Kompositionen

Eine Komposition ist der Rahmen für einen Film. Jede Komposition hat ihre eigene Zeitleiste. Eine typische Komposition enthält verschiedene Ebenen. Diese bestehen aus Komponenten wie zum Beispiel Video- und Audiofootageelementen, animiertem Text und Vektorgrafiken, Standbildern sowie Beleuchtung. Sie können ein Footageelement zu einer Komposition hinzufügen, indem Sie eine Ebene mit dem Footageelement als Quelle erstellen. Dann werden die Ebenen innerhalb einer Komposition nach Ort und Zeit angeordnet und kombiniert. Verwenden Sie Transparenzmerkmale, um zu bestimmen, welche Teile der unteren Ebenen durch die darauf liegenden Ebenen zu sehen sind. (Siehe Ebenen und Eigenschaften und Transparenz, Deckkraft und Erstellen von Kompositionen.)

Eine Komposition in After Effects entspricht einem Movieclip in Flash Professional oder einer Sequenz in Premiere Pro.

Sie rendern eine Komposition, um die Frames eines endgültigen Ausgabefilms zu erstellen, der kodiert und in verschiedene Formate exportiert wird. (Siehe Grundlagen zum Rendern und Exportieren.)

Einfache Projekte können nur eine Komposition enthalten, komplexe Projekte dagegen können hunderte von Kompositionen enthalten, um eine große Menge an Footagematerial oder viele Effekte zu organisieren.

An einigen Stellen der Benutzeroberfläche von After Effects wird Komposition mit Komp abgekürzt.

Jede Komposition wird im Projektfenster angezeigt. Zum Öffnen einer Komposition in ihrem eigenen Zeitleistenfenster doppelklicken Sie auf die Komposition im Projektfenster. Wenn Sie eine Komposition im Projektfenster auswählen möchten, klicken Sie mit der rechten Maustaste (Windows) bzw. bei gedrückter Ctrl-Taste (Mac OS) in das Kompositions- oder Zeitleistenfenster der Komposition und wählen im Kontextmenü „Komposition im Projekt anzeigen“.

Im Kompositionsfenster können Sie sich die Vorschau der Komposition anzeigen lassen und den Inhalt manuell ändern. Das Kompositionsfenster enthält den Kompositionsframe und einen Bereich für die Montagefläche außerhalb des Frames. Damit können Sie Ebenen in und aus dem Kompositionsframe verschieben. Die Außenbereiche der Ebenen – die Teile, die sich außerhalb des Frames befinden – werden als rechteckige Umrisse angezeigt. Nur der Bereich innerhalb des Kompositons-Frames wird für Vorschauen und Endausgabe gerendert.

Der Kompositions-Frame im Kompositionsfenster von After Effects entspricht der Bühne in Flash Professional.

Beim Arbeiten mit einem komplexen Projekt kann es einfacher sein, das Projekt durch ein Verschachteln der Kompositionen – eine oder mehrere Kompositionen in eine andere Komposition setzen – zu organisieren. Sie können eine Komposition aus einer Reihe von Ebenen erstellen, indem Sie Unterkompositionen erstellen. Wenn Sie mit den Änderungen an einigen Ebenen der Komposition fertig sind, können Sie für diese Ebenen eine Unterkomposition erstellen und dann die Unterkomposition vorrendern, indem Sie diese durch einen gerenderten Film ersetzen. (Siehe Erstellen von Unterkompositionen, Verschachteln und Vorrendern.)

Mit dem Kompositionsnavigator und dem Kompositions-Mini-Flussdiagramm können Sie innerhalb einer Hierarchie von verschachtelten Kompositionen navigieren. (Siehe Öffnen von und Navigieren in verschachtelten Kompositionen.)

Verwenden Sie das Flussdiagrammfenster, um die Struktur einer komplexen Komposition oder eines Netzwerks von Kompositionen anzuzeigen.

Schaltfläche für die Zeitleiste

 Klicken Sie auf diese Schaltfläche unten im Kompositionsfenster, um das Zeitleistenfenster für die aktuelle Komposition zu aktivieren.

