Hinzufügen von Attributen zu Formebenen

Nachdem eine Formebene erstellt wurde, können Sie mit dem Menü „Hinzufügen“ im Werkzeugfenster oder im Zeitleistenfenster Attribute (wie Pfade, Mal-Vorgänge und Pfad-Vorgänge) hinzufügen.

Standardmäßig werden die neuen Attribute gemäß der folgenden Regeln in die ausgewählten Formengruppen eingefügt:

  • Neue Pfade werden unterhalb vorhandener Pfade und Gruppen eingefügt.

  • Neue Pfad-Vorgänge wie Zickzack- oder Schlangenlinien werden unterhalb vorhandener Pfad-Vorgänge hinzugefügt. Wenn keine Pfad-Vorgänge vorhanden sind, werden neue Pfad-Vorgänge unterhalb vorhandener Pfade hinzugefügt.

  • Neue Pfad-Vorgänge (Konturen und Flächen) werden unterhalb vorhandener Pfade und oberhalb vorhandener Konturen und Flächen hinzugefügt.

Wenn Sie diese Regeln außer Kraft setzen und ein neues Attribut an das Ende der Gruppe unterhalb aller Attribute setzen möchten, halten Sie die Alt-Taste (Windows) oder die Wahltaste (Mac OS) gedrückt, während Sie mit einem Klicken ein Element aus dem Menü „Hinzufügen“ auswählen.

Der Verstärker-Vorgang wird immer am Ende der Gruppe hinzugefügt.

Striche und Füllungen für Formen

Andrew Devis zeigt in einem Video auf der Creative COW-Website, wie Sie Verlaufsfüllungen und Konturen von Formebenen anpassen sowie welche Optionen hierbei verfügbar sind.

Konturen und Flächen für Formen sind Mal-Vorgänge, mit denen einem Pfad oder dem von einem Pfad definierten Bereich farbige Pixel hinzugefügt werden. Eine Kontur oder eine Fläche kann aus einer einfarbigen Fläche bestehen, oder es kann ein Farbverlauf verwendet werden. Konturen können gleichmäßig sein, oder sie können aus einer regelmäßigen Reihe von Strichen und Lücken bestehen. Jede Kontur und Fläche hat ihre eigene Füllmethode. Damit wird bestimmt, wie die Kontur bzw. Fläche mit anderen Mal-Vorgängen innerhalb derselben Gruppe interagiert.

Mal-Vorgänge innerhalb einer Gruppe werden in der Stapelreihenfolge des Zeitleistenfensters von unten nach oben durchgeführt. Das bedeutet beispielsweise, dass eine Kontur auf (vor) einer Kontur gerendert wird, die im Zeitleistenfenster danach angezeigt wird. Wenn Sie dieses Standardverhalten für eine bestimmte Fläche oder eine Kontur außer Kraft setzen möchten, wählen Sie im Zeitleistenfenster „Über dem vorherigen Element in derselben Gruppe“ für die Eigenschaft „Kombination“ der Fläche bzw. Kontur.

Hinweis:

Wenn Sie eine Kontur oder eine Fläche mit dem Menü „Hinzufügen“ im Werkzeugfenster oder Zeitleistenfenster hinzufügen, wird der Mal-Vorgang unterhalb vorhandener Pfade und oberhalb vorhandener Konturen und Flächen hinzugefügt. Wenn Sie diese Regeln außer Kraft setzen und eine neue Kontur am Ende der Gruppe platzieren möchten, halten Sie die Alt-Taste (Windows) oder die Wahltaste (Mac OS) gedrückt, während Sie durch Klicken ein Element aus dem Menü „Hinzufügen“ auswählen.

Neue Formen werden mit den Eigenschaften für Flächen und Konturen erstellt, die im Werkzeugfenster in den Muster-Schaltflächen neben den unterstrichenen Textsteuerungen für Fläche und Kontur dargestellt sind. Mit diesen Steuerungen können Sie auch die Farben für die Flächen und Konturen sowie den Fülltyp und den Konturtyp für die ausgewählten Formen ändern. Die Flächen- und Konturensteuerungen sind nur dann im Werkzeugfenster sichtbar, wenn eine Formebene ausgewählt oder ein Zeichenwerkzeug aktiv ist.

