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Effekte unter „Rauschen und Korn“

  1. Benutzerhandbuch –After Effects
  2. Beta-Versionen
    1. Übersicht über das Beta-Programm
    2. After Effects Beta Home
  3. Erste Schritte
    1. Erste Schritte mit After Effects
    2. Neue Funktionen in After Effects 
    3. Versionshinweise | After Effects
    4. Systemanforderungen für After Effects
    5. Tastaturbefehle in After Effects
    6. Unterstützte Dateiformate | After Effects
    7. Hardware-Empfehlungen
    8. After Effects für Apple-Chip
    9. Planung und Einrichtung
  4. Arbeitsbereiche
    1. Allgemeine Elemente der Benutzeroberfläche
    2. Lernen Sie die After Effects-Oberfläche kennen
    3. Arbeitsabläufe
    4. Arbeitsbereiche, Bedienfelder und Anzeigen
  5. Projekte und Kompositionen
    1. Projekte
    2. Kompositionen – Grundlagen
    3. Erstellen von Unterkompositionen, Verschachteln und Vor-Rendern
    4. Anzeigen detaillierter Leistungsinformationen mit Composition Profiler
    5. CINEMA 4D-Kompositions-Renderer
  6. Importieren von Footage
    1. Vorbereiten und Importieren von Standbildern
    2. Importieren aus After Effects und Adobe Premiere Pro
    3. Importieren und Interpretieren von Video und Audio
    4. Vorbereiten und Importieren von 3D-Bilddateien
    5. Importieren und Interpretieren von Footage-Elementen
    6. Arbeiten mit Footage-Elementen
    7. Erkennen von Bearbeitungspunkten mithilfe der Szenenbearbeitungs-Erkennung
    8. XMP-Metadaten
  7. Text und Grafiken
    1. Text
      1. Formatieren von Zeichen und das Bedienfeld „Zeichen“
      2. Effekte unter „Text“
      3. Erstellen und Bearbeiten von Textebenen
      4. Formatieren von Absätzen und das Bedienfeld „Absatz“
      5. Extrudieren von Text- und Formebenen
      6. Animieren von Text
      7. Beispiele und Ressourcen zur Textanimation
      8. Live-Text-Vorlagen
    2. Animationen
      1. Arbeiten mit Animationsvorlagen in After Effects
      2. Verwenden von Expressions zum Erstellen von Dropdown-Listen in Animationsvorlagen
      3. Verwenden von erforderlichen Eigenschaften zum Erstellen von Animationsvorlagen
      4. Ersetzen von Bildern und Videos in Animationsvorlagen und erforderlichen Eigenschaften
      5. Schneller und einfacher animieren mithilfe des Bedienfelds „Eigenschaften“
  8. Zeichnen, Malen und Pfade
    1. Überblick über Formebenen, Pfade und Vektorgrafiken
    2. Malwerkzeuge: Pinsel, Kopierstempel und Radiergummi
    3. Verjüngen von Formenkonturen
    4. Formenattribute, Malvorgänge und Pfadvorgänge bei Formebenen
    5. Verwenden des Formeneffekts „Offset-Pfade“ zum Ändern von Formen
    6. Erstellen von Formen
    7. Erstellen von Masken
    8. Entfernen von Objekten aus Videos mit dem Bedienfeld „Inhaltsbasierte Füllung“
    9. „Roto-Pinsel“ und „Maske verbessern“
  9. Ebenen, Marken und Kamera
    1. Auswählen und Anordnen von Ebenen
    2. Füllmethoden und Ebenenstile
    3. 3D-Ebenen
    4. Ebeneneigenschaften
    5. Erstellen von Ebenen
    6. Verwalten von Ebenen
    7. Ebenenmarken und Kompositionsmarken
    8. Kameras, Lichter und Interessenbereiche
  10. Animation, Keyframes, Motion-Tracking und Keying
    1. Animation
      1. Animation – Grundlagen
      2. Animation mit Marionettenwerkzeugen
      3. Verwalten und Animieren von Formpfaden und -masken
      4. Animieren von Formen aus Sketch und Capture mit After Effects
      5. Ausgewählte Animationswerkzeuge
      6. Arbeiten mit datengesteuerten Animationen
    2. Keyframe
      1. Keyframe-Interpolation
      2. Festlegen, Auswählen und Löschen von Keyframes
      3. Bearbeiten, Verschieben und Kopieren von Keyframes
    3. Bewegungs-Tracking
      1. Tracking und Stabilisieren von Bewegung
      2. Gesichts-Tracking
      3. Masken-Tracking
      4. Maskenreferenz
      5. Geschwindigkeit
      6. Zeitdehnungen und Zeitverzerrungen
      7. Timecode und Zeitanzeigeeinheiten
    4. Keying
      1. Keying
      2. Effekte unter „Keying“
  11. Transparenz und Komposition
    1. Erstellen von Kompositionen und Transparenz – Überblick und Ressourcen
    2. Alphakanäle und Masken
    3. Spurmasken und Traveling Mattes
  12. Anpassen der Farbe
    1. Farben – Grundlagen
    2. Farb-Management
    3. Effekte zur Farbkorrektur
    4. OpenColorIO- und ACES-Farbmanagement
  13. Effekte und Animationsvorgaben
    1. Überblick über Effekte und Animationsvorgaben
    2. Effektliste
    3. Effekt-Manager
    4. Effekte unter „Simulation“
    5. Effekte unter „Stilisieren“
    6. Effekte unter „Audio“
    7. Effekte unter „Verzerren“
    8. Effekte unter „Perspektive“
    9. Effekte unter „Kanäle“
    10. Effekte unter „Generieren“
    11. Effekte unter „Überblenden“
    12. Der Effekt „Rolling-Shutter-Reparatur“
    13. Effekte „Weich- und Scharfzeichnen“
    14. Effekte unter „3D-Kanal“
    15. Effekte unter „Dienstprogramm“
    16. Effekte unter „Matt“
    17. Effekte unter „Störung und Körnung“
    18. Effekt „Details erhalten (Vergrößerung)“
    19. Veraltete Effekte
  14. Ausdrücke und Automatisierung
    1. Expressions
      1. Expressions – Grundlagen
      2. Verstehen der Sprache für Expressions
      3. Verwenden von Einstellungen für Expressions
      4. Syntaxunterschiede zwischen den Expression-Engines für JavaScript und das veraltete ExtendScript
      5. Bearbeiten von Expressions
      6. Fehler bei Expressions
      7. Verwenden des Expressions-Editors
      8. Verwenden von Expressions zum Bearbeiten und Zugreifen auf Texteigenschaften
      9. Sprachreferenz für Expressions
      10. Beispiele für Expressions
    2. Automatisierung
      1. Automatisierung
      2. Skripte
  15. Immersives Video, VR und 3D
    1. Erstellen von VR-Umgebungen in After Effects
    2. Anwenden von immersiven Videoeffekten
    3. Kompositionswerkzeuge für VR/360-Grad-Videos
    4. Erweiterter 3D-Renderer
    5. Importieren und Hinzufügen von 3D-Modellen zu Ihrer Komposition
    6. Importieren von 3D-Modellen aus Creative Cloud Libraries
    7. Bildbasierte Beleuchtung
    8. Extrahieren und Animieren von Lichtern und Kameras aus 3D-Modellen
    9. Tracking von 3D-Kamerabewegungen
    10. Werfen und Akzeptieren von Schatten
    11. Eingebettete 3D-Modell-Animationen
    12. Schattenfänger
    13. Extraktion von 3D-Tiefendaten
    14. Arbeiten im 3D-Designraum
    15. 3D-Transformations-Gizmos
    16. Machen Sie mehr mit 3D-Animation
    17. Vorschau von Änderungen an 3D-Designs in Echtzeit mit der Mercury 3D-Engine
    18. Hinzufügen von responsiven Designs zu Grafiken 
  16. Ansichten und Vorschau
    1. Vorschau
    2. Videovorschau mit Mercury Transmit
    3. Ändern und Verwenden von Ansichten
  17. Rendern und Exportieren
    1. Grundlagen zum Rendern und Exportieren
    2. H.264-Codierung in After Effects
    3. Exportieren eines After Effects-Projekts als Adobe Premiere Pro-Projekt
    4. Konvertieren von Filmen
    5. Multi-Frame-Rendering
    6. Automatisches Rendern und Netzwerk-Rendern
    7. Rendern und Exportieren von Standbildern und Standbildsequenzen
    8. Verwenden des GoPro CineForm-Codecs in After Effects
  18. Arbeiten mit anderen Programmen
    1. Dynamic Link und After Effects
    2. Arbeiten mit After Effects und anderen Programmen
    3. Synchronisationseinstellungen in After Effects
    4. Creative Cloud-Bibliotheken in After Effects
    5. Plug-ins
    6. Cinema 4D und Cineware
  19. Zusammenarbeit: Frame.io und Team Projects
    1. Zusammenarbeit in Premiere Pro und After Effects
    2. Frame.io
      1. Frame.io installieren und aktivieren
      2. Verwenden von Frame.io mit Premiere Pro und After Effects
      3. Häufig gestellte Fragen
    3. Team Projects
      1. Erste Schritte mit Team Projects
      2. Erstellen eines Team-Projekts
      3. Zusammenarbeiten mit Team Projects
  20. Arbeitsspeicher, Speicherung und Leistung
    1. Arbeitsspeicher und Speicherung
    2. Wie After Effects Probleme mit unzureichendem Arbeitsspeicher bei der Vorschau behandelt    
    3. Verbessern der Leistung
    4. Voreinstellungen
    5. Anforderungen an GPU und GPU-Treiber für After Effects
  21. Wissensdatenbank
    1. Bekannte Probleme
    2. Behobene Probleme
    3. Häufig gestellte Fragen
    4. After Effects und macOS Ventura
    5. Wie After Effects Probleme mit unzureichendem Arbeitsspeicher bei der Vorschau handhabt

Körnungseffekte

Körnung oder sichtbares Rauschen treten bei fast allen digitalen Bildern auf. Verursacht werden sie durch die bei der Bilderstellung verwendeten Verfahren und Geräte für Aufnahme, Codierung, Scan und Reproduktion. Beispiele hierfür sind etwa das schwache Rauschen bei Analogvideos, Komprimierungsartefakte von Digitalkameras, Moirémuster auf gescannten Druckerzeugnissen, CCD-Rauschen von digitalen Bildsensoren und das für die chemische Fotografie charakteristische Punktmuster, das man als Filmkörnung bezeichnet.

Rauschen ist nicht grundsätzlich etwas Negatives. Oft wird es Bildern hinzugefügt, um eine bestimmte Atmosphäre zu schaffen oder Bildelemente nahtlos zu integrieren. So könnte man einem auf einem Computer erstellten Objekt Körnung hinzufügen, um es in eine fotografierte Szene einzufügen. Andererseits kann Rauschen aber aus ästhetischen Gründen unerwünscht sein. Archiv-Footage oder mit hoher Geschwindigkeit aufgezeichnete Fotos können unangenehm körnig wirken, digitale Komprimierungsartefakte oder Moirémuster können ein Bild verderben und Rauschen kann technische Verfahren wie das Bluescreen-Verfahren behindern.

Es gibt auch technische Gründe für die Rauschreduktion. Komprimierungsalgorithmen können in der Regel kleinere Dateien erstellen, wenn das ursprüngliche Material weniger Rauschen enthält. Die Rauschreduktion ist daher bei der DVD-Erstellung und beim Video-Streaming ein wertvoller Arbeitsschritt.

Mit Effekten wie „Korn hinzufügen“, „Korn anpassen“ und „Korn reduzieren“ kannst du die Körnung verändern, die mehr oder weniger gleichmäßig über das gesamte Bild verteilt ist. Die Körnungseffekte sind nicht für Probleme geeignet, die nur ein paar Pixel betreffen, wie etwa Staub, Impulsrauschen oder vereinzelte Bildfehler bei Analogvideos.

Mit dem Effekt „Korn hinzufügen“ wird eine ganz neue Körnung erstellt, die nicht auf der vorhandenen Körnung basiert. Vielmehr kannst du anhand von Parametern und Vorgaben für verschiedene Filmtypen unterschiedliche Körnungstypen künstlich erzeugen.

Die Effekte „Korn reduzieren“ und „Korn anpassen“ verändern die Körnung in einem zweistufigen Prozess, ohne dabei die Kanten, die Schärfe oder die Glanzlichter eines Bildes zu beeinträchtigen. Zuerst wird automatisch oder manuell ein Körnungs-Sample aufgenommen. Dieses Sample wird analysiert und in einem mathematischen Modell dargestellt, anhand dessen der Effekt Körnung hinzufügt, reduziert oder anpasst.

