Vorbereitende Schritte für die Farb- und Tonwertkorrektur

Mit den leistungsfähigen Werkzeugen in Photoshop kann die Farbe und Tonalität (Helligkeit, Dunkelheit und Kontrast) in Bildern verbessert, repariert und korrigiert werden. Bevor Sie jedoch mit dem Korrigieren von Farben und Tonwerten beginnen, sollten Sie die folgenden Hinweise beachten.

  • Verwenden Sie stets einen kalibrierten Monitor mit Farbprofil. Wenn es bei der Bildbearbeitung auf die korrekte Farbdarstellung ankommt, sind die Kalibrierung und die Verwendung eines Farbprofils von entscheidender Bedeutung. Andernfalls sieht das Bild auf anderen Monitoren oder im Ausdruck anders aus als bei Ihnen.

  • Verwenden Sie zur Anpassung des Tonwertbereichs und der Farbbalance Ihres Bildes Einstellungsebenen. Mithilfe von Einstellungsebenen können Sie zurückgehen und zusätzliche Tonwertanpassungen vornehmen, ohne die Daten aus der Bildebene zu löschen oder sie dauerhaft zu ändern. Beachten Sie dabei aber, dass die Bilddatei bei Verwendung von Einstellungsebenen größer wird und mehr Arbeitsspeicher beansprucht. Einstellungsebenen werden automatisch erstellt, sobald sie Farb- und Tonwertbefehle im Korrekturenbedienfeld verwenden.

  • Wenn Sie keine Einstellungsebenen verwenden möchten, können Sie Korrekturen auch direkt an der Bildebene vornehmen. Beachten Sie, dass beim direkten Korrigieren von Farb- oder Tonwerten an der Bildebene einige Bildinformationen verloren gehen können.

  • Die besten Korrekturergebnisse bei maximaler Beibehaltung der Bilddaten erzielen Sie, wenn das zu bearbeitende Bild als 16-Bit-Bild (16 Bit pro Kanal) statt als 8-Bit-Bild vorliegt. Wenn Sie Tonwert- und Farbkorrekturen durchführen, werden dabei Daten gelöscht. Der Verlust von Bildinformationen wiegt bei 8-Bit-Bildern schwerer als bei 16-Bit-Bildern. Allgemein gilt, dass die Dateigröße von 16-Bit-Bildern höher ist als die von 8-Bit-Bildern.

  • Duplizieren Sie die Bilddatei bzw. erstellen Sie eine Kopie der Datei. Auf diese Weise bleibt das Original unangetastet und Sie können bei Bedarf darauf zurückgreifen.

  • Entfernen Sie vor dem Korrigieren von Farben und Tonwerten alle fehlerhaften Stellen aus dem Bild, wie z. B. Staubspuren, kleine Schönheitsfehler und Kratzer.

  • Öffnen Sie die „Erweiterte Ansicht“ des Info- bzw. Histogrammbedienfelds. Beim Beurteilen und Korrigieren von Bildern werden in beiden Bedienfeldern wertvolle Informationen zu den Auswirkungen Ihrer Anpassungen angezeigt.

  • Mithilfe von Auswahlen oder Masken können Sie den Bereich einschränken, in dem Sie Farb- und Tonwertkorrekturen vornehmen möchten. Eine weitere Möglichkeit, Farb- und Tonwertkorrekturen selektiv anzuwenden, besteht darin, die Bildkomponenten Ihres Dokuments in unterschiedlichen Ebenen einzurichten. Farb- und Tonwertkorrekturen werden immer nur einer Ebene zugewiesen. Jegliche Änderungen gelten nur für die Bildkomponenten auf der Zielebene.

Korrigieren von Bildern

Beim Korrigieren der Tonalität und Farben eines Bildes gehen Sie im Allgemeinen folgendermaßen vor:

  1. Überprüfen Sie mithilfe des Histogramms die Qualität und den Tonwertbereich des Bildes.