Wenn mehrere Formen mit unterschiedlichen Flächen- oder Kontureneigenschaften ausgewählt sind, enthält die Muster-Schaltfläche neben der Flächen- oder Konturensteuerung ein Fragezeichen. Mit diesen Steuerungen können Sie immer noch die Flächen- oder Kontureneigenschaften ändern, und die entsprechenden Eigenschaften für alle ausgewählten Formen werden auf denselben Wert gesetzt.

Flächen und Konturen können als einer von vier Typen vorliegen:

Ohne

Es werden keine Mal-Vorgänge durchgeführt.

Volltonfarbe

Die gesamte Fläche oder Kontur besteht aus einer Farbe.

Linearer Verlauf

Die Fläche oder Kontur besteht aus Farb- und Deckkraftwerten, die durch einen linearen Verlauf definiert sind und dann der Komposition entlang einer einzelnen Achse vom Anfangspunkt zum Endpunkt zugeordnet werden.

Radialverlauf

Die Fläche oder Kontur besteht aus Farb- und Deckkraftwerten, die durch einen linearen Verlauf definiert sind und dann der Komposition entlang eines Radius zugeordnet werden, der sich vom Anfangspunkt in der Mitte zum Endpunkt am Kreisumfang ausdehnt. Sie können den Anfangspunkt versetzen, indem Sie die Werte „Glanzlichtlänge“ und „Winkel hervorheben“ ändern.

Hinweis:

Sie können Verläufe animieren und interpolieren, indem Sie der Eigenschaft „Farben“ Keyframes hinzufügen und im Modus „Verlaufseditor“ mit dem Farbwähler Farbstopps und Deckkraft-Stopps hinzufügen, ändern und entfernen. Sie können Verläufe auch als Animationsvorgaben speichern. (Siehe Speichern von Animationsvorgaben.)

Die Farben von Konturen und Flächen für Formebenen werden nicht als HDR-Farben gerendert. Farbwerte unter 0,0 oder über 1,0 werden beschnitten, sodass sie in den Bereich von 0,0 bis 1,0 fallen.

Wählen des Konturen- oder Flächentyps und der Füllmethoden

  • Wenn Sie einen Flächen- oder Konturentyp für neue Formen auswählen oder die Füllmethode bzw. die Deckkraft für eine Fläche oder Kontur für neue Formen einstellen möchten, klicken Sie im Werkzeugfenster auf die unterstrichene Textsteuerung für Fläche oder Kontur. Wenn Sie zwischen Flächen- oder Konturentypen für vorhandene Formen wechseln möchten, wählen Sie die Formen aus, bevor Sie diese Steuerungen verwenden.
  • Wenn Sie zwischen Flächen- oder Konturentypen für neue Formen wechseln möchten, halten Sie die Alt-Taste (Windows) oder Wahltaste (Mac OS) gedrückt, während Sie im Werkzeugfenster auf die Muster-Schaltfläche neben den unterstrichenen Textsteuerungen für Flächen oder Konturen klicken. Wenn Sie einen Flächen- oder Konturentyp für vorhandene Formen wählen möchten, wählen Sie die Formen aus, bevor Sie diese Steuerungen verwenden.

Wählen einer Farbfläche oder Bearbeiten eines Verlaufs für eine Kontur oder eine Fläche

  • Wenn Sie eine Farbfläche oder einen Verlauf für Flächen oder Konturen für neue Formen wählen möchten, klicken Sie im Werkzeugfenster auf die Muster-Schaltfläche neben der unterstrichenen Textsteuerung für Flächen oder Konturen. Wenn Sie eine Farbfläche oder einen Verlauf für Flächen oder Konturen für vorhandene Formen wählen möchten, wählen Sie die Formen aus, bevor Sie die Steuerungen verwenden.

Ändern der Farbzuweisung für einen Verlauf

Ein Verlauf ist ein Bereich von Farb- und Deckkraftwerten, die Sie im Dialogfeld „Verlaufseditor“ anpassen können. Außerdem können Sie anpassen, wie diese Farben auf eine Kontur oder Fläche angewendet werden, indem Sie den Anfangspunkt und den Endpunkt ändern, die die Richtung und Skalierung des Verlaufs bestimmen. Sie können diese Punkte beispielsweise ändern, um die Farben eines Verlaufs über einen größeren Bereich auszudehnen oder um einen linearen Verlauf auszurichten, sodass die Farben von oben nach unten statt von links nach rechts verblassen. Bei einem radialen Verlauf definieren Sie die Mitte des Verlaufs, dessen Radius, und den Offset eines Glanzlichts.

