Sie können die Leistung verbessern, indem Sie das Computersystem, After Effects, Ihr Projekt und Ihren Arbeitsablauf optimieren. Durch einige der hier genannten Vorschläge wird die Leistung nicht durch Erhöhung der Render-Geschwindigkeit, sondern durch Reduzierung der Zeit anderer Vorgänge, z. B. dem Öffnen eines Projekts, gesteigert.

Hinweis:

Die bei weitem beste Methode zur Steigerung der Gesamtleistung ist die Vorausplanung, die Durchführung frühzeitiger Tests zum Workflow und zur Ausgabe-Pipeline sowie eine Bestätigung, dass das Gelieferte tatsächlich dem entspricht, was Ihr Kunde will und erwartet. (Siehe Planen Ihrer Arbeit.)

Eine Reihe von Videoschulungen zur Verbesserung der Leistung mit After Effects und Premiere Pro finden Sie auf der video2brain-Website.

Weitere Ressourcen zur Optimierung von Computersystemen sowie der Leistung von After Effects finden Sie in diesem Artikel auf der Adobe-Website.

Lloyd Alvarez stellt auf der After Effects Scripts-Website das BG Renderer-Skript zur Verfügung, mit dem Sie Kompositionen im Hintergrund rendern und exportieren können, während Sie Ihre Arbeit in After Effects fortsetzen.

Verbessern der Leistung vor dem Start von After Effects

  • Vergewissern Sie sich, dass Sie die aktuelle Version von After Effects einschließlich aller verfügbaren Updates installiert haben. Um nach verfügbaren Updates zu suchen und diese zu installieren, klicken auf Sie „Hilfe > Updates“.
  • Vergewissern Sie sich, dass Sie die aktuellen Versionen der Treiber und Plug-ins installiert haben, insbesondere der Grafikkartentreiber. Um Updates für Treiber und Plug-ins herunterzuladen, besuchen Sie die Websites der jeweiligen Hersteller.
  • Stellen Sie sicher, dass das System über ausreichend Arbeitsspeicher verfügt. Die optimale Leistung wird mit einem Computersystem mit mindestens 2 GB installiertem RAM pro CPU erzielt. Informationen darüber, wie Sie die Größe des installierten Arbeitsspeichers prüfen und mehr Arbeitsspeicher installieren können, finden Sie in der Dokumentation zu Ihrem Betriebssystem und zu Ihrem Computer.
  • Beenden Sie Anwendungen, die Sie nicht für Ihre Arbeit benötigen. Wenn Sie Anwendungen ausführen, die nicht den gleichen Speicherpool wie After Effects verwenden, und diesen Anwendungen nicht ausreichend Speicher zuweisen, kann es zu hohen Leistungseinbußen kommen, wenn das jeweilige Betriebssystem RAM auf die Festplatte auslagert. (Siehe Verwendung von Arbeitsspeicher (RAM) in After Effects (64-Bit).)

    Weitere Informationen zum Verbessern der Leistung durch das Beenden nicht für die Arbeit benötigter Software finden Sie in diesem Video auf der video2brain-Website.

  • Beenden Sie ressourcenintensive Vorgänge in anderen Anwendungen (z. B. Videovorschauen in Adobe Bridge).
  • Vergewissern Sie sich, dass die Grafikkarte Ihres Systems OpenGL 2.0 oder später unterstützt. Obwohl After Effects auch ohne OpenGL funktioniert, bewirkt diese Grafikkarte doch eine deutliche Beschleunigung bei verschiedenen Renderverfahren, unter Anderem beim Rendern für die Anzeige einer Vorschau auf dem Bildschirm. Siehe Rendern mit OpenGL.
  • Speichern Sie die Quellfootagedateien für Ihr Projekt, wenn möglich, auf einem schnellen lokalen Laufwerk. Wenn Ihre Quellfootagedateien auf einem langsamen Laufwerk gespeichert sind (oder der Zugriff über eine langsame Netzwerkverbindung stattfindet), hat dies eine schlechte Leistung zur Folge. Verwenden Sie idealerweise schnelle lokale Laufwerke für Footage-Quelldateien und die gerenderte Ausgabe. Weitere Informationen finden Sie in diesem Video auf der video2brain-Website.
  • Ein separater schneller Speicher (Disk-Array) für das Zuweisen des Disk-Cache-Ordners ist ideal. Aufgrund ihrer Geschwindigkeit sind SSDs gut geeignet für diese Funktion.