  2. Um auf die Einstellungen für die Farb- und Tonwertkorrektur zugreifen zu können, muss das Korrekturenbedienfeld geöffnet sein. Klicken Sie auf das jeweilige Symbol, um auf die in den folgenden Schritten beschriebenen Korrekturen zugreifen zu können. Wenn Sie Korrekturen über das Korrekturenbedienfeld vornehmen, wird eine Einstellungsebene erstellt. Die Arbeit mit Einstellungsebenen ermöglicht flexibleres Arbeiten und sorgt dafür, dass keine Bildinformationen verloren gehen. Siehe Korrekturbedienfeld – Übersicht und Einstellungs- und Füllebenen.

  3. Passen Sie die Farbbalance an, um unerwünschte Farbstiche zu entfernen oder Farben mit zu starker bzw. zu geringer Sättigung zu korrigieren. Siehe Farbkorrekturbefehle.

  4. Für Änderungen am Tonwertbereich können Sie das Korrekturenbedienfeld „Tonwertkorrektur“ oder „Gradationskurven“ verwenden.

    Beginnen Sie die Tonwertkorrektur mit dem Einstellen der Werte für die hellsten (Lichter) und dunkelsten (Tiefen) Pixel im Bild und legen Sie so den Gesamttonwertbereich für das Bild fest. Dieser Vorgang wird als Einstellen der Lichter und Tiefen oder Einstellen der Weiß- und Schwarzpunkte bezeichnet. Beim Einstellen der Lichter und Tiefen werden i. d. R. die Mitteltonpixel in geeigneter Weise neu verteilt. Es ist jedoch möglich, dass Sie die Mitteltöne noch manuell anpassen müssen.

    Passen Sie mithilfe des Befehls „Tiefen/Lichter“ die Tonalität ausschließlich in den Tiefen- und Lichterbereichen an. Siehe Verbessern der Details von Tiefen und Lichtern.

  5. (Optional) Führen Sie weitere Farbkorrekturen durch.

    Wenn Sie die Gesamtfarbbalance des Bildes korrigiert haben, können Sie durch weitere Korrekturen Farben verbessern oder Spezialeffekte erstellen.

  6. Zeichnen Sie die Bildkonturen scharf.

    Verwenden Sie als einen der letzten Schritte den Filter „Unscharf maskieren“ oder „Selektiver Scharfzeichner“, um die Kanten im Bild scharfzuzeichnen. In welchem Umfang ein Schärfen für ein Bild erforderlich ist, hängt von der Qualität ab, in der das Bild von der verwendeten Digitalkamera bzw. dem verwendeten Scanner ausgegeben wird. Siehe Scharfzeichnen von Bildern.

  7. (Optional) Nehmen Sie die erforderlichen Anpassungen für den Drucker oder die Druckmaschine vor, auf dem oder der das Bild ausgegeben werden soll.

    Mit den Einstellungen im Korrekturenbedienfeld „Tonwertkorrektur“ oder „Gradationskurven“ können Sie Lichter- und Tiefeninformationen in den Farbumfang des Ausgabegeräts, z. B. Ihres Desktop-Druckers, importieren. Diese Schritte können Sie auch vornehmen, wenn Ihr Bild auf einer Druckmaschine ausgegeben werden soll und Sie deren Merkmale kennen.

    Da sich beim Schärfen der Kontrast zwischen den benachbarten Pixeln erhöht, kann es passieren, dass einige Pixel in kritischen Bereichen nicht mehr auf dem verwendeten Drucker bzw. der Druckmaschine gedruckt werden können. Daher wird empfohlen, die Feinabstimmung der Ausgabe-Einstellungen erst nach dem Schärfen durchzuführen. Weitere Informationen zum Anpassen der Ausgabe-Einstellungen finden Sie unter Festlegen von Zielwerten für Lichter und Tiefen.

Korrekturenbedienfeld – Übersicht

Die für die Korrektur von Farb- und Tonwerten erforderlichen Werkzeuge stehen im Korrekturenbedienfeld zur Verfügung. Durch Klicken auf ein Werkzeugsymbol wird sowohl eine Korrektur ausgewählt als auch automatisch eine zugehörige Einstellungsebene erstellt. Die Korrekturen, die Sie mit den Steuerelementen und Optionen im Korrekturenbedienfeld vornehmen, erzeugen nicht-destruktive Einstellungsebenen. Siehe Einstellungs- und Füllebenen.