Wenn Sie einen Formenpfad durch Zeichnen mit dem Zeichenstift erstellen, werden die Steuerungspunkte für den Verlauf standardmäßig in der Mitte der Ebene platziert. Sie können diese Punkte anpassen, wenn Sie mit Zeichnen fertig sind.

Die Eigenschaften „Anfangspunkt“, „Endpunkt“, „Winkel hervorheben“ und „Glanzlichtlänge“ können Sie im Zeitleistenfenster ändern. Diese Eigenschaften können Sie auch direkt im Kompositionsfenster ändern.

Steuerelemente für die Zuordnung von Verlaufseinstellungen
Steuerungen zum Zuordnen von Verlaufsfarben im Kompositionsfenster

A. Steuerungspunkt für Glanzlicht B. Anfangspunkt C. Endpunkt 
  1. Wählen Sie die Gruppe aus, die den Verlauf enthält.
  2. Ziehen Sie bei aktiviertem Auswahl-Werkzeug die Steuerungen für Anfangspunkt, Endpunkt oder Glanzlichter ins Kompositionsfenster.

    Das Auswahl-Werkzeug nimmt die Form eines Verlaufssteuerungszeigers oder an, wenn es über einer Verlaufssteuerung platziert wird.

Festlegen der Konturbreite

  • Wenn Sie die Konturbreite für neue Formen in Pixeln (px) festlegen möchten, ziehen Sie die unterstrichene Steuerung „Konturbreite“ (die sich im Werkzeugfenster rechts neben den Einstellungen für „Kontur“ befindet), oder klicken Sie auf die Steuerung, und geben Sie einen Wert in das Feld ein. Wenn Sie die Konturbreite für vorhandene Formen festlegen möchten, wählen Sie diese aus, bevor Sie die Steuerung „Konturbreite“ verwenden.

Erstellen einer gestrichelten Kontur

Eine gestrichelte Kontur wird erstellt, indem der Eigenschaftsgruppe „Striche“ für die Kontur eine beliebige Anzahl von Strichen und Lücken hinzugefügt wird. Die Striche und Lücken in dieser Eigenschaftsgruppe werden so oft wiederholt, bis der ganze Pfad abgedeckt ist. Mit der Eigenschaft „Offset“ wird festgelegt, an welchem Punkt des Pfades die Kontur beginnt.

Hinweis:

Animieren Sie die Eigenschaft „Offset“, um einen sich bewegenden Schweif von Strichen zu erstellen, wie die Lichter in einer Laufschrift.

  1. Erweitern Sie die Eigenschaftsgruppe für einen Strich im Zeitleistenfenster.
  2. Klicken Sie auf die Schaltfläche „Strich oder Lücke hinzufügen“ , um einem Zyklus des Musters der gestrichelten Linie einen Strich und eine Lücke hinzuzufügen. Sie können für jedes Konturmuster bis zu drei Striche hinzufügen.
  3. Ändern Sie die Eigenschaften für Striche und Lücken, um den Strichen und Lücken die gewünschte Länge zu geben.

Linienende-Optionen für Konturen

Mit der Eigenschaft „Linienende“ für eine gestrichelte Kontur wird das Aussehen der Enden der Kontursegmente (Striche) festgelegt.

Abgeflacht

Der Strich endet am Ende des Pfades.

Abgerundet

Der Strich geht um eine Anzahl von Pixeln, die der Konturbreite entsprechen, über das Ende des Pfades hinaus. Das Ende ist ein Halbkreis.

Überstehend

Der Strich geht um eine Anzahl von Pixeln, die der Konturbreite entsprechen, über das Ende des Pfades hinaus. Das Ende ist rechteckig.

Linienverbindungs-Optionen für Konturen

Mit der Eigenschaft „Linienverbindung“ für eine Kontur wird das Aussehen der Kontur festgelegt, wenn der Pfad plötzlich die Richtung ändert (um die Ecke geht).

