Photoshop bietet eine Vielzahl von Werkzeugen, Filtern und Masken, die Ihnen eine präzise Kontrolle über die Bildschärfe (oder Weichzeichnung) geben.

Video | Schärfen in Photoshop CC

Video | Schärfen in Photoshop CC
Pete Collins demonstriert, was sich beim selektiven Scharfzeichner in Photoshop CC verbessert hat...
Pete Collins

Video | Selektiver Fokus in Photoshop

Video | Selektiver Fokus in Photoshop
Photoshop Principal Product Manager Bryan O'Neil Hughes erklärt, wie ein Hintergrund weichgezeichnet und ein Motiv mit der Weichzeichnergalerie in Photoshop hervorgehoben werden kann.
Bryan O'Neil Hughes

Empfehlungen für das Schärfen

Durch Schärfen wird die Kantendefinition in Bildern verbessert. Egal, ob Ihre Bilder aus einer Digitalkamera oder einem Scanner stammen – die meisten Bilder gewinnen durch Schärfen. In welchem Maße dies erforderlich ist, hängt von der Qualität der verwendeten Digitalkamera bzw. des Scanners ab. Beachten Sie jedoch, dass sehr unscharfe Bilder durch Schärfen nicht ausreichend korrigiert werden können.

Tipps für ein besseres Schärfen:

  • Schärfen Sie das Bild in einer separaten Ebene, damit Sie das Bild später erneut schärfen können, um es auf einem anderen Medium auszugeben.

  • Wenn Sie Ihr Bild in einer separaten Ebene schärfen, geben Sie als Mischmodus (Füllmethode) für die Ebene „Luminanz“ an, um Farbverschiebungen an Kanten zu vermeiden.

  • Schärfen erhöht den Bildkontrast. Wenn Sie den Eindruck haben, dass Lichter oder Tiefen nach dem Scharfzeichnen beschnitten sind, verwenden Sie die Steuerelemente zur Ebenenfüllung (sofern Sie in einer separaten Ebene scharfzeichnen), um das Scharfzeichnen von Lichtern und Tiefen zu verhindern. Siehe Festlegen eines Tonwertbereichs für das Füllen von Ebenen.

  • Reduzieren Sie vor dem Schärfen von Bildern Bildrauschen, damit das Rauschen nicht verstärkt wird.

  • Zeichnen Sie das Bild in mehreren kleinen Schritten scharf. Korrigieren Sie beim ersten Schärfen Unschärfen, die während der Aufnahme entstanden sind (beim Scannen oder Fotografieren mit einer Digitalkamera). Wenn Sie Farbkorrekturen durchgeführt und die Bildgröße angepasst haben, zeichnen Sie das Bild (oder eine Kopie) erneut scharf, um die dem Ausgabemedium angemessene Schärfe zu erzielen.

  • Prüfen Sie die Ergebnisse des Schärfens (falls möglich), indem Sie das Bild auf dem endgültigen Medium ausgeben. Der erforderliche Umfang des Schärfens variiert je nach Ausgabemedium.

Verwenden Sie für eine bessere Kontrolle beim Schärfen von Bildern den Filter „Unscharf maskieren“ bzw. „Selektiver Scharfzeichner“. Darüber hinaus enthält Photoshop noch die Filter „Scharfzeichnen“, „Konturen scharfzeichnen“ und „Stärker scharfzeichnen“. Diese sind aber automatische Filter, die nicht angepasst werden können.

Sie können das gesamte Bild schärfen oder nur einen Bereich, indem Sie eine Auswahl bzw. Maske verwenden. Da sowohl der Unscharf-maskieren-Filter als auch der Selektiver-Scharfzeichner-Filter immer nur auf jeweils eine Ebene angewendet werden können, müssen Sie u. U. Ebenen zusammenfügen oder Ihre Datei auf eine Ebene reduzieren, um in Dateien mit mehreren Ebenen alle Bildebenen scharfzuzeichnen.

Hinweis:

Die Name „Unscharf maskieren“ stammt aus einer Dunkelkammertechnik, die in der traditionellen filmbasierten Fotografie verwendet wird. Dieser Filter zeichnet Bilder scharf, nicht etwa unscharf.

Schärfen mit „Selektiver Scharfzeichner“

Der Selektiver-Scharfzeichner-Filter verfügt über weitere Steuerelemente, die im Unscharf-maskieren-Filter nicht verfügbar sind. Sie können einen Scharfzeichnungsalgorithmus festlegen oder den Scharfzeichnungswert in Tiefen und Lichtern steuern.

