Importieren von 3D-Bildern aus Photoshop und Illustrator

3D-Objektebenen in PSD-Dateien

In Adobe Photoshop können 3D-Modelle (bzw. 3D-Objekte) in verschiedenen gängigen Formaten importiert und bearbeitet werden. In Photoshop ist auch das Erstellen von 3D-Objekten mit einfachen, elementaren Formen möglich.

In After Effects können Sie keine 3D-Objekte aus PSD-Dateien importieren.

Weitere Informationen erhalten Sie im Video Arbeiten mit 3D-Ebenen auf der Seite mit den Video-Lehrgängen.

Fluchtpunktaustausch

Bei der Fluchtpunkt-Funktion von Photoshop Extended können Sie den Befehl „Datei“ (Windows) bzw. „Ablage“ (Mac OS) > „Export für After Effects (.vpe)“ verwenden, um die Ergebnisse als eine Sammlung von PNG-Dateien (eine für jede Ebene) und eine .vpe-Datei zu speichern, die die Geometrie der Szene beschreibt. Dann können Sie die .vpe-Datei in After Effects importieren. After Effects nutzt die Informationen aus der .vpe-Datei, um die Szene als Komposition aus einer Kameraebene und einer perspektivenkorrigierten 3D-Ebene für jede PNG-Datei wiederherzustellen.

Die Kamera befindet sich auf der negativen Z-Achse bei (x,y)=(0,0). Der Interessenbereich für die Kamera liegt in der Mitte der Komposition. Der Kamerazoom ist entsprechend dem Blickfeld in der Fluchtpunkt-Szene eingestellt.

Die 3D-Ebenen für die Ebenen in der Szene haben eine übergeordnete Ebene mit Ankerpunkt in der Mitte der Komposition, wodurch die gesamte Szene zusammen transformiert werden kann.

Der Fluchtpunktaustausch funktioniert nur gut bei Bildern, die in Photoshop quadratische Pixel haben.

Bob Donlon stellt in seinem Blog einen Lehrgang zur Verwendung des Fluchtpunktaustauschs zur Verfügung.

Lester Banks hat auf seiner Website einen Video-Lehrgang veröffentlicht, in dem gezeigt wird, wie man mit der Option „Fluchtpunkt“ in Photoshop Extended eine 3D-Szene erstellt, die dann entweder als VPE-Datei oder als 3D-Objektebene in einer PSD-Datei nach After Effects importiert wird.

Andrew Kramer hat auf seiner Video Copilot-Website einen Video-Lehrgang veröffentlicht, in dem die Funktion von VPE-Dateien (Vanishing Point Exchange) erläutert wird.

Importieren von PSD-Dateien als 3D-Szenen

Paul Tuersley stellt auf der AE Enhancers-Website ein Skript zur Verfügung, das eine PSD-Datei mit Ebenen in eine 3D-Szene in After Effects umwandelt. Das Skript erstellt eine Komposition und fügt den Ebenen Expressions aus der PSD-Datei hinzu. Wenn Sie die Ebene entlang der Z-Achse verschieben, sieht die Szene exakt wie die Originalgrafik in der Ansicht „Aktive Kamera“ aus. Sie können die Kamera um die Szene herum animieren und sehen, dass die Ebenen über unterschiedliche 3D-Tiefen im Raum verfügen.

Illustrator-3D-Effekte

Die Effekte in der 3D-Kategorie in Illustrator (Extrudieren und abgeflachte Kante, Kreiseln und Drehen) geben Vektorgrafikobjekten – auch Text und Zeichnungen – ein dreidimensionales Erscheinungsbild. Wenn Sie Ihren Vektorgrafiken oder -texten mehr Tiefe verleihen möchten, erstellen Sie sie in Illustrator, wo Sie die 3D-Effekte ausprobieren können, und importieren Sie das Ergebnis in After Effects.

Importieren und Verwenden von 3D-Dateien aus anderen Anwendungen

After Effects kann 3D-Bilddateien in den Formaten Softimage PIC, RLA, RPF, OpenEXR und Electric Image EI importieren. Diese 3D-Bilddateien enthalten Rot-, Grün-, Blau- und Alphakanäle (RGBA) sowie Hilfskanäle mit zusätzlichen Daten wie z-Tiefe, Objekt-IDs, Strukturkoordinaten u. a.