Gehrungsecken

Eine spitze Verbindung. Mit dem Wert „Gehrungsgrenze“ werden die Bedingungen festgelegt, unter denen eine Schrägfuge anstelle eines Gehrungsstoßes verwendet wird. Wenn die Gehrungsgrenze 4 beträgt, wird eine Schrägfuge verwendet, wenn die Länge der Spitze das Vierfache der Konturstärke erreicht. Bei einer Gehrungsgrenze von 1 wird eine Schrägfuge verwendet.

Abgerundete Ecken

Eine abgerundete Verbindung.

Abgeflacht

Eine abgerundete Verbindung.

Füllregeln für Formen

Bei einem Füllvorgang wird der als in einem Pfad liegend definierte Bereich mit Farbe ausgemalt. Die Festlegung dessen, welcher Bereich innerhalb eines Pfades angesehen wird, ist einfach, wenn es sich bei dem Pfad um eine einfache Form wie einen Kreis handelt. Wenn ein Pfad sich jedoch selbst schneidet oder wenn ein zusammengesetzter Pfad aus Pfaden besteht, die von anderen Pfaden eingeschlossen sind, lässt sich nicht so einfach festlegen, welcher Bereich innerhalb eines Pfades angesehen wird.

After Effects verwendet eine von zwei Regeln, um festzulegen, welcher Bereich als innerhalb eines Pfades betrachtet wird, um Flächen zu erstellen. Bei beiden Regeln wird gezählt, wie oft eine von einem Punkt aus gerade gezeichnete Linie den Pfad auf ihrem Weg aus dem vom Pfad umgebenen Bereich schneidet. Bei der Füllregel Nicht-Null wird die Richtung des Pfades berücksichtigt; bei der Füllregel Gerade-Ungerade nicht.

After Effects und Illustrator verwenden standardmäßig die Füllregel Nicht-Null.

Füllregel „Nicht-Null“ (links) im Vergleich mit der Füllregel „Gerade-Ungerade“ (rechts)
Sich selbst schneidender Pfad mit der Füllregel Nicht-Null (links) im Vergleich mit der Füllregel Gerade-Ungerade

Füllregel Gerade-Ungerade

Wenn eine von einem Punkt aus in eine beliebige Richtung gezeichnete Linie eine ungerade Anzahl von Schnittpunkten mit dem Pfad aufweist, liegt der Punkt innen; ansonsten liegt er außen.

Füllregel Nicht-Null

Die Anzahl der Kreuzungen für eine Linie ergibt sich aus der Gesamtzahl der Kreuzungen der Linie mit dem Pfad von links nach rechts minus der Gesamtzahl der Kreuzungen der Linie mit dem Pfad von rechts nach links. Wenn die Anzahl der Kreuzungen für eine Linie, die von dem Punkt aus in einer beliebigen Richtung gezeichnet wird, Null beträgt, liegt der Punkt außen; andernfalls liegt er innen.

Hinweis:

Sie können sich die Füllregel Nicht-Null auch als Bandschlaufe vorstellen. Ein Punkt liegt dann außerhalb des Pfades, wenn Sie Ihren Finger auf diesen Punkt setzen und das Band wegziehen können, ohne dass es sich um Ihren Finger wickelt.

Da bei der Füllregel Nicht-Null die Richtung des Pfades berücksichtigt wird, ist die Verwendung dieser Füllregel und die Umkehrung der Richtung eines oder mehrerer Pfade in einem zusammengesetzten Pfad nützlich, um Löcher in zusammengesetzten Pfaden zu erstellen.

Hinweis:

Wenn Sie die Richtung eines Pfades umkehren möchten, klicken Sie im Zeitleistenfenster für den Pfad auf die Schaltfläche „Pfadrichtung umkehren: Ein“ .