Hinweis:

Drücken Sie die Taste \, um zwischen der Aktivierung des Kompositionsfensters und des Zeitleistenfensters der aktuellen Komposition hin- und herzuschalten.

Kompositionsschaltfläche

 Klicken Sie auf diese Schaltfläche rechts oben im Zeitleistenfenster, um das Kompositionsfenster für die aktuelle Komposition zu aktivieren.

Flussdiagrammschaltfläche

 Klicken Sie auf diese Schaltfläche unten im Kompositionsfenster, um das Flussdiagrammfenster für die aktuelle Komposition zu aktivieren.

Lernprogramme

In den folgenden Schulungen erhalten Sie weitere Informationen zu Kompositionen:

Erstellen von Kompositionen

Sie können die Kompositionseinstellungen jederzeit ändern. Allerdings ist es vorteilhaft beim Erstellen der Komposition in Hinblick auf die Endausgabe die Einstellungen wie zum Beispiel das Frameseitenverhältnis und die Framegröße festzulegen. Da bestimmte Berechnungen von After Effects auf diesen Kompositionseinstellungen basieren, können Änderungen bei fortgeschrittenem Arbeitsablauf Auswirkungen auf die Endausgabe haben.

Hinweis:

Mit dem Rendern einer Endausgabe können einige Kompositionseinstellungen überschrieben werden. Zum Beispiel können Sie verschiedene Framegrößen für den gleichen Film verwenden. Weitere Informationen finden Sie unter Rendereinstellungen und Ausgabemodule und Einstellungen für Ausgabemodule.

Wenn Sie die Einstellungen im Dialogfeld „Kompositionseinstellungen“ nicht ändern, werden bei der Erstellung einer neuen Komposition die zuletzt vorgenommenen Kompositionseinstellungen verwendet.

Hinweis:

Neue Kompositionen übernehmen die vorhergehenden Einstellungen von „Bei Verschachtelung oder in Renderliste bleibt die Framerate erhalten“ und „Bei Verschachtelung bleibt die Auflösung erhalten“ nicht.

Jeff Almasol bietet auf seiner Redefinery-Website ein Skript, mit dem für jede ausgewählte Komposition im aktuellen Projekt ein neues Projekt erstellt und gespeichert wird. Wenn beim Erstellen einer neuen Komposition ein Ordner im Projektfenster ausgewählt ist, wird die neue Komposition im ausgewählten Ordner platziert.

Erstellen einer Komposition und manuelles Festlegen der Kompositionseinstellungen

  • Wählen Sie „Komposition“ > „Neue Komposition“ oder drücken Sie Strg+N (Windows) bzw. Befehlstatse+N (Mac OS).

Erstellen einer Komposition aus einem einzelnen Footageelement

  • Ziehen Sie das Footageelement zur Schaltfläche für das Erstellen einer neuen Komposition  unten im Projektfenster oder wählen Sie „Datei“ > „Neue Komposition aus Auswahl“.

    Kompositionseinstellungen wie zum Beispiel Framegröße (Breite und Höhe) und Pixel-Seitenverhältnis werden automatisch eingestellt, um den Eigenschaften des Footagelements zu entsprechen.

Erstellen einer einzelnen Komposition aus verschiedenen Footageelementen

  1. Wählen Sie die Footageelemente im Projektfenster aus.
  2. Ziehen Sie die gewünschten Footageelemente zur Schaltfläche für das Erstellen einer neuen Komposition  unten im Projektfenster oder wählen Sie „Datei“ > „Neue Komposition aus Auswahl“.
  3. Wählen Sie „Einzelne Komposition“ oder andere Einstellungen im Dialogfeld „Neue Komposition aus Auswahl“ aus:

    Dimensionen verwenden aus

    Wählen Sie das Footageelement mit den Kompositionseinstellungen der neuen Komposition, einschließlich Framegröße (Breite und Höhe) sowie Pixel-Seitenverhältnis.

    Standbilddauer

    Mit hinzugefügter Standbilddauer.

    An die Renderliste anfügen

    Fügen Sie die neue Komposition an die Renderliste an.