Es ist zwar auch möglich, Kompositionen mit 3D-Informationen in After Effects zu importieren, aber Sie können 3D-Modelle in After Effects weder direkt modifizieren noch erstellen.

After Effects behandelt jede zusammengesetzte 3D-Datei aus einer anderen Anwendung als einzelne 2D-Ebene. Einer solchen Ebene können insgesamt 3D-Attribute hinzugefügt werden und die Ebene kann wie jede andere 3D-Ebene in After Effects behandelt werden. Die in der 3D-Datei enthaltenen Objekte können jedoch nicht einzeln in 3D bearbeitet werden. Mithilfe der 3D-Kanal-Effekte können Sie auf die 3D-Tiefeninformationen und andere Hilfskanalinformationen in 3D-Bilddateien zugreifen. (Siehe Effekte unter „3D-Kanal“.)

Die in After Effects integrierten 3D-Kanal-Effekt-Plug-ins von fnord software bieten Zugriff auf mehrere Ebenen und Kanäle von OpenEXR-Dateien. (Siehe Verwenden von Kanälen in OpenEXR-Dateien.)

After Effects kann auch „baked“ Kameradaten wie Daten zu Brennweite, Filmgröße und Transformation aus Maya-Projektdateien als einzelne Komposition oder zwei Kompositionen importieren. (Siehe Baking und Importieren von Maya-Daten.)

After Effects unterstützt den Import von in RLA/RPF-Sequenzdateien gespeicherten Kameradaten. (Siehe Importieren von RLA- oder RPF-Daten in eine Kameraebene.)

Für Softimage PIC-Dateien gibt es eine ZPIC-Datei, die die Kanalinformationen für die z-Tiefe enthält. Eine ZPIC-Datei kann nicht importiert werden. Sie können jedoch auf die zusätzlichen Kanalinformationen zugreifen, wenn die ZPIC-Datei in demselben Ordner wie die importierte PIC-Datei gespeichert ist.

Für Dateien im Format Electric Image (EI) gibt es dazugehörige EIZ-Dateien, in denen Kanaldaten zur z-Tiefe enthalten sind. Auch diese Dateien (wie ZPIC-Dateien) können Sie nicht in After Effects importieren; sie werden lediglich in demselben Ordner wie die EI-Dateien gespeichert. Informationen zum Erstellen von EIZ-Dateien finden Sie in der Dokumentation zu Electric Image.

Eine gängige Technik beim Arbeiten in einer 3D-Modellierungsanwendung besteht darin, Nullobjekte, wie z. B. Nulllichter oder Null-Locator-Knoten, an den Stellen einzufügen, wo Sie ein Bild in After Effects zusammensetzen möchten. Wenn Sie dann die 3D-Datei in After Effects importiert haben, dienen Ihnen diese Nullobjekte als Markierungen für die Platzierung anderer visueller Elemente.

Online-Ressourcen zum Importieren und Verwenden von 3D-Dateien aus anderen Anwendungen

Lutz Albrecht stellt auf der Adobe-Website ein zweiteiliges Dokument zur Integration von 3D-Anwendungen in After Effects bereit. Diese Artikel behandeln die Erstellung von UV-Karten, Matten und Kanälen aus verschiedenen 3D-Anwendungen, einschließlich Maxon Cinema 4D, NewTek Lightwave und Luxology modo. Anschließend wird in den Artikeln erläutert, wie Sie diese Daten mit den Plug-ins „RE:Vision Effects RE:Map“ und „fnord ProEXR“ in After Effects verwenden können.

Tyson Ibele zeigt in Lehrgängen auf seiner Website, wie Ergebnisse aus 3ds Max (3D Studio MAX) in After Effects verwendet werden können.

Dave Scotland bietet auf der CG Swot-Website einen zweiteiligen Lehrgang an, in dem demonstriert wird, wie Sie RPF-Dateien in einer 3D-Anwendung erstellen und wie Sie RPF-Dateien in After Effects verwenden. Der erste Teil erklärt das RPF-Format und die Vorgehensweise zum Erstellen von RPF-Dateien in 3DS Max. Der zweite Teil zeigt die Verwendung der Objekt-ID und Z-Tiefe in einer RPF-Datei in After Effects mit den Effekten „ID Matte“, „Tiefenschärfe“, „Tiefenmaske“ und „3D-Nebel“.