Im Eigenschaftenbedienfeld befindet sich ein Vorgabenmenü mit den Korrekturvorgaben. Es stehen Vorgaben für Tonwerte, Gradationskurven, Belichtung, Farbton/Sättigung, Schwarzweiß, Kanalmixer und Selektive Farbkorrektur zur Verfügung. Wenn Sie auf eine der Vorgaben klicken, wird diese in Form einer Einstellungsebene auf das Bild angewendet. Sie können Korrektureinstellungen jederzeit als Vorgabe speichern. Die so gespeicherten Vorgaben werden daraufhin ebenfalls in der Vorgabenliste angezeigt.

Durch Klicken auf ein Korrektursymbol oder eine Vorgabe öffnen Sie die Einstellungsoptionen für diese Korrektur.

Ein Video hierzu finden Sie unter Control which layers are affected by an adjustment layer (Steuern, welche Ebenen von einer Einstellungsebene betroffen sind, in englischer Sprache).

Anwenden einer Korrektur mit dem Korrekturenbedienfeld

  1. Klicken Sie im Korrekturenbedienfeld auf ein Korrektursymbol oder wählen Sie eine Korrektur aus dem Bedienfeldmenü aus.

  2. Verwenden Sie die Steuerelemente und Optionen im Eigenschaftenbedienfeld, um die gewünschten Einstellungen anzuwenden.

  3. (Optional) Führen Sie einen der folgenden Schritte aus:
    • Wenn Sie die Korrektur ein- oder ausblenden möchten, klicken Sie auf die Schaltfläche „Ebenensichtbarkeit ein/aus“ .
    • Wenn Sie die ursprünglichen Einstellungen wiederherstellen möchten, klicken Sie auf die Schaltfläche „Zurücksetzen“ .
    • Wenn Sie die Korrektur löschen möchten, klicken Sie auf die Schaltfläche „Diese Einstellungsebene löschen“ .
    • Wenn Sie die Breite des Korrekturenbedienfelds vergrößern möchten, ziehen Sie eine untere Ecke des Bedienfelds.

Anwenden einer Korrektur nur auf die darunter liegende Ebene

  1. Klicken Sie im Korrekturenbedienfeld auf ein Korrektursymbol oder wählen Sie eine Korrektur aus dem Bedienfeldmenü aus.

  2. Klicken Sie im Korrekturenbedienfeld auf die Schaltfläche „Auf Ebene beschränken“ . Klicken Sie erneut auf das Symbol, wenn die Korrektur für alle unter der Ebene liegenden Ebenen im Ebenenbedienfeld gelten soll.

Speichern und Anwenden von Korrekturvorgaben

Im Eigenschaftenbedienfeld befindet sich ein Vorgabemenü mit den Korrekturvorgaben für das Werkzeug, auf das Sie im Korrekturenbedienfeld geklickt haben. Zusätzlich zu den Standardvorgaben können Sie auch eigene Vorgaben für Tonwerte, Gradationskurven, Belichtung, Farbton/Sättigung, Schwarzweiß, Kanalmixer und Selektive Farbkorrektur speichern und anwenden. Die von Ihnen gespeicherten Vorgaben werden in die Vorgabenliste aufgenommen.

  • Wenn Sie Korrektureinstellungen als Vorgabe speichern möchten, wählen Sie im Menü des Eigenschaftenbedienfelds die Option „Vorgabe speichern“.
  • Um eine Korrekturvorgabe anzuwenden, wählen Sie im Eigenschaftenbedienfeld aus dem Menü „Vorgabe“ eine Vorgabe.

Automatisches Auswählen von Textfeldern oder des Zielgerichtet-korrigieren-Werkzeugs

Wenn Sie häufig Korrekturparameter über Textfelder oder das Zielgerichtet-korrigieren-Werkzeug ändern, können Sie Ihre Effizienz maximieren, indem Sie diese Elemente automatisch auswählen lassen.