    Sequenzebenen, Überlappung, Dauer und Überblendung

    Ordnen Sie die Ebenen in einer Sequenz an, überlappen Sie sie zeitlich (optional), stellen Sie die Überblendungsdauer ein und wählen Sie eine Überblendungsart.

Erstellen mehrerer Kompositionen aus verschiedenen Footageelementen

  1. Wählen Sie die Footageelemente im Projektfenster aus.
  2. Ziehen Sie die gewünschten Footageelemente zur Schaltfläche für das Erstellen einer neuen Komposition  unten im Projektfenster oder wählen Sie „Datei“ > „Neue Komposition aus Auswahl“.
  3. Wählen Sie „Mehrere Kompositionen“ oder andere Einstellungen im Dialogfeld „Neue Komposition aus Auswahl“ aus:

    Standbilddauer

    Dauer der Kompositionen, die aus Standbildern erstellt wurden.

    An die Renderliste anfügen

    Fügen Sie die neuen Kompositionen an die Renderliste an.

Duplizieren einer Komposition

  1. Wählen Sie im Projektfenster die Komposition aus.
  2. Wählen Sie „Bearbeiten“ > „Duplizieren“ oder drücken Sie Strg+D (Windows) bzw. Befehlstaste+D (Mac OS).

Zeitleistenfenster

Jede Komposition hat ihr eigenes Zeitleistenfenster. Das Zeitleistenfenster wird zur Durchführung zahlreicher Aufgaben, z. B. Animation der Ebeneneigenschaften, zeitliche Anordnung der Ebenen und Einstellung der Überblendungsmodi, verwendet. Die unteren Ebenen der Stapelreihenfolge im Zeitleistenfenster werden zuerst gerendert. Diese werden bei 2D-Bildebenen als am weitesten entfernt im Kompositionsfenster und in der endgültigen Zusammensetzung angezeigt.

Hinweis:

Zum Vorwärtsblättern durch die Zeitleistenfenster drücken Sie Alt+Umschalttaste+Punkt (.) (Windows) oder Wahltaste+Umschalttaste+Punkt (.) (Mac OS). Zum Zurückblättern durch die Zeitleistenfenster drücken Sie Alt+Umschalttaste+Komma (,) (Windows) oder Wahltaste+Umschalttaste+Komma (,) (Mac OS).

Der aktuelle Zeitpunkt einer Komposition wird von der Zeitmarke für den aktuellen Zeitpunkt (CTI), der vertikalen roten Linie auf der Zeitachse, angezeigt. Der aktuelle Zeitpunkt einer Komposition wird auch in der aktuellen Zeitanzeige in der oberen linken Ecke des Zeitleistenfensters angezeigt. Weitere Informationen zum Verschieben der aktuellen Zeitanzeige finden Sie unter Verschieben der aktuellen Zeitanzeige.

Die linke Seite des Zeitleistenfensters besteht aus Steuerungsspalten für die Ebenen. Die rechte Seite des Zeitleistenfensters, die Zeitachse, enthält ein Zeitlineal, Marken, Keyframes, Expressions, Zeitbalken für die Ebenen (im Modus „Ebenenbalken“) und den Diagrammeditor (im Modus „Diagrammeditor“).

Hinweis:

Drücken Sie die Taste \, um zwischen der Aktivierung des Kompositionsfensters und des Zeitleistenfensters der aktuellen Komposition hin- und herzuschalten.

Kompositionseinstellungen

Sie können die Kompositionseinstellungen manuell eingeben oder die Vorgaben für die Kompositionseinstellungen zur automatischen Einstellung der Framegröße (Breite und Höhe), des Pixel-Seitenverhältnisses und der Framerate für viele geläufige Ausgabeformate verwenden. Ebenso können Sie eigene Vorgaben für benutzerdefinierte Kompositionseinstellungen erstellen und zur späteren Verwendung speichern. Auflösung, Startzeitpunkt (oder Erster Frame), Dauer und die erweiterten Kompositionseinstellungen werden mit den Vorgaben der Kompositionseinstellungen nicht gespeichert.