Photoshop CC Dialogfeld „Selektiver Scharfzeichner“
(Photoshop CC) Dialogfeld „Selektiver Scharfzeichner“

  1. Vergrößern Sie das Dokumentfenster auf 100 %, um das Schärfen exakt anzeigen zu können.
  2. Wählen Sie „Filter“ > „Scharfzeichnungsfilter“ > „Selektiver Scharfzeichner“.

  3. Legen Sie die Optionen auf der Registerkarte „Scharfzeichnen“ fest:

    Stärke

    Legt den Umfang des Schärfens fest. Höhere Werte erhöhen den Kontrast zwischen Kantenpixeln, wodurch der Eindruck größerer Schärfe entsteht.

    Radius

    Legt fest, wie viele Pixel um die Kantenpixel durch das Schärfen geändert werden. Je größer der festgelegte Wert für den Radius, desto breiter ist der Kantenbereich und desto deutlicher der Effekt.

    Rauschen reduzieren

    (nur Photoshop CC) Reduzieren Sie unerwünschtes Rauschen, ohne dass sich dies auf wichtige Kanten auswirkt.

    Entfernen

    Legt den verwendeten Scharfzeichnungsalgorithmus fest.

    „Gaußscher Weichzeichner“ ist die Methode, die vom Unscharf-maskieren-Filter verwendet wird.

    „Objektivunschärfe“ ermittelt die Kanten und Details im Bild und führt zu feinerem Schärfen von Details und geringeren Kranzeffekten.

    „Bewegungsunschärfe“ versucht, die Unschärfen zu reduzieren, die durch Bewegungen der Kamera oder des Motivs entstehen. Verwenden Sie die Winkelsteuerung, wenn Sie „Bewegungsunschärfe“ auswählen.

    Winkel

    Legt die Bewegungsrichtung fest, wenn in der Dropdown-Liste „Verringern“ die Option „Bewegungsunschärfe“ ausgewählt ist.

    Genauer

    (nur CS6 only) Verlängert die Verarbeitungszeit, damit Unschärfen präziser entfernt werden.

  4. Passen Sie das Schärfen von dunklen und hellen Bereichen auf den Registerkarten „Tiefen“ und „Lichter“ an. (Klicken Sie auf „Erweitert“, um die Registerkarten anzuzeigen). Wenn die dunklen oder hellen Scharfzeichnungskränze zu intensiv sind, können Sie sie mit folgenden Steuerelementen verringern (nur bei Bildern mit 8 oder 16 Bit pro Kanal):

    Verblassen um

    Passt den Umfang des Schärfens in Tiefen bzw. Lichtern an.

    Tonbreite

    Ermöglicht die Festlegung der Breite des Tonbereichs in den Tiefen bzw. Lichtern, der verändert wird. Wenn Sie den Schieberegler nach links verschieben, sinkt der Wert für die Tonbreite. Das Verschieben nach rechts führt zu einer Erhöhung des Werts. Je kleiner der Wert, desto stärker werden die Korrekturen auf die dunkleren (Tiefen) bzw. helleren Bereiche (Lichter) beschränkt.

    Radius

    Ermöglicht die Festlegung des Bereichs um die einzelnen Pixel, anhand dessen festgelegt wird, ob sich ein Pixel in den Tiefen oder Lichtern befindet. Wenn Sie den Schieberegler nach links verschieben, wird ein kleinerer Bereich definiert. Wenn Sie den Schieberegler nach rechts verschieben, wird ein größerer Bereich definiert.

  5. Klicken Sie auf „OK“.

Schärfen mit „Unscharf maskieren“

Der Unscharf-maskieren-Filter zeichnet ein Bild scharf, indem er den Kontrast entlang den Bildkanten erhöht. Der Unscharf-maskieren-Filter erkennt keine Kanten in Bildern. Stattdessen sucht er nach Pixeln, die sich um einen von Ihnen angegebenen Schwellenwert von den benachbarten Pixeln unterscheiden. Der Kontrast der benachbarten Pixel wird dann um den festgelegten Wert erhöht. Bei benachbarten Pixeln werden somit die helleren Pixel heller und die dunkleren Pixel dunkler.

Außerdem können Sie den Radius des Bereichs festlegen, mit dem jedes Pixel verglichen wird. Je größer der Radius, desto stärker sind die Kanteneffekte.