Drei Arten von Körnungseffekten: „Körnung anpassen“ (oben links), „Körnung hinzufügen“ (unten links) und „Körnung entfernen“ (unten rechts)
Drei Arten von Körnungseffekten: „Korn anpassen“ (oben links), „Korn hinzufügen“ (unten links) und „Korn reduzieren“ (unten rechts)

Anwenden eines Körnungseffekts

Jeder Körnungseffekt wird mit Standardeinstellungen angewendet und im Ansichtsmodus „Vorschau“ angezeigt (ein auf dem Bild zentrierter Vorschaubereich mit einem weißen Rahmen). Im Vorschaubereich wird die Wirkung des Körnungseffekts anhand eines Teils deines Bildes demonstriert, damit du schnell Vergleiche ziehen kannst. Die Körnungseffekte arbeiten fast vollautomatisch, bieten aber auch viele Einstellungen, mit denen du das Ergebnis gezielt beeinflussen kannst. Du kannst die Körnungseffekte auch mithilfe der umfassenden Funktionen „Mit Original mischen“, die für jeden Effekt zur Verfügung stehen, selektiv auf Bildbereiche anwenden.

  1. Wähle die Ebene aus und dann „Effekt“ > „Rauschen und Korn“ > [Effekt].
  2. Wähle im Bedienfeld „Effekteinstellungen“ unter „Ansichtsmodus“ eine Ansichtsoption:

    Vorschau

    Zeigt die aktuellen Einstellungen des angewendeten Effekts in einem 200 x 200 Pixel großen Bereich an.

    Mischmaske

    Zeigt die aktuelle Farbmaske, die aktuelle Maskierung oder eine Kombination aus Farbmaske und Maskierung an, die sich aus den aktuellen Einstellungen für „Mit Original mischen“ ergibt.

    Endausgabe

    Rendert den gesamten aktiven Frame anhand der aktuellen Effekteinstellungen.

  3. Passt die Einstellungen für den Effekt im Bedienfeld „Effekteinstellungen“ an.

    Der Vorschaubereich im Bedienfeld „Komposition“ spiegelt sämtliche Änderungen wider.

  4. Wähle unter „Ansichtsmodus“ die Option „Endausgabe“ aus.

Anwenden eines Körnungseffekts auf einen ausgewählten Bereich

Mit der Einstellungsgruppe „Mit Original mischen“ kannst du einen Körnungseffekt präzise auf einen bestimmten Bildbereich anwenden, indem du den gewünschten Bereich mit einer Maskierung oder Maske versiehst. Es gibt zwei Auswahltechniken, die du einzeln einsetzen oder miteinander kombinieren kannst:

Farbübereinstimmung

Damit werden alle Bildbereiche von der Verarbeitung ausgeschlossen, die mit einer ausgewählten Farbe übereinstimmen. Durch Umkehren der Maske kannst du diese Bereiche auch selektiv verarbeiten.

Maskierungsebene

Bei dieser Option wird eine beliebige Ebene in der aktuellen Komposition als Maske eingesetzt, um einen Bereich der aktuellen Ebene oder des aktuellen Tracks selektiv zu verarbeiten bzw. von der Verarbeitung auszuschließen.

Wenn ein Körnungseffekt zum ersten Mal angewendet wird, wird der Wert für „Stärke“ unter „Mit Original mischen“ auf 0 % festgesetzt. Dieser Wert bestimmt, wie stark das Originalbild und die verarbeitete Version vermischt werden. Bei 0 % erfolgt keine Mischung und der ausgewählte Effekt wird in vollem Umfang auf das gesamte Bild angewendet. Bei 100 % bleiben weiße Bereiche der Mischmaske gegenüber dem Original unverändert.

Eine Maskierung oder Maske funktioniert genauso: Die weißen Pixel in ihr verhindern, dass dieser Bereich des Originals durch den Körnungseffekt verändert wird, und die schwarzen Pixel werden normal verarbeitet. Lautet der Wert für „Stärke“ 100 %, werden die weißen Bereiche völlig mit dem Original vermischt und daher nicht verarbeitet. Dies gilt auch, wenn die Übereinstimmung umgekehrt wird. Unabhängig von dem Wert für „Stärke“ werden die schwarzen Bereiche der Maske oder Maskierung stets verarbeitet. Der Regler „Stärke“ wirkt sich nur auf die Bereiche unter den weißen Pixeln in der Maske oder Maskierung aus. Er regelt nur, wie die einzelnen Körnungseffekte die weißen Bereiche der Maske oder Maskierung behandeln.

  1. Wende einen Körnungseffekt auf das Bild an.
  2. Führen Sie im Effekteinstellungsfenster einen der folgenden Schritte aus:
    • Wenn du eine Maske um den Bereich erstellen möchtest, auf den der Körnungseffekt angewendet bzw. nicht angewendet werden soll, verwende in der Einstellungsgruppe „Mit Original mischen“ die Einstellungen für „Farbübereinstimmung“.

    • Wenn du die aktuelle Ebene mit einer anderen Ebene oder einem Track maskieren möchtest, verwende die Einstellungen für „Maskierungsebene“.

  3. Ändere den Wert für „Maske weichzeichnen“, um die Maske weichzuzeichnen und einen weicheren Übergang zwischen den betroffenen und nicht betroffenen Bildbereichen zu erzielen.
  4. Wenn du sowohl eine Farbmaske als auch eine Ebenenmaske einsetzt, wähle im Menü „Übereinstimmung und Maske kombinieren mit“ eine der folgenden Optionen:

    Negativ multiplizieren

    Macht die Maske überall dort weiß, wo die Maskierung oder die Farbübereinstimmung weiß ist.

    Multiplizieren

    Macht die Maske dort weiß, wo beide Komponenten weiß sind.

  5. Verringere den Wert für „Stärke“, damit das Originalbild stärker durch die Körnung scheint.
  6. Wähle unter „Ansichtsmodus“ die Option „Endausgabe“ aus.

Erzeugen einer Farbübereinstimmungsmatte

Bei der ersten Anwendung eines Körnungseffekts wird mithilfe einer neutralen grauen Farbe eine standardmäßige Farbübereinstimmungsmatte erzeugt. In den meisten Bildern ist daher eine Maske sichtbar. Die Einstellungsgruppe „Farbübereinstimmung“ definiert Masken anhand einer Farbübereinstimmung. Die Maske isoliert Bildstellen, an denen die Ebene, für die der Körnungseffekt gilt, mit dem Original vermischt wird.

  1. Wende einen Körnungseffekt auf das Bild an.
  2. Wenn du eine Farbe auswählen möchtest, die von dem Effekt ausgeschlossen wird bzw. auf die sich der Effekt beschränkt, führe in den Einstellungsgruppen „Mit Original mischen“ und „Farbübereinstimmung“ neben „Gleiche Farbe“ einen der folgenden Schritte aus:
    • Klicke auf das Farbfeld und wähle im Dialogfeld „Farbwähler“ eine Farbe aus.

    • Klicke auf die Pipette  und dann auf eine Farbe an einer beliebigen Stelle auf dem Bildschirm.

  3. Führe einen der folgenden Schritte aus:
    • Soll der Körnungseffekt sich nicht auf die ausgewählte Farbe auswirken, deaktiviere „Übereinstimmung umkehren“.

    • Soll der Körnungseffekt sich ausschließlich auf die ausgewählte Farbe auswirken, aktiviere „Übereinstimmung umkehren“.

  4. Wenn du Farben ausschließen möchtest, die der ausgewählten Farbe ähneln, erhöhe den Wert für „Toleranz“. Dies ist der Schwellenwert für die Farbübereinstimmung. Bei einem größeren Wert enthält die Maske immer mehr Pixel, deren Farben immer stärker von der ausgewählten Farbe abweichen.
  5. Wähle unter „Gleiche Farbe wie“ eine Option, wenn du das Standardkriterium (RGB) ändern möchtest, anhand dessen bestimmt wird, ob eine Farbe der ausgewählten Farbe ähnelt.
  6. Ändere die Einstellung „Glättung“, um die Überblendungsbreite zwischen völlig übereinstimmenden und völlig abweichenden Pixeln zu definieren bzw. um zu bestimmen, wie glatt die betroffenen Bereiche mit dem Originalbild verschmelzen.
  7. Aktiviere „Übereinstimmung umkehren“, wenn die weißen Bereiche der Maske schwarz und die schwarzen Bereiche weiß werden sollen. (Die ausgewählte Farbe ist in der Maske schwarz und wird unabhängig von der Einstellung für „Stärke“ vom Körnungseffekt verarbeitet. Die Umkehrung wirkt sich nicht auf andere Einstellungen aus.)
  8. Wenn du sowohl eine Farbmaske als auch eine Ebenenmaske einsetzt, wähle im Menü „Übereinstimmung und Maske kombinieren mit“ eine der folgenden Optionen:

    Negativ multiplizieren

    Macht die Maske überall dort weiß, wo die Maskierung oder die Farbübereinstimmung weiß ist.

    Multiplizieren

    Macht die Maske dort weiß, wo beide Komponenten weiß sind.

  9. Wähle unter „Ansichtsmodus“ die Option „Endausgabe“ aus.

Erstellen einer Ebenenmatte

Auf Wunsch kannst du für die Ebene, die einen Körnungseffekt enthält, eine andere Ebene oder einen anderen Track als Maske verwenden. Mit diesem Maskentyp kannst du exakt bestimmen, welche Bildteile verändert werden und wie stark die Änderungen sind.

  1. Wende einen Körnungseffekt auf das Bild an.
  2. Wähle im Bedienfeld „Effekteinstellungen“ in den Einstellungsgruppen „Mit Original mischen“ und „Maskierungsebene“ unter „Maskenebene“ die Ebene aus, die du als Maske einsetzen möchtest.
  3. Wähle aus den Standardoptionen für bewegte Masken einen Maskierungsmodus.
  4. Wenn die Maskierungsebene nicht dieselbe Größe wie die aktuelle Ebene hat, wähle unter „Maskierungsebene“ aus dem Popup-Menü „Wenn Maske andere Größe hat“ eine der folgenden Optionen aus:

    Zentrum

    Mit dieser Option wird die Maskierungsebene über der aktuellen Ebene zentriert.

    Auf Kantenlänge anpassen

    Damit wird die Maskierungsebene an die Maße der aktuellen Ebene angepasst.

  5. Wenn du sowohl eine Farbmaske als auch eine Ebenenmaske einsetzt, wähle im Menü „Übereinstimmung und Maske kombinieren mit“ eine der folgenden Optionen:

    Negativ multiplizieren

    Macht die Maske überall dort weiß, wo die Maskierung oder die Farbübereinstimmung weiß ist.

    Multiplizieren

    Macht die Maske dort weiß, wo beide Komponenten weiß sind.

  6. Wähle unter „Ansichtsmodus“ die Option „Endausgabe“ aus.

Ändern des Vorschaubereichs

Mithilfe der Einstellungsgruppe „Vorschaubereich“ kannst du die Position oder Größe des Vorschaubereichs für einen Körnungseffekt ändern.

Da die Detailschärfe durch das Hinzufügen oder Entfernen von Körnung beeinträchtigt werden kann, solltest du dir auch eine Vorschau eines sehr detaillierten Bereichs ansehen, wie z. B. ein Gesicht oder Text. Wenn du „Korn reduzieren“ einsetzt, solltest du dir eine Vorschau eines Bereichs ansehen, in dem die Körnung besonders auffällig oder unerwünscht ist, wie z. B. eine große, einfarbige Fläche.

Die besten Ergebnisse erzielst du, wenn du ein wenig experimentierst. Ändere einzelne Einstellungen im Bedienfeld „Effekt“ schrittweise und sieh dir die Ergebnisse jeweils im Bedienfeld „Komposition“ an.

  1. Klicke nach dem Anwenden eines Körnungseffekts im Bedienfeld „Effekteinstellungen“ in der Einstellungsgruppe „Vorschaubereich“ auf die Schaltfläche „Zentrieren“ .

    Im Bedienfeld „Komposition“ wird ein Fadenkreuz eingeblendet.

  2. Klicke in das Bild, um den Mittelpunkt des Vorschaubereichs festzulegen.

    Der Vorschaubereich wird neu gezeichnet und ist nun an der neuen Position zentriert.

  3. Wenn du die Maße des Vorschaubereichs ändern möchtest, ändere im Bedienfeld „Effekteinstellungen“ die Pixel-Werte für „Breite“ und „Höhe“. (Bei größeren Vorschaubereichen kann das Rendern länger dauern.)
  4. Aktiviere „Feld einblenden“, wenn du den Vorschaubereich durch eine farbige Kontur kennzeichnen möchtest. Wenn du die Konturfarbe ändern möchtest, führe neben „Feldfarbe“ einen der folgenden Schritte aus:
    • Klicke auf das Farbfeld und wähle im Dialogfeld „Farbwähler“ eine Farbe aus.