Ändern von Formen mit Pfad-Vorgängen

Pfad-Vorgänge sind mit Effekten vergleichbar. Diese Live-Vorgänge werden auf nicht zerstörende Weise auf den Pfad einer Form angewendet, um einen bearbeiteten Pfad zu erstellen, auf den wiederum andere Form-Vorgänge (Füllen und Striche) angewendet werden können. Der Originalpfad wird nicht geändert. Pfad-Vorgänge sind interaktiv („live“), d. h., Sie können sie jederzeit bearbeiten oder entfernen. Pfad-Vorgänge gelten für alle Pfade oberhalb in derselben Gruppe. Wie bei Formattributen, können Sie Pfad-Vorgänge neu anordnen, indem Sie sie im Zeitleistenfenster Ziehen, Ausschneiden, Kopieren und Einfügen.

  1. Wählen Sie im Kompositionsfenster oder im Zeitleistenfenster die Formgruppe aus, der der Pfad-Vorgang hinzugefügt werden soll.
  2. Wählen Sie im Menü „Hinzufügen“ im Werkzeugfenster oder im Zeitleistenfenster einen Pfad-Vorgang aus:

    Pfade zusammenführen

    Kombiniert Pfade zu einem zusammengesetzten Pfad. (Siehe Pfade zusammenführen.)

    Offset-Pfade

    Erweitert oder faltet eine Form, indem der Pfad vom ursprünglichen Pfad verschoben wird. Bei einem geschlossenen Pfad wird die Form durch einen positiven Wert für „Betrag“ ausgedehnt, durch einen negativen Wert zusammengezogen. Mit der Eigenschaft „Linienverbindung“ wird das Aussehen des Pfades an den Stellen festgelegt, an denen Pfadsegmente zusammenkommen. Eine Schrägfuge ist eine abgerundete Verbindung. Ein Gehrungsstoß ist eine spitze Verbindung. Mit dem Wert „Gehrungsgrenze“ werden die Bedingungen festgelegt, unter denen eine Schrägfuge anstelle eines Gehrungsstoßes verwendet wird. Wenn die Gehrungsgrenze 4 beträgt, wird eine Schrägfuge verwendet, wenn die Länge der Spitze das Vierfache der Konturstärke erreicht. Bei einer Gehrungsgrenze von 1 wird eine Schrägfuge verwendet.

    Zusammenziehen und aufblasen

    Zieht die Scheitelpunkte eines Pfads nach außen und verbiegt gleichzeitig die Segmente nach innen (Zusammenziehen) oder zieht die Scheitelpunkte nach innen und verbiegt gleichzeitig die Segmente nach außen (Aufblasen).

    Verstärker

    Erstellt mehrere Kopien einer Form, wobei auf jede Kopie eine bestimmte Transformation angewendet wird. (Siehe Verwenden des Verstärkers zum Replizieren von Formen.)

    Runde Ecken

    Rundet die Ecken von Pfaden. Höhere Werte für den Radius verursachen eine stärkere Rundung.

    Pfade trimmen

    Animieren Sie die Eigenschaften „Start“, „Ende“ und „Offset“, um einen Pfad zu trimmen und ähnliche Ergebnisse zu erzielen wie die, die mit dem Effekt „Malen animieren“ und der Einstellung für Malstriche erzielt werden. Wenn der Pfad-Vorgang „Pfade trimmen“ in einer Gruppe unter mehreren Pfaden liegt, können Sie die Pfade gleichzeitig trimmen lassen oder als zusammengesetzten Pfad behandeln und einzeln trimmen.

    Aharon Rabinowitz zeigt in einem Video-Lehrgang auf der Creative COW-Website, wie der Vorgang „Pfade trimmen“ zum Animieren einer gestrichelten Linie entlang einem Pfad auf einer Karte eingesetzt werden kann.

    Drehen

    Dreht einen Pfad, wobei der Effekt in der Mitte stärker ausgeprägt ist als an den Kanten. Wird ein positiver Wert eingegeben, dreht der Wirbel im Uhrzeigersinn; wird ein negativer Wert eingegeben, dreht er gegen den Uhrzeigersinn.

    Pfade verwackeln

    Verwackelt einen Pfad, indem dieser in eine Reihe von gezackten Gipfeln und Tälern unterschiedlicher Größe verwandelt wird. Die Verzerrung wird automatisch animiert, d. h., dass sie sich im Laufe der Zeit verändert, ohne das Keyframes festgelegt oder Expressions hinzugefügt werden müssen.