Hinweis:

Die Grenze für die Kompositionsdauer beträgt drei Stunden. Footageelemente können länger als drei Stunden verwendet werden, die Zeit wird jedoch nach drei Stunden nicht korrekt angezeigt. Die maximale Größe einer Komposition beträgt 30.000 x 30.000 Pixel. Ein Bild mit 30.000 x 30.000 und 8 Bit pro Kanal benötigt etwa 3,5 GB. Die maximale Kompositionsgröße liegt möglicherweise darunter, je nachdem, über welches Betriebssystem Sie verfügen und wie viel RAM zur Verfügung steht.

Arbeiten mit den Kompositionseinstellungen

  • Wenn Sie das Dialogfeld „Kompositionseinstellungen“ öffnen möchten, um die Kompositionseinstellungen zu ändern, führen Sie einen der folgenden Schritte aus:

    • Wählen Sie eine Komposition in einem Projektfenster aus oder aktivieren Sie das Zeitleisten- oder Kompositionsfenster für eine Komposition und wählen Sie dann „Komposition“ > „Kompositionseinstellungen“ oder drücken Sie Strg+K (Windows) bzw. Befehlstaste+K (Mac OS).

    • Klicken Sie mit der rechten Maustaste (Windows) bzw. bei gedrückter Ctrl-Taste (Mac OS) auf eine Komposition im Projektfenster oder Kompositionsfenster (nicht auf einer Ebene) und wählen Sie im Kontextmenü die Option „Kompositionseinstellungen“.

  • Zum Speichern einer Vorgabe für eine benutzerdefinierte Kompositionseinstellung legen Sie im Dialogfeld „Kompositionseinstellungen“ die Breite, Höhe, das Pixel-Seitenverhältnis sowie die Frameratewerte fest und klicken Sie dann auf die Schaltfläche „Speichern“ .

  • Wenn Sie eine Vorgabe für eine Kompositionseinstellung löschen möchten, wählen Sie die Vorgabe im Dialogfeld „Kompositionseinstellungen“ im Menü „Vorgabe“ aus und klicken Sie auf die Schaltfläche „Löschen“ .

  • Um voreingestellte Standardkompositionseinstellungen wiederherzustellen, klicken Sie bei gedrückter Alt-Taste (Windows) bzw. Wahltaste (Mac OS) auf die Schaltfläche „Löschen“  oder im Dialogfeld „Kompositionseinstellungen“ auf „Speichern“ .

Hinweis:

Sie können benutzerdefinierte Vorgaben für die Kompositionseinstellung nicht von einem System auf ein anderes verschieben, da sie in die Voreinstellungendatei eingebettet sind.

  • Wählen Sie zum Skalieren der gesamten Komposition „Datei“ (Windows) bzw. „Ablage“ (Mac OS) > „Skripten“ > „Komposition skalieren.jsx“.

Hinweis:

Stellen Sie sicher, dass alle Ebenen in der ausgewählten Komposition entsperrt sind, da sonst das Skript fehlschlägt.

Jeff Almasol bietet auf seiner Redefinery-Website ein Skript an, mit dem Sie die Framerate und Dauer der aktuellen Komposition und aller darin verschachtelten Kompositionen einstellen können.

Christopher Green bietet auf seiner Website ein Skript an (Selected_Comps_Changer.jsx), mit denen die Kompositionseinstellungen für im Projektfenster ausgewählte Kompositionen geändert werden können.

Grundeinstellungen für die Komposition

Startzeitpunkt oder Startframe

Verwendeter Timecode oder Framenummer für den ersten Frame der Komposition. Dieser Wert betrifft nicht das Rendern. Damit wird nur festgelegt, wo mit dem Zählen begonnen werden soll.

Hintergrundfarbe

Wählen Sie die Hintergrundfarbe einer Komposition mit dem Farbfeld oder mit der Pipette aus. (Siehe Auswählen einer Farbe oder Bearbeiten eines Verlaufs.)