    • Klicke auf die Pipetten-Schaltfläche und klicke dann auf eine Farbe an einer beliebigen Stelle auf dem Bildschirm.

  5. Anzeigen der Ergebnisse:
    • Wenn Sie sich die feinen Details der Störungen ansehen möchten, vergrößern Sie die Ansicht des Vorschaubereichs.

    • Wenn du die Störungen in jedem Kanal separat untersuchen möchtest, klicke im Bedienfeld „Komposition“ auf das Symbol für den jeweiligen Farbkanal.

    • Wenn Sie die Interaktionsgeschwindigkeit und die Vorschaudauer erhöhen möchten, verkleinern Sie den verarbeiteten Bereich mit „Relevante Region“ im Bedienfeld „Komposition“. (Siehe Interessenbereich.)

    • Wenn Sie ein Bild des aktuellen Frames im jetzigen Zustand erhalten möchten, klicken Sie im Kompositionsfenster auf „Schnappschuss“ . Danach können Sie den letzten Schnappschuss anstelle der aktiven Komposition anzeigen sowie zwischen dem aktuellen und den vorherigen Zuständen des Vorschaubereichs hin- und herwechseln, indem Sie auf „Schnappschuss anzeigen“  klicken. Dies ist äußerst nützlich, wenn Sie sich subtile Änderungen ansehen möchten. (Siehe Schnappschüsse.)

    • Wenn Sie vergleichen möchten, wie der Vorschaubereich vor und nach Anwendung des Körnungseffekts aussieht, klicken Sie im Effektfenster neben dem Namen des Körnungseffekts auf den Schalter „Effekt“ , um den Effekt vorübergehend zu deaktivieren. Klicken Sie im Kompositionsfenster auf „Schnappschuss“ , klicken Sie auf den Schalter „Effekt“, um den Effekt wieder zu aktivieren, und halten Sie dann „Schnappschuss anzeigen“  gedrückt, um den Schnappschuss ohne den Effekt anzuzeigen.

Störungs-Samples in Körnungseffekten

Die Aufnahme von Störungs-Samples ist der erste und wichtigste Schritt bei der Entfernung von Störungen und bei der Anpassung der Störung eines Bildes an die Störung eines anderen Bildes. Dieser Vorgang läuft in der Regel automatisch ab. Du kannst auch in den Modus „Manuell“ wechseln und die Samples mithilfe der Einstellungsgruppe „Sampling“ im Bedienfeld „Effekteinstellungen“ selbst festlegen.

Ein Störungs-Sample sollte ein einfarbiger Farbblock sein, der das in dem Bild vorhandene Störungsmuster klar anzeigt. Es geht darum, saubere Störungs-Samples ohne Bilddetails zu extrahieren, die von dem Algorithmus fälschlicherweise als Körnung interpretiert werden könnten. Ein Stück Himmel, eine Mauer im Hintergrund oder ein hautfarbener Bereich wären z. B. ideal. Alle Samples sollten aus dem Normalbereich des Film-, DV- oder Videomaterials stammen. Vermeide unter- oder überbelichtete Bereiche, informationsarme Bereiche und vor allem Bereiche, in denen Pixel-Werte auf reines Schwarz oder Weiß beschnitten wurden. Innerhalb dieses normalen Belichtungsbereichs solltest du am besten Samples mit verschiedenen RGB-Werten und Farben auswählen, z. B. jeweils ein Sample aus einem hellen, einem dunklen und einem Mitteltonbereich.

Im automatischen Modus werden viele Samples aufgenommen, damit dem Algorithmus genug brauchbare Störungsdaten zur Verfügung stehen, selbst wenn sich die Suche nach guten Samples in einem Bild manchmal schwierig gestaltet. Der automatische Modus kann die von dir festgelegte Sample-Anzahl aufheben, wenn nicht genug brauchbare Samples gefunden werden. Du kannst die Sample-Größe im automatischen und manuellen Modus ändern. Eine größere Größe ist allerdings keine Garantie für bessere Ergebnisse, vor allem dann, wenn die RGB-Werte der resultierenden Samples stärker als zuvor schwanken. Die Sample-Größe sollte reduziert werden, wenn ein bestimmtes Bild keine ausreichend großen Bereiche mit konstanten Farbwerten enthält. In Bildern mit großen, detailarmen Bereichen kann eine größere Sample-Größe hingegen bessere Ergebnisse liefern.

Manuelles Verschieben von Störungs-Samples

Die Ergebnisse der automatischen Körnungs- oder Sample-Auswahl sind zwar in der Regel für die Effekte „Korn anpassen“ und „Korn reduzieren“ akzeptabel, aber du kannst die Position und Größe einzelner Samples sowie die Sample-Anzahl manuell ändern. Eine Verschiebung wäre z. B. sinnvoll, wenn beim automatischen Sampling ein einheitlicher Bereich ausgewählt wurde, der unter- oder überbelichtet ist und keine Details zur Körnungsstruktur enthält.

Die Störungs-Samples für die Effekte „Korn anpassen“ und „Korn reduzieren“ werden immer der Quellebene entnommen. Da alle bereits auf die Ebene angewendeten Effekte oder Masken ignoriert werden, führt diese Methode zu einem präziseren Sampling. Sollen die Samples die vorhandenen Effekte berücksichtigen, musst du die Quellebene mit den Effekten bearbeiten bzw. vorrendern und dann das Ergebnis als Quellebene für den Körnungseffekt verwenden.

Vermeide scharfe Kanten, Farbverläufe, Glanzlichter, Texturen wie Gras und sich kräuselnde Wasseroberflächen, feine Details wie Haare und Blätter sowie über- oder unterbelichtete, informationsarme Bereiche.

  1. Wähle im Bedienfeld „Effekteinstellungen“ im Menü „Ansichtsmodus“ die Option „Störungsbeispiele“.

    Die Samples werden im Quellbild in Form kleiner, weißer Quadrate (24 x 24 Pixel) angezeigt.

  2. Wähle in der Einstellungsgruppe „Sampling“ aus dem Popup-Menü „Sampleauswahl“ die Option „Manuell“.
  3. Um unerwünschte Samples aus dem Bild zu entfernen, verringere den Wert für „Sampleanzahl“.
  4. Führen Sie einen der folgenden Schritte aus, um ein Störungs-Sample zu verschieben:
    • Klicken Sie in der Einstellungsgruppe „Störungssamplepunkte“ auf den Punktparameter  des Störungsbeispiels. In der Komposition wird ein über dem Beispiel zentriertes Fadenkreuz eingeblendet. Klicken Sie im Kompositionsfenster auf die gewünschte neue Stelle, um das Beispiel dort zu platzieren.

    • Ziehen Sie den Samplepunkt im Kompositionsfenster mit dem Auswahl-Werkzeug  an die gewünschte Stelle.

    • Gib im Bedienfeld „Effekteinstellungen“ die gewünschten horizontalen und vertikalen Koordinaten ein.

    Hinweis:

    Die Anzahl der aktivierten Sample-Punkte entspricht dem aktuellen Wert für „Sampleanzahl“.

  5. Wiederholen Sie den Vorgang für alle Samplepunkte, die Sie verschieben möchten.

Ändern des Sampling-Quellframes

Standardmäßig werden die Störungs-Samples für die Effekte „Korn anpassen“ und „Korn reduzieren“ immer dem ersten Frame der Sequenz entnommen. Du kannst jedoch auch einen anderen Frame für die Entnahme der Samples festlegen. Ändern des Frames bietet sich an, wenn es zwischen den Frames einer Ebene starke Schwankungen hinsichtlich Beleuchtung und Belichtung gibt.

  1. Entscheide, welcher Frame aufgenommen werden soll. Achte darauf, dass der Anzeigestil der Projekteinstellungen auf „Frames“ eingestellt ist und die Nummerierung bei null beginnt. Die Nummer des aktuellen Frames wird dann oben links im Bedienfeld „Zeitleiste“ in blauer Farbe angezeigt. Gib diese Frame-Nummer in der Einstellungsgruppe „Sampling“ unter „Quellframe“ ein.
  2. Wählen Sie im Menü „Ansichtsmodus“ die Option „Störungsbeispiele“.

    Der ausgewählte Frame wird im Bedienfeld „Komposition“ angezeigt und die zugehörigen automatischen Samples sind in dem Bild eingeblendet.

Ändern der Sample-Feldfarbe

Du kannst für die Effekte „Korn reduzieren“ oder „Korn anpassen“ die Ansichtsmodusoption „Störungsbeispiele“ setzen, um die von dem jeweiligen Effekt aufgenommenen Bereiche anzuzeigen. Die aufgenommenen Bereiche erhalten automatisch eine weiße Kontur. Du kannst auch die Farben der Feldkonturen dieser Störungs-Samples ändern.

  1. Führe in der Einstellungsgruppe „Sampling“ neben „Samplefeldfarbe“ einen der folgenden Schritte aus:
    • Klicke auf das Farbfeld und wähle im Farbwähler eine Farbe aus.

    • Klicke auf „Pipette“ und dann auf eine Farbe im Anwendungsfenster.

Arbeiten mit hinzugefügter oder angepasster Körnung

Mit dem Effekt „Korn hinzufügen“ erzeugst du in einem Bild eine neue Körnung oder Störung. Die Körnung wird dabei entweder ganz neu erstellt oder die Eigenschaften der Körnung basieren auf den Vorgaben. Auch der Effekt „Korn anpassen“ dient zur Erzeugung einer neuen Körnung. Dies geschieht aber durch eine Anpassung an die Körnung in einem anderen Bild. Das Bedienfeld „Effekteinstellungen“ enthält verschiedene Einstellungen für beide Effekte, mit denen du Farbe, Farbtonbereich, Füllmethode und Animationseigenschaften der Körnung steuern kannst.

Ändern der Tonwerte hinzugefügter oder angepasster Körnung

Das präzise Körnungsmuster in einem Film-Frame ist nicht in dem ganzen Frame einheitlich, sondern kann sich je nach den Tonwerten des Inhalts der einzelnen Pixel ändern. Beispielsweise hängt bei der chemischen Filmkörnung die Größe der Silberhalogenid-Kristalle von der Belichtungsdauer ab.

Mit den Effekten „Korn hinzufügen“ und „Korn anpassen“ kannst du diese feinen Körnungsunterschiede in Bildern reproduzieren. Dazu verwendest du die Einstellungen „Schatten“, „Mitteltöne“, „Glanzlichter“ und „Mittelpunkt“ in der Einstellungsgruppe „Anwendung“. Mit diesen Einstellungen kannst du definieren, wie viel Körnung den einzelnen Tonwertbereichen und Kanälen eines Bildes hinzugefügt wird. Du kannst z. B. überbelichteten Bereichen des blauen Kanals mehr Körnung hinzufügen, damit der abgebildete Himmel körniger wirkt.

Mit der für die Effekte „Korn hinzufügen“ und „Korn anpassen“ verfügbaren Einstellungsgruppe „Anwendung“ kannst du Folgendes tun:

  • Wenn du bestimmen möchtest, wie viel Körnung den einzelnen Tonwertbereichen im Bild hinzugefügt wird, ändere die Werte für „Schatten“, „Mitteltöne“ und „Glanzlichter“.

  • Wenn du den Mittelpunkt des Farbtonbereichs des Bildes definieren möchtest, an der sich die Körnungsanwendung orientieren soll, verschiebe den Regler für „Mittelpunkt“. Der Standardwert dieses Reglers beträgt 0,5 und kennzeichnet die Mitte des Pixel-Wertbereichs, also 127 bei 8-Bit-Bildern und 16384 bei 16- Bit-Bildern.

  • Mit den Einstellungen unter „Kanalbalance“ kannst du die Körnung in den Schatten, Mitteltönen und Glanzlichtern für jeden Kanal einzeln anpassen.

Animieren einer hinzugefügten oder angepassten Körnung

Die Körnung oder Störung, die von den Effekten „Korn hinzufügen“ und „Korn anpassen“ erzeugt wird, hat die gleiche Geschwindigkeit wie das Quellmaterial, damit das Ergebnis realistisch wirkt. Eine Verlangsamung der Störung kann nützlich sein, um bestimmte ästhetische Effekte zu erzielen oder zu vermeiden, dass die hinzugefügten Störungen zu auffällig wirken. Die beiden Effekte haben einen internen Zufallsgenerator, der die Position der Störungspixel von Frame zu Frame ändert. Ferner kannst du das Aussehen der Störung innerhalb eines Frames von Ebene zu Ebene ändern und dabei alle anderen Parameter konstant halten.