Verbessern der Leistung durch Optimierung der Arbeitsspeicher-, Cache- und Mehrprozessoreinstellungen

  • Weisen Sie anderen Anwendungen einen adäquaten Speicher zu.
  • Aktivieren Sie für eine Vorschau die Zwischenspeicherung von Frames auf der Festplatte, indem Sie die Einstellung „Disk-Cache aktivieren“ auswählen. Um optimale Leistung zu erhalten, weisen Sie in After Effects dem Disk-Cache-Ordner so viel Platz wie möglich zu (auf einem separaten schnellen Laufwerk). Siehe Disk-Cache.

Todd Kopriva stellt auf der Adobe-Website weitere Informationen über die optimalen Einstellungen für Arbeitsspeicher und Prozessor zur Verfügung.

Weitere Informationen finden Sie unter Speicher-Voreinstellungen.

Verbessern der Leistung mithilfe des Global Performance Cache | CC, CS6

Importieren Sie Projekte aus After Effects 5.5 und früheren Versionen in After Effects CS, um den Global Performance Cache nutzen zu können. Weitere Informationen finden Sie unter Disk-Cache.

Dauerhafter Disk-Cache verbessert die Leistung durch das Erhalten von Frames, die im Disk-Cache zwischen einzelnen Sitzungen gespeichert werden; somit wird die Dauer des Renderns verkürzt, wenn Sie an einem Projekt oder anderen Projekten arbeiten, die möglicherweise dieselben zwischengespeicherten Frames verwenden.

Verbessern der Leistung durch Vereinfachung des Projekts

Wenn Sie Ihr Projekt vereinfachen und aufteilen, können Sie dafür sorgen, dass After Effects Arbeitsspeicher und andere Ressourcen nicht zur Verarbeitung von Elementen verwendet, an denen Sie momentan gar nicht arbeiten. Außerdem können Sie die Gesamtleistung erheblich verbessern, wenn Sie steuern, zu welchem Zeitpunkt After Effects bestimmte Verarbeitungsvorgänge ausführt. Beispielsweise können Sie dafür sorgen, dass eine Aktion, die nur einmal ausgeführt werden muss, nicht wiederholt wird, oder dass eine bestimmte Aktion auf einen günstigeren Zeitpunkt verschoben wird.

  • Löschen Sie nicht verwendete Elemente aus dem Projekt. Siehe Elemente aus einem Projekt entfernen.
  • Teilen Sie komplexe Projekte in mehrere einfachere Projekte auf und setzen Sie die Teile erst wieder zusammen, wenn Sie die Endversion des Films rendern. Zum erneuten Kombinieren von Projekten müssen alle Projekte in ein einziges Projekt importiert werden. Siehe Importieren eines After Effects-Projekts.
  • Legen Sie alle Ihre Footage-Quelldateien vor dem Rendervorgang auf einem schnellen, lokalen Laufwerk ab—nicht auf dem, auf dem Ihre Render-Ergebnisse und Exporte gespeichert werden. Dies lässt sich am besten mit dem Befehl „Dateien sammeln“ bewerkstelligen. Siehe Sammeln von Dateien an einer Position.
  • Rendern Sie verschachtelte Kompositionen vor. Rendern Sie eine fertige Komposition als Film, damit After Effects die Komposition nicht bei jedem Anzeigen erneut rendern muss. Siehe Vorrendern einer verschachtelten Komposition.
  • Ersetzen Sie ein Quellelement durch einen Stellvertreter mit geringerer Auflösung oder ein Standbild, wenn Sie nicht direkt mit diesem Element arbeiten. Siehe Platzhalter und Stellvertreter.
  • Reduzieren Sie die Auflösung für die Komposition. Siehe Auflösung.
  • Isolieren Sie die Ebene, an der Sie arbeiten, indem Sie den Solo-Schalter verwenden. Siehe Isolieren einer Ebene.

Weitere Informationen zum Verbessern der Leistung durch das Isolieren Ihrer Arbeit finden Sie in diesem Video auf der video2brain-Website.