Unscharf maskieren in Photoshop
Bild vor und nach der Korrektur mit dem Unscharf-maskieren-Filter

In welchem Maße Bildern ein Scharfzeichnungseffekt zugewiesen werden sollte, ist häufig Ansichtssache. Bedenken Sie, dass bei einem zu stark geschärften Bild ein Farbkranzeffekt an den Kanten entsteht.

Unscharf maskieren in Photoshop
Zu stark geschärftes Bild mit Farbkranzeffekt an den Kanten.

Die Effekte des Filters „Unscharf maskieren“ sind auf dem Bildschirm wesentlich deutlicher als bei einer Ausgabe mit hoher Auflösung. Wenn das Bild gedruckt werden soll, experimentieren Sie mit verschiedenen Einstellungen, um die beste Einstellung für das Bild zu ermitteln.

  1. (Optional) Wenn das Bild mehrere Ebenen enthält, wählen Sie die Ebene mit dem Bild aus, das geschärft werden soll. Sie können den Unscharf-maskieren-Filter immer nur auf eine Ebene anwenden, auch wenn die Ebenen verknüpft oder gruppiert sind. Sie können die Ebenen aber vor der Anwendung des Unscharf-maskieren-Filters auf eine Ebene reduzieren.
  2. Wählen Sie „Filter“ > „Scharfzeichnungsfilter“ > „Unscharf maskieren“. Stellen Sie sicher, dass die Option „Vorschau“ aktiviert ist.

    Hinweis:

    Klicken Sie auf das Bild im Vorschaufenster und halten Sie die Maustaste gedrückt, um das Bild ohne Scharfzeichnungseffekt anzuzeigen. Ziehen Sie den Zeiger im Vorschaufenster, um verschiedene Bildausschnitte anzuzeigen, und vergrößern oder verkleinern Sie die Ansicht, indem Sie auf das Plus- bzw. Minuszeichen klicken.

    Es gibt zwar auch im Dialogfeld „Unscharf maskieren“ ein Vorschaufenster, Sie sollten aber trotzdem das Dialogfeld so verschieben, dass Sie sich die Effekte des Filters im Dokumentfenster ansehen können.

  3. Ziehen Sie den Regler „Radius“ an die gewünschte Position oder geben Sie einen Wert ein, um die Anzahl der Pixel festzulegen, die die Kantenpixel umgeben und sich auf das Schärfen auswirken sollen. Je größer der festgelegte Wert für den Radius, desto breiter ist der Kantenbereich, auf den sich der Effekt auswirkt, und je breiter der Kantenbereich, desto deutlicher ist die Wirkung des Scharfzeichnungsfilters.

    Der Radius variiert je nach Motiv, endgültiger Ausgabegröße und Ausgabemethode. Für Bilder mit hoher Auflösung wird ein Radius zwischen 1 und 2 empfohlen. Bei einem geringeren Wert werden nur die Kantenpixel scharfgezeichnet, während bei einem höheren Wert ein breiterer Pixelbereich scharfgezeichnet wird. Dieser Effekt ist auf dem Bildschirm deutlicher als beim Drucken zu sehen, da ein Radius von 2 Pixeln in einem gedruckten Bild mit hoher Auflösung einen viel kleineren Bereich darstellt.

  4. Ziehen Sie den Regler „Stärke“ an die gewünschte Position oder geben Sie einen Wert ein, um den der Pixelkontrast erhöht werden soll. Für gedruckte Bilder mit hoher Auflösung wird eine Stärke zwischen 150 % und 200 % empfohlen.
  5. Ziehen Sie den Regler „Schwellenwert“ an die gewünschte Position oder geben Sie einen Wert ein, um festzulegen, wie stark sich die scharfgezeichneten Pixel vom umliegenden Bereich unterscheiden müssen, bevor sie als Kantenpixel betrachtet und durch den Filter scharfgezeichnet werden sollen. Beispiel: Bei einem Schwellenwert von 4 werden alle Pixel scharfgezeichnet, deren Tonwerte sich auf einer Skala von 0 bis 255 um einen Wert von mindestens 4 unterscheiden. Auf benachbarte Pixel mit Tonwerten von 128 und 129 wirkt sich der Effekt also nicht aus. Damit kein Rauschen bzw. keine Farbsprünge auftreten (z. B. in Bildern mit Hauttönen), sollten Sie eine Kantenmaske verwenden oder mit Schwellenwerten zwischen 2 und 20 experimentieren. Beim Standardschwellenwert (0) werden alle Pixel im Bild scharfgezeichnet.