Mit der für die Effekte „Korn hinzufügen“ und „Korn anpassen“ verfügbaren Einstellungsgruppe „Animation“ kannst du Folgendes tun:

  • Wenn du die Framerate der hinzugefügten Körnung festlegen möchtest, die ein Vielfaches der Ziel-Framerate ist, ändere im Bedienfeld „Effekteinstellungen“ in der Einstellungsgruppe „Animation“ den Wert für „Animationsgeschwindigkeit“. Je höher der Wert für „Animationsgeschwindigkeit“, desto niedriger die Lebensdauer der Körnung. Beim Standardwert 1 bewegt sich die Körnung mit derselben Geschwindigkeit wie die Frames. Bei niedrigeren Werten ändert sich die Körnung langsamer, wodurch du das Erscheinungsbild von Filmkörnung erzeugen kannst. Bei 0 ist die Körnung im Zeitverlauf stationär.

  • Wenn du zwischen den erzeugten Störungs-Frames durch Interpolation glatte Übergänge erstellen möchtest, aktiviere „Fließend animieren“. Diese Einstellung hat nur eine Wirkung, wenn für „Animationsgeschwindigkeit“ ein Wert kleiner als 1 eingegeben wurde.

  • Wenn sich das Aussehen der Störungen innerhalb desselben Frames von Ebene zu Ebene ändern soll, ändere den Wert für „Zufallsverteilung“. Jeder Wert für „Zufallsverteilung“ repräsentiert eine von 100 möglichen Darstellungsvarianten. Eine Änderung des Wertes bedeutet nicht, dass die Ergebnisse stärker oder weniger stark auf dem Zufall beruhen.

Mischen und Ändern der Farbe einer hinzugefügten oder angepassten Körnung

Du kannst die Farbe, die Sättigung und die Füllmethode der mit den Effekten „Korn hinzufügen“ und „Korn anpassen“ erzeugten Körnung korrigieren.

Zu den Faktoren, die die Farbe der von diesen Effekten generierten Körnung beeinflussen können, gehören unter anderem:

  • Der Farbwert des darunter liegenden Pixels im Quellbild.

  • Der Sättigungswert der Störung.

  • Die Werte für „Farbton“ und „Farbstärke“, sofern diese Einstellungen von den Standardwerten abweichen.

  • Der in der Einstellungsgruppe „Anwendung“ für „Füllmethode“ festgelegte Wert.

  • Die mit der Einstellungsgruppe „Kanalintensitäten“ den einzelnen Kanälen zugewiesene Störungsmenge, sofern festgelegt.

Im Bedienfeld „Effekteinstellungen“ in der Einstellungsgruppe „Farbe“ kannst du die folgenden Optionen anpassen:

Monochromatisch

Damit verleihen Sie der hinzugefügten Störung einen einfachen Farbton. Die Standardfarbtöne sind schwarz und weiß, aber du kannst auch mit „Farbton“ einen beliebigen Farbverlauf erstellen. (Die Einstellungen „Sättigung“ und „Kanalintensitäten“ sind nicht verfügbar, wenn „Monochromatisch“ ausgewählt ist.)

Farbstärke

Hiermit steuern Sie die Tiefe und Intensität der Farbverschiebung.

Farbton

Damit legen Sie die Farbe fest, in die die hinzugefügte Störung sich ändert.

Sättigung

Damit steuern Sie die Stärke und Leuchtkraft der Farbe.

Die Einstellung „Füllmethode“ unter „Anwendung“ bestimmt, wie der Farbwert der erzeugten Störung mit dem Farbwert der darunter liegenden Quellebene in den einzelnen Pixeln kombiniert wird:

Film

Damit entsteht der Eindruck, als ob die erzeugte Körnung in das Bild eingebettet ist. Dieser Modus wirkt sich auf dunklere Farben stärker aus als auf hellere und simuliert die Körnung in einem Filmnegativ.

Multiplizieren

Bei dieser Option werden die Farbwerte der Störung und der Quelle miteinander multipliziert. Das Ergebnis kann heller oder dunkler als das Original ausfallen, weil die Störung einen positiven oder negativen Wert haben kann.

Addieren

Bei dieser Option werden die Pixel-Farbwerte der Quelle und der Störung kombiniert. Das Ergebnis ist nicht immer heller als das Original, weil die mit den Körnungseffekten erzeugte Körnung einen positiven oder negativen Wert haben kann.

Negativ multiplizieren

Bei dieser Option werden die umgekehrten Helligkeitswerte der Störung und der Quelle miteinander multipliziert. Der Effekt ist mit einem Abzug von einem mehrfach belichteten Negativ vergleichbar. Das Ergebnis ist stets heller als das Original.

Überlagern

Bei dieser Option werden „Film“ und „Multiplizieren“ kombiniert, d. h., Tiefen und Lichter erhalten weniger Körnung und den Mitten wird die Körnung in vollem Umfang zugewiesen.

Effekt „Korn hinzufügen“

Der Effekt „Korn hinzufügen“ erzeugt ganz neue Störungen, ohne sich an vorhandenen Störungen zu orientieren. Vielmehr kannst du anhand von Parametern und Vorgaben für verschiedene Filmtypen künstlich unterschiedliche Störungs- oder Körnungstypen erzeugen. Du kannst praktisch alle Eigenschaften dieser Störungen verändern, ihre Farbe festlegen, sie auf verschiedene Weise auf das Bild anwenden und sie sogar animieren oder nur einem bestimmten Bildteil zuweisen.

Dieser Effekt eignet sich für den 8-Bit- und 16-Bit-Farbmodus.

Effekt „Körnung hinzufügen“: Szene im Original (links) und nach Anwendung des Effekts (rechts)
Szene im Original (links) und nach Anwendung des Effekts (rechts)

Die Verteilung der hinzugefügten Störung über die Farbkanäle wirkt sich auf die Gesamtfarbe des resultierenden Bildes aus. Bei einem dunklen Hintergrund verstärkt die Störung eine bestimmte Bildfarbe, d. h., ein roter Farbton oder mehr Störungen im roten Kanal verleihen dem Bild einen rötlichen Schimmer. Bei einem hellen Hintergrund schwächt die Störung eine bestimmte Bildfarbe ab, d. h., ein roter Farbton oder mehr Störungen im roten Kanal ergeben Cyan. Das Ergebnis hängt außerdem von der Einstellung „Füllmethode“ in der Einstellungsgruppe „Anwendung“ ab.

Hinweis:

Die tatsächliche Körnung eines Bildes kann sich durch Faktoren wie Belichtung und Scan-Auflösung von den Filmvorgaben unterscheiden.

Mit den für den Effekt „Korn hinzufügen“ verfügbaren Steuerungen kannst du Folgendes tun:

  • Wenn du die Körnung eines bestimmten Films oder Fotos reproduzieren möchtest, wähle den Filmtyp im Bedienfeld „Effekteinstellungen“ im Menü „Vorgabe“ des Effekts „Korn hinzufügen“.

  • Wenn du die Intensität und Größe der angewendeten Körnung ändern möchtest und eine Weichzeichnung wünscht, passe im Bedienfeld „Effekteinstellungen“ die Einstellungsgruppe „Tweaken“ des Effekts „Körnung hinzufügen“ an.

  • Wenn du die Farbe der hinzugefügten Störung ändern möchtest, ändere die Einstellungen für „Farbe“.

  • Wenn du bestimmen möchtest, wie der Farbwert der neuen Störung mit dem Farbwert der darunter liegenden Zielebene in den einzelnen Pixeln kombiniert wird, wähle in der Einstellungsgruppe „Anwendung“ eine Füllmethode.

  • Wenn du festlegen möchtest, wie viel Körnung den einzelnen Tonwertbereichen in dem Bild sowie dem Mittelpunkt hinzugefügt wird, ändere in der Einstellungsgruppe „Anwendung“ die Werte für „Tiefen“, „Mitten“, „Lichter“ und „Mittelpunkt“.

  • Wenn du die hinzugefügte Körnung animieren möchtest, ändere die Eigenschaften in der Einstellungsgruppe „Animation“.

  • Wenn du den Effekt auf das ganze Bild anwenden möchtest, wähle im Menü „Ansichtsmodus“ die Option „Endausgabe“.

Tweaken, Einstellungsgruppe für Körnungseffekte

Für die Effekte „Korn anpassen“ und „Korn hinzufügen“ gibt es eine gemeinsame Einstellungsgruppe namens „Tweaken“. Mit diesen Einstellungen kannst du die Intensität und Größe der Störung ändern und Weichzeichnung anwenden, und zwar für alle drei Kanäle gleichzeitig oder für jeden Kanal einzeln.  Außerdem kannst du das Seitenverhältnis der angewendeten Körnung ändern.

Hinweis:

Die Werte für die Einstellungen unter „Tweaken“ beziehen sich auf die in der Quellebene aufgenommene Störung, d. h., bei einem Wert von 1,0 bleibt die jeweilige Eigenschaft der Quellstörung unverändert und bei höheren oder niedrigeren Werten ändert sie sich.

In der Einstellungsgruppe „Tweaken“ stehen dir die folgenden Einstellungen zur Verfügung:

Intensität

Mit dieser Einstellung steuerst du, wie stark die Helligkeits- und Farbwerte zwischen Pixeln in der erzeugten Störung schwanken, und legst damit fest, wie auffällig die Störung ist.  Bei einem höheren Wert ändert sich weder die Position noch die Größe eines einzelnen Korns, sondern es wirkt nur auffälliger; bei niedrigeren Werten wirkt es dezenter.

Kanalintensitäten

Damit steuerst du den Kontrast zwischen den Pixeln in der erzeugten Störung in jedem Kanal separat.  Du kannst z. B. dem blauen Kanal mehr Körnung hinzufügen, um Film zu simulieren.

Größe

Damit passen Sie die Größe der erzeugten Körnung in Pixeln an.

Kanalgröße

Damit passt du die Größe der erzeugten Körnung in Pixeln für jeden Kanal einzeln an.

Glättung

Damit legen Sie den Umfang der Glättung in der Körnung fest.

Seitenverhältnis

Damit steuerst du das Verhältnis der Breite der erzeugten Körnung zu einer konstanten Höhe von 1. Mit dieser Einstellung kannst du den Effekt anamorphotischer Objektive simulieren oder ästhetische Effekte erzielen.  Bei einem Wert über 1 wird die Körnung horizontal gedehnt, bei Werten unter 1 wird sie horizontal gequetscht.

Effekt „Staub und Kratzer“

Der Effekt „Staub und Kratzer“ reduziert das Rauschen, indem er nicht zusammenpassende Pixel innerhalb eines bestimmten Radius ändert, damit sie ihren benachbarten Pixeln stärker ähneln.  Probiere verschiedene Kombinationen der Einstellungen unter „Radius“ und „Schwellenwert“ aus, um den besten Kompromiss zwischen Schärfe und Fehlerausgleich zu finden.

Dieser Effekt eignet sich für den 8-Bit- und 16-Bit-Farbmodus.

Originalbild mit Kratzern (oben links), vergrößerte Ansicht der Kratzer (unten links) und Bild nach Entfernen der Kratzer und Klarheitsverlust (unten rechts)
Originalbild mit Kratzern (oben links), vergrößerte Ansicht der Kratzer (unten links) und Bild nach Entfernen der Kratzer und Klarheitsverlust (unten rechts)

Radius

Bestimmt, wie groß der Bereich ist, in dem der Filter nach Pixel-Unterschieden sucht. Durch hohe Werte wirkt das Bild verschwommen. Verwende daher den kleinstmöglichen Wert, bei dem die Fehler noch beseitigt werden.

Schwellenwert

Gibt an, wie sehr Pixel sich von ihren Nachbarn unterscheiden können, ohne dass sie durch den Effekt geändert werden.  Verwende daher den größten Wert, bei dem die Fehler beseitigt werden.

Effekt „Fraktale Störungen“

Bei dem Effekt „Fraktale Störungen“ wird Perlin-Rauschen verwendet, um Graustufenrauschen zu erzeugen, das Sie für organisch aussehende Hintergründe, Verschiebungsebenen und Strukturen verwenden oder mit dem Sie z. B. Wolken, Feuer, Lava, Dampf, fließendes Wasser oder Dunst simulieren können.

Dieser Effekt eignet sich für den 8-Bit-, 16-Bit- und 32-Bit-Farbmodus.

Mit den Einstellungen für „Evolution“ können Sie feine Änderungen an der Form des Fraktals vornehmen. Durch Animieren dieser Einstellungen entstehen übergangslose Änderungen der fraktalen Störungen im Zeitablauf. Sie können so beispielsweise vorüberziehende Wolken oder fließendes Wasser darstellen.