Mit 3D-Tracking werden Kamerabewegungen vervollständigt, sodass weitere Elemente in die Szenenkomposition eingefügt werden können und so wirken, als seien sie mit derselben Kamerabewegung aufgenommen worden. Der 3D-Kameratracker-Effekt analysiert Videosequenzen und extrahiert Kamerabewegung und 3D-Szenendaten. Anhand der Bewegung der 3D-Kamera können Sie 3D-Elemente ordnungsgemäß über Ihrem 2D- Footage zusammensetzen. Weitere Informationen über den 3D-Kameratracking-Effekt finden Sie in diesem Video-Tutorial mit Angie Taylor von Learn by Video. Weitere Informationen zum 3D-Kameratracker finden Sie unter Verfolgen der 3D-Kamerabewegung.

Bartek Skorupa bietet auf seiner Website ein Lernprogramm zur Verwendung von Blender und zum Export der Animation nach After Effects. Außerdem können Sie sich das Lernprogramm zum Kamera-Tracking in Blender ansehen, das sich hauptsächlich mit Linsenverzerrung beschäftigt.

Harrison Ambs hat auf der CGTUTS+-Website einen zweiteiligen Video-Lehrgang veröffentlicht, der den Import von Cinema 4D nach After Effects erläutert:

Im Tutorial Verwenden von Cinema 4D Lite mit After Effects-Kameras und -Lichtern erfahren Sie, wie Sie eine After Effects-Komposition mit Kameras, Lichtern und Farbflächenebenen erstellen und diese dann in Cinema 4D Lite öffnen, um 3D-Objekte hinzuzufügen.

Importieren von RLA- oder RPF-Daten in eine Kameraebene

After Effects unterstützt den Import von in RLA/RPF-Sequenzdateien gespeicherten Kameradaten. Diese Daten werden in Kameraebenen eingebunden (eine für jede Kamera in der Sequenz), die After Effects im Zeitleistenfenster erstellt. Sie können dann auf die Kameradaten aus einer solchen importierten RLA-/RPF-Sequenz zugreifen und eine Kameraebene mit diesen Daten erstellen.

  1. Fügen Sie die Ebene in eine Komposition ein und wählen Sie die entsprechende Ebene im Zeitleistenfenster.
  2. Wählen Sie „Animation“ > „Keyframe-Assistent“ > „RPF-Kamera-Import“.

    Hinweis:

    Wenn Sie eine RLA- oder RPF-Datei mit Kameradaten in 3D Studio Max erstellen, aktivieren Sie den Deckungsbereich, die Z-Tiefe und die Alphakanäle, und speichern Sie die Renderausgabe im RPF-Format.

Baking und Importieren von Maya-Daten

After Effects importiert Kameradaten aus Maya-Projektdateien. Bevor Sie Maya-Kamerainformationen importieren, müssen Sie diese einer Baking genannten Prozedur unterziehen. Durch die Verwendung von Baking können Kameradaten später im Projekt einfacher mit Keyframes animiert werden. Dabei wird für jedes Frame in der Animation ein Keyframe eingerichtet. Für jede Kamera- bzw. Transformationseigenschaft können 0, 1 oder eine feste Anzahl von Keyframes festgelegt werden. Wenn z. B. eine Eigenschaft in Maya nicht animiert ist, werden für diese Eigenschaft entweder keine Keyframes eingerichtet oder es wird nur ein Keyframe am Anfang der Animation gesetzt. Wenn eine Eigenschaft mehr als einen Keyframe besitzt, muss sie über die gleiche Anzahl von Keyframes verfügen wie jede andere Animationseigenschaft mit mehreren Keyframes.

Um den Import zu beschleunigen, sollten die Maya-Dateien so einfach wie möglich gehalten werden. Löschen Sie daher in Maya statische Kanäle vor dem „Baking“, um die Anzahl der Keyframes zu verringern, und speichern Sie eine Version des Maya-Projekts, die ausschließlich die Kameraanimation enthält.