Hinweis:

Wenn der Unscharf-maskieren-Filter eine ohnehin bereits helle Farbe übermäßig sättigt, wählen Sie „Bearbeiten“ > „Verblassen: Unscharf maskieren“ und dann aus der Dropdown-Liste „Modus“ die Option „Luminanz“.

Selektives Schärfen

Sie können Teile des Bildes schärfen, indem Sie eine Maske oder eine Auswahl verwenden. Hierdurch wird verhindert, dass bestimmte Bereiche des Bildes geschärft werden. So können Sie z. B. in einem Porträt zusammen mit dem Unscharf-maskieren-Filter eine Kantenmaske verwenden, um Elemente wie Augen, Mund, Nase und Kopfumriss scharfzuzeichnen, das weiche Aussehen der Gesichtshaut aber beizubehalten.

Selektives Scharfzeichnen in Photoshop
Verwenden einer Kantenmaske, um nur bestimmte Merkmale im Bild mit „Unscharf maskieren“ scharfzuzeichnen

Scharfzeichnen einer Auswahl

  1. Wählen Sie im Ebenenbedienfeld die Bildebene aus und zeichnen Sie eine Auswahl.
  2. Wählen Sie „Filter“ > „Scharfzeichnungsfilter“ > „Unscharf maskieren“. Ändern Sie die Optionen wie gewünscht und klicken Sie auf „OK“.

    Nur die Auswahl wird scharfgezeichnet, der Rest des Bildes bleibt unverändert.

Schärfen eines Bildes mit einer Kantenmaske

  1. Erstellen Sie eine Maske, um ausgewählte Bildbereiche scharfzuzeichnen. Für das Erstellen einer solchen Maske gibt es mehrere Möglichkeiten. Wenden Sie Ihre bevorzugte Methode an oder gehen Sie wie folgt vor:
    • Öffnen Sie das Kanälebedienfeld und wählen Sie den Kanal aus, der das Graustufenbild mit dem höchsten Kontrast im Dokumentfenster anzeigt. Dies ist meist der Grün- oder Rot-Kanal.
    Kantenmaske in Photoshop
    Auswählen des Kanals mit dem größten Kontrast

    • Duplizieren Sie den ausgewählten Kanal.
    • Wählen Sie den duplizierten Kanal aus und klicken Sie dann auf „Filter“ > „Stilisierungsfilter“ > „Konturen finden“.
    • Wählen Sie zum Umkehren des Bildes die Optionen „Bild“ > „Korrekturen“ > „Umkehren“.
    Bild nach Anwendung des Konturen-finden-Filters und nach Anwendung des Befehls „Umkehren“ in Photoshop
    Bild nach Anwendung des Konturen-finden-Filters und nach Anwendung des Befehls „Umkehren“

    • Vergewissern Sie sich, dass das Umkehrbild immer noch ausgewählt ist, und wählen Sie dann „Filter“ > „Sonstige Filter“ > „Helle Bereiche vergrößern“. Legen Sie für den Radius einen niedrigen Wert fest und klicken Sie auf „OK“, um die Kanten zu verbreitern und die Pixel zufällig zu verteilen.
    • Wählen Sie „Filter“ > „Rauschfilter“ > „Helligkeit interpolieren“. Legen Sie für den Radius einen niedrigen Wert fest und klicken Sie auf „OK“. Daraufhin wird aus den benachbarten Pixeln ein Durchschnittswert ermittelt und zugewiesen.
    • Wählen Sie „Bild“ > „Korrekturen“ > „Tonwertkorrektur“ und legen Sie einen hohen Wert für den Schwarzpunkt fest, um zufällig verteilte Pixel zu entfernen. Falls nötig, können Sie auch mit Schwarz nachmalen, um die endgültige Kantenmaske zu retuschieren.
    Kantenmasken-Schwarzpunktwert in Photoshop
    Festlegen eines hohen Schwarzpunktwertes in „Tonwertkorrektur“, um zufällig verteilte Pixel in der Kantenmaske zu entfernen

    • Wählen Sie zum Weichzeichnen der Kanten die Optionen „Filter“ > „Weichzeichnungsfilter“ > „Gaußscher Weichzeichner“.