  1. Wählen Sie im Menü des Eigenschaftenbedienfelds die Option „Parameter automatisch auswählen“ oder „Zielgerichtet-korrigieren-Werkzeug automatisch auswählen“.

    Hinweis:

    Wenn Sie es bevorzugen, Textfelder nur bei Bedarf auszuwählen, drücken Sie Umschalttaste+Eingabetaste (Windows) bzw. Umschalttaste+Zeilenschalter (Mac OS).

Farbkorrekturbefehle

Die folgenden Farbkorrekturbefehle stehen zur Wahl:

Auto-Tonwertkorrektur

Ermöglicht das schnelle Korrigieren der Farbbalance im Bild. Auch wenn der Name dieses Befehls auf eine automatische Korrektur schließen lässt, können Sie manuell festlegen, wie der Befehl „Auto-Farbe“ ausgeführt werden soll. Siehe Entfernen von Farbstichen mit der Funktion „Auto-Farbe“.

Befehl „Tonwertkorrektur“

Ermöglicht die Korrektur des Farbbalance durch Festlegen der Pixelverteilung für die einzelnen Farbkanäle. Siehe Anpassen von Farben mit der Tonwertkorrektur.

Befehl „Gradationskurven“

Stellt 14 Kontrollpunkte für die Korrektur von Lichtern, Mitteltönen und Tiefen in den einzelnen Kanälen bereit. Siehe Gradationskurven – Übersicht.

Befehl „Belichtung“

Passt die Tonalität anhand von Berechnungen in einem linearen Farbraum an. „Belichtung“ ist vornehmlich für den Einsatz in HDR-Bildern gedacht. Siehe Anpassen der Belichtung für HDR-Bilder.

Befehl „Dynamik“

Ermöglicht die Korrektur der Farbsättigung, sodass so wenig wie möglich beschnitten wird. Siehe Anpassen der Farbsättigung mithilfe der Dynamik.

Befehl „Fotofilter“

Ermöglicht das Durchführen von Farbkorrekturen durch Simulieren der Effekte, die beim Verwenden eines Kodak Wratten- oder Fuji-Objektivfilter erzeugt werden.

Befehl „Farbbalance“

Ermöglicht das Ändern der Gesamtfarbmischung in einem Bild. Siehe Anwenden der Farbbalancekorrektur.

Befehl „Farbton/Sättigung“

Ermöglicht das Anpassen der Farbton-, Sättigungs- und Helligkeitswerte des gesamten Bildes oder einzelner Farbkomponenten. Siehe Anpassen von Farbton und Sättigung.

Befehl „Gleiche Farbe“

Ermöglicht die Übernahme der Farbe aus einem Foto in ein anderes Foto, aus einer Ebene in eine andere Ebene und aus einer Auswahl eines Bildes in eine andere Auswahl desselben oder eines anderen Bildes. Mit diesem Befehl können auch die Luminanz und der Farbbereich angepasst und Farbstiche im Bild ausgeglichen werden. Siehe Abgleichen der Farbe in verschiedenen Bildern.

Farbe ersetzen, Befehl

Ermöglicht das Ersetzen bestimmter Farben in einem Bild durch neue Farbwerte. Siehe Ersetzen der Farbe von Objekten in einem Bild.

Selektive Farbkorrektur, Befehl

Ermöglicht die Änderung des Anteils von Prozessfarben in einzelnen Farbkomponenten. Siehe Vornehmen von selektiven Farbkorrekturen.

Befehl „Kanalmixer“

Ermöglicht das Modifizieren eines Farbkanals und das Durchführen von Farbkorrekturen, die mit den anderen Farbkorrekturwerkzeugen nicht so einfach durchgeführt werden können. Siehe Gemischte Farbkanäle.

