In diesem Artikel erfahren Sie mehr über Hardware- und Softwareanforderungen bei der Verwendung von OpenGL und GPU mit After Effects.

Hardwareanforderungen für OpenGL, die GPU und After Effects

Beim Arbeiten mit Ray-traced 3D-Kompositionen ist die Installation der richtigen Hardware auf Ihrem Computer wichtig, damit dieser problemlos funktioniert. Für das Arbeiten mit Ray-traced 3D-Kompositionen mit GPU-Beschleunigung ist eine NVIDIA-Grafikkarte mit integrierter CUDA-Technologie erforderlich.

Anforderungen für GPU-/OpenGL-Funktionen (Ray-traced 3D und schneller Entwurf)

Die folgenden GPU- und OpenGL-basierten Funktionen in After Effects erfordern eine Kategorisierung auf Basis der Funktionen Ihrer GPU:

  • Ray-traced 3D-Renderer
  • Rendern auf der GPU
  • Modus „Schnelle Entwurfsvorschau“
  • Schnelleres Blitting auf den Bildschirm (OpenGL Swap Buffer)
  • Voreinstellung für Kompositionen, Ebenen und Footage mit Hardwarebeschleunigung

OpenGL, die GPU und After Effects

OpenGL bezeichnet eine Reihe von Standards zur qualitativ hochwertigen Verarbeitung von 2D- und 3D-Grafiken auf der GPU (Graphics Processing Unit) für eine Vielzahl von Anwendungen. OpenGL ermöglicht ein schnelles Rendern für eine Vorschau (Modus „Schneller Entwurf“).

After Effects kann die GPU (den Grafikprozessor) Ihrer Grafikkarte für bestimmte Prozesse nutzen.

Die GPU-Funktionen in After Effects fallen in die folgenden 3 Kategorien:

  • GPU-beschleunigter Ray-traced 3D-Renderer (CUDA bei bestimmten Grafikkarten)
  • Modus „Schneller Entwurf“ und „Hardware BlitPipe“ (OpenGL mit etwas strikteren Anforderungen)
  • OpenGL Swap Buffer (OpenGL mit lockereren Anforderungen)

Hinweis:

Im Allgemeinen erfordert After Effects keine CUDA-Funktionen bestimmter Nvidia-GPUs. Diese sind lediglich für den GPU-beschleunigten Ray-traced 3D-Renderer erforderlich. Die anderen GPU-Funktionen können mit jeder GPU genutzt werden, die bestimmte Mindestanforderungen erfüllt, einschließlich GPUs von AMD und Intel.

Festlegen von Voreinstellungen für OpenGL und GPU

OpenGL unterstützt das Zeichnen von Schnittstellenelementen wie z. B. Komposition, Footage und Ebenenfenster. Andere Zeichenfunktionen wie Raster, Hilfslinien, Lineale und Begrenzungsrahmen werden jetzt auch von OpenGL bereitgestellt. Diese Funktion wird auch als Hardware BlitPipe bezeichnet.

Zum Aktivieren der OpenGL-Unterstützung zum Zeichnen von Elementen der Benutzeroberfläche klicken Sie auf das Kontrollkästchen Fenster für Komposition, Ebenen und Footage mit Hardwarebeschleunigung in Bearbeiten > Voreinstellungen > Anzeigen (Windows) oder After Effects > Voreinstellungen > Anzeigen (Mac OS).

Um auf die Informationen zum aktuellen GPU-Status in After Effects zuzugreifen, führen Sie folgende Schritte durch:

  1. Um ein Dialogfenster mit GPU-Informationen zu öffnen, wählen Sie Bearbeiten > Voreinstellungen > Vorschau (Win) oder After Effects > Voreinstellungen > Vorschau (Mac OS) aus.

  2. Klicken Sie auf die Schaltfläche „GPU-Informationen“, um das Dialogfeld „GPU-Informationen“ aufzurufen.

  3. In diesem Dialogfeld finden Sie Informationen zu den OpenGL-Funktionen für Ihre installierte GPU. Mithilfe dieser Informationen bestimmen Sie die Stufen der Funktionsunterstützung für Ihre GPU.