Verbessern der Leistung durch Ändern der Bildschirmausgabe

Sie können die Leistung auf verschiedene Weisen verbessern, um Daten während Ihrer Arbeit auf dem Bildschirm anzuzeigen. Dies hat keinerlei Einfluss auf die Art und Weise, wie After Effects Ihre Projektdaten behandelt. Obwohl es beim Arbeiten oft nützlich ist, bestimmte Elemente und Informationen anzuzeigen, greift After Effects auf Speicher- und Prozessorressourcen zu, um diese Informationen zu aktualisieren. Deshalb sollten Sie während der Arbeit nur die wichtigsten Informationen anzeigen lassen. Wahrscheinlich sind für Sie in unterschiedlichen Arbeitsphasen unterschiedliche Aspekte Ihres Projekts wichtig. Daher kann es sinnvoll sein, die folgenden Empfehlungen den Anforderungen entsprechend zu kombinieren.

  • Deaktivieren Sie die Funktionen für das Anzeigefarbmanagement und die Ausgabesimulation, wenn diese nicht benötigt werden. Siehe Simulation der Farbdarstellung auf einem anderen Ausgabegerät. Die Geschwindigkeit und Qualität der Farbverwaltung für die Vorschau wird über die Voreinstellung „Qualität der Anzeige“·gesteuert. Siehe Voreinstellungen für Qualität der Anzeige.
  • Aktivieren Sie Hardwarebeschleunigung der Vorschau. Diese verwendet die GPU, um Ihnen bei der Anzeige von Vorschauen auf dem Bildschirm zu helfen. Wählen Sie „Bearbeiten“ > „Voreinstellungen“ > „Anzeige“ (Windows) bzw. „After Effects“ > „Einstellungen“ > „Anzeige“ (Mac OS) und aktivieren Sie Hardwarebeschleunigung im Kompositions-, Ebenen- und Footagefenster.
  • Schließen Sie nicht benötigte Fenster. After Effects muss auf Speicher- und Prozessorressourcen zugreifen, um geöffnete Fenster zu aktualisieren. Dadurch kann die Arbeit, die Sie in anderen Fenstern ausführen, verlangsamt werden.
  • Erstellen Sie einen Interessenbereich. Wenn Sie nur einen kleinen Teil der Komposition bearbeiten, grenzen Sie den Bereich der Komposition ein, der während der Vorschau auf dem Bildschirm gerendert wird. Siehe Interessenbereich.
  • Deaktivieren Sie im Menü der Zeitleiste die Option „Cache-Indikatoren“, damit After Effects keine grünen und blauen Balken in der Zeitleiste anzeigt, um die zwischengespeicherten Frames zu kennzeichnen. Siehe Caches: RAM-Cache, Disk-Cache und Medien-Cache.
  • Deaktivieren Sie die Vorteinstellung „Rendering-Fortschritt im Infofenster und Flussdiagramm anzeigen“, damit die Details aller Rendervorgänge für jeden Frame nicht auf dem Bildschirm angezeigt werden. Siehe Anzeigeeinstellungen.
  • Blenden Sie die aktuellen Renderinformationen in der Renderliste aus und klicken Sie in der Renderliste auf das Dreieck neben „Aktuelle Renderinformationen“. Siehe Angezeigte Informationen für aktuelle Render-Vorgänge.
  • Drücken Sie die Feststelltaste, um zu verhindern, dass After Effects das Footage-, Ebenen- oder Kompositionsfenster aktualisiert. Wenn Sie eine Änderung vornehmen, die üblicherweise in einem Fenster angezeigt wird, fügt After Effects am unteren Rand des Fensters einen roten Balken mit einer Texterinnerung hinzu. After Effects aktualisiert aber weiterhin Steuerelemente in Fenstern, wie z. B. Bewegungspfade, Ankerpunkte und Maskenkonturen, während Sie diese verschieben. Wenn die Fenster wieder aktualisiert und alle Änderungen angezeigt werden sollen, drücken Sie erneut die Feststelltaste.

Hinweis:

Durch Drücken der Feststelltaste werden die Aktualisierungen von Vorschauen in den Anzeigefenstern während des Renderns für die Endausgabe angehalten. Es wird jedoch kein roter Balken angezeigt.