Stu Maschwitz gibt in seinem ProLost-Blog  ein Beispiel für den Einsatz des Effekts „Fraktale Störungen“ zum Erstellen der Sonnenkorona.

Der Effekt „Turbulente Störung“ ist im Wesentlichen eine moderne, leistungsstärkere Umsetzung des Effekts „Fraktale Störungen“. Das Rendern geht beim Effekt „Turbulente Störung“ schneller; zudem ist der Einsatz für das Erstellen flüssiger Animationen einfacher. Der Effekt „Turbulente Störung“ modelliert turbulente Systeme exakter: Kleinere Störungselemente bewegen sich schneller als große. Der Einsatz des Effekts „Fraktale Störungen“ statt des Effekts „Turbulente Störung“ ist vor allem bei der Erstellung von Animationsschleifen empfehlenswert, da es beim Effekt „Turbulente Störung“ keine Zykluseinstellungen gibt.

Hinweis:

Da die Steuerelemente bei beiden Effekten fast identisch sind, kannst du für den Einsatz des Effekts „Turbulente Störung“ die meisten Anleitungen und Lehrgänge heranziehen, die für den Effekt „Fraktale Störungen“ erstellt wurden. (Siehe Effekt „Turbulente Störung“.)

Regler

Fraktaltyp

Die fraktale Störung wird durch Generierung eines Rasters von Zufallszahlen für die einzelnen Störungsebenen erstellt.  Die Einstellung „Komplexität“ gibt die Anzahl der Störungsebenen an.  Mit der Einstellung „Fraktaltyp“ werden die Eigenschaften dieses Rasters festgelegt.

Störungstyp

Die Art der Interpolation, die zwischen den Zufallswerten im Störungsraster verwendet werden soll.

Umkehren

Kehrt die Störung um.  Schwarze Bereiche werden zu weißen und weiße Bereiche zu schwarzen.

Kontrast

Der Standardwert ist 100.  Bei höheren Werten erhältst du größere, schärfer definierte Schwarz- und Weißbereiche in der Störung, wodurch sich im Allgemeinen die Detailschärfe reduziert.  Je niedriger die Werte werden, desto größere Graubereiche entstehen, die zu einem Aufweichen oder sogar gänzlichen Eliminieren der Störung führen.

Überlauf

Ordnet die Werte neu zu, die außerhalb des Bereichs von 0 bis 1,0 liegen. Folgende Optionen stehen zur Auswahl:

Clip

Sorgt dafür, dass jeder Wert über 1,0 als reines Weiß und jeder Wert unter 0 als reines Schwarz angezeigt wird.  Mit dem Wert für „Kontrast“ wird festgelegt, wie groß der Anteil des Bildes ist, der außerhalb dieses Bereichs liegt.  Bei höheren Werten erhältst du ein zumeist schwarzes und/oder weißes Bild mit geringerem Grauanteil.  Daher führen höhere Kontrastwerte zu einer geringeren Detailschärfe.  Wird die Ebene als Luminanz-Maske verwendet, verfügt sie über schärfere, deutlicher ausgeprägte Transparenzbereiche.

Weich beschränken

Weist die Werte auf einer unendlichen Kurve so zu, dass alle Werte im gültigen Bereich bleiben.  Mit dieser Option wird der Kontrast reduziert, während die Störungen grau mit einigen wenigen rein schwarzen oder rein weißen Bereichen erscheinen.  Wird die Ebene als Luminanz-Maske verwendet, verfügt sie über feine Transparenzbereiche.

Zurücklaufen

Ordnet die Werte in Dreieckform neu zu, wodurch Werte oberhalb von 1,0 oder unterhalb von 0 als gültig betrachtet werden.  Mit dieser Option erhalten Sie feine Details, wenn der Kontrast über 100 liegt.  Wird die Ebene als Luminanz-Maske verwendet, zeigt sie detaillierte, strukturierte Transparenzbereiche.

HDR-Ergebnisse zulassen

Es wird keine Neuzuordnung durchgeführt.  Werte außerhalb des Bereichs von 0 bis 1,0 werden beibehalten.

Transformieren

Einstellungen zum Drehen, Skalieren und Positionieren der Störungsebenen. Die Ebenen wirken, als ob sie sich in unterschiedlichen Tiefen befinden würden, wenn du „Perspektivische Verschiebung“ auswählst.

Komplexität

Die Anzahl an Störungsebenen, die gemäß den Detaileinstellungen kombiniert werden, um die fraktale Störung zu erzeugen. Wenn diese Zahl erhöht wird, wird die optische Tiefe und die Detailliertheit der Störung gesteigert.

Hinweis:

Eine Erhöhung der Komplexität führt zu längeren Renderzeiten. Versuchen Sie gegebenenfalls, eher die Größe als die Komplexität zu reduzieren – die Ergebnisse sind ähnlich und die Renderzeiten verkürzen sich. Mit einem Trick können Sie die optische Komplexität erhöhen, ohne die Renderzeit zu verlängern: Verwenden Sie eine negative oder eine sehr hohe Einstellung für Kontrast bzw. Helligkeit und wählen Sie für „Überlauf“ die Option „Zurücklaufen“.

Detaileinstellungen

Die fraktale Störung wird durch das Kombinieren von Störungsebenen generiert. Mit den Detaileinstellungen wird gesteuert, wie diese Kombination vonstattengeht und wie die Eigenschaften der Störungsebene gegeneinander versetzt sind.  Durch das Verkleinern aufeinander folgender Ebenen werden feinere Details erzeugt.

Detaileinfluss

Gibt an, wie viel Einfluss jede aufeinander folgende Ebene auf die kombinierte Störung hat. Bei 100 % haben alle Wiederholungen gleich viel Einfluss.  Bei 50 % hat jede Wiederholung halb so viel Einfluss wie die vorherige Wiederholung. Bei einem Wert von 0 % wirkt der Effekt, als sei die Komplexität gleich  1.

Detailskalierung, Drehung und Versatz

Der Prozentsatz der Skalierung, der Winkel und die Position einer Störungsebene im Verhältnis zur vorherigen Störungsebene.

Detailgröße zentrieren

Berechnet jede Störungsebene von demselben Punkt wie die vorherige Ebene.  Durch diese Einstellung kann der Eindruck von übereinander angeordneten duplizierten Störungsebenen entstehen.

Evolution

Verwendet zunehmende Umdrehungen. Dies bedeutet, dass sich mit jeder neuen Umdrehung auch das Bild weiter ändert.  Diese Methode ist anders als bei normalen Umdrehungen, die sich nach der Einstellung einer Skalenscheibe richten, für die das Ergebnis für alle Vielfachen von 360° gleich ist.  Bei „Evolution“ unterscheidet sich das Aussehen bei 0° vom Aussehen nach einer Umdrehung, was sich wiederum vom Aussehen nach zwei Umdrehungen unterscheidet.  Wenn du die „Evolution“-Einstellungen wieder auf ihren ursprünglichen Zustand zurücksetzen möchtest (z. B., um eine nahtlose Schleife zu erstellen), verwende die Option „Zyklusevolution“.

Du kannst angeben, wie stark die Störung sich über einen Zeitraum entwickelt, indem du „Evolution“ animierst.  Je mehr Umdrehungen innerhalb einer angegebenen Zeit stattfinden, umso schneller ändert sich die fraktale Störung.  Zu große Änderungen des Wertes für „Evolution“ innerhalb eines kurzen Zeitraums können abrupte Übergänge zur Folge haben.

Wenn du eine nahtlose Schleife erstellen möchtest, aktiviere die Option „Zyklusevolution“ und richte bei vollen Umdrehungen bei 0° Evolution-Keyframes ein. Nicht vollständig ausgeführte Umdrehungen können zu einer Unterbrechung der Schleife führen.

Optionen für Evolution

Optionen für Evolution.

Hinweis:

Durch Wiederverwenden von bereits erstellten Evolutionszyklen mit einem jeweils anderen Wert für „Zufallsverteilung“ lassen sich schnell und einfach neue Animationen mit fraktalen Störungen erstellen. Durch Eingeben eines Wertes für „Zufallsverteilung“ wird das Störungsmuster verändert, ohne dass die Evolutionsanimation gestört wird.

Hinweis:

Du kannst Renderzeit sparen, indem du einen kurzen Evolutionszyklus vorrenderst und dann für die gewünschte Dauer eine Schleife einrichtest, statt die Evolution für die gesamte Komposition zu animieren.

Evolutionszyklus

Erstellt einen Evolutionszyklus, der über den angegebenen Zeitraum als Schleife wiederholt wird.  Diese Option sorgt dafür, dass der Zustand der Evolution zu seinem Startpunkt zurückkehrt, wodurch ein nahtloser allmählicher Zyklus, ein sich nicht wiederholender Zyklus oder ein Schleifensegment entsteht.

Um sicherzustellen, dass der Zyklus volle Umdrehungen durchführt, wähle einen Zykluswert, der der Anzahl der für „Evolution“ festgelegten Umdrehungen entspricht oder glatt durch diese teilbar ist.

Zyklus (in Umdrehungen)

Gibt die Anzahl der Umdrehungen an, die die Störung durchläuft, bevor sie wiederholt wird. Die Zeitdauer zwischen den „Evolution“-Keyframes bestimmt die Geschwindigkeit dieser Evolutionszyklen. Diese Option wirkt sich nur auf die Evolution der Störung, und nicht auf die anderen Einstellungen, wie z. B. „Transformieren“, aus. Wenn Sie z. B. für zwei identische Zustände einer Störung unterschiedliche Größen- und Offset-Einstellungen festlegen, sehen diese nicht identisch aus.

Hinweis:

Die Option „Zyklus“ ist nur verfügbar, wenn die Option „Zyklusevolution“ aktiviert ist.

Zufallsverteilung

Legt einen zufälligen Wert fest, den der Effekt zur Generierung der Störung verwendet. Das Animieren der Eigenschaft „Zufallsverteilung“ führt zu einem plötzlichen Wechsel von einem Störungssatz zu einem anderen (innerhalb desselben Fraktaltyps). Dies ist normalerweise kein erwünschtes Ergebnis. Animiere die Eigenschaft „Evolution“, um eine glatte Überblendung von Störungen zu erhalten.

Deckkraft

Dies ist die Deckkraft der Störung.

Überblendungsmodus

Der Vorgang der Überblendung zwischen der fraktalen Störung und dem Originalbild.  Die zur Wahl stehenden Füllmethoden sind bis auf die folgenden Ausnahmen mit denen in der Spalte „Modi“ identisch:

Ohne

Rendert nur die fraktale Störung. Eine Mischung mit der Originalebene findet nicht statt.

Farbton

Die fraktale Störung wird nicht als Graustufen, sondern als Farbtonwerte gerendert. Die Sättigung und Helligkeit der Originalebene bleiben erhalten. Wenn es sich bei der Originalebene um eine Graustufenebene handelt, passiert nichts.

Sättigung

Die fraktale Störung wird nicht als Graustufen, sondern als Sättigung gerendert.  Der Farbton und die Helligkeit der Originalebene bleiben erhalten. Wenn es sich bei der Originalebene um eine Graustufenebene handelt, passiert nichts.

Erstellen einer nahtlosen Schleife mit dem Effekt „Fraktale Störungen“

  1. Wähle im Bedienfeld „Zeitleiste“ eine Ebene aus und wähle „Effekt“ > „Rauschen und Korn“ > „Fraktales Rauschen“.
  2. Richten Sie zwei Keyframes für „Evolution“ ein.
  3. Ändere die Zeitdauer zwischen den Keyframes und die Anzahl der Umdrehungen für „Evolution“ so lange, bis du mit der Animation der Störung zufrieden bist.
  4. Aktivieren Sie die Option „Zyklusevolution“.
  5. Legen Sie einen Wert für „Zyklus“ fest.

    Die Evolution führt innerhalb des durch den Abstand der „Evolution“-Keyframes bestimmten Zeitraums die unter „Zyklus“ festgelegte Anzahl von Umdrehungen durch.  Überlege dir vor der Festlegung des Wertes für „Zyklus“, wie viel von diesem Zyklus gerendert werden soll, bevor er sich wiederholt.  Wähle die kürzeste mögliche Länge für dein Projekt, um Renderzeit zu sparen.