Hinweis:

Die folgenden Transformationsflags werden nicht unterstützt: query, relative, euler, objectSpace, worldSpace, worldSpaceDistance, preserve, shear, scaleTranslation, rotatePivot, rotateOrder, rotateTranslation, matrix, boundingBox, boundingBoxInvisible, pivots, CenterPivots und zeroTransformPivots. After Effects ignoriert diese nicht unterstützten Flags einfach und gibt auch keine diesbezüglichen Warnungen oder Fehlermeldungen aus.

Standardmäßig behandelt After Effects in der Maya-Datei festgelegte lineare Einheiten als Pixel.

Sie können Kameradaten aus Maya-Projektdateien (.ma) importieren und diese Daten als eine oder als zwei Komposition(en) verwenden.

Für jede Maya-Datei, die Sie importieren, erstellt After Effects entweder eine Komposition oder zwei Kompositionen. Die Anzahl der Kompositionen hängt dabei von folgenden Faktoren ab:

  • Wenn das Maya-Projekt ein quadratisches Pixel-Seitenverhältnis aufweist, erstellt After Effects eine Komposition mit quadratischem Pixel-Seitenverhältnis, die die Kameradaten und -transformationen enthält.

  • Wenn das Maya-Projekt ein nicht quadratisches Pixel-Seitenverhältnis aufweist, erstellt After Effects zwei Kompositionen. Die erste Komposition, deren Dateiname das Präfix Square erhält, ist eine Komposition mit quadratischen Pixeln. Diese Komposition enthält die Kameradaten. Die zweite, übergeordnete Komposition ist eine Komposition mit nicht quadratischen Pixeln in den Abmessungen der Originaldatei, die die Komposition mit den quadratischen Pixeln enthält. Die Komposition mit den quadratischen Pixeln können Sie für die importierten 3D-Ebenen und das Footage mit den quadratischen Pixeln verwenden, während für das Footage mit den nicht-quadratischen Pixeln die übergeordnete Komposition verwendet werden sollte.

Wenn Sie eine Maya-Datei mit einer 1-Knoten-Kamera importieren, erstellt After Effects in der Komposition mit den quadratischen Pixeln eine Kamera, die die Brennweite, die Filmgröße sowie die Transformationsdaten der 1-Knoten-Kamera enthält.

Wenn Sie eine Maya-Datei mit einer 2-Knoten- oder zielgerichteten Kamera importieren, erstellt After Effects in der Komposition mit den quadratischen Pixeln eine Kamera und einen zusätzlichen übergeordneten Knoten. Der übergeordnete Knoten enthält nur die Transformationsdaten der Kamera. After Effects importiert Daten von 2-Knoten-Kameras automatisch mit dem Locator-Knoten als Interessenbereich, wenn für die Kamera die Option für die automatische Ausrichtung auf „Ausrichtung zum Interessenbereich“ eingestellt ist.

After Effects kann keine 3-Knoten-Kameras lesen.

Hinweis:

After Effects liest bei Maya-Dateien nur die Daten der Renderkameras und ignoriert die Daten von ortografischen und perspektivischen Kameras. Sie sollten daher in Maya immer eine Renderkamera erstellen, selbst wenn diese mit der Perspektivkamera übereinstimmt. Wenn Sie mit der Kameraeinstellung „FilmFit“ arbeiten, verwenden Sie entweder die horizontale oder die vertikale Einstellung für „FilmFit“, nicht „Füllen“.

After Effects kann Maya-Locator-Knoten lesen, mit deren Hilfe Sie Objekte aus der Maya-Szene bei der Übertragung in After Effects verfolgen können. Wenn der Name eines Maya-Locator-Knotens das Wort Null, NULL oder null enthält, erstellt After Effects eine Nullebene und wendet die relevanten Transformationen darauf an. Definieren Sie Locator-Knoten in Maya möglichst nicht als übergeordnete Knoten für andere Locator-Knoten, sondern stattdessen als übergeordnete Knoten für Geometrie.

Hinweis:

After Effects liest keine World- oder Underworld-Koordinaten in der LocatorShape. Verwenden Sie einen Transform-Knoten, um die Koordinaten zu platzieren.

Arbeiten mit Cinema 4D und Cineware

Ausführliche Informationen zum Arbeiten mit MAXON Cinema 4D-Dateien und Cineware (eine voll funktionsfähige Arbeitsablaufintegration zwischen Adobe After Effects CC und Cinema 4D) finden Sie unter CINEMA 4D und Cineware.

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