    Manche Eigenschaften dieses Pfad-Vorgangs verhalten sich genau so wie Eigenschaften mit demselben Namen für die Verwackeln-Auswahl für die Textanimation. (Siehe Eigenschaften der Verwackeln-Auswahl.) Mit der Eigenschaft „Korrelation“ wird der Betrag der Korrelation zwischen der Bewegung eines Scheitelpunkts und den Bewegungen seiner Nachbarn angegeben. Kleinere Werte erzeugen stärkere Zacken, da die Position eines Scheitelpunkts weniger von der Position seiner Nachbarn abhängt. Die Eigenschaft „Korrelation“ ähnelt der Korrelation für die Verwackeln-Auswahl, mit der Ausnahme, dass in der Version „Pfade verwackeln“ die Korrelation zwischen benachbarten Scheitelpunkten und nicht zwischen benachbarten Zeichen angegeben wird. Stellen Sie die maximale Länge für Segmentpfade ein (relativ oder absolut), Legen Sie die Dichte der gezackten Kanten (Detail) fest und entscheiden Sie sich für weiche Kanten (Übergang) oder scharfe Kanten (Ecke).

    Hinweis:

    Animieren Sie die Eigenschaft „Größe“, um das Verwackeln ein- oder auszublenden. Wenn Sie das Verwackeln langsam beschleunigen oder verzögern möchten, setzen Sie den Wert „Verwacklungen/Sekunde“ auf einen konstanten Wert von 0 (null) und animieren Sie die Eigenschaft „Zeitliche Phase“.

    Transformation verwackeln

    Verwackelt eine beliebige Kombination von Positions-, Ankerpunkts-, Skalierungs- und Drehungstransformationen für einen Pfad. Geben Sie die gewünschte Größenordnung der Verwackelung aller dieser Transformationen an, indem Sie in der Eigenschaftsgruppe „Transformieren“ innerhalb der Eigenschaftsgruppe „Transformation verwackeln“ einen Wert eingeben. Die verwackelten Transformationen werden automatisch animiert, d. h., dass sie sich im Laufe der Zeit verändern, ohne dass Keyframes festgelegt oder Expressions hinzugefügt werden müssen. Der Vorgang „Transformation verwackeln“ ist speziell im Anschluss an einen Verstärker-Vorgang nützlich, da Sie hierdurch für die Transformationen jeder wiederholten Form einen separaten Zufallswert berechnen können. (Siehe Verwenden des Verstärkers zum Replizieren von Formen.)

    Manche Eigenschaften dieses Pfad-Vorgangs verhalten sich genau so wie Eigenschaften mit demselben Namen für die Verwackeln-Auswahl für die Textanimation. (Siehe Eigenschaften der Verwackeln-Auswahl.) Mit der Eigenschaft „Korrelation“ legen Sie fest, wie ähnlich sich die verwackelten Transformationen einer wiederholten Form und ihr Nachbar innerhalb einer Reihe wiederholter Formen sein sollen. Die Korrelation ist nur relevant, wenn einem Vorgang „Transformation verwackeln“ ein Vorgang „Verstärker“ vorangeht. Wenn die Korrelation 100 % ist, werden alle wiederholten Elemente auf die gleiche Weise transformiert. Bei einer Korrelation von 0 % werden alle wiederholten Elemente unabhängig voneinander transformiert.

    Hinweis:

    Beachten Sie Folgendes, wenn Sie wiederholten Formen Zufallswerte zuweisen: Wenn sich der Pfad-Vorgang „Verwackeln-Transformieren“ vor (über) dem Pfad-Vorgang „Verstärker“ befindet, werden alle wiederholten Formen auf dieselbe Weise (mit denselben Zufallswerten) verwackelt. Wenn sich der Pfad-Vorgang „Verstärker“ vor (über) dem Pfad-Vorgang „Verwackeln-Transformieren“ befindet, werden alle wiederholten Formen unabhängig voneinander (mit unterschiedlichen Zufallswerten) verwackelt.

    Chris Meyer veranschaulicht auf der ProVideo Coalition-Website in einem Video-Lehrgang die Verwendung des Pfad-Vorgangs „Verwackeln-Transformieren“. In diesem Lehrgang wird erläutert, warum Sie mehrere Instanzen des Pfad-Vorgangs „Verwackeln-Transformieren“ verwenden müssen, wenn Sie mehrere Eigenschaften unabhängig voneinander verwackeln möchten.