    Hinweis:

    Die Filter „Helle Bereiche vergrößern“, „Helligkeit interpolieren“ und „Gaußscher Weichzeichner“ führen zu einer Weichzeichnung der Kantenmaske, wodurch sich die Scharfzeichnungseffekte besser in das endgültige Bild einfügen. Im hier beschriebenen Verfahren werden zwar alle drei Filter verwendet, Sie können aber auch nur mit einem oder zwei Filtern experimentieren.

  2. Klicken Sie im Kanälebedienfeld bei gedrückter Strg-Taste (Windows) bzw. Befehlstaste (Mac OS) auf den duplizierten Kanal, um die Kantenmaske zur Auswahl zu machen.
  3. Wählen Sie im Ebenenbedienfeld die Bildebene aus. Stellen Sie sicher, dass die Auswahl im Bild noch sichtbar ist.
  4. Wählen Sie „Auswahl“ > „Auswahl umkehren“.
  5. Aktivieren Sie die Auswahl in der Bildebene und wählen Sie dann „Filter“ > „Scharfzeichnen“ > „Unscharf maskieren“. Legen Sie die Optionen wie gewünscht fest und klicken Sie auf „OK“.

    Zum Anzeigen der Ergebnisse wählen Sie im Kanälebedienfeld den RGB-Kanal aus und heben Sie die Auswahl im Bild auf.

    Hinweis:

    Sie können auch eine Aktion erstellen, mit der die Schritte des Verfahrens automatisch angewendet werden.

Hinzufügen von Objektivunschärfe

Zeichnen Sie ein Bild so weich, dass die Tiefenschärfe scheinbar verringert wird, d. h., einige Objekte im Bild bleiben scharf, während andere Bereiche weichgezeichnet werden. Mit einer einfachen Auswahl können Sie festlegen, auf welche Bereiche die Weichzeichnung angewendet werden soll. Sie können auch mit einem Alphakanal eine separate Tiefenkarte erstellen, um festzulegen, wie das Bild weichgezeichnet werden soll.

Beim Tiefenschärfe-abmildern-Filter wird die Position der Pixel im Bild anhand der Tiefenkarte bestimmt. Wenn eine Tiefenkarte ausgewählt ist, können Sie den Ausgangspunkt eines Weichzeichnungsfilters auch mithilfe des Fadenkreuzzeigers festlegen. Tiefenkarten können Sie mithilfe von Alphakanälen und Ebenenmasken festlegen. Dabei werden schwarze Bereiche im Alphakanal so behandelt, als ob sie sich im Vordergrund des Bildes befänden, während weiße Bereiche als weiter entfernt behandelt werden.

Hinweis:

Für einen graduellen Weichzeichnungseffekt (z. B. keine Weichzeichnung am unteren Rand, maximale Weichzeichnung oben) erstellen Sie zunächst einen neuen Alphakanal. Wenden Sie dann so einen Verlauf darauf an, dass der Kanal am oberen Bildrand weiß ist und am unteren Bildrand schwarz. Wenden Sie dann den Tiefenschärfe-abmildern-Filter an und wählen Sie aus dem Popupmenü „Quelle“ den Alphakanal. Um die Richtung des Verlaufs zu ändern, aktivieren Sie das Kontrollkästchen „Umkehren“.

Wie die Weichzeichnung wirkt, hängt von der gewählten Irisform ab. Die Irisform wird durch die Anzahl der Blenden festgelegt. Sie können die Blenden einer Iris verändern, indem Sie sie wölben (stärker runden) oder drehen. Sie können die Vorschau auch verkleinern oder vergrößern, indem Sie auf die Minus- oder die Plus-Schaltfläche klicken.

  1. Wählen Sie „Filter“ > „Weichzeichnungsfilter“ > „Objektivunschärfe“.
  2. Um die Vorschau schneller zu erstellen, aktivieren Sie die Option „Schneller“. Wenn Sie die endgültige Version des Bildes ansehen möchten, aktivieren Sie die Option „Genauer“. Das Erzeugen einer genaueren Vorschau nimmt mehr Zeit in Anspruch.