    Anfänglich ist der letzte Frame des Zyklus mit dem ersten Frame identisch.  Um eine nahtlose Schleife zu erstellen, musst du den letzten Frame auslassen, indem du den Out-Point der Ebene auf den Frame vor dem letzten Frame des Zyklus festlegst:

  6. Verschiebe die Zeitmarke für den aktuellen Zeitpunkt auf die Zeit, zu der der Zyklus beendet wird.  Wenn du z. B. als Zykluswert „2“ festgelegt hast, musst du den Frame suchen, an dem der Wert für „Evolution“ auch „2“ ist.
    Hinweis:

    Wenn du Keyframes für andere Einstellungen des Effekts „Fraktale Störungen“ eingerichtet hast, setze diese in der Zeitleiste zurück auf ihre anfänglichen Einstellungen zum Zeitpunkt des Beginns der Zykluswiederholung. Andernfalls werden die Einstellungen nicht als Schleife wiedergegeben.

  7. Schieben Sie die Zeitmarke für den aktuellen Zeitpunkt einen Frame zurück.
  8. Stellen Sie den Out-Point der Ebene auf diesen Frame ein.
  9. Rendere diese Ebene vor und importiere den vorgerenderten Film in das Projekt.
  10. Markiere das importierte Footage-Element im Bedienfeld „Projekt“ und wähle „Datei“ (Windows) bzw. „Ablage“ (macOS) > „Footage interpretieren“. Gib dann für „Schleife“ die Anzahl der Schleifen ein, die während der Dauer der Ebene im Projekt wiedergegeben werden sollen.

Effekt „Korn anpassen“

Mit dem Effekt „Korn anpassen“ werden die Störungen zweier Bilder aneinander angepasst.  Dieser Effekt ist besonders bei Kompositionen und Bluescreen-/Greenscreen-Verfahren nützlich.  Der Effekt „Korn anpassen“ kann nur Störungen hinzufügen. Das Entfernen von Störungen ist also nicht möglich. Wenn das Ziel bereits mehr Störungen als die Quelle hat, ist eine exakte Anpassung folglich nicht möglich.  In diesem Fall solltest du das Ziel zuerst mit dem Effekt „Korn reduzieren“ bereinigen und dann „Korn anpassen“ anwenden, um eine perfekte Übereinstimmung zu erzielen.

Der Effekt „Korn anpassen“ führt Änderungen anhand von Störungsbeispielen durch. Es werden ganze Frames mit neuen Störungen erzeugt, um die Störungs-Samples aufeinander abzustimmen.  Du hast die Möglichkeit, die Störungen vor der Anwendung des Effekts auf das neue Bild zu verändern. Beispielsweise kannst du die Störungen eines Bildes duplizieren, vergrößern und ihnen eine auffälligere Farbe geben.

Der Effekt „Korn anpassen“ hat einige Steuerungen mit dem Effekt „Korn hinzufügen“ gemeinsam.  (Siehe Effekt „Korn hinzufügen“.)

Hinweis:

Der Effekt „Korn anpassen“ nimmt die Störungsbeispiele in der Quellebene in dem Frame auf, der dem ersten Frame in der Zielebene entspricht.  Wenn die Quellebene bei diesem Frame nicht vorhanden ist oder die Störungs-Samples transparente Bereiche enthalten, werden keine Störungen erfasst oder angewendet.

Dieser Effekt eignet sich für den 8-Bit- und 16-Bit-Farbmodus.

Effekt „Körnung anpassen“: vor und nach Anwendung des Effekts
Originalbilder (links) und nach Anwendung des Effekts (rechts)

Anpassen der Störung oder Körnung zwischen Bildern

  1. Vergewissere dich, dass Quell- und Zielebene sich in derselben Komposition befinden.
  2. Wähle die Zielebene aus, der du Körnung hinzufügen möchtest.
  3. Wählen Sie „Effekt“ > „Rauschen und Korn“ > „Körnung anpassen“.
  4. Wähle im Bedienfeld „Effekteinstellungen“ unter „Störungs-Quellebene“ eine Ebene, in der ein Körnungs-Sample aufgenommen werden soll.  (Unter „Störungs-Quellebene“ werden nur Ebenen aufgeführt, die sich im Bedienfeld „Zeitleiste“ befinden.)

    Die Körnung wird automatisch aufgenommen und auf den Vorschaubereich in der Zielebene angewendet.  Wenn du eine automatische Anpassung benötigst, kannst du die übrigen Schritte ignorieren.

  5. Wenn die Zielebene bereits vor der Auswahl einer Störungs-Quellebene viele Störungen enthält und dies zu einer ungleichmäßigen Körnung führt, verschiebe den Regler „Vorhandene Störungen ausgleichen“, um eine zu starke Körnung zu vermeiden.
  6. Führe einen der folgenden Schritte aus:
    • Wenn du die Intensität und Größe der angewendeten Körnung ändern möchtest und eine Weichzeichnung wünscht, ändere die Einstellungen für „Tweaken“.

    • Wenn du die Farbe der hinzugefügten Störung ändern möchtest, ändere die Einstellungen für „Farbe“.

    • Wenn du bestimmen möchtest, wie der Farbwert der neuen Störung mit dem Farbwert der darunter liegenden Zielebene in den einzelnen Pixeln kombiniert wird, wähle in der Einstellungsgruppe „Anwendung“ eine Füllmethode.

    • Wenn du festlegen möchtest, wie viel Körnung den einzelnen Tonwertbereichen in dem Bild sowie dem Mittelpunkt hinzugefügt wird, ändere in der Einstellungsgruppe „Anwendung“ die Werte für „Tiefen“, „Mitten“, „Lichter“ und „Mittelpunkt“.

  7. Wenn du die Effektansicht ändern möchtest, wähle im Bedienfeld „Effekteinstellungen“ eine der folgenden Optionen im Menü „Ansichtsmodus“ aus:

    Störungsbeispiele

    Damit werden die Bereiche eingeblendet, anhand derer das aktuelle Störungsmodell ermittelt wurde.  Wenn du die Quellebene auswählst, wird sie im Bedienfeld „Komposition“ zusammen mit ihren Störungs-Sample-Feldern eingeblendet.

    Kompensierungsbeispiele

    Damit werden die Störungs-Samples angezeigt, die automatisch aus dem Zielbild extrahiert wurden.

    Vorschau

    Damit werden die aktuellen Einstellungen des angewendeten Effekts in einem 200 x 200 Pixel großen Bereich angezeigt.

    Mischmaske

    Zeigt die aktuelle Farbmaske, die aktuelle Maskierung oder eine Kombination aus Farbmaske und Maskierung an, die sich aus den aktuellen Einstellungen für „Mit Original mischen“ ergibt.

    Endausgabe

    Rendert den gesamten aktiven Frame anhand der aktuellen Effekteinstellungen.

  8. Falls gewünscht, können Sie die hinzugefügte Körnung animieren.
  9. Wähle unter „Ansichtsmodus“ die Option „Endausgabe“ aus.

Ausgleichen vorhandener Störungen bei der Störungsanpassung

Wenn du versuchst, mit dem Effekt „Korn anpassen“ die Körnung zwischen Bildern anzupassen, und die Zielebene bereits eine sichtbare Körnung hat, kann die dabei entstehende Körnung ungleichmäßig oder zu stark ausfallen. Dies lässt sich mit der Einstellung „Vorhandene Störungen ausgleichen“ vermeiden. Sie extrahiert sowohl aus der Quelle als auch aus dem Ziel ein Störungsmodell, ändert die Störungen aus der Quelle, um den im Ziel bereits vorhandenen Störungen Rechnung zu tragen, und wendet sie dann auf das Ziel an.

Wenn du diese Einstellung automatisch einsetzen möchtest, setze den dazugehörigen Regler auf 100 %.  Wähle dann „Kompensierungsbeispiele“ im Menü „Ansichtsmodus“, um die Störungs-Samples in der Zielebene anzuzeigen.  Du kannst die Samples im Zielbild auch verschieben, indem du den Sampling-Modus auf „Manuell“ setzt, wodurch die Kompensierungs-Sample-Punkte für die manuelle Verschiebung verfügbar werden.

  1. Wende den Effekt „Korn anpassen“ auf die Zielebene an.
  2. Ändere im Bedienfeld „Effekteinstellungen“ bei Bedarf für den Effekt „Korn anpassen“ den Wert „Vorhandene Störungen ausgleichen“. Die Störungen in der Quellebene und in der Zielebene werden aufgenommen und die Unterschiede berechnet. Dann werden dem Ziel nur gerade so viele Störungen zugewiesen, dass die Quellebene und die Zielebene übereinstimmen.
  3. Wenn du die Störungs-Samples ändern möchtest, wähle im Menü „Ansichtsmodus“ die Option „Störungsbeispiele“, ändere die Einstellung „Sampling“ > „Sampleauswahl“ in „Manuell“ und erweitere dann die Kompensierungs-Sample-Punkte. Der aktuelle Wert für „Sampleanzahl“ bestimmt, wie viele Punkte verfügbar sind.
  4. Um einen Sample-Punkt zu verschieben, führen Sie einen der folgenden Schritte aus:
    • Ziehe den Sample-Punkt im Bedienfeld „Komposition“ an eine neue Stelle.

    • Gib im Bedienfeld „Effekteinstellungen“ neben dem Sample-Punkt unter „Kompensierungs-Sample-Punkte“ neue XY- Koordinaten ein.

    • Klicke im Bedienfeld „Effekteinstellungen“ auf den Punktparameter  für den Kompensierungs-Sample-Punkt und dann im Bedienfeld „Komposition“ auf die Stelle, an die der Punkt verschoben werden soll.

  5. Wähle unter „Ansichtsmodus“ die Option „Endausgabe“ aus.

Effekt „Median“

Der Effekt „Median“ ersetzt die einzelnen Pixel durch ein Pixel, das den Medianwert benachbarter Pixel innerhalb eines bestimmten Radius hat.  Wenn du geringe Werte für den Radius festlegst, kann dieser Effekt für die Verringerung einiger Arten von Bildrauschen verwendet werden.  Bei höheren Werten für den Radius wirkt das Bild durch diesen Effekt wie ein Gemälde.

Dieser Effekt eignet sich für den 8-Bit- und 16-Bit-Farbmodus.

Effekt „Median“: vor und nach Anwendung des Effekts
Szene im Original (links) und nach Anwendung des Effekts (rechts)

Effekt „Rauschen“

Mit diesem Effekt werden Pixel-Werte im gesamten Bild nach dem Zufallsprinzip geändert.

Dieser Effekt eignet sich für den 8-Bit-, 16-Bit- und 32-Bit-Farbmodus.

Effekt „Störung“: vor und nach Anwendung des Effekts
Szene im Original (links) und nach Anwendung des Effekts (rechts)

Stärke

Gibt an, wie viel Störung hinzugefügt werden soll.

Störungstyp

Wenn „Farbrauschen benutzen“ aktiviert ist, werden den Rot-, Grün- und Blau-Kanälen individuell Zufallswerte zugeordnet.  Andernfalls wird in allen Kanälen jedem einzelnen Pixel derselbe Zufallswert zugeordnet.

Ergebnis beschneiden

Beschneidet Farbkanalwerte. Wird diese Option deaktiviert, wird mehr optische Störung erzeugt.  Diese Einstellung funktioniert nicht in einem 32-Bit-Projekt.

Effekt „Störungen - Alpha“

Mit dem Effekt „Störungen – Alpha“ werden einem Alphakanal Störungen hinzugefügt.

Dieser Effekt funktioniert mit dem 8-Bit-Farbmodus.

Rauschen

Der Typ der Störung.  „Gleichmäßig per Zufall“ erstellt gleiche Mengen von Tiefen- und Lichterstörungen.  „Im Quadrat per Zufall“ erstellt Störungen mit hohem Kontrast. „Gleichmäßig in Animation“ erstellt animierte Störungen und „Im Quadrat in Animation“ erstellt animierte Störungen mit hohem Kontrast.

Stärke

Das Ausmaß der Störung.

Original-Alpha

So wird die Störung auf den Alphakanal angewendet:

Addieren

Du erhältst gleiche Mengen von Störungen in den transparenten und deckenden Bereichen des Clips.

Beschränkt

Sorgt dafür, dass nur die deckenden Bereiche mit Störungen versehen werden.

Skalieren

Erhöht die Störungsmenge proportional zum Deckkraftwert und erzeugt in Bereichen mit 100 % Transparenz keine Störungen.

Kanten

Sorgt dafür, dass Störungen nur in teilweise transparenten Bereichen, wie z. B. am Rand des Alphakanals, erzeugt werden.

Überlauf

Gibt an, wie der Effekt Werte neu zuordnet, die außerhalb des Graustufenbereichs von 0 bis 255 liegen.

Clip

Werte über 255 werden dem Wert 255 zugeordnet.  Werte unter 0 werden dem Wert 0 zugeordnet.

Zurücklaufen

Werte über 255 und unter 0 werden in den Bereich von 0 bis 255 zurückgespiegelt. Beispiel: Ein Wert von 258 (255+3) wird auf 252 (255-3) gespiegelt, und ein Wert von ‑3 wird auf 3 gespiegelt.