Hinweis:

Um den schnellen Entwurf zu aktivieren, klicken Sie im Kompositionsfenster auf die Schaltfläche „Schnelle Vorschau“ und wählen „Schneller Entwurf“. Der schnelle Entwurf verursacht leichte Unterschiede im Aussehen im Kompositionsfenster, das am besten für die schnelle Vorschau geeignet ist. Der schnelle Entwurf ist hilfreich für das Einrichten und die Vorschau einer Komposition, damit sie später in Ray-traced 3D gerendert werden kann.

Hinweis:

Wenn Ihre GPU nicht unterstützt wird, oder Sie einen alten Treiber verwenden, werden Ray-traced 3D-Kompositionen auf der CPU unter Verwendung aller physischen Kerne gerendert. Wenn Sie eine Umgebung ohne grafische Ausgabe verwenden (z. B. eine Render-Farm), können Sie das Rendern von Ray-traced 3D-Kompositionen über die CPU erzwingen, indem Sie im Dialogfeld „GPU-Informationen“ die Ray-tracing-Option festlegen. Rendervorgänge auf der CPU werden genauso durchgeführt wie auf der GPU.

Video: Optimieren für die Höchstleistung

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In diesem Video zeigt Ihnen Brian Maffitt von Total Training, wie Sie Ihren Computer für die Arbeit mit Ray-traced 3D-Kompositionen optimieren.
Brian Maffitt and Total Training

Arten von Funktionen und erforderliche Stufe der GPU-Unterstützung

  • Für OpenGL SwapBuffer: Diese Stufe erfordert eine GPU, die das Ausführen von OpenGL 1.5 oder höher mit Shader Model 3.0 oder höher ermöglicht. Die meisten ATI- und NVIDIA-Karten und der Chipsatz Intel HD Graphics 3000 (verfügbar in MacBook Air, Mac Mini, verschiedenen Windows-Computern usw.) und 4000 (derzeit nur unter Windows) werden unterstützt. Wenn Ihre GPU diese Anforderungen nicht unterstützt, findet ein Software-OS-Blitting wie CS 5.5 statt. Darüber hinaus sind in After Effects ebenfalls Verbesserungen für das Software-Blitting vorhanden.
  • Für schnelle Entwurfsvorschauen, Hardware BlitPipe und GPU-Zeichentrickbeschleunigung: Beinhaltet Funktionen der Stufe 1. Diese Stufe erfordert OpenGL 2.0 oder höher (mit Shader Model 4.0 oder höher, unter Windows) und mindestens 256 MB Strukturspeicher. Die meisten ATI- und NVIDIA-Karten der letzten fünf Jahre sowie Intel HD Graphics 3000/4000 unterstützen diese Stufe. Wenn Ihre GPU diese Anforderungen nicht unterstützt, werden folgende Funktionen deaktiviert:
    • Modus „Schneller Entwurf“
    • Die Voreinstellung Kompositionen, Ebenen und Footage mit Hardwarebeschleunigung.
    • Die Option Wenn möglich OpenGL verwenden des Zeichentrickeffekts (der Zeichentrickeffekt wird dann in der CPU ausgeführt).
  • Für Ray-traced 3D-Rendern der GPU: Beinhaltet Funktionen der Stufen 1 und 2 (für Computer mit angeschlossenen Monitoren). Diese Stufe erfordert eine unterstützte NVIDIA-GPU und mindestens 512 MB Strukturspeicher. Eine Liste unterstützter GPUs finden Sie auf der Adobe-Website.

Installieren von GPU-Treibern

Installieren Sie den aktuellen Videotreiber für Ihre NVIDIA GPU, bevor Sie mit After Effects und CUDA-Funktionen arbeiten:

Sie können den CUDA-Treiber im CUDA-Bedienfeld in den Systemeinstellungen oder auf der NVIDIA-Website aktualisieren.

Hinweis:

Wenn Ihre GPU nicht unterstützt wird oder Sie einen alten Treiber verwenden, werden Ray-traced 3D-Kompositionen auf der CPU unter Verwendung aller physischen Kerne gerendert. Wenn Sie eine Umgebung ohne grafische Ausgabe verwenden (z. B. eine Render-Farm), können Sie das Rendern von Ray-traced 3D-Kompositionen über die CPU erzwingen, indem Sie im Dialogfeld „GPU-Informationen“ die Ray-tracing-Option festlegen (verfügbar in den Voreinstellungen für die Vorschau). Rendervorgänge auf der CPU werden genauso durchgeführt wie auf der GPU.

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