Vornehmen von Farbkorrekturen

Alle Photoshop-Farbkorrekturwerkzeuge funktionieren im Wesentlichen auf die gleiche Weise: Ein vorhandener Pixelwertebereich wird einem neuen Wertebereich zugeordnet. Die Werkzeuge unterscheiden sich darin, wie viel Kontrolle sie Ihnen geben. Die Farbkorrekturwerkzeuge und die zugehörigen Optionseinstellungen stehen über das Korrekturenbedienfeld zur Verfügung. Eine Übersicht über die Farbkorrekturwerkzeuge finden Sie unter Farbkorrekturbefehle.

Farbe in einem Bild kann auf verschiedene Art und Weise korrigiert werden. Die flexibelste Methode ist die Verwendung einer Einstellungsebene. Wenn Sie im Korrekturenbedienfeld ein Farbkorrekturwerkzeug auswählen, erstellt Photoshop automatisch eine Einstellungsebene. In diesem Fall werden die Pixel im Bild nicht unwiderruflich geändert, womit Sie die Möglichkeit haben, mit Farb- und Farbtonwertkorrekturen zu experimentieren. Die Farb- und Farbtonänderungen befinden sich in der Einstellungsebene, die als Schleier dient, durch den die darunter liegenden Bildebenen angezeigt werden.

  1. Wenn Sie an einem Teil des Bildes Korrekturen vornehmen möchten, wählen Sie den entsprechenden Ausschnitt aus. Wenn Sie keine Auswahl erstellen, wird die Korrektur auf das gesamte Bild angewendet.
  2. Führen Sie einen der folgenden Schritte durch:
    • Klicken Sie im Korrekturenbedienfeld auf ein Korrektursymbol.
    • Doppelklicken Sie im Ebenenbedienfeld auf die Miniatur einer vorhandenen Einstellungsebene.

    Hinweis:

    Stattdessen können Sie auch auf „Bild“ > „Korrekturen“ klicken und einen Befehl aus dem Untermenü wählen, um Ihre Korrekturen direkt auf die Bildebene anzuwenden. Beachten Sie, dass bei dieser Methode Bildinformationen verloren gehen.

    Neue Einstellungsebenen enthalten eine Ebenenmaske, die standardmäßig leer (oder weiß) ist, was bedeutet, dass die Korrektur auf das gesamte Bild angewendet wird. (Wenn es beim Hinzufügen einer Einstellungsebene eine aktive Auswahl gibt, wird der nicht ausgewählte Bereich schwarz dargestellt.) Mithilfe des Pinsel-Werkzeugs können Sie an den Stellen der Maske, die von der Korrektur ausgenommen werden sollen, schwarze Bereiche malen. Siehe Bearbeiten einer Ebenenmaske.

  3. Klicken Sie zum Umschalten zwischen der Ansicht mit und der Ansicht ohne Korrekturen in den Eigenschaften auf das Symbol „Ebenensichtbarkeit ein/aus“ .

    Hinweis:

    Um die Änderungen abzubrechen, klicken Sie auf die Schaltfläche „Zurücksetzen“ .

Speichern von Korrektureinstellungen

Sie können die Einstellungen für die Farbkorrektur speichern und sie auf andere Bilder anwenden. Die so gespeicherten Einstellungen können dann jederzeit über das Vorgabemenü im Eigenschaftenbedienfeld oder über die Option „Vorgabe laden“ im Menü des jeweiligen Korrektur-Dialogfelds abgerufen werden. Wenn Sie die Einstellungen für die Farbkorrektur über den Befehl „Gleiche Farbe“ speichern, lesen Sie Abgleichen der Farbe in verschiedenen Bildern.

