicherte Photoshop-Datei mit Ebenen kann anders aussehen als der in After Effects angezeigte Frame, wenn vom Frame Funktionen verwendet werden, die Photoshop nicht unterstützt. Wenn der Frame zum Beispiel eine Füllmethode enthält, die in Photoshop nicht zur Verfügung steht, wird diese in der Ebene durch eine möglichst ähnliche Füllmethode ersetzt, doch das eingebettete Composite-Bild (nur in Anwendungen sichtbar, die keine Photoshop-Ebenen unterstützen) sieht identisch aus. Alternativ können Sie den Frame mit dem Befehl „Komposition“ > „Frame speichern unter“ (Windows) bzw. „Frame sichern unter“ (Mac OS) > „Datei“ (Windows) bzw. „Ablage“ (Mac OS) rendern, um eine reduzierte und gerenderte Version der Datei ins PSD-Format zu exportieren.

Unter „Frame speichern unter > Photoshop-Ebenen“ generierte PSD-Dateien verfügen über das eingebettete Farbprofil sRGB IEC61966-2.1 ICC, falls das Farbmanagement für das Projekt deaktiviert ist (der Arbeitsfarbraum des Projekts ist auf „Kein“ eingestellt). Wenn das Farbmanagement für das Projekt aktiviert ist (der Arbeitsfarbraum des Projekts ist nicht auf „Kein“ eingestellt), verfügen die über „Frame speichern unter > Photoshop-Ebenen“ generierten PSD-Dateien über das eingebettete Farbeprofil, das dem Arbeitsfarbraum des Projekts entspricht. (Siehe Farbmanagement und Farbprofile.)

  1. Gehen Sie zu dem zu exportierenden Frame, um diesen im Kompositionsfenster anzuzeigen.
  2. Führen Sie einen der folgenden Schritte aus:
    • Zum Rendern eines einzelnen Frames wählen Sie „Komposition“ > „Frame speichern unter“ (Windows) bzw. „Frame sichern unter“ (Mac OS) > „Datei“ (Windows) bzw. „Ablage“ (Mac OS). Ändern Sie bei Bedarf Einstellungen in der Renderliste und klicken Sie dann auf „Rendern“.

    • Zum Exportieren eines einzelnen Frames als Adobe Photoshop-Datei mit Ebenen wählen Sie „Komposition“ > „Frame speichern unter“ (Windows) bzw. „Frame sichern unter“ (Mac OS) > „Photoshop mit Ebenen“.

Hinweis:

Wenn Sie die Standardausgabeeinstellungen für den Befehl „Frame speichern unter > Datei“ ändern möchten, ändern Sie die Einstellungen für die Standardvorlage für Rendereinstellungen für Frames (siehe Erstellen, Bearbeiten und Verwalten von Vorlagen für Rendereinstellungen.)

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