  3. Wählen Sie aus dem Popupmenü „Quelle“ eine Quelle für die Tiefen-Map (sofern vorhanden). Um die Tiefe festzulegen, in der die Pixel scharf sein sollen, ziehen Sie den Regler „Weichzeichnen-Brennweite“. Wenn die Brennweite beispielsweise auf 100 eingestellt ist, werden die Pixel bei 1 und 255 vollständig weichgezeichnet. Je näher die Pixel an 100 liegen, umso schärfer werden sie dargestellt. Wenn Sie in das Vorschaubild klicken, wird der Regler „Weichzeichnen-Brennweite“ an die gewählte Stelle verschoben und der Fokus liegt auf der ausgewählten Position.
  4. Wenn Sie die Auswahl bzw. den Alphakanal, die bzw. den Sie als Quelle für die Tiefenkarte verwenden, umkehren möchten, aktivieren Sie das Kontrollkästchen „Umkehren“.
  5. Wählen Sie aus dem Popupmenü „Form“ eine Iris. Ziehen Sie ggf. den Regler „Wölbung der Irisblende“, um die Kanten der Iris zu glätten, oder ziehen Sie den Regler „Drehung“, um die Iris zu drehen. Um die Weichzeichnung zu verstärken, ziehen Sie den Regler „Radius“.
  6. Wenn Sie spiegelartige Lichter einsetzen möchten, wählen Sie mit dem Regler „Schwellenwert“ einen Helligkeitsgrenzwert aus. Alle Pixel, die heller als dieser Wert sind, werden als spiegelartige Lichter behandelt. Um die Helligkeit der Lichter zu erhöhen, ziehen Sie den Regler „Helligkeit“.
  7. Um einem Bild Rauschen hinzuzufügen, wählen Sie „Gleichmäßig“ oder „Gaußsche Normalverteilung“. Um einem Bild Rauschen hinzuzufügen, ohne die Farbe zu beeinträchtigen, wählen Sie „Monochromatisch“. Ziehen Sie den Regler „Stärke“, um das Rauschen zu intensivieren oder zu verringern.

    Hinweis:

    Durch das Weichzeichnen werden Körnung und Rauschen aus dem Originalbild entfernt. Wenn Sie möchten, dass das Bild realistisch und nicht retuschiert aussieht, können Sie einen Teil des entfernten Rauschens wieder ins Bild zurückholen.

  8. Klicken Sie auf „OK“, um die Änderungen auf Ihr Bild anzuwenden.

Weichzeichnen von Bildbereichen

Der Weichzeichner erstellt weiche Kanten oder Bereiche und verringert so die Detailschärfe. Je mehr Sie mit dem Werkzeug über einen Bereich malen, desto verschwommener wird er dargestellt.

  1. Wählen Sie den Weichzeichner  aus.
  2. Führen Sie in der Optionsleiste einen der folgenden Schritte durch:
    • Wählen Sie in der Optionsleiste eine Pinselspitze aus und legen Sie die Optionen für den Mischmodus (Füllmethode) und die Stärke fest.
    • Aktivieren Sie in der Optionsleiste die Option „Alle Ebenen aufnehmen“, wenn beim Weichzeichnen Daten aller sichtbaren Ebenen verwendet werden sollen. Deaktivieren Sie diese Option, damit das Werkzeug nur Daten von der aktiven Ebene verwendet.
  3. Ziehen Sie den Mauszeiger über den Bildbereich, der weichgezeichnet werden soll.

Schärfen von Bildbereichen

Durch den Scharfzeichner wird der Kontrast entlang den Bildkanten gesteigert, wodurch das Bild schärfer erscheint. Je häufiger Sie mit dem Werkzeug über einen Bereich malen, desto schärfer wird er dargestellt.

  1. Wählen Sie den Scharfzeichner  aus. (Wenn das Werkzeug nicht sichtbar ist, klicken Sie auf den Weichzeichner .)
  2. Führen Sie in der Optionsleiste einen der folgenden Schritte durch:
    • Wählen Sie eine Pinselspitze aus und legen Sie die Optionen für den Mischmodus (Füllmethode) und die Stärke fest.
    • Aktivieren Sie die Option „Alle Ebenen aufnehmen“, wenn beim Schärfen Daten aller sichtbaren Ebenen verwendet werden sollen. Bei deaktivierter Option wird nur die aktive Ebene berücksichtigt.
    • Wählen Sie „Details beibehalten“, um Details zu optimieren und Pixelartefakte zu minimieren. Deaktivieren Sie diese Option, wenn Sie überzogene Schärfeeffekte erzielen möchten.
  3. Ziehen Sie den Mauszeiger über den Bildbereich, der scharfgezeichnet werden soll.

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