Hinweis: Wenn Sie eine Komposition in eine andere einbetten (Verschachteln), behält die äußere Komposition ihre Hintergrundfarbe bei, und der Hintergrund der eingebetteten Komposition wird transparent. Wenn die Hintergrundfarbe der eingebetteten Komposition erhalten bleiben soll, müssen Sie eine Farbflächenebene erstellen, die Sie dann als Hintergrundebene in der verschachtelten Komposition verwenden.

Informationen zu einzelnen hier nicht aufgeführten Grundeinstellungen für Kompositionen finden Sie in den jeweiligen Abschnitten:

Erweiterte Kompositionseinstellungen

Anker

Klicken Sie auf einen Pfeil, um Ebenen beim Vergrößern bzw. Verkleinern in einer Ecke oder am Rand der Komposition zu verankern.

Bei Verschachtelung bleibt die Auflösung erhalten und Bei Verschachtelung oder in Renderliste bleibt die Framerate erhalten

Damit bleiben die Auflösung bzw. Framerate einer Komposition erhalten und diese Einstellungen werden nicht aus der enthaltenen Komposition übernommen. Wenn Sie zum Beispiel absichtlich eine geringe Framerate in einer Komposition verwenden, um ein ruckeliges, handanimiertes Ergebnis zu erzielen, sollten Sie bei der Verschachtelung die Framerate für diese Komposition erhalten. Gleichermaßen können die Ergebnisse des Rotoskopierens falsch erscheinen, wenn diese auf eine andere Framerate oder Auflösung umgewandelt werden. Verwenden Sie anstelle des weniger effizienten Effekts „Zeittrennung“ diese Einstellung.

Bewegungsunschärfeeinstellungen

  • Verschlusswinkel: Der Verschlusswinkel wird in Grad angegeben und simuliert die durch einen sich drehenden Verschluss erzeugte Belichtung. Der Verschlusswinkel verwendet die Footage-Framerate, um die simulierte Belichtung zu bestimmen, die sich auf die Bewegungsunschärfe auswirkt. Wenn Sie z. B. für 24-fps-Footage „90°“ (25 % von 360°) eingeben, ergibt sich eine effektive Belichtung von 1/96 einer Sekunde (25 % von 1/24 Sekunde). Wenn Sie 1° festlegen, wird fast keine Bewegungsunschärfe angewendet, während bei 720° eine sehr hohe Bewegungsunschärfe angewendet wird.
  • Verschlussphase: Die Verschlussphase wird ebenfalls in Grad gemessen. Sie bestimmt, wann der Verschluss relativ zum Frame-Anfang geöffnet wird. Das Anpassen dieses Wertes kann helfen, wenn ein Objekt mit angewendeter Bewegungsunschärfe scheinbar hinter der Position eines Objekts zurückbleibt, auf das keine Bewegungsschärfe angewendet wurde.
  • Samples pro Frame: Die Mindestzahl von Samples. Dies ist die Mindestanzahl an Samples für Frames, für die eine adaptive Samplerate, die auf der Ebenenbewegung basiert, in After Effects nicht definiert werden kann. Diese Samplerate wird für 3D-Ebenen und Formebenen verwendet.
  • Grenzwert für adaptive Samples: Die maximale Zahl von Samples.

Informationen zu bestimmten erweiterten Kompositionseinstellungen, die hier nicht aufgeführt sind, finden Sie in den jeweiligen Abschnitten:

3D-Rendereinstellungen

Sie können die Optionen auf der Registerkarte „3D-Renderer“ verwenden, um den richtigen 3D-Renderer für Ihre Komposition zu wählen. Im Menü „Renderer“ können Sie zwischen den folgenden Renderern wählen:

  • Klassisches 3D
  • Cinema 4D
  • Ray-traced 3D

Die 3D-Funktionen des CINEMA 4D-Renderers und des Ray-traced 3D-Renderers sind nahezu identisch mit der Extrusion von 3D-Test und Formebenen sowie dem Verbiegen anderer 3D-Ebenen (Farbflächen, Footage usw.) in gekrümmte Ebenen. Die gerenderten Ergebnisse können sich jedoch unterscheiden, da sie mit unterschiedlichen Renderern erstellt werden und unterschiedliche Funktionen unterstützen. So sind z. B. unterschiedliche Optionen für 3D-Ebenenmaterial sowie andere Ebenenverhaltensweisen verfügbar. 