  • Verringern Sie die Anzeigequalität einer Ebene auf „Entwurf“. Siehe Ebenenbildqualität und Subpixel-Positionierung.
  • Aktivieren Sie im Menü der Zeitleiste die Option „3D-Entwurf“. Damit werden sämtliche Lichter und Schatten deaktiviert, die auf 3D-Ebenen fallen. Darüber hinaus wird der Feldtiefen-Weichzeichner einer Kamera deaktiviert.
  • Verwenden Sie die Vorschau für schnelle Entwürfe beim Anlegen und bei der Vorschau einer Ray-traced 3D-Komposition, indem Sie eine andere Option als „Aus“ von der Schaltfläche „Schnelle Vorschau“ auswählen.
  • Deaktivieren Sie „Live-Update“ im Menü der Zeitleiste, damit After Effects Kompositionen nicht dynamisch aktualisiert. Siehe Voreinstellungen „Vorschaumodi“ und „Schnelle Vorschau“.
  • Zeigen Sie im Zeitleistenfenster Audio-Wellenformen nur an, wenn es unbedingt notwendig ist. Siehe Anzeigen von Eigenschaften und Gruppen im Zeitleistenfenster (Tastenkombinationen).
  • Deaktivieren Sie „Pixel-Seitenverhältnis-Korrektur“, indem Sie am unteren Rand des Kompositions-, Ebenen- oder Footagefensters auf die Schaltfläche „Pixel-Seitenverhältnis-Korrektur“  klicken. Die Geschwindigkeit und Qualität des Pixel-Seitenverhältnisses undandere Skalierungsfunktionenfür die Vorschau werden über die Voreinstellungen unter „Qualität der Anzeige“ gesteuert. Siehe Voreinstellungen für Qualität der Anzeige.
  • Deaktivieren Sie „Auf Computer-Monitor reflektieren“, wenn Sie die Vorschau eines Videos auf einem externen Videomonitor anzeigen. Siehe Anzeigen der Vorschau auf einem externen Monitor.
  • Blenden Sie Ebeneneinstellungen wie z. B. farbige Masken, 3D-Referenzachsen und Ebenengriffe aus. Siehe Ein- oder Ausblenden der Ebeneneinstellungen im Kompositionsfenster.
  • Reduzieren Sie die Vergrößerung einer Komposition. Wenn in After Effects das Kompositions-, Ebenen- und Footagefenster mit einer Vergrößerung mehr als 100 % angezeigt wird, verringert sich die Geschwindigkeit beim Neuzeichnen des Bildschirms. (Siehe Ein Bild für die Vorschau heranzoomen.)
  • Stellen Sie den Wert für „Auflösung/Verkleinerungsfaktor“ der Komposition im Kompositionsfenster auf „Auto“. Dadurch wird ein unnötiges Rendern von Zeilen oder Spalten von Pixeln verhindert, die nicht mit niedrigen Zoomebenen auf dem Bildschirm gezeichnet sind. Siehe Auflösung.

Verbessern der Leistung bei der Verwendung von Effekten

Einige Effekte wie z. B. Weichzeichnungs- und Verzerrungseffekte erfordern eine große Menge an Arbeitsspeicher und Prozessorressourcen. Wenn Sie diese Effekte nur gezielt einsetzen, können Sie die Gesamtleistung erheblich verbessern.

  • Wenden Sie speicher- und prozessorintensive Effekte später an. Animieren Sie Ihre Ebenen und führen Sie andere Arbeiten aus, für die eine Echtzeitvorschau erforderlich ist, bevor Sie speicher- oder prozessorintensive Effekte (wie z. B. Leuchteffekte und Weichzeichnungseffekte) anwenden, die die Vorschau unter Umständen langsamer als in Echtzeit anzeigen.
  • Deaktivieren Sie Effekte vorübergehend, um die für die Erstellung einer Vorschau benötigte Zeit zu verkürzen. Siehe Löschen oder Deaktivieren von Effekten und Animationsvorgaben.
  • Begrenzen Sie die Anzahl der durch Partikeleffekte generierten Partikel. Siehe Simulationseffekte.
  • Statt denselben Effekt mit denselben Einstellungen auf mehrere Ebenen anzuwenden, wenden Sie ihn auf eine Einstellungsebene an. Wenn ein Effekt auf eine Einstellungsebene angewendet wird, wird er einmal, nämlich auf der Komposition aller darunterliegenden Ebenen, verarbeitet. Siehe Erstellen einer Einstellungsebene.

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