Rest bilden

Werte über 255 und unter 0 werden in den Bereich von 0 bis 255 umgebrochen. Ein Wert von 258 wird in 2 umgebrochen, ein Wert von 256 wird in 0 umgebrochen und ein Wert von -3 wird in 253 umgebrochen.

Zufallsverteilung

Ein Eingabewert für den Zufallszahlengenerator für die Störung. Diese Einstellung ist nur verfügbar, wenn Sie für „Störung“ entweder „Gleichmäßig per Zufall“ oder „Im Quadrat per Zufall“ gewählt haben.

Hinweis:

Störungen mit abrupten Übergängen können Sie durch Animieren der Einstellung „Zufallsverteilung“ erzeugen. Wenn Sie übergangslos animierte Störungen erstellen möchten, animieren Sie den Wert „Störungsphase“.

Störungsphase

Gibt die Position der Störung an. Diese Einstellung ist nur verfügbar, wenn du entweder „Gleichmäßig in Animation“ oder „Im Quadrat in Animation“ gewählt hast.

Störungsoptionen (Animation)

So werden Störungen animiert.

Ändern Sie das Timing der „Störungsphase“-Keyframes, um die Geschwindigkeit der „Störungsphase“-Zyklen anzupassen.

Hinweis:

Wenn Sie bei der Animation des Werts „Störungsphase“ Zeit sparen möchten, erstellen Sie mithilfe der Option „Störungszyklus“ eine nahtlose Störungsschleife. Rendere dann die Ebene und importiere sie als neues Quell-Footage-Element.  

Störungszyklus

Erzeugt einen Störungszyklus, der innerhalb der angegebenen Zeit genau einmal wiedergegeben wird.

Zyklus

Gibt die Anzahl der Umdrehungen der Störungsphase an, die die Störung durchläuft, bevor sie wiederholt wird (nur verfügbar, wenn „Störungszyklus“ aktiviert ist).

Effekt „Rauschen HLS“ und Effekt „Rauschen HLS Auto“

Mit den Effekten „Rauschen HLS“ und „Rauschen HLS Auto“ werden den Farbton-, Helligkeits- und Sättigungskomponenten eines Bildes Störungen hinzugefügt.  Mit dem Effekt „Rauschen HLS Auto“ erzeugte Störungen sind automatisch animierte Störungen, wobei du die Geschwindigkeit der Animation auswählst.  Verwende zur Animierung des Effekts „Störung HLS“ Keyframes oder Expressions.  Die Einstellungen für diese Effekte sind dieselben, mit Ausnahme der Einstellung „Störungsphase“ bzw. „Störungsanimationsgeschwindigkeit“, mit der die Störungsanimation gesteuert wird.

Diese Effekte eignen sich für den 8-Bit-Farbmodus.

Effekt „Störungen HLS“ und Effekt „Störungen HLS Auto“
Szene im Original (links) und nach Anwendung des Effekts (rechts)

Rauschen

Der Typ der Störung.  „Gleichmäßig“ erstellt eine gleichmäßige Störung. „Quadrat“ erstellt Störungen mit hohem Kontrast.  „Korn“ erstellt körniges Rauschen, ähnlich wie Filmkörnung.

Farbton

Der Betrag an Störung, der den Farbtonwerten hinzugefügt wird.

Helligkeit

Der Betrag an Störung, der den Helligkeitswerten hinzugefügt wird.

Sättigung

Der Betrag an Störung, der den Sättigungswerten hinzugefügt wird.

Korngröße

Diese Einstellung ist nur für die Störung „Korn“ verfügbar.

Störungsphase (nur „Störungen HLS“)

Ein Eingabewert für den Zufallszahlengenerator für die Störung. Wenn du für „Störungsphase“ Keyframes einrichtest, durchläuft der Effekt die Phasen, um animierte Störungen zu erzeugen.  Je größer die Unterschiede zwischen den Keyframe-Werten sind, desto schneller ist die Störungsanimationen.

Störungsanimationsgeschwindigkeit (nur „Störungen HLS Auto“)

Die Geschwindigkeit der Störungsanimation. Wenn du die Störungsanimation beschleunigen oder verzögern möchtest, animiere diese Eigenschaft.

Effekt „Korn reduzieren“

Der Effekt „Korn reduzieren“ dient zum Entfernen von Körnung oder visuellen Störungen.  Dieser Effekt versucht anhand ausgefeilter Signalverarbeitungs- und statistischer Berechnungen das Bild so wiederherzustellen, wie es ohne Körnung oder Störungen aussehen würde.  Es gibt zwar viele Methoden, mit denen sich Störungen in einem Bild reduzieren lassen, z. B. mit dem Effekt „Gaußscher Weichzeichner“ oder „Median“, dabei werden jedoch stets die Schärfe und Glanzlichter beeinträchtigt. Der Effekt „Korn reduzieren“ hingegen kann feine Details von Störungen unterscheiden und daher weitgehend erhalten.

Für den Effekt „Korn reduzieren“ gibt es verschiedene Optionen, mit denen sich Störungsreduzierung und Bildschärfe präzise aufeinander abstimmen lassen.  Ferner kann der Effekt die Unterschiede zwischen Frames analysieren, um Rauschminderung und Bildschärfe weiter zu verbessern. Da dabei mehrere Zeiträume berücksichtigt werden, spricht man auch von zeitlicher Filterung.

Hinweis:

Eine optimale Körnungsreduzierung setzt optimale Störungsbeispiele voraus. Das Ergebnis des automatischen Samplings hängt vom Bildinhalt und Störungstyp ab.  Du kannst auch die Anzahl, Größe und Position der Samples ändern, um für ein bestimmtes Bild optimale Ergebnisse zu erzielen.

Mit den für den Effekt „Körnung entfernen“ unter „Zeitliche Filterung“ verfügbaren Einstellungen können Sie den aktuellen Frame anhand eines statistischen Algorithmus an den vorherigen und den folgenden Frame angleichen. Diese Einstellungen sind besonders beim Entfernen von Komprimierungsartefakten aus DV- und Videofootage wirksam.

Die Ergebnisse dieses Filters lassen sich nur dann richtig beurteilen, wenn du dir die Sequenz in Echtzeit ansiehst. Dazu musst du eine Überprüfung einblenden oder die Sequenz in eine Datei rendern und dir den Film ansehen.

Hinweis:

Wenn die Vorschau des Effekts „Korn reduzieren“ schneller angezeigt werden soll, ändere die Effekteinstellungen im Bedienfeld „Effekteinstellungen“ am besten der Reihe nach.  Ermittle zuerst effektive Einstellungen für die Körnungsreduzierung und ändere dann erst die drei letzten Einstellungen.

Dieser Effekt eignet sich für den 8-Bit- und 16-Bit-Farbmodus.

Effekt „Körnung entfernen“: Originalbild und Bild mit angewendetem Effekt
Szene im Original (links) und nach Anwendung des Effekts (rechts)

Entfernen von Störungen oder Körnung aus einem Bild

  1. Wähle die Ebene aus und klicke auf „Effekt“  > „Rauschen und Korn“ > „Korn reduzieren“.
  2. Führe in der Einstellungsgruppe „Einstellungen für 'Störungen reduzieren'“ die folgenden Schritte aus:
    • Wenn Sie die Störungsmenge in dem Bild insgesamt ändern möchten, ändern Sie den Wert für „Störung reduzieren“.

    • Wenn du die Störungsmenge in jedem Kanal einzeln korrigieren möchtest, ändere unter „Kanalstörung reduzieren“ die Werte für „Rotstörung reduzieren“, „Grünstörung reduzieren“ und „Blaustörung reduzieren“.

    Hinweis:

    Durch Wiederverwenden von bereits erstellten Evolutionszyklen mit einem jeweils anderen Wert für „Zufallsverteilung“ lassen sich schnell und einfach neue Animationen mit fraktalen Störungen erstellen. Durch Eingeben eines Wertes für „Zufallsverteilung“ wird das Störungsmuster verändert, ohne dass die Evolutionsanimation gestört wird.

  3. Ändere den Wert für „Durchgänge“, um festzulegen, welcher Störungsradius maximal erkannt werden kann:
    • Ist die Körnung groß und klobig, versuchen Sie es mit einem höheren Wert für „Durchgänge“. Eine größere Anzahl von Durchgängen verringert großflächigere Störungen.

    • Dauert das Rendern bei einer großen Datei länger als gewünscht, verwende weniger Durchgänge. Es wird dann weniger Speicher beansprucht und das Rendern geht schneller.

    Hinweis:

    Wenn die optimale Anzahl von Durchgängen einmal festgelegt wurde, haben zusätzliche Durchgänge keine Wirkung.

  4. Wählen Sie aus dem Popup-Menü „Modus“ eine der folgenden Optionen:

    Mehrkanal

    Damit wird die Körnung in allen Kanälen eines Bildes gleichzeitig reduziert. Dies führt in der Regel bei Farbbildern zu den besten Ergebnissen.  Dieser Modus nutzt das Zusammenspiel der Kanäle, um Störungen gezielter zu reduzieren.

    Einkanal

    Damit wird die Körnung in jedem Kanal einzeln reduziert. Dieser Modus eignet sich für monochrome Bilder und ist ideal, wenn „Mehrkanal“ unerwünschte Farbartefakte verursacht.

  5. Ändere unter „Feinabstimmung“ folgende Optionen, um für ein ausgewogeneres Verhältnis zwischen Rauschminderung und Bildschärfe zu sorgen:

    Chrominanz unterdrücken

    Hiermit wird ein Teil der Chrominanz aus der Störung unterdrückt und so das Bild bereinigt.  Ein höherer Wert kann farbenfrohe Störungen reduzieren.  Bei einem zu hohen Wert kann die Chrominanz im Bild selbst abnehmen.  („Chrominanz unterdrücken“ ist bei Graustufenbildern wirkungslos und nicht verfügbar, wenn unter „Einstellungen für 'Störungen reduzieren'“ die Option „Einzelkanal“ gewählt wurde.)

    Struktur

    Mit dieser Option steuerst du, wie viele geringfügige Störungen zulässig sind.  Diese Einstellung ist besonders nützlich, wenn du unerwünschte Artefakte reduzieren oder fein strukturierte Bereiche wie Holzmaserung oder Ziegel beibehalten möchtest.  Bei niedrigeren Werten ist das Ergebnis glatter, wirkt aber womöglich unnatürlich.  Bei höheren Werten unterscheidet sich das Ergebnis u. U. nicht vom Original.

    Reaktion auf verschiedene Störungen

    Steuert, wie bei der Rauschminderung mit unterschiedlich großen Störungen innerhalb eines Bildes umgegangen wird.  Beim Standardwert  0 werden alle Größen gleich behandelt.  Bei negativen Werten bleiben größere Reststörungen übrig und kleinere Körnungen werden aggressiver entfernt.  Bei positiven Werten bleiben kleinere Störungen übrig und es werden vor allem größere Störungen reduziert.

    Saubere Farbflächen

    Steuert, wie stark benachbarte Pixel mit geringfügigen Wertunterschieden im Rahmen der Rauschminderung geglättet werden. Diese Einstellung ist bei großen einfarbigen Flächen, die möglichst sauber sein müssen, besonders nützlich.  Fast einfarbige Bildbereiche können bei zu hohen Einstellungen völlig geglättet werden und dadurch unnatürlich wirken.

  6. Passe die Einstellungen für „Unscharf maskieren“ so an, dass subtile Kantendetails wiederhergestellt werden, die die Körnungsreduzierung entfernt hatte.
  7. Mit den Einstellungen für „Zeitliche Filterung“ kannst du Interframe- Störungen reduzieren.
  8. Wenn du die Effektansicht ändern möchtest, wähle aus dem Popup-Menü „Ansichtsmodus“ eine der folgenden Optionen:

    Störungsbeispiele

    Damit werden die Bereiche eingeblendet, anhand derer das aktuelle Störungsmodell ermittelt wurde.

    Vorschau

    Damit werden die aktuellen Einstellungen des angewendeten Effekts in einem 200 x 200 Pixel großen Bereich angezeigt.

    Mischmaske

    Zeigt die aktuelle Farbmaske, die aktuelle Maskierung oder eine Kombination aus Farbmaske und Maskierung an, die sich aus den aktuellen Einstellungen für „Mit Original mischen“ ergibt.