  • Wenn Sie eine Einstellung im Vorgabemenü speichern möchten, wählen Sie im Bedienfeldmenü die Option „Vorgabe speichern“. Diese Option steht nur für „Tonwertkorrektur“, „Gradationskurven“, „Belichtung“, „Farbton/Sättigung“, „Schwarzweiß“, „Kanalmixer“ und „Selektive Farbkorrektur“ zur Verfügung.
  • Um eine Einstellung in den Bildkorrektur-Dialogfeldern „Tiefen/Lichter“ oder „Farbe ersetzen“ zu speichern, klicken Sie auf „Speichern“. In den Bildkorrektur-Dialogfeldern „Tonwertkorrektur“, „Gradationskurven“, „Belichtung“, „Farbton/Sättigung“, „Schwarzweiß“, „Kanalmixer“ und „Selektive Farbkorrektur“ wählen Sie aus dem Bedienfeldmenü die Option „Vorgabe speichern“. Geben Sie einen Namen für die Einstellung ein, und klicken Sie auf „Speichern“.

Erneutes Anwenden von Korrektureinstellungen

Wenn Sie eine Korrektureinstellung speichern, wird diese als Vorgabe abgelegt, die jederzeit wiederverwendet werden kann.

  • Wählen Sie im Eigenschaftenbedienfeld eine Korrekturvorgabe aus dem Menü „Vorgabe“ aus.
  • Wenn Sie sich in einem Korrektur-Dialogfeld befinden, klicken Sie auf „Laden“. Laden Sie die gespeicherte Korrekturdatei. In den Dialogfeldern „Gradationskurven“, „Schwarzweiß“, „Belichtung“, „Farbton/Sättigung“, „Selektive Farbkorrektur“, „Tonwertkorrektur“ und „Kanalmixer“ werden die gespeicherten Vorgaben im Menü „Vorgaben“ angezeigt. Wählen Sie in den Vorgabeoptionen den Befehl „Vorgabe laden“, um eine an einem anderen Ort gespeicherte Vorgabe zu laden, die nicht im Popupmenü „Vorgaben“ angezeigt wird.

Wenn Sie Standardvorgaben entfernen möchten, gehen Sie zu den folgenden Ordnern, entfernen Sie die Vorgaben aus den Ordnern, indem Sie sie löschen oder verschieben, und starten Sie Photoshop dann neu.

  • Windows: [Startlaufwerk]/Programme/Adobe/Adobe Photoshop [Versionsnummer]/Presets/[Korrekturtyp]/[Name der Vorgabe]

  • Mac OS: [Startlaufwerk]/Programme/Adobe Photoshop [Versionsnummer]/Presets/[Korrekturtyp]/[Name der Vorgabe]

Farbkorrekturen in CMYK und RGB

Obwohl Sie alle Farb- und Tonwertkorrekturen im RGB-Modus und die meisten Korrekturen auch im CMYK-Modus durchführen können, sollten Sie beim Wählen eines Modus sehr sorgfältig vorgehen. Vermeiden Sie mehrere Konvertierungen zwischen Modi, da Farbwerte bei jeder Konvertierung gerundet werden und verloren gehen. Vermeiden Sie es, RGB-Bilder in den CMYK-Modus umzuwandeln, wenn sie für die Bildschirmanzeige vorgesehen sind. Nehmen Sie bei CMYK-Bildern, die separiert und gedruckt werden sollen, keine Farbkorrekturen im RGB-Modus vor.

Wenn Sie das Bild von einem Modus in einen anderen konvertieren müssen, sollten Sie die meisten Tonwert- und Farbkorrekturen im RGB-Modus durchführen. Den CMYK-Modus können Sie dann für die Feineinstellung verwenden. Die Vorteile bei der Arbeit im RGB-Modus sind:

  • Bei RGB gibt es weniger Kanäle. Der Computer benötigt daher weniger Arbeitsspeicher.

  • RGB verfügt über einen größeren Farbumfang als CMYK, d. h., nach den Korrekturen werden wahrscheinlich mehr Farben erhalten bleiben.

    Sie können sich Digitalproofs Ihres Dokuments in einer Bildschirmvorschau anzeigen, um sich einen Eindruck davon zu verschaffen, wie die Farben im Dokument bei der Ausgabe auf einem bestimmten Gerät dargestellt werden. Siehe Digitalproofs.