    Andrew Devis zeigt in einem Video auf der Creative COW-Website die Verwendung der Pfadoperation „Verwackeln-Transformieren“.

    Wellen

    Verwandelt einen Pfad in eine Reihe von gezackten Gipfeln und Tälern einheitlicher Größe. Legen Sie die Entfernung zwischen dem höchsten und niedrigsten Punkt durch einen relativen oder absoluten Wert fest. Bestimmen Sie die Anzahl der Zacken pro Pfadsegment und entscheiden Sie sich für wellenförmige Kanten (Übergang) oder gezackte Kanten (Ecke).

Optionen für „Pfade zusammenführen“

Bei dem Pfad-Vorgang „Pfade zusammenführen“ werden alle in derselben Gruppe darüber liegenden Pfade als Eingabe verwendet. Die Ausgabe besteht aus einem einzelnen Pfad, in dem alle Eingabepfade kombiniert sind. Die Eingabepfade sind im Zeitleistenfenster immer noch sichtbar, doch im Wesentlichen haben sie mit dem Rendern der Formebene nichts zu tun, sodass sie im Kompositionsfenster nicht angezeigt werden. Im Zeitleistenfenster wird nach der Eigenschaftsgruppe „Pfade zusammenführen“ eine Fläche und eine Kontur hinzugefügt, falls nicht bereits vorhanden. Andernfalls wäre der Ausgabepfad nicht sichtbar.

Optionen für „Pfade zusammenführen“
Optionen für „Pfade zusammenführen“

A. Für alle Formen hinzufügen B. Für Quadrate abziehen C. Für Quadrate überschneiden D. Überschneidungen für Quadrate ausschließen 

Der Pfad-Vorgang „Pfade zusammenführen“ hat die folgenden Optionen, wobei bei jeder unterschiedliche Berechnungen durchgeführt werden, um den Ausgabepfad zu ermitteln:

Zusammenfügen

Fügt alle Eingabepfade zu einem einzelnen zusammengesetzten Pfad zusammen. Diese Option ist der Standard für Formen, die aus Textzeichen erstellt wurden, die aus mehreren Pfaden bestehen (z. B. der Buchstabe e), wenn Sie den Befehl „Formen aus Text erstellen“ verwenden.

Addieren

Erstellt einen Pfad, der die Vereinigung der Bereiche der Eingabepfade umschließt.

Subtrahieren

Erstellt einen Pfad, der nur die Bereiche umschließt, die vom obersten Pfad definiert werden. Die von den darunter liegenden Pfaden definierten Bereiche werden abgezogen.

Überschneiden

Erstellt einen Pfad, der nur die Bereiche umschließt, die von den Überschneidungen zwischen allen Eingabepfaden definiert werden.

Überschneidungen ausschließen

Erstellt einen Pfad, der eine Vereinigung aller Bereiche darstellt, die von allen Eingabepfaden definiert werden, abzüglich der Bereiche, die von den Überschneidungen zwischen allen Eingabepfaden definiert werden.

Verwenden des Verstärkers zum Replizieren von Formen

Mit dem Pfad-Vorgang „Verstärker“ werden virtuelle Kopien aller Pfade, Konturen und Flächen erstellt, die sich in derselben Gruppe oberhalb davon befinden. Die virtuellen Kopien werden im Zeitleistenfenster nicht als getrennte Einträge angezeigt, doch sie werden im Kompositionsfenster gerendert. Jede Kopie wird gemäß ihrer Rangfolge im Satz der Kopien und der Werte der Eigenschaften in der Eigenschaftsgruppe „Transformieren“ für diese Instanz des Verstärkers transformiert.

Replizieren von Formen mit dem Vorgang „Verstärker“
Die ursprüngliche Form (oben links), eine Instanz bei angewendetem Vorgang „Verstärker“ (oben rechts) und zwei Instanzen bei angewendetem Verstärker (unten rechts).

Wenn die ursprüngliche Form die Nummer 0 (Null) trägt, erhält die nächste Kopie die Nummer 1 und so weiter. Als Ergebnis wendet der Verstärker jede Transformation in der Eigenschaftsgruppe „Transformieren“ n Mal auf die Kopie Nummer n an.