  9. Wähle unter „Ansichtsmodus“ die Option „Endausgabe“ aus.

Hinzufügen zeitlicher Filterung zu einer Ebene

  1. Wende den Effekt „Korn reduzieren“ auf das Bild an.
  2. Platziere den Vorschaubereich für „Korn reduzieren“ über dem Bildbereich, der die subtilsten Änderungen zwischen Frames aufweist bzw. die meisten beweglichen Bilddetails enthält.
  3. Wählen Sie unter „Zeitliche Filterung“ die Option „Aktivieren“ aus.
  4. Ändern Sie den Wert für „Betrag“ auf 100 %.
  5. Rendere die Komposition und exportiere sie.

  6. Wenn sich bewegende Objekte von unerwünschten Streifen oder unscharfen Stellen umgeben sind, verringer den Wert für „Bewegungsempfindlichkeit“ und sieh dir erneut eine Vorschau an bzw. rendere die Sequenz.
  7. Mit den folgenden Techniken kannst du das Ergebnis verbessern:
    • Wenn du sehr auffällige Störungen in einem Film schnell reduzieren möchtest, setze den Wert für „Störung reduzieren“ auf 0 und die Option „Betrag“ unter „Zeitliche Filterung“ auf 100 %. Rendere dann den Film.

    • Wenn du die Vorschau beschleunigen möchtest, wende die zeitliche Filterung auf die Ebene an, nachdem alle Einstellungen für einen einzelnen Frame angepasst wurden.

    • Wenn du die Effekte auf einer Ebene erhalten und ihr eine zeitliche Filterung zuweisen möchtest, solltest du die ausgewählte Ebene vorkomponieren („Ebene“ > „Unterkomposition erstellen“) und dann den Effekt „Korn reduzieren“ auf diese Ebene anwenden.

Scharfzeichnen eines Bildes mit der Einstellung „Unscharf maskieren“

Mit den für den Effekt „Korn reduzieren“ verfügbaren Einstellungen unter „Unscharf maskieren“ kannst du den Kontrast von Kanten und feinen Details erhöhen, um einen Teil der Schärfe wiederherzustellen, die bei der Körnungsreduzierung eventuell verloren gegangen ist.

  1. Führe einen der folgenden Schritte aus:
    • Erhöhe unter „Unscharf maskieren“ den Wert für „Betrag“, um eine akzeptable Scharfzeichnung zu erzielen, ohne dabei unerwünschte Artefakte zu erzeugen oder zu viel Körnung wiederherzustellen.

    • Erhöhe den Wert für „Schwellenwert“, um unerwünschte Artefakte zu entfernen, die bei der Scharfzeichnung entstehen.

    • Ändere den Wert für „Radius“, um den Bereich zu verändern, in dem „Unscharf maskieren“ nach Details sucht.

    • Ändere den Wert für „Störung reduzieren“, bis du den Punkt erreichst, an dem das Bild unscharf wird. Erhöhe den Wert dann ein wenig und wende die Einstellungen für „Unscharf maskieren“ an, um das Bild scharfzuzeichnen.

Effekt „Turbulente Störung“

Beim Effekt „Turbulente Störung“ wird Perlin-Rauschen verwendet, um Graustufenrauschen zu erzeugen, das du für organisch aussehende Hintergründe, Verschiebungsebenen und Strukturen verwendest oder mit dem du z. B. Wolken, Feuer, Lava, Dampf, fließendes Wasser oder Dunst simulieren kannst.

Der Effekt „Turbulente Störung“ ist im Wesentlichen eine moderne, leistungsstärkere Umsetzung des Effekts „Fraktale Störungen“. Das Rendern geht beim Effekt „Turbulente Störung“ schneller; zudem ist der Einsatz für das Erstellen flüssiger Animationen einfacher. Der Effekt „Turbulente Störung“ modelliert turbulente Systeme exakter: Kleinere Störungselemente bewegen sich schneller als große. Der Einsatz des Effekts „Fraktale Störungen“ statt des Effekts „Turbulente Störung“ ist vor allem bei der Erstellung von Animationsschleifen empfehlenswert, da es beim Effekt „Turbulente Störung“ keine Zykluseinstellungen gibt.

Hinweis:

Da die Steuerelemente bei beiden Effekten fast identisch sind, kannst du für den Einsatz des Effekts „Turbulente Störung“ die meisten Anleitungen und Lehrgänge heranziehen, die für den Effekt „Fraktale Störungen“ erstellt wurden. (Siehe Effekt „Fraktale Störungen“.)

Mit den Einstellungen für „Evolution“ kannst du feine Änderungen an der Form der Störung vornehmen.  Durch Animieren dieser Einstellungen entstehen übergangslose Änderungen der fraktalen Störungen im Zeitablauf. Du kannst so beispielsweise vorüberziehende Wolken oder fließendes Wasser darstellen.

Dieser Effekt eignet sich für den 8-Bit-, 16-Bit- und 32-Bit-Farbmodus.

Regler

Fraktaltyp

Die fraktale Störung wird durch Generierung eines Rasters von Zufallszahlen für die einzelnen Störungsebenen erstellt.  Die Einstellung „Komplexität“ gibt die Anzahl der Störungsebenen an.  Mit der Einstellung „Fraktaltyp“ werden die Eigenschaften dieses Rasters festgelegt.

Störungstyp

Die Art der Interpolation, die zwischen den Zufallswerten im Störungsraster verwendet werden soll.

Umkehren

Kehrt die Störung um.  Schwarze Bereiche werden zu weißen und weiße Bereiche zu schwarzen.

Kontrast

Der Standardwert ist 100.  Bei höheren Werten erhältst du größere, schärfer definierte Schwarz- und Weißbereiche in der Störung, wodurch sich im Allgemeinen die Detailschärfe reduziert.  Je niedriger die Werte werden, desto größere Graubereiche entstehen, die zu einem Aufweichen oder sogar gänzlichen Eliminieren der Störung führen.

Überlauf

Ordnet die Werte neu zu, die außerhalb des Bereichs von 0 bis 1,0 liegen. Folgende Optionen stehen zur Auswahl:

Clip

Sorgt dafür, dass jeder Wert über 1,0 als reines Weiß und jeder Wert unter 0 als reines Schwarz angezeigt wird.  Mit dem Wert für „Kontrast“ wird festgelegt, wie groß der Anteil des Bildes ist, der außerhalb dieses Bereichs liegt.  Bei höheren Werten erhältst du ein zumeist schwarzes und/oder weißes Bild mit geringerem Grauanteil.  Daher führen höhere Kontrastwerte zu einer geringeren Detailschärfe.  Wird die Ebene als Luminanz-Maske verwendet, verfügt sie über schärfere, deutlicher ausgeprägte Transparenzbereiche.

Weich beschränken

Weist die Werte auf einer unendlichen Kurve so zu, dass alle Werte im gültigen Bereich bleiben.  Mit dieser Option wird der Kontrast reduziert, während die Störungen grau mit einigen wenigen rein schwarzen oder rein weißen Bereichen erscheinen.  Wird die Ebene als Luminanz-Maske verwendet, verfügt sie über feine Transparenzbereiche.

Zurücklaufen

Ordnet die Werte in Dreieckform neu zu, wodurch Werte oberhalb von 1,0 oder unterhalb von 0 als gültig betrachtet werden.  Mit dieser Option erhalten Sie feine Details, wenn der Kontrast über 100 liegt.  Wird die Ebene als Luminanz-Maske verwendet, zeigt sie detaillierte, strukturierte Transparenzbereiche.

HDR-Ergebnisse zulassen

Es wird keine Neuzuordnung durchgeführt.  Werte außerhalb des Bereichs von 0 bis 1,0 werden beibehalten.

Transformieren

Einstellungen zum Drehen, Skalieren und Positionieren der Störungsebenen. Die Ebenen wirken, als ob sie sich in unterschiedlichen Tiefen befinden würden, wenn du „Perspektivische Verschiebung“ auswählst.

Komplexität

Die Anzahl an Störungsebenen, die gemäß den Detaileinstellungen kombiniert werden, um die Störung zu erzeugen. Wenn diese Zahl erhöht wird, wird die optische Tiefe und die Detailliertheit der Störung gesteigert.

Hinweis:

Eine Erhöhung der Komplexität führt zu längeren Renderzeiten. Versuchen Sie gegebenenfalls, eher die Größe als die Komplexität zu reduzieren – die Ergebnisse sind ähnlich und die Renderzeiten verkürzen sich. Mit einem Trick können Sie die optische Komplexität erhöhen, ohne die Renderzeit zu verlängern: Verwenden Sie eine negative oder eine sehr hohe Einstellung für Kontrast bzw. Helligkeit und wählen Sie für „Überlauf“ die Option „Zurücklaufen“.

Detaileinstellungen

Die Störung wird durch das Kombinieren von Störungsebenen generiert. Mit den Detaileinstellungen wird gesteuert, wie diese Kombination vonstattengeht und wie die Eigenschaften der Störungsebene gegeneinander versetzt sind.  Durch das Verkleinern aufeinander folgender Ebenen werden feinere Details erzeugt.

Detaileinfluss

Gibt an, wie viel Einfluss jede aufeinander folgende Ebene auf die kombinierte Störung hat. Bei 100 % haben alle Wiederholungen gleich viel Einfluss.  Bei 50 % hat jede Wiederholung halb so viel Einfluss wie die vorherige Wiederholung. Bei einem Wert von 0 % wirkt der Effekt, als sei die Komplexität gleich  1.

Detailskalierung

Der Prozentsatz der Skalierung einer Störungsebene im Verhältnis zur vorherigen Störungsebene.

Evolution

Verwendet zunehmende Umdrehungen. Dies bedeutet, dass sich mit jeder neuen Umdrehung auch das Bild weiter ändert.  Diese Methode ist anders als bei normalen Umdrehungen, die sich nach der Einstellung einer Skalenscheibe richten, für die das Ergebnis für alle Vielfachen von 360° gleich ist.  Bei „Evolution“ unterscheidet sich das Aussehen bei 0° vom Aussehen nach einer Umdrehung, was sich wiederum vom Aussehen nach zwei Umdrehungen unterscheidet.

Du kannst angeben, wie stark die Störung sich über einen Zeitraum entwickelt, indem du „Evolution“ animierst.  Je mehr Umdrehungen innerhalb einer angegebenen Zeit stattfinden, desto schneller ändert sich die fraktale Störung.  Zu große Änderungen des Wertes für „Evolution“ innerhalb eines kurzen Zeitraums können abrupte Übergänge zur Folge haben.

Optionen für Evolution

Turbulenzfaktor

Der Wert, um den sich die Geschwindigkeit kleinerer Störungselemente von der Geschwindigkeit größerer Störungselemente unterscheidet. Bei einem Wert von 0 entspricht die Bewegung den vom Effekt „Fraktale Störungen“ generierten Störungsbewegungen – kleinere Elemente bewegen sich dann genauso schnell wie größere.  Bei einem höheren Wert entsteht der Eindruck, dass die Störungsebenen ähnlich aufgewühlt werden wie natürliche Turbulenzen in einer Flüssigkeit.

Zufallsverteilung

Legt einen zufälligen Wert fest, den der Effekt zur Generierung der Störung verwendet. Das Animieren der Eigenschaft „Zufallsverteilung“ führt zu einem plötzlichen Wechsel von einem Störungssatz zu einem anderen (innerhalb desselben Fraktaltyps). Dies ist normalerweise kein erwünschtes Ergebnis. Animiere die Eigenschaft „Evolution“, um eine glatte Überblendung von Störungen zu erhalten.

Hinweis:

Durch Wiederverwenden von bereits erstellten Evolutionszyklen mit einem jeweils anderen Wert für „Zufallsverteilung“ lassen sich schnell und einfach neue Animationen mit Störungen erstellen. Durch Eingeben eines Wertes für „Zufallsverteilung“ wird das Störungsmuster verändert, ohne dass die Evolutionsanimation gestört wird.

Deckkraft

Dies ist die Deckkraft der Störung.

Überblendungsmodus

Art der Überblendung zwischen der Störung und dem Originalbild. Die zur Wahl stehenden Füllmethoden sind bis auf die folgenden Ausnahmen mit denen in der Spalte „Modi“ identisch:

Eine Beschreibung der einzelnen Füllmethoden findest du unter Füllmethodenreferenz.

Ohne

Rendert nur die fraktale Störung. Eine Mischung mit der Originalebene findet nicht statt.

Farbton

Die fraktale Störung wird nicht als Graustufen, sondern als Farbtonwerte gerendert. Die Sättigung und Helligkeit der Originalebene bleiben erhalten. Wenn es sich bei der Originalebene um eine Graustufenebene handelt, passiert nichts.

Sättigung

Die fraktale Störung wird nicht als Graustufen, sondern als Sättigung gerendert.  Der Farbton und die Helligkeit der Originalebene bleiben erhalten. Wenn es sich bei der Originalebene um eine Graustufenebene handelt, passiert nichts.

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