Hinweis:

Sie können ein Bild in einem Fenster im RGB-Modus bearbeiten und dasselbe Bild in einem zweiten Fenster mit CMYK-Farben anzeigen. Wählen Sie „Fenster“ > „Anordnen“ > „Neues Fenster für (Dateiname)“, um ein zweites Fenster zu öffnen. Aktivieren Sie unter „Proof einrichten“ die Option „CMYK-Arbeitsfarbraum“. Wählen Sie dann den Befehl „Farbproof“, um in einem der Fenster die CMYK-Vorschau zu aktivieren.

Identifizieren von Farben außerhalb des Farbumfangs

Ein Farbumfang ist der Farbbereich, der von einem Farbsystem angezeigt oder gedruckt werden kann. Eine Farbe, die im RGB-Modus angezeigt werden kann, liegt möglicherweise außerhalb des Farbumfangs des Ausgabegeräts und kann daher u. U. mit der gewählten CMYK-Einstellung nicht gedruckt werden.

Im RGB-Modus können Sie mit folgenden Methoden feststellen, ob eine Farbe außerhalb des Farbumfangs liegt:

  • Im Infobedienfeld steht neben den CMYK-Werten ein Ausrufezeichen, wenn der Zeiger auf eine Farbe zeigt, die sich außerhalb des Farbumfangs befindet.

  • Sowohl im Farbwähler als auch im Farbbedienfeld wird ein Warndreieck  angezeigt. Wenn Sie eine Farbe auswählen, die sich außerhalb des Farbumfangs befindet, wird ein Farbfeld mit der CMYK-Farbe angezeigt, die der ausgewählten Farbe am ehesten entspricht. Wenn Sie das CMYK-Äquivalent auswählen möchten, klicken Sie auf das Dreieck oder das Farbfeld.

    In Photoshop werden beim Konvertieren eines RGB-Bildes in CMYK alle Farben automatisch in den entsprechenden Farbumfang umgewandelt. Beachten Sie, dass es bei bestimmten Konvertierungsoptionen zum Verlust von Details im Bild kommen kann. Sie können sich vor dem Konvertieren in CMYK anzeigen lassen, welche Farben in einem Bild sich außerhalb des Farbumfangs befinden, und diese dann manuell korrigieren. Sie können mit dem Befehl „Farbumfang-Warnung“ Farben außerhalb des Farbumfangs hervorheben.

Suchen von Farben, die sich außerhalb des Farbumfangs befinden

  1. Wählen Sie „Ansicht“ > „Proof einrichten“ und wählen Sie dann das Proof-Profil, auf dem die Farbumfang-Warnung basieren soll.
  2. Wählen Sie „Ansicht“ > „Farbumfang-Warnung“.

Alle Pixel, die außerhalb des Farbumfangs des aktuellen Proof-Profil-Bereichs liegen, werden grau hervorgehoben.

Ändern der Farbe für die Farbumfang-Warnung

  1. Führen Sie einen der folgenden Schritte durch:
    • (Windows) Wählen Sie „Bearbeiten“ > „Voreinstellungen“ > „Transparenz & Farbumfang-Warnung“.
    • (Mac OS) Wählen Sie „Photoshop“ > „Voreinstellungen“ > „Transparenz & Farbumfang-Warnung“.
  2. Klicken Sie unter „Farbumfang-Warnung“ auf das Farbfeld, um den Farbwähler anzuzeigen. Wählen Sie dann eine neue Warnfarbe und klicken Sie auf „OK“.

    Die besten Ergebnisse erzielen Sie, wenn Sie eine noch nicht im Bild vorhandene Farbe verwenden.

  3. Geben Sie in das Feld „Deckkraft“ einen Wert ein und klicken Sie dann auf „OK“.

    Verwenden Sie diese Option, um einen größeren oder kleineren Teil des darunter liegenden Bildes durch die neue Farbe hindurch anzuzeigen. Die zulässigen Werte liegen zwischen 1 % und 100 %.

    Farbe für Farbumfang-Warnung in Photoshop
    Originalbild und Vorschau der Farben, die sich außerhalb des Farbumfangs befinden, wobei blau als Farbe für die Farbumfang-Warnung ausgewählt wurde

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