Betrachten Sie das Beispiel, in dem der Verstärker auf eine Form angewendet wird, wobei der Wert für Kopien auf 10 und die Eigenschaft „Position“ in der Eigenschaftsgruppe „Transformieren“ für den Verstärker auf (0,0, 8,0) eingestellt ist. Die ursprüngliche Form bleibt an ihrer ursprünglichen Position (0,0, 0,0). Die erste Kopie wird bei (0,0, 8,0) angezeigt, die zweite bei (0,0, 16,0), die dritte bei (0,0, 24,0) und so weiter. Bei einer Gesamtzahl von zehn Formen wird die neunte Kopie bei (0,0, 72,0) angezeigt.

Sie können mehrere Instanzen des Verstärkers innerhalb derselben Gruppe hinzufügen. In anderen Worten, Sie können den Verstärker wiederholen. Die Verwendung mehrerer Instanzen des Verstärkers ist eine einfache Möglichkeit, ein Raster mit virtuellen Kopien einer einzelnen Form zu erstellen: Stellen Sie einfach die Eigenschaft „Position“ für eine Instanz des Verstärkers ein, sodass die horizontalen Werte verändert werden und eine weitere Instanz, sodass die vertikalen Werte verändert werden.

Mit dem Eigenschaftswert „Offset“ werden die Transformationen um eine bestimmte Anzahl von Kopien verschoben. Wenn der Wert für Kopien beispielsweise 10 und der Offset-Wert 3 beträgt, wird die ursprüngliche Form drei Mal um den Betrag transformiert, der in der Eigenschaftsgruppe „Transformieren“ angegeben ist. Die letzte Kopie wird 12 Mal um den in der Eigenschaftsgruppe „Transformieren“ angegebenen Betrag transformiert.

Hinweis:

Durch das Animieren der Eigenschaft „Offset“ können Sie einfach interessante Ergebnisse erzielen.

Mit der Option „Kombination“ wird festgelegt, ob Kopien oberhalb (vor) oder unterhalb (nach) den vorangegangenen Kopien gerendert werden.

Mit dem Wert „Anfangsdeckkraft“ legen Sie die Deckkraft der ursprünglichen Form fest, und mit dem Wert „Enddeckkraft“ die Deckkraft der letzten Kopie. Die Deckkraftwerte für die dazwischen liegenden Kopien werden interpoliert.

Wenn Sie den Verstärker nach einem Pfad platzieren, oberhalb der Eigenschaftsgruppen für Fläche und Kontur einer Form, wird der Satz virtueller Kopien als zusammengesetzter Pfad gefüllt oder konturiert. Wenn Sie den Verstärker unterhalb der Fläche und Kontur belassen, wird jede Kopie individuell gefüllt und konturiert. Der Unterschied ist bei Verlaufsflächen und -konturen am deutlichsten zu sehen.

Hinweis:

Fügen Sie einen Pfad-Vorgang „Transformation verwackeln“ im Anschluss an einen Vorgang „Verstärker“ hinzu, um Position, Skalierung, Ankerpunkt oder Drehung der wiederholten Kopien innerhalb einer Instanz des Verstärkers zu verwackeln. Wenn sich der Pfad-Vorgang „Verwackeln-Transformieren“ vor (über) dem Pfad-Vorgang „Verstärker“ befindet, werden alle wiederholten Formen auf dieselbe Weise (mit denselben Zufallswerten) verwackelt. Wenn sich der Pfad-Vorgang „Verstärker“ vor (über) dem Pfad-Vorgang „Verwackeln-Transformieren“ befindet, werden alle wiederholten Formen unabhängig voneinander (mit unterschiedlichen Zufallswerten) verwackelt.

Eran Stern zeigt in einem Video-Lehrgang auf der Creative COW-Website, wie der Vorgang „Verstärker“ einzusetzen ist.

Chris Zwar zeigt auf seiner Website in einem Beispielprojekt, wie Sie mit dem Effekt „Kartentanz“ und einer Formebene mit der Operation „Verstärker“ eine Moiréfarbseparation für beliebige Bilder oder Videos simulieren können.

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