Der CINEMA 4D-Renderer rendert 3D-Ebenen einschließlich extrudiertem Text und extrudierter Formen sowie gekrümmter 2D-Ebenen, wodurch das Animieren von 3D-Text und -Logos von Anfang an einfacher ist. Der CINEMA 4D-Renderer ist deutlich schneller als der rein CPU-basierte Ray-traced 3D-Renderer.

Registerkarte „3D-Renderer“

Renderer „Klassisches 3D“

„Klassisches 3D“ ist der herkömmliche Standardrenderer. Ebenen werden als Flächen im 3D-Raum positioniert.

Optionen für den CINEMA 4D-Renderer

Qualität: Die Qualitätsstufe, die Sie mithilfe der Schieberegler festlegen, wirkt sich auf die Parameter aus, die wiederum bestimmen, wie der CINEMA 4D-Renderer die 3D-Ebenen zeichnet. Die entsprechenden Renderer-Parameter werden in den Feldern „Optionen“, „Glätten“ und „Reflexion“ angezeigt. Anhand der Einstellung „Qualität“ können Sie ganz einfach eine ausgeglichene Kombination aus Rendering-Geschwindigkeit und akzeptabler 3D-Rendering-Qualität wählen, ohne dass Sie dafür die einzelnen Parameter für die Rendering-Qualität verstehen und anpassen müssen.

Die folgenden Parameter werden durch den Schieberegler „Qualität“ angepasst:

  • Strahlenschwellenwert: Mit diesem Wert kann die Renderzeit optimiert werden. 
  • Strahlentiefe: Dieser Wert bestimmt, wie viele transparente Objekte (bzw. Bereiche, die mit dem Alphakanal unsichtbar gemacht wurden) der Renderer durchdringen kann. 
  • Spiegelungstiefe:: Wenn ein Strahl in die Szene fällt, kann er von reflektierenden Oberflächen reflektiert werden. Je größer die Spiegelungstiefe, desto tiefer werden die Strahlen in der Szene verfolgt und die entsprechenden Ergebnisse gerendert.
  • Schattentiefe: Die Schattentiefe verhält sich analog zur Spiegelungstiefe. Die entsprechende Einstellung definiert die Schattentiefe, mit der sichtbare Schattenstrahlen berechnet werden. 

Glätten: Standardmäßig ist hier die Einstellung „Geometrie“ gewählt, mit der alle Objektkanten geglättet werden (automatisch mit 16x16 Sub-Pixeln).

Reflexion: Die Standardeinstellung ist „Ebenenaufnahme“, sie definiert die Qualität der Maskenreflexionen.

Wenn Sie im Dropdown-Feld „Renderer“ die Option „Cinema 4D“ wählen, werden in der Spalte „Aktiviert“ die aktivierten 3D-Optionen und in der Spalte „Deaktiviert“ die nicht verfügbaren 3D-Optionen angezeigt.

Optionen für den CINEMA 4D-Renderer
Optionen für den CINEMA 4D-Renderer

Um eine Qualitätsstufe für den 3D-Renderer auszuwählen, klicken Sie, nachdem Sie Cinema 4D als Renderer ausgewählt haben, auf die Schaltfläche „Optionen“ und wählen Sie mithilfe des Schiebereglers Qualität die Qualitätsstufe. Überprüfen Sie die sich ändernden Werte der Eigenschaften unter „Optionen“, „Glätten“ und „Reflexion“. 

After Effects installiert standardmäßig eine Version von Cinema 4D Lite. Wenn Sie über die Vollversion von Cinema 4D oder eine höhere Version von Cinema 4D Lite verfügen, können Sie diese als Renderer und Editor auswählen.

Um eine andere Cinema 4D-Installation auszuwählen, klicken Sie auf Installation auswählen und wählen Sie in den Feldern „Rendern“ und „Bearbeiten“ den Pfad zum Installationsprogramm.

Renderer-Optionen für Ray-traced 3D

Klicken Sie auf die Schaltfläche „Optionen“, um das Dialogfeld „Renderer-Optionen für Ray-traced 3D“ zu öffnen. Sie können auch bei gedrückter Strg-Taste (Windows) bzw. Befehlstaste (Mac OS) oben rechts im Kompositionsfenster auf die Schaltfläche „Anzeige für aktuellen Renderer“ klicken, um das Dialogfeld zu öffnen.

Hier können Sie wählen:

  • Ray-tracing-Qualität: Klicken Sie auf die Einstellung für die Ray-tracing-Qualität, um sie entsprechend Ihrem Arbeitsablauf zu ändern.
    • Höhere Werte für die Ray-tracing-Qualität reduzieren Störungen, verlängern jedoch auch erheblich die Renderzeit.
      Die Ray-tracing-Qualität steuert die Anzahl der Strahlen, die pro Pixel abgefeuert werden (ein Wert von 4 feuert z. B. 16 oder 4 x 4 Strahlen ab, und ein Wert von 8 feuert 64 Strahlen ab).
    • Eine größere Zahl erzeugt eine höhere Pixeldichte, die Berechnungszeit verlängert sich jedoch dabei.
    • Ein Wert von 1 erzielt eine schnellere Leistung, es sind jedoch keine Optionen zum Weichzeichnen von Reflexionen (z. B. sind Reflexionen immer scharf), Schatten nach innen, Tiefenschärfe oder Bewegungsunschärfe verfügbar.

Das Erhöhen des Ray-tracing-Qualitätswerts erhöht nicht die Schärfe. Stattdessen wird dadurch das Rauschen beim Point Sampling verringert. Verwenden Sie den Tiefstwert, der ein akzeptables Maß an Rauschen oder kein Rauschen erzeugt.

  • Glättungsfilter: Steuert die Methode der Mittelwertbildung der abgefeuerten Strahlen für ein Pixel. Bei der Option „Ohne“ werden alle Strahlen innerhalb der Grenzen eines Pixels abgefeuert, während die anderen Raster abgefeuerter Strahlen teilweise über angrenzende Pixel verteilt werden, um einen besseren Durchschnitt zu erzielen. „Kasten“, „Zelt“ und „Kubisch“ (nicht bikubisch) werden in der Reihenfolge der besseren Qualität angezeigt.
    • Ohne
    • Kasten
    • Zelt
    • Kubisch

Der Glättungsfilter steuert die Stärke der Weichzeichnung. Die Option „Ohne“ erzielt das schärfste Ergebnis, aber die Kanten des Projektionsfängers sehen u. U. wie nach einem Aliasing aus; die Ergebnisse bei den Optionen „Feld weichzeichnen“, „Dreieck“ und „Kubisch“ fallen unschärfer aus.

Hinweis:

Ray-traced 3D-Ebenen verwenden Ray-tracing-Qualität, um die Darstellung der Bewegungsunschärfe zu steuern.

Tiefenschärfeberechnungen in Ray-traced 3D sind präziser als in klassischem 3D (und zuvor in erweitertem 3D).

Komposition: Miniaturdarstellungen

Sie können auswählen, welcher Frame einer Komposition als Miniaturbild (Titelbild) für die Komposition im Projektfenster angezeigt werden soll. Standardmäßig ist das Miniaturbild der erste Frame der Komposition. Dabei werden die transparenten Teile schwarz dargestellt.

  • Um das Miniaturbild einer Komposition festzulegen, verschieben Sie im Zeitleistenfenster die Zeitmarke für den aktuellen Zeitpunkt zum gewünschten Frame der Komposition und wählen Sie „Komposition“ > „Titelbild festlegen“.
  • Um der Miniaturansicht ein Transparenzraster hinzuzufügen, wählen Sie „Thumbnail-Transparenzraster“ aus dem Menü des Projektfensters.
  • Um die Miniaturbilder im Projektfenster auszublenden, wählen Sie „Bearbeiten“ > „Voreinstellungen“ > „Anzeige“ (Windows) bzw. „After Effects“ > „Einstellungen“ > „Anzeige“ (Mac OS) und aktivieren Sie dann „Miniaturen im Projektfenster deaktivieren“.

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